Organisation des Umzugs

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hansbaer

Re: Organisation des Umzugs

Beitragvon hansbaer » 24. November 2008 12:23

Kleine Klarstellung: irgendwie hat sich das Gerücht breit gemacht, dass man in der EU überall leben darf, wie es einem gerade passt.

Das stimmt nicht!

Das Aufenthaltsrecht ist an klare Bedingungen geknüpft. Dazu gehört grob gesagt, dass man sich selbst versorgen kann bzw. etwas zu tun hat (z.B. Studium). Ansonsten ist die maximale erlaubte Aufenthaltsdauer drei Monate.
Natürlich kann das (und wird das) in Schweden kaum einer nachkontrollieren, aber das ändert nichts am rechtlichen Rahmen. Aufenthaltsgesetze sind kein Kindergeburtstag, und auch wenn die letzte Abschiebung eines Deutschen wohl schon lange her ist, so sollte man sich trotzdem danach richten.

Personnummer und Uppehållsrätt hängen insofern zusammen, als dass sie nach ähnlichen Kriterien vergeben werden. Je nach Sachbearbeiter, an den man gerät, ist die Vergabe der Personnummer etwas lockerer als oben beschrieben - aber das ist bei weitem nicht immer so, und wenn sich die Leute beim Skatteverket an ihre Vorschriften halten, dann kriegt man eine Personnummer wirklich nur nach den beschriebenen Kriterien.
In diesem Zusammenhang auch wichtig: man wird es für unwichtig halten, aber die Anmeldung beim Migrationsverket ist trotzdem Pflicht, auch wenn man schon eine Personnummer hat und niemand danach fragt.

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Re: Organisation des Umzugs

Beitragvon Imrhien » 24. November 2008 12:23

Das ist eine gute Idee. Wir hatten eine Umzugsfirma. Aber die Spedition ist natürlich auch klasse. Da kann man auch veranlassen, dass die die Sachen eine Weile lagern, sollte man noch keine Wohnung haben...
Grüsse
Wiebke

nysn

Re: Organisation des Umzugs

Beitragvon nysn » 24. November 2008 12:31

Hej Fabian/hansbaer
für die Info.

Mich würde dennoch interessieren, ob man in Aelves Fall - Rentner nur einige Monate in Schwede - denn überhaupt eine PN benötigt?

Und welche Steuerpflichten hängen an einer PN?

S-nina

nysn

Re: Organisation des Umzugs

Beitragvon nysn » 24. November 2008 12:32

Hej Fabian/hansbaer
für die Info.


Hier hat natürlich das DANKE gefehlt!

Sollte heißen
Danke für die Info!
:D
S-nina

hansbaer

Re: Organisation des Umzugs

Beitragvon hansbaer » 24. November 2008 12:36

Wie das mit wechselndem Wohnsitz ist, weiß ich nicht. Aber eine PN zu besitzen erscheint mir immer als Vorteil in diesem Land.

Die Steuerpflicht entsteht ja durch den Aufenthalt in einem Land, nicht durch den Besitz einer PN. Da muss man im Detail das Doppelbesteuerungsabkommen konsultieren, um genau festzustellen, wo und wie man steuerpflichtig ist.

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Re: Organisation des Umzugs

Beitragvon Aelve » 24. November 2008 12:47

Lieber Hansbaer und Ihr anderen netten Helfer,

danke auch für die neuen Details. Mit dem Steuerrecht muß man wirklich genau schauen, denn auch für unsere Ferienhäuser in S gilt, wir müssen die Miet-Einnahmen in Schweden versteuern, ohne dass wir auch alle anfallenden Ausgaben voll absetzen können.
Und in Deutschland müssen wir diese Einnahmen auch versteuern, wenn sie einen Gewinn abwerfen, wenn sie einen Verlust abwerfen, dann wird es aber nicht dementprechend gehändelt, dass man es absetzen kann. Es wird insofern in beiden Ländern versucht, Geld abzuschöpfen, wenn jemand kein finanzielles Risiko scheut und in Eigentum investiert. Es wird von vornherein davon ausgegangen, dass man leistungsfähig ist, wenn man sich ein Haus zulegt und es sogar noch vermietet.

Grüße Aelve
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Re: Organisation des Umzugs

Beitragvon Susan » 24. November 2008 22:21

Hallo Leute!
Das ist hier in Schweden schon irgendwie komisch. Es scheint so als ob in jeder Komune anderes mit den Gesetzen umgegangen wird. Ich habe keine Arbeit, mein Mann hat jetzt nach einem halben Jahr seinen Betrieb hier in Schweden angemeldet aber noch nichts verdient. Wir haben zwar ein Haus, sind aber ganz und gar nicht reich. Wir leben noch von dem Geld unsers Hausverkaufs in Deutschland, was aber nicht so viel ist. Wir mußten das auch nirgendwo angeben. Wir haben unsere Personennummer kurz nach unserm Umzug beim Skatteverket beantragt und ganz schnell bekommen. Das einzige was wir leider noch nicht haben ist unser Barnbitrag. Auf der Försäkerinskassan hat man uns gesagt man braucht die Aufenthaltsgen. nicht mehr. :roll:
Alles sehr verwirrend.
Gruß Susan

Tommy2

Re: Organisation des Umzugs

Beitragvon Tommy2 » 24. November 2008 22:53

Und Susan was erwartest du?
Wenn man keine Arbeit hat, verdient man auch nichts. Dass ihr ein Haus habt und PN und alles ist ja schön, aber wie solls weitergehen?
Ja, in jeder Kommune gibt es andere Regeln. Viele Sachen sind da anders geregelt. Leider kenne viele Kommunen auch die staatlichen Regeln nicht so genau, uind erst recht nich EU-Regeln. Auf die kannst du dich me4istens erst nach Jahren berufen. Wenn überhaupt. Das beste ist immernoch, eigenes Geld verdienen, weil man ist ja hier nicht zum Absahnen hergekommen.

blueII
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Re: Organisation des Umzugs

Beitragvon blueII » 25. November 2008 00:31

@ Thommy2 der Kommentar war überflüssig, denn Du hast falsche Schlußfolgerungen gezogen.

@ Susan, geht besser zum Migratonsverket und meldet Euch dort alle - auch die Kinder - an.
Das Euch irgendeiner vom Amt was anderes erzählt hat, wird Euch nicht vor eventuellen Ärger schützen.
Du weißt schon Unwissenheit schütz vor.... :lol:
Man braucht auch keine "Aufenthaltsgenehmigung" aber registrieren lassen müßt ihr Euch, jedenfalls war das so noch im Februar, als ich nach Schweden umgezogen bin.

Und was die Finanzen angeht, wartet mal ab wenn es heißt Steuererklärung machen...da wird sich das Amt alle Informationen ziehen, die es braucht :wink:

LG
Heike

hansbaer

Re: Organisation des Umzugs

Beitragvon hansbaer » 25. November 2008 09:21

Eigentlich gibt es nicht in jeder Kommune eigene Regeln, würde ich sagen. Das Skatteverket ist ja eine nationale Behörde, und für alle Dienststellen dürften dieselben Richtlinien gelten. Was der einzelne Sachbearbeiter dann daraus macht, ist freilich ein anderes Thema.

@Susan: ja, es gibt keine Aufenthaltsgenehmigung mehr, aber die Anmeldung beim Migrationsverket ist trotzdem Pflicht. Der wichtigste Unterschied bei dem neuen Verfahren ist, dass man nicht jedes Jahr beim Migrationsverket einen Antrag stellen muss, was natürlich eine erhebliche Erleichterung ist. Übrigens: ohne diese Anmeldung gibt es nach 5 Jahren auch keine schwedische Staatsbürgerschaft, denn die Einbürgerung liegt auch im Zuständigkeitsbereich des Migrationsverket.


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