Schweden Forum

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Schweden
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Schweden und Norwegen - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

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 Betreff des Beitrags: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2009 14:44 
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Hejsan,
einige von euch schwedenfans möchten wieder zurueck. bei s-nina und fischkopf kann man es sehr deutlich raus lesen kann.
warum??
was denkt ihr ihr wird/könnte in deutschland besser sein?
was ist der ausschlaggebene punkt das ihr schweden verlassen wollt?
ich bin zwar erst etwas ueber 2 jahre hier, möchte aber auf keinen fall zurueck. Fischkopf, du bist genauso lange hier wie ich, was ist falsch gelaufen in schweden?
eure erfahrungen sind sicher sehr interessant.

liebe gruesse
älven
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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2009 14:59 
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Guter Thread, Älven. Das hilft bestimmt manchen einiges zu verstehen, nachzuvollziehen - hoffentlich.
Wir leben zwar auch erst seit 3 1/2 Jahren in Schweden, haben ab und
dann was zu kritisieren (ich speziell in einigen Punkten bei der schwedischen
Mentalität die mir persönlich begegnet ist!) aber wollen absolut nicht nach
D zurueck. Soll/Darf ich deshalb NICHT negative Dinge offen aussprechen?
Es ist ja auch so, dass man mehr ueber die negativen Erlebnisse spricht.
Man vergleiche es mal mit den Medien: Wenn die nix negatives mehr zu berichten hätten, wo wären wir dann ;-) ??
Und das man Dinge offen ausspricht, heisst noch lange nicht das man jammert
oder nörgelt. Man will es nur offen ansprechen!
Das ich heute nach ueber drei Jahren einiges anders sehe weiss ich.
Das bedeutet fuer mich allerdings nicht Enttäuschung, nur etwas mehr Durchblick.
Man mus natuerlich mit den Dingen umgehen können, sie bis zu einem bestimmten Grad akzeptieren können.
Das dies nicht jeder kann, heisst mitnichten das er versagt hat!
Ich ziehe vielmehr den Hut vor denen, die offen sagen das sie so oder so nicht mehr leben können/wollen. Gemäß dem Motto:
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Zu ersterem gehört zumeist sehr viel Mut!

Das mal so vorweg :wink:
Heike

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"Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit."
Joseph Joubert


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2009 15:23 
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Hej Älven!
Erst mal es ist nichts schief gelaufen.....
Wir waren einige Jahre in Schweden, sind bewusst und gut vorbereitet ausgewandert und sind bewusst und gut vorbereitet wieder nach Deutschland zurück gegangen.
Wir haben NICHTS davon bereut, weder die Auswanderung noch die Re-Migration!
Die Gründe: Das wird erheblich schwieriger, weil da doch sehr, sehr vielschichtig ist. Das wäre vielleicht auch mal ein Buch wert :D :_)
Ich habe es irgendwo schon mal geschrieben, das Land ist großartig aber ich (wir) konnten uns plötzlich nicht mehr vorstellen, dort alt zu werden..….In der Summe aller Betrachtungen waren die unendlichen Wälder, tollen Seen und die (fast) unberührten Natur nicht ausreichend um den Rest, der das Leben ausmacht, so positiv zu beeinflussen, das ich alle Nachteile dieses Landes in Kauf nehmen wollte. Ich habe halt andere Ansprüche an meine Lebensumstände.... Viele machen es sich mit der Betrachtung zu leicht oder wollen sich damit beruhigen, die Rückwanderer haben es halt nicht „geschafft“. Ist es nicht doch nur ein Pfeifen im Wald.......?
Interessant ist halt, wenn man die Beitrage der langjährigen Ausgewanderten liest, stellt man fest, das eben doch nicht alles Gold ist was glänzt. Auch „die Schweden“ kritisieren ihr Land. Es gibt sogar ein Anti-Nationalsong: „Du fega........ der sicher nicht aus einer migrationsbelasteten Feder stammt.
Ich möchte mich aber so öffentlich nicht weiter zu diesem Thema auslassen. Es lesen so viel merkwürdige Menschen mit und interpretieren in meine Entscheidungen rein, was ihnen eigentlich nicht zusteht. Das Internet ist mir zu öffentlich dafür.....
Nur noch so viel: Wir haben keine Minute bereut wieder nach Deutschland zu gehen.

Vielleicht mal mehr und LG

Gottfried


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2009 15:51 
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Lieber Älven!

Falsch gelaufen ist nichts wie mein Vorgänger schon geschrieben hat!
Aber mein Lebensgefährte hat in Schweden einfach keine Arbeit gefunden.
Es wurden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, Arbeitsamt, Zeitungen, Bewerbung per mail, schriftlich oder auch persönlich usw. Leider gab es keine Antwort von seitens der Arbeitgeber. Jetzt hat er im Januar in Deutschland ein Vorstellungsgespräch, welches er nutzen möchte. Es ist halt eine Kette ohne Ende, keine Arbeit kein Bleiberecht und somit auch kein Anspruch auf Kindergeld usw.
Wir haben kein Problem mit dem hiesigen Schulsystem, Schulessen oder dem Gesundheitswesen, diesbezüglich lief alles glatt. Meinen Kindern wurde hier vieles mit auf den Weg gegeben, was sie irgendwann mal brauchen werden.

Wir haben viele Erfahrungen hier gemacht und den Schritt nicht bereut. Jetzt endet der Weg aber für uns und wir gehen nach Deutschland zurück.

Liebe Grüße
Fischkopf


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2009 15:54 
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Hallo zusammen,

ich schliesse mich Gottfried in vielem an. Auch darin, dass ich nicht sicher bin, wieviel persönliches ich im Forum schreibe....
Und nein, bei mir ist auch nichts schief gelaufen :D Ich habe damals, als ich das Jobangebot bekommen habe, eben zugegriffen, da dies die einzig kurzfristige Chance war, aus einer Fernbeziehung eine richtige Beziehung zu machen - was auch geklappt hat...

Meinen Umzug nach Schweden habe ich mehr als Umzug als als "Auswanderung" verstanden. Genauso gut hätte ich von Freiburg nach Berlin ziehen können um dann evtl. festzustellen, dass ich Freiburg vermisse. Was ich ehrlich gesagt tue. Ich vermisse: die Straussenwirtschaften (in manchen Teilen Deutschlands auch Besenwirtschaften genannt), die allemannische Fastnacht, den Schwarzwald (Berge!!), die vielen lauen Sommerabende, den deutschen gemütlichen Weihnachtmarkt, die Ausgehkultur und das entsprechende Angebot auch in kleineren Dörfern (Dörfer: gibt es hier ja auch nicht richtig viele.. so mit schönem Ortskern), die Nähe zu Frankreich, Schweiz, Italien (mal eben mit dem Auto nach Milano ? Undenkbar hier oben...).

Und nun denken mein Mann (der wohl nie mein Mann geworden wäre, wäre ich nicht umgezogen :D ) und ich laut daruber nach, ob, wann und wie wir nach Freiburg zurück gehen sollen. Der Witz ist, dass ER lieber heute als morgen umziehen würde und sich im Badischen Ländle (auch wenn er sie nicht verstanden hat :lol: ) sauwohl gefühlt hat. Ich bereue nicht, dass ich umgezogen bin. Aber auf Dauer fehlt mir hier eben doch ein wenig "Leben"...

Und wenn wir gehen, wandere ich nicht rück sondern ziehe eben wieder um ganz ohne mich als frustriert oder gescheitert zu sehen.

Gruss Bettina


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2009 16:23 
Schwedenfreund
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Registriert: 8. April 2009 12:51
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Hallo Bettina,
BettinaZ hat geschrieben:
dass ich Freiburg vermisse. Was ich ehrlich gesagt tue. Ich vermisse: die Straussenwirtschaften
Oh ja, die Straussen! - Und das "Käsestüble" in Staufen. Oder die "Sonne" in St. Peter. Oder die in Vörstetten....
Aber das ist natürlich alles Quatsch, denn da gibt's ja noch nicht einmal eine korv med bröd.

Viele Grüße

Samweis


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2009 16:42 
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Ach neee - Samweis - jetzt bin ich aber platt :lol: Letzten Juni war ich übrigens bei Wein und Musik in Staufen... oups, hab ich in meiner Liste ganz vergessen - die Weinfeste oder vielmehr alle Feschtle im allgemeinen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2009 17:11 
Zitat:
was denkt ihr ihr wird/könnte in deutschland besser sein?

- Weniger Umständlichkeit - mehr Wahlmöglichkeiten (mehr Freiheit selbst zu entscheiden).
Beispiele: Wohnungssuche - in D gibt es überall Mietwohnungen - man kann leichter umziehen, wenn es einem mal an einem Ort nicht gefällt. In Göteborg und Umgebung ist dies z. B. ein Riesenprojekt. Häuser und Bostadsrätter sind obendrein teuer, dass man dann auch nicht einfach mal wechseln kann, wenn man sich mal für das "falsche Objekt" entschieden hat.
- Arbeit: in Süddeutschland, wo ich herkomme, ist der Arbeitsmarkt einfach besser. Wenn man in S seine Arbeit verliert oder es einem schlicht und ergreifend nicht mehr an seinem Arbeitsplatz gefällt, muss man/frau über ein ausgeklügeltes Netzwerk verfügen (sprich sich bei anderen anbiedern) oder sich in zig Datenbanken bei Bemanningsföretag eintragen, um eine Chance auf einen neuen Job zu haben. Außerdem habe ich bisher noch nie davon gehört, dass man in D nicht mehr persönlich mit Menschen sprechen könnte, sondern erst darauf warten muss, dass man anhand "ausstudierter" Mails dazu auserwählt wird, einen menschlichen Kontakt zu bekommen. Siehe meinen Beitrag heute unter "Zeitarbeitsfirmen".
- Der Umgang mit den Schweden/innen überhaupt erscheint mir desöfteren recht kompliziert und anstrengend. Nie scheint es möglich zu sein, mal einfach direkt und offen sagen zu können, was man denkt, fühlt usw. - stets muss man/frau sich komplizierte Verhaltensweisen ausdenken, um die einfachsten Dinge erledigen zu können. Diese ständige "politische Korrektheit" - dieses ständige Taktieren - gehen mir zuweilen ganz einfach auf die Nerven. Ich vermisse die direkte und sei es auch manchmal etwas rauhe Art der Menschen im Süden. Ich mag ganz einfach Leute mit Ecken und Kanten - das finde ich spannender als glatte, polierte Hochglanz-Oberflächen ...

Zitat:
was ist der ausschlaggebene punkt das ihr schweden verlassen wollt?

hier zietiere ich Bettina Z:
Zitat:
Aber auf Dauer fehlt mir hier eben doch ein wenig "Leben"...

Ich fühle mich auch nicht gescheitert oder sonst was. Ich bin auch nicht ausgewandert oder habe mich in besonderer Weise auf Schweden vorbereitet ... bin durch Zufall hier gelandet und versuche einfach jeden Tag aufs Neue das Beste daraus zu machen. Manchmal gelingt mir das gut, manchmal habe ich wirklich mieserable Tage - besonders in den Herbst-/Wintermonaten, wenn hier in Göteborg der Himmel BLEIGRAU und wochenlang von dicken Wolken verhangen ist ... die Kälte, die Nässe, die fehlende Sonne machen mir zuweilen extrem zu schaffen.

Ansonsten dürfte man über meine Gründe (warum mir S nicht so gut gefällt) auch einiges über die Suchfunktion erfahren können. Ein Teil davon ist auch auf der Trollwiese gelandet (wahrscheinlich, weil ich gute Ratschläge missverstanden habe ...)
S-nina


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2009 17:43 
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Hejsan,
es ist doch ganz schön spannend es mal aus verschiedenen perspektiven zu sehen.
ich komme aus dem ruhrpott, bin aber alles andere als ein ruhrpottkind. wir, mein sambo und ich haben 2 jahre unseren umzug vorbereitet. was wir wollten!! keine städte mehr in der nähe, wald und see vor der haustuere. als krankenschwester brauchte ich mir nicht ganz so viele gedanken darueber zu machen, dass ich ohne arbeit bleibe. pflegepersonal wird nach wie vor immer gebraucht. mein sambo ist fruehrentner ( schwer nierenkrank ) das seine ärztliche betreuung in schweden funktioniert haben wir mit hilfe seiner ärzte in deutschland vorab ueberprueft. wir wohnen wirklich auf dem lande und hier ist das sociale netzwerk wahrscheinlich wirklich anders als in den grossen städten. man hilft sich gegenseitig, man trinkt kaffee zusammen und ab und an wird ein tanz abend organisiert. dann gibt es mal einen tag wo man mit freunden nach sundvall zum einkaufen fährt und ich bin wahnsinnig froh wenn ich dann wieder zurueck in meinem winzigen dorf bin.
mein sambo spricht sehr schlecht schwedisch, so gut wie garnicht :D , aber auch das spielt hier keine rolle, wenn ich arbeiten bin kommen trotzdem nachbarn vorbei um ihren hund mit unserem spielen zu lassen. das wird dann mit händen und fuessen ausgetragen.
Vielleicht werde ich irgendwann mal das pulsierende leben vermissen, denke aber ehr nicht, da ich es schon 45 jahre hatte :D
probleme wie sie s-nina mit dem umziehen in eine andere wohnung hat, gibt es hier auch nicht. die meisten haben sowieso ihre häuschen und ansonsten weiss immer irgend einer wo grade irgendwas frei ist. das gleiche gilt hier mit der arbeitssuche. hier wird nur angerufen, ist die gut, kannst du sie mit ruhigem gewissen empfehlen und schon kannst du eine einschulung machen, mit der chance auf ein vikarieat oder eventuelle anstellung.
so weit zu meiner betrachtung.

liebe gruesse
älven
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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2009 12:02 
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Wie wäre es denn mit "Heimweh" als Begründung für eine Rückwanderung?

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2009 12:39 
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Beiträge: 888
Wohnort: früher Schweden, jetzt Mittelfranken
Danke Tulipa,
das hatte ich in der Hektik ganz vergessen...... :wink:
.…isch mööd so gärn no Heimat schwänke, isch mööd so gärn no Kölle jonn!
Ich bin zwar dann doch nicht nach Köln gegangen, aber dafür in meine Wahlheimat.
Hier bin ich mit den Menschen zufrieden, die Natur ist schön aber nicht Schweden.
Menschen bestimmen nun mal meinen Alltag und mein Leben.... nicht die Wälder und Seen!

LG

Gottfried :smt006


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 9. Dezember 2009 14:31 
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Registriert: 19. November 2008 21:51
Beiträge: 665
Wohnort: Westküste
Gottfried hat geschrieben:
Ich bin zwar dann doch nicht nach Köln gegangen, aber dafür in meine Wahlheimat.
Hier bin ich mit den Menschen zufrieden, die Natur ist schön aber nicht Schweden.
Menschen bestimmen nun mal meinen Alltag und mein Leben.... nicht die Wälder und Seen!


Wohlauf, die Luft geht frisch und rein
wer lange ruht muß rosten
den allerschönsten Sonnenschein
läßt uns der Herrgott kosten
... ich will zur schönen Sommerzeit
ins Land der Franken fahren
falleri fallera
ins Land der Franken fahren

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2009 14:26 
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Registriert: 21. Dezember 2006 17:10
Beiträge: 436
Wohnort: Nässjö-Flisby
Hej!

.…isch mööd so gärn no Heimat schwänke, isch mööd so gärn no Kölle jonn!

Wenn ich diesen Satz von Gottfried so lese, denke ich immer mehr darüber nach wieviel Frohsinn einem doch so gefehtl hat.

Liebe Grüße
Fischkopf


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2009 19:51 
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Registriert: 19. Juni 2008 20:19
Beiträge: 35
Wohnort: vallentuna
Hej!
Interessant auswandern mal aus anderen Perspektiven zu sehen. Wir stehen im Moment kurz vor der Abreise aus Deutschland, wollen wegen der Kinder nicht von vornherein auf ewig uns festlegen, in welchem Land wir wohnen wollen. Ich hoffe, dass wir die rosa Brille früh genug abgesetzt haben und nicht auf die Nase fallen, sobald wir da sind....
Wir sind uns darüber im KLaren, dass nicht alles schöner und besser ist. Es würde reichen, wenn wir ebenso gut klar kommen, wie wir das hier schon tun.
Die Gründe, wieder zurückzugehen, kann ich alle verstehen, hoffe natürlich, dass es uns mit Arbeit, Wohnung und Sozialem Leben besser geht, als ich das aus manchen Antworten hier verstanden habe.
Hab ein bißchen Angst, dass wir schon nach kurzer Zeit das Handtuch werfen und das einst geliebte Schweden eine Art 'rotes Tuch' wird, dass wir mit den Menschen, mit der Sprache nicht klarkommen.
Ich find es sehr hilfreich hier mal alle Seiten zu lesen; nichts ist immer gut, nichts ist immer schlecht.

Mal sehen, wie es dann wirklich wird....

danni

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livet är det bästa jag vet


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2009 22:07 
Hej,

ich denke, Gottfried hat es auf den Punkt gebracht: Schweden ist ein wunderschönes Land; aber nicht die Seen und Wälder, sondern die Menschen machen letztlich das Leben hier aus - und da liegt das Problem, jedenfalls für mich.

Nach mehr als zehn Jahren in Schweden ist es jetzt für mich an der Zeit, zurückzugehen. Ich will auf gar keinen Fall zynisch rüberkommen, aber ich sehe es so: Schweden ist ideal für jemanden, der die Natur liebt, seine Ruhe haben möchte und mit Menschen nur bedingt zu tun haben will. Am besten, denke ich ganz ehrlich, ist Schweden wahrscheinlich für Rentner, die ein Häuschen im Grünen und nur ab und an mit Nachbarn zu tun haben - auf die hier zu Lande so typische unverbindlich-freundliche Weise, die man hier als Newcomer anfänglich oft als Herzlichkeit oder Wärme missversteht.

In Wirklichkeit denke ich, dass die deutsche und die schwedische Art, miteinander in Kontakt zu treten, schwer zusammengehen. Dabei will ich keinesfalls einer großkotzigen, arroganten Verhaltensweise das Wort reden, die ja oft mit den Deutschen verbunden wird; dieses Verhalten finde ich absolut schauerlich! Aber ich vermisse in Schweden Ehrlichkeit, Konfliktfähigkeit (nicht zu verwechseln mit dem "Elefanten im Porzellanladen"), Unkompliziertheit. Ich bin ein sehr kontaktfreudiger Mensch und habe auch hier in Schweden viele Kontakte - aber fast ausschließlich zu Einwanderern, nicht zu Schweden. Dies war, als ich herkam, keinesfalls mein Bestreben, hat sich aber so ergeben.

In den Jahren hier habe ich eine Reihe deutscher Einwanderer kennen gelernt. Die meisten brauchten an die drei Jahre, um zunächst mal mit dem Alltag klar zu kommen; danach begannen die Zweifel. Was man draus macht, muss jeder ausgehend von den jeweiligen Bedingungen selbst entscheiden. Schweden ist in vielerlei Hinsicht ein gutes Land, absolut. Aber aus Stolz, die „erfolgreiche Einwanderung“ bis aufs Messer zu verteidigen, sollte man sich nicht den Weg für eine mögliche Rückwanderung versperren. Es geht um Lebensqualität; und was das bedeutet (für mich: die vielfältige Kultur des Zusammenlebens), muss jeder für sich sebst wissen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Dezember 2009 09:40 
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@hälsningarausStockholm:
immer wieder schön zu lesen, dass auch andere so empfinden. Alles Gute fuer die Zukunft!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Dezember 2009 10:21 
Zitat:
Aber ich vermisse in Schweden Ehrlichkeit, Konfliktfähigkeit (nicht zu verwechseln mit dem "Elefanten im Porzellanladen"), Unkompliziertheit.

Genau so empfinde ich es auch - besonders Unkompliziertheit und Spontaneität.
Zitat:
In den Jahren hier habe ich eine Reihe deutscher Einwanderer kennen gelernt. Die meisten brauchten an die drei Jahre, um zunächst mal mit dem Alltag klar zu kommen; danach begannen die Zweifel.

... das kann ich auch aus meinem Bekanntenkreis bestätigen.

Danke für den Beitrag aus Stockholm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Dezember 2009 11:34 
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Wohnort: 23858 Reinfeld
Hallo hälsningarausStockholm,

Deine Aussagen sind sehr schlüssig und gut nachzuvollziehen, danke dafür.

Grüße Aelve

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Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Dezember 2009 14:38 
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Ja ja, der kühle Norden...
also wir haben es in Schweden nicht leichter oder schwerer als in Deutschland mit Menschen in Kontakt zu kommen, zu bleiben.
In Deutschland sind die Menschen unkomplizierter? So haben wir das nicht erlebt. Vielleicht direkter in der Äußerung von Mißstimmung, Verärgerung, Laune... das haben wir aber nicht wirklich als Plus unseres Herkunftlandes empfunden.
In einem Land, in dem sich über 80 Millionen Menschen stapeln, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich größer, einen oder mehrere Leute zu treffen, die einem zur Nase stehen. Unter den 9 Millionen Schweden, die sich dazu noch auf so einer großen Fläche Land und Wald verteilen, ist es da wohl etwas schwerer.
:smt006


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Dezember 2009 15:37 
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Beiträge: 38
@allihop: es ist schön zu hören, dass Ihr ein Zuhause in einem idylischem :smt114 Fleckchen Schwedens gefunden habt. Ich finde die beständige Kontaktaufnahme durchaus komplizierter, aber vielleicht liegt das am Unterschied Stadt-Land. Habe nie im ländlichen Schweden gewohnt, sind die "Schweden" dort "offener"?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Dezember 2009 18:06 
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Beiträge: 37
@ Lussebulle

Idyll ist immer relativ. Wir sind hier zufriedener als wir es in Deutschland wären. Auf dem Land gibt es meines Erachtens offene und verschlossene Menschen, so wie in der Stadt. Allerdings noch etwas natürlicher als möglicherweise in der Stadt und vor allem in Deutschland.
:smt006


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Dezember 2009 18:19 
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hejsan,
das sind sie.
es muessen wohl wirklich welten zwischen land und stadt liegen.
ich kenne hier fast nur offene und hilfsbereite schweden.
grade heute hatte ich meine 3 nahen nachbarinnen zum advendkaffee hier.
am montag haben sich dann die juengeren zum kaffee getroffen. wir machen das jeden monat bei einer anderen :D
ist vielleicht nicht so oft wie in deutschland, aber dafuer herzlicher.
hier hat man wirklich noch richtiges sociales umfeld. wenn ich die beiträge von s-nina lese, kann ich wirklich gut verstehen das sie schnellstens zurueck möchte.
welch ein glueck das wir so hoch oben in einem winzigen örtchen sind :D

liebe gruesse
älven
:smt006

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Dezember 2009 21:13 
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@Älven: das soziale Umfeld, ja, das ist es was soviel ausmacht und hier fehlt..., was Du vom Kaffetreffen erzählst und von der Offenheit/Herzlichkeit etc. ...ist es dann wirklich ein Stadt-Land Phänomen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Dezember 2009 21:22 
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Hejsan,
was ich in den letzten Jahren lernt habe, die Schweden lassen dich bis zu einem bestimmten Punkt in ihr Leben und dann machen sie "zu", eine Annäherung, zumindest bei denen welche ich kennengelernt habe, ist sehr schwer. Ich habe eine schwedische Bekannte, sie ist offener, herzlicher und sie hat in Deutschland studiert und sehr lange gelebt. Anfangs fiel es mir schwer diese Sache zu akzeptieren, mittlerweile ist es mir egal und ich geniesse die Stammtische und Kaffeekränzchen mit meinen deutschen Freundinnen. Gerade heute habe ich über 3h mit einer lieben Freundin verbracht und mich wunderbar erholt und Kraft geschöpft, es tut mir gut. Es ist mir auch herzlich egal, dass ich meist deutsche Freunde habe. Ich habe soziale Kontakte und nur das zählt für mich wirklich, denn es gab eine Zeit wo ich mich sehr allein im grossen Stockholm gefühlt habe.

Grüsse JANA

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Man muss 1000 Dinge machen um zu beweisen wie toll man ist.. Aber nur einen Fehler begehen, um nichts mehr wert zu sein !


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 08:38 
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Beiträge: 129
Wohnort: Halland
@ Lussebulle - ich glaube nicht, dass das ein Stand/Land Phänomen ist. Wir leben sehr ländlich und haben die gleichen Probleme. Nette, freundliche aber unverbindliche (und uninteressierte) Nachbarn... Ich glaube bei uns liegt es auch daran, dass wir beide Vollzeit arbeiten und keine Kinder haben. d.h. man trifft keine Mammas und Pappas bei der dagis und kann auch nie am Nachmittag kaffeetrinken.

Ein anderes Beispiel sind meine Kollegen - während wir in Deutschland ab und zu mal in Grüppchen was gemeinsam gemacht haben (Feierabendbier...) gab es das hier - bis auf unser jährliches julbord - noch nie. Abends geht jeder seines Weges... Ich will jetzt um Himmels willen nicht die Kinder verantworlich machen aber mir schlägt hier eine schwedischen Denkweise entgegen dass dass man eben am abend daheim mit der Familie zusammen ist. In Deutschland hatte ich viele Kollegen/innen mit Kindern, die trotzdem abends mal unterwegs waren, das scheint hier seeehr unüblich zu sein :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 09:12 
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Registriert: 21. Oktober 2009 10:08
Beiträge: 37
:smt017
Wo in Deutschland sind die Deutschen so offen, dass es bei freundschaftlichen Kontakten keine "Grenze" gibt?
Im Schwedenforum grassiert wohl gerade akut Heimweh... :goodman:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 09:27 
Alter Schwede
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Wohnort: Järna
Hej allihop,
ich weiss nicht, was es mit Heimweh zu tun haben sollte, wenn man es einige Leute gibt, di offen zugeben, dass sie trotz aller Bemühungen eben keinen Kontakt zu Schweden bekommen. Wir haben ebenfalls nur ein "Grüss-Verhältniss" zu unseren Nachbarn, ab und an tauscht man belanglose Floskeln aus, aber tiefgehende Gespräche gibt es nicht.

Diese Probleme hatten wir prsönlich weder in München noch in W´tal. In München sassen die Nachbarn oft zusammen und haben zusammen gegrillt und gefeiert, auch zu bei unseren Freunden gab es keinerlei Grenzen. Ich bin normalerweise ein sehr offener und kontaktfreudiger Mensch, aber an die Schweden komme ich einfach nicht"ran" bzw. lassen sie einen eben nur bis zu einem bestimmten Punkt in ihr Leben und machen dann meist dicht.
Ich kenne es wie Bettina, wir sind abends oft noch ausgegangen, haben uns in einer netten Bar zusammengesetzt und haben den Arbeitstag besprochen oder haben uns am WE in einem Club getroffen...bevor wir Kinder hatten.

Etwas verwunderte Grüsse
JANA

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 09:40 
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allihop hat geschrieben:
:smt017
Wo in Deutschland sind die Deutschen so offen, dass es bei freundschaftlichen Kontakten keine "Grenze" gibt?
Im Schwedenforum grassiert wohl gerade akut Heimweh... :goodman:



klar gibt es ueberall bei freundschaftlichen Kontakten Grenzen, es geht ja auch nicht darum mit allen befreundet zu sein. Wenn ich jetzt mal nur das Berufliche betrachte, so ist es in S plötzlich so, dass entweder die ganze Abteilung was zusammen unternehmen muss oder eben keiner, weil sich ja sonst jemand gemobbt, ausgestossen, etc fuehlen könnte. Und so bleibt es eben beim Julbord (das dieses Jahr wegen den Finanzen gespart wird)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 09:43 
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räusper, eigentlich gab es nur eine bestimmte Grenze, die wurde auch nicht überschritten :D :D
Diese Grenze sollte aber eigentlich normal sein, so dass sie nicht erwähnt werden muss..oder??

Grüsse JANA

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 09:44 
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Hej Nina!

Ja, es gibt sehr wohl Unterschiede im aufeinander Zugehen.
Ich bin vom Typ her sicher kein introvertierter Spinner, der nur im Wald sitzt und die Elche zählt.
Zum Beispiel. Ich komme als neues Mitglied in einen schwedischen Kirchenchor: Alles steht rum, muffelt rum und wartet
das der Chorleiter endlich was sagt. Freundliche Begrüßung und das wars dann... die allermeisten muffeln weiter, stehn rum
und sind nicht wirklich interessiert. Man singt, keiner kümmert sich richtig um dich und anschließend geht man muffelnd nach
Hause....Gut, wenn man mit einer Påse deutschem Bier auftaucht, sind zumindest die Männer sehr
viel interessierter..…...
So und nun zu deutschen Chor: Ich gehe einfach hin, werde schon an der Tür abgefangen, interessiert befragt, wo kommst
du her, was machst du, was treibt dich zu uns.... der Chorleiter begrüßt einen sehr herzlich und 90 % des Chores sind direkt an weiteren
Informationen interessiert. Während der Chorprobe lächeln dich alle an, suchen Augenkontakt und fragen dich dauernd wie es dir gefällt.
Man reicht dir Notenblätter, Texte usw....
Man wird herzlich verabschiedet, geht evtl. noch ein Bier trinken und fühlt sich gleich angenommen..…..
:goodman: So, bevor mich jetzt wieder einige belehren, das alles nur an mir liegt oder an dem speziellen Chor: NEIN, ich war in 3 (DREI) Chören
in Schweden und weiß (in der Regel) wovon ich spreche. Ich rede von MEINEN Erfahrungen und will nicht VERALLGEMEINERN!

Wenn es Euch in Schweden gefällt : OK ! Ich gönnes es Euch! Aber akzeptiert einfach, dass es auch andere Erfahrungen gibt, die
vielleicht nicht zu Eurem Schwedenbild passen.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 09:46 
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Wobei ich wiederum den Eindruck habe, dass gewisse Grenzen hier oben "lockerer" gesehen werden :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 09:48 
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Gut, dass Du das sagst Gottfried, dann spare ich mir das mit dem Chor :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 11:19 
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Gottfried hat geschrieben:
.. die allermeisten muffeln weiter, stehn rum
und sind nicht wirklich interessiert. Man singt, keiner kümmert sich richtig um dich und anschließend geht man muffelnd nach
Hause....


hmm, da kommt mir spontan eine Diskussion in den Kopf, die wir daheim öfter führen. Wann man in Schweden angemuffelt wird (ignorieren, wegsehen usw.), woher weiss man, ob das persönlich gemeint ist? Ob die Leute wirklich speziell etwas gegen dich haben, oder eben einfach immer so sind?

Ich beobachte die Leute dann möglichst ein wenig länger. Sehen sie alle nur grimmig an? Gut, dann ist das wohl der normale Gesichtsausdruck.
Laufen sie jedoch auf Bekannte zu und lachen und scherzen mit denen, liegt es ja wohl doch an mir/uns. Aber was habe ich/wir dann verkehrt gemacht?

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 11:21 
Zitat:
In Deutschland hatte ich viele Kollegen/innen mit Kindern, die trotzdem abends mal unterwegs waren, das scheint hier seeehr unüblich zu sein

... in Deutschland (in meinem Fall München) war es ganz üblich, dass man sich z. B. während der Biergarten-Saison (ab April bis Ende September) mit den Kollegen in demselbigen getroffen hat - dazu kamen dann meist auch die Kinder und PartnerInnen der Kollegen dazu. Das war immer ganz lustig und es musste auch keiner hingehen, wenn er mal keine Lust hatte (das war auch OK). In Schweden zu sagen, man hätte z. B. keine Lust auf Julbord oder eine sonstige gemeinschaftliche Aktivität, wäre undenkbar - es ist ja schon fast ausgeschlossen, dass man mal eine Fikapause ausfallen lässt ...

In der Arbeit meines Mannes gehen die Kollegen manchmal gemeinsam Golfspielen - es ist aber durchaus nicht üblich, dass dann z. B. ein Familienmitglied auch mitkommen könnte. Mein schwedischer Mann trifft sich hier auch nur in organsierter Form mit seinen Kollegen - ein zwangloses Bier oder so nach der Arbeit kommt fast nie vor - wenn, dann meistens auf Dienstreisen, wenn die Kollegen im Hotel abends zusammen essen.

Einfacher mit Kontakten fand ich es am Anfang, als mein Sohn noch klein war und er in diverse Krabbelgruppen ging. Da haben sich die Mammas (Pappas waren z. B. keine dabei - die waren zumeist in der Arbeit) schon mal auf dem Spielplatz oder zum Kaffeetrinken getroffen. Allerdings musste man von Anfang an mit dabei sein und ein Baby/Kleinkind haben - ab 2 Jahren sind die meisten Kinder dann schon wieder im "Vollzeit"-Dagis.

Die meisten meiner schwedischen Bekannten/Freunde stammen übrigens noch aus dieser Zeit ... später ist nicht mehr viel hinzugekommen - außer eben oberflächliche Nachbarschafts-, Mittsommer- oder Krebesfeiertreffen ... richtige Freundschaften sind dadurch eigentlich nicht mehr entstanden.

P. S. ... wohne übrigens nur ca. 10 km von Bettina Z-Wohnort entfernt
die meisten Leute, die hier wohnen, sind in den letzten 30 Jahren "damals noch aufs Land" gezogen - die allermeisten pendeln zum Arbeiten nach Göteborg und sind nur selten zu Hause (außer an den Wo-Enden, wo dann aber diverse Sportaktivitäten oder Hausreparaturen usw. erledigt werden müssen - für den Umgang mit Nachbarn bleibt eigentlich auch wenig Zeit)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 11:30 
Zitat:
Aber was habe ich/wir dann verkehrt gemacht?

... du hast nichts "verkehrt" gemacht, Tulipa. Das Einzige ist, dass "die Schweden" - so sagt es z. B. mein Mann - angeblich "schüchtern" wären - und deshalb erst mal nicht auf dich zugehen, wenn sie dich nicht kennen ...

Persönlich empfinde ich diese "Schüchternheit" zwar als "nicht optimale Umgangsformen" ... je weiter südlicher man in Europa kommt, desto mehr gehört es zur ganz normalen Höflichkeit, dass man mit den Leuten ein paar Worte wechselt - wir wurden z. B. in der Schule sogar darauf "trainiert" mit allen Leuten parlieren zu können ... dazu gehörte auch, dass man sich bei einer Begrüßung anschaut und ordentlich die Hand gibt ... das ist in Schweden auch nicht immer so üblich ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 11:32 
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Wir erleben gerade ein ziemliches Drama mit einer kleinen Kindergartenfreundin. Diese ist jeden Tag bis mindestens 17 h im Dagis und da wir kurze Zeiten haben, geht sie sehr gern mal mit. Hatte sich seit Monaten auf ein-bis zweimal wöchentlich eingependelt und war nie ein Problem - wenn man den Papa fragte. Nun sagt jedenfalls die Mama plötzlich kategorisch NEIN und wenn ich frage, wann passt es denn, sagt sie, heute nicht und "vi hörs". Erst gestern warf sich die kleine Freundin dann weinend auf die Erde und war untröstlich, weil sie nicht mitdurfte. Sehr unerfreulich. Selbst die Fröken sind ratlos, sie wüssten auch nicht, "was die Mama für Schmerzen habe".

Liegt das an mir/uns? Ausländerfeindlichkeit? Oder soll die Tochter rechtzeitig lernen, dass man tagsüber nicht daheim zu sein hat? Kann/sollte man SchwedInnen direkt auf so etwas ansprechen, oder ist es dann ganz vorbei?

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 11:38 
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S-nina hat geschrieben:
... du hast nichts "verkehrt" gemacht, Tulipa. Das Einzige ist, dass "die Schweden" - so sagt es z. B. mein Mann - angeblich "schüchtern" wären - und deshalb erst mal nicht auf dich zugehen, wenn sie dich nicht kennen ...


Da warst du schneller als ich, liebe S-Nina. Ja das stimmt sicher meist. Zumal ich selbst zwar ganz gern und problemlos smalltalk mache, mir aber dann erschreckend schnell der Gesprächsstoff ausgeht.

Übrigens hatten wir es auch früher öfter, dass manche Eltern es gar nicht gern zu sehen scheinen, wenn ihre Kinder schon mittags mit uns heim gehen. Zwar nicht so extrem wie jetzt, aber ich habe das schon damals so interpretiert, die Kinder sollen gar nicht erst den Müßiggang kennenlernen :roll:

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 11:44 
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warum macht denn keiner einen (deutschen) club auf, wo sich die (deutschen) menschen treffen können.
es ist wie mit der wurst...
In melbourne gab es vor 30 jahren massig deutsche clubs, wo man sich traf, selbst ein, wie in münchen, gestaltetes oktoberfest gab es dort.. war auch die attraktion für die ausies.

kurz zu den aktivitäten am abend... kann es sein, das man mehr zeit mit der familie verbringen will, anstatt sich mit arbeitskollegen abend auf ein "bier" zu treffen? nun muss ich auch dazu sagen, das ich das schon in DE nie mitgemacht habe.

kurz zu dem absagen von irgendwelchen (plicht)treffen.
ich habe in meinem leben gelernt prioritäten zu setzen, was mir wichtig war, habe ich gemacht, alles andere habe ich einfach sein gelassen und würde es auch hier nicht anders machen...
in DE habe ich nie an einem weihnachtsfest mit der belegschaft des betriebes zusammen gefeiert... das habe ich lieber mit freunden und meiner frau gemacht.
aber ich denk mal, jeder soll so glücklich werden, wie er/sie es braucht und das würde bedeuten,wen es nicht so ist, dinge zu ändern...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 12:26 
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Sumac hat geschrieben:
warum macht denn keiner einen (deutschen) club auf, wo sich die (deutschen) menschen treffen können.

Hej Sumac!
Kann es sein, das Du was fasch verstanden hast?
Ich brauche keinen deutschen Klub in Schweden..... ich gehe einfach wieder nach Hause :lol:
Ist doch schön, das nicht alle wieder zurück kommen wollen......... wir könnten sonst ja einen
schwedischen Klub in Deutschland aufmachen..... :lol: :lol: :lol:

LG :smt006

Gottfried


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 13:26 
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Gottfried hat geschrieben:
Kann es sein, das Du was fasch verstanden hast?
Ich brauche keinen deutschen Klub in Schweden..... ich gehe einfach wieder nach Hause


mit meinem beitrag wollte ich ansich nur aufzeigen, wie einfach es doch die deutsch-schweden haben... einfach wieder zurück... da war es schon etwas schwieriger aus Australien zurück zu kommen.
ich wollte auch niemanden zu nahe treten, ich bin ja auch wieder aus Australien "ausgewandert", also würde ich mir keine kritik erlauben, wenn jemand zurück möchte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 17. Dezember 2009 13:50 
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Hej Sumac!

OK...da habe ich wohl dich falsch verstanden! :oops:

Sorry...... war eigentlich auch nicht böse gemeint.
Du hast recht: Ich gehöre zu den Leuten die immer eine Empfehlung in Richtung Sicherheitsanker
aussprechen. Ich kenne leider eine paar Leute in Schweden, die lieber heute als morgen zurückkehren
möchten, aber sich diese Möglichkeit nicht offen gehalten haben. Wenn man alles auf nur eine Karte setzt,
kann das manchmal schwierig werden.....

LG


gottfried :smt006


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 21. Dezember 2009 15:35 
Na, das ist ja mal interessant zu lesen. Selbst bin ich mit meiner Familie Ende Januar nach D zurückgekommen und mich durchfährt immer noch ein wohliger Schauer, wenn ich daran denke, dass ich ZU HAUSE bin. Deuschland umfängt, umgibt, trägt mich so allgegenwärtig, dass ich es fast körperlich spüren kann. Halleluja!
Ich würde gern mal wieder S besuchen, aber mehr auch nicht. Ich bin zu Hause. Und glücklich, wenn es auch genug auszusetzen gibt an und in diesem Lande, aber das weiß ja jeder...Ich wünsche allen schöne Weihnachten und dass ihr eure Pläne- Bleiben oder Gehen- durchkriegt.
LG Bel


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 21. Dezember 2009 15:37 
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PS: musste mich erst mal anmelden. BelannAAAA

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Für fehler in Der groß-Und kleinschreibung Ist ganz allein meine heimtückische tastatur Verantwortlich! ich Geb´s auf!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 22. Dezember 2009 21:36 
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Ich drueck dich mal Du Nudel :-)
Und wo du jederzeit reinschaun kannst wenn du mal Lust hast weisste ja ;-)

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"Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit."
Joseph Joubert


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 23. Dezember 2009 13:09 
Danke, Trulli :lol: Wir wollten euch tatsächlich über Silvester besuchen, aber dann haben wir uns für ne Dorfclubfete entschieden- ob das mal die richtige Wahl war...Hoffentlich sehen wir uns mal im nächsten Jahr!
Frohes Fest und guten Rutsch
Bel/ martina, wieder mal nicht angemeldet


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 12:22 
Hej hälsningar aus Stockholm,

auch ich bedanke mich für deine Ausführungen. Genauso empfinden wir auch. Wir sind im April 09 zurück nach D. Ein Leben bis zum Ende unseres Lebens in Schweden ist für uns heute nicht mehr nachzuvollziehen. Wir sind mit so viel Hoffnung und 16 Jahre Urlaubserfahrung nach Schweden gegangen. Schweden hat uns von den Menschen her sehr enttäuscht.
Wir werden uns in Zukunft nun wieder auf unsere Urlaube nach Schweden freuen, werden aber die Menschen mit anderen Augen sehen.

Ein gesundes neues Jahr
Pauly


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 13:01 
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ich weiß garnicht, was ihr gegen die menschen und ihr naturell habt.
es passt mir, das man einladen muss oder eingeladen wird,
es passt mir, das mein nachbar nicht andauernd ein gespräch haben will.
das sind nur zwei dinge, wo ich gut mit zurecht komme... vielleicht bin ich kein echter deutscher... ich hasse ja auch die vereinsmeierei, was viele deutsche als ihr liebstes hobby ansehen, verein für alles und nichts.. nej tack.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 13:12 
Das sind 2 Dinge, die ich auch sehr schätze!!! Jedoch darin liegt ja wohl nicht der Alltag. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Menschen in Schweden "täuschend" freundlich sind, die Einstellung vertreten "die und nur sie sind die Herrenmenschen" überhaupt, und die Einwanderer im allgemeinen am liebsten wieder dort hinschicken würden wo sie herkommen. Nun möchte ich nicht hören, das ist in D auch nicht anders--------doch ! Ich will jetzt nicht stänkerisch oder boshaft rüber kommen!!! Wir sind ganz liebe Menschen, total kommunikativ und sehr einfühlsam und kommen uns nach den Jahren in Schweden reichlich verarscht vor und vor allem unwillkommen!!! Wir haben nicht nur ein paar Monate in S gelebt und wissen wovon wir sprechen. Fühlen uns hier in D wieder als vollwärtige Menschen und sehen hier in D nun auch einiges anders. Das heisst nicht, dass wir hier bleiben........es muss nur das richtige Land gefunden werden........jedoch ist man in jedem anderen Land auch nur wieder der Ausländer!

Nochmals ein gutes neues Jahr an ALLE!! :D :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 13:14 
Wo und wie lange habt Ihr denn in S gelebt? Hattest Ihr einen Job?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 13:26 
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ich habe 6 monate in südostasien gelebt und gearbeitet... da lernt man es, das lächeln gehört da zum alltag, ob es gekünstelt ist oder echt, bleibt immer ein geheimnis.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 13:43 
Wir haben insgesamt 4 Jahre in Südschweden (Nähe Halmstad) gewohnt. Mit einem eigenem wunderschönen Haus, und auch Job's hatten wir beide!! Wir sind damals auch sehr vorbereitet nach Schweden gegangen, was Sprache und alles andere betrifft. Ebenso haben wir auch 2 richtig gute schw. Freundschaften gefunden und sind mit denen rege in Kontakt, jedoch lebt man im Alltag für dich und wir können vielleicht mit dieser "Falschheit" auch nicht wirklich umgehen!
Hier in D ist das menschliche Miteinander doch einfacher, ehrlicher und offener! Wir werden das Land Schweden trotz unserer Erfahrungen immer lieben, halt nur die Menschen nicht mehr so sehen wie vorher in den 16 Jahren in unseren Urlauben.
Gruß Pauly :smt006


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 14:01 
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Pauly hat geschrieben:
jedoch lebt man im Alltag für dich und wir können vielleicht mit dieser "Falschheit" auch nicht wirklich umgehen!



mach nie den versuch nach südostasien zu gehen... da ist das lächeln, die falschheit wie du es nennst, gang und gäbe... da lächelt man eben, selbst wenn man dir an die gurgel geht oder dich zum teufel wünscht.
man muss die welt mit all ihren facetten und menschen kennen, um unterschiede ausmachen zu können, denn nur der vergleich DE mit SE ist sehr einseitig...
ich war downunder und habe dort gearbeitet... vielleicht war es mein glück, das mich an der sprache niemand als deutschen vermutet hat, eher als schotte... aber egel, die menschen downunder haben diese aufdringliche art, wie sie die deutschen haben... und auch diese streitereien wegen dem zaun und dem rasen mähen am sonntag.. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 14:11 
Da haben wir es einfach (uns ist es egal). Wir nehmen selten Einladungen unserer Nachbarn an, noch sprechen wir viele Einladungen aus.

Wenn man sich mal auf einen Kaffee trifft, dann ist es eher zufällig, weil man den anderen was fragen wollte. :lol: Folge dessen, ist uns auch völllig egal, was unsere Nachbarn von uns denken. "Hej" - "Hur mår du?" - "bra" ... "hejå"

Mehr brauchen wir echt nicht...auch wenn wir wissen, dass die Nachbarn genau aufpassen, wann wir saunieren. :P Sie würden nämlich gerne mal zum Saunieren rüber kommen. Aber das ist für mich absolut tabu.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 16:53 
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susan_EiS hat geschrieben:
"Hej" - "Hur mår du?" - "bra" ... "hejå"


bei dem oben genannten ist mir dazu folgendes eingefallen.

wie ist es denn in DE... man trifft sich und es kommt zu diesem blöden dialog:

A sagt: Hallo
B antwortet: Hallo, wie gehts denn?
A: alles bestend und bei dir, was machen die kinder, wie weit ist denn die hausrenovierung?..
usw.

was ich damit sagen will, auch in DE wird vieles einfach nur oberflächlich dahin gesagt... A wollte nicht wirklich wissen, wie es B geht, das war eben diese allgemeine floskel, um sofort in der unterhaltung weiter zu machen, ohne auf eine antwort zu warten..
da ist es mir schon lieber, man fragt mich das erst garnicht.

achtet mal in DE darauf und ihr werdet staunen....


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 16:57 
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Zumal die Antwort immer "bra" ist. Meinen Nachbarn wuerde ich nicht sagen, wenn es mir schlecht geht...dann weiss es nämlich die ganze Strasse.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 17:00 
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susan_EiS hat geschrieben:
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Zumal die Antwort immer "bra" ist. Meinen Nachbarn wuerde ich nicht sagen, wenn es mir schlecht geht...dann weiss es nämlich die ganze Strasse.

weder in DE noch in SE!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 18:12 
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Hallo,

vielleicht liegt es an den eigenen Vorstellungen oder Erwartungen, die man hat, wenn man in ein anderes Land auswandert. Wir finden es eher angenehm, dass die Schweden sich nicht so aufdrängen. Auch in Deutschland haben wir zwar eine nette Nachbarschaft, aber aufgrund Zeitknappheit keine Musse und auch kein Bedürfnis, uns laufend mit Nachbarn zu treffen. In D bin ich in mehreren Vereinen Mitglied, weil ich gerne Skat spiele. Das würde ich evtl. in Schweden vermissen. Wenn ich ganz auswandern würde, dann würde ich mich aber in Schweden in den örtlichen Vereinen anmelden wie z.B. im Heimatverein. Durch solche Vereine oder andere gemeinnützige Einrichtungen bekommt man dann schon Kontakte zu Einheimischen, man wird akzeptiert, weil man bereit ist, sich ehrenamtlich einzubringen.
Es kann manchmal bestimmte Gründe haben, warum man nicht so leicht Kontakte zu Schweden bekommt.
Die Schweden wollen sich halt nicht aufdrängen, so muss man selber an Dorffesten oder Veranstaltungen teilnehmen, damit man mit den anderen Einwohnern Kontakt bekommt, das erfuhren wir gerade jetzt wieder von deutschen Auswanderern.
Wir haben fast ausnahmslos nette schwedische Nachbarn kennen gelernt, auch wenn wir nicht jedes Mal eingeladen werden, wenn wir in Schweden sind, das wollen wir selber gar nicht, weil wir andere Sachen zu regeln haben. Ich weiß jedoch, dass unsere Nachbarn für uns da sind, falls wir Hilfe benötigen, diese wurde uns sofort zugesagt mit dem Angebot, dass wir bei Bedarf aus D anrufen können, wenn es was zu regeln gibt. Das ist für uns schon eine große Hilfe, denn das ist nicht überall in D so, dass man ohne Gegenerwartung Hilfe angeboten bekommt.

Grüße Aelve

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Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 18:19 
Auf meine Nachbarn kann ich auch zählen, wenn ich Hilfe brauche. Wir kümmern uns zum Beispiel jetzt 3 Tage um die Katzen (letztes Jahr waren es 5 Wochen) und wenn ich mal ein Auto benötige, weiß ich (nach Aussage meiner Nachbarin), wo der Schlüssel hängt. ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 19:07 
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nur mal kurz, weil eben passiert.

ich brauchte einen schraubendreher einer bestimten größe, der nachbar gab mir einen und wollte auch gleich helfen...
vielleicht hab ich das glück, das ich sowas erlebe, weil ich im rollstuhl sitze, aber ich denke mal, selbst ohne den würde ich die hilfe bekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 19:23 
Sumac hat geschrieben:
nur mal kurz, weil eben passiert.

ich brauchte einen schraubendreher einer bestimten größe, der nachbar gab mir einen und wollte auch gleich helfen...
vielleicht hab ich das glück, das ich sowas erlebe, weil ich im rollstuhl sitze, aber ich denke mal, selbst ohne den würde ich die hilfe bekommen.


Was hat das mit Rückwanderung zu tun?
Bleibt alle mal beim Thema!
Hejdå


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 19:26 
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:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Sorry !!! War aber auch mein Gedanke :oops:

:smt006

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Lycka till


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 19:29 
stimmt...vielleicht kann man den Thread teilen und den "neueren" Part unter "freundliche Nachbarschaftshilfe" ablegen. ;-)


Zuletzt geändert von susan_EiS am 2. Januar 2010 19:39, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Januar 2010 19:37 
Schwedenfreund
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es hat mit rückwandern in sofern zu tun, weil viele die rückwandern, eben die mentalität der schweden bemängeln.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Januar 2010 07:50 
Schwedenfreund
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es gibt nachbarn, auch aus DE, mit denen ist man gerne zusammen, aber es gibt auch die anderen. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Januar 2010 12:54 
Hej,
Hej,
noch so ein Wahrsager:
Zitat:
Wohne seit dem 20. Dezember 2006 im schönen Schweden. Mich bekommen keine 10 Pferde mehr nach D zurück.

Ähnliches hört man oft von Leuten, die erst seit ein paar Jahren in Schweden wohnen. Am Anfang ist immer alles eitler Sonnenschein: mit einem bescheidenen Einkommen kann man sich ein bequemens Leben im eigenen kleinen Holzhäuschen mit grossem Grundstueck leisten. Zwar selten in der Nähe der Grossstädte oder dort, wo die Schweden es attraktiv finden, meist abseits mitten auf dem Land und oft ohne nennenswerte Kontakte zu den Einheimischen.
Seinen deutschen Bekannten, Verwandten und Freunden wird dieses phantastische Leben dann auch bei jeder Gelegenheit in schillerndsten Farben angepriesen und zwar so oft und ausfuehrlich, dass man es schliesslich gar nicht mehr hören kann, die Mähr vom schwedischen Wunderland.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Januar 2010 17:42 
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Hej Wahrsager,
auch meine Familie fühlt sich wohl in Schweden, ohne jedoch ständig vom perfekten Schweden in D. zu reden. Ganz im Gegenteil, wir erklären unseren Freunden und Verwandten das Schweden eben nicht perfekt ist, sondern ein normales Land und trotzdem bekommen uns keine 10 Pferde nach D. zurück. Und ich kenne Susan mittlerweile persönlich, so dass ich weiss, dass sie die Wahrheit spricht und nicht in einem Traumgebilde lebt, sondern im wahren Schweden. Ich lebe wunderbar in diesem nicht-perfekten Land, es geht mir gut, wir leben mitten in einer kleinen schwedischen Stadt und haben auch Kontakt zu Einheimischen, wenn auch keinen engen Kontakt, mein Leben hat sich hier in diesem Land deutlich verbessert, ohne dass ich mir, ähnlich einem Mandala ständig vorsagen muss, die toll Schweden ist. Es kommt einfach auf die Blickweise an, entweder man kann sich mit allem Seiten anfreunden oder man kann es eben nicht. Schliesslich lebe ich in einem normalen Land und nicht im "Garten Eden".

Mir geht es gut, meinen Kindern geht es hervorragend, die richtige Schule für meinen Sohn habe ich bereits, die richtige Schule für meine Tochter ebenfalls, dafür nehmen wir 1,5h Fahrzeit auf uns, wir sind nicht reich, aber glücklich.
Mehr brauchen wir nicht.

Grüsse JANA

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Man muss 1000 Dinge machen um zu beweisen wie toll man ist.. Aber nur einen Fehler begehen, um nichts mehr wert zu sein !


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Januar 2010 18:31 
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Hej,
Rückwanderung oder Umzug nach Deutschland, wie ich es sehen würde, kommt derzeit nicht in Frage. Aber ausgeschlossen ist es auch nicht. Jedenfalls nicht auf lange Sicht. Wir werden sehen, ist bei uns die Devise.
In den etwas mehr als 2 Jahren erging es uns sehr gut in Schweden. Arbeit, Sprache, Kindergarten... alles ok. Integriert sind wir, würde ich behaupten. Soziales Netz ist verhanden (mehr Ausländer als Schweden) und wir kommen fast nicht hinterher mit dem Alltag. Hehe, wir dachten mal es sei entspannter hier :)
Dennoch: Es gibt so manches was man (wir) vermisst. Manches das eben doch anders ist. Und deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass wir irgendwann zurück gehen. Oder wo anders hin? England, Frankreich? In der Hinsicht sind wir offen für relativ viel. So lange es uns als Familie gut geht dabei.
Aber der Schwede als solcher ist auch nicht immer gleich :) Ich meine damit, dass es solche und solche Schweden gibt, wie auch Deutsche. Unsere Erfahrungen waren bisher nie wirklich schlecht. Manchmal merkt man aber schon, dass sie anders sind als wir es gewohnt sind. Weniger offen, deutlich zurückhaltender und vorsichtiger. Dabei haben wir regen Kontakt. Es dauert einfach länger bis man engen Kontakt hat und nicht umsonst trifft man mehr Ausländer oder die Schweden, die mit einem Ausländer verheiratet sind.
Allerdings haben wir, in dem kleinen Ort auch recht viel Glück gehabt und haben super tolle Nachbarn.
Und es ist nicht zu verachten, dass wir genug Arbeit haben und so auch finanziell gesichert sind. Wäre das nicht mehr der Fall, müssten wir schneller nach Deutschland als gedacht. Ein paar Jahre werden wir aber wohl noch bleiben und dann sehen wir einfach weiter.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 9. Januar 2010 12:56 
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Also für mich persönlich ist Schweden...nein nicht Schweden im Allgemeinen sondern der Ort wo wir jetzt leben und wie wir dort leben gut...nicht perfekt aber ich fühle mich wohl. Sehe die Vorteile oder positiven Seiten und komme mit den Nachteilen die mir das Land Schweden an sich bietet klar und der mir dieser kleine Flecken Welt hier gibt auch.

Nur mit einem bin ich mir persönlich noch nicht im Reinen und habe für mich noch keine wirkliche Antwort gefunden:
War es der richtige Schritt für meine Tochter und ihre Zukunft. Hier an diesem Ort , hier in Schweden.

In diesem Punkt bin ich mir nicht sicher und in diesem Punkt suche ich immer wieder Vergleiche mit Kindern und Jugendlichen in D und bringen mich auch dazu diesen Umzug nach S in Frage zu stellen.

LG
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 12. Januar 2010 23:10 
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blueII hat geschrieben:
Nur mit einem bin ich mir persönlich noch nicht im Reinen und habe für mich noch keine wirkliche Antwort gefunden:
War es der richtige Schritt für meine Tochter und ihre Zukunft. Hier an diesem Ort , hier in Schweden.


Diese Zweifel werden wohl immer bleiben.
Aber Eltern bestimmen nun einmal zumindest in den ersten Jahren und wegweisend die Zukunft ihrer Kinder. Und wenn ihr nur hier ein gutes Ein- und Auskommen und genügend Zeit und Zuwendung füreinander habt, dann hat dieses glückliche Familienleben Vorrang vor allem anderen.
Finde ich. Bleibt zu hoffen, daß unsere Kinder das auch später genau so sehen werden.

LG
Tulipa

_________________
man vet aldrig, vem som finns där ute


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Januar 2010 17:39 
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Älven hat geschrieben:
Hejsan,
einige von euch schwedenfans möchten wieder zurueck. bei s-nina und fischkopf kann man es sehr deutlich raus lesen kann.
warum??
was denkt ihr ihr wird/könnte in deutschland besser sein?
was ist der ausschlaggebene punkt das ihr schweden verlassen wollt?
ich bin zwar erst etwas ueber 2 jahre hier, möchte aber auf keinen fall zurueck. Fischkopf, du bist genauso lange hier wie ich, was ist falsch gelaufen in schweden?
eure erfahrungen sind sicher sehr interessant.

liebe gruesse
älven
:smt006

Hejsan Älven u. alle anderen,

Das mit dem Auswandern und Rückwandern ist so eine Sache, da gibt es viele für und wieder und Menschen und deren Sichtweisen ändern sich ja auch im Verlaufe des Lebens schon mal und deswegen kann schon der Wunsch aufkommen zurück zu wollen.

Ich denke es liegt bei vielen Leuten auch an der Sichtweise wie sie die Dinge sehen und viele auch hier im Forum von denen die so wie es aussieht zurück wollen sehen scheinbar alles nur negativ, was man auch in deren Postings liest.
Bei denen ist das Glas dann nicht noch halb voll, sondern schon halb leer. Man sollte sich zwar nicht alles gefallen lassen und alles durchwinken aber, wenn man immer nur das negative sieht kann man sich auch das leben selber schwer manchen.
Es mag auch sein das die Auswanderung bei dem ein oder anderen vielleicht nicht richtig Überlegt oder mit zu hohen Erwartungen angegangen worden ist oder es sich durch ungünstige Umstände so ergeben hat.
Sicher ist auch in Schweden nicht alles Gold was glänzt und es gibt auch hier und da Sachen die nicht so gut sind aber insgesamt muss ich sagen leben wir hier in Schweden um längen besser, stressfreier, ruhiger und freier wie in Deutschland. Das liegt aber vielleicht auch daran das wir positiver denken.
Außerdem denke ich liegt auch sehr viel daran wie man auf andere Menschen zu geht und in welcher Gegend man wohnt.

Ich möcht mal von einem Fall erzählen der sich in Deutschland zugetragen hat. Ich kenne z.B. den Fall zweier Bekannter von mir die damals in einem kleinen Dorf ca. 15 km von unserer alten Heimat Siegen ihre Häuser gebaut haben. Sie Wohn-en/ten nun seit fast 18 und 20 Jahren dort, die Kinder gehen dort in der Nähe zu Schule usw.
Ich nenne sie mal "Eingeborenen" dort in dem Dorf sind so feindselig und mistrauig das sie heute noch die Straßenseite wechseln, wenn meine Bekannten oder andere hinzugezogenen ihnen auf dem Gehsteig entgegenkommen. Einer meiner Bekannten hat nun vor kurzem sein Haus dort verkauft und ist weggezogen und der andere denkt auch darüber nach, er sagt immer: Hier kannst Du hundert Jahre leben Du findest keine Bekannten und schon gar keine Freunde. In diesem Dorf findet kein zugezogener Anschluss. So kann es gehen, auch in Deutschland ohne Sprachbarrieren. :(

Aber zurück zum Thema, in diesem Thread wird soooo viel über Freunde finden und so weiter geschrieben das es einen zum Nachdenken anregt. Wollen wir doch mal fragen wer/was sind Freunde? Wir haben in Deutschland auch sehr viele Bekannte gehabt die sich "Freunde" genannt haben. Einen wahren Freund erkennt man erst in der Not, wenn man vollkommen zerstört und kaputt auf dem Boden liegt. Wer dann noch zu einem hält der ist dann ein echter Freund und derer hat jeder, wenn er genau nachdenkt nur sehr, sehr wenige egal, wo man lebt. Wir sind z.B. mit unseren Vorbesitzern von unserem Haus in Schweden sehr gut bekannt möchte ich behaupten aber dieses Ehepaar ist uns lieber und mehr Freund wie es viele unserer ehemaligen "Freunde" in Deutschland je waren.
Deswegen sollte man mit dem Begriff Freunde eigentlich viel vorsichtiger umgehen denn wahre Freunde sind wie kostbare Edelsteine, sehr, sehr selten! Wir haben hier in Schweden viele Leute kennengelernt, Deutsche sowie Schweden. Es sind von beiden viele dabei die sehr nett sind aber auch einige z.B. nur! Deutsche die man nicht unbedingt kennen muss. Also wie gesagt, ich/wir fühlen uns hier richtig Wohl und uns bekommt hier keiner mehr weg wir haben viele gute und nette Bekannte hier und das mit den Schwedischen Freunden wird sich auch noch ergeben, wir arbeiten dran. :wink:


Viele Grüße aus Småland :flagge:
Harald

_________________
Man muss dem Leben nur gelassen folgen und ihm ein Höchstmaß an Freude entnehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 16. Januar 2010 22:35 
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Hej Harald,

wie wahr, wie wahr - könnte da auch aus eigener Erfahrung plaudern, was das Leben in einem Dorf als Zugezogene in Deutschland bedeutet. Hier in Schweden werde ich nicht so behandelt.

Danke für Deine Worte!!

Hexenhäuschen

_________________
Wenn die Zeit kommt, in der man könnte,
ist die vorüber, in der man kann.
Ebner-Eschenbach


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 19. Januar 2010 17:07 
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hallo
ich bin nicht so oft hier, deshalb habe ich erst jetz das thema entdeckt..
ich werde bald auch ein rückwanderer sein.. wenn alles gut klappt werden meine kleine familie und ich im juli wieder nach deutschland ziehen... lebe seit 2005 in schweden

die gründe warum sind auch bei mir vielfälltig..
zum einen habe ich mich nie als auswanderer gesehen, eher als jemand der zur zeit in schweden wohnt... ich sehe das *ins ausland ziehen* nicht als so grossen schritt an (zumindest nicht europaweit).. liegt vieleicht auch daran das schweden nicht das erste andere land is, in dem ich lebe...

ich fühle mich in schweden nie richtig angekommen.. ich habe es trotz vieler mühen nicht geschaft hier kontakte zu knüpfen und ein soziales netzwerk aufzubauen.. ich bin wohl net so ganz schwedentauglich.. bin vielen einheimischen einfach zu direkt, offen etc..
die schweden sind zwar alle sehr sehr nett und freundlich, aber leider nie sehr nahe.. (weis net wie ich es beschreiben soll)

auch fühle ich mich im gesundheitssystem hier net so wohl. gereade jetzt in einer zeit, wo man doch gerne geborgenheit hätte (ich bin im 8.monat schwanger).. ich habe zum beispiel morgen zum ersten ma einen arztermin.. ich habe 2 monate drauf warten müssen.. (in meiner familie gibt es ein erhötes risiko für frühgeburten)... oder das es nur ein ultraschal gibt .. ich habe mir privat ein 2. organiesieren können.. dort ist zum beispiel aufgefallen, das meine tochter viel zu klein für die schwangerschaftswoche ist... etwas, was in deutschland schon viel früher aufgefallen wäre.. oder das ich vor 3 jahren mit atemnot 32 stunden in der notaufnahme verbarcht habe...
ok..ich weis, das deutsche gesundheitsystem untersucht sich selbst zu tode.. und wird sich so nicht mehr lange halten können, trotzdem vermisse ich es..

es gibt auhc noch andere gründe.. aber ich will auch net alles aufzählen..
grüsse
klebestreifen


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 19. Januar 2010 17:19 
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Hej Klebestreifen,
willkommen daheim! :)
Nur weil man Schweden nicht bedingungslos lieb hat, ist man noch lange kein Versager!

_________________
Viele Grüsse

:smt024 Gottfried :smt024

Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen. (Heinrich Heine)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 19. Januar 2010 17:22 
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ich fühle mich net als versager.. ich hasse auch schweden nicht .. ich möchte nur nicht mit meiner tochter hier wohnen..
ich bin dankbar für die erfahrungen die ich sammeln konnte .. doch nun wirds zeit für einen neuen lebensabschnitt, und den will ich halt in dland gehen.. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 19. Januar 2010 19:24 
Hej, habe heute mit Interesse Eure Erfahrungsberichte gelesen. Auch ich gehöre zu denen, die ihre (teilweise) Rueckwanderung planen. Auch mir fällt es sehr schwer mit Schweden in Kontakt zu kommen, etwas womit ich in D nie grössere Probleme hatte. Ich habe einen schwedischen Ehemann und wir haben fuer uns eine Kompromiss gefunden. Ein halbes Jahr hier und ein halbes Jahr in Deutschland. Soll heissen wir sind dabei uns eine Wohnung in Norddeutschland zu suchen. Geht in diesem Fall nicht anders, da sein Sohn und Enkel hier in Halmstad leben. Ich denke, Schweden ist ein wunderbares Urlaubsland aber hier leben ist doch eine ganz andere Sache. Mein Mann sagt immer Schweden ist der letzte sozialistische Staat in Europa. Wenn ich mir die Wohnungslage hier in Varberg anschaue hat er nicht ganz unrecht. Das erinnert mich doch sehr an die Verhältnisse in der DDR. Wir muessten uns hier fuer eine Wohnung anmelden und ca. 5 Jahre Wartezeit einrechnen. Da wir hier aber eine Firma aufgemacht haben muessen wir einfach hier wohnen. Nun leben wir auf 20qm im Winter 40qm im Sommer im Wohnwagen mit Vorzelt. Gibt schlimmeres ich weiss, aber ich glaube das wuerde einem in D nicht passieren.

Liebe Gruesse an alle hier und alle in D

Erika


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 19. Januar 2010 21:27 
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Hallo,

ich halte das Rückwandern auf keinen Fall für Versagen. Deutschland
ist und bleibt nun mal Heimat und es kann schon sein, dass es einen
nach Jahren plötzlich packt und das Heimweh vielleicht immer größer wird.
Niemand kann einen sagen wie das Leben in fünf oder zehn Jahren sein wird.
Wichtig ist doch, den Mut zu haben und zu Leben.
Mein Traum ist erst mal Schweden. Ob ich da meine Heimat finde und endlich
richtig ankomme, kann ich auch nicht sagen. Aber ich will es auf jeden Fall versuchen
und mich als alte Omi nicht fragen müssen- "warum hat du das damals nicht versucht-"


Krümel 97 :schwedentor2:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 20. Januar 2010 06:04 
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Heimat, was ist das...
ich seh das so.. meine heimat ist dort wo ich geboren wurde, wenn ich von Schweden jetzt sprechen, dann ist das mein zu hause.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 20. Januar 2010 21:11 
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Registriert: 14. August 2008 13:02
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Sumac hat geschrieben:
Heimat, was ist das...
ich seh das so.. meine heimat ist dort wo ich geboren wurde,


Ja ich sehe es auch so. Meine Heimat ist wo ich geboren wurde und aufwuchs, wo ich meine Wurzeln habe.
Aber auch hier habe ich inzwischen Wurzeln geschlagen, meine Familie wohnt hier, wie nenne ich denn das? Ich sage halt einfach mein Zuhause mein Daheim.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 20. Januar 2010 21:25 
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Registriert: 25. August 2009 06:42
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Sumac hat geschrieben:
wenn ich von Schweden jetzt sprechen, dann ist das mein zu hause.


nichts anderes habe ich geschrieben.. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 20. Januar 2010 23:07 
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Registriert: 10. Februar 2008 15:42
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...ich seh das ein wenig anders, denn in dem Land, wo ich geboren wurde, bin ich nicht aufgewachsen und in dem ich aufgewachsen bin, ist alles inzwischen so verändert, dass ich mich nicht wohlfuehle... also .. wo ist "Heimat" ? ..und braucht man die?.... ich hab mich sehr lange ohne Wurzeln gefuehlt und ständig auf der Suche..... das hat sich geändert, als ich in mein Haus hier in Schweden gezogen bin ...hier fuehle ich mich zu Hause ...ich steh auch nicht unter dem Zwang nun ständig Vergleiche ziehen zu muessen, wo es besser ist... hier ist es, wie es ist und ich fuehle mich wohl.... und das ist es, was fuehr mich zählt...
:smt006

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Tyck inte illa om att bli gammal, var glad att du fått chansen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 21. Januar 2010 07:52 
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Faxälva hat geschrieben:
...und ständig auf der Suche..... das hat sich geändert, als ich in mein Haus hier in Schweden gezogen bin ...hier fuehle ich mich zu Hause ...ich steh auch nicht unter dem Zwang nun ständig Vergleiche ziehen zu muessen, wo es besser ist... hier ist es, wie es ist und ich fuehle mich wohl.... und das ist es, was fuehr mich zählt...
:smt006


es ging mir nicht um vergleiche, wo ist was besser oder so.

wie würde man es denn anders beschreiben können...
was ist es, wo ich geboren wurde? mein daheim, zuhause, heimat... ?
wie nennt man es, wo man sich (eine zeit lang) wohl fühlt und seßhaft wird?
ich habe extra -eine zeit lang - in klammern gesetzt, weil ich von mir weiß, das ich ein weltenbummler bin... und irgendwann ein anderes land auf mich wartet.

wie heißt es in der werbung des bayrischen bieres...

in bayern daheim, in der welt zu hause oder so ähnlich.

daheim (heimat) ist eben der ort, wo ich geboren wurde,
mein zu hause ist dort, wo ich mich wohlfühle und das ist z.Z. Schweden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 21. Januar 2010 10:23 
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Wohnort: Ångermanland
...he,tar det lugnt.... meine Antwort war nur ein statement meinerseits und kein Angriff :-) ....
:smt006

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 21. Januar 2010 10:52 
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Hej,

ich habe jetzt nicht alle Postings zu diesem Thema gelesen, möchte einfach meine Überlegungen zu dem Thema äußern.

Ich denke, dass jeder beim Auswandern zu irgendeinem Zeitpunkt den Rückwanderungsgedanken hat, nicht als Vorhaben, sondern einfach nur als Gedankenspiel. Ob es letztendlich dazu kommt hängt von vielen Faktoren ab.

Das Rückwandern hat seine Gültigkeit genauso wie das Auswandern und braucht absolut nicht als Resignation oder Kapitulation empfunden zu werden. Ich würde es als Abschnitt im Leben sehen, wenn ich mich dafür entscheiden würde, was ich heute immer noch nicht ausschließen kann.

Niemand ist in der Lage alle Eventualitäten bei einer Entscheidung vorherzusehen. Mir würde es genügen mir zu versichern, dass ich die Auswanderungsentscheidung nicht leichtfertig getroffen habe. Bei dem Aufwand tut das wohl kaum einer.

Rückwanderung ist die Auswanderung aus dem Land, in das ich einwanderte mit den gleichen Mühen, mit vlll weniger Anpassungsproblemen, wenn es zurück in die angestammte Heimat geht. Ich kenne Leute, die von D nach S auswanderten, um dann weiter nach NZ zu wandern. Ich hoffe nur, dass sie nicht vergessen, dass sie sich selbst immer mitnehmen, will heißen, wer persönliche Probleme mit Anpassung hat wird die so sicher nie lösen.


wie gesagt, meine Gedanken zu diesem Thema
lg Svenja


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 21. Januar 2010 11:42 
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Hallo Ihr,

ich bin in meinem Leben weder aus- noch rückgewandert.

Aber ich kann mir durchaus vorstellen, mal für eine Zeit in einem fremden Land zu leben, wie ich auch mal eine Zeit in Schweden gewohnt habe (wenn auch nur ein Jahr). Was ich mir aber nicht vorstellen kann, ist eine "Auswanderung" im klassischen Sinne - also ein Umzug in ein Land mit dem festen Vorsatz für den Rest meines Lebens dort zu leben und nie wieder wegzuziehen, wohin auch immer. Ich kann mir aber genauso wenig vorstellen, dass ich jetzt innerhalb Deutschlands (oder eben: deutschsprachiger Länder) den Vorsatz fasse, irgendwo hin zu ziehen und dort für den Rest meines Lebens zu wohnen. Deswegen kann ich mir eigentlich unter dem Begriff "Rückwanderung" nicht wirklich etwas vorstellen - eher unter "zeitweiliger Umzug" von a nach b, mit Überschreitung von Landesgrenzen.

(Vielleicht liegt das auch daran, dass ich schon ziemlich häufig in meinem Leben umgezogen bin, habe in verschiedensten Städten zwischen höchstem Norden und tiefstem Süden gewohnt und bin mit dem "Heimat"-Begriff sehr großzügig. Ich würde sagen, ich fühle mich norddeutsch, spreche norddeutsch, meine Großeltern und Eltern und Geschwister wohnen in Norddeutschland. Ich nicht. Ich bin auch nicht in Norddeutschland geboren und habe die kürzeste Zeit meines Lebens dort verbracht. Ich fahre nach "hause", wenn ich meine Eltern besuche, ohne jemals in der Stadt gewohnt zu haben, in der sie wohnen. Ich fahre nach "hause" zurück, wenn ich in meinen Wohnort fahre oder auch in eine Stadt, in der ich schon mal gewohnt habe. Am wenigsten heimatlich fühle ich mich in der süddeutschen Großstadt, in der ich geboren wurde und um die herum ich meine ersten zehn Lebensjahre verbracht habe.)

Naja, was ich fragen will: War für euch die "Auswanderung" tatsächlich eine solch kategorische Entscheidung? Eine solche: Ich-gehe-für-immer-Sache? Und macht das das "Rückwandern" schwieriger?

Einen neugierigen Gruß,
Berta.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 21. Januar 2010 11:54 
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Hej Berta,

nein, eine kategorische Entscheidung war das für mich nicht. Ich denke auch, es sind zwei verschiedene Dinge, einmal sich das "für immer" vornehmen (man kann sich viel vornehmen) und zum Anderen, ob es dann auch dabei bleibt.

Ich bin auch oft in meinem Leben umgezogen und habe bis vor 1 Jahr immer in D gelebt. Jetzt lebe ich in Schweden, ob für immer oder nicht, zeigt mir die Zeit. Ich fände es für mich bedrückend, jetzt eine Entscheidung "für immer" zu treffen. Aber das hängt sicher mit ganz persönlichen Lebensumständen zusammen.

lg smultron

_________________
Det är inte i medvind utan i motvind vingarna stärks (Helena Langenhed)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 21. Januar 2010 12:16 
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Faxälva hat geschrieben:
...he,tar det lugnt.... meine Antwort war nur ein statement meinerseits und kein Angriff :-) ....
:smt006


solltest du mich damit meinen, ich habe nicht das gefühl, das ich dich angegriffen habe.. wo siehst du den angriff??


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 22. Januar 2010 12:05 
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Wohnort: NRW/Nordschweden
Ich würde lieber Heute als morgen nach Schweden gehn .Dort geht es mir gut und dort fühle ich mich daheim.Ob es noch so ist wenn ich immer dort bin weiss ich nicht ,da ich es nocht nicht probiert habe.Aber ich Denke es kommt darauf an in jedem Land wo ich lebe sollte man sich anpassen.
Was ist Rückwandern?
Man geht doch nur wieder in sein Land zurück aus welchen Grund auch immer .
Ist das Rückwandern?
Und versagen nein warum sagt ihr sowas es hat nicht geklappt ich fühle mich nicht wohl hört sich doch besser an als Versagen oder?

_________________
LG
Manu


Lebe deinen Traum aber Träume nicht dein Leben


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 22. Januar 2010 12:47 
Hej allesamt,

bei der "Rückwanderung" bin ich nur zufällig gelandet und finde die meisten Beiträge sehr interessant. Ist doch völlig wurscht, ob andere einen Umzug zurück ins "Heimatland" gut finden oder nicht. So eine Aktion ist in keinem Falle einfach und jeder muss damit selber klar kommen.
Es gibt kein Land auf der Erde, welches man mit einem anderen vergleichen kann oder sollte. Ergo kann es recht anstrengend werden, sich irgendwo zu integrieren. Wichtig sind so viele Kriterien, dass es immer (!) ein Abenteuer bleiben wird, sich irgendwo im Ausland niederzulassen. Wenn die Schweden muffelig sind, lieber unter sich oder sonst welche Schrullen haben, was solls? Wir Deutschen sind auch nicht ohne. Ob ich mich über meine Landsleute wundere oder über meine neuen Mitbürger, die gleichzeitig ja so was wie meine Gastgeber sind -wenn auch unfreiwillig- ist doch egal. Durchbeissen muss ich mich überall.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 27. Januar 2010 17:33 
Irgendjemand schrieb - Schweden wäre der letzte sozialistische Staat. Das ist wohl wahr. Alle sind gleich doch die Schweden selbst habe ich als so wunderbar selbstverliebt erfahren, das sie um vieles gleicher sind. Ein verlogeneres und feigeres Volk als die Schweden habe ich noch nicht kennengelernt. Noch zwei Jahre Aushalten und dann weg von hier.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 28. Januar 2010 08:03 
Das hört sich ja richtig bitter an. Was ist Dir denn in Schweden wiederfahren, dass Du so schreibst. Wuerde mich sehr interessieren Gnällspik.

Gruss Erika


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 28. Januar 2010 09:44 
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Gnällspik hat geschrieben:
Ein verlogeneres und feigeres Volk als die Schweden habe ich noch nicht kennengelernt. Noch zwei Jahre Aushalten und dann weg von hier.


wenn man schon solche behauptungen schreibt, dann sollte man auch beispiele nennen... so ist das nur trollgehabe.
in wievielen anderen ländern auf dieser erde hast du schon länger als ein jahr gelebt, das du so eine behauptung aufstellen kannst?
wenn man so eine meinung von den leuten hat, da frag ich mich... würde ich es mir antun, noch zwei jahre länger zu bleiben... Nein


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 28. Januar 2010 11:34 
Gnällspik hat geschrieben:
Ein verlogeneres und feigeres Volk als die Schweden habe ich noch nicht kennengelernt. Noch zwei Jahre Aushalten und dann weg von hier.


Sowas überlese ich...eine solche Behauptung kann ich gar nicht ernst nehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 28. Januar 2010 11:38 
susan_EiS hat geschrieben:

Sowas überlese ich...eine solche Behauptung kann ich gar nicht ernst nehmen.



Stimmt aber leider! Vorne grinsen sie dir ins Gesicht und hintenrum wird dumm gelabert und alles schlecht gemacht! Schweden sind verlogene Duckmäuser! Nicht alle, aber sehr viele!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 28. Januar 2010 11:51 
.[/quote]Stimmt aber leider! Vorne grinsen sie dir ins Gesicht und hintenrum wird dumm gelabert und alles schlecht gemacht! Schweden sind verlogene Duckmäuser! Nicht alle, aber sehr viele![/quote]

So was blödes habe ich bisher noch nicht gelesen.

Ihr solltet mal nach Südostasien gehen, aber nicht auf Urlaub.... die Südostasiaten (nicht alle, aber sehr viele) können dir ein Messer in den Bauch stechen und lächeln dabei.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 28. Januar 2010 12:28 
Zitat:
Schweden sind verlogene Duckmäuser! Nicht alle, aber sehr viele!

Finde ich auch und ich denke die Schweden sind da ganz ähnlicher Meinung - nur drücken sie sich wieder mal ganz anders aus und sind wohl noch ganz stolz auf ihr "merkwürdiges" Verhalten: nämlich so "Wir Schweden sind bescheiden, zurückhaltend, tolerant und finden, dass alle gleich sein sollen". Übersetzt: man macht den Mund nicht auf (ein Schwede schweigt), kritisiert nie (sagt lieber ja, um bloß nicht in einen Konflikt zu geraten), alle sind gleich (ja alle, das sind die Schweden - die anderen, die sind natürlich "gleich" anders) ... mit "tolerant" meint der Schwede ja auch, dass ihn sein Gegenüber ganz und gar nicht interessiert ...

Hört sich zwar hart an, aber der Meinung bin ich auch.

Nur weil die Südostasiaten möglicherweise noch einen Deut "schlimmer" sein sollen als die Schweden (was ich nicht beurteilen kann, weil ich da noch nie gelebt habe und auch die Sprache nicht kann), macht es das schwedische Benehmen auch nicht gerade besser ... "Wenn ich mich in der Nase bohre und auch mein Nachbar tut das, dann heißt es ja noch lange nicht, dass das gutes Benehmen wäre ..." :wink:

Außerdem haben die Schweden einen "Überlegenheitskomplex" - was auch immer wieder in den Zeitungen nachzulesen ist - es vergeht keinen Tag, an dem nicht so eine oder ähnliche Überschrift zu lesen wäre: z. B. heute in der Klatschzeitung "Dagens Industri" - ein Wirtschaftsmagazin für "Dummies":

Zitat:
Klassens ljus
Sverige klarade krisen 2009 bäst av de stora rika EU-länderna. Bara lilliputtnationen Luxemburg klår finansminister Anders Borgs fögderi när nyckeltalen i ekonomin summeras.


Man/frau fragt sich: Seit wann ist Schweden ein großes Land in Europa mit knappen 9 Mio. Einwohnern? Seit wann ist Schweden reich und dann auch noch im Vergleich zum Steuerparadies Luxemburg? :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 29. Januar 2010 10:45 
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Nun muss ich die Schweden doch mal verteidigen.

Das ist nicht besonders schwer, denn "DIE Schweden" gibt es genausowenig wie "DIE Deutschen" oder sonstige nationale Sammelbezeichnungen.
Schweden hat eine andere Kultur und Mentalität als Deutschland. Richtig ist, dass der Gleichheitsgedanke in Schweden stark ausgeprägt ist, gewissermassen als Nachklang der "folkhem"-Ideologie. Das ist an sich nichts Schlechtes, treibt nur bisweilen kuriose Auswüchse und ist auch längst nicht mehr Realität. Es gibt genauso Plattenbaubewohner und Yuppies wie in anderen Ländern auch.
Klar wird viel geschwafelt und es werde jede Menge unverbindliche Phrasen gedroschen, aber das habe ich auch in anderen Ländern (und Kontinenten) so erlebt. Globale Daumenregel: Je höher die Führungsebene, desto schlimmer.

Nichtmal die Abwesenheit von Kritikfähigkeit würde ich als so typisch schwedisch einschätzen.
Schweden hat eine andere Geschichte, Kultur und Mentalität als Deutschland. Der Unterschied ist nicht sehr gross, aber fühlbar. Und mancher Unterschied treibt uns - vielleicht gerade weil er so klein ist - schlichtweg zur Raserei. Wir neigen dazu, unseren eigenen kulturellen Hintergrund als das das Mass der Dinge zu betrachten. Das ist völlig natürlich, aber nicht sonderlich objektiv. Jeder Versuch, Schweden durch die "deutsche Brille" zu sehen (sei es Rote-Häuschen-heile-Welt-Kitsch oder "deutsche" Tugenden) kann eigentlich nur in Frustration enden.

Nehmen wir die Schweden doch so, wie sie sind, uns bleibt nämlich gar nix anderes übrig. Und kaum jemand ist gezwungen, hier zu leben.

Skogstroll

P.S.: Schweden hatte am 30.11.2009 laut SCB 9.336.487 Einwohner.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 29. Januar 2010 17:38 
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@ Skogstroll :danke: :danke:
ganz deiner meinung. auch ich verstehe nicht wie man hier überhaupt leben kann mit manch einer seiner einstellung :-)
in deutschland hab ich noch die worte von vielen deutschen im ohr. " wenn die türken schon alle hier leben, könnten sie sich ja wohl wenigstens anpassen"
wir sollten uns mal alle selber an die nase fassen. wir leben in einem anderen land, wozu uns ja wohl kaum einer zwingt und meckern über alles, ob es das gesundheitscentrum ist die schwedische mentalität oder die schule, eigentlich über fast alles. was wollen wir dann eigentlich hier?

liebe grüsse
älven
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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 29. Januar 2010 17:50 
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Älven hat geschrieben:
meckern über alles, ob es das gesundheitscentrum ist die schwedische mentalität oder die schule, eigentlich über fast alles. was wollen wir dann eigentlich hier?


ich glaube manche wollen das es so wie in deutschland ist, nur frag ich mich, warum sie dann ausgewandert sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 29. Januar 2010 18:10 
Zitat:
nur frag ich mich, warum sie dann ausgewandert sind.

... falls du es von mir wissen möchtest, dann bemühe die Suchfunktion ... ich habe in meinen ersten Postings geschrieben, warum ich hier bin.
Bin nicht ausgewandert, weil mir Schweden so gut gefällt oder ich schon immer hierher wollte. Schweden war mir eigentlich immer herzlich egal. Ich habe mich in Deutschland in einen schwedischen Mann verliebt, mit dem bin ich dann hierher umgezogen als ich schwanger war - der Rest hat sich so ergeben ... :wink:

Mit Mann/Kind/Haus kann frau auch nicht so einfach wieder zurück ... Verantwortung/Rücksichtnahme auf meine Familie sind die Stichworte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 29. Januar 2010 18:32 
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bei mir würde die rücksichtsnahme aufhören, wenn ich selber nur noch unglücklich wäre und das in einem land wo ich mich nicht wohl fühle.

liebe grüsse
älven
:smt006

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 29. Januar 2010 20:58 
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Ich lebe nicht in Schweden.

Ich bin aber seit 20Jahren regelmäßig am selben Ort und habe dort auch Freunde gefunden.
Mir ist nichts an Oberflächlichkeit, Überheblichkeit oder sonst was aufgefallen.
Allerdings bin ich immer ziemlich direkt und lächele eine mir nicht passende Antwort nicht weg.
Bisher habe ich damit keine Probleme.
OK, vielleicht sagt sich mancher Nachbar "die fährt ja bald wieder", aber bisher habe ich nicht den Eindruck.
Allerdings befinden wir uns auf dem Lande und nicht in der Stadt.

Ich denke, wenn man das Leben in Schweden nicht erträgt, dann liegt es an einem selbst.
Und an den Gewohnheiten (Kneipe, Geselligkeit, Shoping, Alkohol, etc.).
Da gibt es natürlich Unterschiede, diese sollten einem aber von Anfang an bewusst sein.
Wer ein Leben wie in D erwartet ist einfach auf dem Holzweg.

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Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 11:07 
Älven hat geschrieben:
bei mir würde die rücksichtsnahme aufhören, wenn ich selber nur noch unglücklich wäre und das in einem land wo ich mich nicht wohl fühle.

liebe grüsse
älven
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hast Du Kinder/Familie..?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 11:59 
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ntürlich !!!
keine kinder, aber einen kranken mann.
und mit ihm würde ich sicher nicht in schweden bleiben, wenn hier alles so schrecklich wäre. und ganz bestimmt nicht mit meinen kindern.
aber wie gesagt ich teile NICHT die meinung von vielen hier. wir sind hier glücklich, wir sind sehr zufrieden mit der ärztlichen bahndlung meines mannes und da ich studiere, kann ich ebenso wenig über die schule meckern. wäre es nicht so, verstehe ich nicht warum man nicht zurück geht. was spielen die kinder für eine rolle?? ihr seid doch eh mit dem schulsystem so unzufrieden und der meinung das in deutschland alles besser war/ist.
weshalb sollte man bitte schön hier bleiben? mein partner würde garnicht zulassen das ich so unglücklich wäre in einem anderen land.wir waren schnell hier und genauso schnell wäre ich wieder weg, wenn ich eure meinungen teilen würde. es ist doch nur ein kleiner umzug innerhalb der EU.

liebe grüsse
älven
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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 12:17 
Hej Älven,
also erst mal sind nicht alle Schreiber eines Forums "ihr" und zweitens ist es nicht fuer alle Familien nur mal so ein kleiner Umzug innerhalb der EU. Sind schulpflichtige Kinder vorhanden, dann ist es verda... schierig bis nahezu unmöglich; das schwedische Schulsystem ist nunmal nicht ganz kompatibel mit anderen europäischen Systemen. Thema Arbeit, Mobilität auf dem Arbeitsmarkt ist u.U auch begrenzt und es findet sich in D vielleicht keine Beschäftigungsmöglichkeit fuer beide Partner oder man kann die Berufstätigkeit dort nicht mit Familie vereinbaren. Möglicherweise fuehlen sich die Kinder hier zu Hause. Kann man sie dann so einfach mal verpflanzen? Dann gibt es u.U noch Verpflichtungen aus Immobilien etc. Der Schritt nach Schweden ist ja auch nicht fuer immer so einfach, oder warum kommen nicht alle her, finden Arbeit und los geht´s?
Ich spreche jetzt mal nur fuer mich, aber ich wuerde fuer mich selbst gesehen sofort aus Schweden weggehen, kann dies aber aus Ruecksichtnahme auf meine Kinder und meinen Mann nicht verantworten. Bei einem Schulwechsel wuerden die Kinder persönlich so viel einstecken muessen, sie 2 Jahre wiederholen zu lassen, und ihre Zukunftschancen und ihr Selbstwertgefuehl wären dadurch wahrscheinlich drastisch beschnitten. Mein Mann liebt seine Arbeit. Nur ich fuehle mich nicht wohl, aber deswegen kann ich ja nicht mein Wohl vor das der Familie stellen oder macht man das als Eltern? Ich werde also solange durchhalten, bis wir sie gluecklich auf den Weg gebracht haben , sie ihren schwedischen Abschluss haben und dann weitersehen......und ich fand in D nicht alles besser, als in Schweden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 12:23 
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dan wäre es doch mal klasse wenn du geschrieben hättest, dass nur du unglücklich in schweden bist, deine restliche familie sich aber sehr wohl hier fühlt. denn genau das wäre auch mal toll für andere auswanderungswillige zu lesen.

liebe grüsse
älven
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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 12:33 
Liebe "auchderliebewegeninS"
- genauso geht es mir auch! 100% ige Zustimmung!
Noch ein paar Jahre, dann wird auch meine Zeit hier in Schweden um sein.
Dir wünsche ich alles Gute - wo immer du auch bist!
S-nina

P. S. Ich rechne inzwischen nicht mehr in Jahren sondern in "Urlauben" oder "Weihnachten" - noch 3 x Sommerferien oder noch 3 x Weihnachten hört sich gleich viel kürzer an! :wink:

Habe gerade gesehen:
Zitat:
deine restliche familie sich aber sehr wohl hier fühlt. denn genau das wäre auch mal toll für andere auswanderungswillige zu lesen.

Genau das kann man ja nicht vergleichen - meine "Familie" (mein Mann und mein Kind) fühlen sich auch wohl in Schweden - der große, entscheidende Unterschied: Sie sind hier in Schweden GEBOREN und im System aufgewachsen - sie sind NICHT AUSGEWANDERT! Auswanderer haben oft einen ganz anderen Hintergrund, der dann mit dem schwedischen System nicht immer kompatibel ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 12:44 
Liebe Älven,
der Rest meiner Familie fuehlt sich nicht automatisch sehr wohl in Schweden, nur weil es ihnen "gut" geht. Man denkt nicht darueber nach, hier ist es ja auch der Alltag, der bestimmt. Weisst Du, Älven, meinem Mann zum Beispiel ist es total wurscht, wo er arbeitet/lebt, Schweden, Hong Kong, Hauptsache die Familie ist dabei und die Arbeit passt. Er fuehlt sich in Schweden rein menschlich/sozial betrachtet nicht wohl, aber ihm reicht es die Familie zu haben und die Arbeit. Und Kinder, ja Kinder sind doch da zu Hause, wo die Familie ist, bis zu einem gewissen Alter ist es denen egal, wo man als Familie lebt, da zählt doch nur der engste Familienkreis und Freunde, und ob der Garten in dem sie spielen in dem oder dem Land liegt, das begreifen sie ja auch nicht und plötzlich ist es dann vielleicht zu spät wieder umzuziehen, weil sie im neuen Land sozialisiert sind und noch oben schon angedeutete Verhältnisse einen Umzug in dieser Lebensphase ausschliessen. In Deinem Fall ist es natuerlich einfacher, Du könntest den kranken Mann einpacken und umziehen.
Habe im Verlauf der Jahre etliche Familien kennengelernt, wo es die Familie extrem belastet hat, dass einzelne Familienmitglieder sich nie richtig wohl fuehlen konnten und die Kinder dann nach ein paar Jahren zu den Grosseltern zogen, sich Paare getrennt haben, weil einer in Schweden keine adequate Arbeit fand etc etc... Sowohl die Erwachsenen, als auch Kinder. Nur mal so zum Ueberlegen


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 12:47 
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@s-nina
und dann ?? lässt du dich scheiden?? oder geht dein mann dann auch nach deutschland, wo er sich vieleicht nicht wohl fühlt und was ist mit den kindern?? die bleiben dann in schweden ?? jag tror jag är för gamal. jag fattar ingenting.

liebe grüsse
älven
:smt006

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 12:56 
Ja, das mit der Zukunft ist tatsächlich schwierig, denn Scenario eins: die Kinder sind erwachsen, sind ja richtig schwedisch sozialisiert und gruenden hier Familie. Ziehe ich dann nach Muenchen, wenn meine Enkelkinder in Göteborg/Stockholm/Borås oder Karlstad wohnen? Scenario zwei: die Kinder gehen in´s Ausland, so wie wir es gemacht haben? Ziehe ich dann hinterher?
Wer weiss, man kann es ja auch nicht wissen, vielleicht gibt es dann immer noch Gruende in Schweden zu bleiben, aber in jedem Fall bin ich dann flexibler in meiner Entscheidung, weil ich nicht mehr die Verantwortung fuer die Familie habe, wie heute.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 13:00 
S-Nina,
danke, tack detsamma, sende liebe Gruesse an Dich und viel Kraft, Humor und Durchhaltevermögen fuer die kommenden Weihnachten :wink:
:smt006


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 13:07 
Zitat:
@s-nina
und dann ?? lässt du dich scheiden?? oder geht dein mann dann auch nach deutschland, wo er sich vieleicht nicht wohl fühlt und was ist mit den kindern?? die bleiben dann in schweden ??

Wir werden unseren Familienstand voraussichtlich von "sambo" auf "särbo" ändern - übrigens wohl eine schwedische Erfindung "särbo" :wink:
Habe nur ein Kind. Mein Sohn ist mehrsprachig aufgewachsen - Deutsch und Schwedisch sind für ihn beides "Muttersprachen". Außerdem mag er auch gerne Südeuropa - er fühlt sich auch in Italien und in Frankreich wohl. Sagt selbst, er würde später gerne in Frankreich studieren. Er ist halt "Europäer".
Mein Mann hat schon früher in Deutschland gelebt (dort habe ich ihn getroffen - in München). Es hat ihm dort auch gut gefallen.

Im Nachhinein würde ich sagen, war es nicht optimal nach Schweden zu gehen oder vor allem hier zu bleiben. Wir hätten früher wieder zurückgehen sollen - ein guter Zeitpunkt wäre evtl. die 4. oder 5. Klasse Grundschule gewesen. Mein Tipp für ähnliche Familienkonstellationen wie der unsrigen: Lebensmittelpunkt in Deutschland, Sommerhütte in Schweden ...

denke ich ist "im Rückspiegel betrachtet" die bessere Variante. Aber der Club der "im Nachhinein Klugen" ist bekanntlich recht groß. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 19:42 
Ich denke, man kann das alles nicht verallgemeinern, kommt wohl auch immer auf die persönliche Situation jedes Einzelnen drauf an...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 30. Januar 2010 20:59 
S-nina hat geschrieben:
(dort habe ich ihn getroffen - in München). Es hat ihm dort auch gut gefallen.


*oachkatzelschwoaff* :lol:

Wat geil, eine dirn. Einen Verdacht hat ich ja scho, aber dad das wirklich stimmt.

:smt006

Viel Erfolg in Süd D wenn ihr zurueckgeht! :) Und iss ne Brezen fuer mich mit


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 31. Januar 2010 12:39 
Tulipa hat geschrieben:
hmm, da kommt mir spontan eine Diskussion in den Kopf, die wir daheim öfter führen. Wann man in Schweden angemuffelt wird (ignorieren, wegsehen usw.), woher weiss man, ob das persönlich gemeint ist? Ob die Leute wirklich speziell etwas gegen dich haben, oder eben einfach immer so sind?

Habe gerade gelesen - dachte das passt doch zu diesem Thread, zeigt es doch, dass es noch mehreren Leuten so geht wie Tulipa: Wettbewerb: Wegguckerzählen
http://www.aerzteblatt.de/v4/foren/beitrag.asp?id=88947
Zitat:
Wettbewerb: Wegguckerzählen
von fika am 21.01.2010 20:23:17
Ihr kennt das: Man bringt morgens die Kinder in die Schule und trifft auf
eine Menge Ureinwohner, die man seit Jahren vom Sehen kennt. Im
Vorbeigehen schaut Ihr sie freundlich gruessend an, doch der Mitmensch
guckt auf den Boden oder knapp an Euch vorbei. Heute morgen habe ich
also mal wieder Wegguckerzählen gespielt und habe bis 7 gezählt, der
achte guckte mich an. Es war ein Ausländer.
Also: Spielt Ihr mit? Wer zählt die meisten Weggucker in Folge? Regel: Es
gelten nur Leute, die man vom Sehen kennt oder die man in vertrautem
Rahmen wie Schule oder Arbeit trifft.

... vielleicht eben auch ein Grund zur Rückwanderung, wenn man weniger "tävlingsinriktad" ist - einfach ein "normalerer" Umgang untereinander.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 31. Januar 2010 12:53 
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Älven hat geschrieben:
wir sollten uns mal alle selber an die nase fassen. wir leben in einem anderen land, wozu uns ja wohl kaum einer zwingt und meckern über alles, ob es das gesundheitscentrum ist die schwedische mentalität oder die schule, eigentlich über fast alles. was wollen wir dann eigentlich hier?

Hej Älven!
Kann es sein , dass du soeben Dein eigenes Thema in die Tonne gedrückt hast?
Warum redet Ihr (alle) über "Rückwanderung" wenn alles so toll ist? Es gibt doch bestimmt noch andere Themen im Forum an den man sich austoben kann....... Ich würde versuchen die Leute ernst zu nehmen, die Schweden wieder den Rücken kehren möchten oder es bereits getan haben..... und wenn euch das Thema nicht interessiert oder betrifft...s.o.
In diesem Sinne

_________________
Viele Grüsse

:smt024 Gottfried :smt024

Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen. (Heinrich Heine)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 31. Januar 2010 13:26 
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Hejsan lieber Gottfried,
du musst schon einige seiten lesen, dann hätte sich dein kommentar erübrigt.
Mittlerweile sind wir lediglich da angekommen, dass ich nicht verstanden habe warum man so lange in einem land bleibt, wenn man doch schnellstens weg möchte.
und das ist mir sehr ausführlich erklärt worden.

in diesem sinne :D

liebe grüsse
älven
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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 31. Januar 2010 14:13 
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liebe foris,
ich habe diese diskussion nun wirklich mit grossem interesse verfolgt, sicherlich auch mal überreagiert :D aber das kann bei diskussionen schon mal vorkommen.
meine persönliche meinung die ich nun dadurch gewonnen habe, versuche ich mal darzustellen.
was mich am meisten stört ist das wort "die schweden" schweden ist riesengross. in deutschland haben wir die frohnatur aus dem rheinland, die kühlen aus dem norden, die ossis und die wessis und was noch alles. alle sind unterschiedlich in ihrem socialem umfeld, genauso ist es auch in schweden. wenn ich mir anschaue wo die "negativ" schreiber herkommen, ist es meist südschweden oder vielleicht noch mittelschweden, am besten noch aus riesen städten wie göteborg eller stockholm. ich kann mir sehr gut vorstellen das man dort aneinander vorbei läuft. aber deshalb muss es nicht hier oben im norden so sein, dass bei einer handvoll menschen, die aufeinander angewiesen sind, ganz anders ist, ist doch logisch, oder? schaut euch die karte an, sucht euch ein mitglied aus, ich kenne aus dem stehgreif 4 stück und von keinem liest man ein negatives bild von schweden. wenn ich an ein beispiel von einem mitglied denke, das in einem oder sogar 3 sängerchören nicht beachtet wurde, wäre hier unvorstellbar. genauso ist es auch bei den vårdcentral, da springt man hin ohne grosse probleme, kurz eine blutabnahme, ok 10 min warten. ist doch eigentlich wirklich nicht so wunderlich, bei so wenig menschen. genau das ist es was ich gesucht und gefunden habe. von hamburg aus nach stockholm ist ja nun wirklich keine weltreise und ob ich von eine riesen stadt in die nächste ziehe muss ja jeder für sich selber entscheiden. eigentlich will ich nur sagen, es sind nicht alle schweden gleich, die im süden sind ganz anders als die im norden und die aus grossen städten, ganz anders als die aus kleinen dörfern. im prinzip nicht anders als in deutschland :D

liebe grüsse
älven
:smt006

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 31. Januar 2010 15:00 
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..da kann ich dir nur beipflichten...
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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 31. Januar 2010 18:20 
Schwedenfreund
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Registriert: 19. November 2008 21:51
Beiträge: 665
Wohnort: Westküste
[quote="S-nina"]
Habe gerade gelesen - dachte das passt doch zu diesem Thread, zeigt es doch, dass es noch mehreren Leuten so geht wie Tulipa: Wettbewerb: Wegguckerzählen
[quote]

Jetzt weiss ich gar nicht mehr genau, wie ich das damals meinte. Und ja, so etwas kommt in Schweden immer wieder vor. Aber auch in Deutschland. Mir fällt wohl hier einfach die Deutung schwerer. Oder auch das sprachliche Klären solcher Situationen. Weil ich mich weniger traue, oder mir auch so fein-nuancierte Diskussionen auf schwedisch nach wie vor nicht zutraue.

Wie schon mehrfach hier geschrieben, finde ich dieses allgemeine Grüßen in Schweden jedenfalls sehr angenehm. Vor allem auch im Umfeld der Schule; dort grüßen sich alle Erwachsenen und selbst einige Kinder sagen hej zu mir. Mitgebrachte kleine Geschwister sind bei anderen Eltern und Lehrern namentlich bekannt und werden jeweils extra mitbegrüsst. So etwas ist mir aus D ja nun ganz fremd.

LG
Tulipa

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 31. Januar 2010 22:56 
Schweden Guru
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Registriert: 14. Oktober 2006 14:48
Beiträge: 1497
Wohnort: Orsa
@Älven: Genauso geht es mir auch - wenn ich Schreiber aus Stockholm oder Göteborg lese, frage ich mich, ob wir wirklich im selben Land wohnen ... :wink:
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Februar 2010 21:52 
Hallo,

angesichts der Vorwürfe, viele der hier Ansässigen würden "nur meckern", folgende Gedanken:

Ich persönlich glaube, die Tatsache, dass viele zugezogene Ausländer nach einigen Jahren in Schweden eine verbitterte Haltung einnehmen, hat vor allem zwei Gründe.

Erstens ist das Schweden-Image, zumal in Deutschland, derart unrealistisch überhöht, dass die Konfrontation mit der Realität nur als Schock erlebt werden kann. Zum Vorwurf, man habe sich ja informieren können: Ich glaube, gerade Schweden ist sehr gut darin, vom eigenen Land nur Superlative zu verbreiten. Ich denke da zum Beispiel an die in schwedischen Medien vielfach hart kritisierte Neu-Ausrichtung der Auslandskampagnen des Schwedischen Instituts. Dort setzt man neben vielem anderen zum Beispiell beinhart darauf, Schweden als ein Land zu vermarkten, "in dem wir offen sind für Neues, kontaktfreudig und stets interessiert an dem, was anders ist". Ake Daun, landesweit anerkannt als seriöser Forscher zur schwedischen Mentalität, merkte in diesem Zusammenhang an, genau das Gegenteil sei der Fall - die Schweden würden keinesfalls Fremdes, Abweichendes schätzen und blieben lieber unter sich.

Der zweite Punkt hängt mit dem ersten zusammen: Man würde gewiss vieles, was einem an Schweden nicht passt, leichter "schlucken", wenn einem nicht stets und ständig die, wie ich fnde, typisch schwedische Selbstgerechtigkeit entgegenschlüge - hier zu Lande ist demnach letzlich einfach alles toll (hingegen sind die Deutschen nach schwedischer Einschätzung ja blöd, fett, laut und einfach nicht zu ertragen - dies kommt freilich nur in den Medien zum Ausdruck, von Mensch zu Mensch wird einem dergleichen natürlich nicht gesagt). Ich bin weiß Gott kein Deutschland-Fan, aber die Häufung absolut unqualifizierter Deutschland-Kritik hier zu Lande (auch in den so genannten Qualitätsmedien kann man sich sicher sein, dass ein deutscher Personen-, Orts- oder Städtename falsch geschrieben ist) hat mich nahezu zu einem werden lassen...

Abschließend: Natürlich ist es einersets unsinnig, von "den Schweden", "den Deutschen" etc. zu sprechen. Andererseits: Ich habe mehrfach in "internationalen" Umgebungen gearbeitet und daraus den Schluss gezogen: Es gibt durchaus nationale kulturelle Rahmen, Vorgaben, wie man sich zu benehmen hat, und die Individiuen passen sich entsprechend ein. So ist es bespielsweise in Schweden verpönt, laut anzugeben (dies macht man dann zum Beispiel mit der Vorführung des neuesten Flach-Bildschirms weder wett). So und nicht anders verstehe ich Verallgemeinerungen der Art "die Schweden". Und so entstehen Klischees - die eben oft ein Großteil Wahrheit enthalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 2. Februar 2010 22:42 
hej,

gut beobachtet, nurmalso. Ich bin ja wegen des Jobs hierher gegangen und hatte damals eigentlich keine hohen Erwartungen, ausser der Lust zum Abenteuer. Trotzdem bin ich ernüchtert, und das Land samt Leute langweilen mich nur noch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 04:45 
Tommy3 hat geschrieben:
hej,

gut beobachtet, nurmalso. Ich bin ja wegen des Jobs hierher gegangen und hatte damals eigentlich keine hohen Erwartungen, ausser der Lust zum Abenteuer. Trotzdem bin ich ernüchtert, und das Land samt Leute langweilen mich nur noch.


Ich hoffe für dich, das bald ein Ende in Sicht kommt und du nicht länger als nötig in diesem schrecklichen Land sein mußt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 06:19 
Hej!
Wenn man sich die immer wiederkehrenden Beschreibungen von Schweden so durchliest, dann wundert man sich, dass sich Deutsche dort nicht wohlfühlen.

/Tilmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 08:50 
Zitat:
Hej!
Wenn man sich die immer wiederkehrenden Beschreibungen von Schweden so durchliest, dann wundert man sich, dass sich Deutsche dort nicht wohlfühlen.

Sicher muss man/frau unterscheiden und es gibt schon welche, die sich "wohlfühlen". Nur würde ich da behaupten, dass diese Leute nicht darauf angewiesen sind, sich in Schweden zu "sozialisieren". Z. B. hat man es als Student erheblich einfacher - man ist noch nicht gebunden, man ist relativ frei in seiner Entscheidung - oder Rentner/Singels, die ganz einfach mal das Land wechseln möchten und was anderes ausprobieren ... Das kann man auch nicht so miteinander vergleichen.

Mir persönlich geht es inzwischen am besten, wenn ich mir sage "die Schweden sind mir doch im Grunde genommen wurscht". Noch 3 Jahre, dann ist für mich der Spuk hier vorbei ... dann habe ich so ziemlich alle Erfahrungen/Aspekte durch - vom Kinderkriegen, Wohnung/Haus/Kindergarten/Schule/Arbeit suchen bis hin zu tiefsten Einblicken in das schwedische Familienleben (habe durch meinen Umzug sogar "Verwandschaft" hier bekommen).

Ich empfinde es genauso wie "nurmalso" es oben beschrieben hat.
Schweden ist mehr als nur "überreklamiert" - und das machen eigentlich "die Schweden" selbst - sie stellen sich übertrieben gut hin, in jedem Zusammenhang - sie verstehen es meisterlich, ihr Land und sich selbst zu vermarkten ... manchmal denke ich, das ist mit dem Land Schweden und seinen Landsleuten so wie mit den Möbeln oder Klamotten von Ikea/HM: Der Schrank/die Hose sieht auf den ersten Blick toll aus - stellt man das Möbel auf/zieht die Hose an, merkt man sogleich, dass es an der Qualität mangelt (der Schrank wackelt/es fehlt mindestens eine Schraube - die Hose hängt nach einem Tag wie ein Sack ... und übersteht schon gar keine Wäsche ...) :D

Danke "nurmalso" für den Beitrag. Es ist schön zu lesen, dass es anderen auch so geht.

S-nina

P.S. Ich habe auch Bekannte hier, die kommen aus anderen Ländern als Deutschland (z. B. Frankreich, England, USA, Iran/Persien) - und erstaunlicherweise sagen sie Ähnliches.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 09:42 
Zitat:
wie ich fnde, typisch schwedische Selbstgerechtigkeit entgegenschlüge - hier zu Lande ist demnach letzlich einfach alles toll (hingegen sind die Deutschen nach schwedischer Einschätzung ja blöd, fett, laut und einfach nicht zu ertragen - dies kommt freilich nur in den Medien zum Ausdruck,

... überdeutlich kommt dies zum Ausdruck, wenn "der Schwede" die Möglichkeit hat, die tatsächliche Konfrontation zu vermeiden - "Schweden" lieben ja bekanntlich Facebook und sie sind auch fleißige Kommentatoren z. B. auf den Websites der Zeitungen.

Lese aus Gewohnheit die Website von Dagens Industri und dann auch gerne die Kommentare dazu - z. B. echauffieren sich heute die schwedischen Leser über die Ungehörigkeit, dass Deutschland beabsichtigt, Daten über Steuerhinterziehung zu kaufen. Hier eine gar nicht so untypische Lesermeinung (diese Aussagen begegnen einem recht häufig):

Aus dem Artikel der heutigen DI "Tysklar köper stulna skattedata" - steht genau so "tysklar":

Zitat:
24. Ut med Tyskland ur EU 2010-02-03 09:13
Jag har svårt att se att ett land som Tyskland som fortfarande tror att de äger Europa kommer få vara kvar i EU i längden.

Det här lär inte hålla i Europadomstolen och Tysklands fasoner att tro att de kan dominera andra EU-länder skickar läskiga vibbar tillbaks till den tid då resten av världen var tvungna att bomba Tyskland ner till grundnivå igen för att de skulle förstå att de inte kunde ta över hela världen.

Man glömmer lätt hur det blev förra gången det begav sig tydligen.

Ut med Tyskland ur EU


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 10:45 
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Hej Nina,
naja, es gibt Leute, die offen zugeben können, dass sie sich wohlfühlen und es nicht in Anführungsstrich setzen zu müssen. Ich habe sicherlich kein übersteigertes Schwedenbild, aber ich komme gut mit den grossen und kleinen Problemen dieses Landes zurecht. Und vielleicht mag es komisch klingen, aber ich habe in diesem Land endlich ein Zuhause gefunden, während ich/wir in Deutschland eigentlich ziellos umhergezogen sind.

Und zu H&M bzw. Ikea: Meine Kinder tragen eigentlich nur H&M, die Klamotten halten so wunderbar, dass ich sie sogar an Freunde weitergeben kann, deren Kinder sie dann ebenfalls noch lange tragen.
Es ist nicht alles soo schlimm :wink:

Grüsse an die Westküste
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Man muss 1000 Dinge machen um zu beweisen wie toll man ist.. Aber nur einen Fehler begehen, um nichts mehr wert zu sein !


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 12:12 
S-nina hat geschrieben:
... überdeutlich kommt dies zum Ausdruck, wenn "der Schwede" die Möglichkeit hat, die tatsächliche Konfrontation zu vermeiden - "Schweden" lieben ja bekanntlich Facebook und sie sind auch fleißige Kommentatoren z. B. auf den Websites der Zeitungen.

Lese aus Gewohnheit die Website von Dagens Industri und dann auch gerne die Kommentare dazu - z. B. echauffieren sich heute die schwedischen Leser über die Ungehörigkeit, dass Deutschland beabsichtigt, Daten über Steuerhinterziehung zu kaufen. Hier eine gar nicht so untypische Lesermeinung (diese Aussagen begegnen einem recht häufig):

Aus dem Artikel der heutigen DI "Tysklar köper stulna skattedata" - steht genau so "tysklar":



Ach, was soll diese Stimmungsmache. Ich konnte deine Meinung bisher öfter teilen aber so langsam muss ich sagen, dass deine Argumente absurde werden. Weil ein Leser einen unqualifizierten Kommentar auf einer Internetseite abgibt, ist das doch noch lange kein Beweis dafür, wie es um das Verhältnis zwischen Deutschen und Schweden steht. Übrigens habe ich neulich einen Artikel auf aftonbladet.se gelesen, da ging es um den Angriff der daily mirror auf das deutsche Trikot zur Fußballweltmeisterschaft. Es war keiner, der sich irgendwie Deutsch feindlich geäußert hatte, obwohl es mindestens 30 Kommentare zum Artikel gab.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 18:31 
Zitat:
aber so langsam muss ich sagen, dass deine Argumente absurde werden.

Absurd finde ich eher, dass man tatsächlich solche Kommentare lesen kann, und dann auch noch in einem Zusammenhang, wo ich es jetzt z. B. gar nicht vermutet hätte. War heute morgen selbst ziemlich überrascht. Lese hier noch
Zitat:
die Häufung absolut unqualifizierter Deutschland-Kritik hier zu Lande
und schon einen Klick weiter, auf der DI, dann dies. Mein Posting war auch nicht als "Beweis" oder als "Stimmungsmache" gemeint - das und auch dieses können dann ja auf die Trollwiese - wenn's so ist oder so aufgefasst wird.

Bei Fussballthemen wäre ich jetzt nicht sonderlich erstaunt gewesen.

Als damals MAN den Hersteller Scania übernehmen wollte, hat sogar der Scania-VD solche Andeutungen gemacht - leider habe ich die Kommentare der Leser dazu nicht mehr gefunden. Die waren schon recht heftig.

Bei den Kommentaren gerade auf DI muss man auch wissen, dass die "zensiert" sind - d. h. wenn es allzu übel wird, werden welche rausgenommen. Bei just diesem Artikel gibt es zahlreiche Postings, die verschwunden sind ... das sieht man an der Nummerierung - die Nummer 24 hat es bisher geschafft.

Aftonbladet lese ich eigentlich nie. Vielleicht praktizieren die das genauso, dass die politisch nicht korrekte Beiträge wegnehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 19:52 
Hej!
S-nina hat geschrieben:
Sicher muss man/frau unterscheiden und es gibt schon welche, die sich "wohlfühlen". Nur würde ich da behaupten, dass diese Leute nicht darauf angewiesen sind, sich in Schweden zu "sozialisieren".


Ich wollte eigentlich sagen, dass die Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden hinsichtlich der Offenheit gegenüber Unbekanntem nicht besonders groß sind und dass man sich doch da ganz heimisch fühlen könnte als Deutsche/r in Schweden.
Hagen Rether über Integration in Deutschland:
http://www.youtube.com/watch?v=6ctOTj7VtwE

/Tilmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 20:41 
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Ich lebe ja nun erst etwas mehr als ein Jahr in Schweden, aber ich hoffe das mich nie oder erst viel später so eine "Schweden Frustation" überkommt! :?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 20:54 
Zitat:
Ich wollte eigentlich sagen, dass die Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden hinsichtlich der Offenheit gegenüber Unbekanntem nicht besonders groß sind und dass man sich doch da ganz heimisch fühlen könnte als Deutsche/r in Schweden.
Vielleicht hast du ja recht. Kann auch sein, dass ich es vergessen oder früher nur nicht gemerkt habe: http://www.gp.se/kulturnoje/film/1.3028 ... i-goteborg
Zitat:
- Undersökningar visar att en tredjedel av tyskarna fortfarande har massivt rasistiska, antisemitiska och främlingsfientliga idéer. I det gamla öst är det mer konkret, mer våldsamt. I väst finns det kvar hos de äldre, de visar det bara mer indirekt. Men om barn redan på dagis lär sig att umgås med andra barn med olika hudfärg blir de inte rasister som äldre. Människor som växer upp i blandade områden är inte främlingsfientliga. På det planet är Tyskland fortfarande ett utvecklingsland.

/S-nina


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 3. Februar 2010 21:20 
Hej igen!
Ich verstehe Deine Frustration vollkommen, S-nina. Ich meinte Dich auch gar nicht persönlich, ich hatte nur den Eindruck, dass die Kritik an Schweden etwas ungerecht ist und dass die Situation in D. nicht viel anders aussieht. Mit dem Unterschied, dass die meisten hier wohl dort ganz gut integriert waren. Ich lebe ja erst seit zwei Jahren in Stockholm und hatte bisher ziemlich viel Glück mit den Menschen, die ich getroffen habe, aber auch wenn ich Schwedisch ganz gut gelernt habe, werde ich nie auf Muttersprachniveau kommunizieren können. Der Spagat, die sozialen Beziehungen in Deutschland zu pflegen und neue in Schweden aufzubauen, ist nicht so leicht zu meistern. Und dabei verstehe ich mich noch nicht mal als Auswanderer, sondern bin durch einen Zufall hier gelandet.
Aber noch gefällt es mir :-)
Schönen Abend,
Tilmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 4. Februar 2010 10:26 
S-Nina hat geschrieben:
echauffieren sich heute die schwedischen Leser über die Ungehörigkeit, dass Deutschland beabsichtigt, Daten über Steuerhinterziehung zu kaufen. Hier eine gar nicht so untypische Lesermeinung (diese Aussagen begegnen einem recht häufig):
Ich habe mir die Mühe gemacht und mal ein bisschen quer gelesen. Ich habe keinerlei feindliche Stimmung wahrnehmen können. Es war eher eine allgemeine Diskussion, ob ein Staat sich über das Rechtssystem stellen und gestohlene Daten kaufen darf. Der von dir zitierte Leserbeitrag ist von den anderen Lesern mit einer schlechte Note 'abgestraft' worden: 'Läserbetyg: 2,2'
Hier noch ein Gegenbeispiel, das von den Lesern mit 3,5 bewertet wurde (Zur Erklärung: 1: schlecht, 5: sehr gut)

Zitat:
33. Bra Tyskland!!! 2010-02-03 09:23
Att skattefiffla är i praktiken detsamma som att lura hela landets befolkning, arbetare som arbetslös.
Det har inget och göra med politisk övertygelse, höger eller vänster.

Ni som är emot ta er en funderare och se återkom sedan.

Vad ska man göra?
Bara acceptera skattfiffleri?

Man åtnjuter landets välfärd och annat utan att stå för notan!!
Det är väl inte rätt oavsett om man är modera eller sosse!

Igen, bra Tyskland och hoppas andra länder tar efter er!!
Bästa alternativet vore att man avskaffade banksekretessen så att skattemyndigheterna han själva inhämta informationen!

Mvh,
/moderat
Nenne es wie du willst aber wenn Beiträge so aus dem Zusammenhang gerissen und weitere Informationen vorenthalten werden, ist es in meinen Augen Stimmungsmache.
Ich mag nicht, wenn versucht wird, Brücken zwischen Menschen zu zerstören als welche zu bauen.

S-Nina hat geschrieben:
Aftonbladet lese ich eigentlich nie.
Natürlich nicht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 4. Februar 2010 10:58 
eigentlich müßte man jetzt mal laut nach einem Moderator schreien. Denn Ihr schaukelt Euch sowas von hoch und mit Rückwanderung hat Eure Diskussion überhaupt nix mehr zu tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 4. Februar 2010 11:10 
Nein, einen Moderator brauchen wir jetzt eigentlich nicht herbeischreien, das kriegen wir sicherlich auch unter uns geregelt. Aber du hast schon recht, ich werde mich auch nicht mehr weiter zum Thema äußern. Wie schon an anderer Stelle geschrieben, habe ich mich früher tendenziell eher S-Ninas Meinung angeschlossen, auch, als hier so manche Diskussionen ausgeartet sind. Aber, wie sacht man so schön: "Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen." Und so, wie Schweden hier in letzter Zeit so dargestellt werden, das konnte ich nicht mehr akzeptieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 4. Februar 2010 13:32 
Ich bin auch der Meinung, es sollte mal wieder um das Them Rückwanderung gehen und nicht darum, wer nun "Besser" ist, die Schweden oder die Deutschen. Es gibt Solche und Solche auf beiden Seiten und wie schon gesagt, ich finde, es ist gut jetzt.
Es ist doch völlig egal, wer wann wo welche Zeitungen liest und was diese Zeitungen nun schreiben. Auch das hat nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun. Ich bin noch nicht lange hier und habe nun den gesamtem Thread gelesen und ich finde, es wird grad reichlich Stimmung gemacht. Schade, ich hätte mehr Objektivität erwartet...
Ich persönlich war noch nie in Schweden, was ich bis dato zutiefst bedauere, aber ich beschäftige mich schon lange mit dem Land und seinen Einwohnern, kenne auch persönlich Leute, die ausgewandert sind und auch wir werden bald irgendwann gehen, worauf ich mich sehr freue und daran wird auch die Stimmungsmache nichts ändern.
Aber ich finde es sehr traurig, wie unsachlich dieses Thema bei den letzten Beiträgen angegangen wird.
So, dass mußte mal raus...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 4. Februar 2010 15:06 
Hej,

Snadrina, ich verstehe wirklich nicht, was du hier unsachlich findest. Menschen berichten von ihren persönlichen Erfahrungen in S, was ihnen gefällt und nicht gefällt, warum sie vielleicht rückwandern möchten oder unbedingt so schnell wie möglich das Land verlassen wollen,oder eben bleiben. Das sind alles persönliche Eindrücke und private Schlussfolgerungen und können daher garnicht unsachlich sein.
Das Problem für dich scheint zu sein,dass einige oder viele persönliche Eindrücke,die hier wiedergegeben werden, das schöne Schwedenbild trüben. Aber das war ja unter der Überschrift dieses Themas zu erwarten.
Und, ehrlich gesagt, wenn du noch nie in S warst, kannst du vielleicht garnicht so gut beurteilen, was sachlich und unsachlich ist, oder was stimmt oder nicht stimmt.
Lass dir deine Begeisterung für S nicht dadurch verderben, dass andere Leute weniger begeistert oder gar ablehnend eingestellt sind. Wir machen alle unsere eigenen Erfahrungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 4. Februar 2010 15:50 
Nein, mein Schwedenbild bringt das nicht zum trüben, ich finde eher die Dinge, die in den letzten Beiträgen gelaufen sind, unsachlich, es war wie ein Schneeballsystem: das ist nicht gut....das ist nicht gut....das machen die Schweden falsch....das machen die Deutschen falsch usw. Ich bin nicht so blauäugig zu denken, Schweden wäre nur toll und schön, dafür bin ich zu alt und habe mich bereits auch umfassend informiert. Aber das nur am Rande...
Menschen berichten von ihren persönlichen Erfahrungen in S, was ihnen gefällt und nicht gefällt, warum sie vielleicht rückwandern möchten oder unbedingt so schnell wie möglich das Land verlassen wollen,oder eben bleiben. Das sind alles persönliche Eindrücke und private Schlussfolgerungen und können daher garnicht unsachlich sein.
Ja, und deshalb lese ich diesen Thread, dass persönliche Meinungen nicht unsachlich sein können, ist ja wohl logisch und auch gut so.
Und, ehrlich gesagt, wenn du noch nie in S warst, kannst du vielleicht garnicht so gut beurteilen, was sachlich und unsachlich ist, oder was stimmt oder nicht stimmt.
Das war mir klar, dass das auf den Teller des Geschriebenen kommt. Deshalb habe ich es auch extra erwähnt. Ich habe aber auch geschrieben, dass ich einige Schweden kenne, persönlich, die dem beschriebenen Wesen überhaupt nicht entsprechen und dass ich es unsachlich finde, immer zu sagen "Die Schweden sind so und so".
Daher auch meine Statement" es gibt Solche und Solche, egal ob Schweden oder Deutsche".
Und es steht jedem frei, entweder in dem Land zu leben oder in dem. Es wird ja keiner gezwungen, irgendwo zu bleiben, wo es einem nicht gefällt. Gott sei Dank!
Ich hoffe, dass ich nun richtig verstanden wurde...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 4. Februar 2010 17:47 
Hallo Forum, will mal was zum Thema schreiben (damit sich alle beruhigen können)

Bin jetzt seit 2,5 Jahren hier, wohne im Großraum Stockholm/Uppsala. Mein Hintergrund ist dass mein Sambo Schwedin ist und ich teils ihretwegen herkam, teils weil ich das Land mag. Anfangs war das natürlich eher eine Fantasie mit "Land mögen", aber durch direkte Erfahrung vor Ort wurde das in weiten Teilen bestätigt.

Unser soziales Umfeld ist eher unproblematisch, mein Sambo hat ja ohnehin ihre meisten Freunde hier und auch ihre (nicht gerade kleine) Familie. Da wurde ich schnell integriert und fühle mich nie einsam.

Probleme hier (wenn man das überhaupt so nennen kann) habe ich eigentlich nur in der Hinsicht, dass ich vorher deutsche Großstadt gewöhnt war. Ständig was los, man kann ausgehen, und wenn man eine Gegend nicht mag, geht man halt woanders hin. Das geht hier nicht so einfach. Allerdings wäre es dasselbe in einer ähnlich großen Kleinstadt in Deutschland. Auch kann ich ein paar meiner Hobbies hier nicht mehr nachgehen, oder zumindest nicht so recht, was aber auch an meinem neuen Job liegt (d.h. zeitlich).

Da könnte man jetzt an Rückwanderung denken. Nur das ist schwieriger als es klingt. Ich komme hier ja mehr oder weniger gut klar - ob ich irgendwann frustriert werde, weiß ich nicht. Die Alternative wäre, in meine Großstadt in D zurückzugehen, aber das wäre recht fatal für Sambo: Sie hätte viel größere Probleme sich zu integrieren, kulturell, jobtechnisch, etc. Sie wäre einfach nicht glücklich in Deutschland.

Damit gibt es rein praktisch für mich die Rückwander-Option gar nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 4. Februar 2010 17:50 
DavidM hat geschrieben:
Da könnte man jetzt an Rückwanderung denken. Nur das ist schwieriger als es klingt. Ich komme hier ja mehr oder weniger gut klar - ob ich irgendwann frustriert werde, weiß ich nicht. Die Alternative wäre, in meine Großstadt in D zurückzugehen, aber das wäre recht fatal für Sambo: Sie hätte viel größere Probleme sich zu integrieren, kulturell, jobtechnisch, etc. Sie wäre einfach nicht glücklich in Deutschland.

Damit gibt es rein praktisch für mich die Rückwander-Option gar nicht.


Achso, dabei wollte ich die Rückwander hier fragen: Funktioniert das bei euch in dieser Hinsicht? Habt ihr schwedische Angehörige mitgenommen und wird das mit diesen auf Dauer in Deutschland besser funktionieren als mit euch in Schweden?

Bei Paaren wie uns ist halt immer (mindestens) einer Ausländer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 5. Februar 2010 00:30 
Schwedenfreund
Schwedenfreund

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Wohnort: Westküste
DavidM hat geschrieben:
Bei Paaren wie uns ist halt immer (mindestens) einer Ausländer.


Das liegt in der Natur der Sache. Aber ob und wo man miteinander glücklich wird, kann man wohl nicht verallgemeinern.

Unsere ehemals beste schwedische Freundin hatte vor Jahren an einem Freund meines Mannes Gefallen gefunden und ist ihm nach Deutschland gefolgt. Nun hat sie all das, was ich hier vermisse. Und beklagt sich ungefähr genauso darüber wie ich über das, was mich hier ärgert.
Mich würde nicht wundern, wenn sie irgendwann allein nach Schweden zurückkehrt. Aber bei anderen Paaren kann vermutlich alles ganz anders laufen.

LG
Tulipa

_________________
man vet aldrig, vem som finns där ute


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 5. Februar 2010 10:07 
Tulipa hat geschrieben:

Das liegt in der Natur der Sache. Aber ob und wo man miteinander glücklich wird, kann man wohl nicht verallgemeinern.
Tulipa


Nein, natürlich nicht. Wollte nur drauf hinweisen dass Rückwandern für den einen automatisch Auswandern für den anderen ist. Ein einfaches "alles zurück auf normal" gibt's also gar nicht. (In unserem Fall.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 5. Februar 2010 21:34 
Hallo,

ich muss hier mal eine Frage loswerden, die möglicherweise ziemlich beschränkt ist - denn persönlich halte ich überhaupt nicht viel von Verallgemeinerungen der Art "Männer sind so, Frauen so" -, die mich aber doch ziemlich beschäftigt. Ich habe in meiner Zeit in Schweden erschreckend viele Frauen kennengelernt, die aus Deutschland kamen, der Liebe willen nach Schweden gegangen sind und von dort lieber heute als morgen wegwollten, das aber nicht konnten, weil sie natürlich Rücksicht auf ihren schwedischen Mann und vor allem auch auf die Kinder nehmen mussten, die ja jeweils in Schweden aufgewachsen sind. Diese Frauen litten jeweils unerhört nicht zuletzt darunter, dass sie in ihrer Familie die einzigen waren, die sozusagen ständig "meckerten" - Mann und Kinder kannten ja nichts anderes als Schweden und fühlten sich dort wohl. Entsprechende Fälle von "angeheirateten" gefrusteten Männern kenne ich aber überhaupt nicht! Gibts dafür eine Erklärung oder liegt es daran, dass ich diese Fälle schlicht nicht kenne? Wie gesagt, Frauen-Beispiele weiß ich leider im Übermaß... Das nur mal eine Frage...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 5. Februar 2010 22:24 
Zitat:
Diese Frauen litten jeweils unerhört nicht zuletzt darunter, dass sie in ihrer Familie die einzigen waren, die sozusagen ständig "meckerten" - Mann und Kinder kannten ja nichts anderes als Schweden und fühlten sich dort wohl.


Hej nurmalso!
Du hast aber nicht zufällig eine versteckte Kamera bei uns installiert?
Gibt es tatsächlich noch mehr von meiner Sorte? Wo bist du denn? :)

Vor Kurzem habe ich einen Franzosen getroffen, der sehr von meiner süddeutschen Heimatstadt schwärmte. Er ist auch der Liebe wegen nach Schweden gezogen. Er wunderte sich, dass es bei uns umgekehrt war und sagte aber: "Die Männer hätten es leichter ihren Frauen nachzuziehen."
In unserem Bekanntenkreis kenne ich nur 2 deutsche Männer, die wg. ihren schwedischen Frauen hierhergezogen sind. Die lästern zwar auch gerne mal über "die Schweden" - scheint aber schon so, als würden die weniger "meckern".

S-nina


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 5. Februar 2010 22:39 
Hallo S-Nina,

nö, Kamera-Installation ist (noch) nicht mein Ding:) Habe einfach auf Flug- und Zug-Reisen zwischen Schweden und Deutschland viele entsprechende Gespräche geführt und zudem einen recht großen Bekanntenkreis...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 6. März 2010 04:16 
Ich muss auch mal als Gastleser ... und nun -schreiber ... meinen Senf zu diesem Thema zugeben.

Wir leben nun seit knapp 3 Jahren in Schweden. Schweden war für uns ein Kompromiss aus familiären Gründen. Schweden war eigentlich unsere zweite Wahl. Sind auf`s Blaue, ohne Job, mit nur wenig Rücklagen (allerdings in`s eigene Haus) und nur sehr begrenzten Sprachkenntnissen in ein klitzekleines Dorf in Jämtland gezogen. Wir waren nicht gefrustet von D und die Arbeitssituation dort war auch gut für meinen Mann. Der Norden war immer mein Traum ... ich bin ein Winterkind, das vom Abenteuer und vom Norden träumte ... und von Weite und Stille ohne allgegenwärtige gesellschaftliche Zwänge.

Wir wurden hier auf das Herzlichste aufgenommen. Zwei unserer erwachsenen Kinder blieben in D, eines ging für eine Orientierungsphase mit nach S, aber nach 6-monatigem Aufenthalt wieder zurück: zu wenig los hier oben ... es fiel mir sehr schwer als Mutter, unser - wenn auch schon erwachsenens Kind - von dannen ziehen zu lassen, aber ich konnte es verstehen und habe es akzeptiert. Man muss zufrieden sein und sich wohlfühlen und das ist nicht immer nur von der Familie abhängig.
Nach einem halben Jahr kam nach 2 Bewerbungen der erste Job. Wir wurden von Schweden (ja, das gibt es) eingeladen, Gegenbesuche fanden auch statt (auch wenn man manche zweimal einladen musste), freiwillige Tätigkeit im hiesigen bygdegard wurden und werden ausgeführt (ich sage nie ab, wenn ich gefragt werde) ... matdagar, auktionsdag, hemvändarvecka, pubkvällar ... jetzt bin ich sogar in den Vorstand gewählt worden. Ich wurde zu Geburtstagen eingeladen, mitgeschleift bei kirchlichen Veranstaltungen, Musikveranstaltungen, etc. - ob ich wollte oder nicht :-) Es wurde sogar organisiert, dass ich an einer samischen Taufe teilnehmen konnte ... wenn wir nur mal einfach so irgendetwas ansprechen, mit dem wir uns nicht auskennen ... bara funderingar ... nur mal so dahergesagt ... dann können wir uns sicher sein, dass gleich zwei Mann springen, die dann weitere fragen, anrufen oder gleich mit uns persönlich hinfahren - um eine Lösung für uns zu haben. Auch sind uns bisher nur offene Schweden begegnet, die Geselligkeit lieben und gerne hören, wie man das als D sieht, oder wie man etwas in D macht und warum. Einfach ehrliches Interesse. Allerdings mehr Interesse an Deutschen oder anderen Nationen als wie an der samischen Bevölkerung. lappkäring ist unter vorgehaltener Hand ein Wort, was hier und da benutzt wird, von den diskriminierenden Witzen einmal ganz abgesehen - hier fehlt manchmal die political correctness.
Ja, es gibt auch Leute im Dorf, zu denen wir keinen Kontakt haben. Man grüßt sich höflich und das war es. Doch ich stelle fest, dass es meist dann auch diese Leute sind, die auch nicht zu den Dorfveranstaltungen kommen. Na und? Jeder, wie er möchte.
Ich mag es, dass es mir nicht krumm genommen wird, wenn ich einmal nicht zu einer "wichtigen" Veranstaltung gehe. Ich mag es, dass sich die Schweden bei öffentlichen Festen der Dorfgemeinschaft bei den freiwillig Arbeitenden mit bspw. tack för maten bedanken, ich mag es, wenn der eine im Hemd und Stoffhose und der andere in Jeans und Shirt kommen kann, ohne dass man sich falsch angezogen fühlt, ich mag es, wenn alle an einem Strang ziehen, ohne dass es nur einen "Macher" gibt, ich mag es, dass wenn die Schweden einen besuchen, sie nicht herumsitzen, bis ich denke, wann gehen sie denn endlich und dass ich kein schlechtes Gewissen zu haben brauche, wenn ich mal hin und wieder als erste gehe ...

Und ja, es gibt sehr oft ausländerfeindliche Äußerungen bei Jugendlichen hier, auch und gerade hier oben. Uns Mitteleuropäern nicht gegenüber ... dafür anders aussehenden. Da geht es sicher um Angst vor dem Unbekannten, Zukunftsangst und mehr, die dann auf diese Ausländer projeziert wird.
Ich mag den freundlichen Umgang hier miteinander ... ich habe es noch nie erlebt, dass die Frauen negativ über jemanden klatschen, wenn es auch mal eine kleine Bemerkung hier und da gibt. Doch die ist nie spitz und nie böswillig.
Ich erlebe keine Selbstüberschätzung bei "den Schweden", sondern einfach eine gute Portion Nationalstolz. Ich glaube, sie können auch stolz auf sich und ihr Land sein ... so ein weites Land und eine recht gute Infrastruktur ... aus einer armen Auswanderernation ist ein wohlhabendes Land geworden.

Ich finde auch ihre Art ... ta det lungt ... det ordnar sig ... völlig okay. Genau so ist es - warum soll man alles so aufbauschen, tausend Mal über irgendetwas diskutieren, was sich doch nicht ändern lässt. Ich glaube, das ist oftmals ein Problem vieler ausgewanderter Deutscher ... alles zu vergleichen ... zu zerpflücken bis ins kleinste Detail ... die Welt dreht sich immer weiter ... mit uns und ohne uns ... Schweden ist nicht nur Wald und Seen, Mittsommer und Astrid Lindgren ... Elche sind nicht nur schön anzusehende wildlebende Tiere, sondern auch eine Gefahr im Straßenverkehr ... in Schweden ist nicht alles besser, in D nicht alles schlechter und auch nicht alles besser. Das perfekte Land für alle wird es wohl nie auf dieser Welt geben.

Ich kann nur mein Empfinden hier wiedergeben: Ich bin vollends zufrieden. Und glücklich hier. Schweden ... nein das will ich nicht sagen, aber Jämtland ist zu meinem Zuhause geworden. Ich fühle mich hier wohl, so wohl wie noch nie in meinem ganzen Leben zuvor. Ich war seither noch nie in D und beabsichtige dies auch nicht in näherer Zukunft (unsere Familie und Freunde besuchen uns hier und lernen so auch ein bisschen Schweden kennen ... und vielleicht auch lieben). Nicht weil ich alles schon kenne oder nicht will, nein, in mir verlangt nichts nach D (na ja, mal ein wirklich knackiges Bauernbrot einmal ausgenommen). Ich lebe gerne hier! Und ich mag die Schweden, die ich hier kennenlernen durfte. Ich mag ihre unformelle Art, ihre Art anderen Freiräume zu gewähren, aber auch ihre Art, bei Festen ausgelassen sein zu können. Was ich nicht verstehen kann und will ist ihr eigenartiger Umgang mit Alkohol ... das Verteufeln von Zigaretten, aber das Tolerieren von Snus ... und noch so ein paar Dinge, die sich mir partout nicht erschließen wollen. Na und, dann ist es halt so, ich kenne es halt anders, aber ich will und muss niemanden mit meiner Ansicht überzeugen.

Und wenn - gerade im Winter - die Schweden lieber ihre Zeit zuhause bei der Familie verbringen, so macht es sie liebenswert für mich. Es kommt halt darauf an, wie man die Prioritäten setzt ... Überstunden und anschließendes Feierabendbier mit Kollegen oder halt Familie ...
Unser direkter Nachbar ist der hilfreichste Nachbar, den wir jemals in unserem Leben gehabt haben.
On the job ... mein Mann hat supernette Kollegen und Kolleginnen, mit denen man zwar nach der Arbeit mal ein Bierchen trinkt, oder auch mal angeln geht, doch man wird wohl keinen gemeinsamen Urlaub verbringen ... die Arbeitseinstellung der Kollegen ist vielleicht nicht ganz so ... na ja, deutsch ... zwar vielleicht gerade noch so ebenso effektiv, doch vielleicht nicht so kostenbedacht ... mit einem Chef, der wirklich an seinen Mitarbeitern interessiert ist und für den das ... allt bra? ... nicht nur eine Floskel ist, der aber als Unternehmer in D wohl noch etwas an seiner Gewinnmaximierung arbeiten könnte. Aber hier ist es halt so - warum sollten wir es ändern wollen.
In der VC von Anfang an keine Probleme. Wir haben bisher keine akuten Notfalltermine gebraucht, doch auch da gibt es kein Problem, wie ich aus dem Bekanntenkreis weiß: man geht einfach hin und kommt auch dran. Im Gegenteil ... elektronisches Rezeptverfahren find ich einfach und unkompliziert, Termin in der VC bestellen wir per internet ... innerhalb von 2 Wochen steht er, ist okay. ZA-Termin innerhalb von 4 Wochen - in D mussten wir länger warten. Man kommt unverzüglich dran und muss nicht erst mal eine halbe Std. im Wartezimmer und dann noch eine Viertelstunde auf dem Stuhl verbringen, bis endlich mal die Behandlung beginnt. Inkompetenz ist meinem Mann (KHK/alter Infarkt) hier noch nicht begegnet.

Auch wir haben deutsche Bekannte, die wir gerne, aber viel zu selten treffen, da sie zu weit weg wohnen. Dazu stehe ich. Ich freue mich, hin und wieder einmal Deutsch zu sprechen, mit Deutschen über deutsche Politik zu reden, mit ihnen über schwedische Politik zu reden, über gemeinsame Erfahrungen, Sorgen und Zukunftspläne. Warum auch nicht - wir sind Deutsche mit Migrationshintergrund in Schweden und keine "eingeborenen" Schweden. Und trotzdem besteht unser "soziales Netzwerk" ansonsten nur aus Schweden. Aber macht uns das besser ... oder schlechter ...
Uns haben in diesen knapp 3 Jahren viele ... sehr, sehr viele ... Deutsche (Ausgewanderte, Ferienhausbesitzer und Touris) besucht: Es gab angenehme Zeitgenossen und weniger angenehme. Beide Extreme sehr seltene Spezies.

Natürlich gibt es Nachteile gegenüber unserer Herkunftsgegend in D hier oben ... weite Wege, kein Supermarkt um die Ecke, keine 3 Fachärzte für jedes Wehwehchen am Ort, nicht die Jobwechselmöglichkeiten wie in D, Mücken und knots im Sommer, keine Kneipe um die Ecke, die wir nicht brauchen, aber auch kein Restaurant in der Nähe, in das man spontan mal abends um 8 mit deutschem Besuch gehen könnte, weder Quantität noch Qualität kultureller Veranstaltungen - und so gibt es noch einiges mehr. Aber es ist halt so ... wir wussten das vorher und trauern dem nicht nach. Anstatt ins Restaurant zu gehen, grillen wir am See - sowohl im Sommer als auch im Winter und gerade im Winter ist das ein Erlebnis für unsere Familien, im winterlichen Halbdämmerlicht am Nachmittag auf Rentierfellen auf einem Baumstamm am See zu sitzen und dick eingepackt ganz ungezwungen ein Steak oder den selbstgefangenen Fisch zu genießen ... die Stille, die Weite in sich aufzusaugen. Ja, das kann ich nur so poetisch schildern, weil wir es so empfinden.
Ich denke, alles ist einfach eine Sache der persönlichen Zufriedenheit. Wenn man die nicht hat, wird man sich nirgendwo wohlfühlen.

In einigen vorangegangenen Postings wurde die fehlende Aufgeschlossenheit der Schweden bemängelt, von aufgesetzter Freundlichkeit und nichtvorhandener Toleranz und sogar von irgendwelchem für Deutsche fast unerklärlichen Verhaltenskodex wurde geschrieben ... uns noch nie - und das meine ich vollends ehrlich - begegnet! Sollte man sich vielleicht nicht selber fragen, ob man nicht falsche Erwartungen hatte? Oder ob man vielleicht nicht selber ein Aufgeschlossenheitsdefizit hat, die Schweden so zu nehmen, wie sie sind: nämlich m. E. nach unkompliziert und sehr liebenswert, aber vielleicht genau wie bei uns selber mit persönlichen Eigenheiten, Ecken und Kanten.

Wir können uns nicht mehr vorstellen in D zu leben, dies hat aber nichts mit "den Deutschen" oder Deutschland an sich zu tun. Jämtland ist unsere Heimat geworden, nicht nur unser Zuhause. Nach D werden wir zu Beerdigungen oder Hochzeiten fahren, aber wohl keinen Urlaub dort verbringen. Wer weiß, viele Menschen werden im Alter noch zu Kirchgängern - vielleicht erwischt uns dann stattdessen das Heimweh. Aber dies ist aus heutiger Zeit für uns unvorstellbar.
Doch wenn es anderen so ergeht, warum sollte man unzufrieden in S leben? Gerade, wenn Paare/Familien durch einen Kompromiss hier zusammenleben. Es ist einfach eine Entscheidung im Leben, der eine andere Entscheidung irgendwann einmal vorausging. Eine Entscheidung kann man korrigieren. Und das würde ich nicht als Scheitern beurteilen. Ich persönlich würde nur durch eine gewisse Portion Selbstreflektion erörtern wollen, warum ich die jeweiligen Entscheidungen in dieser Weise zu dem jeweiligen Zeitpunkt getroffen hätte oder ob ich noch immer auf der Suche nach was-weiß-ich-auch-immer wäre und dann nur aus diesem Grund das vermeintlich kleinere Übel = die alte Heimat D wählen würde.

So, das war meine ganz persönliche Sicht der Dinge und unsere Erfahrungen in der schwedischen Gesellschaft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 6. März 2010 08:14 
Danke für diesen tollen Beitrag und du hast Recht: wer mit sich nicht zufrieden ist, findet nirgends sein Glück!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 6. März 2010 10:20 
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jamtlänning hat geschrieben:
....... diesem Grund das vermeintlich kleinere Übel = die alte Heimat D wählen würde.


Hallo Gastschreiber aus Jämtland,
nach all Deinen nachvollziehbaren Ausführungen, frage ich mich nun, was wolltest Du wirklich sagen? Deine Zeigefinger sind ja nur kleine Zeigefinger, aber alles passt nicht so recht zum Thema Rückwanderung? ....Ich antworte eigentlich nur, weil die Polarisierung Deutschland - Schweden mir machmal auf die Nerven geht. Es soll Leute geben, die aus Deutschland ausgewandert, auch wenn sie hier in Deutschlang sehr gut zurechtgekommen sind und..... es soll Leute geben, die die Entscheidung getroffen haben, zurück nach Deutschland zu gehen, ohne das in Schweden alles Schlecht war......

_________________
Viele Grüsse

:smt024 Gottfried :smt024

Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen. (Heinrich Heine)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 6. März 2010 10:36 
Eben das wollte uns die Schreiberin ja auch mitteilen, dass es auf beiden Seiten gut und schlecht ist! Sie hat sich ja in ihrem Beitrag auch klar dazu geäußert, was sie damit sagen möchte und dass sie sich auf vorangegangene Beiträge bezieht, die sie aus ihrer Sicht noch einmal erläutern möchte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 6. März 2010 12:14 
genau so habe ich es gemeint sandrina!

@gottfried

es muss Dir noch lange nicht gefallen, nur weil mir es gefällt
derjenige, der negative Erfahrungen gemacht hat, oder auch positive kann sie nicht einfach auf andere übertragen
ich habe vielleicht ganz andere Erfahrungen gemacht, als Du
meine Erwartungen haben sich erfüllt, aber vielleicht Deine nicht
ob meine Erfahrungen besser, schlechter, sonstetwas sind, mag dahingestellt bleiben
derjenige, der die Entscheidung für irgendetwas getroffen hat, den soll man nicht eines anderen überzeugen, denn dann würde vielleicht eine für ihn falsche Entscheidung getroffen oder eine halbherzige

... jedem das Seine, das meinte ich mit meinem posting

... und vor allem Zufriedenheit, egal ob in D oder in S oder sonstwo auf der Welt.

... zum Nachdenken wollte ich nur über die mögliche Zufriedenheitssuche aufrütteln ... was hat mich hier nicht zufrieden gemacht, was würde mich in D zufrieden machen oder in S ... was ist der kleine, feine Unterschied, der mich zufrieden macht ... ich glaube, wenn man das für sich selber beantworten kann und wenn einem die persönliche Zufriedenheit das Wichtigste ist, um glücklich sein zu können, dann ist das Land egal ... individuelle Zufriedenheit ist nicht abhängig von der Landeswahl, sondern von einem persönlich ... dem einen ist es der Konsum, dem anderen ist es die Lebensqualität und wieder einem anderen die Kultur, die ärztliche Versorgung, das Anpassungsvermögen eines selbst oder der anderen, es gibt individuelle Gründe, über die wir anderen nicht urteilen sollten, weil wir uns nicht in die Lage des anderen versetzen können. Und trotzdem sollte der andere sich selbst einmal reflektieren.

Und ich würde jedem Rückwanderungswilligen und auch jedem Auswanderungswilligen sagen: Tu es! Nicht mit 70 nachher denken ... ach, hätte ich doch ... und immer unzufrieden zu sein. Vielleicht kommt eine Lebensphase der Zufriedenheit mit dieser Entscheidung, wenn man sich wirklich im Klaren darüber ist, was man gesucht hat, was man erhofft hat, in dem jeweiligen Land für sich selbst zu finden. Aber man kann für seine persönliche Unzufriedenheit doch nicht die Menschen des jeweiligen Landes verantwortlich machen, weder in D noch in S.

Und ich wollte nie polarisieren, Stammtischgeschwätz liegt mir fern ... nur einen kleinen Denkanstoß geben ... wenn man sich so gefrustet sieht, dass man das Land, für das man mal eine Entscheidung getroffen hat, wieder verlassen will. Ich wollte nicht alles schönschreiben, auch das liegt mir fern, ich habe nur meine, zugegebenermaßen positiven, Eindrücke wiedergegeben. Aber die müssen nicht die der anderen sein. Und sollen nicht polarisieren, oder S in den Himmel heben und D verteufeln oder umgekehrt.

Und wenn ich dann Aussagen wie die fehlende Vielfalt lese ... macht mich der Konsum bzw. die fehlende Möglichkeitsvielfalt dessen zufrieden ... unzufrieden? Wenn es um m. E. so kleine Dinge wie Supermarktregale geht, sollte vielleicht die Reflektion der einstmals getroffenen Entscheidung ein bisschen länger ausfallen.

... und jetzt hab ich mich mit vielem wiederholt

Gruß,
diejenige, die gerne hier lebt ... nicht wunschlos glücklich, aber vollauf zufrieden!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 6. März 2010 12:33 
Auch von mir Danke für den Bericht aus Jämtland.

Kann zwar auch nicht so richtig den Zusammenhang zwischen dem Thread Rückwanderung und dem Bericht sehen. Mir erscheint der Bericht eher wie die Beschreibung einer "gelungenen persönlichen Auswanderung". Die Schreiberin berichtet, wie gut es ihr und ihrer Familie in Jämtland gefällt und dass sie gerne dort lebt.

Dass sie einige Dinge anders erlebt, als die in diesem Thread angesprochenen, liegt ja auch daran, dass es sich jeweils um unterschiedliche Situationen handelt.

Wenn ich mal den Vergleich der Jämtland-Schreiberin zu meiner Situation sehe, dann haben wir außer dass wir beide von Deutschland nach Schweden gezogen sind, wenig gemeinsam.
Ein Dorf in Jämtland ist von Göteborg eben ganz verschieden - auch wenn beide Orte in Schweden liegen.
Meine Interessen und Vorlieben sind auch anders - kann es z. B. zwar ganz nett finden mit einem Lagerfeuer im Winter an einem See - muss das aber nicht ständig haben und würde dafür nicht umziehen ... auch mag ich das, was eine Stadt an Kultur bietet, eben einfach besser als Natur pur und Einsamkeit ... das ist ja sehr persönlich.

Zitat:
Sollte man sich vielleicht nicht selber fragen, ob man nicht falsche Erwartungen hatte? Oder ob man vielleicht nicht selber ein Aufgeschlossenheitsdefizit hat, die Schweden so zu nehmen, wie sie sind: nämlich m. E. nach unkompliziert und sehr liebenswert, aber vielleicht genau wie bei uns selber mit persönlichen Eigenheiten, Ecken und Kanten.

Diese Aussage ist mir einfach zu simpel. Das kann ich auch nicht nachvollziehen und fasse es eher so auf als müsse das "Problem" (wenn man es als solches ausdrücken möchte) ganz simpel bei einem selbst zu suchen sein ... das kann so nicht stimmen - denn wie es die Jämtland-Schreiberin auch gesagt hat, so kommt es sehr wohl auch auf die äußeren Umstände an, ob man sich wohlfühlt oder nicht - z. B. diejenigen, die in Jämtland zu den "Ausgegrenzten/Gehänselten" gehören (wie z. B. die von ihr beschriebenen Samen oder andere Andersaussehende), die haben es dort wohl sehr viel schwieriger - kann mir denken, deren Wohlfühlfaktor dürfte dann wohl um einiges niedriger sein ... und nicht jedem gelingt es, die Liebenswürdigkeit und Unkompliziertheit von "unter der Hand gemachten" Bemerkungen wie "lappkärring" oder "jävla svartskalle" auf Anhieb so zu verstehen :?

Auch tue ich mir schwer mit diesen "Endlichkeits"-Aussagen - einmal für etwas entschieden und schon muss man sich für immer damit abfinden oder "wir fühlen uns wohl in S und können uns nicht mal mehr einen Urlaub in D vorstellen". Diesen Gedankengang kann ich irgendwie nicht nachvollziehen - das ist für mich ja gerade Vielfalt: unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Ansichten und unterschiedliche Lebensführungen - Toleranz und jedem seine persönliche Freiheit lassen ...

S-nina


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 6. März 2010 14:04 
Hej,

das sich so viele Auswanderer in Jämtland und im sonstigen Nordschweden so wohl fühlen, mag vor allem daran liegen, das die Menschen dort oben ja oft viel herzlicher, unkomplizierter und offener für Begegnungen sind als weiter südlich im Lande. Das ist ein wichtiger Aspekt, den man nicht unterschätzen sollte. Es liegt eben nicht immer alles an einem selbst...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 6. März 2010 14:07 
@s-nina

Ja, genau das ist es doch!
Wir haben eine "Endlichkeits-Aussage" gemacht, aber das muss nicht für andere gelten. Und vor allem muss es für niemanden nachvollziehbar sein. Ich muss dies nicht begründen, weil ich es einfach so für mich persönlich so sehe. Und ich sehe es nicht als "Problem" für andere an, seine Entscheidung zu revidieren. Weder sollte man "das Problem" nur bei sich selbst oder nur bei anderen suchen. Das habe ich auch nicht gemeint.

Ich wollte nur einen klitzekleinen Anstoß zur Selbstreflektion geben ... die Perspektive wechseln ... was ist die persönliche Definition von Zufriedenheit, die es mir erlaubt, irgendwo in einem Land der Erde glücklich zu sein. Denn nur, wenn man zufrieden ist, kann man glücklich sein und vielleicht auch sich und andere oder die Gegebenheiten so annehmen, wie sie sind. Und dies ist individuell verschieden und sehr persönlich. Und wer diese Zufriedenheit in D nicht findet, soll woanders auf die Suche gehen, und derjenige der vergeblich versucht hat, sie in S nach einem Umzug aus D zu finden, soll sein Glück wieder in D suchen. Das ist der Bezug zum Thema.

Wir meinen da schon das gleiche, nur aus verschiedenen Perspektiven ... ich aus der zufriedenen Ecke ... Du aus der gefrusteten ... warum bist Du gefrustet und ich nicht ... liegt es wirklich nur an Göteborg/kleinem Örtchen oder sind die Gründe nicht vielfältiger und auch in uns selbst zu suchen

Ja, der "Wohlfühlfaktor" ... meinst Du anders aussehende Ausländer in D werden von uns Deutschen besser behandelt? Auch da gibt es Ressentiments und Diskriminierungen unter vorgehaltener Hand ihnen gegenüber. Die Schweden sind vielleicht im allgemeinen nicht besser oder schlechter als wir in diesem Punkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 6. März 2010 14:21 
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Echt Hut ab wenn man so schreiben kann wie mein Nachbar aus Jämtland :D
Ich bin nach 3 oder 4 deutschen Sätzen schon am Ende.

Da ich dieses Thema eröffnet habe, möchte ich meinen Senf natürlich auch dazu geben.

Für mich ist es einfach nur wieder ein neuer Beweis wie unterschiedlich Schweden sein kann.
Mein Nachbar hat die gleichen Erfahrungen gemacht wie ich und ist dehalb auch gensuso glücklich wie ich hier oben.
Keiner von uns würde überhaupt an rückwandern nur denken :-) egal ob es Faxälven, Klockenstrand, ich oder Nachbarn aus dem Jämtland sind.
Hier ist nun mal das Leben nicht mit Stockholm oder Göteborg zu vergleichen und ich denke das man das auch neuen auswanderwilligen Lesern vermitteln sollte.
Nicht nur das negative von Südschweden und natürlich auch nicht nur das positive aus Nordschweden.
Aber das habe ich schon so oft versucht und irgendwie läuft es immer wieder aus dem Ruder.
Hier oben ist einfach alles anders, von Gesundheitssystem, Schulsystem, Mentalität über Dagis, um nur etwas zu nennen.
Wir dürfen neuen Usern Schweden nicht als ein grossen Land beschreiben, in dem alle Schweden gleich sind. Das gibt es schliesslich auch nicht in Deutschland. Auch De ist gross und alle Menschen sind unterschiedlich, vom Süden bis hin zum Norden.
Aber wie gesagt das habe ich schon so oft geschrieben und leider sind wir hier oben einfach zu wenige um den Rest davon zu überzeugen, wie herrlich es hier ist.

In diesem Sinne einen schönes Wochenende
Älven

_________________
Människans bästa vän ha fyra ben och kallas.....sofa


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 6. März 2010 15:08 
Ich wollte immer schon in den Norden Schwedens, nie nach Süden....ihr sprecht mir aus der Seele!
Auch wenn die Postings nichts mit Rückwanderung an sich zu tun haben, wobei...eigentlich schon, es geht ja immer um den Aspekt DE/SE...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 4. April 2010 19:27 
Neuling
Neuling

Registriert: 25. April 2008 11:46
Beiträge: 3
Danke für die wunderbare Beschreibung über das Leben und Zusammenleben in Schweden.
Berüflich und auch turistisch bin ich seit zehn jahren sehr oft in Schweden. Darum kann ich diese Beschreibung voll nachvollziehen und nachfühlen. Auch ich habe ähnliche Erfahrungen in und mit Schweden machen dürfen.
Wenn ich in Deutschland Fernweh bekomme, dann begehe ich sehr oft "Republikflucht", mittels Internet nach Schweden.
Was würde ich geben, wenn ich schon jetzt in der Lage wäre, nach Schweden auszuwandern.
Noch einmal herzlichen Dank.
Gewesa


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 7. Mai 2010 09:17 
Hiho,

erstmals guten morgen an alle :goodman:

Wir sind jetzt auch fast 3 Jahre hier und wir werden auch wieder zurück gehen nach Deutschland. Wir brechen aber nicht alle Zelte ab....

Wir leben hier auf eigene Kosten ...mein Mann macht in Deutschland weiter Aus-Fortbildungen und konnte daher auch keinen Job hier in Schweden beginnen.
Zumal man doch im Hinterkopf hat, lieber sich fortbilden als gar nichts tun und vielleicht kann man es ja gebrauchen.
Wir hatten es zwar versucht einen Job zu bekommen...leider hatten wir kein Glück damit oder es wäre zu weit entfernt gewesen so dass das Einkommen zum Auskommen nicht gereicht hätte.


Erst jetzt schätze ich Deutschland mit seinem Auffangsystem. Das habe ich dazu gelernt. Nicht das wir es nutzen möchten.....Nein um Gottes Willen.....aber dieses Gefühl....einfach zu wissen du stirbst keinen Hungertod ....ja das gibt mir Sicherheit.

Und ja ,vor allem wenn man Kinder hat.



Meine Kinder haben hier ihre schönsten Schuljahre ...kein Druck, wenig Hausaufgaben..soviel Landschaftsaktivitäten mit der Schule werden Sie nie wieder bekommen.
Dieses wir brüten mal eben Hühner in der Schule aus oder wir suchen nach Steinzeit Geräte oder
wir gehen so oft wie möglich schwimmen mit der Schule. Die herrlichen langen Ferien :lol:

Sie haben profitiert...da bin ich mir Sicher.
Sie haben die Sprache perfekt erlernt...ich werde alles dran setzen das sie die sprache auch nicht wieder verlernen.
Sie haben so viel dazu gelernt, das wäre in Deutschland mit Sicherheit nicht passiert. Dieses aufgeschlossene, dieses praktische. Einfach alles ist positive für die Kiddies hier.

Irgendwann kommen wir auch wieder zurück...da bin ich mir Sicher.
Deswegen ziehen wir auch nicht allzu weit ins innere von Deutschland...das wir gaaanz schnell mal wieder rüber fahren können.

Wir suchen unser kleines Schweden in Deutschland....mit abgeschiedenen Haus,Häststelle und Schwimmmöglichkeiten. :lol:

Auf was ich mich freu in Deutschland? Hmmm....auf dieses abgesichert sein. Auf das Shopping ohne Kilometerweiten gefahre auf die Auswahl, auf das weggehen ohne lange Fahrzeiten.
Okay....auch aufs Essen. :essen:

Alles in allem .....schade......aber wir kommen wieder...keine frage


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 23. November 2010 11:10 
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Hej,
habe mal alle Beiträge in diesem tread durchgelesen. Man das war zum teil total interresant.
Mich würde mal interresieren was aus den Leuten geworden ist, die wieder zurück gezogen sind oder es noch vorhaben, geworden ist.
lg zwockelchen

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Es ist überall schön, wo man sich wohl fühlt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 23. November 2010 11:35 
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Hej Anja!
zwockelchen hat geschrieben:
Mich würde mal interresieren was aus den Leuten geworden ist, die wieder zurück gezogen sind oder es noch vorhaben, geworden ist.
lg zwockelchen


Also uns geht es nach 3 Jahren immer noch sehr gut, wir haben es sehr schön hier getroffen und fühlen uns wohl.....auch im Sommerurlaub
in Schweden war uns klar: Wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Schweden ist ein tollen Land, aber Deutschland auch!
Lycka till....und LG

:smt006

gottfried


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 25. November 2010 10:32 
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Beiträge: 22
zwockelchen hat geschrieben:
Mich würde mal interresieren was aus den Leuten geworden ist, die wieder zurück gezogen sind oder es noch vorhaben, geworden ist.

Mich auch. Gibts vielleicht irgendwo ein Forum typ "Wiedereinwanderer nach Deutschland"?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 25. November 2010 11:48 
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Beiträge: 247
Wohnort: Deutschland
Realist hat geschrieben:
Mich auch. Gibts vielleicht irgendwo ein Forum typ "Wiedereinwanderer nach Deutschland"?

Ich denke mal so was gibt es auch. Heut zu Tage gibt es doch fast alles.
Darf ich fragen bist du wieder zurück oder möchtest du?
lg zwockelchen

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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 25. November 2010 12:00 
Alter Schwede
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Wenn es schon die Sendung für Rückwanderer gibt, gibt es dann auch was für Weiterwanderer?
Wir wissen ja noch nicht was aus uns wird. Wir wissen, dass wir hier nicht alt werden wollen. Ich will nicht (so schön es ja hier ist) jetzt schon festlegen, dass ich für immer an einem Ort bleibe. Aber zurück nach Deutschland? neee. Nicht weil es da so schlecht wäre. Isses nicht. Aber das kenn ich doch schon. Und Schweden dann ja auch. Hm. Was gibets sonst noch? Frankreich, Italien, England... Ach ja, mal sehen wo es uns noch so hintreibt. Vielleicht bleiben wir, villeicht gehts nach Deutschland oder doch wo ganz anders hin? Ich mag es noch nicht entscheiden. Aber wäre spannend zu sehen was andere so für Stationen einlegen :)

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Rueckwanderung
BeitragVerfasst: 25. November 2010 12:08 
Alter Schwede
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Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
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sicherlich wird es sowas geben, bei den Fernsehsendungen ist es aber ähnlich, wie bei den Auswanderen....die guten und vorbereiteten Leute lassen sich eh nicht filmen, weil sie für sowas weder die Nerven haben, noch hätten sie es nötig. (Ausnahmen bestätigen die Regel...so wie überall).

Ich denke, wichtig ist immer eine Rückkehr ohne Groll...weder auf sich noch auf´s Land. Man kann auf gewissen Leute böse sein, aber nicht auf ein ganzes Land.
Und wenn man zurückkehrt, dann mit hocherhobenen Kopf...man ist nicht gescheitert, sondern hat etwas erlebt und getan, wovon viele nur reden, aber nie in Angriff nehmen.

Grüsse JANA

_________________
Man muss 1000 Dinge machen um zu beweisen wie toll man ist.. Aber nur einen Fehler begehen, um nichts mehr wert zu sein !


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