Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

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svenska-nyheter
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Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

Beitragvon svenska-nyheter » 19. Juni 2012 14:06

Der Etikettenschwindel in Schwedens Lebensmittelgeschäften ist verbreiteter als angenommen. Wie die Zeitung Aftonbladet unter Berufung auf Berichte der Lebensmittelbehörde berichtet, weisen Ica-Geschäfte in 70 von Schwedens 290 Kommunen ernste Mängel auf. Mit der Auszeichnung von alten Waren in neuer Verpackung nehmen in Kauf, dass die Kunden krank werden.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

Otto

Re: Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

Beitragvon Otto » 19. Juni 2012 20:07

Hej,
die Qualität von Lebensmitteln ist in Schweden allgemein recht niedrig. Nicht selten, dass verschimmeltes, faules Obst und Gemüse zusammen oder neben frischen Sachen liegt. Nie kann man wissen, wie lange die Tomaten schon im Geschäft herumliegen. Milch, Brot usw. wird bis zum allerletzten Haltbarkeitstag zum vollen Preis im Regal belassen. Selten, dass man die Ware besonders kennzeichnet.
Wer in Schweden einkauft, sollte sich angewöhnen sowieso immer auf das Verpackungsdatum/Haltbarkeitsdatzum zu schauen. Bei allen Waren.
Besonders Hackfleisch wird gerne umgepackt. Fleisch mit abgelaufenem Datum wird mit neuem Fleisch vermischt und umetikettiert. Kommt auch oft bei Hähnchenfleisch vor, das gerne mit Wasser neu aufgespritzt wird.
Aber wie in Schweden üblich, so kümmert das keinen oder man versucht, unangenehme Nachrichten einfach so lange wie möglich unter den Teppich zu kehren.
Guten Appetit!

Krümel7
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Re: Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

Beitragvon Krümel7 » 19. Juni 2012 21:24

Hej,

das finde ich ja ganz schön viel! Welche Erfahrungen habt ihr denn mit dem schwedischen Fleisch? Mal ganz abgesehen von der hohen Anzahl von belasteten Proben.
Sind die Haltungsbedingungen für die Tiere genauso schrecklich wie in D? Das interessiert mich wirklich. Hier in D habe ich mir überwiegend abgewöhnt, Fleisch überhaupt noch im Supermarkt zu kaufen, da wir ohnehin nur wenig Fleisch essen. Mir vergeht einfach der Appetit, wenn ich an die Bedingungen denke.
Gibt es in S dafür beim Kauf eigentlich Alternativen? Das ist mir bei meinen Einkäufen nämlich noch nicht so aufgefallen. Ich meine so mit Herkunftsnachweis bzw. Bio etc.?

krümel7

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Henrik der Wikinger
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Re: Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

Beitragvon Henrik der Wikinger » 20. Juni 2012 00:08

@Otto:
Boar... wenn ich diese Pauschalierungen lese... da könnte ich platzen! :twisted:

Also... mal von vorne:

Otto hat geschrieben:Hej,
die Qualität von Lebensmitteln ist in Schweden allgemein recht niedrig.


Was ist denn bitte "Qualität" für dich??? Ne Gentomate, die auf Steinwolle in einem hollädischen (oder noch besser: spanischen) Gewächshaus mit Nährlösung gezogen wurde... und die infolge dessen 4 Wochen im Schrank nicht schlecht wird? Also ganz ehrlich: Wenn ein Nahrungsmittel nicht nach einer gewissen Zeit anfängt sich zu verändern (zu schimmeln oder was auch immer) nehme ich Abstand davon dieses Produkt meinem Körper in Zukunft weiter zuzuführen.... sowas ist ekelig! So verhält sich kein natürliches Produkt!
Mal abgesehen davon das nach meiner Erfahrung hier viele Lebensmittel den Namen Lebensmittel auch verdienen was in D schon lange nicht mehr der Fall ist.

Otto hat geschrieben:Milch, Brot usw. wird bis zum allerletzten Haltbarkeitstag zum vollen Preis im Regal belassen.


Weißt du was der psychologische Effekt von MHD's ist? Es entlastet uns von dem ethischen Dilemma Lebensmittel nach einer gewissen Zeit in die Tonne zu werfen während woanders auf diesem Globus Menschen verhungern! Es ist ein Verkaufstrick der Industrie... weiter nix! Eine Zeitangabe innerhalb der garantiert wird das das Produkt bestimmte Eigenschaften hat. Das heißt NICHT das das Produkt ungenießbar wäre nach diesem Datum. Insofern begrüße ich die Praxis die Produkte bis zum letzten Tag in den Regalen zu lassen ausdrücklich!
Am Beispiel Milch: Wenn ich eine Milch "erwische" die keine 7 Tage mehr haltbar ist (lt. MHD) dann freue ich mich und löffel Dickmilch. In D ist das fast unmöglich. Deutsche Milch wird (insbesondere seit Einführung der unseeligen ESL-Techniken) nicht dick sondern schlecht!... Also für mich steht fest welches die bessere/schlechtere Qualität ist.

Otto hat geschrieben:Besonders Hackfleisch wird gerne umgepackt. Fleisch mit abgelaufenem Datum wird mit neuem Fleisch vermischt und umetikettiert. Kommt auch oft bei Hähnchenfleisch vor, das gerne mit Wasser neu aufgespritzt wird.


Naja, also ich würde mal sagen wir lassen die Kirche im Dorf! Es ist der wievielte Lebensmittelskandal in S???? In D oder gar bei unserem großen Vorbild auf der anderen Seite des großen Teiches muß man da eher fragen "der wievielte in diesem Jahr?".... Also immer schön auf dem Teppich bleiben..... :smt064
Fälle wie du sie hier beschreibst hat es in anderen Industrieländern (auch in D) schon viel öfter gegeben als hier in S....

Otto hat geschrieben:Guten Appetit!


Danke. Den habe ich. In D war das mit dem Appetit ein zweifelhafteres Vergnügen. Zumindest für mich. 8)

@krümel7

Krümel7 hat geschrieben:das finde ich ja ganz schön viel! Welche Erfahrungen habt ihr denn mit dem schwedischen Fleisch?


Also ich muß ehrlich sagen das für mich die Fleischqualität immer gestimmt hat hier in S. Und ich bin verdam*t wählerisch. Ich lasse es eher liegen als das ich etwas esse was auch nur den geringsten Anlass zu einem Zweifel bietet.

Krümel7 hat geschrieben:Sind die Haltungsbedingungen für die Tiere genauso schrecklich wie in D?


Hmmm... also soweit ich das bisher mitbekommen habe gibt es in S soetwas wie "Tageslichtpflicht" bzw. "Weidepflicht". Ich bin zwar in dem Bereich beruflich unterwegs, aber für mich ist das eh selbstverständlich, weil ich in der Bioschiene unterwegs bin. Was konventionelle Kollegen machen ist da für mich erstmal zweitrangig. Also keine Tiere die ihr ganzes Leben keine Sonne sehen und solch makaberen Scherze.

Krümel7 hat geschrieben:Das interessiert mich wirklich.


Davon geh ich mal aus. Sonst hättest du dir nicht die Mühe gemacht dieses Posting zu formulieren... :smt064 ;)

Krümel7 hat geschrieben:Gibt es in S dafür beim Kauf eigentlich Alternativen? Das ist mir bei meinen Einkäufen nämlich noch nicht so aufgefallen. Ich meine so mit Herkunftsnachweis bzw. Bio etc.?



Na klar. Wenn einer Biofleisch produziert wird er es auch entsprechend kennzeichnen. Denn Bioproduktion ist wirklich ein Mehraufwand an menpower und Zeit. Was allerdings auch bedeutet das diese Art der Bewirtschaftung mehr Arbeitsplätze schafft und somiit mehr Menschen davon leben können.

:smt006

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Re: Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

Beitragvon Petergillarsverige » 20. Juni 2012 08:21

Es gibt in Schweden etwas teureres Fleisch aus heimischer Produktion. Ich fand das immer gut. Die Milch war lecker und der Aufdruck auf den Tetrapacks richtig kreativ.
Nein, Schweden als "Gammelfleischland" möchte ich wirklich nicht stehen lassen.
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Re: Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

Beitragvon HeikeBlekinge » 20. Juni 2012 09:43

Henrik, deinen Erläuterungen kann ich mich wirklich nur anschliessen! :danke:


lg
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Re: Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

Beitragvon Henrik der Wikinger » 20. Juni 2012 11:57

HeikeBlekinge hat geschrieben:Henrik, deinen Erläuterungen kann ich mich wirklich nur anschliessen! :danke:


Aber immer wieder gerne. Soviel geballte Ignoranz, Arroganz und Doofheit darf man meiner Meinung nach nicht unkommentiert im Netz stehen lassen. Dafür fühle ich mich einfach zu sehr verantwortlich für unsere liebe gute alte Mutter Erde. :schwedentor2: :smt006

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Re: Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

Beitragvon sweirdoine » 20. Juni 2012 14:44

HeikeBlekinge hat geschrieben:Henrik, deinen Erläuterungen kann ich mich wirklich nur anschliessen! :danke:


lg
Heike

dito

Diese Skandale sind für mich erschreckend, egal wo sie stattfinden. Eiskalte Profitgier über die Gesundheit der Kunden zu stellen. In Deutschland kann ich mich an einige solcher Skandale in den letzten Jahren erinnern.
Was ich persönlich (neben Biergärten) vermisse, ist der Fleischer um die Ecke wo man sein Fleisch und seine Wurst stets frisch kaufen kann. Dort hab ich in Deutschland grundsätzlich eingekauft und sehr gerne etwas mehr dafür gezahlt. Hab ich so doch nicht nur mir, sondern auch anderen etwas Gutes getan: dem Fleischer, den Tieren und im Prinzip der ganzen Welt (ich bin ein großer Fan von 'lokalen Produkten', nicht nur weil man ein Gesicht zum Produzenten hat und eventuell besser einschätzen/prüfen kann, wie die Tiere gehalten werden, sondern auch wegen der Umwelt. Ich könnt Zustände kriegen, wenn ich daran denke, wie viele Produkte total unnötigerweise durch die Weltgeschichte geschippert werden...)
Das heisst aber nicht, dass man in Schweden keine gute Qualität kaufen kann (wie Henrik schon sagte). Wie auch in Deutschland gibt es hier grundsätzlich eine riesige Auswahl und es ist dem Verbraucher überlassen, ob er etwas mehr für bessere Qualität ausgeben möchte oder nicht.

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Re: Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

Beitragvon Pink_Panther » 20. Juni 2012 18:52

Otto hat geschrieben:Hej,
die Qualität von Lebensmitteln ist in Schweden allgemein recht niedrig.

Das ist Dein subjektiver Eindruck, und irdgenwie mußt Du ja zu diesem Schluss gekommen sein. Man kann vielleicht überlegen wie das "niedrig" gemeint ist? Niedrig im Vergleich zu Deutschland? Wie auch immer, ich bin der Ansicht dass hohe Anspruch den die Schweden gerne auf die einheimischen Produkte haben nicht immer gerechtfertigt ist. Die Studie, welche allerdings belegen würde, in welchen Land mehr geschummelt wird, oder welches die bessere Lebensmittelqualität aufweist, gibt es nicht. Geschummelt wird in beiden Ländern. Man kann auch nicht nach der Anzahl der Skandale gehen, welche man in den Zeitungen liest, da man nicht weiss, wie genau nun der WKD oder das schwedische Pendant arbeiten. In Deutschland geschehen Kontrollen - allgemein gesagt - eher unangemeldet, während es in Schweden tendenziell genau andersherum ist.
Und wenn du nicht von unseren glühenden Schwedenverteidigern (Ok - ihr dürft mich steinigen, konnte es mir halt nicht verkneifen :-) ) überrollt werden möchtest, musst du schon mit belegbaren Tatsachen kommen :-)
Otto hat geschrieben: Nicht selten, dass verschimmeltes, faules Obst und Gemüse zusammen oder neben frischen Sachen liegt. Nie kann man wissen, wie lange die Tomaten schon im Geschäft herumliegen. Milch, Brot usw. wird bis zum allerletzten Haltbarkeitstag zum vollen Preis im Regal belassen. Selten, dass man die Ware besonders kennzeichnet.

Im Vergleich zu deutscher Perfektion empfinde ich die Schweden - sehr pauschal gesagt (doch es gibt hier viele positive Ausnahmen) als etwas laxer. Im meinem Dörfchen gibt es einen ICA und eine Tankstelle. Der ICA-Laden entspricht wohl eher deiner Beschreibung, die Tankstelle dagegen ist wirklich pico bello. Da wird wirklich mit Liebe und Sorgfalt gehandelt. Aber das ist auch ein Familienbetrieb. Das mit dem Herabsetzen von Ware kurz vor dem Verfallsdatum ist nicht sehr ausgeprägt in Schweden, das hast du schon richtig beobachtet. Lidl macht es zum Beispiel :-)

Otto hat geschrieben:Wer in Schweden einkauft, sollte sich angewöhnen sowieso immer auf das Verpackungsdatum/Haltbarkeitsdatzum zu schauen.
Bei allen Waren.

Ja, das mache ich auch und mit all Recht!
@Henrik: Tut mir leid, aber ich kann Deine Argumentation hier nicht wirklich nachvollziehen. Glaubst du denn im Ernst, dass auch nur ein Gramm von den Lebensmitteln, welche wegen abgelaufenem MHD irgendwo bei hungernden Menschen landen würde??? Oder isst du lieber schimmelndes Obst als genmanipuliertes? In Schweden werden übrigens auch sehr viele spanische und holländische Tomaten verkauft.

Otto hat geschrieben:Besonders Hackfleisch wird gerne umgepackt. Fleisch mit abgelaufenem Datum wird mit neuem Fleisch vermischt und umetikettiert. Kommt auch oft bei Hähnchenfleisch vor, das gerne mit Wasser neu aufgespritzt wird.
Aber wie in Schweden üblich, so kümmert das keinen oder man versucht, unangenehme Nachrichten einfach so lange wie möglich unter den Teppich zu kehren.
Guten Appetit!


Nun ja, diese Skandale gibt es wohl in allen Ländern. Ich bekam den Gammelfleischskandal von gewissen Arbeitskameraden genüsslich unter die Nase gerieben und dass Lidl seine Recyckling-Umverpackungen zusammen mit Lebensmitteln transportiert - nun bekommen eben die Schweden auch ihr Fett ab. Lustig ist das eigentlich nicht, da es immer den kleinen Mann trifft.

Viele Grüße,

Paul

Otto

Re: Neuer Gammelfleisch-Skandal enthüllt

Beitragvon Otto » 20. Juni 2012 20:34

Hej,
ok, das niedrig war vielleicht etwas daneben. Ich meinte im Vergleich zu den eher teuren Preisen der Lebensmittel ist die Qualität eher mäßig.

Aber es stimmt - rein subjektive Wahrnehmung. Keine wissenschaftliche Studie, nur persönliche gesammelte Eindrücke aus einem langen Einkaufsleben in Schweden!

Dass Hackfleisch häufig von ICA & co. umgepackt wird, vermute ich immer dann, wenn ich mal wieder eine Packung gekauft habe, die zu 70 Prozent gut aussieht (rotes schönes Fleisch außen, drumherum, in der Mitte dann einen brauen, etwas schleimigen Kern). Stinkt zwar noch nicht, krank wird man wahrscheinlich auch nicht, wenn man das gut brät, aber für meine Begriffe wäre das dann halt 2. Wahl oder schon eher "Mogelpackung". Ist auch noch kein richter Skandal.

Dann verpackte Wurst usw. - gestreckt mit Kartoffelmehl, Milchpulver usw.
Fleischergeschäfte, wie man sie aus D kennt, findet man nicht sehr häufig. Üblicher sind die seit einiger Zeit teueren Theken in den Supermärkten - Betonung teuer. Das Fleisch schwankt meiner Meinung in der Qualität, kommt auch nicht unbedingt nur aus Schweden von Höfen. Meistens Fabrikfleisch von Scan. Wurstwaren an der Theke kommen häufig aus Deutschland. Riddersheim.

Gemüse - z. B. Tomaten/Gurken/Paprika/Salat 80 % davon kommen aus Holland. Schwedische Produkte teuerer, vom Geschmack her oft kein Unterschied.

Anderes Obst, wie z. B. Nektarinen/Pfirsiche/Aprikosen usw. sind entweder steinhart oder überreif bis verschimmelt ... Das hatte ich neulich wieder bei meinem ICA Laden, der in einem sog. nobleren Stadtteil liegt, moniert. Eine andere Kundin, die zufällig daneben stand, sagte, das wäre normal "Die liegen hier schon seit 4 Wochen und werden noch 2 Wochen da sein - keiner kauft die ..." ?!

Zurzeit schwedische Erdbeeren: doppelter Preis. Sehen oft gleich aus wie belgische usw. Meine Vermutung - subjektiv - nur die Verpackung ist "Svenska jordgubbar". Der Inhalt kommt von überallher. Kein Skandal, aber dennoch.

Brot. Abgepacktes Brot schimmelt genau einen Tag nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums. Liegt aber am letzten Haltbarkeitstag noch zum vollen Preis im Regal.
Das zurzeit so beliebte Sauerteig/Körnberbrot wird auch mindestens drei Tage lang im Geschäft/beim Bäcker verkauft. In D ist Brot vom Vortag gekennzeichnet und kostet nur halb so viel wie frisches Brot.

Milch: am letzten Haltbarkeitstag ist sie sauer. Ich schaue immer auf das Abpackdatum ... Kaffee mit Dickmilch ist nicht so mein Geschmack.

Komme halt aus dem Süddeutschen und vermisse z. B. die Qualität, Vielfalt und Frische, wie man sie z. B. dort von Lebensmitteln kennt (z. B. vom Viktualienmarkt in München). In meinem dortigen Supermarkt wurde Milch/Joghurt, das nur noch einige Tage lang haltbar war, meistens mit einem roten Punkt gekennzeichnet und billiger verkauft. Finde ich irgendwie fairer.

Aber man gewöhnt sich an alles. Auch an die ständige Lobhudelei von allem, was schwedisch ist ...
:-)

Glad midsommar!

Sill & Kartoffeln sind übrigens prima!


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