Hej Jana och Angelica!
Tack för våra svar.
Danke für eure rasche Antwort. Heute traue ich mich auch, etwas mehr von mir preiszugeben.
Wir wollen beide arbeiten, vor allem, da wir hier ziemliche finanzielle Probleme haben, da nur einer arbeiten kann. Dass die Lebenshaltungskosten in S höher sind, weiß ich, aber auch die Gehälter sind ja vermutlich etwas höher. Daher geh ich davon aus, dass sich das etwa die Waage halten wird.
Für uns kommt eigentlich nur der Großraum Uppsala, Stockholm in Frage, da ich schon in vielen Quellen gelesen habe, dass es am Land wirklich deutlicher ländlicher als in D ist, und die z.T. fehlende Infrastruktur problematisch sein kann. Durch die Stoffwechselerkrankung einer unserer Kinder ist es aber z.B. wichtig, dass wir zumindest potentiell ein Krankenhaus in der Nähe haben. Bitte hier keinen Vortrag übers schwedische Gesundheitssystem - da wo wir wohnen, ist das nächste Krankenhaus, wo auch Kinder behandelt werden, 1 Stunde entfernt. Wennst einen Kindernotfall hast, ist es besser, du kannst selber Erste Hilfe, weil für die Ausdehnung von 100 km gibt es nur einen Notarzt.
Außerdem denken wir an die Jobchancen für uns, die in einer Stadt doch deutlich besser einzuschätzen sind. Wir haben auch die "Landmentalität" einfach satt.
Wir würden uns wünschen in Zukunft zumindest hin und wieder einen Babysitter in Anspruch nehmen zu können (Hier unmöglich, weil hier keine jungen Leute wohnen etc.), dh. die Nähe zu einer Stadt, wo z.B. Studenten etc. sind, ist schon wichtig. Mein Mann und ich waren in den letzten sieben Jahren 1 x 2 Tage alleine weg, bzw. 2-3 Mal i konnten wir am Abend essen gehen, weil Bekannte auf die Kids aufgepasst haben. Das ist halt auf Dauer für eine funktionierende Ehe (wobei wir uns wirklich gut verstehen) zu wenig. Nur zur Erklärung warum städtisch schon wichtig ist.
Wir haben Bekannte in der Gegend Uppsala/Stockholm und hoffen, dass wir dadurch Informationen bekommen, wo Jobs vakant sind. Mein Mann hofft, dass er auf der Uni in Uppsala arbeiten kann, das würde fachlich sehr gut passen. Wir knüpfen gerade Kontakte in diese Richtung. Wir sind in zwei Wochen in Uppsala und "schauen uns mal um". Treffen Leute, die wir kennen, die uns ihre Hilfe angeboten haben, schauen uns 2 Schulen an und haben ein inoffizielles Bewerbungsgespräch an der Uni, wobei wir uns aber glaub ich,f nicht viel erhoffen dürfen. Die Schweden sagen ja nicht Nein, sondern vielleicht. Der Kollege hat gemeint, we can discuss it - was wahrscheinlich heisst - da ist nichts zu machen.
Ich würde gerne im Tourismus arbeiten, da ich BWL studiert habe und neben Englisch auch Französisch fließend spreche und natürlich dann hoffentlich schon gutes Schwedisch. Ich bin sehr kommunikativ und würde gerne z.B. als Fremdenführerin oder für eine Airline oder aber auch in der Gastronomie arbeiten. Mir ist schon klar, dass ich ziemlich weit unten anfangen müsste.
Punkt Schwedisch lernen: Natürlich ist mir das klar, dass die Sprach das Um und auf ist. Ich sitze seit ca. 2 Monaten jeden Tag 2-3 Stunden (wenn die Kids in Schule und Kiga sind und abends) und lerne eifrigst. Ich finde, ich kann für diese kurze Zeit mich schon recht gut verständlich machen und verstehe zumindest Geschriebenes recht gut. Ich hoffe, dass ich bis Dezember ausreichende Kenntnisse habe, um mich zumindest einmal auf Schwedisch so bewerben zu können, dass ich auch ein ev. Jobinterview gut überstehen würde.
Ist es eigentlich sinnvoll eine Schwedisch-Prüfung abzulegen, um seine Kenntnisse bestätigen zu lassen?
Wie schon oben geschrieben, haben wir finanzielle Probleme, da unsere Ausgaben monatlich unsere Einnahmen bei weitem übersteigen. Wir haben vor Jahren einen Kredit aufgenommen für den Hausbau, der auf 2 fixe Gehälter ausgelegt war. Dieser ist in unserer heutigen Situation einfach zu hoch gewesen. Auch haben wir 2 schlimme familiäre Schicksalsschläge hinter uns.
Wir wollen unbedingt unser Haus verkaufen und mit dem Erlös den Kredit tilgen und mit dem Rest in Uppsala (Umgebung) ein kleines Haus kaufen. Das sollte sich laut unserer Rechnung ausgehen.
Die Frage ist nur, wie gestaltet man das zeitlich? Ich kann ja schlecht das Haus verkaufen, wenn ich in S noch keinen Job habe. Ich kann aber auch mich schlecht oben bewerben, um dann z.B. in 2-3 Monaten anfangen zu arbeiten, wenn ich das Haus noch nicht verkauft habe und den Kredit weiterhin tilgen muss. Weil so schnell wird das mit dem Hausverkauf nicht gehen. Außerdem kann ich den Hausverkauf auch noch nicht so richtig publik machen, die Gründe habe ich in meinem ersten Statement eh schon geschildert.
Vielleicht hab ich da einen Denkfehler, aber wie macht man sowas richtig? Hat da jemand Erfahrungen?
Unsere Kids sind übrigens dem Ganzen recht aufgeschlossen und bestellen jetzt bei jedem Essen ein Bulle med skinka (ja, ich weiß komische Kombination Milchbrötchen mit Schinken).
posting.php?mode=reply&f=8&t=24009# Ich glaube, die würden gut klarkommen. Vor allem die Aussicht auf Schule mit Essen und weniger Hausübungen gefällt ihnen. In den Urlauben in S hat es ihnen immer gut gefallen, vor allem weil sie Schnee lieben und ihnen das Essen schmeckt. Die Erkrankung, (Zöliakie), die meine Tochter hat, ist in Schweden sehr häufig und wie wir auf unseren Reisen erleben durften, ist es dort überhaupt kein Problem damit zu leben. Sie hat es genossen, endlich mal was "Gscheites" essen zu können.
Ich bin für jeden Denkanstoß dankbar, der uns weiterbringt. Bitte uns nicht zu sehr niedermachen, wir sind emotional eh schon ziemlich am Sand und müssen unbedingt etwas verändern.
Liebe Grüße an alle Mitleser,
Elisabet