Religiöse Freischulen: "Schweden ist naiv"

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Petergillarsverige
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Re: Religiöse Freischulen:

Beitragvon Petergillarsverige » 22. Januar 2013 18:21

So, ich hab Feierabend, meine Studenten sind weg und ich hab etwas Zeit zum schreiben. Ansonsten schreibe ich in Pausen meiner Arbeit.
Heike kritisiert folgende Aussage:

Ich bin genügend Homosexuellen begegnet die ihre Situation als Krankeit begriffen haben und Heilung wünschten. Wenn das machbar ist, sollte man es ihnen nicht verweigern.

Das ist meine Erfahrung und Feststellung. Niemals habe ich dabei die mir von Heike unterstellte Aussage gemacht:
Peter hat meinen Sohn als krank bezeichnet und klagt mich an, aufgrund Erziehungsfehler in seiner Kindheit dafuer verantwortlich zu sein.
Das ist deine, falsche! Interpretation. Dein Sohn begreift seine Homosexualität nicht als negativ. Von daher gibt es nichts zu kurieren und auch du brauchst dir keine Vorwürfe zu machen.
Leider ist es aber so, dass es eben auch Menschen gibt die darunter leiden.
Roland Werner berichtet dieses in seinem Leben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Wer ... lit.C3.A4t
Wenn mich jemand bittet für ihn zu beten, werde ich das tun. Ärztliche Hilfe darüber hinaus kann ich ihm oder ihr vermitteln.

Nun hast du an vollkommen unbeteiligte Stellen eine Mail gesandt, ans Ministerium, Uni Ulm und an meinen Arbeitgeber. Bei den ersten beiden bin ich übrigens nicht tätig. Ich arbeite auch nicht als Staatsangestellter.
In der Mail hast du mir unterstellt ich würde Gewalt in der Ehe in Ordnung halten. Meine Arbeitszeit verbrate ich auch nicht mit diesem Hobby, sondern gehe in Pausen ins Forum, teilweise auch über Smartphone.
Ich finde das nicht schön von dir. Das hier ist ein Forum über freie Schulen.
Wir haben hier in Deutschland Religionsfreiheit. Ich darf die Aussagen der Bibel auch in der Öffentlichkeit zitieren. Was die Ursache der Homosexualität ist, so handelt es sich hierbei um Beiträge von mir im wissenschaftlichen Rahmen, die ich als früherer Angestellter einer medizinischen Organisation tätigte. Von der Tätigkeit finden sich in den Beiträgen Fragmente. Forschung ist in sehr weiten Bereichen frei und das ist gut so, denn nur die Freiheit der Forschung erlaubt wissenschaftlichen Fortschritt. Heute bin ich in ganz anderen Bereichen tätig und darum verschone bitte meinen Arbeitgeber mit Mails.
Hier noch mal kurz meine Aussagen:
- Menschen die unter ihrer sexuellen Orientierung leiden, müssen Hilfe erfahren dürfen.
- Wir Christen müssen das Recht haben unsere Kinder in den Aussagen der Bibel zu unterrichten. Wenn staatliche Schulen gegen unseren Glauben arbeiten, müssen wir das Recht haben eigene christliche Schulen zu gründen. Das gilt auch für andere Religionen. Wenn staatliche Schulen die Kinder aus islamischen Hintergrund zwingen Schweineschnitzel zu braten und zu essen, so ist doch wohl verständlich, wenn diese Gruppe eigene Schulen gründet. (Nur so als Beispiel)
- Meine religiöse Einstellung ist meine Sache, zum Thema freie Schulen habe ich mich hier geäußert. Das hat nichts mit meiner jetzigen Arbeit zu tun.
Liebe Heike, ich habe nie beabsichtigt deinen Sohn oder dich zu beleidigen. Ich finde es sehr schade dass du es so aufgefasst hast, ich bitte um Entschuldigung wenn ich nicht die richtigen Wörter gefunden habe um das Anliegen dieses Threads, freie Schulen, zu beleuchten.
Ich möchte dieses Thema nicht weiter hochkochen und hoffe wir können das nach dieser Klarstellung beenden.
Schön, wenn du mit deinem Sohn gut klar kommst, wenn dein Sohn damit klar kommt. Ich selber habe leider als Kind diesbezüglich etwas traumatisches durchgemacht.
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Re: Religiöse Freischulen:

Beitragvon HeikeBlekinge » 22. Januar 2013 19:37

In der Mail hast du mir unterstellt ich würde Gewalt in der Ehe in Ordnung halten.


Das ist inkorrekt!

Wenn du jetzt auch noch anfängst Luegen ueber mich zu verbreiten, sehe ich mich gezwungen mehr als nur deine Arbeitgeber ueber deine Äusserungen zu informieren.
Bedenke: Fuer diese Behauptung fehlt dir jeglicher Beweis, denn das habe ich in keinster Weise in irgendeiner Mail geschrieben!
Ich empfehle dir, diese Luege schnellstmöglich zurueck zu nehmen!

Alles andere ist korrekt: Es ist unfassbar, das Leute wie du, die eindeutig zu ihren extremen und wissenschaftlich wiederlegbaren Behauptungen stehen und diese rigoros verteidigen, unwissende Jugendliche oder junge Menschen unterrichten!
Es ist richtig, dass deine Vorgesezten nun Bescheid wissen.
Ich sehe es als meine Aufgabe an, Menschen wie dich, die solche Unwahrheiten auf geschickt verpackte Art und Weise in einem öffentlichen Forum verbreiten, dafuer verantwortlich zu machen - und ich habe durchaus keine Probleme mit dem Finger auf dich zu zeigen und laut auszusprechen, was andere nicht zu sagen wagen!
Da werden dir deine neuen Satzdrehungen wie "begriffen haben das sie krank sind" nicht weiterhelfen dich aus der Verantwortung zu ziehen!

Du hast dann ja Glueck kein Staatsangestellter zu sein, nicht wahr? In dem Falle hättest du wohl umgehend die Konsequenzen gespuert.
Gut finde ich aber die Aussage einer Mitarbeiterin, das so ein Verhalten (von einem Staatsangestellten) nicht tolerierbar wäre. Das liegt mir schriftlich vor.
Möge sich da ein jeder seinen kleinen Reim drauf machen und seinen Teil denken, weshalb das denn nur fuer Staatsangestellte gilt...

Mögen Menschen wir dir baldmöglichst Riegel vorgeschoben werden oder sie zumindest an ihre Grenzen verwiesen werden!


Als letztes möchte ich Beweise fuer folgende Behauptungen,@Peter:
- Wir Christen müssen das Recht haben unsere Kinder in den Aussagen der Bibel zu unterrichten. Wenn staatliche Schulen gegen unseren Glauben arbeiten, müssen wir das Recht haben eigene christliche Schulen zu gründen. Das gilt auch für andere Religionen. Wenn staatliche Schulen die Kinder aus islamischen Hintergrund zwingen Schweineschnitzel zu braten und zu essen, so ist doch wohl verständlich, wenn diese Gruppe eigene Schulen gründet. (Nur so als Beispiel)
Also dafuer,
1. inwiefern der Staat dir verbeitet deine Kinder in den Aussagen der Bibel zu unterrichten? Wo arbeitet der Staat gegen deinen Glauben? (Habt ihr Angst das der Glaube eurer Kinder nicht stark genug ist um in einer normalen Schule standzuhalten?)
2. Wo an staatlichen Schulen islamische Kinder gezwungen werden Schweinefleisch zu essen!

Du drehst dir deine Wahrheit mit immer unlogischeren Sätzen neu zurecht! Und das, weil dein Glaube meint ueber allem zu stehen.

Und merk dir eins: Du wirst mich oder meinen Sohn niemals beleidigen können! Du hast Menschen wie ihn und deren Eltern einzig und allein diskriminiert! Zwischen Beleidigung und Diskriminierung liegt ein kleiner, feiner Unterschied.
Ich wuensche dir, das du ihn zu erkennen vermagst und auch ansonsten noch möglichst viele Erleuchtungen!

klg
Heike

PS:
Die medizinisch angehauchte Organisation die diesen Namen nur als Deckmäntelchen trägt, und in der Peter laut eigener Aussage tätig war, möchte ich hier benennen:
http://eu-ae.com/index.php?option=com_c ... &Itemid=57
Besonders empfehlenswert sind die Artikel in dem als PDF lesbaren Blatt "Medizin und Ideologie", insbesondere die Schnappschuesse ueber eine Abtreibungsklinik in den USA oder ueber die FAZ und deren Glueckwuensche zu Alice Schwarzers 70ten Geburtstag.
Mehr Weltfremdheit und verda... geht fast nicht mehr!
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Re: Religiöse Freischulen:

Beitragvon Henrik der Wikinger » 22. Januar 2013 19:59

Petergillarsverige hat geschrieben:Leider ist es aber so, dass es eben auch Menschen gibt die darunter leiden.
Roland Werner berichtet dieses in seinem Leben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Wer ... lit.C3.A4t


Das hat überhaupt niemand bestritten, das es Leute gibt die drunter leiden. Die Hypothese, die hier vertreten wurde, und die ich stütze, ist, das es GRÜNDE gibt warum sie leiden. Und zwar weil die Gesellschaft (oder Teile davon) ihnen einreden das mit ihnen was nicht richtig sei! Sie leiden also nicht primär unter der Homosexualität, sondern unter dem Mobbing und dem daraus resultierenden Stress und darunter das sie dadurch bedingt ständig mit der Wirklichkeit im Krieg liegen anstatt ihre Homosexualität, die ihnen von der Natur geschenkt wurde(!!!), liebevoll anzunehmen.
Und auch wenn du es nicht wahr haben willst: Daran sind zu einem ganz großen Batzen die Kirchen schuld! Auf diesem Gebiet reichen sich Vertreter der unterschiedlichen Kirchen die Klinke in die Hand!

Petergillarsverige hat geschrieben:Wir haben hier in Deutschland Religionsfreiheit. Ich darf die Aussagen der Bibel auch in der Öffentlichkeit zitieren.

Mein Hauptproblem mit christlichen Bibellesern ist, das sie nicht lesen können :)
Beispiel: In der Bibel steht das Jesus sagte "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" Es müsste also Predigten geben, wie man sich selbst liebt. Habe ich aber noch nie etwas drüber gehört bei einem christlichen Prediger. Diese letzten 3 Worte werden gern von den Kirchen unter den Teppich gekehrt. Stattdessen redet man den Leuten ein Selbstliebe sei "Egoismus" und völlig verwerflich. Tatsache ist: Niemand kann jemand anderes mehr lieben als sich selbst! Das ist ein Grundgesetz des Lebens, und DAS hat Jesus hier gemeint. Das ganze Gerede von Schuld und Verdam'mnis das die christlichen Krichen verbreitet haben und den Menschen bis heute in den Knochen sitzt und das Leben schwer macht ist moralisch im höchsten Grade unverantwortlich und verwerflich! Darin sind sich meines Wissens auch alle großen religionsstiftenden Grundlagenschriften einig. Die Sufis sagen: Erst kommt die Liebe zum Ich, dann die Liebe zum Du und zum Schluss die Liebe zum Wir. Und das ist mir sehr viel sympathischer, und für mich auch sehr viel wahrer!

Petergillarsverige hat geschrieben:Was die Ursache der Homosexualität ist, so handelt es sich hierbei um Beiträge von mir im wissenschaftlichen Rahmen, die ich als früherer Angestellter einer medizinischen Organisation tätigte. Von der Tätigkeit finden sich in den Beiträgen Fragmente. Forschung ist in sehr weiten Bereichen frei und das ist gut so, denn nur die Freiheit der Forschung erlaubt wissenschaftlichen Fortschritt. Heute bin ich in ganz anderen Bereichen tätig und darum verschone bitte meinen Arbeitgeber mit Mails.

Naja, ich kann diese Affekthandlung schon nachvollziehen, halte sie aber für etwas überzogen.
Ich denke das Thema sollte jetzt aus der Welt sein... :)
Petergillarsverige hat geschrieben:- Wir Christen müssen das Recht haben unsere Kinder in den Aussagen der Bibel zu unterrichten.

Ja, dem stimme ich zu. Unter Vorbehalt! Nämlich unter dem Vorbehalt das ihr die Kinder Liebe lehrt (und genau das war Jesu Ziel) und nicht irgend einen ideologischen Blödsinn der die Machtstrukturen eurer Organisation auf breiter Front gesellschaftlich zementiert! Was ich damit zum Beispiel meine habe ich anhand des Bibelzitates oben ausgeführt.

Weiterer Kritikpunkt an den Evangelikalen im speziellen (und der christlichen Kirche im Allgemeinen):
Haltet euch aus der Politik raus! Es ist hochgradig verwerflich sich darüber aufzuregen das in islamischen Ländern geistliche in Parlamenten reden und dann den Papst im Bundestag reden zu lassen! Zumal der Typ mit der deutschen Verfassung ja nicht wirklich allzu viel am Hut hat! U.a. auch im Hinblick auf Homosexualität übrigens....

Gruß :smt006

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Zuletzt geändert von Henrik der Wikinger am 22. Januar 2013 20:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Religiöse Freischulen:

Beitragvon Pink_Panther » 22. Januar 2013 20:24

Also das spurt ja nun wirklich aus.
Und ist es wirklich notwendig - gleich wie aufgebracht man ist und gleich wie berechtigt es einem erscheint - die Arbeitgeber da mit hineinzuziehen? Das ist ja mal eine feine Art, jemandem, einen Maulkorb zu verpassen. Ich gehe davon aus, dass wenn eine Diskussion hier derart aus dem Rahmen fällt, es genügen sollte den Moderator zu informieren. Wenn man diesen Faden weiterführt, dann können im Prinzip alle schwedenkritische Beiträge den einzelnen Arbeitgebern weitergeleitet werden, und dann können wir dieses Forum zumachen oder es einfach der rosaroten Fraktion überlassen.
Ich kann Heikes Aufgebrachtheit und ihr Engagement in der Sache verstehen, ich habe selbst eine lesbische Stieftochter und weiss wie empfindlich das Ganze ist und wie viele Vorurteile und auch Hass in der Gesellschaft verwurzelt sind - das mal ganz nebenbei. Aber eigentlich sind wir doch eine prima nette kleine Gemeinschaft hier im Forum die schon zuvor bewiesen hat, dass man sich auch ganz prima "verbal" und fair "kloppen" kann, oder?

/Paul

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Re: Religiöse Freischulen:

Beitragvon Henrik der Wikinger » 22. Januar 2013 20:29

@ Pink_Panther: Warum kann man hier eigentlich keine Sternchen verteilen? Von mir bekämst du die Höchstzahl!

Gruß :smt006

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Re: Religiöse Freischulen:

Beitragvon HeikeBlekinge » 22. Januar 2013 20:50

Aber eigentlich sind wir doch eine prima nette kleine Gemeinschaft hier im Forum die schon zuvor bewiesen hat, dass man sich auch ganz prima "verbal" und fair "kloppen" kann, oder?


Wenn es um verbale Klopperei geht und eine sinnvolle Diskussion daraus entsteht bin ich immer gern dabei, lieber Paul.
Darum geht es aber nicht mehr.

Hier noch ein lesenwerter Link, welcher das Thema evangelikaler Fundamentalismus am Ende des Artikels anspricht:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 77551.html
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Re: Religiöse Freischulen:

Beitragvon meckpommbi » 22. Januar 2013 21:05

nun auch wen ich auch ein komisches bauchgefuehl dabei habe eigentlich hat sie recht wuerde ich mir vorstellen das meine kinder von jemanden mit so fundamentalen ansichten unterichtet werden, wuerde ich das auch nicht wollen zumindest wuerde ich wert darauf legen das die unterichtung nichts aber auch gar nichts mit so etwas zu tun hat vieleicht physik oder chemie und ausserdem eine aufgebrachte mutter kann alles und macht auch alles (wuerde ich garantiert auch tun)
wir haben eine trennung von relegion und schule und wenigstens das ist gut so soweit mir bekant ist muss niemand mehr unter einem kreuz sitzen und es wird auch keinem schueler schweinefleisch mit macht eingeholfen alles quark mit sosse
immer diese missionirerei glaubt doch an den gott wie ihr wollt aber tuts fuer euch unter euch ohne andere damit zu belästigen
eigentlich wollt ich ja hier nichts mehr schreiben aber es ist einfach nicht richtig in meinen augen was hier so abgeht
dietmar ich bin fuer die trollwiese !
gruss birgit

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Re: Religiöse Freischulen:

Beitragvon Pink_Panther » 22. Januar 2013 21:41

Das mit Religion und Schule ist ein zweifellos ein heikles Thema. Ich persönlich war zunächst Christ, bin dann Atheist geworden, und schließlich auf meine älteren Tage wieder zum Christentum zurückgekehrt. Allerdings völlig von der Kirche gelöst ....

Ich möchte gerne dass meine Kinder - soweit nur möglich - ohne irgendwelche indoktrination aufwachsen, gleich ob politisch oder religiös. Ich möchte dass sie möglichst objektiv/neutral in der Schule ausgebildet und informiert werden. Gleichzeitig bekenne ich mich aber auch zu einer christlichen Gesellschaft und Kultur. Das führt ja zwangsläufig zu einem Konflikt, da ich meine Kinder neutral (also ohne religiöse Indoktrination) aber doch nicht gottlos erzogen sehen möchte. Ihr seht das Dilemma ...
Wünschenswert wäre ja eine Kirche oder zumindest ein Religionsunterricht welcher einigermassen objektiv och tolerant ist, und den Kindern einfach nur den Glauben an einen Gott nahebringt. Und es Ihnen dann selbst überlässt, später die Religion ihres Geschmacks zu wählen. Es gab zu meiner Zeit das Fach Ethik in der Schule, welches man meines Wissens statt Religion wählen konnte. Das wäre ja schon mal ein Ansatz. Ich möchte einfach, dass meine Kinder frei denkende Menschen werden :-)

Um zum Ausgangspunkt dieses Threads zurückzukehren:
Ich bin durchaus der Ansicht, dass Schulen auf Ihre Eignung kontrolliert werden müssen. Allerdings muß dies gleich für private sowohl als auch kommunale Schulen gelten. Private Schulen sind in Schweden absolut notwendig als Konkurrenz zu den staatlichen "sozialisten Schlendrianschulen" (Zitat Reinfeldt, sinngemäß übersetzt).
Führt man Kontrollen nur für Privatschulen ein, dann werden die Kommunen dieses Mittel dazu mißbrauchen, die unliebsame Konkurrenz "aus dem Markt zu kontrollieren" - sprich, sie werden nach dem Haar in der Suppe suchen, und es sicherlich auch finden. Ich habe 6 Kinder in unterschiedlichen kommunalen Schulen gehabt, glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche. Es gibt teilweise keine Bücher oder Lehrmittel, aber eine klotzige Sporthalle muss unbedingt her! Oder das Personal fliegt zu Sitzungen nach Italien. Es gibt eine Menge Handlungspläne (handlingsplan), aber keiner will wirklich was gegen Mobbing unternehmen. Ich habe dagegen bisher durchweg gute Erfahrungen mit privaten Schulen gemacht, aber ganz klar gibt es sicherlich auch dort Schwarze Schafe, und Kontrollen sind sicherlich von Nöten. Und ich wiederhole es gerne nochmal: Es gibt einen Grund, weshalb viele Eltern ihre Kindern auf eine Privatschule schicken. Das prominenteste Beispiel waren die Kinder eines Abgeordneten und glühendem Gegner von Privatschulen.......natürlich hat er seine eigenen Kinder auf eine Privatschule geschickt. :-)

Habt euch doch alle wieder lieb :-)

/Paul

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Re: Religiöse Freischulen:

Beitragvon Dietmar » 23. Januar 2013 00:55

Pink_Panther hat geschrieben: Ich gehe davon aus, dass wenn eine Diskussion hier derart aus dem Rahmen fällt, es genügen sollte den Moderator zu informieren.

Also, die Möglichkeiten des Moderators sind da sehr begrenzt. Klar kann ich, wenn es zwingend erforderlich scheint, Beiträge löschen (und mich damit gleichzeitig dem Vorwurf der "Zensur" aussetzen).
Aber was einmal irgendwo öffentlich im Netz gepostet war läßt sich sowieso nie mehr ganz entfernen! Das bleibt immer irgendwo gespeichert, gecached, von Lesern lokal archiviert, oder in Suchmaschinen zugänglich.

Zum anderen kann ich natürlich nicht kontrollieren oder beeinflussen was Mitglieder und andere Leser AUSSERHALB des Forums tun und schreiben. Also irgendwo draußen im Netz oder in ihrem privaten Mailaccount.

Lasst uns einfach den Ball flach halten und die Daseinsberechtigung gegensätzlicher Meinungen anerkennen.

Gruß
Dietmar

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Re: Religiöse Freischulen:

Beitragvon HeikeBlekinge » 23. Januar 2013 10:41

Lasst uns einfach den Ball flach halten und die Daseinsberechtigung gegensätzlicher Meinungen anerkennen.


Das ist alles kein Problem, Dietmar.
Wenn es um Anerkennung anderer Meinungen geht.

Dabei ist die Grenze nicht leicht zu stecken, ich weiss.
Ich habe da noch was zu klären. Tut mir leid, wenn Peter meinte unseren Konflikt und meine privaten Massnahmen hier öffentlich ausbreiten zu muessen. Das war niemals meine Absicht, und darueber habe ich dich auch informiert.


@peter
Ziehst du jetzt diese, hier öffentlich von dir getätigte Behauptung ueber eine angebliche Äusserung von mir in einer Mail zureuck oder nicht?

Zitat:
In der Mail hast du mir unterstellt ich würde Gewalt in der Ehe in Ordnung halten.
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