Nach Stockholm auswandern

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Nach Stockholm auswandern

Beitragvon _marc90_ » 18. Februar 2009 00:43

Hallo liebe Forumsmitglieder ,

Zuerst einmal zu meiner Person ich bin 19 Jahre alt beende in einem Jahr meine ausbildung zum Mechatroniker.

Seit zwei Urlauben in Stockholm und Umgebung kann ich an einfach nichts anders mehr denken als dort zu leben !! Schreibt mir doch einfach ein paar Informationenn jeglichder Art über Stockholm,,,,, z.B. Arbeiten; freunde finden , Leute, Stadt ??


Danke im vorraus

Mfg Marc

hansbaer

Re: Nach Stockholm auswandern

Beitragvon hansbaer » 18. Februar 2009 08:13

Hallo,

das ist aber jetzt etwas sehr allgemein. Vielleicht mal für den Start das hier:

http://delengkal.de/auswandererguide/

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tjejen
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Re: Nach Stockholm auswandern

Beitragvon tjejen » 18. Februar 2009 09:45

Ich stimme Hansbaer zu, die Frage ist seeehr allgemein und die meisten hier könnten wohl Romane schreiben... mindestens. Zumal es keine allgemein gültige Antwort gibt, da jeder hier andere Erfahrungen gemacht hat.

Alternativ zu Hansbaer's Auswanderguide kannst du dich auch einfach hier durchs Forum klicken oder deine Begriffe in die Suche eingeben. Da wirst du viel Stimmung auffangen können und es werden bestimmt konkrete Fragen auftauchen.

Viel Spass.
Gnäll suger, handling duger.

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Re: Nach Stockholm auswandern

Beitragvon sverige_aelg » 18. Februar 2009 09:59

Hej Marc,

ob die Idee gut ist, wird sich noch erweisen.
Bin selbst gelernter Maschinenschlosser, dann Aufzugmonteur und habe letztes Jahr meinen staatl. gepr. Mechatroniktechniker gemacht und seit Januar eine erfolgreiche (meine ich zumindest) Anstellung in Stockholm gefunden.
Der Tipp von Hansbaer ist sehr gut und diese Seiten solltest Du ausgiebig studieren.
Als nächsten Schritt empfehle ich Dir einen 2-3 wöchigen Urlaub in der Stadt deiner Wahl (wenn es denn wirklich Stockholm werden soll, dann eben hier), in dem du dich mit der eigentlichen Stadt vertraut machst.
Sprich: Nicht die Touristenziele ansteuerst, sondern dir irgendwo im Raum(!) Stockholm (Stockholms Län) eine Bleibe suchst und versuchst, dich in ein Leben hier hineinzuversetzen und dir bei jedem Schritt auch die Frage stellst, willst du das alles wirklich? Wenn du es nicht jetzt machst, wird es dich später (nachdem du den Schritt, hierher zu ziehen, getan hast) von ganz allein einholen.
Die Zeit kannst Du auch prima nutzen, dich über evtl. Arbeitgeber schlau zu machen.
Leider sehe ich noch einen kleinen Malus, der betrifft Deine Berufserfahrung. Da Du am Anfang mit der Sprache zu kämpfen haben wirst (es sei denn, Du sprichst schon fliessend schwedisch), ist es ein grosser Vorteil, den Arbeitsbereich schon gut zu kennen und noch besser, man hat damit auch schon einige Erfahrung. So kann man sich gerade in der ersten Zeit besser verständigen, einfach weil man i.G. schon weiss, um was es geht und kann sich besser auf die Sprache konzentrieren. Kommt dazu noch ein unbekanntes Arbeitsfeld, wird es deutlich schwerer, sich einzuarbeiten. Leistung wird auch hier verlangt und gerade, als neu Angestellter, zumal aus Deutschland, wird man sicher erst einmal argwöhnisch beäugt und auch dem einen oder anderen Test ausgesetzt sein.
Alo, berichte doch etwas mehr über Deinen Hintergrund, dann wird Dir hier im Forum auch mit vielen Informationen weitergeholfen werden.
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Re: Nach Stockholm auswandern

Beitragvon _marc90_ » 18. Februar 2009 14:54

Hallo,

Zuerst einmal danke an alle die mir bereits jetzt ein bisschen Auskunft gegeben haben , den tipp mit dem auswanderungsguide finde ich spitze und werde da mal nachschauen. Zu meinen Motiven, naja wie soll man das sagen da meine Freundin eine Schwedinn ist und ich auch mit dieser in Stockholm war denke ich schon das ich nicht nur als Tourist anwesend war ( Familienbesuche und etc.). Nach denn Urlauben war für uns beide klar das wir unsere Zukunft in ihrem Geburtsland sehen.


Und nun hab ich noch ein paar fragen zu sverige_aelg

Dass ich ohne jegliche Berufserfahrung eine Stelle in Schweden suche und das nur mit den grundkenntnissen in schwedisch wie es bei mir der Fall ist, ist schon sehr schwer dessen bin ich mir durchaus bewusst. Glaubst du man hat trotzdem chancen auf eine Anstellung zumal ich im moment intensiv am Schwedisch lernen bin ?.

Sind Mechatroniker bzw Maschinenschlosser oder Elektriker überhaupt gesucht ?
An der Ausbildung die mir vermittelt wurde und dann meinem Geselenbrief und dem Schulischen Abschlusszeugniss sollte es jedoch nicht scheitern da diese alle sehr gut werden ( 1er Schüler ) zumindest bis jetzt ;)

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Re: Nach Stockholm auswandern

Beitragvon sverige_aelg » 18. Februar 2009 21:34

_marc90_ hat geschrieben:Und nun hab ich noch ein paar fragen zu sverige_aelg

Dass ich ohne jegliche Berufserfahrung eine Stelle in Schweden suche und das nur mit den grundkenntnissen in schwedisch wie es bei mir der Fall ist, ist schon sehr schwer dessen bin ich mir durchaus bewusst. Glaubst du man hat trotzdem chancen auf eine Anstellung zumal ich im moment intensiv am Schwedisch lernen bin ?.

Sind Mechatroniker bzw Maschinenschlosser oder Elektriker überhaupt gesucht ?
An der Ausbildung die mir vermittelt wurde und dann meinem Geselenbrief und dem Schulischen Abschlusszeugniss sollte es jedoch nicht scheitern da diese alle sehr gut werden ( 1er Schüler ) zumindest bis jetzt ;)


Hej Marc,

sicher ist ein gutes Zeugnis nicht verkehrt. Esa unterstützt Deine Suche nach Arbeit. Aber - die Schweden (das wirst Du ja vielleicht aus eigener Erfahrung bestätigen :wink: ) sind manchmal komische Leute. Wo bei uns vor allem ein gutes Zeugnis zählt (also mal eher die sachliche Ebene), ist es bei den Schweden mehr der persönliche Hintergrund. Hier zählen vor allem 3 Sachen: Referenzen, Referenzen und - Referenzen.
Diese Erfahrungen habe ich auch machen müssen. Allerdings kam noch erheblich hinzu, das sich die Lage am Markt dramatisch verschlechterte. Etliche Firmen, im Sommer noch sehr interessiert, machten im Herbst plötzlich einen Rückzieher, da sie teilweise sogar selbst Personal entlassen mussten.
Lass Dir Deine Zeugnisse, soweit vorhanden, auf Schwedisch übersetzen (wenn sie nicht auch in Englisch schon vorliegen, mein Technikerzeugnis hatte ich auch auf Englisch, das geht auch gut) und idealerweise noch beglaubigen. Ich hatte das große Glück, dass mein Schwedisch-Lehrer an der VHS (gebürtiger Schwede) mit einer Frau liiert war, die an der schwedischen Botschaft als (amtlich bestellte) Übersetzerin arbeitet. Vielleicht hast Du da ähnliche Möglichkeiten. Auf jeden Fall sollte die Übersetzung ins Schwedische ein Muttersprachler machen, sonst läufst Du ins offene Messer.
Ich denke für Dich wäre es gut, wenn Du Dir eine nicht zu kleine Elektrikerfirma suchst (so 10 Angestellte sollten es schon sein), bei der Du:
a) dich persönlich beim Chef vorstellen kannst (unbedingt auf schwedisch, auch wenn es schwer ist, du sammelst damit einige wichtige Pluspunkte)
b) erste Erfahrungen im schwedischen Arbeitssystem sammeln kannst
c) als Ziel innerhalb eines Jahres versuchen solltest, im Abendkurs die 'allmen behörighet' für Arbeiten im El-Bereich zu erwerben. Das sollte in Stockholm kein Problem sein.
Du darfst ohne allmen oder speciell behörighet nur eingeschränkt arbeiten und bist natürlich für den potentiellen AG nicht so interessant.
Sollte die Elektrik-Schiene nicht funktionieren, kannst Du ja auch erstmal bei verschieden 'Mekanik-Verkstad' Dein Glück probieren. Denke aber,a.G. der Pflicht, im El-Bereich die 'behörighet' zu haben, solltest Du dich darauf konzentrieren.
So hast Du eine gute Grundlage für Dein zukünftiges berufliches Leben.
Solltest Du damit nicht soviel Erfolg haben, halte Dich (am besten parallel zu anderen Bewerbungen) an Zeitarbeitsfirmen, die hier noch etliche Annoncen im handwerklichen Bereich laufen haben. Gerade über Zeitarbeitsfirmen (die hier gleichzeitig auch in die Personalplanung vieler Unternehmen integriert sind, d.h. etliche ZA-Firmen führen für Unternehmen auch Stellenausschreibungen und Personalsuche durch) hast Du gute Chancen, Erfahrungen zu sammeln und die Sprache zu verbessern.
Wie gesagt, wichtig ist, erstmal überhaupt in den schwedischen Arbeitsmarkt vorzudringen, um Referenzen zu bekommen. Gern telefonieren auch die Chefs untereinander und befragen sich über (potenzielle) Mitarbeiter. Das ist in Schweden eben so, daher ist die erste Anstellung auch die schwerste. Vielleicht kannst Du auch in Deutschland bei einer ZA-Firma anfangen, die in Schweden ebenfalls gut aufgestellt ist. Dann sollte ein Wechsel deutlich leichter von statten gehen. Das kann man ja ganz gezielt einige Monate vor dem geplanten Auswanderungstermin einfädeln. Als Firmen würden mir da v.a. Manpower an 1.Stelle und mit einigem Abstand Adecco einfallen. Bspw. ist es oft so, das über die Sommermonate gezielt Personal eingestellt wird von ZA-Firmen, die die Urlaubszeit überbrücken helfen. Das wäre ein Termin, der durchaus in die Planung einfliessen sollte (spätestens ab Mitte Juni bis etwa Mitte September ist die Ferienzeit)

So vorerst habe ich genug geschrieben. Du bist aber jederzeit mit Fragen willkommen.
Lycka till och Hejdå.
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Re: Nach Stockholm auswandern

Beitragvon sverige_aelg » 19. Februar 2009 06:47

Einen Tipp habe ich noch:
Je nachdem, wie fit Du Dich schon selbst als Mechatroniker einschätzt (wo hast Du die Ausbildung eigentlich gemacht?), kannst Du Dir überlegen, ob Du Dich in der Aufzugsbranche bewirbst. Schweden ist hier um Lichtjahre hinter Europa und vor allem Deutschland zurück, was die Sicherheitsstandards und die Umsetzung der entsprechenden EN-Normen in schwedisches Recht und in die Praxis betrifft. Bis 2012 will man aber aufholen und es gibt dementsprechend viel zu tun, gerade hier in Stockholm. D.h. die Aufzugsbranche entwickelt sich im Moment diametral zum Rest des Marktes. Bewerben kannst Du Dich eigentlich bei allen Unternehmen, die hier in Stockholm und Umgebung ansässig sind. Einfach mal bei http://www.eniro.se das Stichwort Hiss eingeben und bei Var? Stockholm, dann solltest Du alles finden, was so am Markt ist.
Kone ist der grösste Player am Markt: http://www.kone.se.
Aufzüge sind für einen Mechatroniker eigentlich das ideale Arbeitsfeld, da hier alles benötigt wird, was man als Mechatroniker mal gelernt hat (Elektrik, Elektronik, Statik, Mechanik...). Wenn Du Dich da erstmal eingearbeitet hast, hast Du eigentlich auch einen relativ sicheren Job. Aufzüge werden auch in schlechten Zeiten gebraucht.
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Re: Nach Stockholm auswandern

Beitragvon _marc90_ » 19. Februar 2009 17:47

Erstmal ein herzliches dankeschön für die schnelle antwort !.

Habe meine Ausbildung bei der Firma Braun (Rasierer) gemacht.

Selbstverständlich könnte ich mir auch einen wechsel in die Aufzugsbranche vorstellen jedoch denke ich das ich ohne die vorhandene Erfahrung darin, kein neues Know How aus Deutschland vermitteln kann was sicher von Vorteil wäre wenn die Schweden da so hinterher hinken;).

Naja werde auf jedenfall die Chance wahrnehmen und mich auch bei solchen Unternehmen zu Bewerben. zu denn Zeugnissen und etc. ist alles schon in Englisch vorhanden also sollte auch nicht das Problem sein. Werde sie trotzdem demnächst auf Schwedisch übersetzen lassen.

Grüße an alle


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