Negative schufa

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gädda
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Re: Negative schufa

Beitragvon gädda » 30. Oktober 2008 10:01

Hej,
wenn ich hier einige Komentare lese wird mir speiübel,wie hier über jemanden geurteilt wird den keiner kennt!
Es ist ja nunmal nicht kriminell eine Insolvenz zu haben und jeder kann ganz schnell in eine solche Lage geraten! Was ist daran zum Beispiel so verwerflich wenn jemand sich selbständig gemacht hat,sich den Ar......
aufgerissen hat mit 16Stunden arbeit am Tag,das 7Tage die Woche und dann einfach nach 3 Jahren das Pech hatte eine Baustelle vors Geschäft zu bekommen,die über 6 Monate davor bleibt und seine Kunden wegbleiben?
So geschehen bei meiner Schwester!!!!
Desweiter bedeutet eine Insolvenz nicht den Verlust sämtlicher Grundrechte als Bürger unseres Staates,die Wahl des Arbeitsplatzes steht einem frei,egal wo!
Die Auflage von Seiten des Insolvenzverwalters sehen lediglich so aus ,das man sich um eine angemessene Beschäftigung bemühen muss und angehalten wird möglichst viel zu verdienen,in welchem Land ist völlig egal!
Meine Schwester arbeitet in der Schweiz und hatte überhaupt keine Schwierigkeiten das sie das darf und erst recht wurde Ihr nicht vorgeworfen,sie wolle sich aus dem Staub machen!!!!
Mir persönlich sind Leute die eine Insolvenz haben lieber als die vielen anderen ,die Schulden haben und sich nicht dazu bekennen und lieber Hartz4 beziehen und somit nie Ihre Schulden begleichen werden!
Es ist bestimmt nicht angenehm sich öffentlich dazu zu bekennen,das man Schulden hat,gerade wenn man hier liest,wie die Meinung vieler Leute ist!
Ich wünsche den Leuten mit solch einer Einstellung alles gute in Ihrer rosaroten Welt,meine Hochachtung gilt allen Leuten die sich Ihren Problemen gestellt haben und versuchen sich was neues Auf zu bauen!!!
Wenn es einen Glauben gibt,der Berge versetzen kann,so ist es der Glaube,an die eigene Kraft!

hansbaer

Re: Negative schufa

Beitragvon hansbaer » 30. Oktober 2008 10:07

Hallo Gädda,

du hast schon recht. Vielleicht sind wir alle etwas von Peter Zwegats Fernsehsendung beeinflusst - denn die Leute, die dort werden, sind zumeist einfach nur notorisch unvernünftig.

In dem konkreten Fall muss man aber sagen, dass die Ablehnung nicht ganz unberechtigt ist. Banana hat ja recht konkret danach gefragt, ob Schufa-Einträge in Schweden einen daran hindern, Kredite für ein Haus oder ein Auto aufzunehmen. Und dass das nicht gegen die Auflagen der Privatinsolvenz verstoßen soll, ist wirklich schwer vorstellbar.

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Re: Negative schufa

Beitragvon Aelve » 30. Oktober 2008 10:19

Hallo Gädda,

ich gebe Dir vollkommen Recht, dass heutzutage jeder Mensch in die Lage kommen kann, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Wenn man dann Insolvenz anmelden muß, dann ist das schlimm genug. Auch mir haben Handwerker schon so einiges berichtet, von Auftraggebern die nachher keine müde Mark oder Euro bezahlt haben, nachdem die Arbeit ordnungsgemäß beendet war. Es gibt zuviele schwarze Schafe, die z.B. kleine Handwerksbetriebe in den Ruin treiben können und es wäre traurig, wenn man als kleine Firma sich einen Rechtsanwalt halten muß, der sämtliche Verträge prüft, ob da Fallstricke vorhanden sind.

Allerdings finde ich, dass die Anfragende sehr wenig geschrieben hat über die Hintergründe eines evtl. geplanten Umzugs oder Auswanderung, so dass Spekulationen somit Tür und Tor geöffnet waren.
Dann ist es besser, sich etwas mehr zu öffnen, als nur zu schreiben, wie es aussieht bei einer Schufa Eintragung. Man kann nur Tipps erteilen, wenn man etwas mehr eingeweiht ist in die Problematik. Es wäre daher sinnvoll, etwas genauer zu fragen, denn ich kann mir denken, dass eine Auswanderung möglich wäre. Ein guter Ansprechpartner ist sicherlich auch der Insolvenzbetreuer, dieser wird sicherlich sagen können, ob es rechtliche Bedenken gibt.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
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Re: Negative schufa

Beitragvon liana2006 » 30. Oktober 2008 11:37

ich denke es ist auch ein unterschied ob privatinsolvenz oder geschäftlich...auf jeden fall hat man in diesem falle aber versäumt rechtzeitig die notbremse zu ziehen!
und wie wir hier schon gelesen haben hat sich die frage für den freund doch sehr merkwürdig angehört in meinen augen (ich meine wenn auch schon gleich wieder nach haus etc gefragt wird).
desweiteren sollte eine person die sich in der insolvenz befindet greifbar sein im sinne der gläubiger...und es ist nunmal schwerer ihn zu überwachen wenn er sich im ausland befindet !
ich möcht mich entschuldigen falls ich vorher jemandem unrecht getan habe, aber ich glaubs ja ned ! :smt019
er soll sich einfach in deutschland nen besseren job suchen, umziehen und die zeit der insolvenz abwarten - fertig aus!
hier in bayern zb hat mein mann vor ein paar jahren mal als lagerarbeiter 1000,- euro netto verdient und nebenjobs an zb ner tankstelle gibts auch...außerdem hat er ja nen job, was will er denn in schweden? seine tante besuchen ? komm hör auf....

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Re: Negative schufa

Beitragvon Gottfried » 30. Oktober 2008 11:37

Hej Gädda :smt064 !
banana27 hat geschrieben:Hej leute,

wer von euch kann mir sagen was mann beachten muss wenn man negativ in der schufa steht und in der insolvens ist.

:danke:

schau bis dann

christine


Ich verstehe ja Deine ganze Aufregung und Du hast ja auch Recht!
Aber das posting läd ja wohl auch ein zu polarisieren.
Und genau das haben die Beteiligten auch getan.............
Also, meine Bitte: den Ball flach halten und nicht weiter spielen. :smt075
Wir wollen doch nett bleiben, oder? :schwedentor2:

:smt006 :smt006 :smt006


Gottfried

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Re: Negative schufa

Beitragvon liana2006 » 30. Oktober 2008 11:41

aber mir is noch was eingefallen: er soll im elsass insolvenz machen, dauert nur neun monate ! ist unter umständen möglich.... :sagnix:

Schufa

Re: Negative schufa

Beitragvon Schufa » 30. Oktober 2008 11:43

banana27 hat geschrieben:
er hatt familie drüben onkel ,tanten usw...... und er wollte auch nur mal fragen wie das in sweden dann so aus sieht.


Und warum fragt er die nicht?

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Re: Negative schufa

Beitragvon gädda » 30. Oktober 2008 12:38

hej,
natürlich sollte man nicht ins Ausland gehen um neue Schulden an zu häufen,dieses ist ja wohl auch nicht im eigenen Interesse!
Aber vieleicht stellt sich ja mal die Frage ob es nicht möglich wäre, das man im Ausland einen besseren Job bekommt oder einfach nur besser verdient? Je mehr man verdient umso mehr hat man selbst ja auch zum leben!
Es ist ja nun mal nicht so,das man egal wieviel man verdient nur einen bestimmten Pfändungsfreibetrag behalten darf,es ist ja so gedacht das man möglichst viel Geld verdienen soll,um möglichst viele Gläubiger befriedigen zu können.
Desweiteren kann mann mit seinem Geld(was einem über bleibt) machen was man möchte! Aber in Deutschland wird einem das Leben ja nun nicht gerade einfach gemacht mit einer Insolvenz!

Gehen wir mal davon aus das man ledig ohne Kinder ist,da liegt der Selbstbehalt bei ca 990,-€!
Ein ungelernter Arbeiter verdient ca das Selbe!!
Bei beiden geht die Waschmaschine kaputt und nun????
Der Arbeiter bei gleichem Gehalt bestellt oder kauft sich eine neue Maschine auf Raten ohne Problem,
der Insolvent kann das nicht,da er keine Chance auf Ratenzahlung hat,den er ist ja der Böse!!!!!
Er hat aber das gleiche Kapital wie der Arbeiter worüber er frei verfügen kann.............
Sollte er also die Chance haben das er so banale Alltägliche Dinge im Ausland tätige dürfte ohne immer abgewiesen zu werden,wäre es für Ihn ja menschlich lebenswerter diesen Weg zu gehen!
Wie gesagt immer unter dem Vorbehalt das man auch wirklich keine neuen Schulden macht ohne zu wissen wie man sie bezahlen kann!!!!!
Auch ist es ein irrglaube das man im Ausland schlechter kontrolliert werden kann,man muß genauso wie in Deutschland jeden Monat sein Gehalt schriftlich nachweisen,sonst wird das Verfahren eingestellt und man hat wieder alles an der Backe!!!!
@liana2006 ich hoffe für Dich und Deine Familie das es euch nie passiert aber bitte spar Dir Deinen Sarkasmus!!
Wenn es einen Glauben gibt,der Berge versetzen kann,so ist es der Glaube,an die eigene Kraft!

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Re: Negative schufa

Beitragvon Krümel7 » 30. Oktober 2008 12:47

Hej, also meines Erachtens nach sollte hier der Insolvenzverwalter der erste Ansprechpartner sein. Wenn jemand, der sich in einem lfd. Insovf. oder in der sog. Wohlverhaltensphase befindet, im Ausland einen besser bezahlten Job bekommen kann, mit dem der Insoverwalter somit mehr zur Verteilung an die Gläubiger erhält, dürfte dem meines Erachtens nach nichts im Wege stehen.
Ich kann jedoch nicht verstehen, wie man auf die Idee kommen kann, im lfd. Insoverf. irgendwo, egal ob in D oder im Ausland neue Schulden aufzunehmen! In der derzeitigen weltwirtschaftlichen Situation und dem schwierigen Arbeitsmarkt würde ich dringend die Finger davon lassen.
Übrigens der Tipp mit dem Nettoverdienst von 1.000 € ist ja ganz nett, aber von einem Nettolohn von 1.000 € muss nur ein geringer Betrag ( als Alleinstehender ohne Unterhaltsverpflichtung) an den Insolv.verwalter gezahlt werden- ab 990,- € muss man erst zahlen. Der Rest ist pfändungsfrei, damit derjenige die zum Leben notwendigen Kosten alleine tragen kann. Das finde ich auch gut so.
Das hier jemand versucht, Berlin zu verlassen kann ich gut verstehen. Der Arbeitsmarkt ist sehr schwierig, die Armut sehr hoch. Laut aktuellem Bericht der Bundesregierung und auch aus eigenem Gefühl-ich lebe in Berlin- ,ist Berlin die ärmste Stadt in D, mit vielen armen Menschen und vor allem armen Kindern!!!
Schon seit einigen Jahren schließen in dem Stadbezirk wo ich wohne die guten Geschäfte, es gibt fast nur noch Billigläden, aufzuzählen brauch ich keine, man kennt sie. Einen Laden am Anderen! Es ist schon erschreckend.
Vielleicht sollte dein Freund es mal mit einem Montagejob versuchen, solange er Schulden abzutragen hat, da könnten die Verdienstchancen etwas besser sein.
Ich hatte in meinem Berufsleben schon mit vielen Menschen zu tun, die verschuldet sind. Es zieht sich durch alle Schichten hindurch! Ich habe echt Achtung vor Menschen, die sich dem stellen und versuchen die Angelegenheit zu regeln und nicht den Kopf in den Sand stecken. Zum Glück gibt es die Möglichkeit des Insolvenzverfahrens! Aber einen neuen Kredit sollte man keinesfalls in Erwägung ziehen, solnage die anderen Probleme nicht geklärt sind!
Krümel

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Re: Negative schufa

Beitragvon blueII » 30. Oktober 2008 13:08

gädda hat geschrieben:natürlich sollte man nicht ins Ausland gehen um neue Schulden an zu häufen,dieses ist ja wohl auch nicht im eigenen Interesse!


Bei allem Respekt Deines eigenen/oder schwesterlichen Schicksals.

Aber !!! hier wurde nur danach gefragt, was Du selber verteufelst, nämlich weitere Schulden anzuhäufen!!

Ein Haus will gekauft werden und "andere" Sachen angeschafft werden...so die eigene Aussage...und dafür will man einen Kredit aufnehmen in Schweden, dass alles vor dem Hintergrund einer Insolvenz und einer negativ Schufa.
Ich glaube Gädde, dass Du da für jemanden in die Bresche springst, der sich nicht annähernd so verhält, wie Deine Schwester, also würde ich mich an Deiner Stelle weniger angagieren.

In Schweden wird man in keinem Beruf Großverdiener, die Gehälter sind hier niedriger.

Und dann will jemand glaubhaft machen, er will seinen Schuldenberg in Deutschland mit einem geringen Gehalt aus Schweden tilgen aber noch zusätzlich ein Haus in Schweden finanzieren????
Klingt sehr ungläubigwürdig.
Und woher soll dass unvermeidlich notwendige Startkapital kommen, um so einen Neustart zu finanzieren.?
Gädde, betrachte es mal nicht aus Deiner schicksalhaften Perspektive Deiner Familiengeschichte sondern nur das was hier geschrieben worden ist und versuche Dir erneut eine Meinung zu bilden.
Der Schachzug Deiner Schwester war denke ich gut durchdacht. Die Gehälter in der Schweiz sind um einiges höher als in D und viel höher als in Schweden! So hat sie sich eine gute Grundlage geschafft, ihr Schicksal zu meistern. Aber sie hat sich bestimmt nicht ein Haus und "andere" Sachen in der Schweiz gekauft, oder??

Das auf einen Schlag monatlich soviel übrigbleibt ,dass die Forderungen aus der Insolvenz zuzüglich die Raten einen weiteren Kredits gezahlt werden können, ist doch sehr sehr unglaubwürdig und eine Milchmädchenrechnung!!!!!!

Nun, aber wir sollten Jana´s Rat befolgen und uns weitere Kommentare verkneifen.
Ich für meinen Teil wäre froh, auch weitere Fragen diesbezüglich nicht mehr lesen zu müssen.

Sollte ein ernsthaftes Interesse bestehen diese bestehenden Misere ehrlich zu bereinigen, empfehle ich sich doch an Fachleute zu wenden (Schuldnerberatung/Insolvenzberater) und sich nicht in einem Forum Rat zu holen, indem man weniger Erfahrung mit solch spezifischen Themen hat.
Aus meiner Sicht leidet die Glaubwürdigkeit daran, dass ein wirklicher Wille besteht.

In diesem Sinne
Heike


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