Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

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jms

Re: Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

Beitragvon jms » 14. Oktober 2011 07:50

Hej Lisa

um es kurz zu machen : Wenn Ihr denkt daß in Schweden alles besser wird , dann vergeßt
es gnaz schnell ...dort gibt es eine extrem große Jugendarbeiotslosigkeit , das soziale Netz
für Einwanderer gibt es praktisch nicht , wenn Ihr nicht für mind 1 Jahr finanziell unabhängig
seit ( inkl private KV ) dann geht das Ganze in die Hose !

Sicherlich ist Schweden schön , aber es ist nicht das Paradies , das wird ganz schnell sichtbar wenn Ihr keine finanziellen Mittel mehr habt , mit dem deutschen Sozialstaat ist es nicht zu vergleichen und Ihr seit in Schweden eben nur Ausländer die dann pleite sind ....und dann kommt ganz schnell der Satz ...dann geht doch zurück nach Deutschland !

Ich will Euch Euren Traum nicht vermiesen , aber ohne Finanzmittel für ein Jahr solltet Ihr das vergessen ( schreibst ja selbst daß es finanzielle Schweierigkeiten in D gibt ) und wenn Ihr unbedingt nach Schweden geht , dann spart Euer Geld beim Immokauf und nehmt erst was günstiges , einfaches , testet das Leben in Schweden und wenn es nach 3 -4 Jahren immer noch paßt dann könnt Ihr weiterplanen .

Kurz gesagt ...... Hals über Kopf bringt nichts ,

und ganz wichtig - Finger weg von Deutschen Immo-Maklern in Schweden ! - nehmt einen
zugelassenen schwedischen Makler / Bank !

:schwedentor2:

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Re: Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

Beitragvon janaquinn » 14. Oktober 2011 08:22

welch ein Schmarrn, JMS, welch ein Schmarrn!! Wir hatten überhaupt kein finanzielles Polster, erst recht nicht für ein Jahr. Wir hatten einen Job, dazu mies bezahlt, aber wir sind immer noch hier!! Wir hatten auch keine private KV, erzähl doch den Leuten keinen Blödfug!! Mitterweile wohnen wir ein Jahr im eigenen Haus, leben gut und zufrieden, haben beide super Jobs und können uns nicht beschweren. Im Gegenteil!!
Mit 2 Jobs, denn beide wollen arbeiten, und Kindergeld kommt man über die Runden, man lebt auch recht gut damit, ausser man stellt ungewöhnlich hohe Ansprüche. Sobald man in Schweden ist, eine PN hat und bei der F-Kassan registriert ist bzw. auch ohne die Registierung kann man zum Arzt gehen, auch zum Zahnarzt, man muss es halt nur selber zahlen, bekommt alle Vergünstigungen, die alle mit PN bekommen.
Zudem heisst die Threaderöffnerin nicht Lisa, sondern Elisbeta. Sie wollen das Haus verkaufen und mit dem Rest, nach dem sie den Kredit getilgt haben, ein Haus in Schweden kaufen, dafür müssen sie sowieso in Schweden sein.

Du hast wirklich schon extrem viel Blödfug geschrieben, sorry wenn ich es so extrem ausdrücke, aber dies schafft wirklich einen neuen Höhepunkt.

JANA
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Re: Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

Beitragvon Synne » 14. Oktober 2011 12:00

hej

Jana, ich stimme dir zu...

Elisabet und ihre Familie haben außerdem nicht vor, "Hals über Kopf" etwas zu machen, das kann man aus ihren posts ja wohl herauslesen.
Ich habe den Eindruck, dass sie sehr umsichtig überlegen und sie brauchen sicher nicht solche dummen "Ratschläge".

Elisabet, was mir noch einfällt: wenn man in Ruhe vor Ort ein Haus suchen möchte, kann man für die erste Zeit in Schweden auch erst einmal eine stuga mieten, die sonst an Feriengäste vermietet werden. Viele vermieten auch gerne für mehrere Monate oder "året runt", oft zu günstigen Sonderkonditionen.

hälsning, Synne

jms

Re: Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

Beitragvon jms » 15. Oktober 2011 12:11

Hej ..na Ihr müßt das wissen

aber ohne Job und ohne PN und noch dazu mit Kind und Kegel ist das ein
Risiko . Wie Ihr so schön schreibt ... Zahnarzt muß man selber zahlen ..na klar
kostet ja auch nur ein Paar Öre ... und dann den Tip : dann nehmt eine Ferienstuga
die bekommt man für wenig Geld ( na ja die Woche so um 50 - 100 Euro evtl mehr ) je
nach Lage und Zeit ....

Tatsache ist ohne Sprache , ohne festen Job und ohne ausreiched finanzielle Mittel
geht das in die Hose .... ist nunmal ne Tatsache .... und wenn es dazu Südschweden
sein soll dann wird auch das eigene Haus richtig teuer ...

Vergleicht einfach bei Blocket die Immo-Preise für Häuser , Wohnungen in ganz Schweden
und wenn Ihr Euer Traumhaus nicht bar zahlen könnt und dazu noch einen Kredit braucht
dann kommt Ihr ganz schnell in den selben Teufelskreis wie in D ....

hier mal ein link zu Immobilen in ganz Schweden , damit Ihr ne Ahnung habt was das in welchen Landsteil kostet . Interessant ist dabei je weiter nördlich dessto günstiger ...

http://www.blocket.se/hela_sverige?q=&cg=3000&w=3&ca=2&l=0&md=th

nicht zu vergessen die Nebenkosten ... zwar immer noch billiger als in D aber das geht auch ins Geld .

Der Verdienst ist in S auch nicht höher , wer das behauptet lebt in einer Scheinwelt .


Will Euch Euren Traum nicht vermiesen nur Euch ein weinig nachdenklicher machen


erst gut Informieren , dann Kassensturz und die Absicherung überdenken ,
wichtig ist die Sprache ( ohne die geht fast nichts )

und viel Glück

:schwedentor2:

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Re: Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

Beitragvon Synne » 15. Oktober 2011 12:47

>>erst gut Informieren , dann Kassensturz und die Absicherung überdenken ,
wichtig ist die Sprache ( ohne die geht fast nichts )
<<


genau das haben sie ja vor,--oder kannst du nicht lesen?

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Re: Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

Beitragvon elisabeta » 15. Oktober 2011 12:56

Hallo Wiebke, Jana, Synne, Jörg-Michael und alle anderen, die mitlesen!

So, also jetzt weiß ich warum ich bis jetzt nicht in Foren aktiv war...
Wenn man meine Beiträge genau lesen würde, dann würden manche Antworten doch ein bisschen anders ausfallen.

Also für alle nochmals kurzgefasst:

Punkt 1) Sprache lernen: Das tun wir beide, sowohl mein Mann als auch ich. Ich bin extrem dahinter und wie ich schon geschrieben habe, lerne ich ehrlicherweise täglich 2 Stunden mindestens. Mein Mann ist z.B. dieses Wochenende extra 200 km weit zu einem Intensivsprachkurs gefahren. Also ich glaube, dass ich innerhalb eines Jahres doch recht ordentlich Schwedisch sprechen werde. Mein Mann hat übrigens auch als Kind mit seinen Eltern im Ausland gelebt und weiß, wie wichtig die Sprache ist. Auch ich habe schon 1 Jahr als Jugendliche im Ausland gelebt und innerhalb von 3 Monaten die Sprache akzentfrei und fasst fließend gelernt. Ich mache mir dahingehend nicht allzu große Sorgen.

Punkt 2) Wir wollen beide arbeiten, das ist ja auch einer der Gründe für den Umzug. Weil wie ich hier schon geschrieben habe, liegt es an der fehlenden Kinderbetreuung, dass ich nicht voll arbeiten kann. Das ist auch der Grund für den finanziell angespannten Alltag. Wir sind nämlich sonst extrem sparsam.

Punkt 3) Hauskauf. Wie ich ja schon schrieb, haben wir ca. 2 Mio Kronen nach Verkauf unseres Hauses hier zur Verfügung, womit ich laut Freunden in Stockholm und Uppsala doch etwas finden sollte, eher nicht in der Stadt sondern außerhalb. Dh. wir werden unter keinen Umständen wieder einen Kredit aufnehmen, sondern im Falle des Falles, unsere Ansprüche an ein Haus herunterschrauben müssen.
Natürlich ist uns klar, dass deutsche Makler nicht den besten Ruf haben - unsere schwedischen Freunde haben uns zugesichert, dass sie uns bei der Haussuche behilflich sein werden. Sie können uns ev. auch eine kurzfristige Zwischenlösung organisieren. Danke für den Tipp mit dem Ferienhaus.

Punkt 4) Arbeitssuche: Vor allem mein Mann hat in Schweden Arbeitskontakte, die ihm zumindest helfen können, herauszufinden, wo jemand gebraucht wird. Wir haben mit seinem potentiellen Chef in 2 Wochen in Schweden einen Termin. Wir haben uns auch erkundigt, mein Mann würde oben zumindest in diesem Job genauso viel verdienen bzw. so gar noch etwas mehr wie hier, bei besseren Arbeitsbedingungen. Die Frage ist eben nur, ob da in geraumer Zeit etwas frei wird. Das wäre halt unser Traumjob.

Punkt 5) Ich bin nicht wählerisch mit der Arbeit, ich habe 2 abgeschlossene Studien aber nur Erfahrungen im Lehrberuf, nicht in der Privatwirtschaft. Ich würde gerne in der Tourismusbranche Fuß fassen, ev. durch Deutsche, die dort tätig sind und deutschsprachige Mitarbeiter suchen. Aber natürlich kommen auch alle anderen Jobs in Frage, da ich wie unter Punkt 1 geschrieben, schon sehr motiviert an das Sprachenlernen herangehe.

Punkt 6) Gesundheitssystem: Klar, ist das nicht wie in D oder Ö. Es wird aber nicht so gravierend anders sein als hier, wo wir wohnen. Wir wohnen nämlich in einer sehr benachteiligten Region, mit aussterbender Infrastruktur und sehr schlechter Arztversorgung. Also nichts Neues für uns. Für uns wäre als zumindest ein Krankenhaus, dass im echten Akutfall vor Ort ist, schon eine wahnsinnige Verbesserung, auch wenn man dort in allen anderen Fällen einen Tag warten muss. Der Kinderarzt ist auch eine halbe Stunde entfernt, und auch da bin ich es gewöhnt, dass die Krankenschwester am Telefon eine Ferndiagnose stellt. Da muss das Kind schon bewusstlos sein quasi, für einen Akuttermin. Im Unterschied zu den österreichischen Krankenschwestern sind die schwedischen ja glaub ich sogar akademisch ausgebildet.
Wir sind übrigens auch hier schon zumindest was die Zähne betrifft, bei einem privaten Zahnarzt und zahlen das alles aus eigener Tasche. Wir möchten auch wenn wir in Schweden leben, bei Besuchen in Ö auch einen Abstecher zu unserem Zahnarzt machen. Meine Tochter braucht durch ihre Erkrankung nämlich eine Spezialisten auf diesem Gebiet.
Also auch da ändert es sich nicht.

Vielleicht kann mir ja jemand eine zuverlässige Information geben, wie viel eine private Krankenversicherung, die in Schweden abgeschlossen wird, kosten würde? Nur um einmal einen Eindruck zu gewinnen.

Interessant wäre es für uns zu wissen, wie gut ihr konkret die Sprache konntet, als ihr euch um den ersten Job beworben habt (den ihr dann auch gekriegt habt).
Oder auch wie ihr Kontakte zu Arbeitgebern geknüpft habt. Wie hoch sind die Nebenkosten, bei einem Durchschnittshaus? Es wird vorwiegend mit Öl geheizt, oder? Das kann ins Geld gehen, schätze ich mal. Außerdem ist die Heizsaison natürlich länger. Ebenso tanken ist doch deutlich teurer als hier. Welche Abgaben verlangen in etwa die Gemeinden (wird ws. nicht überall gleich sein)? Sind Versicherung für Haus/Auto ähnlich teuer wie hier? Ich wäre dankbar für solche Infos, um mir ausrechnen zu können, wie viel ich mindestens verdienen müsste, um gut über die Runden zu kommen.

Uns ist bei all den Überlegungen auch noch die Idee gekommen, dass mein Mann statt den Job hier ganz offiziell zu kündigen, wenn er eine Stelle in Schweden gefunden hat, doch vielleicht eine Berufskarenz in Anspruch nimmt, ich weiß nicht, ob ihr sowas in D auch habt. Aber somit könnte er im Notfall nach 1 Jahr seinen alten Job wieder zurückhaben.

So, ich würde mich wirklich über qualifizierte Kommentare freuen. Der Tipp mit Västeras z.B., den finde ich nicht schlecht. Auf jeden Fall eine Überlegung wert. Es ist immer gut zu wissen, ob man etwas vergessen hat zu bedenken und vielleicht hat ja jemand Tipps, um allzugroße Enttäuschungen zu vermeiden.

Vielen Dank an die Damen hier im Forum, die mir bis jetzt recht interessante Antworten geschickt haben!
Liebe Grüße, Elisabeta

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Re: Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

Beitragvon Synne » 15. Oktober 2011 13:26

hej

ich persönlich habe den Eindruck, dass ihr den Umzug gut plant und alles realistisch betrachtet. Lasst euch nicht von unqualifizierten Beiträgen aus dem Konzept bringen, geht euren Weg!

Was dieser user oben von den Ferienhäusern schreibt bezüglich des Mietpreises ist falsch. Wir haben selber schon monatelang in gemieteten Sommerhäusern gewohnt, zu einem vorher ausgehandelten guten Preis. Die meisten Besitzer sind nämlich sehr froh, wenn sie einen und denselben Mieter für längere Zeit im Haus haben. Und erst recht außerhalb der Sommersaison. (Ich rate euch: nicht im Juli/August umziehen!! da ist ganz Schweden in Urlaub,inkl. Handwerker und eine Hausmiete wäre zu teuer)
Bei Bedarf helfe ich euch gerne wenns um schwedische emails oder kleine Übersetzungen/Kontakte geht, ich bin zweisprachig aufgewachsen.
Wenn du zur Übung der Sprache einen email-Austausch in Erwägung ziehst, kannst du mir gerne eine PN schicken ;)

Lasst euch nichts mies machen!

mvh, Synne

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Re: Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

Beitragvon Imrhien » 15. Oktober 2011 18:04

Hallo Elisabeta,

nicht aufregen :) :smt064 Alles ganz lagom :)
Ich verstehe, dass Dich das nervt, aber so ist das eben in fast alle Foren. Beachte die nicht, die Dich stören. Zu Jana kann ich nur sagen (und hatte ich ja schon), dass sie eigentlich immer super schreibt. Sie hat realistisch geschrieben, was hier so Sache ist. Dass es etwas negativer klang als sonst, tut Ihr ja auch leid. Jeder hat mal schlechte Tage :) Kann mir auch passieren, und ist es auch schon. Da hat mich dann Jana umgekehrt zurückgepfiffen. So machen wir das hier :)
Und manche muss man einfach nicht ernst nehmen. Wie im echten Leben auch.
Zu Euren Plänen: Wie Synne schon schreibt, das klingt doch alles sehr überlegt.
Ehrlich: Ich war nicht so gut vorbereitet... Dabei haben wir uns auch ein Jahr Zeit gelassen, bzw. es wurde halt ein Jahr von dem ersten Bewerbungsgespräch, bis wir dann da waren. Bei der gleichen Firma. Mein Mann hatte sich damals nur dort beworben und das klappte, auch wenn es dauerte. Lag aber daran, dass wir uns gegenseitig beschnuppern wollten und das ja mit den Reisen einfach nicht so spontan geht. Wir konnten damals schwedisch, aber nicht wirklich ernstzunehmend. Damals dachten wir gross wieviel wir könnten. Bis wir im Lande waren... Tourismusschwedisch, sag ich immer. Jag skulle villja ha en kanelbulle, tack. :) Es reichte für den Anfang. Dann haben wir recht intensiv hier gelernt. In SFI Kursen und weiter. Auf der Arbeit lief es zu Anfang meist auf Englisch, für meinen Mann. Bis er etwas mehr konnte, seitdem nur noch schwedisch, ausser bei Terminen mit Kunden. Da ist dann wieder Englisch angesagt, oder gar Deutsch.
Für mich war es wegen der Sprache schwerer. Daher konnte ich nicht in meinen Beruf rein. Ich hab mich so durchgeschlagen, bei verschiedenen Stellen. Angefangen hab ich aber als Lehrerin für Deutsch, an der VHS und beim Muttersprachenunterricht. Und nun hab ich drei Arbeitgeber und bin recht zufrieden. Mal sehen was mein Chef nächste Woche sagt... da haben wir utvecklingssamtal, also Entwicklungsgespräch.
Ich denke, dass Ihr gute Chancen habt. Wobei, ich hab immer noch nicht raus, was Ihr eigentlich macht. Ob es daran liegt, dass ich unordentlich gelesen habe, oder ob Du noch nicht die Berufe genannt hast, weiss ich nicht...
Wär aber schön, wenn Du erhalten bleibst im Forum und ab und an berichstest wie es läuft. Und der ein oder andere hilfreiche Tipp wird sich sicher auch finden hier.

Liebe Grüsse
Wiebke

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Re: Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

Beitragvon Älven » 15. Oktober 2011 19:18

Hej Elisbeta :smt006
Ich kann mich nur Jana und Imrhien anschliesen. Last euch nicht verrückt machen und geht euren Weg.
Wir sind ebenfalls über 4 Jahre hier und glücklich und zufrieden. Unsere Lage ist natürlich etwas anders als die von den anderen beiden, da wir am Arsch der Welt leben.
Für 2 Millionen könnte ich hier wohl unser ganzes Dorf kaufen.
Die einzigste Sicherheit die wir hatten, war die Frührente meines Partners und gaaaanz geringe schwedisch Kenntnissen. Unser Haus konnten wir natürlich bar bezahlen :-) ist aber keine grosse Kunst hier oben, da es genauso teuer ist wie eine gute Garage in Deutschland. Geld ausgeben ist hier natürlich auch schwerer, daher braucht man auch wesentlich weniger, denn ich wüsste nicht wo ich es ausgeben soll.
Naja und dann bin ich seit 100 Jahren in der Pflege tätig und Schwestern werden hier immer gebraucht. Nur das mit der Festanstellung ist auch hier oben nicht so einfach, aber auch das habe ich nach knapp 2,5 Jahren hinbekommen. Und noch etwas ist falsch an den Aussagen von JMS, ich verdiene hier als Schwester mehr als in Deutschland.
Leider nützt Dir mein Beitrag nicht so sonderlich viel, da ich genau da wohne wo Ihr nicht hin wollt :-)
Ich möchte euch eigentlich nur Mut machen.
Kämpft für euren Traum, dann wird es euch auch gelingen.

Liebe Grüsse
Älven
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Re: Neuanfang in Schweden mit Kind u Kegel?

Beitragvon GF.Skaraborg » 15. Oktober 2011 19:25

Hej Elisabeta

Wenn ich sehe wie ihr an die Sache herangeht und mit vielen anderen Anfragen zum gleichen Thema in den versch. Foren vergleiche muss ich euch ein Kompliment machen, ihr seid richtig davor.

Bisschen was zu euren Fragen:

Häuser im Grossraum Stockholm und Uppsala gibts es in der von euch gewuenschten Preislage genuegend und so wie der Markt in Schweden zur Zeit aussieht duerfte das Angebot sogar noch zunehmen.

Mit der Sprache duerftet ihr bei einer 1jährigen Vorbereitung schon sehr weit kommen, zumindestens dass ihr auf dem Arbeitsmarkt Fuss fassen könnt. Bei den Kindern werdet ihr nach einigen Monaten nur noch neidisch sein, wie schnell diese akzentfrei schwedisch sprechen.

Die Kinderbetreuung ist zwar nicht gratis, aber in den meisten Kommunen sehr gut ausgebaut. Genaues dazu duerften dir Mitglieder sagen können, die in den angesprochenen Kommunen wohnen.

Du schreibst nicht exakt deinen/euren Beruf, aber wenn es sich um Lehrtätigkeit handelt, wuerde ich mich im Vorfeld schon bemuehen, eine Anerkennung deiner Abschluesse in Ö fuer Schweden abzuklären. Es duerfte deine Jobmöglichkeiten doch sehr erweitern.

Gesundheitssystem, ein leidiges Thema und ein kontroversielles. Hier kommt es in Schweden wirklich darauf an wo man wohnt und bei welcher VC man angeschlossen ist.
Du fragst nach dem Preis einer privaten Krankenversicherung. Mittlerweilen gibt es auch die Möglichkeit, sich als Individium privat zu versichern, der Preis hängt vom Alter und welche Leistungen man möchte, ab. Als Beispiel, ein 20jähr. bezahlt fuer eine Basisversorgung von ca1000kr aufwärts bis 7000kr jährlich.
Ein 65jähriger bezahlt dafuer von ca. 7000 bis 19000kr jährlich.
Dazu muss man aber sagen, du bezahlst weiterhin ueber die Steuer die staatliche Krankenversicherung. Du verschaffst dir durch die private KV eine Eintrittskarte zum privaten Vårdsektor der neben der staatlichen Versorgung existiert. Man kann also sagen, dass du fuer eine Sache 2x bezahlst, einmal als Steuerzahler und dann als Versicherungsnehmer. Man kann also das Modell staatl/private Krankenversicherung in Schweden nicht mit den Modellen in Ö und DE vergleichen.
Hat man das Glueck an eine "gute" Vårdcentrale zu geraten, duerfte die Krankenversorgung bestimmt nicht hinter der in Ö oder DE nachstehen. Das Problem liegt wohl oftmal an den Wartezeiten zu den Spezialistärzten und zu Eingriffen die stationär gemacht werden muessen. Da ist es zwischen den verschiedenen Läns sehr unterschiedlich. Die Qualität der Ärzte und Schwestern ist nach meinem dafuerhalten sicher genauso gut wie in DE oder Ö. Auch wenn hier relativ oft von den Medien Fehler öffentlich gemacht werden, dass liegt aber nicht daran dass das Personal schlechter wäre sondern am Öffentlichkeitsprinzip hier in Schweden.

dass erstmal so als kurze Antwort auf deine Fragen. Und lasst euch von "Unken" nicht verrueckt machen...


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