Personnummer trotz deutschem (Erst-)Wohnsitz?

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kanelbullar
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Personnummer trotz deutschem (Erst-)Wohnsitz?

Beitragvon kanelbullar » 20. August 2019 23:50

Hallo liebes Forum, bin noch ganz neu hier und habe direkt mal eine Frage. Ich bin seit kurzem in Schweden, um hier meinen Master zu machen und ich wollte die Tage die schwedische personnummer beantragen, habe dazu aber eine wichtige Frage: Wenn ich mich beim skatteverket hier anmelde, kann ich trotzdem weiterhin in Deutschland gemeldet bleiben oder MUSS ich mich da abmelden? Für mich ist es wichtig, zumindest noch bis Ende des Jahres in Deutschland meinen Hauptwohnsitz zu haben (wegen der Krankenversicherung), ich brauche aber unbedingt die personnummer weil man hier praktisch sonst nichts machen kann.

Vielleicht war ja schon mal jemand in der selben Situation und kann helfen :wink:
Tack så mycket!
Greta

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Re: Personnummer trotz deutschem (Erst-)Wohnsitz?

Beitragvon Conny1711 » 22. August 2019 05:41

Hallo,

Wenn du deinen Hauptwohnsitz in DE hast, meine ich bekommst du keine Personennummer, da du über die auch über Schweden Krankenversichert wirst. Somit meine ich geht das nur über dein Hauptwohnsitz in SE, genügend Geld (oder einen Arbeitsvertrag (mind 1Jahr)! Auch solltest du da nicht versuchen dich mit dem Perso auszuweisen denn den erkennen die Behörden in Schweden wohl nicht an für den Antrag auf Personennummer.

Grüße

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Re: Personnummer trotz deutschem (Erst-)Wohnsitz?

Beitragvon Conny1711 » 23. August 2019 10:41

Mit Deutschem Erstwohnsitz und Krankenversicherung kannst du nur eine "Samordningsnummer" bekommen

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rappa
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Re: Personnummer trotz deutschem (Erst-)Wohnsitz?

Beitragvon rappa » 23. August 2019 14:16

[quote="Conny1711"]Mit Deutschem Erstwohnsitz und Krankenversicherung kannst du nur eine "Samordningsnummer" bekommen.

die obige Aussage ist nicht richtig.

Ich gehe davon aus, dass wenn man seinen Master macht, ein Uni_Abschluss gemeint ist. Das verlangt dann die Immatrikulation an einer Hochschule o.ä. in Schweden.

Als EU Bürger kann man die Folkbokföring beantragen, wenn man nachweist, dass die Uni-Ausbildung über mehr als 2 Semester (also mehr als 1 Jahr) geht, ausreichend finazielle Mittel vorhanden und (ganz wichtig) eine Krankenversicherung für die Zeit der Ausbildung existiert. Dann kann eine Folkbokföring beim Skatteverk beantragt werden. ( die Zuteilung der Personennummer beinhaltet dann aber auch die STEUERPFLICHT in Schweden mit allen Einkunftsarten)

Von Aufgabe des deutschen Wohnsitzes ist dort keine Rede, macht aber keinen Sinn den zu behalten, da Steuerpflicht dann auch in D weiter besteht.

Quelle: skatteverket.se
Dort nachlesen hilft ungemein.

rappa

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Re: Personnummer trotz deutschem (Erst-)Wohnsitz?

Beitragvon Engelefeu » 26. August 2019 03:59

Hej och god morgon, es gibt hinsichtlich der Steuerpflicht beim deutschen Finanzamt die Möglichkeit mit einem bestimmten Formblatt eine Bestätigung der deutschen Besteuerung zu bekommen. Das gibt man beim skatteverket ab und wird weiter in Deutschland besteuert. Es gibt einen Progressionsvorbehalt. So lange man studiert und nicht Rockefellers Tochter ist, fällt das sicher weg.( Doppelbesteuerungsabkommen innerhalb der EU).
Dann: nach EU Recht hat man das Recht auf 2 erste Wohnsitze innerhalb Europas. Problem: die Meldebehörden sowohl in Deutschland , als auch hier sind meist nicht auf dem neuesten Stand und es kann Probleme geben.
Ha en trevlig dag Gaby

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Re: Personnummer trotz deutschem (Erst-)Wohnsitz?

Beitragvon rappa » 26. August 2019 11:06

im obigen Thread wird die Besteuerung einer Rente/Pension (einer der gesetzlichen Rente gleichgestellten Institution (z.b. Versorgungswerk von Rechtswanwälten etc.) beschrieben. Dort ist es so, dass nur das Herkunftsland der Rentenzahlung das Besteuerungsrecht hat (gem. DBA). Anzahl der Wohnsitze spielt hier keine Rolle.

Diese Rente wird mit Formblatt gegenüber dem Auslandwohnsitzfinanzamt nachgewiesen.

hat aber mit Nicht-Rentnerbesteuerung nichts zu tun. Bei zwei Erstwohnsitzen wird jedes Land auf sein Erstbesteuerungsrecht bestehen. Es entsteht unnötiger Aufwand und erst nachträglich wird über DBA die gezahlten Steuern im anderen land angerechnet werden können. Wobei letztendlich immer das Land "gewinnt" welches höhere Steuern erhebt. In Schweden sind dann auch unter Umständen z.b. dt. BAFÖG zahlungen zu versteuern. Und das ohne Freibeträge.


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