Rückwanderung?

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blueII
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Re: Rückwanderung?

Beitragvon blueII » 5. Dezember 2008 12:46

Hej

ich mußte öfters an unsere arme Snickare denken.

Hat irgendjemand was von ihr gehört oder weiß wie es ihr geht??

Stimmt mich schon wieder ganz traurig.

Lg
Heike

McGarry14101976
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Re: Rückwanderung?

Beitragvon McGarry14101976 » 5. Dezember 2008 17:09

Das darf man schon sagen - der österreichische Charme ist schwer zu schlagen.
In Österreich verspürt man schon eine gewisse Heiterkeit - wie heißt es so schön:


Man soll sich aber davon nicht blenden lassen, es gibt auch hier viele Selbstmorde, viele unzufriedene Leute und wir neigen dazu, gerne alles krankzujammern. Doch was Schweden betrifft, sind wir meilenweit davon entfernt.

Mein Entschluss ist mehr als klar. Urlaub in Schweden gerne, Leben niemals! Nach einem Monat wäre ich ohnehin zurück.

Noch mehr Heiterkeit verspürte ich so im Raum Andalusien, oder in Süditalien, wobei hier auch sehr viele Probleme dazukommen. Aber in Spanien kannst sofort mal mit einem ins Quatschen kommen, das ist dort echt kein Problem. Interessanterweise sind die Dänen laut vieler Statistiken viel heiterer als die Schweden und ich teile diese Meinung. In Dänemark sind die Leute wirklich offener, aber das weite Land bildet eben keine Scheuklappen :)

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Imrhien
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Re: Rückwanderung?

Beitragvon Imrhien » 5. Dezember 2008 17:19

Nein, ich habe auch nichts von ihr gehört. Denke aber auch ab und an an sie und frage mich wie es ihnen geht.
Vielleicht weiss ja jemand was oder sie meldet sich mal wieder. Wäre schon schön zu wissen ob es ihr wieder besser geht.

svgs7

Re: Rückwanderung?

Beitragvon svgs7 » 6. Dezember 2008 12:52

Hi,
meine Tochter sitzt verheiratet mit einem Schweden seit 8 Jahren in Göteborg. Vor 2 Jahren kam die Kleine auf die Welt, seitdem sitzt meine Tochter in einer Depression.
Keine Angebote für Mütter und Kleinkind; ab 1 Jahr schieben Schweden die Kinder in den "Dagis" ab, wo überfordertes Personal den Kleinen an der Eingangstür schon einmal den geliebten Schnuller abnimmt und an einen Haken hängt, wo er dann beim Nachhausegehen (oft erst am Abend) wieder ausgehändigt wird.
Ich kann jetzt hier nicht noch weiter auf die Schrecklichkeiten und das Elend der Kleinen eingehen. Vielleicht sind Schweden deshalb so bindungsunfähig und zeigen wenig Gefühl, Flexibilität und Individualität.
Meine Tochter hat ihre Arbeit gekündigt, sich lebensmässig eingeschränkt und wartet auf die passende Gelegenheit, den "Abflug" nach Berlin zu machen. Beide, Mutter und Kind sind total unterstimuliert und traurig. Die offenen Kindergärten (wo die Mutter mit sein kann), werden nach und nach aus finanziellen Gründen geschlossen. Der Ehemann, typisch schwedisch, versteht nicht das Leid seiner Frau. Er reicht doch, passiv zu sein und von einem besseren Leben zu träumen......
Habe selbst 7 Jahre in Uppsala gelebt, was mir auch andererseits sehr gut getan hat. Damals waren die Zeiten allerdings noch besser. Später hatte ich dann doch die Kälte und die langen Reisen zum anderen Kontinent satt; zum Schluß hatte ich dort das Gefühl, daß ich nur auf den Tod warte......
Gott sei Dank ist mir der Absprung in ein neues, gutes Leben gelungen. NIE MEHR ZURÜCK; nur evtl. im Sommer Urlaub dort.l

nysn

Re: Rückwanderung?

Beitragvon nysn » 6. Dezember 2008 13:23

Vor 2 Jahren kam die Kleine auf die Welt, seitdem sitzt meine Tochter in einer Depression.
Keine Angebote für Mütter und Kleinkind;


Das ist wirklich traurig - doch kein Einzelfall.
Ich hatte selbst ziemliche Schwierigkeiten, gerade als mein Sohn so klein war.
Was mir geholfen hatte und wo ich auch viele andere nette Mütter getroffen hatte, aus denen sich dann sogar allmählich echte Freundschaften entwickelt haben, war die Krabbelgruppe der Deutschen Christinengemeinde in Göteborg. Es gibt verschiedene Gruppen für die ganz kleinen bis 3 Jahre und für die etwas größeren - bis 4-5 Jahre. Die Teilnahme ist völlig kostenlos und die Räumlichkeiten sind schön, hell und zentral zu erreichen, Mitten in der Innenstadt (Victoriagatan).

Schau mal nach unter:

http://www.svenskakyrkan.se/tyska/

Es spielt dort wirklich überhaupt keine Rolle, ob man religiös ist oder einen ganz anderen Glauben hat als den christlichen - man wird dort auch nicht irgendwie "bekehrt" oder "missioniert" - die Leute dort sind wirklich nur nett.

Der Ehemann, typisch schwedisch, versteht nicht das Leid seiner Frau. Er reicht doch, passiv zu sein und von einem besseren Leben zu träumen......


Vielleicht wäre es dann gerade auch gut, sich mal "außerschwedisch" zu unterhalten -also mit Müttern, die eben auch aus Deutschland kommen und ähnliche Erfahrungen/Probleme haben wie deine Tochter.

Ich wünsche ihr auf jeden Fall alles Gute, viel Glück und dass es mit der Zeit für sie besser wird.

S-nina

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Re: Rückwanderung?

Beitragvon Aelve » 6. Dezember 2008 13:37

Hallo,

mal ein Tipp, falls jemand in der Nähe von Göteborg wohnt oder Westküste Ecke Varberg oder Mark Kommune. Bei Torestorp gibt es ein schwedisches Ehepaar, die haben in ihrer Scheune eine Webschule eingerichtet. Dort kann man an bestimmten Tagen weben üben. Es sind dort 5-6 Webstühle vorhanden und man lernt dann unter Anleitung das Weben. Wir haben uns auch einige Webarbeiten angeschaut, die waren sehr schön, z.B. kleine Teppiche, Übergardinen, Decken usw. Solche Kurse bieten ja auch die Möglichkeit der Kontaktaufnahme und evtl. daraus entstehender Freundschaften. Da in dem Gebiet auch einige Deutsche Ferienhäuser besitzen, wäre es sicherlich auch möglich, Deutsche dort zu treffen.

Grüße Aelve
Zuletzt geändert von Aelve am 6. Dezember 2008 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon vinbär » 6. Dezember 2008 13:43

Leider gibt es wirklich nicht ueberall ein Angebot fuer Muetter mit Kindern, bin selber gerade "verzweifelt" am suchen, aber es sieht ausserhalb der grossen Städte nicht gut aus. Sehne mich diesbezueglich gerade auch nach D. Deutsche Gemeinde gibt es hier leider auch nicht. :(
Alles Gute nach Göteborg, dort muss es doch was geben. Die BVC hat mancherorts auch Infos ueber die Angebote der kirchlichen und freien Träger.

McGarry14101976
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Re: Rückwanderung?

Beitragvon McGarry14101976 » 6. Dezember 2008 13:50

Hi,
meine Tochter sitzt verheiratet mit einem Schweden seit 8 Jahren in Göteborg. Vor 2 Jahren kam die Kleine auf die Welt, seitdem sitzt meine Tochter in einer Depression.
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Ich kann jetzt hier nicht noch weiter auf die Schrecklichkeiten und das Elend der Kleinen eingehen. Vielleicht sind Schweden deshalb so bindungsunfähig und zeigen wenig Gefühl, Flexibilität und Individualität.
Meine Tochter hat ihre Arbeit gekündigt, sich lebensmässig eingeschränkt und wartet auf die passende Gelegenheit, den "Abflug" nach Berlin zu machen. Beide, Mutter und Kind sind total unterstimuliert und traurig. Die offenen Kindergärten (wo die Mutter mit sein kann), werden nach und nach aus finanziellen Gründen geschlossen. Der Ehemann, typisch schwedisch, versteht nicht das Leid seiner Frau. Er reicht doch, passiv zu sein und von einem besseren Leben zu träumen......
Habe selbst 7 Jahre in Uppsala gelebt, was mir auch andererseits sehr gut getan hat. Damals waren die Zeiten allerdings noch besser. Später hatte ich dann doch die Kälte und die langen Reisen zum anderen Kontinent satt; zum Schluß hatte ich dort das Gefühl, daß ich nur auf den Tod warte......
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Traurig, wie man in einem reichen Land dort mit Menschen bsw Kindern umgeht. Wenn das ein Italiener liest, glaube ich fliegt der aus allen Wolken.

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Re: Rückwanderung?

Beitragvon Aelve » 6. Dezember 2008 13:58

Hallo McGarry,

das ist sicherlich örtlich bedingt, wenn solche Dinge beschrieben werden. In der Mark Kommune Öxabäck gehen die Kindergärtnerinnen sehr liebevoll mit ihren anvertrauten Kindern um. Eine Übersiedlerin, deren Kind erst 2 Jahre alt war, hat sehr geschwärmt von der Dagis. Sie und ihr Mann durften abwechselnd lange mit im Dagis sein, bis sich das Kind eingewöhnt hat. Das Pärchen ist jetzt in einen anderen Ort Nähe Borås gezogen, auch dort wird das Kind im Dagis sehr liebevoll betreut. Ich habe einige Fotos bekommen, das dort tolle Feiern in den Dagis veranstaltet werden. Und die Betreuungszeiten sind flexibel, so dass die Mutter (Krankenschwester von Beruf) das Kind je nach Arbeitszeit dort gut aufgehoben weiß. Gerade das bekannte Pärchen war sehr darauf bedacht, dass das Kind sich wohl fühlt und das tut es.

Hier ist mal ein Auszug vom letzten Jahr, welches das Pärchen auf seinem Blog veröffentlicht hat:

Also, mein Kind geht seit 2 Tagen in die Dagis... Die ist jetzt sooo groß (jammer). Aber es gefällt ihr total gut. Wir haben einen Stundenplan bekommen, wo drin steht, an welchem Tag wir wie viele Stunden machen, wann sie mal mitisst / Mittagsschlaf ausprobiert etc. Für die gesamte Einschulungszeit sind 2 Wochen vorgesehen, und dann wird mal geguckt, wie es läuft. Das Schöne ist ja, dass so lange Frank oder ich zur Schule gehen, sie immer nur im Höchstfall 4 Stunden pro Tag da ist.
Die Dagis hat mit Noa insgesamt 15 Kinder im Alter von 1 - 5 Jahren (und es sind eigentlich tagsüber 3 Betreuerinnen da...). Neben Noa gibt es noch ein weiteres Mädchen in ihrem Alter (sie ist genau 1 Woche älter, geht seit August in die Dagis (von 7 - 17 Uhr...) und es läuft bei ihr total gut). Die anderen Kinder sind etwas älter aber total lieb. Für die ersten 2 Tage waren Noa und das Mädchen in ihrem Alter eigentlich immer mit der Leitung und mir alleine drinnen, die anderen Kinder haben in der Zeit draußen gespielt (damit nicht so viel Trubel für den Anfang ist). Das klappte ziemlich gut, bis auf dass das andere Mädchen ab und zu mal kurz haut (nicht doll - sie hat nen älteren Bruder und ist dementsprechend etwas robuster im Umgang) - und wer Noa kennt, der weiß, dass sie dann sofort in Panik und großes Angstgebrüll ausbricht... Ich hoffe, die zwei arrangieren sich noch mal, denn die andere ist echt süß. Und es würde altersmäßig super passen.
Noa gefällt es bis jetzt super, sie will eigentlich danach nicht nach Hause. Gutes Zeichen. Die Dagis ist aber auch klasse, hat viele Räume, tolles Spielzeug und die Betreuerinnen haben echt die Ruhe weg...

Grüße Aelve
Zuletzt geändert von Aelve am 6. Dezember 2008 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rückwanderung?

Beitragvon priscilla » 6. Dezember 2008 14:24

Hallo!

Meine Jüngste ist seit November in der Förskola. Sie ist ein Jahr alt. Der Schnuller wird ihr auch gleich abgenommen, wenn es in die Gruppe geht. Aber ich denke das hat auch damit zu tun, daß die kleinen nicht dauernd den Nuckel im Mund haben sollen. Schon allein wegen der Zähne. Und wenn meine kleine doch sehr müde ist, bekommt sie den dann auch wieder.

Wegen etwaiger Treffen von Müttern kann man sich auch bei der Distriktssköterska oder aber der Vårdcentral informieren. Meistens gibt es dort diese Sachen schon an so einer Art Pinwand zu lesen. Ansonsten kann man ja auch mal in der Förskola bzw. Dagis anfragen mit welchen Kindern das eigene Kind häufig spielt und diese Kinder mitsamt Mutter mal zu sich nach hause einladen. Dadurch kommt man dann auch ins Gespräch und kann sich super über viele Sachen austauschen.


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