Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

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Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

Beitragvon svenska-nyheter » 7. Februar 2012 14:40

Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hat sich für eine markante Anhebung des Renteneintrittsalters ausgesprochen. Derzeit gehen die Schweden mehrheitlich mit reichlich 64 Jahren in Pension. Nach Reinfeldts Auffassung ist dies jedoch allzu früh. Um den gewünschten Lebensstandard sichern zu können, sei künftig Berufstätigkeit bis zum 75. Lebensjahr denkbar. Der Vorstoβ des Chefs der bürgerlichen Koalition hat teils heftige Diskussionen ausgelöst.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

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Re: Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

Beitragvon Utusch » 7. Februar 2012 18:19

Und an jede Firma wird ein Bestattungsunternehmen angeschlossen. :twisted:
Wo bleibt denn da das Leben?

Gruss Utusch die entsetzt ist :cry:

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Re: Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

Beitragvon HeikeBlekinge » 7. Februar 2012 23:20

Kann ich dir nur beipflichten!

Ich bin auch entsetzt. So etwas denken sich nur Leute aus, die sich nach einer kurzen Amtszeit mit einer dicken Rente im Portemonnaie zuruecklehnen können und dann noch an ihren Memoarien verdienen!
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Re: Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

Beitragvon Drottningen » 8. Februar 2012 09:32

wie- die singen dann auch noch Heike? :shock:


Kay

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Re: Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

Beitragvon Gottfried » 8. Februar 2012 10:11

Hej Kai!
...... ....der war gut! :smt043 :smt043 :smt043
Viele Grüsse

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Re: Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

Beitragvon Kling » 8. Februar 2012 10:33

So was denken sich nur Menschen aus die wahrscheinlich in ihrem Leben nie hart gearbeitet haben und ein Schweinegeld verdienen. Das ist so typisch für die Sesselpupser in der Politik. Denen ist es doch egal ob man vielleicht noch seinen Lebensabend in Ruhe verbringen möchte. Hauptsache die haben ihr Geld in der Rente.
Man sollte vielleicht mal zusehen das man die Jugendarbeitslosigkeit reduziert denn dann bräuchte keiner bis 75 arbeiten oder bis 69. Wenn man weiß das einer bald in Rente geht dann stellt man einen Jüngeren ein. Die Beiden können dann noch etwas parallel arbeiten. Klar erstmal etwas mehr Kosten, aber da könnte der Staat doch ein wenig Geld investieren. Von wem lernt man denn am Besten? Von jemanden der den Beruf schon Jahrelang gemacht hat. Besser können doch die Jüngeren nicht lernen.

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Re: Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

Beitragvon Pink_Panther » 8. Februar 2012 18:49

Reinfeldt macht einen Juholt LOL.

Ich möchte hier nicht als besonders schlau erscheinen, aber mir geht da etwas durch den Kopf:

Wenn man die Anzahl der Arbeitsplätze als einigermassen konstant betrachtet und man also alte Menschen länger den Arbeitsmarkt blockieren läßt - dann bedeutet dies doch nichts anderes, als dass dann mehr jüngere Menschen ohne Arbeit dastehen - oder nicht?
Verfolgt man dazu noch die letzten Nachrichten, wonach gerade junge Berufseinsteiger vom Mindestlohngesetz ausgeschlossen werden sollen ....... was soll denn das Ganze? Wo ist denn das Konzept? Das Ganze wirkt doch gegeneinander! Junge Menschen sollen als Billigarbeitskräfte für den Arbeitsmarkt attraktiver werden und konkurrieren dann direkt mit den Alten, welche einfach noch nicht in Rente gehen dürfen? Letztere, weil teurer und körperlich nicht mehr so leistungsfähig, riskieren dann also arbeitslos zu werden, und - nach schwedischer Regelung, wenn sie ihre Arbeitslosenfrist aufgebraucht haben, dann Sozialhilfeempfänger zu werden. (Was natürlich billiger ist als Rente, zumal zunächste Eigentum verkauft werden muß)

Verfickt eingeschädelt...........

/Paul

P.S: Ich bin eher für die bürgerlichen Parteien, aber das hier glaube ich, ist ein Schuß in den Ofen :-)

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Re: Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

Beitragvon Pink_Panther » 8. Februar 2012 20:00

Ok, ich bin auch darauf reingefallen - und meine Frau hatte Recht!
Gleichzeitig muss ich Schweden einmal wieder zu seinem unglaublich schlechten Journalismus gratulieren, welcher es unisono immer wieder fertigbringt, gute Schlagzeilen zu verkaufen und das Volk in die Irre zu führen.

Reinfeldt hat nie gesagt - also nie explizit vorgeschlagen - das Renteneintrittsalter zu erhöhen. Das haben ihm alle angedichtet. Liest man genau, so erkennt man, dass er lediglich sagt, der Drang nach Wohlstand sei nur so zu befriedigen, und deshalb sollte für diejenigen, die es möchten es möglich werden, bis 75 Jahre zu arbeiten. Dies müsse individuell behandelst und geprüft werden. Es ist also die Rede von einer Möglichkeit für diejenigen, die es möchten - nicht von einer Pflicht, welche für alle gilt. Lest selbst!

Ich bin so enttäuscht, dass KEINE EINZIGE der grossen Zeitungen es fertiggebracht hat, dies wahrheitsgemäß rüberzubringen. Ich bin richtig wütend :-(

/Paul

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Re: Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

Beitragvon HeikeBlekinge » 8. Februar 2012 23:57

Das kann ich nachvollziehen, Paul!

Heisst das, dass die Medien lenken wie sie wollen?!
Das ist erschreckender als jede Politikfarce.
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Re: Reinfeldt: Studium mit 50, Rente mit 75?

Beitragvon Utusch » 9. Februar 2012 17:07

Auch wer bis 75 arbeiten möchte blockiert einen Arbeitsplatz fuer junge
Berufseinsteiger. Diese sollen doch Steuern zahlen um die Rente zu
sichern und Erfahrungen sammeln.

Gruss Utusch


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