Neuen Elektroherd gekauft

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Neuen Elektroherd gekauft

Beitragvon schwedenoma » 7. März 2009 19:17

Da mein alter Elektroherd Juno nach 28 Jahren den Geist aufgegeben hatte, mußte ich mir einen Neuen kaufen. Nach Recherchen im Internet und anschließend einem Besuch bei Mediamarkt in Jönköping hatte ich mich für einen bei Mediamarkt entschieden. Habe ihn dann auch von 10.000 Kronen auf 7.000 Kronen herunter gehandelt. Einbau war kein Problem? Beim Ceranfeld mußte ich aber gleich von Anfang an Abstriche hin nehmen. Juno war Klasse. Keine Kratzer von Töpfen und anderen Dingen. Und das bei der Herstellung 1979. Auch beim Backofen Nachteile. Mein Juno backte Wunderbar. Nun bei meinem Neuen habe ich Probleme nicht nur beim Ceranfeld, auch beim backen? Das Ceranfeld weißt Spuren beim schieben der Kochtöpfe auf, was ich bei Juno nicht hatte? Kann auch diese Propleme mit keinem Mittel mehr beseitigen. Mein Fazit also?
Was 1979 noch Qualität war, ist Heute nur noch mindere Qualität. Wäre die Reparatur meines Junos nicht so Teuer gewesen und wären nicht beim Ceranfeld 2 Felder und beim Backofen die Heizschlange defekt gewesen, so hätte ich Heute noch ein Produkt, was 20 Jahre nach Herstellung die heutigen Produkte in Qualität übersteigt.
Wenn ich hier schreibe, so ist es ein Erfahrungsbericht und ich dazu sagen muß, hatte meinen Juno 1996 für 150.00 DM gekauft.
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Re: Neuen Elektroherd gekauft

Beitragvon HeikeBlekinge » 7. März 2009 19:38

Joa. Kann ich nachvollziehen. Alles keine richtige Qualität mehr heutzutage. Ich brauche ebenfalls keine neumoderne Geräte die man dann noch nichteinmal selber reparieren kann ;-). Und das Ceranfelder pflegeleicht sein sollen?? Nee! Die muessen immer tiptopp gepflegt werden, mit Spezialzeugs und pipapo...

LG
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... die zugegeben etwas verrueckt ist, weil sie mit einem 300 Kronen teuren und gut 60 Jahre altem Vedspis kocht und backt :-) :-) :-)
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Re: Neuen Elektroherd gekauft

Beitragvon schwedenoma » 7. März 2009 21:31

Es ist ja nicht nur mit dem Elektroherd so. Ich habe ja auch noch andere Dinge, so zum Beispiel meinen Warmwasserboiler. Der ist von Gorenje. Habe ihn 1997 beim Bauhaus in Deutschland gekauft. Da er kleine Mängel hatte, habe ich ihn um 50 % billiger bekommen. Beim Check im Internet oder auch wie man sagt, Preißvergleich, wurde er total schlecht eingeschätzt. Nur weil die Leute keine Ahnung der Installation hatten. Mein Boiler läuft heute noch ohne Probleme, aber ich habe ihn richtig Installiert und ich wechsle auch zu den vorgegebenen Zeiten die Anode.
Wenn man alles richtig macht, hat man von alten Geräten mehr als den heutigen Haitech-Geräten. Meine Meinung.
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Re: Neuen Elektroherd gekauft

Beitragvon HeikeBlekinge » 7. März 2009 22:49

Kann ich mich nur anschliessen.
Wobei wir im Bezug auf Boiler am ueberlegen sind umzuruesten.
Unser Ding ist wesentlich älter und wohl angeblich ein wahrer Stromfresser. Angeblich sollen ja die neueren Modelle da sparsamer sein. Aber ob sich die Investition wirklich lohnt? Noch läuft er ja.
Gerade mache ich eine "testphase" (sehr zur Freude meiner 2 Ältesten die sich jetzt morgens das Gesicht kalt waschen muessen - lol). Ich will ausrechnen ob wenn man das Ding nur alle 2 Tage anschmeisst - also alle "auf einmal baden/duschen" - das weniger Strom kostet. Mein Mäne meint ja nein. Weil zum Wiederaufheizen auch viel Energie aufgebracht werden muesste.
Wäre ja interessant, wenn es dafuer einfache Berechnungsmethoden gäbe.

Was bringt es denn eine Anode zu wechseln, was ist das? Bin ja nun eine totale Laiin in Punkto Elektric :oops:
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Re: Neuen Elektroherd gekauft

Beitragvon Tulipa » 7. März 2009 22:50

Ich merke das hauptsächlich bei Kleidung.
Manche Teile schleppe ich selbst nun schon seit etwa 20 Jahren, und sie wollen und wollen einfach nicht kaputtgehen.
Kinderkleidung und vor allem Schuhe hingegen kaufen wir nun neu und aus Sparsamkeit natürlich etwas auf Zuwachs. Und es passiert immer öfter, dass die Teile dann schon kaputtgehen, ehe sie überhaupt richtig passen.

LG
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Re: Neuen Elektroherd gekauft

Beitragvon Fanny » 7. März 2009 23:23

Mein Herd in Schweden ist ein Elektrolux, mindestens 16 Jahre alt (den haben wir beim Hauskauf übernommen) und eine echte Granate.
Eigentlich braucht man nicht kochen können, der Herd oder Backofen macht das schon.
Hoffentlich bleibt er mir ewig erhalten.
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)

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Re: Neuen Elektroherd gekauft

Beitragvon gmc » 8. März 2009 01:24

Mein Mäne meint ja nein. Weil zum Wiederaufheizen auch viel Energie aufgebracht werden muesste.
Wäre ja interessant, wenn es dafuer einfache Berechnungsmethoden gäbe.

Was bringt es denn eine Anode zu wechseln, was ist das? Bin ja nun eine totale Laiin in Punkto Elektric :oops:

Zunächst die Anode. Wikipedia schreibt dazu:
Zitat: "Eine weitere häufige Anwendung ist der Korrosionsschutz bei verzinkten Boilern und anderen Warmwasserspeichern. Der Zinküberzug des Kessels löst sich ohne Opferanode mit der Zeit im Wasser auf. Um eine nachfolgende Durchrostung der Warmwasser-Speicher zu vermeiden, wird eine Opferanode aus Magnesium an der Behälterwand angeschraubt."

Bzw. in den Kessel eingeschraubt. Bei neueren Geräten ist sie elektrisch angeschlossen und meldet per LED den Austausch an.

Die beste Boiler-Temperatur ist ca. 62 Grad Celsius (Legionellen können bei niedrigeren Temperaturen enstehen), obwohl etwas darunter etwas ökonomischer geheizt wird.

Den Verbrauch zu berechnen ist schon schwieriger, denn man benötigt die Wassereintrittstemperatur, die Aufheizzeit, die Endtemperatur, die zugeführte Kaltwassermenge (Wasserwechsel) usw.

Rechne damit, das Dein Boiler pro Tag ca. 8 Stunden heizt und multipliziere es mit der elektrischen Leistung in Watt. Dann kommst Du "pi mal Daumen" an den Tagesverbrauch in Watt. (1 Kw = 1000 Watt)

Neue Warmwasserbereiter sind meistens besser gedämmt als alte. Aber auch sie brauchen dieselbe Menge Strom, um 1 Liter Wasser von 16 auf 60 Grad zu erwärmen.

Zum Thema Elektroherd. Wir haben unseren Siemensherd, 1967 gekauft, vor Jahren nach Schweden gebracht. Einschränkung: eine der beiden Automatikplatten ist defekt und kann nicht ersetzt werden. Aber die drei anderen funktionieren bestens. Natürlich klemmt auch mal die Backofentür. Aber zum Brotbacken reicht´s allemal.

@HeikeBlekinge. Was machst Du im Hochsommer. Kochst Du dann vielleicht doch elektrisch?

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Re: Neuen Elektroherd gekauft

Beitragvon HeikeBlekinge » 8. März 2009 09:57

Herzlichen Dank fuer die Erklärungen Gernot! Da habe ich mal wieder etwas von dir lernen duerfen!
Solch eine Anode ist bei uns sicher noch nie ausgetauscht worden. Also wir haben den Boiler uebernommern vor 5 Jahren. Unser Vorbesitzer wohnte hier 3 Jahre, hat das mit Sicherheit auch nicht gemacht. Wie oft muss denn ca. getauscht werden?
Und kommt man da als Laie dran?

Ja. Im Sommer. Bin ich immer ganz traurig wenn ich doch unseren Elektroherd anschmeissen muss. Und die ersten Gerichte oder Kuchen misslingen mir dann meist ersteinmal, weil ich mich umstellen muss. Bis knapp Ende Mai funktioniert der Vedspis problemlos. Dann zieht er wohl durch die Witterung nicht mehr richtig. Erst Mitte bis Ende August gehts wieder. Aber wir "kochen" dann ja auch oft draussen :lol: ... grillen und der Ofen bleibt eh öfter kalt.

LG
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Re: Neuen Elektroherd gekauft

Beitragvon Rwitha » 8. März 2009 12:55

Fanny hat geschrieben:Eigentlich braucht man nicht kochen können, der Herd oder Backofen macht das schon.


Hej Fanny - na so einen hätte ich auch gerne :wink:

Ich glaube die neuen Geräte werden auch schon so hergestellt, dass sie nicht so lange halten wie früher und man gezwungen wird, sich neue Geräte zu kaufen. Denn reparieren kann man doch fast nichts mehr.
Darüber, wer die Welt erschaffen hat, läßt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird. (George Adamson)

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Re: Neuen Elektroherd gekauft

Beitragvon schwedenoma » 8. März 2009 13:14

Einen kleinen Nachtrag noch zum Elektro-Wasserboiler:
Viele Wasserboiler haben diese Anode nicht, es sind alle die, die aus Edelstahl sind.
Die Anode bei verzinkten Boilern sollte man aller 3-4 Jahre wechseln. Auch kommt es auf die Wasserqualität an?
Beim Kauf eines Neuen sollte man überlegen einen billigen Verzinkten oder einen aus Edelstahl. Der aus Edelstahl ist fast doppelt so teuer und man hat dann keine weiteren Kosten. Anode kostet bis zu 300 Kronen, kommt auf den Boiler an, speziell auf die Wassermenge.
Mein Nächster wird auf jeden Fall ein Edelstahlboiler sein. Für einen aus Zink bezahle ich um die 2000 Kronen (80-100 Liter) bei einen aus Edelstahl fast das Doppelte.
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