Raus aus Deutschland

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Imrhien
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Re: Raus aus Deutschland

Beitragvon Imrhien » 19. Januar 2008 21:29

Hej Nils,

also ich mache derzeit nichts und doch sehr viel :)
Ich kümmer mich um die Kinder, schaue, dass sie sich im Kindergarten gut einleben und so, mache den Haushalt, lerne schwedisch und so.
Eigentlich bin ich Sozialpädagogin und schaue nun mal was ich hier so machen kann. Aber ich bin nicht unbedingt auf meine Branche festgelegt. Mal schauen was sich findet. Mein Mann ist Bauingenieur, arbeitet aber mittlerweile eigentlich nur noch als Softwareentwickler in der Baubranche. Er arbeitet für eine Firma die on bord computer für Baumaschinen und so herstellt. Darüber hat er auch die Stelle gefunden, das ist recht speziell. Da gibt es in ganz Europa nur eine handvoll Firmen die da passen. Deshalb haben wir das Glück, dass wir auch ohne gutes Schwedisch eine Stelle haben. Aber wir lernen es beide und hatten schon Vorkenntnisse.

In Deiner Branche weiss ich nicht ob es leicht ist. Keine Ahnung. Aber Deine Freundin hat es natürlich schon leichter dadurch, dass sie bereit ist vieles zu machen. Sie sollte aber auch da schnell die Sprache können.
Ich drücke Euch mal die Daumen.

Grüße
Wiebke

bjoerkebo

Re: Raus aus Deutschland

Beitragvon bjoerkebo » 20. Januar 2008 12:40

....ich persönlich bin der Meinung das man sich am Anfang eh nicht auf den gelernten Job festlegen sollte.
Man kann sich ja ein Ziel setzen,z.B. was man in einem Jahr erreichen will.
Dann liegt es auch an jedem mit selbst,wieviel er dafür tun möchte.

Habe auch,totz zwei Ausbildungen,in einer Käsefabrik angefangen,durch einen Sommerjob.Und bin auch immer wieder bereit,die Stufe wieder herunter zugehen.
Hatte nach 10 Monaten das Glück in einen meiner Jobs zurückkehren zu dürfen.
Kompromisse muss man ja nicht nur ein Deutschland eingehen,auch in Schweden geht es nur selten ohne.Es gibt immer Leute die etwas mehr Glück haben,aber das sollte man nicht als selbstverständlich sehen.......

In diesem Sinne
Viel Glück!

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Imrhien
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Re: Raus aus Deutschland

Beitragvon Imrhien » 20. Januar 2008 19:35

eintracht adler hat geschrieben:meine freundin ist gelernte fachkraft im gastgewerbe.da wir aber eine kleine tochter haben wird es schwer diesen beruf nachzugehen.


Hej Nils,
ich weiss nicht was Deine Freundin da gearbeitet hat, bzw. zu welchen Zeiten. Aber in Schweden hat man mit einer Arbeitsstelle (oder auch Studium) einen höheren Anspruch auf Stunden im Kindergarten. Es wäre nicht unüblich die Zeiten im Kindergarten den eigenen Arbeitszeiten anzupassen. In den Städten gibt es teilweise sogar Kindergärten mit Nachtbetreuung. Ob man das möchte ist eine andere Sache..
Aber es gibt hier recht lange Öffnungszeiten und man kann sie durchaus mit der Arbeit abstimmen. Besser als ich es aus Deutschland kenne.
Der Kindergarten hier (nicht alle in Schweden) hat beispielsweise auch keine Ferien. Die machen nur 2 Tage im Jahr zu. In den Ferien werden Gruppen zusammengelegt, so dass immer eine Betreuung gesichert ist.
Das ist für Eltern die nicht den ganzen Sommer mit Urlaub abdecken können, eine gute Lösung.
Natürlich müsst Ihr erst mal eine Stelle und dann einen Kindergarten finden. Aber es wäre für Deine Freundin nicht ausgeschlossen wieder in ihrem Job zu arbeiten. Ich denke aber, dass man gerade da auch wieder mehr Sprachkenntnisse braucht (ausser vielleicht in einer deutschen Touristenhochburg).

Grüße
Wiebke

eintracht adler

Re: Raus aus Deutschland

Beitragvon eintracht adler » 20. Januar 2008 19:45

hallo bjoerkebo,
ich wollte mich für deine antwort bedanken.
also nachdem mir freundlicherweise das wort blog
erklärt worden ist habe ich auch gleich eure seite besucht und ich muss sagen das ich sie fast jeden tag besuche.da kann man schon ins schwärmen kommen von euren angeltouren und bootsfahrten.auch den kindergarten finde ich toll.ich glaube das es eine richtige kinderfreundliche gegend ist und ich meiner kleinen tochter lilly auch soetwas ermöglichen will .
wie sieht es denn bei euch im allgemeinen mit der arbeit aus?ich möchte natürlich so viel wie möglich erfahren.ich bin auch nicht wählerisch was die arbeit angeht.ich hatte nur von dem fachkräftemangel gehört und dachte das es eher einfach ist etwas passendes zu finden.so kann man sich täuchen!
bitte schreib mir noch etwas über eure gegend
beste grüsse aus deutschland
nils,peggy und die kleine lilly

eintracht adler

Re: Raus aus Deutschland

Beitragvon eintracht adler » 20. Januar 2008 20:00

hallo wiebke,
ich muss dir danken ,denn peggy hatte gerade ein breites grinsen im gesicht als sie deine nachricht gelesen hatte.sie würde natürlich die kleine nicht nachts im kindergarten lassen aber wir hatten auch nicht unbedingt vor in eine grossstadt zu ziehen.uns gefällt das landleben oder vielleicht noch eine kleinstadt,da wir sehr naturverbunden sind und unsere hunde gern draussen spielen. das die kita`s in schweden länger offen haben ist natürlich ein positives geschenk.
lebt ihr in einer kleinstadt oder auf dem land?
ist es sehr schwierig arbeit zu finden oder ist es ähnlich wie hier wo es viele zeitarbeitsfirmen gibt?
beste grüsse von
nils,peggy und dem rest der familie

bjoerkebo

Re: Raus aus Deutschland

Beitragvon bjoerkebo » 20. Januar 2008 20:27

Hej Nils!

wir wohnen in Västra Götaland zwischen den Senn Vättern und Vännern,jeweils etw 50km entfernt,was ja hier um die Ecke ist;-)
Wir hatten das Glück das wir über Blocket eine kl.DDH in einem 200 Seelendorf gefunden haben,direkt neben Kindergarten und Schule.
Wir sind mit drei Schritten in der Natur und haben ein tolles Naturreservat vor Haus,den Hornborgasee (http://www.hornborga.com ,kannst ja mal draufschauen,ist auch auf deutsch).
Zwei große Arbeitgeber in der nahen Umgebung sind Arla (Molkereiprodukte/Käse und Volvo.

Und hat bei dieser Gegend besonders gefallen,das es ein wenig hügelig ist,vergleichbar mit Sauerland.Aber auch viel Freifläche.
Viele Städte in der Umgebung bieten die Möglichkeit Arbeit zu suchen.
Ein weiter Grund war,das es nicht die "typische Auswanderer Region" ist.

Solltet du Fragen haben,kannst du dich auch via PN( private Nachricht melden).......

Wir haben unsere Wahl nicht bereut,sind innerhalb kurzer Zeit im Dorf integriert gewesen,wofür das Dorf bekannt ist.
Alles in allem hatten wir viel Glück,haben die richtigen Leute kennengelernt und unsere Vorarbeit hat sich ausgezahlt.

In diesem Sinne,einen schönen Abend

glada

Re: Raus aus Deutschland

Beitragvon glada » 20. Januar 2008 20:44

Björkebo hat geschrieben:Ein weiter Grund war,das es nicht die "typische Auswanderer Region" ist.


Hallo Miriam,

wo liegt denn die typische Auswandererregion? :hmm:

Oliver - hast du Frank meine Frage ausgerichtet? :drinkers:

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Re: Raus aus Deutschland

Beitragvon ohoh » 21. Januar 2008 06:25

hallo bjoerkebo,

würde mich auch interessieren....

"Ein weiter Grund war,das es nicht die "typische Auswanderer Region" ist"

wo sich diese befindet. :?:
Dateianhänge
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tsch3.jpg (3.41 KiB) 356 mal betrachtet
Gruß Birgit & Peter

viele können anfassen, aber nur wenige berühren

bjoerkebo

Re: Raus aus Deutschland

Beitragvon bjoerkebo » 21. Januar 2008 08:03

...allen Smålländer sei mir verziehen,aber ich sehe diese Region doch schon als die typische Auswanderregion der Deutschen.
Weil sie halt "die Astrid Lindgreen Idylle" die ja nun mal alle aus dem Fernsehn wiederspiegelt.
Das ist meist doch das erste was man über Schweden erfährt.

Schweden=Astrid Lindgreen= Smålland

Das soll jetzt in keinster Weise abwertend sein!
Es kam halt fur uns persönlich nicht in Frage.

Ich hoffe es sei mir verziehen.

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Re: Raus aus Deutschland

Beitragvon Imrhien » 21. Januar 2008 08:29

Hej Nils,

also, hier im Västmanland, genauer Västerås werden deryeit wohl viele "snickare" eingestellt auch wenn sie eigentlich keine Tischler oder Schreinerausbildung haben. Bei mir im SFI sind drei und die meinten, dass man da eine Stelle bekommt wenn man halbwegs gut einen Hammer halten und bedienen kann... ob das stimmt weiss ich nicht. Aber schauen kannst Du ja mal ob es bei ams.se bzw platsbanken was gibt.
Wir wohnen in einem Vorort von Västerås und haben somit beides. Die Stadt, die für schwedische Verhältnisse recht groß ist und somit auch viele Arbeitgeber. Ausserdem pendeln hier viele nach Stockholm, Uppsala, Eskilstuna und Örebro. Man kommt in ein bis zwei Stunden recht weit...
Aber da wir im Vorort leben, haben wir auch das Land. Etwa 50 Meter hinter unserem Haus (einmal um die Ecke) ist das Nichts. Nur noch Felder und ab und zu mal drei Häuser am Wegesrand...
Es ist wohl schon noch recht dicht besiedelt. Aber im Vergleich zu dem was ich aus Deutschland kenne, ist das für uns das Landleben pur :)
Wir haben aber trotzdem eine Schule, den Kindergarten und einen kleinen Laden. Alles was man eben so braucht. Ach ja, Ärzte haben wir auch :)

Es kann Dir aber niemand sagen wo Du hinsolltst. Schau mal was für Euch interessant ist.
Als Arbeitgeber hier in der Gegend wird immer wieder ABB empfohlen. Ich weiss nicht ob man da als Schlosser irgendwie im Quereinstieg rein kommt... aber schauen kostet nichts. Und Bombardier ist hier recht groß.

Wenn Du programmieren kannst, wirst Du auch schneller was finden. Hier werden viele Programmierer gesucht.

Grüße und viel Erfolg

Wiebke


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