Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

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svenska-nyheter
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Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

Beitragvon svenska-nyheter » 12. Mai 2008 10:20

Ein Drittel der schwedischen Privathaushalte hat keine finanziellen Reserven für den Fall größerer Teuerungen. Eine Untersuchung mehrerer Versicherungsgesellschaften hat ergeben, dass 34 Prozent der Familien ihre Wohnung aufgeben müssten, wenn die Lebenshaltungskosten um umgerechnet 200 Euro steigen sollten oder sich die Einkommen in diesem Umfang verringern würden. Bei einer Verschlechterung der finanziellen Lage um 500 Euro würden sich zwei Drittel der Befragten genötigt sehen, ihre Wohnung zu kündigen. Die Versicherungen hatten die Umfrage veranlasst, weil die steigenden Kosten für Lebensmittel, Treibstoffe und Heizung in der Bevölkerung zunehmend Besorgnis auslösen.




(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

helden

Re: Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

Beitragvon helden » 12. Mai 2008 21:22

Hallo zusammen,

wie seht ihr es?

Also 200 Euro könnte man schon mit Einsparungen wieder reinholen.

Aber Wohnung aufgeben?

Bild

Gut 500 Euro wird schon schwieriger..

Krass, die Schweden. Sind wirklich soviele verschuldet?

Bild

Schöne Grüße

Zdenek

Sabine

Re: Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

Beitragvon Sabine » 12. Mai 2008 21:32

helden hat geschrieben:Hallo zusammen,
wie seht ihr es?
Also 200 Euro könnte man schon mit Einsparungen wieder reinholen.
Zdenek

Fragt sich nur wo??Auch ein Großteil der deutschen Bevölkerung lebt gerade mal sooo.
Ich kenne nur wenige,die es sich "leisten" könnten noch mehr Geld einzusparen!Und dann auch noch 200 Euro??
Gruß
Sabine

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trollebjär
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Re: Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

Beitragvon trollebjär » 13. Mai 2008 04:48

helden hat geschrieben:
Krass, die Schweden. Sind wirklich soviele verschuldet?

Schöne Grüße

Zdenek


In Schweden ist ja der Anteil der Hausbesitzer ja recht hoch. Viele junge Familien kaufen sich ein Haus, viele ohne nennenswerte Rücklagen. Ist ja aber auch keine Schande, Schulden zu machen und zu haben. Und die können bei einem Hauskauf ja ziemlich hoch werden. Ich habe genügend Bekannte und Kollegen, die ein tilgungsfreies Darlehen haben. Da werden die Kosten ja auch nicht geringer mit der Zeit. Jo, da leben einige am Limit.

M

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Skogstroll
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Re: Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

Beitragvon Skogstroll » 13. Mai 2008 08:06

Sind euch schon mal die vielen dicken Autos in Schweden aufgefallen? Gut, viele sind recht betagt, aber Kleinwagen sieht man kaum. Dazu kommen die vielen Besitzer von Haus oder bostadsrätt. Und das Ganze muss man vor dem Hintergrund der in den meisten Fällen eher geringen Einkommen sehen.
Wie man sich das leisten kann? Auf Pump natürlich! Das meiste, was man kaufen kann, kann man auf Kredit kaufen, und von dieser Möglichkeit wird gern Gebrauch gemacht. Die z.T. sehr freizügige Kreditvergabe ist auch gerade erst heftig in die Kritik geraten (insbesondere SMS-Kredite), da sie zu einer Welle privater Insolvenzen geführt hat.

Skogstroll

nysn

Re: Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

Beitragvon nysn » 13. Mai 2008 08:22

Sind euch schon mal die vielen dicken Autos in Schweden aufgefallen? Gut, viele sind recht betagt, aber Kleinwagen sieht man kaum. Dazu kommen die vielen Besitzer von Haus oder bostadsrätt. Und das Ganze muss man vor dem Hintergrund der in den meisten Fällen eher geringen Einkommen sehen.
Wie man sich das leisten kann?


In Schweden basiert alles darauf, dass man zwei monatliche Einkommen hat - die Schweden fühlen sich im Allgemeinen "reich", wenn sie am Ende des Monats noch ein paar Tausend Kronen übrig haben und wenn ihnen die Bank einen Kredit bewilligt.
Das kann ich auch von meinem Umfeld bestätigen - als die Hauspreise in den letzten Jahren immer mehr anstiegen, "glaubten" viele sie wären noch "reicher" geworden - es wurden neue Küchen angeschafft, der alte Volvo/Saab wurde gegen einen flotten BMW ausgetauscht und viele konnten sich ein kleines Freizeitboot anschaffen und eine Reise nach Thailand geht auch noch - alles auf Kredit natürlich - das Haus hat an Wert zugenommen - die Bank leiht mehr aus - hipp hipp, wir sind REICH!

Rücklagen, z. B. für das Studium der Kinder usw. werden in der Regel nicht gebildet - man verlässt sich auf den "Sozialstaat" und darauf, wenn es konjunkturell schlechter gehen sollte, man dann mit diversen Zuschüssen (bidrag) von Vater Staat noch aus der Misere gerettet wird. Ähnlich war es ja in den 90er-Jahren, als es zu einem Einbruch kam und viele Banken konkursreif waren, weil sie zu freizügig Kredite vergeben hatten.

Der Verschuldungsgrad heute dürfte ähnliche Ausmaße haben wie damals in den 90ern - doch dass sich eine ähnliche Krise wie in den USA ergeben könnte, das wird von den meisten bezweifelt.

Das war übrigens mein erster Eindruck von Schweden als ich vor gut 13 Jahren hierher kam - alles sah von außen irgendwie gut aus - aber wenn man etwas an der Fassade kratzte, kam doch ganz schön viel "Rost" zum Vorschein. Alles ist irgendwie IKEA - sieht gut aus - hält aber meistens nicht, was es verspricht!

S-nina

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Re: Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

Beitragvon stavre » 13. Mai 2008 09:39

stellt euch mal vor,die schwedische regierung würde zum euro wechseln.in D ist doch alles doppelt so teuer geworden.was wäre dann mit schweden........

Zschirli

Re: Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

Beitragvon Zschirli » 13. Mai 2008 10:00

Um Himmels Willen! Sag doch nicht sowas!
Ich will die Kronen behalten!!!

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Re: Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

Beitragvon stavre » 13. Mai 2008 10:03

aber die diskusionen kommen doch immer wieder auf.

Zschirli

Re: Reserven für steigende Lebenshaltungskosten begrenzt

Beitragvon Zschirli » 13. Mai 2008 10:25

Gluecklicherweise war die Mehrheit bisher immer noch fuer die Kronen. Befuerchte nur, dass sich das irgendwann mal ändert :( . Aber alle Schweden, die ich jemals kennengelernt habe, sind gegen den Euro...
Hoffe also...


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