Pflege in schweden ?

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Saliddry
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Pflege in schweden ?

Beitragvon Saliddry » 26. Juni 2007 07:40

Hallo , ich schonwieder

Ich hatte gestern ein Gespräch mit Leuten die auch interesse an Schweden haben

in schweden gibts keine gesetzliche pflegeversicherung richtig?Ich glaub gelesen zu haben das bei den schweden die gemeinden sich darum kümmern

Problem ist ich hab hoffentlich noch reichlich zeit bis zur pflege leider auch bis zur rente aber diese 2 leute sind grad rentner bzw bräuchte die frau noch 5 jahre

Falls das im zweitem absatz stimmt (hab mich damit noch garnet richtig beschäftigt) kann mir vileicht einer sagen wies für eiwanderer aussieht die bereits rente beziehen also kaum steuern gezahlt haben?

gibts da irgentwelche klauseln z.b. mindestens 5 jahre in schweden arbeiten oder so?

danke für die antworten wie gesagt geht net wirklich um mich aber nu möcht ich auch mal gern wissen wie das läuft

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Imrhien
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Re: Pflege in schweden ?

Beitragvon Imrhien » 26. Juni 2007 08:26

Soweit ich weiss, bekommt man seine Rente weiterhin aus Deutschland und hat somit mit dem schwedischen "Rentensystem" nichts zu tun. Dies ändert sich sobald man da arbeitet. Wie lange man arbeiten muss um Ansprüche zu haben weiss ich nicht. Aber sobald man welche hat, werden die Ansprüche aus Deutschland und Scheden addiert. Man bekommt also aus zwei Ländern Rente. Aber eben immer nur soviel wie man Anspruch hat. Ob das zum Leben reicht, hängt halt davon ab was und wie lange man gearbeitet hat. Hat man schon eine Personennummer ist das kein Problem soweit ich informiert bin. Dann hat man auch Anspruch auf Unterstützung vom schwedischen Staat (bin mir da nicht ganz sicher, lieber auf Nummer sicher gehen und die entsprechenden Seiten für Einwanderer lesen). Aber wenn man mit der deutschen Rente einwandern will, muss man genug haben um davon leben zu können. Sonst geht es einem wie den Arbeitssuchenden. Man darf nur drei Monate im Land sein wenn man keine Arbeit oder sonstige Möglichkeit sich selbst zu versorgen hat.

Ich hoffe das hat ein wenig geholfen. Da ich die Links grade nicht an der Hand habe, hier nur der Hinweis, dass auf der Auswandererseite dieser Homepage sehr viele entsprechende Links mit Tipps sind.
Schaut da mal vorbei, da könnte das ein oder andere erklärt sein.
Hier ist sie

Grüße

Wiebke

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Re: Pflege in schweden ?

Beitragvon Saliddry » 26. Juni 2007 11:49

Hallo,
Danke dir für die antwort aber das mit der rente wuste ich es sollte hier mehr im die pflege gehn

Hier im deutschland gibts ja ne pflegeversicherung z.b. alte leute die hilfe brauchen mitm haushalt usw

in schweden gibts sowas anscheinen garnicht macht man das als privatversicherung is das in der gemeindesteuer mit drin oder wie läuft das?

weil wie gesagt er is in rente und frau auch bald mit anspruch erarbeiten is da nicht mehr viel klar die werden von der rente weiterhin steuern zahlen aber ....

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Re: Pflege in schweden ?

Beitragvon jörgT » 26. Juni 2007 13:01

So ein Unsinn wie eine Pflegeversicherung ist hier unbekannt.
Wirst Du pflegebedürftig, schätzt die Kommune Deinen Bedarf ein und schickt Dir entsprechend Personal. Der Privatisierungswahn hat die Möglichkeit privater Pflege noch nicht entdeckt - und damit auch nicht die Probleme, die eine zunehmende Kommerzialisierung des Gesundheitswesen mit sich bringt. Je nach Umfang wird ein Betrag fällig, z.B. für die Versorgung mit Mittagessen.
Diese Regekung gilt für alle Schweden, auch eingewanderte!
Jörg

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Re: Pflege in schweden ?

Beitragvon drudenfuss » 26. Juni 2007 15:20

rentenansprüche in schweden erwirbst du, indem du hier arbeitest und/ oder mindestens 10 jahre hioer lebst
Wer etwas ändern will sucht nach Wegen, alle anderen suchen Gründe

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Re: Pflege in schweden ?

Beitragvon jörgT » 26. Juni 2007 23:14

... wobei die Rentenansprüche bei Arbeit in Schweden sofort bestehen und für EU-Bürger keine Wartezeiten entstehen!
Jörg

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Re: Pflege in schweden ?

Beitragvon janaquinn » 27. Juni 2007 09:04

Hej Hej, wird hatten gestern unseren Termin bei der Krankenkasse und ich muss ganz ehrlich sagen, ich war begeistert! Hatte ich in Deutschland dutzende Anlaufstellen und mindestens doppelt soviele Hürden, die ich überwinden musste, sind hier gerademal 3 Anlaufstellen. Wir bekamen einen Dolmetcher zur Seite gestellt, uns wurde geholfen, die Anträge auszufüllen, was vorher nicht möglich war, weil unser Schwedisch für all die Diagnosen von Yannic, seine vorraussichtliche Entwuicklung ect. einfach nicht gereicht hat. Uns wurden die Unterschiede zwischen Pflegegeld und Assistentenbeihilfe erklärt, uns wurde erklärt, was besser ist für uns und unseren Sohn, wo wir uns hinwenden müssen, um die dringend benötigten Hilfsmittel zubekommen.
Zusammen mit der Miarbeiterin der Krankenkasse haben wir gestern mehr erreicht, als in den 6 Jahren der Pflege von Yannic in Deutschland, so wurde besprochen, das wir keine Extra-Person in den Haushalt geholt wird, der Yannic pflegt, sondern das ich es weiterhin mache, und mir wurde erklärt, das ich mich davon von der Komune anstellen lassen muss, aber auch die Möglichkeit besteht, einen anderen Arbeitgeber dafür zufinden. Ich, persönlich, finde die Alternative Komune besser, da ich dort alles an einen Platz habe und wenn irgendwelche Probleme auftauchen, Komune und Krankenkasse miteinander kommunizieren können.
Habe ich vor dem gestrigen Termin kaum durchgeblickt, was das schwedische Gesundheitssystem betrifft, weiss ich heute bedeutend mehr und kann es dementsprechend im Alltag umsetzen. Auch habe ich gestern erlebt, das nicht alles in Schweden langsamer gehen muss bzw. seine Zeit braucht, so wurde uns gestern gesagt, das Barbro, die Mitarbeiterin der KK, mit unserer zuständigen Komune spricht und einen kurzfristigen Beschluss erwirken kann, der solange gilt, bis der Beschluss der KK in Kraft tritt, welcher zwar ca. 3 Monate dauert, aber dafür 2 Jahre gilt. Wir werden für Yannic, der 24h und 7 Tage die Woche Pflege benötigt, zwischen 40-52h in der Woche bekommen, und sollte der Bedarf höher werden, je älter er wird, wird es nochmal geprüft und es werden uns mehr stunden zugesprochen.

Warum schwer, wenn es auch einfach geht. In den nächsten Tagen werden wir versuchen einen Termin beim Vårdcentral zubekommen, damit ein schwedischer Arzt Yannic sehen kann und wir unseren Weg weitergehen können.

LG JANA
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Re: Pflege in schweden ?

Beitragvon Imrhien » 27. Juni 2007 09:39

Na, das sind doch mal positive Nachrichten :)
Das freut mich sehr, dass das so Problemslos ging. Hab mich zwischendurch schon mal gefragt ob das alles klappt mit Yanic. Wie gefällt es ihm und seiner kleinen Schwester mitlerweile? Und bitte einen Bericht vom Besuch in der Vardcentral :)

Wir werden nächste Woche kurz in Schweden sein, leider so kurz, dass es nicht für Reys Mexikanische Künste reicht aber ich komme auf alle Fälle darauf zurück. Wir werden sicher noch öfter kommen und Häuser anschauen und und und. Da ich leider nicht zum Forumstreffen kommen kann, freue ich mich wenigstens darauf Gottfried nächste Woche zu sehen und DIch und deine Familie dann bald.

Liebe Grüße und bis bald (und grüß mir alle Deine Lieben)

WIebke

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Re: Pflege in schweden ?

Beitragvon oka-kate » 27. Juni 2007 10:03

hej jana,

ich freu mich auch riesig für euch, das alles so reibungslos geklappt hat.
da sieht man doch wieder, so schlecht kann das system in schweden nicht sein, zumindest was das südliche schweden zu bieten hat.
ob´s im norrland so ist, glaub ich mal weniger.

also hoffe das es auch in zukunft so bleibt.

LG katja
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Re: Pflege in schweden ?

Beitragvon janaquinn » 27. Juni 2007 11:43

Hej Katja och Wiebke,
ich denke auch, das wir Glück haben, so nah an Stockholm zuleben, wahrscheinlich hätte es auf dem platten Land anders ausgesehen. Aber als wir damals beschlossen noch Schweden zu ziehen, wußten wir, leider, das der Traum vom Landleben mit einem Kind wie Yannic nicht zumachen ist.Wir brauchen einfach Ärzte und Kliniken in einer schnell erreichbaren Nähe und das ist nunmal nur in der Umgebung einer Grossstadt möglich.
Wir werden sehen, wielange es dauert einen Termin im Vårdcentral zubekommen, vorallem da ja Sommer ist.
Das System in Schweden ist nicht schlechter als in Deutschland, nur einfach ganz anders. Wir haben positive Erfahrungen gemacht, einfach weil alles ziemlich reibungslos läuft, bis jetzt, aber wir sind auch erst 3 Monate hier.

LG JANA
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