In den letzten zwei Tagen war ich auf einer "Wolfs-Tagung", die in Berlin von einer namhaften Naturschutzorganisation veranstaltet wurde. Dabei war auch ein Gastreferent vom WWF aus Schweden, um u.a. über das Thema "Wolf in Schweden" zu berichten. Der Biologe Tom Arnbom aus Schweden ist u.a. in der allgemeinen Öffentlichkeit durch folgende Publikationen bekannt geworden:
http://www.mdr.de/tiere/1065166.htmlhttp://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=627719http://www.youtube.com/watch?v=Qz7IoxqpGKcHier einige Fakten aus Schweden:
- etwa 2.000 Elche werden jährlich von Wölfen gerissen
- etwa 5.000 Elchkälber werden von Bären gerissen
- etwa 10.000 Rehe fallen pro Jahr Luchsen zum opfer
- und dem stehen u.a. ca. 80.000 von Jägern in der Saison geschossene Elche gegenüber
- über 50 % von den getöteten Wölfen in Schweden sind illegal geschossen worden
- etwa 300 große Raubtiere (björn, varg, lodjur, järv) werden jährlich in Schweden illegal gejagt
Die schwedische Wolfspopulation beträgt gegenwärtig 250 Tiere und ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Dies ist u.a. ein Erfolg des konsequenten Schutzprogrammes der letzten Jahrzehnte. Über kurz oder lang wird es in Schweden wohl sog. einzelne Lizenzen für "Schutzjagden" auf Wölfe gegeben. Dies könnte aus bestehenden Rudeln abwandernde (junge) Wölfe und sog. "Problem-Wölfe" betreffen.