Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder davon

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Re: Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder da

Beitragvon Auswanderer » 15. September 2015 20:33

Petergillarsverige hat geschrieben:Sieben Jahre lang sei sie „verkauft und gekauft“ worden.


Ist illegal, auch dort, wo Prostitution legal ist.

Petergillarsverige hat geschrieben:Vielmehr sei sie ausgebeutet worden – sowohl von Zuhältern wie von Freiern.


Ist illegal, auch dort, wor Prostitution legal ist.

Es gibt Zwangsarbeiter. Ist die Lösung, Arbeit zu verbieten?

Petergillarsverige hat geschrieben: Amnesty International spricht von "freiwilliger Prostitution", das mag es geben, ist aber ein sehr geringer Anteil.


Egal wie hoch der Anteil ist, sollte es diesen Menschen und ihren Kunden erlaubt sein, im gegenseitigem Einverständnis, auch wenn Geld im Spiel ist, miteinander zu machen, was sie wollen.

Natürlich ist die Rede von freiwilliger Prostitution. Ich will aber nicht ausschließen, dass jemand behauptet hat, Amnesty International will unfreiwilliger Prostitution legalisieren.

Es gibt Leute, die sagen, wenn man als Prostituierte arbeitet, weil man Geld braucht, ist dass auch "eine Art Zwang", also ist man dann Zwangsprostituierte. Mit der Definition sind die meisten Menschen auf der Welt also Zwangsarbeiter.
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Re: Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder da

Beitragvon Petergillarsverige » 16. September 2015 09:44

Da hat mal jemand einen Versuch gemacht:
Folgende Frage wurde Passanten auf einer Fußgängerzone vorgelegt:
"Eine gutaussehende junge Frau ist arbeitslos. Sie bekommt vom Arbeitsamt eine freie Stelle in einem Bordell zugewiesen, die sie annehmen muss. Als sie diese ablehnt wird ihr das Arbeitslosengeld gekürzt. Halten Sie die Reaktion des Arbeitsamtes für richtig?"
Fast alle empörten sich über das Verhalten des Arbeitsamtes, dennoch gab es einige die der Meinung waren die Frau müsse das Arbeitsangebot annehmen.
Das mal zum Unterschied zwischen Zwangsprostituion und "Zwangsarbeit".

Ich mache meine Arbeit gerne, manchmal aber auch nicht. An den schlechten Tagen fühle ich mich aber auch nicht als "Zwangsarbeiter"
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Re: Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder da

Beitragvon EuraGerhard » 16. September 2015 12:14

Petergillarsverige hat geschrieben:Das mal zum Unterschied zwischen Zwangsprostituion und "Zwangsarbeit".

Das ist eher was zum Unterschied zwischen geltendem Recht und "volkstümlichem Rechtsirrtum". :wink:

Und zwar nicht erst, was die Antworten betrifft. Vielmehr zeigt schon die Fragestellung deutlich die völlige Ahnungslosigkeit des Fragenstellers bzgl. der Rechtslage. Da kann man von den Antworten nicht mehr erwarten.

MfG
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Re: Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder da

Beitragvon Auswanderer » 16. September 2015 15:39

EuraGerhard hat geschrieben:Vielmehr zeigt schon die Fragestellung deutlich die völlige Ahnungslosigkeit des Fragenstellers bzgl. der Rechtslage. Da kann man von den Antworten nicht mehr erwarten.


Selbst in Deutschland, wo Prostitution legal ist und inzwischen nicht mehr Sittenwidrig, vermittelt das Arbeitsamt nicht in Bordelle. Die geschilderte Situation kommt also in keinem Land der Welt vor.

Unrealistische Fragen helfen nicht weiter, wie damals bei der Gewissensprüfung für die Bundeswehr: Stellen Sie sich vor, Sie sind nachts im Park mit Ihrer Freundin spazieren, und ein nackter Russe mit einer Atombombe springt aus dem Busch.
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Re: Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder da

Beitragvon Petergillarsverige » 16. September 2015 15:46

Ihr habt nicht verstanden worauf ich hinauswill: "Prostitution, auch "freiwillige", ist keine normale Erwerbstätigkeit. Das zeigt dieser Versuch deutlich.
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Re: Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder da

Beitragvon EuraGerhard » 16. September 2015 16:17

Der "Versuch" zeigt lediglich, dass man mit Fragen, die auf vollkommen unsinnigen Annahmen basieren, ebenso unsinnige Antworten erhalten wird. Sonst nichts! "Garbage in, garbage out!", nennt man das in der Datenverarbeitung.

Dass Prostitution eine Erwerbstätigkeit ist, steht außer Zweifel. Ob "normal" oder nicht, ist Ansichtssache. Richtig ist, dass die deutschen Arbeitsagenturen gemäß einer höchstrichterlichen Entscheidung (Bundessozialgericht, Aktenzeichen: B 11 AL 11/08 R), keine Prostituierten an Bordelle vermitteln dürfen.

MfG
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Re: Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder da

Beitragvon Auswanderer » 17. September 2015 10:03

Petergillarsverige hat geschrieben:Ihr habt nicht verstanden worauf ich hinauswill: "Prostitution, auch "freiwillige", ist keine normale Erwerbstätigkeit. Das zeigt dieser Versuch deutlich.


Darum geht es nicht. Oder sollte alles, was nicht normal ist, verboten werden?
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Re: Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder da

Beitragvon Petergillarsverige » 17. September 2015 10:40

Kehren wir zur Ausgangslage zurück: AI laufen die Mitglieder davon. Sie kapieren, dass die Forderung von AI nicht richtig ist. Dass die Mitglieder abhauen zeigt: Die Mitglieder haben einen gesunden Menschenverstand. Allen Winkelzügen zum Trotz, der normale Bürger weiß im innersten, dass die Prostituieren ausgebeutet werden und Schutz brauchen.
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Re: Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder da

Beitragvon EuraGerhard » 17. September 2015 12:11

Petergillarsverige hat geschrieben:AI laufen die Mitglieder davon.

Das stimmt nicht. Es ist eine gewisse Anzahl ausgetreten, aber von einem "Davonlaufen" kann wirklich nicht die Rede sein.

Petergillarsverige hat geschrieben:Sie kapieren, dass die Forderung von AI nicht richtig ist.

Richtig wäre: "Sie sind der Meinung, dass die Forderung von AI nicht richtig sei." Natürlich steht es ihnen frei, diese Meinung zu haben. Und wenn sie deshalb wirklich austreten wollen, dann müssen sie es wohl tun, so schade es auch ist.

Petergillarsverige hat geschrieben:Allen Winkelzügen zum Trotz, der normale Bürger weiß im innersten, dass die Prostituieren ausgebeutet werden und Schutz brauchen.

Wenn Du "die Prostituierten" durch "viele Prostituierte" ersetzt, meinetwegen auch durch "sehr viele", können wir diesbezüglich sogar übereinstimmen. Nicht jedoch bezüglich der Methoden, um dieses Ziel zu erreichen: Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass zumindest langfristig die Forderung von AI nach einer Legalisierung der Prostitution dem Schutz der (und zwar wirklich aller) Prostituierten dient, während die schwedische Strategie des Sexköpslagen dem Schutz der Prostituierten schadet.

MfG
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Re: Nach Sexkauf-Beschluss: Amnesty laufen die Mitglieder da

Beitragvon vibackup » 17. September 2015 19:55

Petergillarsverige hat geschrieben:Kehren wir zur Ausgangslage zurück: AI laufen die Mitglieder davon. Sie kapieren, dass die Forderung von AI nicht richtig ist. Dass die Mitglieder abhauen zeigt: Die Mitglieder haben einen gesunden Menschenverstand. Allen Winkelzügen zum Trotz, der normale Bürger weiß im innersten, dass die Prostituieren ausgebeutet werden und Schutz brauchen.

Hej Peter!

Bist du dir sicher, dass du so argumentieren willst?
Ich formuliere es mal um:
Kehren wir zur Ausgangslage zurück: Der Kirche laufen die Mitglieder davon. Sie kapieren, dass der christliche Glauben nicht richtig ist. Dass die Mitglieder abhauen zeigt: Die Mitglieder haben einen gesunden Menschenverstand. Allen Winkelzügen zum Trotz, der normale Bürger weiß im innersten, dass es keinen Gott gibt.
Das ist deine Argumentation... siehst du, dass man so nicht argumentieren kann?

//M


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