Norrbotten

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hansbaer

Re: Norrbotten

Beitragvon hansbaer » 26. November 2008 07:32

Dass der Partner nichts findet, kann durchaus sein. Bei den Ärzten hingegen ist kaum von einer Stellenverknappung auszugehen, denn das ist nicht unmittelbar konjunkturabhängig. Dieses Land bildet einfach zu wenig Ärzte aus, und daran wird sich leider in absehbarer Zeit auch nichts ändern.

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Skogstroll
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Re: Norrbotten

Beitragvon Skogstroll » 26. November 2008 09:34

Lucia007 hat geschrieben:Und uns wurde von allen Seiten (besonders von schwedischer Seite aus) geraten, nicht nach Schweden zu gehen, solange nur ich eine feste Arbeitsstelle habe und mein Mann noch nicht. In der heutigen Zeit ist es in den meisten Berufen, die nicht gerade zu den unheimlich gefragten gehören wie Arzt oder Zahnarzt in Schweden, extremst schwierig, als nicht perfekt schwedisch sprechender Einwanderer in Schweden eine Arbeit zu finden.


Da ist leider was dran. Andererseits dürfte es - von Medizinerpaaren mal abgesehen - fast unmöglich sein, für beide Partner schon im Vorfeld Arbeit zu finden. Selbst in besseren Zeiten ist das extrem schwer. So gesehen dürfte also überhaupt niemand auswandern oder allenfalls Alleinstehende.
Ein sicherer und gutbezahlter Job ist in jedem Fall ein Anfang, aber man muss natürlich sehen, dass die Anzahl der potentiellen Arbeitgeber recht beschränkt ist, dummerweise besonders in Regionen, die besonders händeringend Ärzte suchen, wie z.B. Gällivare. Da gibt es die beiden Gruben, von denen eine gerade Einstellungsstopp hat und die andere zumindest ihre befristet angestellten nicht verlängert. Dazu kommt eine Reihe kleinerer Unternehmen, die sich im Wesentlichen um die Grubentechnik kümmern, ein paar Handwerksfirmen, zwei Solarmodulhersteller, einen kleinen Hersteller von Zielfernrohren, einen Nasentropfenproduzent, Handel, Schulen, Verwaltung usw..

Als Geologe hat man also immer noch gute Chancen, bei LKAB unterzukommen. Ansonsten bleiben höchstens temporäre Schlupflöcher wie pappaledighet, falls sich das einrichten lässt.
Von einem Ärztegehalt kann man sicherlich leben, aber nicht unbedingt luxuriös. Der Landsting kann zwar Hilfe bei der Arbeitssuche des Partners versprechen, aber viel wert ist so ein Versprechen natürlich nicht. Zwar läuft in Schweden viel über persönliche Kontakte, aber auch das setzt voraus, dass es erstmal eine Stelle gibt, und jemanden zu empfehlen, den man vielleicht gar nicht kennt, ist auch so eine Sache.

Aber einen Versuch ist es sicher wert.

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Re: Norrbotten

Beitragvon Imrhien » 26. November 2008 09:43

Wenn man es sich leisten kann, könnte man es so machen, dass man sich eine Frist setzt. Vielleicht ein Jahr, oder zwei? Je nach Geld und Gemüt. Dann könnte der Artzt in der Familie den Job nehmen und der Partner sucht vor Ort. Man muss ich bei dem Model halt vorher überlegen wann man wieder zurückgeht. Denn ich denke auch, dass es auf Dauer belastend werden kann, wenn nur einer Arbeit hat. Nicht mal nur wegen des Geldes. Man hat ja unter Umständen eine Arbeit zurückgelassen und man sollte nicht unterschätzen wie das aufs Gemüt schlagen kann.
Wenn man aber mit der Vorstellung geht, dass man vielleicht nach einem oder zwei Jahren wieder nach Deutschland geht, sollte der Partner nichts finden, kann man zurück gehen und ist nicht grefrustet. Der Partner kann auch diese Zeit aushalten, weil er/sie weiss, dass es irgendwann wieder anders sein wird. Dann hat man natürlich kein Verpsrehcen, dass man in Deutschland was findet, aber je nach Beruf geht das ja schon. Zumal man in dem Fall die Sprache kann und es dichter besiedelt ist als Lappland. Hinzu kommt, dass man eventuell, je nach Branche mit einem Auslandsaufenthalt glänzen kann. Vielleicht, wenn man Aushilfsarbeiten machen konnte oder Sprachunterricht geben konnte oder so.
Ich kenne einen Lehrer, der in Irland keine feste Stelle fand, da aber über das Goetheinstitut Deutschkurse gegeben hat. Nun sind sie zurück in Deutschland und soweit ich weiss, hat der Aufenthalt nicht geschadet, er durfte sich nämlich die Schule aussuchen und ist sehr zufrieden damit. Sie hatten das genau so gemacht. Die Frau hatte die feste Stelle, er hat gejobbt und nichts festes gefunden. Dann sind sie nach 3 Jahren zurück und bereuen nichts davon.

Nur eine Idee...
Es geht halt nur, wenn man vom gehalt eines Partners leben kann und wenn man weiss wie es einem geht, wenn man keine Arbeit finden sollte..

Grüsse
Wiebke

Jens
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Re: Norrbotten

Beitragvon Jens » 26. November 2008 10:04

Ich denke auch es ist schwierig für einen nicht arbeitenden Partner. Vielleicht ist es einfacher, wenn man dann einen Landstrich sucht, in dem man sich ansonsten irgendwie verwirklichen kann (Hobby etc.). Wenn das Geld reicht und man eine sinnvolle Beschäftigung hat kann das ja auch erfüllend sein.
Wir hatten in D einen Nachbarn, der war selbständig und hat sich früzeitig zur Ruhe gesetzt. Dann stellte er fest, das er sich irgendwie nicht ausgefüllt fühlt (ich sage er fühlte sich in der Gesellschaft überflüssig und nicht mehr gebraucht). Dann hat er sich einen ehrenamtlichen Job bei den Johanitern gesucht, wo er morgends und Mittags behinderte Kinder fährt. Das macht ihm viel Spaß und er ist zufrieden!

Uns hat man vom Landstingnet in Dalarna erzählt, daß die Jobsuche für den Partner wohl das größte Problem beim Rekrutieren von Ärzten sei. Viele reisen wohl an und sind begeistert, aber der Partner findet nichts. Dadurch fallen scheinbar bis 50% der Bewerber weg. Sehr schade!

Lila

Re: Norrbotten

Beitragvon Lila » 29. November 2008 13:13

Hallo,
gute Nachrichten!! Wir werden beide den 3-monatigen Sprachkurs in Kiel bezahlt bekommen!!! :elch: Damit ist zumindest unser kleines Sprachproblem etwas kleiner...

Wir haben schon vor einem Dreivierteljahr beschlossen, nur gemeinsam zu gehen und dann auch nur wenn auch beide Arbeit haben... Dafür haben wir hier ansonsten zu gute und relativ sichere Jobs. Außerdem würde mein Feund zugrunde gehen, wenn er nichts machen könnte. Momentan arbeitet er 40-50 Stunden in der Woche und herumsitzen ist für ihn absolut nix. :smt069

Für meinen Lebenslauf ist es unerheblich, ob ich Auslandserfahrung habe, aber meinem Freund täte es gut. Wir erwarten nicht sofort DEN perfekten Job für ihn, aber irgendetwas sollte schon da sein. :smt106

In einem Monat wollen wir, wenn die Planung so bleibt, nochmal nach Gällivare und es uns mal im Winter anschauen... :cool2: Außerdem hoffen wir das mit Vorstellungsgesprächen und Klinkenputzen zu verbinden... Mal schauen... Die Dolmetscherin machte uns jedoch erstmal wieder Mut... :rolleyes:

Ich seh das momentan echt entspannt, denn ich habe mich ja noch nicht verpflichtet, und kann mir Zeit lassen und Infos sammeln - machen die Schweden ja auch :D

Verschneite Grüße von Lila :snow:


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