Die massive Finanzkrise im schwedischen Heer hat jetzt auch die prestigeträchtige Nordic Battlegroup erreicht. Die schnelle Eingreiftruppe, die unter EU-Verwaltung steht und sich aus Soldaten aus Schweden, Finnland, Norwegen, Irland und Estland zusammensetzt, hat 750 der 2300 schwedischen Soldaten entlassen. Die geplanten umfangreichen Einsparungen im Verteidigungshaushalt hatten in jüngster Vergangenheit für hitzige Diskussionen gesorgt. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Hakan Syhrén, hatte der Regierung kürzlich vorgeworfen, infolge der Einsparungen könne Schweden seinen verteidigungspolitischen Aufgaben nicht mehr gerecht werden. Der frühere Verteidigungsminister Sten Tolgfors war im vergangenen Jahr im Protest gegen die Sparpläne zurückgetreten.
(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)