Platz- und Personalmangel gefährdet Patienten

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svenska-nyheter
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Platz- und Personalmangel gefährdet Patienten

Beitragvon svenska-nyheter » 17. April 2014 10:55

Platz- und Personalmangel an schwedischen Krankenhäusern war in zahlreichen Fällen mitverantwortlich dafür, dass Patienten zu Tode oder zu Schaden kamen.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

vibackup
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Re: Platz- und Personalmangel gefährdet Patienten

Beitragvon vibackup » 17. April 2014 18:46

svenska-nyheter hat geschrieben:Platz- und Personalmangel an schwedischen Krankenhäusern war in zahlreichen Fällen mitverantwortlich dafür, dass Patienten zu Tode oder zu Schaden kamen.

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Ja, so ist es.
Und dennoch herrscht immer noch politisch die Ideologie vor, dass wir weniger Betten im Krankenhaus haben sollen... so etwas geschieht, wenn Politiker in solchen Fragen bestimmen dürfen.

//M

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Re: Platz- und Personalmangel gefährdet Patienten

Beitragvon Volker » 18. April 2014 09:47

Ich gehöre zu den Betroffenen, da ich zu früh nach Hause geschickt wurde. Ich denke, die Dunkelziffer ist viel viel höher.

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Re: Platz- und Personalmangel gefährdet Patienten

Beitragvon Gitti » 18. April 2014 09:57

Nicht nur die Krankenhäuser, auch die anschließend vielleicht notwendige Reha ist betroffen. Ich habe nach einem Schlaganfall 6 Monate warten müssen, bis ich in eine Tagrehabilitierung kam, ich brauchte also nicht einmal ein Bett. Dabei steht überall, dass die Reha nach einem Schlaganfall sofort beginnen muss um so viel wie möglich an geschädigten Funktionen "zurückzuholen". Für mich ist am Ende trotzdem alles gut gegangen, dank meinem Mann, der für mich ein eigenes Rehaprogramm gemacht hat. Schweden ist gut, man darf nur nicht krank werden. :roll:
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Re: Platz- und Personalmangel gefährdet Patienten

Beitragvon Speedy » 18. April 2014 10:20

Gitti hat geschrieben:Nicht nur die Krankenhäuser, auch die anschließend vielleicht notwendige Reha ist betroffen. Ich habe nach einem Schlaganfall 6 Monate warten müssen, bis ich in eine Tagrehabilitierung kam, ich brauchte also nicht einmal ein Bett. Dabei steht überall, dass die Reha nach einem Schlaganfall sofort beginnen muss um so viel wie möglich an geschädigten Funktionen "zurückzuholen". Für mich ist am Ende trotzdem alles gut gegangen, dank meinem Mann, der für mich ein eigenes Rehaprogramm gemacht hat. Schweden ist gut, man darf nur nicht krank werden. :roll:


Da muss ich Dir leider zustimmen, Schweden ist gut aber...

leider

Gruss Speedy

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Re: Platz- und Personalmangel gefährdet Patienten

Beitragvon stavre » 18. April 2014 10:33

Gitti hat geschrieben:Nicht nur die Krankenhäuser, auch die anschließend vielleicht notwendige Reha ist betroffen. Ich habe nach einem Schlaganfall 6 Monate warten müssen, bis ich in eine Tagrehabilitierung kam, ich brauchte also nicht einmal ein Bett. Dabei steht überall, dass die Reha nach einem Schlaganfall sofort beginnen muss um so viel wie möglich an geschädigten Funktionen "zurückzuholen". Für mich ist am Ende trotzdem alles gut gegangen, dank meinem Mann, der für mich ein eigenes Rehaprogramm gemacht hat. Schweden ist gut, man darf nur nicht krank werden. :roll:



wir haben hier ähnliches

ambulante reha nach 5 monaten. arzt hat "vergessen" meinen sambo weiter krankzuschreiben,geschweige denn sich überhaupt mal um ihn gekümmert, keine blutdrucküberwachung noch kontrolluntersuchungen .....



beim ersten schlaganfall mußte er in der "akuten" 8 std warten. alles um ihn herum schwirrte umher,aber keiner fühlte sich für ihn zuständig. nach 1 woche entlassung ohne irgendwelche medikamente.

habe mich beim zuständigen landsting beschwert

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Re: Platz- und Personalmangel gefährdet Patienten

Beitragvon HeikeBlekinge » 18. April 2014 11:43

Wenn ich so etwas lese, hoffe ich nur das jeder von euch Betroffenen die Möglichkeit der Beschwerde reichlich ausnutzt! Nur so kann diese Mangelwirtschaft an die Öffentlichkeit kommen, nur so kann etwas geändert werden!

Als ich knapp ein halbes Jahr in Schweden war, erlebte ich ähnliches: Entlassung trotz akuter Schmerzen und deutlichem Krankheitsbild. Heute weiss ich, das ich einfach nur Glueck hatte weil der verdrehte Eierstock sich zurueck drehte. Ein halbes Jahr später, nach einer langen Autofahrt nach D bekam ich die gleichen, unglaublichen Beschwerden - ich kam innerhalb von 2 Stunden unters Messer. Nochmal Glueck gehabt. Das es diesmal in D passierte! Unbehandelt kann so etwas arg ins Auge gehen.
Leider war ich damals nicht in der Lage (sprachlich gesehen, oder allein vom Wissensstand her, wie das so in Schweden läuft) mich ueber die Nicht-/Fehl-/Behandlung in Schweden zu beschweren.
Zweimal mit Notfallwagen in die Akuten, gegen die Schmerzen halfen nur Opiate (von denen man gruendlich kot..., kann ich nur sagen!), eine Gynäkologin die anscheinend schon dem vorletzten Jahrhundert angehörte. Nicht nur weil sie so aussah, sondern weil u.a. der Pfleger ihr das Ultraschallgerät erklären musste. Dann drei hochnäsige Ärzte um mein Bett, die etwas von harmlosen Mittelschmerzen faselten und ein MRT auf dem ein 5cm Teratom sich wohl unsichtbar machte konnte... wäre ich körperlich oder sprachlich in der Lage gewesen, hatte ich sie laut angeschnauzt. So wurde ich einfach mitten in der Nacht nach Hause geschickt. Mit unveränderten Beschwerden!

Im Nachhinein, als ich mich dann besser verständigen konnte, erfuhr ich so einiges ueber den "guten Ruf" dieser gynäkologischen Abteilung. Das war nicht nur einfach Pech, da scheinen unfähige Leute in jeglicher Position zu sein.
Wuerde mir das heute passieren, wuerde ich den Verantwortlichen das Leben zur Hölle machen und wahrscheinlich sogar eine saftige Schadensersatzklage in die Wege leiten.
Das sollte jeder tun, der fehlbehandelt wird, womöglich nicht im zeitlichen Rahmen weiterbehandelt wird, oder unter unnötigen, langen Schmerzen zu leiden hat!

Wenn ihr doch wisst, das z.B. eine Reha nicht im zeitlich vorgegebenen Rahmen eingeleitet wird - oder zeitlich die Uberweisung zu enem Facharzt nicht eingehalten wird: Beschweren! Keine Reaktion? Anmälan!
Weite Fahrwege? Hallo! Werden alle uebernommen!
Man muss nur nach eine Quittung dafuer fragen!

Bei deinem Mann wurde der Blutruck nicht kontrolliert? Entschuldige, Elke! Warum reagierst du da erst nach 5 Monaten wenn du doch anscheinend weisst, dass da Kontrolluntersuchungen notwendig sind? Weshalb machst du den Arzt verantwortlich, ihn 5 Monate nicht krankgeschrieben zu haben? Weisst du ueberhaupt, wie das in S läuft? Fragst du nach??
Eine Krankschreibung wird vom Patienten selbst an die FK geschickt, der Arzt selber schickt sozusagen eine Kopie. Die FK erkennt nur eine Krankschreibung an, die auch vom Patienten persönlich eingereicht wird! Wenn ich also kein Schreiben vom Arzt selber bekomme das ich weiterreichen muss, dann gehe ich doch auch davon aus, das er noch nichts geschrieben hat! Dann reagiere ich!

Leider ist es so, das man sich vieles selber erfragen und erlesen muss was das schwedische System angeht. Von selber erzählen einem die wenigsten (Ärzte) etwas, denn irgendwie scheint jeder davon auszugehen, das man weiss, wie es läuft. Das kann soweit gehen, das man sich selber um Termine oder den Kontakt zu Physiotherapeuten kuemmern muss. Da ist nix mit ueberweisen oder so. Laut "Tabelle" steht es einem Schlaganfallpatienten sicherlich zu, das er Krankengymnastik bekommt - bloss weiss derjenige, der das System nicht kennt, wahrscheinlich gar nicht, das er den Physiotherapeuten einfach nur selbst kontaktieren muss!? Oder es sitzt gelangweiltes Personal hinterm Schreibtisch, das von Pflichtbewusstsein oder Verantwortungsgefuehl im medizinischen Bereich noch nie etwas gehört, bzw. gelehrt bekam?

Ich nehme an es ist eine Mischung aus beidem. Bei uns Nicht-Schweden kann da noch eine gute Portion Unkenntnis der schwedischen Sprache hinzu kommen. So wie bei mir vor etlichen Jahren.
Und da hilft dem Betroffenen nur eines: Sich kundig machen!

lg
Heike
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

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Re: Platz- und Personalmangel gefährdet Patienten

Beitragvon stavre » 18. April 2014 11:54

unkenntnis, bin keine krankenschwester


ich hatte mich wohl falsch ausgedrückt....er war bis märz krankgeschrieben. daraufhin hab ich seine handläggare von der fk kontaktiert,die dann den mißstand aufdeckte.
hatten letzte woche möte mit der fk,arzt und arbeitgeber

krankschreibungen werden hier in jämtland direkt vom arzt zur fk geschickt.........

nun rollts..... dank einem forumsmitglied der mir sehr gute fachliche tips gab.

im mai ist die nächste möte,ob er 50% rente bekommt und 50% arbeitet

er ist nun bis ende august zu 100% krankgeschrieben. alles läuft jetzt in geregelte bahnen und wir müssen nicht immer die 60 km (ein weg) auf uns nehmen.


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