Rüben verziehen

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Petergillarsverige
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Rüben verziehen

Beitragvon Petergillarsverige » 25. Juli 2012 15:16

Im Lindgren Buch "Wir Kinder aus Büllerbü" verziehen die Kinder Rüben. Hier in Deutschland säht man mit der Maschine Rüben in dichten Reihen und hakt dann einen Teil davon weg, damit sich der Rest weiter entwickeln kann. Sobald die Rüben groß genug sind kann man die raushacken und nennt das Rüben verziehen.
In kargen Gegenden, Eifel z.B. zieht man die Rüben vor und pflanzt sie dann ins Feld, sobald es warm genug ist. Das nennt man aber nicht "verziehen", sondern pflanzen oser setzen.
Da die Kinder auf dem Boden knien kann ich mir eher vorstellen, dass die Übersetzer das pflanzen "verziehen" genannt haben. Wegen der kurzen Vegetationsperiode hat es Sinn die Rüben vorzuziehen.
Hat da jemand genauere Kenntnisse? Ich hab das Buch allerdings nicht in schwedisch.
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Re: Rüben verziehen

Beitragvon annie » 25. Juli 2012 19:03

Hallo Peter,

Futterrueben sind hier auf der Westseite des Vättern heute nicht als Futtermittel im Einsatz.
Ich habe selbst Rueben verzogen, dann geerntet und kenne deren Verwendungszweck.
So schaute ich anfangs auch hier, was den so das Vieh bekommt.
Keine Futterrueben!
Tiefer habe ich nicht gegraben.

Es gruesst Annie(kein Ruebenfresser)

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Re: Rüben verziehen

Beitragvon meckpommbi » 25. Juli 2012 19:18

naja man kann ja auch zucker draus machen :)
rueben vorziehen bis hoehe värmland sicher nicht
gruss meck die gegen einen wruckeneintopf nichts hat

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Re: Rüben verziehen

Beitragvon Henrik der Wikinger » 25. Juli 2012 20:17

Petergillarsverige hat geschrieben:Im Lindgren Buch "Wir Kinder aus Büllerbü" verziehen die Kinder Rüben. Hier in Deutschland säht man mit der Maschine Rüben in dichten Reihen und hakt dann einen Teil davon weg, damit sich der Rest weiter entwickeln kann.


Rüben werden -wie übrigens auch Mais- nicht "gesät" sondern "gelegt". Nur als kleiner Klugscheißer-Hinweis am Rande... ;)

Petergillarsverige hat geschrieben:Sobald die Rüben groß genug sind kann man die raushacken und nennt das Rüben verziehen.


Nein nein, nicht die Ernte nennt man "verziehen", sondern das vereinzeln - du nennst es weghacken- der frisch aufgelaufenen Sämlinge.

Petergillarsverige hat geschrieben:In kargen Gegenden, Eifel z.B. zieht man die Rüben vor und pflanzt sie dann ins Feld, sobald es warm genug ist. Das nennt man aber nicht "verziehen", sondern pflanzen oser setzen.


Ja, da sind die Begrifflichkeiten korrekt. Allerdings kenne ich NIEMANDEN der Futterrüben vorkultiviert. Das würde sich schlicht nicht lohnen. Anders sieht das bei Gemüse aus. Dort ist Vorkultur nicht nur üblich, sondern es gibt sogar Betriebe die nichts anderes machen als GemüseVORkultur - und zwar året om.

Petergillarsverige hat geschrieben:Da die Kinder auf dem Boden knien kann ich mir eher vorstellen, dass die Übersetzer das pflanzen "verziehen" genannt haben. Wegen der kurzen Vegetationsperiode hat es Sinn die Rüben vorzuziehen.


Naja, ich kann mich noch gut an meine Kindertage auf dem Rübenacker erinnern. Es ist schon gut möglich das der Text richtig übersetzt ist. In welcher Jahreszeit findet das denn statt? Gibt es da nen Hinweis zu?

meckpommbi hat geschrieben:naja man kann ja auch zucker draus machen :)


Naja, dafür gibt es aber andere Rüben.... nämlich spezielle Zuckerrüben. :)

Gruß :smt006

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Re: Rüben verziehen

Beitragvon annie » 25. Juli 2012 20:29

Das geht ja richtig zur Sache mit den Rueben!
Meckpommbi, die Wrucke - auch bekannt als Mecklenburger Ananas, ist die Kohlruebe, die gibt es selbst hier in der Gemueseabteilung.
Schön mit geräuchertem Bauchfleisch wirklich gut essbar.

Annie

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Re: Rüben verziehen

Beitragvon meckpommbi » 25. Juli 2012 23:05

nu hab ich nicht wirklich ahnung von rueben weder der kohl zucker oder futterruebe
eins weiss ich aber gewiss vorziehen tut die bestimmt niemand die vorstellung fand ich echt putzig
ich musste nie rueben verziehen gott sei dank nur wruckeneintopf den habe ich oefters gegessen :lol:
irgendwie find ich diesen tread echt gut er hat humorkapital :goodman:
gruss meck

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Re: Rüben verziehen

Beitragvon Henrik der Wikinger » 26. Juli 2012 07:47

meckpommbi hat geschrieben:ich musste nie rueben verziehen gott sei dank


Hej,

ich MUSSTE es auch nie.. aber ich habe es freiwillig und gern gemacht weil ich es ziemlich lustig fand.

Gruß :smt006

Henrik
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Re: Rüben verziehen

Beitragvon Petergillarsverige » 26. Juli 2012 08:30

Natürlich sind die Geschichten von Büllerbü gewissermaßen Fiktion, aber ich denke Astrid hat dabei realistische Geschehnisse verarbeitet.
Haben die Kinder damals die Rüben vorgezogen und dann auf das Feld gesetzt, oder vereinzelt?

Oder wurden diese mit Maschienen gelegt und dann weggehakt?

Das war die Frage.
Humorkapital dürfen meine Postings immer haben.
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Re: Rüben verziehen

Beitragvon Henrik der Wikinger » 26. Juli 2012 11:59

Petergillarsverige hat geschrieben:Natürlich sind die Geschichten von Büllerbü gewissermaßen Fiktion, aber ich denke Astrid hat dabei realistische Geschehnisse verarbeitet.


Hej,
ja, hat sie sicherlich.

Petergillarsverige hat geschrieben:Haben die Kinder damals die Rüben vorgezogen und dann auf das Feld gesetzt,[...]

Nein, sicherlich nicht!

Petergillarsverige hat geschrieben:[...] oder vereinzelt?

Oder wurden diese mit Maschienen gelegt und dann weggehakt?

Vereinzeln/verziehen/weghacken ist (in diesem Fall) alles das Gleiche. Und ja, genau so wird es gewesen sein.
Heute wird oft pilliertes Saatgut genommen und Einzelkornsämaschinen verwendet so das das verziehen nicht mehr notwendig ist.

Petergillarsverige hat geschrieben:Das war die Frage.

Ich hoffe ich habe deine Frage jetzt beantwortet.

Gruß :smt006

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Re: Rüben verziehen

Beitragvon Petergillarsverige » 26. Juli 2012 13:11

Ja, danke. Das muss ich meinen Kindern immer erzählen, wenn ich die Geschichten vorlese. Ich lese immer eine Geschichte im Kindergottesdienst vor. So hab dann jedes Jahr 5 bis 10 neue Kinder die die Geschichten hören.
Es gibt da so schöne Ansätze, wie Schneelaternen z.B., oder Tannenbaum in der Mitte der Wohnstube damit man drum herum tanzen kann.
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