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 Betreff des Beitrags: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 8. Oktober 2010 11:55 
Hallo Leute,

da ich noch recht neu hier bin und etwas verunsichert bin stelle ich mal hier meine Frage :

Man hört immer mehr von rechten Parteien , die in Schweden, Norwegen, Dänemark an
Zuwachs gewinnen.
Was ist da wirklich dran und kann das für die, die als Deutsche auswandern wollen gefährlich
werden ?

Grüße

Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 8. Oktober 2010 12:35 
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Hej,

was meinst Du mit gefährlich, hast Du Angst ueberfallen zu werden oder ??? Sicher nicht mehr oder weniger gefährlich als die Neonazis in Deutschland. Es gibt hier die Schwedendemokraten aber von denen sieht man eigentlich nicht viel.

Gruss Speedy


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 10. Oktober 2010 14:17 
ich meinte damit, ob sie so stark werden könnten um den deutschen auswanderen das einwandern schwer oder unmöglich machen können ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2010 08:11 
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Hej,

Schweden macht es einem sowieso schwer ob mit oder ohne Rechtspartei. Besonders Ausländerfreundlich ist man hier nicht und da spielt es keine Rolle ob man deutscher oder sonstwoher ist. Der einzige Vorteil ist, dass man Dir nicht gleich ansieht das Du Ausländer bist.

Gruss Speey


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010 10:17 
Hallo,
wieso ist mein Beitrag hier nicht zu sehen?
Das es Neonazis in Schweden gibt ist doch allgemein bekannt. Darüber hat auch eine große schwedische Zeitung berichtet. Eine Titelseite mit den Portraits von NeoNazi-Größen.
Seid ihr selber Nazis oder habt ihr Angst?

Gruß
Chopper



Admin-Hinweis: Dein voriger Beitrag wurde nicht veröffentlicht, da er plump polemisch war und außerdem keine Antwort auf die Ursprungsfrage gab. Gastbeiträge müssen sinnvollen, weiterführenden Inhalt bieten oder gute Fragen stellen. Für eine politische Diskussion ist der anonyme Zugang eher nicht geeignet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010 19:40 
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Rechtsorientierte Parteien gibt es überall.Sogar in unserem ach so feinen Nachbarland Frankreich, wo im letzten Jahr die Rechte Kraft fast ins Parlament gekommen wär.Oder Holland.Oder Belgien.Oder die USA.Oder.....
Nein, die gibt es leider überall, aber es wird immer nur auf D rumgehackt!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010 19:55 
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Hej chopper,

ich habe doch geantwortet, oder?!?!? Ich bin kein Nazi, werde auch keiner werden. Im allgemeinen sind die rechten hier in Schweden kein so grosses Thema jedenfalls nicht unter den Buergern. Ich habe jedenfalls noch keine Diskussion darueber erlebt. Aber die Schweden sind nun mal ein wenig anders gestrickt als die Deutschen.

Das man auch Deutschland rumhackt in diesem Konsenz liegt immer und immer wieder daran, dass Deutschland nun mal den von ihm entfesselten Krieg verloren hat.

Das ist zumindest meine Ansicht....

Gruss Speedy


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010 20:00 
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@Speedy: Klar, jeder hat seine eigenen Ansichten, und ich möchte hier auch keine Politische Diskussion anfechten, aber es ist einigermaßen offensichtlich, dass die Staaten ihre eigenen Probleme mal gerne fahren lassen und statt dessen das "schlechte Deutschland" als Beispiel nehmen.Weil wir hatten ja H*tler und nicht die.Ja und?Und der verlorene Krieg?Kriege verliert jeder einmal!Ausserdem, wussten die Alliierten nur zu gut bescheid über die "Umgangsformen" mit der jüdischen Bevölkerung, aber erst so spät eingreifen?warum?weil es den anderen nur recht war!
Naja, egal, schnell ein anderes Thema...


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010 20:18 
Admin
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Hej,

ich möchte an das Thema erinnern: "Rechte Parteien in Schweden?"
Bitte dran halten. Sonst haben wir bald eines dieser ausufernden politischen Geplänkel ohne Ende.

Gruß
Dietmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010 20:23 
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Entschuldigung, Dietmar!


Wie gesagt, die einzige mir bekannte "rechte" partei sind die "schwedendemokraten", wobeiich auch nicht mehr dazu sagen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 03:03 
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Die Schwedendemokraten (Schwedens Rechtspartei) sagen: Wir müssen die Einwanderung begrenzen und erst einmal die vorhandenen Einwanderer integrieren! Damit sind sie hier Rassisten und/oder Nazis.
Seehofer sagt: Wir brauchen keine neuen Einwanderer aus den arabischen Ländern, sondern müssen erst einmal die vorhandenen Einwanderer integrieren. Damit ist er nach schwedischen Maßstäben auch ein Nazi. Vermutlich wird er demnächst vom schwedischen Geheimdienst exekutiert :-)

Das ist natürlich alles stark vereinfacht, aber es ist im Prinzip so, dass die Schwelle, ab der ein Mensch in Schweden ein Nazi oder Rassist ist, signifikant niedriger ist als in den meisten anderen Ländern. Dabei hält man sich nicht einmal unbedingt an die ursprüngliche Definition dieser Begriffe. Es reicht im Prinzip schon, wenn man Schwedens multikulturellen Traum in Frage setzt und das Thema Einwanderung kritisch aufgreifen möchte. Die klassischen Parteien stellen das dann sofort so hin, dass man den armen Einwanderern an den Kragen möchte. Dabei ist in vielen Fällen eigentlich die Einwanderungspolitik (und damit die schwedischen Politiker) das Ziel der Kritik. Das aber ist ja nicht erlaubt ....

Natürlich sind die Schwedendemokraten nicht gaaaaaaanz die Saubermänner, welche sie in der Öffentlichkeit darstellen möchten :-). Da gibt es mit Sicherheit ein paar richtig rechte Elemente darunter. Aber einige Argumente, mit welchen sie kommen, sind nicht nur nicht von der Hand zu weisen, sondern würden in anderen Ländern wo man Einwanderungsfragen etwas freier diskutiert, als vollkommen legitim betrachten.

Eine interessante Diskussion zwischen links und rechts (Ohly versus Åkesson):
http://www.youtube.com/watch?v=i6SJQGBJKJE

Ich finde beide haben recht .... beide ein bisschen auf jeden Fall. Aber bildet euch einfach selbst eine Meinung!

/Paul


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 07:05 
Hier http://www.svenskakyrkan.se/default.aspx?id=638708 kann man die Predigt nachlesen, bei der SD die Kirche verlassen hat.

/Tilmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 09:14 
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Pink_Panther hat geschrieben:
Natürlich sind die Schwedendemokraten nicht gaaaaaaanz die Saubermänner, welche sie in der Öffentlichkeit darstellen möchten :-). Da gibt es mit Sicherheit ein paar richtig rechte Elemente darunter. Aber einige Argumente, mit welchen sie kommen, sind nicht nur nicht von der Hand zu weisen, sondern würden in anderen Ländern wo man Einwanderungsfragen etwas freier diskutiert, als vollkommen legitim betrachten.
/Paul

Besser kann man die SD kaum verharmlosen. Leute, lest eure Geschichtsbücher. Das ist alles schonmal dagewesen. In den frühen Dreissigern galt die NSDAP als durchaus gesellschaftsfähig, auch in internationalem Rahmen.
Und natürlich gilt das nicht nur für Schweden, das ist in Deutschland ganz genauso. Der latente Nazismus ist unglaublich weit verbreitet (sie hier: http://www.tagesschau.de/inland/studierechtsextremeeinstellungen100.html), und die Demokratie ist nur eine dünne Kruste über dem Sumpf aus Diktatur und Chauvinismus, die jederzeit und überall aufbrechen kann. Die Mehrheit der Menschen kann einfach nichts akzeptieren, was anders (egal ob besser, schlechter, gleichwertig oder gar nicht vergleichbar) ist als sie selbst. Seht euch die Homophobie an. Selbst wenn in Schweden die Homoehe erlaubt ist - das ist nur die dünne Kruste der Zivilisation. Drunter schwelt ein unglaublicher Schwulenhass. Kann es einem denn nicht vollkommen scheissegal sein, wer mit wem wie seine Nächte verbringt?

Woher kommt das? Nun, Menschen sind Herdentiere, und bei Herdentieren gibt es eine Rangordnung, und in der will niemand ganz unten stehen, auch nicht der dauerbesoffene, bildungsbefreite RTL-Gucker. Solche Menschen - und viele andere noch dazu, auch solche, die es besser wissen sollten - gewinnt man furchtbar einfach für sich, wenn man ihnen sagt, dass es da welche gibt, die noch unter ihnen stehen. Und das sind dann gern (sozial) schwache Randgruppen, seien es Einwanderer, Roma, Schwule, Juden, Samen oder Laestadianer. Daran kann sich dann der geistlose, aber genetisch vermeintlich korrekte Sofahocker aufrichten, da hat er jemanden, den er straflos totprügeln kann, wenn ihm danach ist.
Und so gibt es zwar kaum noch Juden in Europa, aber paradoxerweise immer noch Antisemitismus, obwohl kaum ein Judenhasser überhaupt einen Juden persönlich kennen dürfte.

Ganz nebenbei eignen sich Randgruppen auch noch ausgezeichnet als Sündenböcke, was besseres kann man als Machthaber gar nicht haben. Das Prinzip ist uralt: Teile und herrsche. Eigentlich unglaublich, dass es auch nach Jahrtausenden noch keiner durchschaut.

Demokratie zeigt sich im Umgang der Gesellschaft mit den Schwachen. Und die Hemmschwellen sind ganz schnell überwunden und weg und wir finden uns in der Diktatur wieder. Fatalerweise ist das vielen nur recht, denn es befreit von der Beschwerlichkeit des Selberdenkens.

Natürlich sind die SD reine Nazis, nicht nur ein paar vereinzelte "rechte Elemente" darunter. Und genauso sagt man das (noch) nicht offen, denn noch hat man erst ein paar Prozent der Wähler, noch muss man gewisse Rücksichten nehmen. Der Kern der SD ist nunmal Populismus, und noch sind Worte wie "Nigger" tabubelegt. Aber das ist nur eine Zeitfrage.
Man sehe sich nur die kulturpolitischen Ziele der SD an, dort sind sie am offensten, denn dort greift der Populismus schon so weit. Kunst, Kultur - das ist was, was mit Bildung und Denken zu tun hat, und damit hat es Medelsvensson nicht so. Otto Normalverbraucher auch nicht. Also soll es in der Kultur nur noch original schwedisch und volkstümelnd zugehen.
Nichts gehen Nyckelharpas, ich liebe die Dinger, aber soll das schon alles gewesen sein?

Als Deutscher wird man davon in Schweden wenig merken, zumindest nicht im Sinne von direkten Anfeindungen. Sicher, die meisten Schweden mögen die Deutschen nicht sonderlich, was aber wohl mehr mit dem Auftreten einer gewissen Sorte Touris zu tun hat. Aus rechter Perspektive hat man als Deutscher eher einen zweifelhaften Bonus, einen, den ich nun wirklich nicht haben möchte.

Skogstroll

P.S.: Übrigens gibt es noch eine zweite rechte Partei, die Nationaldemokraten, die bis jetzt im vergleich zu den SD eher bedeutungslos sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 10:55 
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VrethLillmans hat geschrieben:
Wie gesagt, die einzige mir bekannte "rechte" partei sind die "schwedendemokraten", wobeiich auch nicht mehr dazu sagen kann.

Hm, also das ist ja durchaus kontrovers ob SD nun wirklich rein rechts sind. Sie besetzen auch linke Themen, siehe Afghanistan-Rückzug, bei dem sie mit S und V durchaus komplett einer Meinung sind (was schon ein Problem für Ohly etc. ist).


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 11:05 
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Skogstroll hat geschrieben:
Woher kommt das? Nun, Menschen sind Herdentiere, und bei Herdentieren gibt es eine Rangordnung, und in der will niemand ganz unten stehen, auch nicht der dauerbesoffene, bildungsbefreite RTL-Gucker. Solche Menschen - und viele andere noch dazu, auch solche, die es besser wissen sollten - gewinnt man furchtbar einfach für sich, wenn man ihnen sagt, dass es da welche gibt, die noch unter ihnen stehen. Und das sind dann gern (sozial) schwache Randgruppen, seien es Einwanderer, Roma, Schwule, Juden, Samen oder Laestadianer. Daran kann sich dann der geistlose, aber genetisch vermeintlich korrekte Sofahocker aufrichten, da hat er jemanden, den er straflos totprügeln kann, wenn ihm danach ist.

Nun, es ist relativ leicht, dies so zu analysieren wenn man zu dieser "Unterschicht" nicht gehört. Denn dann hat man ja, mindestens unterbewusst, jemanden der "unter einem" steht, wie du es beschreibst und das Bedürfnis ist befriedigt. Man ist sich vielleicht nicht mal dieses Bedürfnisses bewusst, in der Rangordnung nicht ganz unten stehen zu wollen, und die meisten Menschen würden das wohl ohnehin abstreiten. Aber als jemand, der in dieser "Rangordnung" nunmal ganz unten steht, Hartz-IV'ler etc., da will das Bedürfnis nunmal befriedigt werden. Es ist leicht zu sagen, dass die aber leicht mit Populismus einzufangen sind und nur mal etwas nachdenken sollen, aber all das befriedigt den Trieb ja noch nicht. So einfach ist das leider nicht.

(Wohlgemerkt habe ich mich hier ausschließlich auf deine "Rangordnung"-Theorie bezogen. Damit will ich gar nicht bewerten ob die nun stimmt oder nicht. Sie klingt plausibel, macht sich die Wertung über die leicht beeinflussbaren aber doch etwas sehr einfach..)

Skogstroll hat geschrieben:
Und so gibt es zwar kaum noch Juden in Europa, aber paradoxerweise immer noch Antisemitismus, obwohl kaum ein Judenhasser überhaupt einen Juden persönlich kennen dürfte.

... Wobei durchaus angebrachte politische Kritik an Israel nicht als Antisemitismus oder Judenhass missverstanden werden sollte, möchte ich anmerken. (Aber nicht weiter abschweifen jetzt, sonst wird Dietmar zu recht sauer...)

Skogstroll hat geschrieben:
Demokratie zeigt sich im Umgang der Gesellschaft mit den Schwachen.

Ob das jetzt direkt mit "Demokratie" zu tun hat, weiß ich nicht. Die besagt ja "nur" eine Herrschaft des Volkes .. und wenn das zu 95% eine 5% Randgruppe rausdrängen wollte, wäre das auch "demokratisch". Nur eben nicht allzu nett.

Skogstroll hat geschrieben:
Natürlich sind die SD reine Nazis, nicht nur ein paar vereinzelte "rechte Elemente" darunter. Und genauso sagt man das (noch) nicht offen, denn noch hat man erst ein paar Prozent der Wähler, noch muss man gewisse Rücksichten nehmen. Der Kern der SD ist nunmal Populismus, und noch sind Worte wie "Nigger" tabubelegt. Aber das ist nur eine Zeitfrage.

Ja, purer Populismus. Aber sie als reine Nazis zu bezeichnen ist schon etwas sehr platt. Die Linkspartei ist auch purer Populismus, aber nicht alles reine Kommunisten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 13:12 
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Nico hat geschrieben:
[
Nun, es ist relativ leicht, dies so zu analysieren wenn man zu dieser "Unterschicht" nicht gehört. Denn dann hat man ja, mindestens unterbewusst, jemanden der "unter einem" steht, wie du es beschreibst und das Bedürfnis ist befriedigt. Man ist sich vielleicht nicht mal dieses Bedürfnisses bewusst, in der Rangordnung nicht ganz unten stehen zu wollen, und die meisten Menschen würden das wohl ohnehin abstreiten. Aber als jemand, der in dieser "Rangordnung" nunmal ganz unten steht, Hartz-IV'ler etc., da will das Bedürfnis nunmal befriedigt werden. Es ist leicht zu sagen, dass die aber leicht mit Populismus einzufangen sind und nur mal etwas nachdenken sollen, aber all das befriedigt den Trieb ja noch nicht. So einfach ist das leider nicht.

(Wohlgemerkt habe ich mich hier ausschließlich auf deine "Rangordnung"-Theorie bezogen. Damit will ich gar nicht bewerten ob die nun stimmt oder nicht. Sie klingt plausibel, macht sich die Wertung über die leicht beeinflussbaren aber doch etwas sehr einfach..)


Ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt. Mit "Unterschicht" hat das nicht unbedingt was zu tun, eher mit dem subjektiven Gefühl "mir steht (noch) viel mehr zu, als ich bekomme oder schon habe" oder "die nehmen mir was weg, was eigentlich mir zusteht". Das gibt es quer durch alle Gesellschaftsschichten und hat eher etwas mit Ethik und Moral zu tun als mit Hartz x.

Ich kenne in meiner unmittelbaren Umgebung mehrere Leute, die eigentlich bei den besserverdienenden und besserausgebildeten einzuordnen sind und die trotzdem einen völlig undifferenzierten Rassismus pflegen und die genausowenig differenzierte Ängste haben - vor Einwanderern, blutdurstigen Samen und vorm bösen Wolf (kein Witz!).
Denen stehen garantiert Massen von Hartz-x-Empfängern mir ausgeprägt humanistischen Ansichten gegenüber. Auch im dritten Reich gab es Naziprofessoren (darunter richtig gute Fachkräfte) und herzensgute Analphabeten.

Trotzdem bin ich überzeugt, dass dieser erstaunlich einfache Mechanismus, den Menschen eine Art Kombination aus Sündenbock und Fussabtreter zu geben, erschreckend gut funktioniert. Es ist gewissermassen eine Grundregel des Populismus.

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 13:19 
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Hm, ok, das leuchtet ein. Allerdings ...

Skogstroll hat geschrieben:
Trotzdem bin ich überzeugt, dass dieser erstaunlich einfache Mechanismus, den Menschen eine Art Kombination aus Sündenbock und Fussabtreter zu geben, erschreckend gut funktioniert. Es ist gewissermassen eine Grundregel des Populismus.


... verwundert es ja dann doch, dass unsere Staaten relativ stabil funktionieren. Es gibt hier und da mal ein paar extreme Populisten, aber im allgemeinen sind gewisse Ethik und Moral ja doch recht weit verbreitet. Auf lange Sicht müssten doch Gruppierungen wie SD auf jeden Fall die Oberhand gewinnen ... warum tun sie das nicht? (Oder meinst du, sie sind gerade auf dem besten Wege dahin?)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 15:42 
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Wer sagt, dass sie es nicht tun? Das letzte Mal ist nichtmal 80 Jahre her, historisch ist das ein Wimpernschlag. Schauen wir uns doch nur die Entwicklung in Norwegen, Dänemark, Holland oder Frankreich an. Oder das Ergebnis der Schulwahl. Die Altersgruppe war ja nicht zufällig gewählt, das waren ja genau die, die bei der nächsten Wahl 18 Jahre oder älter sind.
Und dann gibt es immer wieder eine deutliche Tendenz nach rechts (wobei ich wie an anderer Stelle schon geschrieben die Sichtweise mit rechts hier und links am anderen Ende für grob vereinfacht halte), wenn die wirtschaftliche Situation schlechter wird. Dann kommt gern der Ruf nach dem starken Mann, der für alle Probleme gaaanz einfache Lösungen hat und es "denen da oben" (wem auch immer) mal richtig zeigt.
Und die nächste Wirtschaftskrise kommt bestimmt.

Übrigens, die Sache mit der Predigt, die die SD aus der Kirche getrieben hat, finde ich schon sehr vielsagend. Deshalb möchte ich die entscheidende Passage hier nochmal direkt zitieren, nicht nur als Link.

Skogstroll

Mit dem folgenden ist man bei den SD also absolut nicht einverstanden:

Zitat:
Vi som tror på människors värdighet och lika värde, oavsett vilket land vi är födda i, oavsett vilket kön eller vilken ålder vi har, oavsett hur vår sexuella orientering tar sig uttryck, vi tror och hoppas att ni har den fortsatta förmågan att säga: Jag vill tala med dig, och den fortsatta längtan att ställa frågan: Vad vill du att jag ska göra för dig? Och känna den stora glädjen i de förändringar som detta kan göra.
Igår kväll samlades många tusen människor i Stockholm och i olika delar av landet för att ge sin mening till känna. Ropa ut sin avsky mot det som gör skillnad på människor. Den rasism som säger att du är inte lika mycket värd som jag. Du ska inte ha samma rättigheter som jag. Du är inte värd ett liv i frihet. Och detta av en enda grund – att vi råkar vara födda i olika delar av vår värld. Det är inte värdigt en demokrati som vår att göra skillnad på människor. Det är inte möjligt för troende människor att göra skillnad på människor. Det är inte värdigt människor att göra skillnad på människor.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 15:49 
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Skogstroll hat geschrieben:
Besser kann man die SD kaum verharmlosen. Leute, lest eure Geschichtsbücher. Das ist alles schonmal dagewesen.

Tut mir leid, wenn der Eindruck entstand, dass ich die SD verharmlose. Das wollte ich wirklich nicht. Natürlich muss man diese Partei scharf im Auge behalten. Und ja - ich lese Geschichtsbücher, mit Vorliebe sogar. Deshalb weiss ich auch, dass die Rahmenbedingungen im 3. Reich weitaus günstiger für die Mechanismen waren, wie du sie weiter unten beschreibst, besonders für das Sündenbockprinzip. Und je größer die Misere, desto lauter der Ruf nach einem Führer, doch eine Misere gibt es in Schweden derzeit nicht, ausser einer etwas erhöhten Arbeitslosigkeit, die aber schon wieder rückgängig ist, da Schweden die Wirtschaftkrise besser gemeistert hat, als viele andere Länder. Ausserdem gab es damals noch keinen Präzedensfall, heute sind wir weitaus sensibler und aufgeklärter (trotz vieler Dumpfbacken - aber alle wissen heutzutage, was ein Nazi und ein Konzentrationslager ist).
Wenn ich dann aus der Geschichten Parallelen ziehen würde, dann folgende:
Die Nazis im 3. Reich profitierten (unter anderem) von der Unfähigkeit der Parteien der Weimarer Republik, mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise fertig zu werden. Die SD in Schweden profitieren von der exzessiven Einwanderungs-/Asylpolitik der vorangegangenen Regierungen. Gehen wir mal nach Deutschland, ca. 20 - 25 Jahre zurück. Da gab es doch dieses Thema schon mal. Die Partei hieß damals Republikaner (gibts die heute noch?).
Der Ton war damals allerdings schon deutlicher: "Deutschland den Deutschen" glaube ich mich zu erinnern. Kamen die auch in den Bundestag? Auf jeden Fall hatten die auch eine recht starke Periode, so wie die SD jetzt in Schweden.
Was ich sagen möchte: Die Kunst für die nicht-rechten Parteien ist, ihre Fehler in der Einwanderungspolitik zu korrigieren, ohne Parteien wie SD auf irgendeine Art und Weise Recht zu geben und Wasser auf deren Mühlen zu giessen. Und das ist nicht einfach. Wenn das aber erst einmal geschehen ist, dann verschwinden diese Parteien wieder in der Versenkung. Bis dahin jedoch sehe ich Parteien wie die SD als eine Art Indikator, ein Fieberthermometer so zu sagen. Da scheiden sich unsere Ansichten, Skogstroll. Ich finde sie nützlich, nach dem Motto, die Menge macht das Gift. Und wenn du die Kommentare auf den Internetseiten von vielen Zeitungen liest, dann wirst du sehen, dass viele Schweden einfach das Thema Einwanderung auf den Tisch haben möchten. Zur Debatte, zur Kritik. Sie sind höchst unzufrieden damit, dass man es nicht ansprechen darf.

Skogstroll hat geschrieben:
Die Mehrheit der Menschen kann einfach nichts akzeptieren, was anders (egal ob besser, schlechter, gleichwertig oder gar nicht vergleichbar) ist als sie selbst.

Ich halte die schwedische Gesellschaft für durchaus tolerant, aber es gibt auch etwas, das man Überfremdung nennt, und ich glaube genau da liegt im Augenblick das Problem.

Skogstroll hat geschrieben:
Woher kommt das? Nun, Menschen sind Herdentiere, und bei Herdentieren gibt es eine Rangordnung, und in der will niemand ganz unten stehen, auch nicht der dauerbesoffene, bildungsbefreite RTL-Gucker. Solche Menschen - und viele andere noch dazu, auch solche, die es besser wissen sollten - gewinnt man furchtbar einfach für sich, wenn man ihnen sagt, dass es da welche gibt, die noch unter ihnen stehen. Und das sind dann gern (sozial) schwache Randgruppen, seien es Einwanderer, Roma, Schwule, Juden, Samen oder Laestadianer. Daran kann sich dann der geistlose, aber genetisch vermeintlich korrekte Sofahocker aufrichten, da hat er jemanden, den er straflos totprügeln kann, wenn ihm danach ist.
Und so gibt es zwar kaum noch Juden in Europa, aber paradoxerweise immer noch Antisemitismus, obwohl kaum ein Judenhasser überhaupt einen Juden persönlich kennen dürfte.


Das stimmt, und es ist umso ausgeprägter, je schlechter es den Menschen geht. Danach sollte der Harz4-Empfänger besonders rechts-gefährdet sein. Im Fall Schweden jedoch, denke ich, sieht du etwas zu schwarz (was ja an für sich ganz ok sein kann :goodman: ). Den Arbeitslosen und Sozialempfängern geht es hier immer noch ganz gut. Ausserdem reicht es nicht, wenn eine rechte Partei die parlamentarische Mehrheit erlangen würde, um Menschen zu Tieren zu machen. Jedenfalls nicht in Schweden. Die Leute hier haben durchaus Moral und Gewissen. Sobald die SD Sachen bringen würde, die dagegen verstossen, wären die weg vom Fenster. Die SD mußten ja in ihren eigenen Reihen aufräumen und die typischen Nazi-Proleten rauswerfen, um überhaupt dahin zu gelangen, wo sie jetzt sind. Die wissen genau, dass ganz Schweden ihnen auf die Finger schaut. Wenn ich allerdings an Jimmie Åkessons Stelle wäre, dann würde ich abermals aufräumen, und am Ende eine ganz normale, konservative (wenn auch populistische) Partei haben, die durchaus Aussicht auf Erfolg hat weil die restlichen Parteien stur auf ihren Kurs beharren. Ein interessanter Gedanke, finde ich.


Skogstroll hat geschrieben:
Demokratie zeigt sich im Umgang der Gesellschaft mit den Schwachen.


Nein, nicht nur. Für mich zeigt sich Demokratie in der Fähigkeit, andere Meinungen zu akzeptieren und Lösungen zusammen zu suchen. Die klassischen Parteien in Schweden zeigen nichts davon. Nur sie selbst sind berechtigt, das Thema Einwanderung zu beurteilen, nur sie wissen, was gut für die Bevölkerung ist, und was nicht. Jeder andere, der Einwanderung kritisiert, ist ein Rassist und Nazi. Wo ist da die Demokratie? Beispiel Deutschland: Klar ist Seehofer für seinen Ausspruch kritisiert worden, gleichzeitig hat der türkische Ministerpräsident die deutschen Türken zum deutsch lernen aufgefordert. War das nicht ein Beispiel für eine funktionierende Demokratie? Für eine Annäherung trots Diskussion mit harten Bandagen? In Schweden undenkbar!

Skogstroll hat geschrieben:
Natürlich sind die SD reine Nazis, nicht nur ein paar vereinzelte "rechte Elemente" darunter.


Der Verdacht besteht natürlich, aber gibt es dafür Beweise? In dubio pro reo ......

Skogstroll hat geschrieben:
Und genauso sagt man das (noch) nicht offen, denn noch hat man erst ein paar Prozent der Wähler, noch muss man gewisse Rücksichten nehmen. Der Kern der SD ist nunmal Populismus, und noch sind Worte wie "Nigger" tabubelegt. Aber das ist nur eine Zeitfrage.


Und das wird der Zeitpunkt sein, wo sie wieder in der Versenkung verschwinden werden.
Und es ist vollkommen richtig, Worte wie "Nigger" zu tabuisieren. Wenn man allerdings Worte wie "Negerbåll" (Süssigkeit) aus dem schwedischen Wortschatz verbannen möchte, oder gar Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf umschreiben möchte, weil das Wort "Negerkung" (Negerkönig) vorkommt, dann kann man sich fragen, ob dieser Aktivismus nicht doch zu weit geht. Siehe Multikulturell-Hype, wie ich in anderen Threads schon schrieb.

Skogstroll hat geschrieben:
Man sehe sich nur die kulturpolitischen Ziele der SD an, dort sind sie am offensten, denn dort greift der Populismus schon so weit. Kunst, Kultur - das ist was, was mit Bildung und Denken zu tun hat, und damit hat es Medelsvensson nicht so. Otto Normalverbraucher auch nicht. Also soll es in der Kultur nur noch original schwedisch und volkstümelnd zugehen.


Das stimmt! Ein guter "Tankeställare"!

/Paul


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 16:06 
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Skogstroll hat geschrieben:
Wer sagt, dass sie es nicht tun? Das letzte Mal ist nichtmal 80 Jahre her, historisch ist das ein Wimpernschlag. Schauen wir uns doch nur die Entwicklung in Norwegen, Dänemark, Holland oder Frankreich an. Oder das Ergebnis der Schulwahl. Die Altersgruppe war ja nicht zufällig gewählt, das waren ja genau die, die bei der nächsten Wahl 18 Jahre oder älter sind.
Und dann gibt es immer wieder eine deutliche Tendenz nach rechts (wobei ich wie an anderer Stelle schon geschrieben die Sichtweise mit rechts hier und links am anderen Ende für grob vereinfacht halte), wenn die wirtschaftliche Situation schlechter wird. Dann kommt gern der Ruf nach dem starken Mann, der für alle Probleme gaaanz einfache Lösungen hat und es "denen da oben" (wem auch immer) mal richtig zeigt.
Und die nächste Wirtschaftskrise kommt bestimmt.

Übrigens, die Sache mit der Predigt, die die SD aus der Kirche getrieben hat, finde ich schon sehr vielsagend. Deshalb möchte ich die entscheidende Passage hier nochmal direkt zitieren, nicht nur als Link.

Skogstroll

Mit dem folgenden ist man bei den SD also absolut nicht einverstanden:



Und genau dabei geht mir das Messer im Sack auf! Hier wird gezielt Meinungsmache gemacht, es so hingestellt, dass die SD nicht mit den menschlichen Werten in der Predikt übereinstimmt, bzw. dass diese dies ablehnten. Also Skogstroll, bitte, wenigstens du mußt das doch durchschauen! VIELLEICHT tun die SD das nicht - aber dafür gibt es im Augenblick noch keine Beweise. Mit keinem Wort haben die SD das in ihrem Wahlprogramm, und ohne Beweise sind es nunmal nur Anschuldigungen.
Was in Wirklichkeit abgelaufen ist, war, dass der Priester in seiner Predikt ausdruecklich eine Demonstration gegen die SD für gut befunden hat, bei welchen u.A. Jimmie Åkesson aufgefordert wurde, das Land zu verlassen. Genausogut hätte der Priester in seiner Predikt sagen können: "Ich will euch nicht in meiner Kirche - raus!".

Nochmals: Ich kritisiere die Methoden, nicht das Ziel. Aber ich kann nunmal nicht umhin zu sagen, dass das eine schmutzige Sache war. Und sie hatte Erfolg. Das war nicht die Art eines Priesters. Und das beste Beispiel, wie man Tatsachen verdreht darstellen kann.

/Paul


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 17:03 
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Pink_Panther hat geschrieben:
Was in Wirklichkeit abgelaufen ist, war, dass der Priester in seiner Predikt ausdruecklich eine Demonstration gegen die SD für gut befunden hat, bei welchen u.A. Jimmie Åkesson aufgefordert wurde, das Land zu verlassen. Genausogut hätte der Priester in seiner Predikt sagen können: "Ich will euch nicht in meiner Kirche - raus!".
/Paul


Sorry, aber das kann ich da beim besten Willen nicht rauslesen. Der Priester war übrigens eine Bischöfin, soviel zur Wirklichkeit. Aber wenn du das Zitat für aus dem Zusammenhang gerissen hältst, kannst du ja gern unter dem Link weiter oben die ganze Predigt nachlesen.
Vielleicht hat bei der Demonstration jemand solche Äusserungen getan, in der Predigt ist davon nicht die Rede. Und schon gar nicht wird jemand aus der Kirche geworfen.
Und was nun das Parteiprogramm betrifft, so hat der Gällivare-Abgeordnete der SD Mandat und Partei verlassen, nachdem er - wenn auch reichlich spät - deren Programm gelesen hat. Seine Begründung: Er sei ein gläubiger Mensch und könne die Ziele der SD nicht mit seinem Glauben vereinbaren.
Passt recht gut zusammen, oder?

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 19:16 
Hallo Admin,

ich glaube nicht das mein Beitrag polemisch war.
Ich habe es selbst erlebt in Mittelschweden wie NeoNazis Andersfarbige durch die Wälder gejagt haben. Das war so brenzlich das wir unsere Sachen gepackt haben und abgehauen sind.
Nein, es ist kein Thema in Schweden, nur jeder weiß es.

Gruß
Chopper


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 21:30 
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Dietmar hat geschrieben:
Hej,

ich möchte an das Thema erinnern: "Rechte Parteien in Schweden?"
Bitte dran halten. Sonst haben wir bald eines dieser ausufernden politischen Geplänkel ohne Ende.

Gruß
Dietmar

Ja das stimmt mal,Admin :smt064

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Zitat:
Das Leben ist kein Leben,wer doch lebt,der wird bestraft.
Quelle von einem hier im Forum


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 20. Oktober 2010 13:32 
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Pink_Panther hat geschrieben:
Ich halte die schwedische Gesellschaft für durchaus tolerant, aber es gibt auch etwas, das man Überfremdung nennt, und ich glaube genau da liegt im Augenblick das Problem.

Im Schatten dieser Diskussion stellt sich die Frage für uns deutsche Einwanderer, ob das uns eher nützt oder schadet. Einerseits sind wir ja auch fremd, allerdings viel weniger fremd als Araber oder Chinesen. Zumal viele von "uns" extrem darauf bedacht sind, sich möglichst nahtlos zu integrieren.

Pink_Panther hat geschrieben:
Nein, nicht nur. Für mich zeigt sich Demokratie in der Fähigkeit, andere Meinungen zu akzeptieren und Lösungen zusammen zu suchen. Die klassischen Parteien in Schweden zeigen nichts davon.

Also im Gegensatz zu D sehe ich hier viel stärker das Bedürfnis nach Einigung und Kompromissen, statt parteipolitischer Kungelei.

Pink_Panther hat geschrieben:
Beispiel Deutschland: Klar ist Seehofer für seinen Ausspruch kritisiert worden, gleichzeitig hat der türkische Ministerpräsident die deutschen Türken zum deutsch lernen aufgefordert. War das nicht ein Beispiel für eine funktionierende Demokratie? Für eine Annäherung trots Diskussion mit harten Bandagen? In Schweden undenkbar!

Ja, ein Seehofer ist in Schweden außerhalb der SD undenkbar. Ein Glück, sonst müsste ich schon wieder auswandern.

Pink_Panther hat geschrieben:
Und es ist vollkommen richtig, Worte wie "Nigger" zu tabuisieren. Wenn man allerdings Worte wie "Negerbåll" (Süssigkeit) aus dem schwedischen Wortschatz verbannen möchte, oder gar Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf umschreiben möchte, weil das Wort "Negerkung" (Negerkönig) vorkommt, dann kann man sich fragen, ob dieser Aktivismus nicht doch zu weit geht. Siehe Multikulturell-Hype, wie ich in anderen Threads schon schrieb.

Naja man muss schon schauen dass Dinge, die früher ok waren, aber heutzutage nicht mehr, auch nicht unbedingt in Kindergeschichten stehen. Es gibt da auch recht brutale Beispiele, die man heute seinen Kindern auch nicht unbedingt vorlesen will.

Schon ironisch wenn im Rotkäppchen der Wolf Leute auffrisst die ihm dann live aus dem Bauch geschnitten werden, aber die Gesellschaft dann "Killerspiele" verteufelt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 21. Oktober 2010 11:21 
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Ein ganz interessanter Artikel zum Hintergrund der SD:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bevara_Sverige_Svenskt

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 23. Oktober 2010 00:46 
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Ich weiß nicht ob es diesen Link hier schon gab. Ich habe diese Reportage am Dienstag sehen können. ... Tja für alle verklärten Bullerby-er ... auch das ist Schweden. Leider! In der Doku u.a. Interview mit Stieg Larsson.
http://video.google.com/videoplay?docid ... 363773156#

_________________
Der Wald lebt, er kann atmen und sprechen und erzählt die Sage von der Urmutter allen Lebens. (jakutisch)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 23. Oktober 2010 12:08 
Hej,
Typisch schwedisch?
"Es ist zu hören und zu sehen, und doch tut die Gesellschaft, als wüsste sie von nichts"
Es sind immer die anderen, selbst ist man doch so vorbildlich: tolerant, gleichberechtigt und bemüht, es jedem recht zu machen.
In Malmö wird jetzt auf Einwanderer geschossen ... http://www.svd.se/nyheter/inrikes/skott ... 541275.svd
Jeder tut überrascht, dass so was passieren kann. Hat den keiner zugehört und hingeschaut ... immer noch brennen fast jedes Wochenende irgendwelche Garagen oder Autos in den Vorstädten von Göteborg. Es steht schon gar nicht mehr in der Zeitung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 23. Oktober 2010 15:02 
Schwedenfreund
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Wohnort: polnGrenze
....staune nur das es auch in Schweden so etwas gibt :roll:

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Zitat:
Das Leben ist kein Leben,wer doch lebt,der wird bestraft.
Quelle von einem hier im Forum


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 23. Oktober 2010 20:16 
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Beiträge: 43
Wohnort: Melle
Sogar mehr als in Deutschland - leider!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 31. Oktober 2010 19:58 
Wenn man sich ein wenig mit der Geschichte Schwedens gerade in der Zeit des Nationalismus
beschäftigt, so kommt man schnell auf die Hintergründe. Wer hat denn damals den schwedischen Geheimdienst b.z die Polizei maßgeblich aufgebaut. Es war der deutsche Geheimdienst in der Hitlerzeit. Und gerade das hat auch Heute noch seine Bestimmung. Alles, was ich hier schreibe sind meine persöhnlichen Erfahrungen und so wie ich es sehe.
Das also viele Gruppieren in Schweden rechts eingestellt sind, basiert auf solchen Einstellungen.
Auch die Ermordung von Olaf Palme beruht auf solchen Vermutungen.
Viele Dinge will man in Schweden verdrängen und auch versuchen, das solche Dinge nicht an die Öffentlichkeit kommen. Das beruht auch auf die Exporte von Waffen. Bestes Beispiel war die
Havarie der Fähre. Hier galt es, viele Dinge zu verheimlichen, speziell das es an der Fähre Waffensysteme gab, die man
a: nicht exportieren durfte und
b: gegenüber Un-Resolutionen verstoßen würde.
Menschen spielten keine Rolle
So ist aber die Rolle der Wirtschaft, egal ob in Schweden oder Deutschland. Nur profit regiert noch die Welt, Menschen spielen dabei keine Rolle?
Und es wird auch in Schweden weiter mit den Rechten gehen. In der schwedischen Polizei wie auch im Geheimdienst, haben wir die Tedenz das Rechts eine Macht ist und man es sich Leisten kann, auf Olaf Palme ein tötliches Attentat verüben kann und anschließend alles verschleiern kann.
Alles was ich hier schreibe, ist meine Meinung, das will ich nochmals betonen.
LG meinesarah


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 31. Oktober 2010 22:27 
Schwedenfreund
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Beiträge: 707
Wohnort: Lund
Ich bin es von Fefes Blog gewohnt Quellen zu wenig bekannten Hintergründen und Verschwörungstheorien zu bekommen. Hast du vielleicht ein paar Links, meinesarah?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 31. Oktober 2010 22:51 
Ich habe keine Beweiße. Jedoch sind meine Gedanken irgendwie durch viele Meinungen wie auch
im Internet irgentwie erhärtet. Ich habe den Mord an Olav Palme verfolgt. Viele Dinge sind dabei noch unklahr. Auch kann man noch nicht konkret sagen, wer der Mörder war?
Aber die Spuren führen in die rechte Scene. Es gibt auch so viele ungereimtheiten, die nicht an die Öffentlichkeit gebracht werden. Gleiches trifft auch auf die Haverie der Estnia zu. Man hat Waffenexporte auf der Estonia vermutet. Nach vielen Recherchen wird das auch vermutet und
zum Teil auch bestätigt. Hier kommt aber auch wieder wie auch in Deutschland die Lobby in den
Vordergrund. In erster Linie sind wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Das Unterscheidet Schweden nicht von Deutschland.
Der Mensch wird nicht in Betracht gezogen. Aber es ist auch in Deutschland so. Wenn ich einen Superdeal von zig. Millionen machen, was interessieren mich irgentwelche Arbeitslose.
Das ist das Problem dieses Systems. Nur Profit, der Mensch ist Uninteressant. Aber wieder
auf ZDF Und ARD zurück zu kommen. Ihre Politik ist nur auf Einschaltquoten ausgerichtet.
Weiter nächstes mal
lg meinesarah


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechte Parteien in Schweden ???
BeitragVerfasst: 23. November 2010 20:44 
Also Michael, ich kenne einige Schweden und es sind auch ein paar nationalorientierte dabei und ich muss sagen, dass diese Leute die letzten sind die dir als Deutschem "gefährlich" werden könnten bzw. das überhaupt wollen. Ich würde mir da mehr Sorgen über die dauernd wachsende Zahl der Nicht-Europäer machen. Vor allem in der Gegend um Malmö.

Meinen Erfahrungen nach sind die Deutschen nach den Skandinavischen Nachbarn, die am meist akzeptiertesten Einwanderer.

Oroa dig inte. Det ska fixa sig. :)

Gruß
Philipp


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