Nochmal Bullerbü-Syndrom

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Aelve
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Re: Nochmal Bullerbü-Syndrom

Beitragvon Aelve » 25. Februar 2009 06:56

Hallo Wiebke,

ich habe nicht behauptet, dass Du Deutschland schlecht gemacht hast. Und es ist doch toll für Dich, dass Du es in Deutschland nicht schlecht fandest und auch in Schweden nicht. Meine Erfahrungen sind andere als Eure und meine Wahrnehmung ist ebenfalls eine andere als Deine. Mir gefällt Schweden in vielen Dingen besser als Deutschland und vor allem die Kinderfreundlichkeit sowie die bessere Bildungspolitik rangiert für mich an erster Stelle.
Wenn nun Hansbaer meint, ich solle doch bitte schön, in Deutschland bleiben und hier etwas verändern, dann kann ich genauso diejenigen, die aus Schweden heraus meinen, dass es in Deutschland uns allen super geht, dazu auffordern, hier in D Besserungen herbei zu führen. Es läßt sich aus der Entfernung und ohne selbst die gleichen Probleme wie jemand anders sie hat, gut reden.

Ihr habt Euch Schweden selber ausgesucht, es mußte Euch auch klar sein, dass dort ebenfalls nicht alles Gold ist was glänzt. Und wenn Ihr die positiven Seiten Deutschlands vermißt, dann hält Euch doch hier aus dem Forum niemand zurück, wieder dorthin zu gehen. Jeder ist seines Glückes Schmied und ich habe mir für die Zukunft so eingerichtet, dass ich oft Schweden genießen kann. Jeder so wie er es mag.

Grüße Aelve
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nysn

Re: Nochmal Bullerbü-Syndrom

Beitragvon nysn » 25. Februar 2009 08:34

Ganz frech erlaube ich mir die Diskussion mit einem anderen Bullerbü-Aspekt "anzureichern":

Gestern hat die Köningsfamilie bekannt gegeben, dass sie nun bald ein neues Mitglied haben wird.
Daniel, der Fitnesstrainer.

Das ist doch Schweden, wie man es sich vorstellt - alle gleich, keine Ansprüche und wir sind immer alle nett zueinander.

Der Daniel, ein einfacher Junge aus dem kleinen Städtchen Ockelbo. Nix Richtiges gelernt, aber sportlich, durch und durch - mit den richtigen Kontakten ist er vom kleinen Ein-Mann-Trimm-dich-Studio-Besitzer zum Vorstandsvorsitzenden eines Fitness-Imperiums (in schwedischem Maßstab) aufgestiegen. Mit ein bisschen Pomade und zurück gekämmten Haaren (die Stockholms-Frisur für Männer, die noch Großes vorhaben) und ein paar guten Anzügen ist die Verwandlung zum Prinz in vollem Gange. Angeblich soll er auch Englisch-Unterricht bekommen!?

Ja ein richtiger Prachtjunge - und endlich: ein "Cinderello"! Darauf hat die Welt doch nur gewartet. So was ist nur in Schweden möglich - dem etwas verrückten und so lockeren Land der Trolle und Elche - und der gut funktionierenden Medien- und PR-Agenturen.

Nicht der Inhalt zählt - sondern auf die Verpackung kommt es an!
Eine durch und durch "klassenlose" Gesellschaft!

S-nina

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Re: Nochmal Bullerbü-Syndrom

Beitragvon Aelve » 25. Februar 2009 08:46

Hallo S-Nina,

danke dafür, dass Du uns auf die bevorstehende Verlobung der Kronprinzessin Viktoria mit ihrem Daniel aufmerksam macht.

Und genau das gefällt mir an Schweden. Nicht der Herkunft eines Menschen ist entscheidend, sondern dass was der Mensch selber kann, selber gibt, sich selber erarbeitet hat. Das ist auch genau meine Einstellung und ich finde es gut, dass Viktoria sich nicht jemanden aus dem Adel ausgesucht hat. Sie eifert insofern ja nur ihrem Vater nach, der sich ebenfalls eine Bürgerliche aus Deutschland ins Stockholmer Schloß geholt hat. Mir ist dieses Protzgehabe von Leuten, deren Eltern in der Vergangenheit es zu etwas gebracht haben, ohnehin zuwider. Es ist ja schön, wenn jemand einen Familienbesitz übernehmen kann, wenn er es zu schätzen weiß und mit dem Erbe sorgsam umgeht. Aber für mich zählt letztendlich nur, was jeder Einzelne aus seinem Leben macht, ob er fleißig ist und etwas aufbauen kann. Nicht das zählt, was ihm durch seine Geburt in die Wiege gelegt wird, sondern was er selber zu leisten bereit ist.

Grüße Aelve :smt006
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Re: Nochmal Bullerbü-Syndrom

Beitragvon janaquinn » 25. Februar 2009 08:46

Hej Christa,
du hast mit " Es läßt sich aus der Entfernung und ohne selbst die gleichen Probleme wie jemand anders sie hat, gut reden." einen wahren Satz gesprochen, vorallem da man ihn wunderbar auf Schweden anwenden kann.
Du lebst in Deutschland, kannst also auch aus der Entfernung gut reden, denn du hast nicht die gleichen Probleme wie wir, die tagtäglich hier leben.
Ja, wir haben uns Schweden selber ausgesucht, wir leben freiwillig hier, was aber nicht heisst, dass wir alles nur befürworten und gutheissen müssen, was in diesem Lande geschieht.
Du hast immer wieder geschrieben, dass ihr nie den Mut hattet, den letzten Schritt zugehen, ABER wir hatten ihn, wir sind ihn gegangen und kämpfen nun täglich mit den Problemen, die in diesem Lande nunmal vorhanden sind.
Probleme, die ein Urlauber nicht sieht und auch nicht sehen muss, aber wir müssen sie sehen, für uns und für unsere Kinder.
Und nur weil wir uns erlauben, auch die durchaus vorhandenen positiven Seiten Deutschland´s aufzuzeigen und zu sagen, dass Deutschland eben keine Bananenrepublik ist, heisst es noch lange nicht, dass wir wieder nach Deutschland zurück wollen bzw. ist es, in meinen Augen, frech es jemanden zu sagen,er solle doch wieder nach Deutschland zurück zukehren. Gerade von jemanden, der in all den Jahren niemals den Mut hatte, seinen Traum wirklich zu leben, sondern sich das schlimme Deutschland immer als sicheren Hafen als Rückhalt zu behalten.
Und egal wie sehr man sich vorbereitet, wie sehr man plant und alle Sachen gegeneinander aufwiegt, die wahren Probleme und Sorgen zeigen sich nunmal erst nach dem Umzug in ein anderes Land, im täglichen Leben und nicht in 14 Tagen Urlaub, wo man alles von der lockeren Seite sehen würde.

Und gerade Wiebke, die mit ihrer kompletten Familie wunderbar integriert ist, die fliessend schwedisch spricht und mittlerweile sogar Unterricht gibt,hat allen Grund auch mal jammern zu dürfen, nämlich dann, wenn sie jeden Monat mehr Geld bezahlen muss damit der Kredit in Deutschland bedient ist, deren Mann so spezialisiert ist, dass er nicht mal eben einen neuen Job bekommt und für die es wahrscheinlich der finanzielle Ruin wäre, wenn sie nach Deutschland zurückkehren würden/wollten, weil sie ihr Haus nur mit hohen Verlusten verkauft bekämen.

Und ganz ehrlich Christa, ich bin davon überzeugt, hättet ihr jemals den Mut gehabt komplett nach Schweden gehen, würdest du heute nicht anders sprechen, als Wiebke, S-Nina, Fabian oder ich und all die anderen, die längere Zeit in Schweden leben.


Nix für ungut
JANA

@S-Nina: Ich freue mich über die Verlobung und für Victoria und Daniel, lange genug hat es ja gedauert, bis sie sich endlich verloben durften. Und ich denke, Daniel wird ein guter Prinzgemahl sein....außerdem haben es ja die "Kollegen" aus den anderen europäischen Königshäuser bereits vorgemacht und überall klappt es wunderbar.
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

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Re: Nochmal Bullerbü-Syndrom

Beitragvon Aelve » 25. Februar 2009 09:09

Liebe Jana,

Du hast in vielen Punkten Deines Statements Recht. Es ist nicht nur in einem Forum so, sondern überall, jeder kann sich in andere Probleme schlecht reindenken. Die eigenen Probleme scheinen jeweils unlösbar zu sein, der nächste allerdings sieht sie locker und hat evtl. sogar gute Vorschläge, auf die der Problembeladene gerade nicht kommt. Dafür tauscht man sich aus, gibt man dem anderen Ratschlag, versucht ihn aufzumuntern. Das ist dann Freundschaft. Wenn hier nun jemand Angst hat, dass in Schweden die Ausbildung und die Bildung nicht so gut ist, dass das Kind später evtl. damit etwas anfangen kann, dann zählt in meinen Augen auch das als Ratschlag, wenn man die Vorteile des Systems aufzeigt, damit sich die Ängste dann legen können. Dass man wieder froh in die Zukunft schaut. Und nur das ist mein Anliegen, aber scheinbar wird es hier immer als Vorwurf aufgefasst.
Man kann sich über ein Forum nur teilweise austauschen, es ist anders, als wenn man sich persönlich kennt und weiß, wie der andere es gemeint hat.

Wir haben die Schulerfahrungen mit 2 Kindern hinter uns gebracht, deshalb ist mein Anliegen, Euch zu signalisieren, dass es in Deutschland nicht so gut ist, wie Ihr es aus Eurer eigenen Jugend und Schulzeit vielleicht noch in Erinnerung habt. Hättet Ihr mich vor 20 Jahren vor dem Schulsystem in Deutschland gewarnt, ich hätte Euch ebenfalls nicht glauben mögen, denn meine Schulzeit war viel entspannter.

Mein Sohn, er ist 27 Jahre alt, also eher in Eurem Alter als ich, sagte heute morgen gerade, dass er sehr viel von dem, was er am Gymnasium gelernt hat, überhaupt nicht gebrauchen kann. Es ist viel zu theoretisch, die meisten gelernten Dinge waren für die Katz. Und er sagte sogar, dass es besser wäre, wenn es praktischer zugegangen wäre, also so wie es in Schweden praktiziert wird, dass man ab den höheren Klassen dann sein Fachgebiet wählt und dort dann viel lernt.

Ich habe hier schon öfter kund getan, dass es ein Fehler von uns war, nicht früher nach Schweden ausgewandert zu sein. Ich kann es aber nicht rückgängig machen, sondern muß mit meinem Fehler, hiergeblieben zu sein, leben. Früher war es aber auch in D noch nicht so schlimm, es hat sich gerade in den letzen Jahren dramatisch alles verschlechtert. Aus genau diesem Grund haben wir uns für ein Rentendasein möglichst oft ín Schweden sein zu können, entschieden.
Außerdem haben wir hier auch das gleiche Problem welches hier auch einige haben, wir können unseren Grundbesitz nicht so schnell verkaufen, da die Zeiten sich so verschlechtert haben, um einigermaßen gut aus der Nummer rauszukommen. Also müssen wir erst einiges abschließen, um dann unseren Traum wahrwerden zu lassen.

Grüße Aelve
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Re: Nochmal Bullerbü-Syndrom

Beitragvon Imrhien » 25. Februar 2009 09:17

Ja, ich freu mich auch :) Bald ist Hochzeit in Schweden :) :)
Ach wie romantisch... *seufz*
Mal ehrlich.... so schön das ja auch ist für die Zwei, ich frag mich ja schon was der Kerl an der Waffel hat. In so einen Laden einheiraten.. Er muss sie schon arg lieben... Das ist nicht gerade die die romantische junge ungestörte Liebe die man sich so erträumt. Oder? Naja, man bekommt auf der anderen Seite nur das mit was in den Klatschspalten steht. Ich frage mich manchmal ob die abends mit "Königs" im Wohnzimmer rumfläzen, Bier (oder einen guten Wein) trinken, Chips essen und Karten spielen. Das jedenfalls fänd ich ungesprochen liebenswürdig. Alles andere kommt mir nicht so richtig echt vor... Da frag ich mich ob das halten kann. Auch wenns mir eigentlich egal sein kann, ich werde sie eh nie kennenlernen, ich wünsche den beiden, dass sie hinter den Kulissen ein "normales" Leben haben und Spaß haben. Dass der Junge ungelernt war wusste ich gar nicht. Naja, ist ja nie zu spät. Und nun hat er wenigstens das Geld um anständige Lehrer zu bezahlen. :) Immerhin ist sein schwedisch schon besser als das seiner Schwiegermutter... könnten böse Zungen jedenfalls behaupten...

Grüße
Wiebke

hansbaer

Re: Nochmal Bullerbü-Syndrom

Beitragvon hansbaer » 25. Februar 2009 10:17

Aelve hat geschrieben:Und genau das gefällt mir an Schweden. Nicht der Herkunft eines Menschen ist entscheidend, sondern dass was der Mensch selber kann, selber gibt, sich selber erarbeitet hat. Das ist auch genau meine Einstellung und ich finde es gut, dass Viktoria sich nicht jemanden aus dem Adel ausgesucht hat. Sie eifert insofern ja nur ihrem Vater nach, der sich ebenfalls eine Bürgerliche aus Deutschland ins Stockholmer Schloß geholt hat.


??? Ähm, das ist jetzt wohl nicht dein Ernst.

Victoria hat Daniel nicht ausgewählt, weil er derjenige ist, der am meisten geleistet hat. Der gute Mann mag ein erfolgreicher Unternehmer sein, aber weder ist er der erfolgreichste noch der innovativste. Er betreibt drei Fitnessstudios, nicht mehr und nicht weniger.

Dass er nun bald Herzog von Västergötland sein wird, ist nicht wegen seiner Leistung so, sondern purer Zufall. Es ist absurd, dieses Beispiel für die Belohnung von guter Leistung heranzuziehen. Die Auswahl des künftigen Prinzen war ja nicht der Wettbewerb Sweden's Next Prince.

In einer Republik kann im Wesentlichen jeder Staatsbürger Präsident werden. Jeder Deutsche kann Bundespräsident werden, sobald er 40 ist. Es gibt derzeit aber nur 3 Schweden, die in Zukunft König/-in werden können, und von denen haben zwei auch nur eine Chance, wenn etwas unvorgesehenes passiert.

Dass die soziale Durchlässigkeit in Schweden gut ist, kann man vielleicht an anderen Dingen zeigen, aber bitte nicht an diesem Beispiel!

Im Übrigen ist es allgemein bekannt, dass Carl Gustav gar nicht glücklich darüber, dass Victoria Daniel haben wollte. Er war ihm nicht fein genug. Dass sie ihm da nacheifert, kann man also nicht wirklich konstatieren.

Was das deutsche Schulsystem angeht: ich bin 28, und ich habe durchaus Dinge im Gymnasium gelernt, die ich gebrauchen konnte.
Dass man eine Funktion ableiten kann und den Faust gelesen hat, ist im Sinne einer umfassenden humanistischen Bildung nicht verkehrt. Man sollte nicht vergessen, dass man in Schweden mit mathematischen Kenntnissen Abitur machen kann, die in Deutschland in der 8. Klasse vorausgesetzt werden. Am schwedischen Gymnasium gibt es auch Kurse wie "Schönes Essen im angenehmen Ambiente" - was das zur allgemeinen Volksbildung beiträgt, ist doch etwas fraglich.

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Re: Nochmal Bullerbü-Syndrom

Beitragvon Imrhien » 25. Februar 2009 10:28

hansbaer hat geschrieben:Am schwedischen Gymnasium gibt es auch Kurse wie "Schönes Essen im angenehmen Ambiente" - was das zur allgemeinen Volksbildung beiträgt, ist doch etwas fraglich.


Oh ja, das habe ich mich auch schon gefragt. Was ich allerdings gut finde ist wenn man in der Schule unter anderm auch lernt zu kochen und zu werkeln. Das habe ich nämlich schon, damals in Deutschland. Ganz praktisch. Allerdings war ich an einer Gesamtschule und nicht an einem "handelsüblichen" Gymnasium. Wir hatten also die üblichen praktischen Fächer wie Handarbeit, Handwerk und Kochen auch. Das war echt gut so im Nahchinein. Das gibt es in Shweden ja auch und das finde ich, bis zu einem gewissen Alter auch gut so. Allerdings muss es nicht den großen Rahmen einnehmen.
Was ich gut finde und was gleichzeitig etwas bedenklich ist weil es sehr stark von der Motivation und Beteiligung der Eltern abhängt, sind so Projekte die die Schüler daheim machen sollen. Hemkunskap oder so. Da sollen sie daheim beim rasenmähen helfen oder mal das Abendessen machen oder Preise im Geschäft vergleichen. Theoretisch eine super Sache. Die Kinder lernen ganz alltägliche Dinge die wichtig sind, damit die Gören nicht mit 40 noch im Hotel-Mama leben wollen und nicht überlebensfähig wären, wenn sie es nicht können.
Aber wie gesagt, es ist auch sehr fraglich wie viele Eltern das auch durchführen. Man sieht bei manchen schon, dass da die Eltern einfach eine Unterschrift drunter setzen und das godkännen. Da hat das Kind da aber nihts von. Da ist für mich der Fehler im System. Das kllingt alles toll in deutschen Ohren. Wenn es praktisch nicht umgesetzt wird, kann man es sich aber auch sparen. Und mal ehrlich, die Eltern die bei solchen Projekten richtig dahinter stehen, sind die die auch sonst schon mehr machen und sich kümmern. Da helfen die Kinder auch sonst schon beim Tischdenken und so.

Grüße
Wiebke

Tommy2

Re: Nochmal Bullerbü-Syndrom

Beitragvon Tommy2 » 25. Februar 2009 10:29

@Hansbaer,

ich fürchte, deine Worte werden leider keinen Eindruck bei der unbelehrbaren Bullerby-Klientel machen.

Oder ist es vielleicht wirklich so, dass wir hier in Schweden in Zukunft keine Jugendlichen brauchen, die einen Automotor berechnen können oder verständliche Aufsätze ohne gravierende grammatische und Rechtschreibfehler erstellen können? Vielleicht bringt uns eine esoterische Farbenlehre und die Fähigkeit, Hunde zu erziehen( Naturbruksgymnasium) weiter in der internationalen Konkurrenz?

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Re: Nochmal Bullerbü-Syndrom

Beitragvon Dietmar » 25. Februar 2009 12:40

Okay, bitte zurück zum Thema (Zynismus etwas einschränken...), oder neues Thema aufmachen.
Danke,

Dietmar


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