Privatschulen vs kommunale Schulen

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Azrael
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Privatschulen vs kommunale Schulen

Beitragvon Azrael » 10. Oktober 2012 19:55

Hej.

Ich bin grundsätzlich ein Freund von Integration, also auch staatlicher Schulen.

Nun habe ich die Diskussionen bezüglich des Schulsystems durchgelesen und es ist klar, dass der Wissensstand verglichen mit dem der deutschen Schule nicht im Verhältnis zueinander steht.

Jetzt frage ich mich, wie sieht es mit internationalen Privatschulen oder deutschen Schulen aus? Gibt es hier Erfahrungswerte? In Stockholm gäbe es beides, die andere Tyskskola ist in Göteburg. Kann mir jemand sagen wie es in Kalmar aussieht?

Nach vielem Hin und Her ist die Schule der einzige Punkt der mir noch Sorgen bereitet. Bedeutet, es ist mir wichtig, dass unsere Kinder (bei Bedarf) international studieren könnten.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen.

Viele Grüße,
Azrael

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Re: Privatschulen vs kommunale Schulen

Beitragvon Kling » 11. Oktober 2012 06:41

Also in Kalmar gibt es keine deutsche Schule. Da findest du aber einige freie Schulen wie z.B Waldorf Gymnasium. Einfach mal bei Kalmar auf die HP gehen und genau gucken.

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Re: Privatschulen vs kommunale Schulen

Beitragvon Tulipa » 11. Oktober 2012 08:53

Hej,

mit deutschen Schulen in Schweden kenne ich mich nicht aus, gibt es auch nicht viele.

Enormen Zulauf hat die Engelska Skolan, die an immer mehr Orten öffnet. Voraussichtlich werden unsere Kinder dorthin gehen, ist aber bei uns erst ab der 4. Klasse möglich. Es gibt wohl auch bisher nur ein Gymnasium, in Stockholm.
Ich hatte neulich schon mal gefragt, hat hier jemand Erfahrungen mit der Engelska Skolan?

Was mich interessieren würde: wie geht das rein technisch, wenn Kinder hier das "Abitur" machen und dann z.B. in Deutschland studieren wollen? Wie wird das anerkannt? Wie wird ein eventueller Notenschnitt für einen NC ausgerechnet?

LG
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Re: Privatschulen vs kommunale Schulen

Beitragvon Azrael » 11. Oktober 2012 09:25

Soweit sind wir noch gar nicht. Unsere Kinder würden beide ja zunächst auf die Grundskola gehen (in 2 Jahren: 6 und 11 Jahre). Nur man will sich ja alles offen halten.

Es gibt ja auch die internationale Schule in Stockholm.

Die Engelska Skolan kenne ich nicht. Hast du da einen Link?

Aber was ich dir sagen kann ist, dass es in Schweden ja kein Abitur gibt, sondern eine Art Abschlusszeugnis vom Gymnasium. Da die drei Jahre jedoch berufsorientiert sind, wird es (so wie ich gehört habe) in Deutschland nicht als Abitur und Grundlage fürs Studieren anerkannt. Oder vielleicht auch nur dann wenn man eine Richtung eingeschlagen hat, in der man studieren möchte.

Ein richtiges (deutsches) Abitur gibt es aber nur bei der Tyska Skolan.

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Re: Privatschulen vs kommunale Schulen

Beitragvon HeikeBlekinge » 11. Oktober 2012 09:46

Es soll tatsächlich in Schweden einheimisch geborene Menschen geben, die international studieren....

Naja, vielleicht hat man mir da auch nur einen Bären aufgebunden :roll:
www.lilla-koksgarden.se


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Re: Privatschulen vs kommunale Schulen

Beitragvon Azrael » 11. Oktober 2012 09:54

Ich kann auch nur das wiedergeben, was ich höre und lese. Vielleicht gingen diese ja dann auf die internationale Schule oder haben in Schweden begonnen zu studieren und setzen im Ausland diese fort. Vielleicht gibt es auch Länder, bei denen es egal ist (Ausland bezog ich jetzt auf Deutschland)...oder oder :)

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Re: Privatschulen vs kommunale Schulen

Beitragvon Tulipa » 11. Oktober 2012 10:11

Hej Azrael,

hier der Link:

http://engelska.se/

über deine Bedenken musste ich auch schmunzeln. Selbstverständlich kann man auf einem schwedischen Gymnasium auch eine sog. studienvorbereitende Richtung wählen, für eine schwedische Uni ist dann eine extra Aufnahmeprüfung (högskoleprov) nötig. Diese steht gegen die Teilnahmegebühr jedem offen, wer ein ganz realistisches Bild haben möchte kann die also selbst machen.

Ich habe auch irgendwo mal eine offizielle Tabelle gesehen, wie die Endnoten (es gibt zwar keine Abschlussprüfung, aber trotzdem Bewertungen in den letzten Schuljahren) umgerechnet werden. Demnach konnte man bei entsprechend guten Noten auch Medizin usw. in D studieren.
Ich möchte gern mal von jemandem hören, welche Erfahrungen damit tatsächlich auftraten. Dass es grundsätzlich möglich ist, bezweifele ich nicht.

LG
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Re: Privatschulen vs kommunale Schulen

Beitragvon Pink_Panther » 11. Oktober 2012 17:09

Hallo,

schwedische Gymnasien könnte man am ehesten mit der fachgebundenen Hochschulreife in Deutschland verleichen. Je nachdem welches Gymnasium (bzw. welche Linie) man wählt, so hat man später verschiedene Möglichkeiten, ein Studium an einer schwedischen Universität aufzunehmen. Auf schwedischen Gymnasien liest man die verschiedenen Fächer bis zu einem gewissen Grad (Niveau A - E). Wählt man eine naturwissenschaftliches Gymnasium so werden vermutlich Mathe, Physik und Chemie bis Niveau E angeboten. Damit hat man dann später freie Bahn für ein naturwissenschaftliches Studium, bei welchen genau dieses Niveau in diesen Fächern als Aufnahmekriterium entscheidend ist. Fehlt diese Qualifikation, so kann man in den meisten Fällen Kurse an Volkshochschulen (KomVux) belegen und dies nachholen. Voraussetzung ist natürlich, dass man zumindest das Ziel des jeweiligen Gymnasiums - den Abschluss - erreicht hat.

Ich kann dir nicht genau sagen, wie die Aufnahembedingungen an Universitäten anderer Länder sind, in wie weit die schwedischen Leistungen anerkannt werden. Es gibt da Tabellen und Umschlüsselungen, von Deutschland nach Schweden ging es recht einfach, ich mußte nur Mathe E und Physik D an einer Volkshochschule prüfen lassen, dann war für mich alles in Butter. Ich würde mir deswegen nicht so sehr den Kopf zerbrechen. Es ist wohl eher wichtig sich darüber im Klaren zu sein, was man gerne werden möchte, und wie man dahin kommt - also auf welche Fächer man sich spezialisieren sollte.

Meiner Meinung nach sind private Schulen in Schweden oftmals besser als kommunale. Das spielt aber später, wenn das Zeugnis steht, für die Universität keine Rolle.
/Paul

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Re: Privatschulen vs kommunale Schulen

Beitragvon Freddy » 11. Oktober 2012 17:20

Azrael hat geschrieben:Hej.

Nach vielem Hin und Her ist die Schule der einzige Punkt der mir noch Sorgen bereitet. Bedeutet, es ist mir wichtig, dass unsere Kinder (bei Bedarf) international studieren könnten.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen.

Viele Grüße,
Azrael


Dann musst Du lediglich darauf achten, wenn die Kinder nach der 9. Klasse auf ein Gymnasium gehen welches das sogenannte IB-Programm anbietet. Davon gibt es in Schwedenderzeit 32 Stück.
Unterrichtssprache ist übrigens englisch, deutsch als Sprache ist rückläufig, die Jugend von heute nimmt meist spanisch oder französisch.

BellaDonna

Re: Privatschulen vs kommunale Schulen

Beitragvon BellaDonna » 12. Oktober 2012 11:26

Ich habe lange an einer Privaten Schule gearbeitet (als köchin). Da die Schule nicht soo gross war habe ich viel mitbekommen was da so abgeht. Rektorin hat mir auch viel anvertraut was sonst eigentlich nicht so üblich ist. Aber ich atte da soetwas wie die Rolle de Hausmutter.
Die Privaten Schulen sind auf Profit aus der ja in Private Hände fliesst. Da der ûberschuss an Kommunalen Schulen wieder an die Kommune geht ist der druck an jeder Ecke zu Sparen nicht so gross da ja kein Privater Nutzen hervorgeht. Da wo ich war, sahen die Zeugnisse auch gut aus da bei den Nationellen Prüfungen von Seiten der Lehrer fleissig geholfen wurde. Schüler die nichtmals den Speisezettel lesen konnten haben gute abgeschlossen. Egal was.. Hauptsache die Schüler sind geblieben und das Geld floss weiter kräftig in die Taschen der Eigentümer. Erziehrische massnahmen gab es nicht.. weil dann hätten viele die Schule gewechselt! ich könnte noch viel mehr schreiben.. aber ändern würde das bestimmt nichts
!


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