Privatier - Krankenversicherung

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Re: Privatier - Krankenversicherung

Beitragvon Pink Panther2 » 28. Juni 2016 18:23

Ich sags ja, die Schweden sind echt flott mit ihren Antworten.

"Vänligen notera för att ta del utav svensk sjukvård måste man vara folkbokförd samt ha ett svenskt personnummer som du tilldelas utav Skatteverket. Vid akuta ärende så använda dig utav ditt Tyska EU kort som ger dig rätt till likställda sjukvårdskostnader som medborgarna i landet betalar. För att bli socialförsäkrad behöver du registrera dig hos Försäkringskassan med blankett FK5456 som du hittar på vår hemsida. Har du ett E106 intyg från Tyskland så kan du skicka in det till Försäkringskassan så att vi kan registrera intyget hos oss. Man blir inte automatiskt socialförsäkrad när man folkbokförs och har du frågor angående skatt kan du kontakta Skatteverket för mer information."

Da ich im ganzen Text keinen Hinweis auf irgendeine Wartezeit finde, scheint es die nicht zu geben. Das hätte man sicher erwähnt.
Wenn ich das weiter richtig verstehe, registriere ich mich vor Ort mit dem Formular FK5456 oder schicke das E106 von Deutschland.

VG

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Re: Privatier - Krankenversicherung

Beitragvon vinbergssnäcka » 28. Juni 2016 20:39

Also, wie auch immer solltest Du so lange in Deutschland versichert bleiben, bis das von der försäkringskassan geklärt wurde, ob du in Schweden sozialversichert bist oder nicht.
Du kannst Dir ja das Formular mal bei der FK runterladen, einfach nach der Nummer suchen, gibts auch in Englisch. Und dann alle Punkte mal durchrabeiten. Zum Beispiel kommt darin die Frage auf, wo du steuerpflichtig bist, klär das mal eindeutig ab. Abgeben kannst Du das Formular erst, wenn Du eine Personnummer erhalten hast vom skatteverk.

Ich selber würde vermutlich so vorgehen, bei der deutschen Krankenkasse erstmal weiter versichert bleiben und bei Umzug das Formular E106 einfordern. Wenn Du dann hier Personnummer hast, das Formular der FK ausfüllen, aber ohne E106....einfach mal davon ausgehen, du würdest in Schweden versichert.....wenn dann der Bescheid kommt, entweder positiv, dann bei deutscher KK abmelden...oder wenn negativ, das Formular E106 nachreichen....

Viel Erfolg und halte uns auf dem laufenden....
liebe Grüsse

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Re: Privatier - Krankenversicherung

Beitragvon vibackup » 29. Juni 2016 22:38

Pink Panther2 hat geschrieben:Ich sags ja, die Schweden sind echt flott mit ihren Antworten.

Antwort und Antwort... sie sagen dir, wie du den Antrag stellst und warnen dich, dass du nicht automatisch versichert bist.
Ansonsten sagt die Antwort gar nichts.
Was meinst du mit Wartezeiten; auf was?
Die haben dir gar nichts versprochen...

//M

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Re: Privatier - Krankenversicherung

Beitragvon EuraGerhard » 30. Juni 2016 16:01

Hallo!

Pink Panther2 hat geschrieben:Har du ett E106 intyg från Tyskland så kan du skicka in det till Försäkringskassan så att vi kan registrera intyget hos oss

Das E106-Formular gibt es nicht mehr. Das heißt jetzt E1 und ist genau das, was ich Dir in meiner früheren Antwort schon genannt hatte. Mit diesem Formular bestätigt Deine deutsche Krankenversicherung, dass Du bei ihr versichert bist und das schwedische Gesundheitswesen mit ihr abrechnen kann.

Wenn Du nicht in Schweden Einkünfte erzielst und somit Steuern zahlst, musst Du Deine deutsche KV beibehalten!

MfG
Gerhard

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Re: Privatier - Krankenversicherung

Beitragvon vinbergssnäcka » 30. Juni 2016 16:31

Wann wurde denn nun das E106 abgeschafft? Letztes Jahr haben das die deutschen Krankenkassen.....oder zumindest eine noch ausgestellt....und dieses Jahr hat ne Sachbearbeiterin das mir gegenüber auch noch genannt....


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Re: Privatier - Krankenversicherung

Beitragvon EuraGerhard » 30. Juni 2016 18:35

vinbergssnäcka hat geschrieben:Wann wurde denn nun das E106 abgeschafft?

Ich vermute, es wurde nur umbenannt. Womöglich können alte E106er sogar noch aufgebraucht werden, falls noch irgendwo welche rumliegen sollten.

Merkwürdig finde ich allerdings, dass man bei der Försäkringskassan davon offensichtlich noch nichts weiß.

MfG
Gerhard

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Re: Privatier - Krankenversicherung

Beitragvon Pink Panther2 » 1. Juli 2016 09:39

Vielen Dank für eure Antworten und eure Hilfe.

Ich muss das nochmal irgendwie anders anfassen, um diesen Sachverhalt zu klären.
Wenn ich etwas habe in Erfahrung bringen können, melde ich mich. Das wird aber sicher einige Zeit in Anspruch nehmen.

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Update

Beitragvon Pink Panther2 » 11. August 2016 09:51

Hallo ihr alle,

ich habe das Rätsel gelöst, man soll es kaum glauben.

Für meine Situation, also mit eigenen Mitteln ohne staatlichen Ursprung, bleibe ich in Deutschland begrenzt steuerpflichtig.

Für eine Krankenversicherung muss ich selber sorgen, ich kann weiterhin als freiwilliges Mitglied in der deutschen KV bleiben und meine Beiträge dorthin entrichten
oder
eine Auslandskrankenversicherung (nicht zu verwechseln mit einer Auslandsreisekrankenversicherung) abschließen. (Kosten ca. 80 € p.M.)
Empfohlen wurde die Hanse Merkur, hilfreiche Informationen dazu finden sich auch im Internet bei "Deutsche im Ausland", bzw. bei einem Versicherungsmakler.
Bei Abschluss einer Auslandskrankenversicherung empfiehlt sich der Abschluss einer Anwartschaft bei der Gesetzl. KV (Kosten ca. 50 € im Monat), um bei einer Rückkehr nach D wieder in der gesetzlichen KV versichert werden zu können, da hat es wohl schon oft Schwierigkeiten gegeben.

Die einjährige Wartefrist, von der immer wieder mal die Rede ist, scheint eher selten zum Tragen zu kommen.
Sinngemäß heißt es, dass jeder in Schweden dauerhaft Lebende in die schwedische KV aufgenommen wird (ausser Rentner, Studenten und eigene Mittel). Und als dauerhaft definiert man Aufenthalte von mindestens einem Jahr.
Für Personen die in Schweden berufstätig sind, entfällt diese Geschichte, da sie mit ihrem Gehalt Steuern in Schweden abführen und so sofort drin sind (inklusive ihrer Familienmitglieder).

Diese Antwort bezieht sich auf meine persönliche Situation, sie ist also nicht unbedingt übertragbar, wie ihr schon gelesen habt, liegt der "Deibel" oftmals im Detail.
Ich habe auch feststellen müssen, dass ich viele fehlerhafte Informationen bekommen habe, u.a. auch von meiner KK, eine gewisse Hartnäckigkeit und Skepsis ist durchaus angebracht.

Puh...geschafft.

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Re: Privatier - Krankenversicherung

Beitragvon vinbergssnäcka » 11. August 2016 14:02

Hallo Pink Panter,

danke für die Auflösung, ist doch immer wieder spannend...und kompliziert, das Leben in Europa.

Eine Frage hab ich noch, du schreibst, du bist beschränkt steuerpflichtig in Deutschland...bist du dann unbeschränkt steuerpflichtig in Schweden?

Ich frage deshalb,weil beschränkt steuerpflichtig ist äusserst ungünstig, wenn man aber nur in Deutschland versteuern muss kann man glaube ich auch unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland bleiben. Das bedeutet nämlich, das Du dort auch die Freibeträge und vergünstigungen behalten kannst, zB auch Ehegattensplitting usw....das gibt es nicht bei der beschränkten Stuerpflicht....nur mal so

alles gute für Euch
liebe Grüsse

Heike

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Re: Privatier - Krankenversicherung

Beitragvon EuraGerhard » 11. August 2016 16:25

Hallo Pink Panther2,

vielen Dank für die Information! Demnach ist es also bei einem Berufsunfähigkeitsrentner doch ziemlich genau dasselbe wie bei einem Altersrentner.

vinbergssnäcka hat geschrieben:Ich frage deshalb,weil beschränkt steuerpflichtig ist äusserst ungünstig, wenn man aber nur in Deutschland versteuern muss kann man glaube ich auch unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland bleiben.

Voraussetzung dafür ist, dass man mindestens 90% seines zu versteuernden Einkommens in Deutschland erzielt. Das sollte also kein Problem sein. Die Einstufung als unbeschränkt steuerpflichtig muss aber beantragt werden, automatisch geht das nicht.

MfG
Gerhard


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