Hallo,
erstens denke ich mal, dass man Pflegeheime hier und da nicht vergleichen kann. Auch in Deutschland gibt es da große Unterschiede... Hier in Schweden gibt es so viele (allein bei uns im Ort eines und so groß ist der nicht..., wer weiss wieviele in der Stadt?), da sieht es wirklich so aus, als würden die meisten älteren dann in so einer Einrichtung leben. Von der hier im Ort weiss ich, dass sich die Leute da sehr wohl fühlen. Wir machen hin und wieder mit der öppna förskola und dem Pfelgeheim was zusammen. Das ist immer ganz lustig. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man das sicherlich auch daheim machen kann.
Es wird doch sowas wie Pflegedienste geben?
Was die Bezahlung angeht, da hat Jörg ja schon geschrieben, dass es keine Fristen gibt, bisher. Ich denke auch, dass in so einem Fall der Solidarausgleich zwischen den Ländern der EU greift. Das gilt ja auch für andere Sachen wie Krankenkasse, Rente und so weiter. Sicherheitshalber würde ich einfach bei der försäkringskassan anfragen. Und sparen schadet nie
Aber wenn Deine Mutter (um die geht es?) Rente bekommt, bekommt sie die auf alle Fälle auch nach Schweden ausgezahlt. Davon (keine Ahnung wieviel sie haben wird) kann sie ja einen Teil ihrer Lebenskosten und eben auch Pflegekosten übernehmen. Ich nehme schon an, dass, sobald sie mal hier gemeldet und registriert ist, auch anrecht auf Hilfe hat. Sie ist schliesslich normal krankenversichert. Schlau wäre es vermutlich, wenn sie schon hier wohnt, bevor sie Pflegebedürftig wird. Dann kann sie ganz normal als Rentnerin hier leben (machen andere auch) und geniesst alle normalen Rechte der eingewanderten. Bei so einer Einwanderung im Rentenalter kann man sicherlich auch mal ganz formlos fragen wie das denn so wäre, in ein paar Jahren, falls, sollte, man weiss ja nie...
Ach ja, ich weiss, ich kenne sie nicht und das muss eh jeder für sich selbst entscheiden. Aber ich fänd ein Notfallplan, falls es ihr nicht gefällt, trotzdem sie bei Dir lebt, eine sinnvolle Lösung. Mein Opa hat es schon nicht in Süddeutschland ausgehalten, obwohl er eh nie vor das Haus konnte und bei Tochter und Familie lebte. Er wollte, als klar war, dass er stirbt, lieber wieder alleine nur mit meiner Oma in die alte Heimat. Niemand wollte ihm den Wunsch verwähren und da starb er dann auch ein Jahr später. Meine Oma lebt da zwar jetzt allein, aber sie findet es so auch besser als woanders. Nur so als Tipp. Überlegt rechtzeitig vorher was man machen könnte...
Grüße
Wiebke