Nordschweden

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Maelle
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Re: Nordschweden

Beitragvon Maelle » 6. Februar 2007 19:36

Hallo Jörg,
ich habe gerade erst angefangen die Sprache zu lernen, weiss nicht ob ich das so schnell perfekt hinbekomme.
Ich habe vor meiner Ausbildung zur Bürokauffrau 5 Jahre als Verkäuferin für Heimtextilien und Gardinen gearbeitet. Eigentlich gelernt habe ich Erzieherin, aber dies Ausbildung leider nicht beendet. Wenn man jung ist denkt man über sowas einfach nicht nach. Mit Kindern würde ich gern arbeiten, aber ohne abgeschlossene Ausbildung ist das ja nicht möglich.
Ich würde fast alles machen, hauptsache ich habe Arbeit und verdiene halbwegs vernünftig um meine Familie ernähren zu können.
In Norwegen hat man auch als ungelernter in einem Beruf Chancen einen Job zu bekommen, wie das in Schweden ist weiss ich leider nicht.
LG Maelle

jörgT
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Re: Nordschweden

Beitragvon jörgT » 6. Februar 2007 22:47

Hej Maelle,
vielleicht ist das ein Gedanke, Erzieherinnen stehen auf der Liste gefragter Berufe ganz oben und Du kannst vielleicht auch ohne abgeschlossene Ausbildung eine Anstellung finden.
Ansonsten hier: http://platsbanken.ams.se/yrke/10000.html
Hier findest Du Jobs ohne Berufsausbildung!
Jörg

orsatjej
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Re: Nordschweden

Beitragvon orsatjej » 6. Februar 2007 23:32

herzlich willkommen auch von mir!
eigentl solltest du mit diesen berufsmoeglichkeiten, was du schon mal gemacht hast... ganz gute chancen haben! zur zeit besteht noch ein extrem hoher bedarf an erziehern und lehrern, egal ob ausbildung oder nicht! sie nehmen meist alle :) leute mit so einer ausbildung sind eben extrem mangelware in schweden. also einfach auch bewerben. aber dazu brauchst du eben auch die sprache! allerdings ist es den meisten deutschen moeglich innerhalb von 3-6 monaten den sfi-sprachkurs (schwedisch fuer einwanderer - svenska för invandrare) zu machen und abzuschliessen! wenn man den machen will, sollte man sich jedoch wenn moeglich, schon so frueh wie moeglich anmelden, denn es kann sein, dass gerade keine plaetze frei sind...
das system aendert/wird gerade geaendert, schweden will mehr ausgebildete leute im pedagogischen bereich und wollen einfuehren dass nur noch ausgebildete leute arbeiten koennen, was aber in naher zukunft kaum durchzufuehren ist. ansonsten ist es in schweden recht leicht, bzw recht normal, als "unausgebildeter" einen job zu machen/haben! das soll/kann sich aber auch in ein paar jahren aendern, da das schulsystem ab 2010 geaendert wird...
wart ihr denn schon mal in schweden? wie und warum kommt ihr auf schweden? oder ueberlegt ihr auch um norwegen?
wie alt sind eure kinder denn?

die aerztlich versorgung, da koennen andere hier noch mehr zu sagen :) aber in dalarna (und angerenzende regionen?) z.b. wollen sie, glaube ich, 2 hubschrauber stationieren, so dass die versorgung auch in abgelegenen gebieten in notfaellen besser wird, aber ansonsten muss man sich eben an die verhaeltnisse gewoehnen bzw in mehr oder weniger nahe eines krankenhauses wohnen :)

nagut, wuensch euch viel glueck und dass es mit allem klappt und euer filmreifes leben sich irgendwann etwas beruhigt!
liebe gruesse aus sued-norrland :)

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Re: Nordschweden

Beitragvon Skogstroll » 7. Februar 2007 14:16

Hej Orsatjej,

bis vor etwa einem halben Jahr hattest du recht, aber jetzt nicht mehr. Es ist sehr schwer für die Schulen geworden, unausgebildete Lehrer einzustellen, selbst wenn sie es wollen.
Richtig: Es arbeiten in Schweden sehr viele als Lehrer, die das nie gelernt haben. Und von denen versuchen jetzt sehr viele, ihren Abschluss nachzuholen, weil sie wissen, dass sie sonst auf der Abschussliste stehen. Das hat noch den Nebeneffekt, dass viele von der Hochschule zurück an ihre Schulen kommen und dort die eingesetzten Vertretungen oder Lehrer ohne behörighet verdrängen.
Ganz nebenbei verdient man als unausgebildeter Lehrer erheblich weniger, hier z.B. vergleichbar einem Produktionsarbeiter ohne spezielle Qualifikation (reichlich 15000kr). Mit dem Hinweis auf die fehlende Ausbildung lässt sich das Gehalt prima drücken.

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Re: Nordschweden

Beitragvon orsatjej » 8. Februar 2007 00:17

nja, allerdings, die gehaelter sind sin schweden nicht ganz so weit auseinander wie in dtld - gleichheitsprincip... :)
wie sich das alles entwickelt, nein, das weiss man nicht.
aber, wie bei den meisten anderen dingen eben auch, kommt das alles ganz auf die region an! in dalarna z.b. werden noch wahnsinnig viele lehrer und auch erzieher gesucht (allerdings nicht in allen gebieten), und bei v.a. bei erziehern, braucht man nicht unbedingt ausbildung, lehrer nehmen sie, dann sonst funktioniert das system nicht, wenn man sie nunmal braucht, nimmt man auch unausgebildete - das gehalt kann auch bei denen steigen!
zu jobs im pedagogischen bereich: http://platsbanken.ams.se/yrke/140000.html

aber garantien gibts natuerlich nie!

das mit dem gehalt druecken - natuerlich verhandelt man hier um gehalt, das gehoert schon zur bewerbung und dann zum bewerbungsgespraech (man kann sogar in banken um die avgifter verhandeln!), aber so hinterhaeltig und eiskalt berechnend sind die schweden (im verhaeltnis zu dtld) dann im allgemeinen doch nicht! aber es gibt sie natuerlich auch, dock in geringerem ausmass :)

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Re: Nordschweden

Beitragvon Skogstroll » 8. Februar 2007 09:02

orsatjej hat geschrieben:das mit dem gehalt druecken - natuerlich verhandelt man hier um gehalt, das gehoert schon zur bewerbung und dann zum bewerbungsgespraech (man kann sogar in banken um die avgifter verhandeln!), aber so hinterhaeltig und eiskalt berechnend sind die schweden (im verhaeltnis zu dtld) dann im allgemeinen doch nicht! aber es gibt sie natuerlich auch, dock in geringerem ausmass :)


Hej Orsatjej,
glaub mir, ich weiss wovon ich rede. Die Zahl, die ich genannt habe, ist keine Vermutung oder Schätzung, sondern bezieht sich auf ein sehr konkretes Beispiel aus dem richtigen Leben! Die Zeiten, in denen jeder z.B. Deutsch unterrichten konnte mit keiner anderen Qualifikation als der, dass es die Muttersprache ist, sind vorbei.

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Re: Nordschweden

Beitragvon Imrhien » 8. Februar 2007 09:08

Hallo Maelle,

ich hoffe für Dich mal die Kinder sind von Dir und nicht, dass er Kinder mit in die Ehe gebracht hat? In diesem Fäll sähe es mit Auswandern sehr schlecht für Euch aus. Da müsste er nämlich das Eincerständnis der Mutter einholen. Man darf Kinder nicht einfach aus dem Land bringen wenn ein Elternteil nicht einverstanden ist. Das ist in Deutschland gesetzlich geregelt und soll dem Schutz der Kinder dienen damit sie die Chance haben zu beiden Kontakt zu halten. Aber wie gesagt, ich hoffe einfach mal, dass es Eure gemeinsamen Kinder sind (ist ja eigentlich immer noch eher die Regel so rum). Dann spricht da nichts dagegen und ich drücke die Daumen.

Grüße Imrhien

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Re: Nordschweden

Beitragvon oka-kate » 8. Februar 2007 10:38

hej,

und wie ist es wenn man das alleinige sorgerecht der kinder hat?

gruß katja
Nicht alles ist so einfach wie man denkt! Aber machbar ist alles!

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Re: Nordschweden

Beitragvon janaquinn » 8. Februar 2007 11:13

Hej Katja, soviel ich weiss, ist das Aufenthaltsbestimmungsrecht wichtig, und das liegt wohl zumeist, bei geschiedenen oder getrennt lebenden Paaren, bei demjenigen, wo die Kinder leben.
habe mal nen´Wiki-Link für euch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufenthalt ... mungsrecht
Da ist eigentlich viel erklärt und hoffentlich auch verständlich.
Also, wer das alleinige Sorgerecht hat, Mutter oder Vater, hat auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht, kann also mit den Kindern auch das Land verlassen. Würde mich aber am besten nochmal schlau machen, nicht das Ärger mit dem Ex-Partner/In und allen nachfolgenden Instanzen geht.

Man, bin ich froh, daß ich das Problem nicht habe. Vorallen anderen ziehe ich ehrlich den Hut!
Hejdå JANA
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Re: Nordschweden

Beitragvon Imrhien » 8. Februar 2007 14:26

Es tut mir leid Euch da widersprechen zu müssen. Klar, wenn man das alleinige Sirgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, dann ist ds in der Regel so. Aber, es kann da trotzdem zu Schwierigkeiten geben, wenn der andere Elternteil sich erwiesenermaßen um das Kind kümmert und regelmässigen Kontakt haben will, dazu gehört auch schon Betreuter Umgang (den ich auch begleitet habe). Das heisst man sollte sich da schon kundig machen. Ein wenig ist es hier allerdings auch wie überall: "Wo kein Kläger..." Solange sich der andere nicht beschwert und keinen Ärger macht... ich weiss nicht ob man zum Rückzug gezwungen werden kann, das glaube ich nun eher nicht aber wissen tu ich es auch nicht.
Aber ich kenne einen Fall (gut, die hatten gemeinsames Sorgerecht) da war die Frau aus Finnland und durfte nicht mit den Kindern dort leben obwohl sie nur wegen des Mannes nach Deutschland gekommen war. Bei getrenntem Sorgerecht ist das einfacher aber auch da kann der andere Elternteil stress machen. Sein Recht auf Umgang bleibt nämlich erhalten und was mittlerweile von immer mehr Richtern vertreten wird, das Recht der Kinder auf Umgang soll ja auch geschützt werden. Ob sie selbst das immer wollen ist dabei nicht unbedingt jedes Mal gesichert. Umgekehrt haben durch das Recht dadurch viele Väter die einzige Chance den Kontakt zu ihren Kindern aufrecht zu erhalten wenn die Mütter es nicht wollen. Allerdings gibt es in diesem Bereich so viele Facetten wie es unterschiedliche Menschen gibt und man kann nie sagen das ist so und so. Menschen sind nun mal verschieden und auch Richter urteilen hin und wieder unterschiedlich.
Ich wollte auch eigentlich nur darauf hinweisen, dass es gerade in einem solchen Fall wie dem geschilderten, wo seit Jahren der "neuen" Familie stress gemacht wird, nicht unbedingt so einfach ist wie man sich das wünscht ein neues Leben zu beginnen. Wenn Kinder aus der "alten" Ehe im Spiel sind, kann der Schuss auch nach hinten losgehen.


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