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 Betreff des Beitrags: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 5. August 2008 13:34 
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Huhu,

an das habe ich ja noch gar nicht gedacht! Was machen wir in 15 Jahren, wenn Ömchen langsam klapprig wird und Hilfe braucht?
Wenn wir sie dann zu uns nach Schweden holen, gibt es da irgendwelche Pflegeförderungen wenn ich selber alles mache oder gibt es Pflegehilfe? Wer finanziert das?
Kriegt sie ihre Pension auch noch, wenn sie nach Schweden geht?
Weiß jemand mehr?
Danke!


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 5. August 2008 14:21 
Alter Schwede
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Hej snikare,

also ihre Pension sollte sie eigentlihc bekommen. Bei normaler Rente ist das eigentlich so, dass man die in Europa überall ausgezahlt bekommt. Mit ausreichender Rente ist auch die PN dann kein Problem. Wie das aber mit Pfelgegeld ist, das weiss ich nicht. Könnte mir eigentlich vorstellen, dass man dazu erst mal eine Weile hier gelebt haben müsste oder/und Steuern gezahlt... Aber ich bin da nicht sicher. Vielleicht gibt es auch da Regelungen?

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 6. August 2008 01:18 
Schweden Guru
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Also, was in 15 Jahren ist, wage ich nicht vorauszusagen ... :wink:
Wahrscheinlich bekommt man da überhaupt keine staatliche Rente mehr ...
Ansonsten ist es bisher so, dass plegebedürftige Leute über die Kommune versorgt werden, Fristen gibt es dabei nicht. Wie gesagt, bisher ...
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 6. August 2008 13:43 
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Sie kriegt ja jetzt schon Rente, die kann ihr doch nicht einfach gestrichen werden?

Ich will eigentlich nur wissen, ob es möglich ist, die Oma dann zu uns zu holen, damit sie ihre letyten Jahre nicht im Heim fernab von ihrer Familie verbringen muss.
Wie´s aussieht muss ich dann wohl fuer eine Pflegekraft zu sparen beginnen? :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 6. August 2008 13:44 
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Mir ist nochwas eingefallen, also wenn ich ein Kind mit Behinderung habe, dann kann ich ja selber zu Hause bleiben und mich kuemmern und bekomme dafuer was bezahlt, soweit ich das verstanden habe.

Das muesste es ja fuer die Altenpflege doch dann auch geben. Was macht ihr denn alle mit euren Eltern?


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 6. August 2008 14:39 
Schweden Guru
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Registriert: 14. Oktober 2006 15:48
Beiträge: 1544
Wohnort: Orsa
Hab ich mich wirklich so missverständlich ausgedrückt? Wenn ja, entschuldige ich mich in aller Form!
Deine Frage war aber auch ziemlich komisch!
Ein Rentner bekommt seine Rente selbstverständlich auch in Schweden. Wird er/sie pflegebedürftig, hat er/sie Anspruch auf Unterstützung durch einen (von der Kommune gestellten) Pflegedienst. Eigenkosten sind von Fall zu Fall und je nach Kommune unterschiedlich. Ein Recht auf einen persönlichen Assistenten hat ein alter Mensch nicht.
Für die Beurteilung des Pflegebedarfs sind die biståndsbedömmare zuständig, die es in jeder Kommune gibt!
Deutlicher???
Jörg :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 6. August 2008 18:32 
Ich habe bis jetzt noch nie gehört oder erlebt, dass schwedische Familien ihre Alten zuhause pflegen. Hier in Schweden wohnen fast alle Alten allein und bekommen u.U. gelegentlich minutenkurzen Besuch vom Hemtjänst, der vielleicht für sie einkauft und/oder putzt. Das müssen die Alten (jedenfalls in Stockholm) aber bezahlen. Auch für tägliche Kontrollanrufe, die überprüfen, ob sie noch leben. - Altenheime gibt es verschwindend wenige, vor 2 Jahren war mal ein Artikel in Dagens Nyheter, in dem es hiess, man müsse sich schon mit 25 Jahren in die Schlange stellen, damit man später auch sicher einen Platz im Altenheim bekomme. Hier kommt man nur in's Heim, wenn man fast schon tot ist. Hohes Alter, Blindheit, völlige Unfähigkeit, sein Haus zu verlassen - all das zählt z.B. nicht.

Daher glaube ich kaum, dass es eine Art Pflegegeld für pflegende Angehörige in Schweden gibt. Aber frag zur Sicherheit mal die Försäkringskassan, ob es das gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 6. August 2008 19:11 
Schweden Guru
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Registriert: 24. März 2008 14:47
Beiträge: 1102
Wohnort: Niedersachsen/Värmland
Es wurde ja auch nicht geschrieben, dass es Pflegegeld gibt, sondern eine Betreuungsperson von der Kommune.
Und das gibt es tatsächlich, jedenfalls bislang.
Dass Angehörige ihre "Alten" pflegen ist wohl unüblich, selten wohnen sie ja auch zusammen.

_________________
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 6. August 2008 21:39 
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Beiträge: 183
Wohnort: Österreich
Mhm, ich will meine Ma jedenfalls pflegen wenn sie mal klapprig wird und nicht irgendwo alleine versauern lassen... werde wohl dafür ein kleines Sparkonto eröffnen, damit ich das gebacken kriege...


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 7. August 2008 00:00 
Schwedenfreund
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Registriert: 25. Januar 2007 20:42
Beiträge: 409
Wohnort: meistens Neuendettelsau
mhm ist das mit den Altenheimen vielleicht auch regional unterschiedlich? allein in "meinem" Stadtteil in Göteborg gab es glaub ich 5 Altenheime, darunter ein Pflegeheim. Altenheim und Pflegeheim sind aber ja auch unterschiedliche Sachen. Allerdings war das Thema des Threads ja ein bisschen ein anderes :)

_________________
"Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen." Franz Beckenbauer


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 7. August 2008 00:50 
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Beiträge: 102
Wohnort: Västerbotten
Also ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der schwedische Staat Pflegegeld für eine Ausländerin zahlt, die in Schweden nie ein eigenes Einkommen hatte und somit noch nicht eine Krone an Steuer in das schwedische Rentensystem eingezahlt hat.
Die Pflegeeinstufung würde also nach deutschen Maßstäben erfolgen. Ist nur die Frage, wann denn mal ein deutscher Beamter in Schweden ist, um die "Begutachtung" vorzunehmen, nach der dann die Pflegestufe vergeben wird. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die kaum mehr transportfähige Oma dann zur Begutachtung bis ins Heimatland transportiert werden müsste.

In der Richtung sind die Systeme in Deutschland ja wirklich eine Katastrophe - hab das halbwegs live bis zum letzten Jahr erlebt, als es um die Einstufung meines an Alzheimer erkrankten und mittlerweile verstorbenen Opa ging.


Ein anderer Ansatz wäre natürlich, wenn die Oma schwedische Staatsbürgerin wird, bevor das Thema Pflege wirklich angesprochen werden muss. Wie ich bislang gelernt habe, muss man aber zur Staatsbürgerschaft eine gewisse Zeit in Schweden gelebt (und Steuern gezahlt?) haben.
Dazu können dir andere Forenmitglieder aber sicherlich mehr schreiben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 7. August 2008 16:21 
Alter Schwede
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Registriert: 6. Dezember 2006 11:31
Beiträge: 3154
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Hallo,

erstens denke ich mal, dass man Pflegeheime hier und da nicht vergleichen kann. Auch in Deutschland gibt es da große Unterschiede... Hier in Schweden gibt es so viele (allein bei uns im Ort eines und so groß ist der nicht..., wer weiss wieviele in der Stadt?), da sieht es wirklich so aus, als würden die meisten älteren dann in so einer Einrichtung leben. Von der hier im Ort weiss ich, dass sich die Leute da sehr wohl fühlen. Wir machen hin und wieder mit der öppna förskola und dem Pfelgeheim was zusammen. Das ist immer ganz lustig. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man das sicherlich auch daheim machen kann.
Es wird doch sowas wie Pflegedienste geben?
Was die Bezahlung angeht, da hat Jörg ja schon geschrieben, dass es keine Fristen gibt, bisher. Ich denke auch, dass in so einem Fall der Solidarausgleich zwischen den Ländern der EU greift. Das gilt ja auch für andere Sachen wie Krankenkasse, Rente und so weiter. Sicherheitshalber würde ich einfach bei der försäkringskassan anfragen. Und sparen schadet nie :)
Aber wenn Deine Mutter (um die geht es?) Rente bekommt, bekommt sie die auf alle Fälle auch nach Schweden ausgezahlt. Davon (keine Ahnung wieviel sie haben wird) kann sie ja einen Teil ihrer Lebenskosten und eben auch Pflegekosten übernehmen. Ich nehme schon an, dass, sobald sie mal hier gemeldet und registriert ist, auch anrecht auf Hilfe hat. Sie ist schliesslich normal krankenversichert. Schlau wäre es vermutlich, wenn sie schon hier wohnt, bevor sie Pflegebedürftig wird. Dann kann sie ganz normal als Rentnerin hier leben (machen andere auch) und geniesst alle normalen Rechte der eingewanderten. Bei so einer Einwanderung im Rentenalter kann man sicherlich auch mal ganz formlos fragen wie das denn so wäre, in ein paar Jahren, falls, sollte, man weiss ja nie...
Ach ja, ich weiss, ich kenne sie nicht und das muss eh jeder für sich selbst entscheiden. Aber ich fänd ein Notfallplan, falls es ihr nicht gefällt, trotzdem sie bei Dir lebt, eine sinnvolle Lösung. Mein Opa hat es schon nicht in Süddeutschland ausgehalten, obwohl er eh nie vor das Haus konnte und bei Tochter und Familie lebte. Er wollte, als klar war, dass er stirbt, lieber wieder alleine nur mit meiner Oma in die alte Heimat. Niemand wollte ihm den Wunsch verwähren und da starb er dann auch ein Jahr später. Meine Oma lebt da zwar jetzt allein, aber sie findet es so auch besser als woanders. Nur so als Tipp. Überlegt rechtzeitig vorher was man machen könnte...

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegegeld für Oma?
BeitragVerfasst: 8. August 2008 12:55 
Alter Schwede
Alter Schwede
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Registriert: 5. Oktober 2006 10:29
Beiträge: 2204
Wohnort: Järna
Hej Hej,
es gibt für dich und deine Mutter 2 Möglichkeiten, die beide absolut rechtens und legal sind. Solange deine Mutter in Deutschland pflichtversichert in der Pflegeversicherung ist und in Deutschland der Medizinische Dienst der Krankenkassen einen Pflegebedarf und somit einen Anspruch auf Pflegegeld festgestellt, kann sie es auch in Schweden beziehen. Dazu gibt es auch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 5.03.1999 (kann ich dir gerne raussuchen). Allerdings müsstest du dann recherchieren, wie es mit der Pflegeperson ist. Am besten deine Krankenkasse anrufen. Wichtig ist auch, da du ja in Österreich lebst, wie die Regeln bei euch im Lande sind. Dies sind erstmal ausschliesslich Info´s zum deutschen Pflegegeld.

2. Das schwedische Pflegegeld beantragen: Dafür sind dringend notwenig ALLE vorhandenen Arztbriefe vorlegen zu können. Ihr müsst einen Termin beim zuständigen Vårdcentral machen, damit ihr auch einen schwedischen Arztbrief habt. Am besten bereits im Vorfeld einen Termin zur Begutachtung des Pflegebedarfes mit der F-Kasse ausmachen und natürlich den Antrag nicht vergessen. Den findet ihr auf der Homepage der F-Kassa.
Ein persönlicher Assistent wird deiner Mutter nicht mehr zugesprochen werden, da die Beantragungsfrist mit dem 60 oder 65. Geburtstag ausläuft. Außerdem soll gerade bei den Persönlichen Assistenten erheblich gespart werden.

Stellt die F-Kassa einen Pflegebedarf und damit den Anspruch auf Pflegegeld fest, bekommt ihr einen Bescheid zugeschickt, in dem euch die Höhe des monatlichen Pflegegeldes mitgeteilt wird. Außerdem wird es rückwirkend zur Beantragung gezahlt, also den Antrag möglichst schnell einreichen.
Generell gibt es keinen Grund, warum ihr in Schweden kein Pflegegeld für eure Mutter bekommen solltet, da Schweden ebenso wie Deutschland an das Sozialversicherungsabkommen gebunden ist.
Dies sind Informationen zum heutigen Stand der Dinge.
Solltest du weitere Fragen haben, melde dich am besten per PN.

LG JANA,
achja, klick den Link in meiner Signatur, da habe ich einiges zusammengetragen :wink:

_________________
Man muss 1000 Dinge machen um zu beweisen wie toll man ist.. Aber nur einen Fehler begehen, um nichts mehr wert zu sein !


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