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Schweden
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Schweden und Norwegen - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

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 Betreff des Beitrags: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 28. Dezember 2007 11:11 
Hallo Forenmitglieder!

Wer von Euch hat den Schritt nach Schweden ohne Sprachkenntnisse gewagt und hat es doch geschafft? Wie lang habt Ihr auf den ersten Job gewartet?

Gruß
Matti


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 28. Dezember 2007 12:58 
Schweden Guru
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Wohnort: Gällivare / Lappland
Hej Matti,

das Thema ist wirklich schon bis zur Erschöpfung diskutiert worden, und garantiert werden sich auch die wieder melden, die meinen, das sei alles gar kein Problem und man käme mit Englisch prima zurecht.
Wenn du nicht gerade in einem der absoluten Mangelberufe arbeitest, sind deine Chancen auf einen Job vernachlässigbar. Die erste Frage nahezu jeden Arbeitgebers wird die nach den Schwedischkenntnisen sein.
Das zweite Problem ist, dass in Schweden Zeugnisse u.ä. weniger wichtig sind, entscheidend sind soziale Netzwerke und persönliche Referenzen.
Kannst du bei beiden Fragen nur mit den Schultern zucken, musst du schon sehr schwergewichtige Argumente für deine Einstellung mitbringen.
In der Praxis wird es schwer sein, überhaupt soweit zu kommen. Oft reagieren die Firmen auf nicht-schwedische Bewerbungen gar nicht, nicht mal mit einer Absage.
Ich selbst habe mehrere Jahre (mit Phasen geringerer Aktivität) mit der Jobsuche verbracht, und da habe ich schon schwedische Bewerbungen geschrieben.

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 28. Dezember 2007 14:17 
Also wir ziehen ohne Sprachkenntnisse nach Schweden. Bei der Arbeitsvermittlung in Tranemo sicherte man mir auch ohne diese Arbeit zu.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich lediglich eine Halbtagsstelle als Hilfs- oder Lagerarbeiter benötige.

Gruß
Volker


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 28. Dezember 2007 14:34 
Schwedenfreund
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Hej,

ich denke, dass dieses Thema in diesem Forum bereits mehr als ausgiebig diskutiert wurde. Nutze die Suchfunktion und du wirst seitenweise Meinungen dazu erhalten.

Ich möchte hierzu eigentlich nur noch eine Frage in den Raum stellen, die jeder für sich selber (in Schweden, Deutschland, ...) beantworten kann:

Wie gehe ich mit "Ausländern" um, die hier leben, und die Sprache nicht sprechen?


LG frasimi74

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 28. Dezember 2007 17:12 
frasimi74 hat geschrieben:
Wie gehe ich mit "Ausländern" um, die hier leben, und die Sprache nicht sprechen?


Also wir wollen die Sprache schon lernen...aber das kann man doch auch im Land....muss ja nicht jeder Auswanderer perfekt sein.

Gruß
Volker


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 28. Dezember 2007 17:28 
Schwedenfreund
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Registriert: 16. November 2007 16:14
Beiträge: 649
Hej Volker,

wie bereits oben beschrieben, gibt es zu diesem Thema viele Meinungen. Imo ist es wichtig, die Sprache bereits im Vorfeld zumindest in einem gewissen Umfang zu beherschen, um mich im Land selber bewegen zu können.

Über eines muss ich mir nämlich im Klaren sein: Ich befinde mich nicht für ein paar Wochen im Urlaub, sondern will hier leben, arbeiten und mich integrieren. Und deshalb ist die Sprache für mich persönlich einer der wichtigsten Punkte.

Soll jedoch nicht heissen, dass es anders nicht auch funktioniert. Aber das muss im Endeffekt jeder für sich selber entscheiden.

LG frasimi74

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 28. Dezember 2007 18:01 
frasimi74 hat geschrieben:
wie bereits oben beschrieben, gibt es zu diesem Thema viele Meinungen. Imo ist es wichtig, die Sprache bereits im Vorfeld zumindest in einem gewissen Umfang zu beherschen, um mich im Land selber bewegen zu können.


Hmm....also bis jetzt habe ich in Schweden noch ziemlich alles bekommen was ich wollte und bewegen konnte ich mich auch! :lol:

Gruß
Volker


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 28. Dezember 2007 18:07 
Schwedenfreund
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Beiträge: 649
vomas65 hat geschrieben:
Hmm....also bis jetzt habe ich in Schweden noch ziemlich alles bekommen was ich wollte und bewegen konnte ich mich auch! :lol:


Hej,

um jetzt nicht wieder eine Endlosdiskussion über Sinn und Unsinn der Sprachkenntnisse heraufzubeschwören, denke ich, wir beenden die Diskussion an dieser Stelle.

Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Erfolg in Schweden. Ihr habt den Schritt bereits geschafft, den wir hoffentlich noch gehen werden. Wenn wir mal in der Ecke sind, werden wir einfach mal bei Euch "reinschneien".

Lg frasimi74
<hr>
Admin-Edit: Überflüssige Zitatabschnitte weggekürzt (12 Zeilen)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 28. Dezember 2007 18:07 
Schweden Guru
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Registriert: 14. Oktober 2006 15:48
Beiträge: 1544
Wohnort: Orsa
Hej Volker,
wie willst Du als "Hilfs- oder Lagerarbeiter" Deine Arbeitsaufgaben verstehen, Kontakt zu Deinen Kollegen aufbauen oder am ganz normalen Leben teilnehmen?
Aber es stimmt - die Diskussion dazu war sehr unfangreich und vielschichtig.
Ich kann immer nur von mir selbst ausgehen - ich brauche die Sprache als Kommunikationsmittel!
Jörg :?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 29. Dezember 2007 12:07 
Stiller Beobachter

Registriert: 20. Mai 2007 15:41
Beiträge: 2
Wohnort: Kalix - Norrbotten
Hej,

also ich will auch noch was sagen, denn ich bin mit "fast" null Kenntnissen nach Schweden. Hatte einen 3 monatigen Kurs in D, dann halbes Jahr kein schwedisch gelernt und dann nach Schweden.

Ich bin nicht ausgewandert, sondern arbeite/studiere hier für ein Jahr, aber alle die hierher auswandern wollen - Lernt die Sprache!

Ist leichter gesagt, als getan. Ich bin wahrscheinlich auch nicht der Sprachbegabteste, aber so langsam gehts ein wenig mit dem schwedisch voran.

Aber es stimmt nunmal, die Sprache ist der Schlüssel zur Kultur!

/Rico

_________________
Många hälsningar
Rico


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 29. Dezember 2007 16:52 
Klar sollte man die Sprache können.....aber notfalls geht es auch ohne :wink:

Gruß
Volker


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 29. Dezember 2007 17:27 
Alter Schwede
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Hej,
ich gehöre auch zu denen die nur geringe Schwedischkenntnisse haben beim Auswandern. Von daher muss ich mit meinem Urteil vorsichtig sein.
Ich glaube es ist schwerer einen guten Job zu finden, ohne die Sprache. Man muss Glück haben und gebraucht werden. Mein Mann hatte das Glück. Sie reden alle englisch mit ihm. Ich habe in den letzten Wochen hier viele kennengelernt die kein schwedisch konnten als sie herkamen. Das geht schon in manchen Branchen einfach weil da eh viel englisch gesprochen wird. Trotzdem ist es sehr wichtig die Sprache schnell zu lernen. Sonst verliert man schnell den Anschluss, oder bekommt ihn gar nicht. Die Kollegen reden ja mindestens in den Fikas ihre eigene Sprache. Und da bekommt man vieles nicht mit, wenn man nicht wenigsten die Grundbegriffe kann und bereit ist, schnell zu lernen.
Ich glaube, wenn man schon das Glück hat einen Job zu bekommen, kann man sich nur integrieren, wenn man signalisiert, dass man schnell lernen will. Dann sind sie eine ganze Weile lang kooperativ. Irgendwann werden sie aber erwarten, dass man sich auf schwedisch unterhalten kann.
Wir merken, dass sie schon langsam aber immer noch behutsam anfangen mit uns mehr und intensiver schwedisch zu reden. Man sollte sie da nicht enttäuschen, sonst integiert man sich kaum oder schlechter.

Für den Anfang mag es mit englsich gehen, je nach Stelle. Trotzdem lernen, lernen, lernen. Mein schwedischkurs fängt beispielsweise erst im Januar an :( aber wir lernen daheim schon viel.

Liebe Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 29. Dezember 2007 18:03 
Auch wir wollen ja die Sprache so schnell wie möglich lernen!

Sonst verstehen wir nach einigen Monaten ja unsere eigene Tochter nicht mehr oder sie macht sich über uns lustig :bahnhof2: :lol:

Nee...mal ernsthaft....unter "normalen" Umständen würden wir ohne Sprachkenntnisse auch nicht nach Schweden ziehen. Da ich aber jeden Monat meine Rente bekomme, benötige ich ja "nur" ein kleines Zubrot. Wir werden sehen was die Zeit so mit sich bringt.

Als Rheinländer sind wir ja sehr kontaktfreudig und bislang hät et noch immer jot jejange! :smt041

Gruss
Volker


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 30. Dezember 2007 14:39 
Schwedenfreund
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Zu:
"bisher habe ich auch ohne Sprachkenntnisse das bekommen, was ich wollte"

Jo, alle Schweden finden es ganz drollig, wenn ein Tourist (!) ihnen "tack" sagt. Und alle Schweden sind (jedenfalls nach Aussen hin) nett und hilfsbereit, auch wenn man in Englischer Sprache (oder mit Händen und Füssen) nach Hilfe fragt. ABER, der Schwede ist auch recht patriotisch und hat "Angst" um seine Kultur und damit auch Sprache. Man ist als nach Schweden Ausgewanderter schon ein wunderliches Wesen, wenn man dazu aber auch noch kein schwedisch spricht... Da schütteln Schweden ganz schnell ihren Drolligkeitsfell ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 10:32 
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Als wir vor 12 Jahren nach Schweden ausgewandert sind, konnte mein Mann kaum schwedisch. Nur ein paar Brocken, die er bei der VHS gelernt hatte. Jobb bekam er ohne Probleme, die haben sein Können höher geschätzt als seine Prachlenntnisse. Er hat sich aber von Anfang an reingekniet, die Kollegen gelöchert und sehr schnell gelernt, sich zu verständigen. Klar, 8 Stunden Arbeitstag und alles läuft auf schwedisch, da muss man jag was lernen :)
Er hat aber auch in seiner Freizeit Kurse belegt, damit er auch den schriftlichen Bereich lernt und nicht nur reden kann. Und dieses Engagemang wird belohnt, wenn man sich "normal" unterhalten kann mit Schweden, wenn diese es zu schätzen wissen, dass man sich bemüht. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit, dass er sich so schnell wie möglich die SPrache aneignen wollte. Aber viele Deutsche hier in der Gegend leben schon seit Jahren hier und sprechem kaum Schwedisch, verkehren fast ausschliesslich mit Deutschen. Und dass kann ich nícht nachvollziehen, dann ist man doch total isoliert, bekommt nichts mit von dem was so um einen herum passiert? Und solche Leute sind nicht gerne gesehen, über die lästern die Schweden.
Wir haben damals aber Glück gehabt, dass mein Mann ohne Sprachkenntnisse einen Jobb bekam. Das Tempo und die Arbeitslage hat sich in unseren Jahren hier deutlich verschärft, ganz so einfach ist es nicht mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 13:12 
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Bin ohne Sprachkenntnisse ausgewandert. Aber bei mir hat das auch nur funktioniert weil in der Firma hauptsächlich englisch gesprochen wird und viele Leute aus verschiedenen Nationen hier arbeiten. Andernfalls hätte ich wohl grosse Probleme am sozialen Leben teilzunehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 13:44 
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Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden!
Zu den Leuten, die glauben sie können ohne Sprachkenntnisse in ein fremdes Land auswandern, möchte ich jetzt nichts sagen, weil dieses Thema auf die „Trollwiese“ führt.
Ich halte es unverantwortlich, wenn hier Foris posten, sie seien ohne Sprachkenntnisse nach Schweden gegangen! :twisted: Schön!
Ihr ermutigt evtl. nicht so glückhafte Menschen ihre Existenz aufzugeben sich unvorbereitet in ein Abenteuer zu stürzen. Nicht alle Leser solcher Zeilen haben die Fähigkeit zur kritischen Selbstbetrachtung und werden durch solche Aussagen ermutigt. Nicht alle haben euer Talent, Fleiß und Lernfähigkeiten und erlernen die Fremdsprache nicht im Überflug.
Wenn ich immer wieder lese: „nach einem halben Jahr in Schweden, komme ich mit der Sprache zurecht, habe kaum Probleme, verstehe fast alles und werde verstanden“! Da kann ich nur lachen.
Gut, eine gewisse Naivität ist sicherlich hilfreich und offensichtlich werden an das Wort „Sprache“ doch sehr unterschiedliche Ansprüche festgemacht.
Ich habe, beruflich und privat, sehr viele Deutsche in Schweden kennengelernt. Diese waren teilweise bereits schon über 50 Jahre (!) in Schweden und ich habe bei allen ( nein, eine Ausnahme muss ich machen), obwohl Schwedisch nicht meine Muttersprache ist, herausgehört, dass sie keine Schweden sind. Das die Schweden einen nicht korrigieren bei falscher Aussprache oder Wortwahl ist leider kein Qualitätsmerkmal sondern nur eine schwedisch Eigenart. Und noch einmal:
Ich halte es immer noch unverantwortlich, wenn hier Menschen ermutigt werden, ihre notwendige sprachliche Vorbereitung zu vernachlässigen. Heute ist es jedem möglich sich sprachlich vorzubereiten.
In diesem Sinne


gottfried


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 14:47 
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Gottfried hat geschrieben:
Ich halte es immer noch unverantwortlich, wenn hier Menschen ermutigt werden, ihre notwendige sprachliche Vorbereitung zu vernachlässigen. Heute ist es jedem möglich sich sprachlich vorzubereiten.


Das hätte ich nicht besser schreiben können!

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 15:03 
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Gottfried hat geschrieben:
Ich halte es unverantwortlich, wenn hier Foris posten, sie seien ohne Sprachkenntnisse nach Schweden gegangen!


Du bist lustig. Wenn es doch die Wahrheit ist? Soll ich lügen und das Gegenteil behaupten? :roll:
Ausserdem ermutige ich niemanden. Muss jeder selber für sich entscheiden wie er vorgeht. Wir haben es hier mit erwachsenen Menschen zu tun und nicht mit Kleinkindern. Was sind dann erst die ganzen Iraker und Somalier in Deinen Augen die nach Schweden auswandern? Die kommen nicht mal aus dem selben Kulturkreis.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 15:20 
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Wie gesagt, ich bin da vorsichtig mit meinem Urteil, da ich selbst nicht die Beste bin. Aber und das kann ich nur doppelt unterstreichen, wir haben einen ziemlich guten Notfallplan. Wir haben einen Job in Deutscdhland falls es schief geht. Wir können, ohne den größten Verlust wieder zurück. Es wäre ein finanzieller Verlust und den können wir uns leisten. Nicht besonders gern und gut, aber wir könnten es. Also sind wir wirklich nicht als Beispiel zu nehmen!
Man muss sich einfach wenn man auswandern will, mal überlegen wie man Ausländern in Deutschland gegenüber steht, die nach 5 Jahren in Deutschland immer noch kein oder nur schlechtes Deutsch sprechen. Da hat kaum jemand Verständnis. Wieso sollten es die Schweden haben?
Es mag am Anfang in besonderen Fällen, bei bestimmten Stellen gehen. Aber es ist nicht normal und es ist deutlich schwerer alles zu bekommen.
Ich frage mich eh, wie manche das schaffen...
Wenn ich sehe wer alles so auswandert, ohne schwedisch und meist nicht mal mit besonders guten Englischkenntnissen... Wir haben schon manchmal Schwierigkeiten das ein oder andere auf Anhieb zu verstehen.
Und wenn ich dann sehe wie andere das machen wollen, da frag ich mich wie lange das gut gehen kann. Wie schnell hat man mal eine Rechnung nicht bezahlt, weil das Internetbanking noch nicht funktioniert und man das was da auf der Rechnung steht nicht verstanden hat. Und sowas kann in Schweden ja schneller folgen haben als in Deutschland... Zumindest habe ich so eine Frau verstanden die hier als Kuckuck arbeitet.
Und ich frage mich ehrlich ob man diejenigen die so auswandern hätte davon abhalten können, wenn man ihnen nur ganz schlechte und schwere Sachen erzählt hätte. Sie würden es vermutlich als Schwarzmalerei abtun undglauben, dass man keinen weiteren Ausländer in Schweden will um die eigene Sonderstellung zu erhalten (schon gehört).
Ich glaube aber auch, dass man eine gewisse Verantwortung hat mit dem was man so schreibt und daher nicht einfach sagen sollte, dass das Gras hier nur grüner ist. Es stimmt nämlich nicht mal. Es hat andere Schattierungen.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 15:54 
Also wenn man schon auswandert nach Schweden oder wo auch immer hin ohne Sprachkenntnisse, sollte man zumindest schon einen Job im Auswanderungsland sicher haben und dann sich schnellstmöglich bemühen, die Sprache zu erlernen. Dann klappt die Auswanderung auch ohne anfängliche Sprachkenntnisse. Und wenn schon auswandern ohne Sprachkenntnisse, dann wenigstens für den Anfang mit fundierten Englisch-Kenntnissen.
Ohne Sprachkenntnisse einen Job zu finden, in einem völlig fremden Land als Fremder selbst hat man keine Chancen. Wenigen gelingt es, ja, es gibt sicherlich solche Menschen, aber das sind m. M. n. die ganz großen Ausnahmen, an denen man sich auf keinen Fall orientieren sollte!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 16:07 
Schwedenfreund
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Steppenwolf hat geschrieben:
Du bist lustig. Wenn es doch die Wahrheit ist? Soll ich lügen und das Gegenteil behaupten? :roll:
Ausserdem ermutige ich niemanden. Muss jeder selber für sich entscheiden wie er vorgeht. Wir haben es hier mit erwachsenen Menschen zu tun und nicht mit Kleinkindern. Was sind dann erst die ganzen Iraker und Somalier in Deinen Augen die nach Schweden auswandern? Die kommen nicht mal aus dem selben Kulturkreis.


Lieber Steppenwolf!
Wenn Du mich nicht verstehen kannst oder möchtest, kann ich dir auch dazu nichts sagen. Da denke ich mir meinen Teil.......

Hej då!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 16:29 
Wir machen seit 15 Jahren Urlaub in Schweden.Wir sind froh das wir Schwedisch können.Nicht perfekt.Aber es klappt.Das erste mal Urlaub in Schweden ohne Sprachkentnisse war nicht schön.Gut , viele Schweden können Englisch oder Deutsch.Aber mit den Jahren haben wir gemerkt wie sich die Schweden freuen wenn wir mit Ihnen in Ihrer Landessprache sprechen.Würden wir Auswandern , würden wir unsere Sprachkenntnisse weiter verbessern.Gruß Martina & Peter :yawinkle:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 16:54 
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Steppenwolf hat geschrieben:
Was sind dann erst die ganzen Iraker und Somalier in Deinen Augen die nach Schweden auswandern? Die kommen nicht mal aus dem selben Kulturkreis.


Der Vergleich ist natürlich schwer behindert. Die meisten dieser Einwanderer leben in sozialen Verhältnissen, die kaum ein deutscher Aus-/Einwanderer für sich akzeptieren würde. Trotzdem sprechen auch viele Einwanderer aus den nichteuropäischen Kulturkreisen ausgezeichnet schwedisch.
Von selbst kommt die Sprache auch nicht. Es gibt immer wieder Leute, die das behaupten, aber die mit bekannten Fälle sprechen allesamt ein grottenschlechtes und fragmentarisches Schwedisch.

Nach meiner Erfahrung bekommt man als Einwanderer einen Startbonus. Die Wenigsten erwarten, dass man neueingewandert sofort perfekt schwedisch spricht. Aber nach spätestens einem Jahr ist das vorbei, dann kann es sogar als Arroganz ausgelegt werden, wenn man sich immer noch deutsch oder englisch verständigen will.

Die ganze Sache ist insofern selbstregelnd als die Aussichten auf einen Job mit fehlenden Sprachkenntnissen dramatisch sinken. Was wirklich gefährlich ist - und da gebe ich Gottfreid uneingeschränkt recht - ist die Herangehensweise "ich geh mal hin und such nen Job, der Rest wird sich finden". Diese Methode scheint leider Gottes nicht ganz unpopulär zu sein.

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 17:09 
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Gottfried hat geschrieben:
Lieber Steppenwolf!
Wenn Du mich nicht verstehen kannst oder möchtest, kann ich dir auch dazu nichts sagen. Da denke ich mir meinen Teil.......

Hej då!


Du sagst es wäre unverantwortlich so etwas zu schreiben aber erläuterst nicht warum. Das man davor warnt kann ich ja verstehen und heisse ich gut. Ich hätte den Schritt nicht gewagt wenn ich nicht so einen tollen Job/tolles Umfeld in Aussicht gehabt hätte.

Man kann aber nicht einfach verallgemeinern und den Teufel an die Wand malen bloss weil einer die Sprache nicht spricht. Es kommt ganz auf die individuelle Ausgangssituation an! Die unterschiedlichen Antworten in diesem thread allein belegen das.

Du tust so als läge Schweden am anderen Ende Welt in einer völlig fremden Kultur. Aber wir leben in der EU und Schweden liegt direkt vor unserer Haustür. Man sollte es gut abwägen bevor man auswandert, besonders wenn man Familie hat, aber eine Rückkehr ist im Falle des scheiterns jederzeit möglich. Deswegen finde ich Deine Panikmache fehl am Platz. Schlimmer als in Deutschland mit Harz IV vor sich hinzugammeln kann es nicht werden.

Zudem wird in diesem thread meines erachtens ein etwas falsches Bild der Schweden als xenophobes Volk gezeichnet was ich so ebenfalls nicht richtig finde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 17:11 
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Skogstroll hat geschrieben:
ist die Herangehensweise "ich geh mal hin und such nen Job, der Rest wird sich finden". Diese Methode scheint leider Gottes nicht ganz unpopulär zu sein.

Skogstroll


Und das kann ich nun überhaupt nicht verstehen. Dafür ist mein Sicherheitsbedürfnis viel zu groß. Ich kann nicht verstehen wie man das wagen kann. Sicherlich, auch hier gibt es Beispiele bei denen es geklappt hat. Aber gerade bei denen war dann die Sprache vorhanden.
Ohne Job und ohne Sprache, das ist in meinen Augen wie russisch Roulette. Es kann gut gehen, wenn nicht, ist es dafür um so schlimmer...

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 17:31 
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Steppenwolf hat geschrieben:
Zudem wird in diesem thread meines erachtens ein etwas falsches Bild der Schweden als xenophobes Volk gezeichnet was ich so ebenfalls nicht richtig finde.


Schön wär's! Schon mal was gehört von BSS? Bevara sverige svensk?
Die sverigedemokrater sind auf dem besten Weg, die 4%-Hürde in den Reichstag zu nehmen. In Skåne liegen sie längst drüber, bis zu über 17% im Raum Malmö. Und selbst hier im tiefroten Norrbotten werden sozialdemokratische Kommunalpolitiker wegen ihrer Einwanderungspolitik offen bedroht (mit Mord), von einem Verein, der sich "Gällivarerasisterna" nennt.
Willkommen in Schweden!

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 17:35 
Steppenwolf hat geschrieben:
Zudem wird in diesem thread meines erachtens ein etwas falsches Bild der Schweden als xenophobes Volk gezeichnet was ich so ebenfalls nicht richtig finde.


Für alle, die es auch nicht wissen: Xenophobie bedeutet Fremdenangst, Fremdenfeindlichkeit. Ich musste auch bei Wikipedia nachgucken, weil ich es nicht wusste. Hört sich aber auf jeden Fall gut an...

Oliver :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 17:42 
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[quote="Steppenwolf"

Du tust so als läge Schweden .... mit Harz IV vor sich hinzugammeln kann es nicht werden.
Zudem wird in diesem thread meines erachtens ein etwas falsches Bild der Schweden als xenophobes Volk gezeichnet was ich so ebenfalls nicht richtig finde.[/quote]


Also, Du scheinst eine besondere Begabung für das Lesen zeischen den Zeilen zu haben. Leider verliert man da auch den Bezug zur Realität. Ich rechtfertige mich nicht für Auslegungen, die ich nicht ausgesprochen habe und bleibe bei meiner Vorbemerkung.
Ich wäre glücklich, wenn ich nach 3 Monaten Schweden schon so klug gewesen wäre. Aber man ist halt ein wenig beschränkt.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 17:48 
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Nazis und Rassisten gibt es überall auf der Welt. Wenn man von dieser Minderheit auf ein ganzes Volk schliesst finde ich das bedenklich und realitätsfremd. Damit tut man der grossen Mehrheit die deren Meinung nicht teilt unrecht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 17:54 
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Gottfried hat geschrieben:
Also, Du scheinst eine besondere Begabung für das Lesen zeischen den Zeilen zu haben. Leider verliert man da auch den Bezug zur Realität. Ich rechtfertige mich nicht für Auslegungen, die ich nicht ausgesprochen habe und bleibe bei meiner Vorbemerkung.
Ich wäre glücklich, wenn ich nach 3 Monaten Schweden schon so klug gewesen wäre. Aber man ist halt ein wenig beschränkt.....


Sag mal was is'n das fürn Diskussionsniveau das Du hier an den Tag legst? Über gegenteilige Meinungen kann man sich auch unterhalten ohne gleich ausfällig dem anderen Gegenüber ausfällig zu werden. Einfach nur primitiv sowas!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 17:58 
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DU hast Recht.
Over and out.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 18:01 
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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 9. Januar 2008 18:09 
Schweden Guru
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Die schwedische Sprache hat nur sehr wenige Worte direkt aus dem Deutschen übernommen. Eines davon ist "besserwisser". Ich frag' mich, warum...

Sorry, war jetzt off topic.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 10. Februar 2008 11:14 
Neuling
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hej,
ich lese diesen Thread hier und denke, verkrachte Existenzen gibt es überall.
hej då, jürgen :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 10. Februar 2008 14:47 
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Hallo Gottfried,

ich kann Deinem Beitrag vom 09.01. nur voll zustimmen. Ich würde es nur etwas drastischer ausdrücken. Wie naiv bzw. verantwortungslos gegenüber Partner / Familie muss man eigentlich sein ohne Sprachkenntnisse / Job auszuwandern? Für die, die es wirklich so geschafft haben meinen herzlichen Glückwunsch. Vieleicht kann es ja mal jemand in Prozenten ausdrücken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 17. Februar 2008 20:30 
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Wir wollen im August nach Luleå auswandern und haben schon fleisig Sprachunterricht bei Volkshochschule genossen, Bücher gekauft, CDs gelauscht und PC Programme durchgeackert. Aber jedesmal, wenn zumindest ich einen schwedischen Film in orginalsprache sehe, versthe ich blos Bahnhof. Und das macht mir ein bisschen Angst. Bin natürlich kein Sprachwunder, aber wie extrem sind gerade im Nordendie Dialekte? Bin echt jedesmal komplett demotiviert, wenn ich einen echten Schweden verstehen will....
Das wird noch ein ganzes Stück arbeit. Hoffentlich sterbe ich nicht den Hungertod, bevor ich mich verständlich machen kann. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 17. Februar 2008 22:05 
Schwedenfreund
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Hej,

wir werden dieses Jahr auch zum ersten mal unsere Sprachkenntnisse auprobieren. Es wird garantiert chaotisch. :oops: Unser Lehrer meinte aber wir sollten keine Hemmungen haben. Ist immer noch besser als ganz ohne dort hinzufahren. Gibt ja den schönen Satz.

Kan du taler lite langsamere, jag talar bara lite svenka, tack ?!?!?!?! :pfeif:

Unser Lehrer meint, das die Schweden auf jedenfall darauf eingehen. Man bemüht sich die Sprache zu sprechen und das wäre ein guter Anfang. Muß er eigendlich wissen, er ist ja Schwede.

Gruß Claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 18. Februar 2008 01:16 
Schwedenfreund
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Hej Hej
aus meinen Schweden-Urlaubs-Erfahrungen kann ich nur sagen
Versucht soviel wie möglich schwedisch zu reden und laßt euch überraschen...
:lol:
Eventuell wird auf Englisch oder sogar auf 'Deutsch geantwortet-
Gerade die Jüngere Bevölkerung geht schnell ins Englische über, da muß man schon mal drauf hinweisen das sie doch bitte in schwedisch antorten möchten.
Ich hab nur gute Erfahrungen und ich lerne autodidaktisch
und je länger man in Schweden ist, desto mehr versteht man und traut sich auch zu sprechen.
Mich kostet es immer noch überwindung den ersten Satz wieder zu sprechen wenn ich da bin, aber dann läufts schon irgendwie :oops:
Liebe Grüße Nyckelpiga


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 18. Februar 2008 11:19 
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Für die, die es noch nicht erreicht hat - es gibt einen grossen Unterschied zwischen Urlaub in Schweden und Wohnort Schweden, der Unterschied zwischen "Wohnort in Schweden seit Kurzem" und "Wohnort in Schweden seit mehr als einem Jahr" ist ebenso gross. Natürlich finden Schweden es drollig, wenn ein Urlauber Schwedisch kann. Sie finden es auch supper-gummi-gut, wenn ein frisch Eingewanderter seinen Kaffee auf Schwedisch bestellen kann und regelmässig ein "Tack" in seine Ausfühungen einbaut, je länger man hier allerdings lebt um so mehr verändert sich die Sicht des Schweden auf die Schwedischkenntnisse des Eingewanderten. Und lasst Euch nicht täuschen - er wird Euch noch eine Weile erstaunt ansehen und behaupten, dass Euer Schwedisch "sååå jättebraaaaaa" ist und seine angebliche Verwunderung über Euere Sprachlernfähigkeiten verbalisieren. Was der Schwede sich dabei denkt ....

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 18. Februar 2008 15:59 
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Hej ich meinte mit meinem Artikel auch nicht das man Blauäugig sein soll,
wollte doch nur die Angst vorm schnacken nehmen.

Ich weiß auch das ich mit meinem Schwedisch im Augenblick nicht weit kommen würde, es reicht um einzukaufen, nach dem Weg zu fragen und nette Höflichkeiten auszutauschen. Und um zu verstehen was mein Gegenüber erzählt ( zumindestens etwas)
ich weiß du willst nur vor der "Blauäugigkeit" der Leute warnen...
:smt041
Das ist das, was ich hier in diesem Forum sehr schätze, :smt060 Ehrlichkeit !
Und da ich in meinem Traumland "nur" Urlauber bin, hab ich noch Zeit, und kann noch weiter lernen. :lol:
Und hier immer noch mehr Tipps bekommen und lernen
Liebe Grüße Nyckelpiga


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 18. Februar 2008 16:34 
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Und lasst Euch nicht täuschen - er wird Euch noch eine Weile erstaunt ansehen und behaupten, dass Euer Schwedisch "sååå jättebraaaaaa" ist und seine angebliche Verwunderung über Euere Sprachlernfähigkeiten verbalisieren. Was der Schwede sich dabei denkt ....


Hallo Storstadstjej,

Du weiß also genau, was ein Schwede denkt, was er fühlt, wie er andere einschätzt. Na, bravo!
Wir lernen nun alle ganz schnell schön schwedisch und auch natürlich die richtige Aussprache, damit kein Schwede etwas Negatives über uns denkt.
Wenn ich immer darüber nachdenken würde, was jemand über mich denkt, wenn er denkt, dann würde ich nur noch gehemmt rumlaufen.
Natürlich ist es super, wenn man gut schwedisch spricht, wenn man ans Auswandern denkt, ich kenne aber auch einige, die erst vor Ort ein gutes Schwedisch sprechen lernten. Man darf auch nicht vergessen, dass selbst Schweden Probleme haben, jemanden mit einem ausgesprochenen schonischen Dialekt zu verstehen. Oft kann man in Deutschland gar nicht so perfekt schwedisch lernen, wie bei einem Sprachkurs in Schweden.

Grüße Aelve :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 18. Februar 2008 17:45 
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Aelve, liess doch bitte vor dem posten das, was ich geschrieben habe. Nein, man muss nicht bei Umzug schon perfektes Schwedisch können, es ist auch in den meisten Fällen recht unrealistisch das zu erwarten (Ansprüche der potentiellen Arbeitgeber mal aussenvor). Aber 1. kann man sich zuhause schon gute Grundlagen aufbauen - sodass das weiterlernen im Land fast oder ganz automatisch weiterläuft und 2. kann man sich sicher nicht nach dem man seinen täglichen Beschäftigungen nachgehen kann (einkaufen & wäsche waschen) sich auf seinen Hintern setzen und erwarten, dass die Umwelt sich mit Deinen Schwedischkenntissen zufriedengibt. Mein Posting hatte aber auch das primäre Ziel, zu sagen, dass es einen UNTERSCHIED zwischen Urlaub und hier leben gibt - unter anderem den in den Anforderungen und Erwartungen der Umwelt.

Lieber Aelve - wie schaust Du denn in D einen Ausländern an, der vor X Jahren nach Deutschland gezogen ist und immer noch kein gutes Deutsch spricht? Da sind die Schweden nach aussen hin netter und geben Komplimente um zu wissen, was sie tatsächlich denken - denk Dich einfach in die beschriebene Situation hinein.

Ich schliesse übrigens auch nicht aus, dass man eine gewisse Zeit lang im Ausland sehr zufrieden leben kann, ohne die Landessprache zu kennen. Diese Möglichkeit steht aber den wenigsten zur Verfügung. Und anhand glücklicher Zufälle und "Glück gehabt" kann man leider keine Ratschläge erteilen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 18. Februar 2008 18:45 
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Zu dem was der Schwede sich denkt kann ich nur sagen, ich wüsste es manchmal gerne. Denn mir wird auch so ein gutes Schwedisch bescheinigt. Was ich selber davon halte? Naja, es geht grade mal so. Eigentlich wäre ich gerne besser (aber wer nicht?).
Ich merke aber, dass Schweden, die mich ein paar Tage oder Wochen nicht gesehen haben, plötzlihc doch deutlich erfreuter reagieren wenn sie mich reden hören. Den Satz, dass ich nach 4 Monaten im Land aber gut schwedisch kann, den höre ich oft. Aber die Reaktion (Gesicht und Freundlichkeit) ist schon sehr unterschiedlich. Wie gesagt, wenn sie merken, dass da ein Fortschritt ist, dann reagieren sie freundlicher und reden plötzlich länger mit mir. Und das obwohl sich an dem Kompliment erst mal nicht viel ändert...
Ich hoffe, dass ich weiter so fortschritte mache, denn ich weiss nicht was sie wirklich denken.
Und wenn ich überlege wie ich Ausländer in Deutschland anschaue, die nach vielen Jahren noch kein Deutsch können.. naja, ich bin gelinde gesagt, genervt und verwundert, dass sie das geschafft haben.
Übrigens sind auch die Auswanderer (aus Deutschland) die schon lange hier leben (seit den 50ern) sehr skeptisch. Ich wurde da von einer auf Herz und Nieren geprüft. Sie will auf keinen Fall mit den Fernsehauswanderern der schlechten Sorte verwechselt werden und findet es schlimm. Sie glaubt wohl, dass diese ein schlechtes Bild auf alle Auswanderer werfen und ich kann die Sorge verstehen.

Gruss Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 18. Februar 2008 20:42 
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Hallo,

selbstverständlich ist es immer ein anzustrebendes Ziel, möglichst schnell und perfekt eine Sprache sprechen zu können, wenn man irgendwo leben und zurecht kommen will. Hier war aber die Anfangsfrage, ob es möglich sei, auch ohne Schwedischkenntnisse nach Schweden auszuwandern oder ob dieses ganz unmöglich wäre. Ich kenne Deutsche, die konnten fast kein Wort schwedisch, bekamen trotzdem sofort eine Anstellung und sprechen natürlich jetzt auch schon sehr gut schwedisch, da sie es ja jeden Tag sprechen müssen. Bei einem Pärchen bekam der Mann ohne Schwedischkenntnisse sofort eine gute Anstellung und benötigte natürlich etwas länger um schwedisch zu lernen, seine Frau bekam keine Arbeit und absolvierte erst den angebotenen Kursus in Schweden. Sie spricht insgesamt natürlich schon besser die Sprache; muß sie auch, denn sie muß heute telefonisch Kunden betreuen bei H & M, das hätte sie bestimmt ohne den Sprachkurs in Schweden schlecht gemeistert.
Deshalb würde ich generell sagen, dass es zwar erstrebenswert ist, mit Schwedischkenntnissen auszuwandern, aber falls es nicht andes geht, kann es auch gut gehen.
Grüße Aelve

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 19. Februar 2008 10:06 
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Verfasst am: 18.02.2008 15:37 Titel: ”Schwedisch für Einwanderer”-Kurse sollen besser

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Einwanderer sollen künftig nachweisen, dass sie sich um das Erlernen der schwedischen Sprache bemüht haben. Diese Forderung unterbreiteten am Montag Bildungsminister Jan Björklund und Immigrationsministerin Nyamko Sabuni. Damit will die Liberale Volkspartei ihr Wahlversprechen einlösen, Immigranten mehr Integrationsbemühungen abzuverlangen.


(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)


Das habe ich gerade hier im Forum gelesen.

Finde es gut, dass man nachweisen soll die Sprache zu lernen. Auch hier wird es zwischen den einzelnen Personen unterschiede geben. Der eine lernt schnell der andere langsamer. Wichtig ist das man sich bemüht. Sollte es eigendlich in Deutschland auch geben!

Gruß Claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 19. Februar 2008 10:41 
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Hallo Claudia,

wie Recht Du doch hast. Aber hier in Deutschland ist es so, dass es, wenn es nach einigen Leuten einer bestimmten Partei geht, dann sollen die Deutschen als zweite Fremdsprache Türkisch bekommen. Darüber hinaus wäre es, laut unserer Kultusministerin in Schleswig-Holstein Ute Erdsiek-Rave, erstrebenswert, türkische Schulen in Deutschland zuzulassen, damit die Türken es dadurch leichter haben, ihre Sprache beizubehalten, so wie es gerade durch Erdogan gefordert wurde.
Da sträuben sich bei mir die Nackenhaare, wenn die deutschen Schüler nicht genügend Förderung und Bildung erfahren, aber statt dessen zugezogenen Bürgern immer mehr Rechte eingeräumt werden sollen, die gerade eine nötige Integration schwerer machen.
Da wundere ich mich nicht mehr, dass Deutsche dieses zum Anlaß nehmen, um ihrem Heimatland den Rücken zu kehren.
Ich finde, dass Schweden da besser davor ist, zum einen bieten sie sofort kostenlose Sprachkurse für Einwanderer an und üben auch den nötigen Druck aus, das Angebot anzunehmen.
Grüße Aelve :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 19. Februar 2008 10:45 
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Hej,
grundsätzlich finde ich es auch gut. Allerdings muss es da gute Unterscheidungskriterien geben. Und im Grunde gibt es das schon in Deutschland. Zumindest je nach Bundesland, Kommune und jenachdem was Du willst. Ich kenne zumindest einige Familien die einem Test unterzogen wurden. Manche waren allerdings echt lächerlich, denn ich kann nicht von jemandem verlangen einen deutschen Text zu lesen und zu verstehen, wenn er einfach nicht lesen kann...
Da sehe ich echt die Gefahr bei solchen Unternehmungen. Zu viel Aktionismus um die Wähler zu gewinnen und kein durchdachtes System.
Wenn es gut gemacht ist und auch solche Fälle berücksichtigt, finde ich, dass es in jedem Land grundsätzlich ok wäre, einen solchen Test zu machen. Ich würde mich auch sofort ohne Murren unterziehen.
Die Frage ist allerdings auch was passiert wenn man den Test nicht schafft :)
Eben für solche muss es ja auch eine Regelung geben. Man kann ja niemanden verhungern lassen nur weil die Eltern vielleicht etwas schwach im lernen sind... so lange sie sich aber bemühen...
Das ist aber wieder (vermutlich in allen Ländern) ein sehr heisses Eisen.

Grüße Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 19. Februar 2008 11:21 
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Also für meinen Teil kann ich nur sagen, das Sprache immer noch zur Kommunikation gehört. Auch die Muttersrpache!
Aber, wenn ich an die Zeit zurück denke, so 70-er und 80- er Jahre, dann hatten wir doch in Deutschland die selbe Diskussion, wenn Emigranten in Deutschland einwanderten und der Sprache nicht mächtig waren.
Ich glaube es gehört immer mit dazu, dass diese Diskussion geführt wird. Nur so bleibt alles in Bewegung und erstarrt nicht. Hier in Bergslagen haben wir viele Auswanderer aus Finnland, die seit 30 Jahren hier leben und nicht der schwedischen Sprache mächtig sind. Leider bleiben sie fremde im Land in dem sie leben. Bemühungen der Kommunen wurden nicht angenommen und die Finnen blieben heute noch lieber unter seinesgleichen. Ich für mich kann nur sagen, dass es wichtig ist die schwedische Sprache zu beherrschen, allerdings liebe ich es auch in der Muttersprache zu kommunizieren und mir fällt auf, wenn ich nicht in Übung bleibe, dann passiert es mir, das ich deutsche Begriffe vergesse und durch schwedische ersetze. :roll: Hört sich lustig an und unsere Kinder sagen oft. "typisch ausländisch"! lach....
Alles liebe Gundi


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 19. Februar 2008 11:28 
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Die Regelungen in Schweden rühren daher, dass es gewisse Leute gibt, die durch einen ewigen Besuch und das ewige Nichterreichen der SFI-Abschlussanforderungen sich den scheinbar ewigen Unterhalt durch den Staat "sichern".
Jaja, die Regierung will nicht nur den Arbeitslosen und Kranken an die Tasche, sondern auch den armen Einwanderern. ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 19. Februar 2008 11:55 
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Hallo,

ja, leider wird es immer einige geben, die das Sozialsystem ausnutzen wollen. Ausgewanderte Deutsche, die an dem SFI teilnahmen, berichteten uns, dass einige Teilnehmer gar keinen Ehrgeiz an den Tag gelegt haben, ein besseres Schwedisch sprechen zu können. Es ging denen tatsächlich nur um die finanzielle Versorgung. Wenn man bei den Überprüfungen berücksichtigt, dass einer sprachbegabter ist als der andere, dann finde ich es richtig, dass diesen Auswüchsen Halt geboten wird. Manche müssen eben Druck von außen bekommen, andere können sich selbst unter Druck setzen.
Sozialschmarotzer, die wirklich nur darauf aus sind, die anderen Bürger auszunutzen, benötigt kein Land.
Grüße Aelve

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 19. Februar 2008 11:57 
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Aelve, ich finde man kann das nicht pauschalisieren. Es gibt auch hier in Schweden z.B: Schulen in denen finnisch gesprochen wird und Schulen in denen deutsch gesprochen wird. In Frankreich findet man auch Schulen die eine andere "Amtssprache" als französisch haben. Warum nicht auch in Deutschland? Eine türkische Schule heisst noch nicht, dass alle die da ihren Abschluss machen kein deutsch können und böse Menschen sind die Integrationsunwillig sind. Wenn deutsche überlegen ob sie ihr Kind in Schweden in eine deutsche Schule bringen wird das meist (wenn auch nicht immer) verstanden. Ich sehe das so, beide Sprachen sind wichtig. Und dass man Kinder von Einwanderern unterstützen will hat noch nichts damit zu tun wie die deutschen Schulen sonst sind. Ausser vielleicht, dass man damit dem Pisavorwurf, dass gerade die Einwandererkinder es in Deutschland so schwer haben, entgegenkommt und daran was macht.
Irgendwie verstehe ich das nicht. Alle wollen, dass sich ausländer integrieren. Aber dazu gehört auch, dass sie sich und ihren Ursprung nicht verleumden müssen. Türisch in der Schule zu sprechen heisst noch nicht kein deutsch zu können. Aber man muss sich die Kinder mal anschauen. Die können manchmal keine der Sprachen überhaupt noch richtig. Da ist es doch gut, wenn mal einer versucht eine Änderung zu bringen. Wie wäre es mit einer Schule die den Unterricht in beiden Sprachen ermöglicht?
Und was spricht gegen türkisch als 2. Fremdsprache? Was unterscheidet sie von französisch oder spanisch? Das lernen deutsche Kinder doch auch und keiner regt sich drüber auf.

Grüße Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 19. Februar 2008 12:35 
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Hallo Wiebke,

ich habe grundsätzlich nichts dagegen, dass jemand seine Heimatsprache auch im Einwandererland spricht im privaten Kreis. Man muß nur aufpassen, dass es nicht dazu führt, dass man sich von dem Einwanderungsland abgrenzt und eigene Gettos bildet, das finde ich für Deutschland, für Schweden, ja für jedes Land wichtig. Man muß auch berücksichtigen, dass es verschiedene Kulturkreise gibt, Deutschland und Schweden haben den gleichen Kulturkreis. Die Türkei und Deutschland haben verschiedene Kulturkreise, das muß man dabei auch bedenken.
Es kann ja nicht so kommen, dass ein Land durch seine Einwanderer seine Identität und seinen Kulturkreis verliert. Wenn ich in Schweden bin, dann passe ich mich dort an, dann feiere ich die Feste, die es dort gibt, dann halte ich mich an die schwedischen Traditionen.
Es gibt in jeder Bevölkerungsschicht Personen, die wollen sich nicht anpassen, die möchten, dass die anderen sich anpassen sollen.
Die Gefahr besteht, wenn die Eingewanderten ihre Dinge beibehalten wollen, dass sich dann ein Land verändert. Wenn ich alles im Ausland so haben möchte, wie bei mir im Heimatland, dann muß ich dort bleiben und kann nicht versuchen, das Land meiner Wahl total zu ändern.
Die Übergänge sind fließend, wenn ich also den Eingewanderten immer mehr nachgebe, dann muß damit gerechnet werden, dass soviel Negatives entsteht, was anfangs nicht angedacht war.
Es würde hier zu politisch werden, alles abzuwägen und alle Argumente aufzuzählen, die für oder gegen Multikulti sprechen. Aber die Tatsache, dass man sich nicht mehr mit seiner eigenen Heimat identifizieren kann, hängt auch damit zusammen, dass man merkt, dass den Problemen, die durch Einwanderung entstanden sind, durch die Politik nicht genügend Beachtung geschenkt werden oder wurden.
Grüße Aelve :flagge:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 19. Februar 2008 15:16 
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Hm, wenn ich es richtig verstehe sind wir nicht grundsätzlich anderer Meinung :)
Nur die Ausprägung und vielleicht ein klein wenig die Blickrichtung unterscheiden sich.
Von daher (und weil es den Rahmen des Forums sprengt) brauchen wir ja nicht drüber zu streiten :)

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 20. Februar 2008 22:55 
in Bezug auf Aelve muss ich sagen, dass ich seiner Meinung ( so wie geschrieben ohne wenn und aber ) nur zustimmen kann.
Wenn ich in meinem Heimatland nicht klar komme oder andere Probleme habe und mich entscheide auszuwandern, muss ich mich allen Gegebenheiten des neu gewählten Landes anpassen - ohne Diskussion.
Die eigene, alte Sprache pflegen, kann ich auch zu Hause. Dass Kinder bilingual aufwachsen, finde ich gut. Kenne Schweden, die das so handhaben.
Vielleicht kann ich jetzt auch die Probleme aus einem anderen Beitrag verstehen, in welchem es den Kindern so schwer fällt, sich im "neuen Land" zu Hause zu fühlen.Aber das würde jetzt zu weit führen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 20. Februar 2008 23:22 
Booooooooooo!
Habe mir jetzt mal die Zeit genommen, um auf die zurückliegenden Seiten zu schauen. Das liest sich ja wie ein Krimi!
Aber mal ehrlich. Zwar bewundere ich die Auswanderer, die es angeblich geschafft haben, sich in Schweden oder auch Norwegen ein neues wohliges zu Hause zu schaffen, aber die kann man ja wohl an einer Hand bestimmt abzählen, oder?
Irgendwie ist mir die Diskussion zu ....Da fällt mir nur ein: "Vom Tellerwäscher zum Millionär in Amerika" .Good Luck!
Ist doch klar, dass die Beherrschung der Sprache Vorraussetzung ist, sonst wäre ich schon lange dort.
Aber zum Glück gibt es ja noch die "rosarote Brille".


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 10:57 
Aelve hat geschrieben:
Wenn ich in Schweden bin, dann passe ich mich dort an, dann feiere ich die Feste, die es dort gibt, dann halte ich mich an die schwedischen Traditionen.


Ich bin ein Verfechter des "Individualismus" - d. h. es gibt viele Gründe, warum Menschen auswandern, dies oder jenes tun, genauso wie es viele verschiedene Art und Weisen gibt, das zu machen.

Deshalb finde ich, dass man grundsätzlich nicht sagen kann - ohne Sprachkenntnisse geht es nicht und man muss sich unbedingt den Traditionen des neuen Landes anpassen. Wenn ich keine Lust habe, um einen Julgran (Weihnachtsbaum) zu tanzen oder als "kleiner Frosch" um einen Mittsommerbaum zu hüpfen und nach jedem Hering einen Schnaps zu trinken, dann mache ich das nicht und dann erkläre ich das einfach, dass das nicht meinem Wesen entspricht und ich das lieber nicht mache. Ich gehe dann davon aus, dass kultivierte Menschen das akzeptieren und bisher hat es in meinem Fall auch funktioniert.

Ich bin nach 13 Jahren in Schweden immer noch Ausländer und werde es vermutlich auch so lange sein, wie ich hier lebe und ich wüsste keinen Grund, warum ich versuchen sollte, "schwedisch" zu werden.

Die Sprache habe ich auch erst gelernt, nachdem ich hier schon gewohnt hatte - und das ging dann eigentlich ziemlich schnell. Zu Hause sprechen wir Deutsch und schauen auch deutsches Fernsehen, wir haben deutsche und schwedische und andere europäische und nicht-europäische Freunde -alles ganz gemischt und wir wohnen nicht in einem "Ghetto". Das Spannende im Ausland ist doch gerade die "Vielfalt" - und in Bayern erwarte ich ja auch nicht von einem Ostfriesen, dass er in Lederhosen und Gamsbart rumgeht - im Gegenteil, das findet man eher "lächerlich" - oder?

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 11:11 
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S-nina hat geschrieben:
und in Bayern erwarte ich ja auch nicht von einem Ostfriesen, dass er in Lederhosen und Gamsbart rumgeht - im Gegenteil, das findet man eher "lächerlich" - oder?
:D


Danke, darauf wollte ich auch schon hinaus.
Auch insgesamt kann ich Dir nur zustimmen. Schön, dass das bei Dir so klappt, denn ich stelle mir mein Leben in Schweden ebenso vor. Ich kenne Ausländer in Deutschland die es so geschafft haben. Auch wenn Schweden nicht Deutschland ist, ich hatte/habe die Hoffnung, dass es mir hier auch gelingt mich soweit zu integrieren wie es mir gelingt und gefällt, gleichzeitig aber nicht meine Wurzeln zu vergessen.
Es ist vielleicht manchmal eine Gradwanderung. Manche Schweden werden es vielleicht nicht verstehen, wenn man nicht alles mitmachen will. Aber das gibt es doch in Deutschland auch. Ich kenne Bayern, die mich nicht mögen weil ich die Weisswurst zu früh oder zu spät und immer falsch esse. Ausserdem verdünne ich mein Bier... bäh :)
Aber ich lebe trotzdem glücklich. Nicht alle Deutschen müssen mich mögen und ebenso wenig müssen mich alle Schweden mögen.
Wenns ein paar tun und der Rest mich einfach in Ruhe lässt, dann wäre ich glücklich. Egal in welchem Land :)

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 11:39 
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Hallo,

bei meiner Aussage ging es ja nicht darum, dass man sich bedingungslos anpassen soll und alles mitmachen muß, sondern es ging darum, dass man als Eingewanderter das Land nicht umkrempeln kann, deshalb habe ich diese Aussage gemacht. Wenn man nicht alles mitmachen will, dann läßt man es sein. Umgedreht darf man dann aber nicht sagen, die Schweden laden mich nicht ein oder ich stehe abseits, darum ging es mir auch bei meiner Aussage. Ich denke mal, dass mich kein Schwede zwingen würde, an deren Feste teilzunehmen oder deren Traditionen zu leben, aber so habe ich die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen. Oft sagen mir deutsche Ausgewanderte, ich habe hier keine Freunde gefunden, die Schweden sind mehr unter sich usw. Es stimmt auch bestimmt, dass die Schweden die Deutschen nicht so schnell einladen, ist mir schon oft berichtet worden, aber wenn ich Kontakte haben will, dann muß ich selbst auch was dafür tun und die Möglichkeit schaffen, dass ich eingeladen werde oder dass ich dazu gehöre. Das ist nicht nur in Schweden so, das ist überall so, entweder will ich irgendwo dazu gehören oder ich möchte für mich alleine sein, aber der Anstoss muß doch von mir selber kommen.
Dieses gilt auch für soziales Engagement. Ich kann nicht erwarten, dass mir andere helfen, wenn ich selbst für die Gemeinschaft nichts tun will.
Z.B. habe ich mir sagen lassen, dass die Eltern in Schweden in den Schulen sehr viel helfen müssen, es ist jeder mal dran, etwas für die Schule und die Schüler zu erledigen. Wenn sich einer nun dagegen stellt, dann stellt er sich gegen die Gemeinschaft und erfährt beim nächsten Mal auch keine Hilfe. Wenn man sich dieses mal zu Gemüte führt, dass es ein Geben und Nehmen ist und dass ohne Zutun auch von dem anderen nichts kommt, dann denke ich, dass man überall Freunde und Anerkennung findet, egal ob mit Landsleuten, mit den Nachbarn des Einwanderlandes , in der Schule oder Dagis oder auf seiner Arbeitsstelle.
Grüße Aelve :flagge:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 12:25 
Auf die Gefahr hin, dass ich nun etwas vom Thema abweiche:

Heute ist der "Internationale Tag der Muttersprache" - und mein Sohn hat mir gestern eine Einladung auf den Tisch gelegt mit den schönen Worten:

Der Muttersprachentag dient dazu:

- att främja språklig mångfalt och språkundervisning
(Förderung sprachlicher Vielfalt und des Sprachunterrichts)
- att höja medvetenhet om språkliga och kulturella traditioner
(Bewusstseinsstärkung über sprachliche und kulturelle Traditionen)
- att främja förståelse, tolerans och dialog
(Förderung von Verständnis, Toleranz und Dialog)

In unserer Kommune (Kungsbacka) gibt es ca. 300 Kinder mit verschiedenen Muttersprachen und die größte Gruppe davon ist lt. Info der Kommune - DEUTSCH !
:)

In diesem Sinne möchte ich Euch allen noch einen schönen Tag wünschen und auch verraten, welches "landestypische Traditionsgericht" heute auf dem Speiseplan der Schule steht, nämlich : "Minestronesoppa" 8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 12:28 
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Aurora hat geschrieben:
Die eigene, alte Sprache pflegen, kann ich auch zu Hause.

Und wenn man nicht aufpasst, hat man am Ende eine ganze Parallelwelt Zuhause.
Mehr mag ich eigentlich nicht mehr zu dem Thema sagen, jeder will lediglich Recht haben, sehe hier wenig Bereitschaft, über andere Meinungen grossartig nachzudenken, weil ja auch jeder im gewissen Maße Recht hat.
Jeder soll's machen, wie er will, sich aber anschliessend nicht über den eventuellen Fall auf die Nase wundern.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 12:28 
Man muß nicht alle Traditionen seines neuen Heimatlandes mitmachen, sollte aber schon darüber Bescheid wissen und sich dafür interessieren und nicht sagen, nee, also so einen Mist mache ich jetzt nicht mit. Das hat auch etwas mit Respekt gegenüber der anderen Kultur zu tun. Man sollte schon wissen, wo man lebt und warum dieses oder jenes so gemacht wird und nicht nur wissen, achso ja, da war ja irgendwie Feiertag, weiß nicht warum, aber ich habe auf jeden Fall frei.
Das gleiche gilt im übrigen auch für die eigenen Traditionen.
Auf keinen Fall sollte man andererseits seine eigene Kultur/Traditonen vergessen oder gar verleugnen. Das würde ich z. B. absolut lächerlich finden.
Ich finde, eine gute Mischung aus allem ist schon schön. In jeder Kultur findet man etwas, wo man sagt, daß ist aber eine schöne Tradition und warum diese dann nicht einfach mal mitmachen? Das heißt ja nicht, das man seine Wurzeln dadurch vergißt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 12:32 
Auf die Gefahr hin, dass ich nun etwas vom Thema abweiche:

Heute ist der "Internationale Tag der Muttersprache" - und mein Sohn hat mir gestern eine Einladung auf den Tisch gelegt mit den schönen Worten:

Der Muttersprachentag dient dazu:

- att främja språklig mångfalt och språkundervisning
(Förderung sprachlicher Vielfalt und des Sprachunterrichts)
- att höja medvetenhet om språkliga och kulturella traditioner
(Bewusstseinsstärkung über sprachliche und kulturelle Traditionen)
- att främja förståelse, tolerans och dialog
(Förderung von Verständnis, Toleranz und Dialog)

In unserer Kommune (Kungsbacka) gibt es ca. 300 Kinder mit verschiedenen Muttersprachen und die größte Gruppe davon ist lt. Info der Kommune - DEUTSCH !


In diesem Sinne möchte ich Euch allen noch einen schönen Tag wünschen und auch verraten, welches "landestypische Traditionsgericht" heute auf dem Speiseplan der Schule steht, nämlich : "Minestronesoppa"


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 12:43 
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Hej S-Nina,

Dein posting paßt doch ausgezeichnet zu dem Threat. Das liebe ich so an den Schweden, dass sie tolerant sind, dass sie aufgeschlossen sind, dass sie bemüht sind, den anderen zu verstehen und dass síe sogar Kritik in nette Worte verpacken.
Z.B. sagt der Schwede ja auch, das könntest Du so oder so machen, nicht etwas das mußt Du so oder so machen.
Wenn alles klappt, dann fahren wir morgen für einige wenige Tage nach Schweden. Wir werden bestimmt wieder unsere schwedischen Nachbarn treffen, obwohl mein Mann nur etwas schwedisch spricht, ich nur schlecht etwas englisch kann und die Frau des Nachbarn ein wenig deutsch. Aber wir arbeiten daran und hoffen, dass wir uns bald ganz und gar in schwedisch mit diesen wirklich ganz lieben Leuten, die uns in ihrer Gemeinde aufs netteste vällkommen geheißen haben, austauschen können.
Grüße Aelve :?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 13:00 
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Aelve hat geschrieben:
wenn ich Kontakte haben will, dann muß ich selbst auch was dafür tun und die Möglichkeit schaffen, dass ich eingeladen werde oder dass ich dazu gehöre. Das ist nicht nur in Schweden so, das ist überall so, entweder will ich irgendwo dazu gehören oder ich möchte für mich alleine sein, aber der Anstoss muß doch von mir selber kommen.


Damit hast Du absolut recht. Es ist keine Garantie, aber die einzige Chance Einheimische kennenzulernen. Auch wenn es manchmal vielleicht nicht sooo einfach ist. Aber es kann sich lohnen.
Erste Kontakte zu knüpfen ist sogar relativ einfach, wenn man auf die Menschen zugeht. Die Frage ist, wie mehr daraus wird. Das kann sich nur mit der Zeit, etwas Glück und Geduld ergeben. Und auch das gilt für jedes Land und innerhalb des Landes für die verschiedenen Bezirke.

Grüße Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 13:08 
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Aelve hat geschrieben:
dass síe sogar Kritik in nette Worte verpacken.
Z.B. sagt der Schwede ja auch, das könntest Du so oder so machen, nicht etwas das mußt Du so oder so machen.


Das ist richtig und auch ich finde das ganz schön und angenehm. Die Gefahr ist dabei allerdings, dass man irgendwann mal nicht mehr merkt, dass es Kritik ist. Und dann kann es schnell gefährlich werden. Ich finde es doof, wenn nicht mehr einschätzen kann was mein Gegenüber so von mit hält. Freundlich hin oder her, manchmal ist es ganz gut mal richtig sauer zu sein. Danach kann man sich ja wieder vertragen :)
In USA ist das auch so mit der Freundlichkeit. Und an denen orientieren sie die Schweden ja manchmal ganz gerne. Da kann schon einer total freundlich gesagt bekommen, dass er nicht gut genug arbeitet und dass er Mist gebaut hat. Wenn er das nicht richtig versteht, weil ja der Chef so freundlich ist, dann hat er bald die freundliche Kündigung auf dem Tisch.
Nicht falsch verstehen, ich finde es auch schön, dass die Schweden freundlich sind und merke auch den Unterschied im Alltag.
Nur manchmal finde ich es eben angenehmer wenn ich sofort weiss ob mich jemand mag oder einfach nur nett ist.
Aber mit der Zeit, wenn man die Leute und die Kultur und auch die SPrache etwas besser kann, dann wird es sicherlich wieder einfacher zu deuten was da gemeint ist. Noch gehen einfach ganz viele solcher Feinheiten verloren. Das ist schade. Damit muss man aber wohl leben im Ausland.

Grüße Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 13:42 
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Hallo Wiebke,

auch damit, dass es Dir manchmal zu freundlich erscheint, kann ich Dich gut verstehen. Ich bin auch eher so veranlagt, dass ich direkt sage, was ich meine, das kommt manchmal auch nicht gut an. Aber man ist wie man ist und ich bin auch der Meinung, dass das Gegenüber es doch vielleicht besser einordnen kann, wenn man klare Worte spricht, anstatt etwa hinten rum. Das ist wohl des Schwedens Mentalität, die es ihnen nicht erlaubt, anderen etwas offen aber auch ehrlich ins Gesicht zu sagen. Insofern muß man dann wohl versuchen, sich auf die Art der Schweden einzulassen. Vielleicht kann man ja bei einer nett und sehr freundlichen Kritik eines Schweden einfach nachfragen, wie er das wohl machen würde. Also immer Bereitschaft zeigen, dass man von ihm lernen will. Oder auch erklären, warum man es anders macht, weil man selbst es so und so eben besser erledigen kann.
Viele Sachen entstehen doch durch Missverständnisse, der eine hat es so gelernt, der andere so, der eine sieht etwas so, der andere sieht es anders. Manchmal übt man ja auch Kritik, die nur aus eigenem Unvermögen resultiert. Ist es nicht besser, wenn die Kritik nett ausgesprochen wird, dass man erläutern kann, wieso es zu dem Kritikpunkt gekommen ist. Ich denke da mal an die Arbeitswelt, wenn man von Vorgesetzten kritisiert wird. Hier in Deutschland kann man sich kaum wehren, wenn ein Vorgesetzter etwas "besser weiß", da muß man es dann so hinnehmen, vielleicht auch deshalb weil es barsch rüberkam.
Wenn aber eine Kritik nett ist, hat man doch mehr Mut, seine Sichtweise und Handlungsweise anzubringen.
Klappen diese Probleme in Schweden, wenn sie durch die Blume gesagt werden, nun besser zwischen Chef und Angestellten als in D? Erzähle da doch mal von Deinen Erfahrungen.
Herzliche Grüße Aelve

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 14:28 
Aelve hat geschrieben:
Hej S-Nina,

Das liebe ich so an den Schweden, dass sie tolerant sind, dass sie aufgeschlossen sind, dass sie bemüht sind, den anderen zu verstehen und dass síe sogar Kritik in nette Worte verpacken.

Wenn alles klappt, dann fahren wir morgen für einige wenige Tage nach Schweden. Wir werden bestimmt wieder unsere schwedischen Nachbarn treffen, obwohl mein Mann nur etwas schwedisch spricht, ich nur schlecht etwas englisch kann und die Frau des Nachbarn ein wenig deutsch.


Hallo Aelve,
was ich an den Schweden nicht "liebe" ist gerade die Art, alles "codiert" auszudrücken - manchmal treibt es mich sogar regelrecht "zum Wahnsinn".

Nach 13-jährigen - mal mehr oder weniger engagierten Phasen - des Verständnisaufbaus - habe ich mittlerweile aufgegeben. Mir ist es schlicht und ergreifend "wurscht", was "die Schweden" von mir denken und ob ich nun angepasst bin oder nicht.

Ich stehe mittlerweile auch zu meinem Akzent - den ich im Laufe der Jahre nie verloren habe - und verstehe auch, wenn man mir ganz freundlich sagt: "Oh, du sprichst ja sehr gut schwedisch, genauso wie Königin Silvia" - das heißt nämlich übersetzt in Klarsprache: "Die Frau ist schon so lange hier im Land und hat es immer noch nicht richtig gelernt!"

Dann habe ich heute - das ist nun wohl auch etwas abseits des Themas - gerade an dich gedacht, als ich die Zeitung las. Da steht nämlich - wieder mal - ein interessanter Artikel zum Schulsystem in Schweden. Die Überschrift könnte nämlich lauten:
Sag mir, wo du wohnst, und ich sage dir, wer und wie gut du ausgebildet bist ...
Hier frei übersetzt aus dem Zeitungsartikel der GP:
"Der Beruf der Eltern ist entscheidend ...
aber die soziale Struktur spielt auch eine Rolle. Der Beruf der Eltern und deren Ausbildung ist maßgeblich dafür, wie die Kinder wählen. Die zehn Kommunen (von denen die meisten Kinder auf weiterführende Schulen nach der Grundschule gehen) liegen auch an der Spitze hinsichtlich des Durchschnittseinkommens der Eltern."

Die Kommunen an der Spitze insgesamt sind die Universitätsstädte - Uppsala, Stockholm, Lund und hier für die Gegend um Göteborg sind es
Partille, Göteborg, Kungsbacka, Mölndal, Halmstad. Genau dort, wo es also auch relativ teuer ist, zu wohnen, erhält man die besten Ausbildungschancen für die Kinder.
Dort, wo die Lebenshaltungskosten günstiger sind - auf dem Land - gehen nur 2 von 10 Kindern auf weiterführende Schulen - dazu zählen
Essunga, Lilla Edet, Grästorp, Hylte, Strömstad ...

Natürlich wünsche ich Dir und Deinem Mann nächste Woche dann eine schöne Zeit in Schweden und verstehe auch, dass du das Land liebst und dort, wo ihr Eure Häuser habt, die "Welt" auch noch quasi "in Ordnung" ist.

Würde mir aber auch wünschen, dass du bei deinem Besuch etwas genauer hinschaust, denn auch in Schweden ist mittlerweile "Multikulti" angekommen und die Unterschiede zu Deutschland sind gar nicht so groß ...

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 15:43 
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Hej S-Nina,

das glaube ich Dir, dass Schweden in den genannten Bereichen negativ nachzieht. Aber trotzdem bin ich noch nicht davon überzeugt, dass es so krass wie in Deutschland ist. Hier ist es wohl mehr der Verdrängungswettbewerb, Du bekommst hier nur noch einen Ausbildungsplatz, wenn Du entweder Abitur hast oder einen sehr guten Realschulabschluß. Trotzdem jammern die Ausbildungsbetriebe, dass die Schulabgänger, die ja vom Gymnasium kommen, sehr schlecht gebildet sind. Wenn die Eltern aber nur Handwerker sind, dann haben die Kinder schon Probleme, auf einem Gymnasium anerkannt zu werden.
Man muß natürlich auch berücksichtigen, dass Akademiker-Eltern selbstverständlich ihren Kindern mehr helfen können oder auch wegen des hohen Einkommens Nachhilfe bezahlen können, dadurch auch wohl der Umstand, dass Kinder aus bestimmten Wohngebieten dann eher eine gute Ausbildungschance haben.
Aber bekommt man nicht in Schweden auch noch gut eine Stelle, auch wenn man kein 1er Zeugnis hat? Ist es nicht so, dass die Arbeitslosenquote noch weit unter der unsrigen in Deutschland liegt?
Kann man nicht, wenn man evtl. handwerklich begabt ist, nicht trotzdem eine gute Anstellung finden?
Grüße Aelve

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 16:16 
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Nun sage ich doch etwas dazu...

Wie kommt es, dass ZUFRIEDENE nach Schweden Ausgewanderte eine Schwierigkeit darstellen und jemand, der bisher "nur den Urlauberstatus" hat es niemandem so richtig glauben möchte?

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http://video.google.com/videoplay?docid ... 9293309352

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 16:19 
Aelve hat geschrieben:
Aber bekommt man nicht in Schweden auch noch gut eine Stelle, auch wenn man kein 1er Zeugnis hat? Ist es nicht so, dass die Arbeitslosenquote noch weit unter der unsrigen in Deutschland liegt?
Kann man nicht, wenn man evtl. handwerklich begabt ist, nicht trotzdem eine gute Anstellung finden?
Grüße Aelve


Hej Aelve,
man kann ja nie pauschal sagen - und natürlich kenne ich nicht "ganz" Schweden, genauso wenig, wie ich "ganz" Deutschland kenne. Ich bin in Süddeutschland (Baden-Württemberg) aufgewachsen und habe die meiste Zeit meines Berufslebens in München verbracht - hatte also keine Probleme bezüglich Arbeit und meine eigene Schulausbildung war - würde ich mal sagen - auch nicht besonders problematisch.

Es kommt doch in Schweden - genauso wie in Deutschland - darauf an, welche Ansprüche man stellt und in welcher Region man wohnt. Hier in Schweden gibt es in einigen Regionen einen Mangel an gewissen Berufen - Ärzte - Handwerker - Pflegeberufe usw. - die haben natürlich zurzeit einen gewissen Vorteil, wenn sie nach Schweden kommen und bei denen steht dann ja nicht das Schulzeugnis im Mittelpunkt. Dieser Mangel herrscht aber - leider oft - auch nur in gewissen Regionen, wo die Schweden selbst nicht so gerne wohnen möchten, sprich in Norrland usw.

Dadurch bekommen manche eben noch gut eine Stelle - z. B. deutsche Handwerker - aber manche bleiben ganz außen vor - z. B. Migrantenkinder, die schon in der 2. oder 3. Generation hier wohnen, hier in die Schule gegangen sind usw. - die bekommen oft keinen Job - und Göteborg ist hier geradezu ein Paradebeispiel - das ist ein Lieblingsthema der Lokalzeitungen - die Segregation dieser Stadt ist wirklich auffallend.

Auf ganz Schweden bezogen ist die Arbeitslosenquote wohl niedriger als in D - aber auch hier gibt es Unterschiede - die Quote ist höher im Norden als in den Stadtgebieten - Malmö - Göteborg - Stockholm. Also auch ähnlich wie in D. (Baden-Württemberg u. Bayern hatten lange Zeit niedrigere Quoten als Schweden).

Generell würde ich sagen, natürlich ist es gut, wenn Leute auswandern, um ihren persönlichen Horizont zu erweitern oder persönliche Vorteile für sich nutzen, aber es ist immer schwierig, generelle Empfehlungen zu geben. Es kommt doch immer auf den EINZELNEN an und das möchte ich eigentlich nur vermitteln - ich finde es falsch, ganz simpel zu sagen ... "geh, komm doch nach Schweden, dort ist es besser für dich."

Manches finde ich hier gut - manches bleibt mir für immer ein Rätsel - und manches finde ich "grottenschlecht" - :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 16:23 
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Hej Storstadstjej,

tatsächlich habe ich festgestellt, dass ich große Probleme habe, zu erkennen, worauf Du hinaus willst. Du wirfst ab und an etwas ein, ohne dass es konkret etwas Handfestes ist. Wen meinst Du und worauf beziehen sich Deine posting, wie z.b. ?

Und wenn man nicht aufpasst, hat man am Ende eine ganze Parallelwelt Zuhause.

Wie kommt es, dass ZUFRIEDENE nach Schweden Ausgewanderte eine Schwierigkeit darstellen und jemand, der bisher "nur den Urlauberstatus" hat es niemandem so richtig glauben möchte



:?: :?: AELVE

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 16:24 
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Hej Nina,
wie kommt es, dass Du noch nicht so lange hier schreibst? Wo Du doch so viel zu berichten hast. Im Ernst, ich freue mich mehr von Dir zu lesen.

Und ich hoffe, dass ich nach ebenso vielen Jahren im Land auch noch so klinge wie Du!

Liebe Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 21. Februar 2008 16:37 
Hallo Wiebke,
hatte das Forum vor einigen Wochen mal durch Zufall entdeckt und hier ein bisschen so "rum"gelesen. Mir war auch gar nicht so bewusst, dass es hier so viele Leute gibt, die so gerne nach Schweden auswandern möchten oder sogar schon ausgewandert sind.

Selber kann ich mich nicht zu der Gruppe der richtigen/echten "Schwedenfans" rechnen, denn ich kam nach Schweden, wie man so schön sagt "Wie die Jungfrau zum Kind" - habe einen schwedischen Mann in München getroffen und wir sollten nur für ein Jahr nach Schweden ziehen. Probehalber bin ich dann mitgegangen, da ich damals "zufällig in eben diesen Umständen" war und dachte, dass es wohl keine so große Rolle spielen könnte, wo ich meine Elternzeit denn nun verbringe. Und wie das Leben so spielt - aus einem Jahr sind inzwischen 13 geworden ... und der Rest ist noch offen ... :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 22. Februar 2008 15:57 
Schwedenfreund
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Ach, Aelve, was soll ich denn dazu noch sagen. Liess und empfange doch das, was ich schreibe einfach so, wie es dasteht. Es ist nicht mein Ziel irgendjemandem "den goldenen Weg" zu zeigen oder jemandem meine Meinung anzudrehen. In dem Zusammehang kann nciht lediglich zum Nachdenken bewegen, Nachdenken und Entscheidungen treffen muss aber im Endeffekt jeder selbst. Wenn jemand allerdings vehement gegen die Erfahrung anderer in einer Sache argumentiert, die er noch nie so recht von "innen" gesehen hat, sehe ich leider kein Nachdenken...

@S-Nina
Ich schliesse mich der Wiebke an :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 23. Februar 2008 23:27 
Anonymous hat geschrieben:
Hallo Forenmitglieder!

Wer von Euch hat den Schritt nach Schweden ohne Sprachkenntnisse gewagt und hat es doch geschafft? Wie lang habt Ihr auf den ersten Job gewartet?

Matti

Denke, dass die erste Antwort von " Skogstroll " schon alles, was dazu zu sagen ist, ausgesagt hat.
Entschuldige bitte, wenn ich entsetzt darüber war, überhaupt auf den Gedanken zu kommen, in ein anderes Land zu reisen und dessen Sprache nicht als total wichtig zu nehmen. Kann ich auch heute noch nicht nachvollziehen, aber dieses ist ja zum Glück nur meine private Meinung und auf die muss man nichts geben. Ich schreibe das nur (gut gemeint) , um dich nicht ins offene Messer laufen zu lassen.
Ich würde dir doch raten, zuvor Schwedisch zu lernen, wenigstens für den "Hausgebrauch". Dann erübrigen sich auch viele andere Probleme.
Als "nur Urlauber" reicht das Beherrschen der englischen Sprache, aber nicht, wenn ich beabsichtige, dort zu leben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Sprachkenntnisse nach Schweden?
BeitragVerfasst: 24. Februar 2008 00:54 
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hej hej
ich lass hier auch ma kurz meinen senf zu ab, weil ich einfach nicht anders kann xD
also, auswandern ohne die sprache zu können mag durchaus verrückt sein, aber ich kann aus meinem falle erzählen: es ist möglich
ABER VORSICHT jetzt kommt der dicke haken an der sache: das kannst du dir auch nur dann leisten, wenn du a) geld hast b) rentner bist und so festes geld von deinem geburtsland bekommst oder c) wie ich ganz ganz ganz viel hilfe hast!!!! und da muss ich wirklich tierisch drauf hinweisen! es ist durchaus möglich, aber ich hab durch einen einmonatigen uraub vorher schon ein paar sätze gekonnt so fürn supermarkt hats gereicht und ich bin mit meinem partner zusammengezogen und musste dadurch erstmal keine miete zahlen, war also das jobproblem auch nicht so gross! und dadurch mir die zeit gegeben mich beim SFI 8svenska för invandrare) anzumelden. DAS sollte grundlegend sein, wenn man denn schon quasi ohne sprachkenntnisse kommt, denn wenn ich in einem land leben will - und das gilt für jedes andere ausser schweden genauso - muss ich die sprache lernen und veruschen mich den menschen und deren kultur anzupassen! zuhause in meinen eigenen vier wänden kann ich ja machen was ich will, aber soviel respekt, dass man sich die mühe gibt so schnell wie möglich sich anzupassen sollte man meiner meinung nach haben - soll jetz keiner beleidigt sein, ist ja nur meine persönliche ansicht!
meine schwiegereltern sind auch ohne sprachkenntnisse und mit sehr wenigen ersparnissen vor 4 jahren hergekommen, die haben aber genauso zuerst mit freunden zusammen in einem gemeinsam gekauften haus gewohnt und wurden von diesen freunden finanziell unterstützt für die startphase, so wie sie das jetzt bei mir machen. ich hab also immer rückenstärkung und halt, jemand der einspringt wenn ich meinen job verlieren sollte, den ich jetzt nach einem halben jahr (gott sei dank) endlich habe, und eine (neue) familie hier, die die sprache bereits konnte und mir bei behörden, sfi anmeldung etc geholfen hat...

fazit: es ist machbar, ABER um das nochmal zu betonen, sehr schwer, eine sehr harte anfangszeit und leisten kann man sich erstmal absolut gar nichts, weil man - so man denn nicht geld hat - jede öre 5 mal umdrehen muss...dennoch soll dich das jetzt nicht abschrecken, wenn es dein herzenswunsch ist und du es einfach nicht aushälst in deutschland und entweder genug geld hast, oder leute kennst die dir gerne (auch eine längere zeit) helfen, denn es kann durchaus auch 2 jahre dauern bis du ne arbeit findest oder mehr...dann wage ruhig den schritt und välkommen i sverige! aber vorsicht nochmal, nichts überstürzen! plane mit bedacht und habe einen back-up plan (zum beispiel eine wohnung in deuthschland wohin du zurück kannst etc.)

in diesem sinne: viel glück bei der vorbereitung, viel spass in schweden, wenn du denn dann kommst und lass dir deinen traum nicht nehmen!

ha det bra och vi ses, kanske i sverige ;)

---
Admin-Hinweis: Der Rest des threads steht in asylbewerber-und-asylanten,9910.html


Zuletzt geändert von Dietmar am 15. März 2008 00:36, insgesamt 1-mal geändert.
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