Nach der Ausbildung auswandern und arbeiten

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Michele

Nach der Ausbildung auswandern und arbeiten

Beitragvon Michele » 6. September 2007 16:39

Hallo
mein Name ist michele und ich bin 20 jahre alt. Ich mache zur Zeit eine Ausbildung zur Erzieherin und möchte danach nach Schweden auswandern um dort zu arbeiten.
Wie ist es denn in Schweden mit auswandern und arbeiten als deutsche?Ich würde gerne in einem Kindergarten arbeiten.Oder wäre es besser erstmal ein Jahr als Au Pair zu arbeiten?hat man dann bessere chancen?Das ich vorher einen sprachkurs belegen würde ist natürlich selbstverständlich.
Für Tips und Anregungen bin ich sehr dankbar!
MfG Michele

bjoerkebo

Re: Nach der Ausbildung asuwandern und arbeiten

Beitragvon bjoerkebo » 6. September 2007 16:50

Hej!

Was auf jeden Fall kommen könnte bei einer Bewerbung ist,das sie eine "Gleichstellung"deiner Ausbildung verlangen,hatte das Problem jetzt selbt.
Die meisten Schulverwaltungen hier wissen nicht wie die deutsche Ausbildung zur Erzieherin der schwedischen förskollärare gleichzustellen ist.
Hier muss man den Beruf ja auf der Uni studieren.

Was die Chancen angeht,denke ich sind die in Nordschweden größer,da der Bedarf sehr hoch ist.In Südschweden gibt es meist noch genügend Bewerber,so das sie nat.eher Schweden nehmen als jemanden ohne Sprachkenntnisse.

EVT.kann Oliver auch noch was dazu sagen,er hat etwas mehr Kenne in dem Bereich.

Storstadstjej

Re: Nach der Ausbildung auswandern und arbeiten

Beitragvon Storstadstjej » 6. September 2007 18:19

Michele hat geschrieben:Wie ist es denn in Schweden mit auswandern und arbeiten als deutsche?

Für die einen funktioniert es, für die anderen nicht. :-)

Michele hat geschrieben:Ich würde gerne in einem Kindergarten arbeiten.Oder wäre es besser erstmal ein Jahr als Au Pair zu arbeiten?hat man dann bessere chancen?Das ich vorher einen sprachkurs belegen würde ist natürlich selbstverständlich.


Abgesehen von den Feinheiten der Anerkennung der Ausbildung: Ein Sprachkurs vorher ist gut und schön, aber reicht in vielen Fällen nicht aus. Jedenfalls nicht für Berufe, in denen man auf die Sprache angewiesen ist, was ja als Kindergärtnerin nun wirklich der Fall ist. Ein Jahr als AuPair könnte aus mehreren Perspektiven heraus sinnvolls ein:
- Im Land lernt man die Sprache richtig.
- Praktika sind in Schweden nicht annähernd so verbreitet, wie in D, es wird aber wahnsinnig viel Wert auf Berufserfahrung gelegt
- Du kannst für ein Jahr "fast Auswandern" - mit der Option zurückzukehren, ohne dass es eigenartig Aussieht ;-)
- Du kannst vor Ort versuchen Kontakte zu Arbeitgebern zu knüpfen, sich mit unter Angabe einer Adresse in Schweden bewerben (das ist sehr viel wert)
Je nach Person stünden hier noch einige weitere Punkte. Mein Rat als bereits Ausgewanderte - wenn Du die Möglichkeit einer "Auswanderung auf Probe" hast, nimm sie wahr. Ich weiss natürlich nicht, was es genau für Deine Karriere bedeuten würde, die Rückkehr aus einem AuPair Jahr stelle ich mir nicht so eigensinnig im Lebenslauf vor, wie die Rückkehr nach einem weniger erfolgreichen Auswanderungsversuch.

Gruss

jörgT
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Re: Nach der Ausbildung auswandern und arbeiten

Beitragvon jörgT » 6. September 2007 21:22

Storstadstjej, wir sind endlich mal einer Meinung! :lol:
Ein Au pair-Jahr knüpft Verbindungen, hilft beim Erlernen der Sprache ungemein und man lernt das "Land seiner Träume" von einer sehr direkten und persönlichen Seite kennen ...
Ansonsten ist "Erzieher" ein nach wie vor gefragter Beruf und hier in Dalarna gibt es auch keine Probleme mit der Anerkennung als "förskollärare". Das kann in anderen län durchaus anders sein ...
Jörg

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Re: Nach der Ausbildung auswandern und arbeiten

Beitragvon dr_hase » 7. September 2007 00:05

Michele hat geschrieben:Hallo
mein Name ist michele und ich bin 20 jahre alt. Ich mache zur Zeit eine Ausbildung zur Erzieherin und möchte danach nach Schweden auswandern um dort zu arbeiten.
MfG Michele


wo solls denn hingehen? :o)

Storstadstjej

Re: Nach der Ausbildung auswandern und arbeiten

Beitragvon Storstadstjej » 7. September 2007 09:09

jörgT hat geschrieben:Storstadstjej, wir sind endlich mal einer Meinung! :lol:

Ach, was schön. :-)

Was mir sonst noch einfällt: Es gibt zwei Typen "Erzieher" hier in Schweden. Die einen heissen "Förskolelärare", der andere Begriff fällt mir nicht ein. Wird aber oft mit den nichtschwedischen Erziehern gleichgesetzt. Es ist relativ modern geworden keinen Kindergarten sondern eine "Förskola" zu haben - da gibt es soweit ich weiss sogar eine Art Lehrplan - nicht für Mathematik o.ä., sondern für Entwicklungsförderung der Kinder, dem die Kindergärten zu folgen haben. Und da muss man aufpassen - die Förskolälarare werden an der Hochschule ausgebildet, daher tendiert man zu meinen, sie wäre höher ausgebildet als die deutschen. Herrscht aber in einem Län gerade ein Mangel, wird dir keiner Steine in den Weg legen. Ist ähnlich mit den dt. Krankenschwestern - die werden teilweise im Norrland ohne grossartig nachzufragen anerkannt, mancherorts wird dagegen genauer geprüft.

bjoerkebo

Re: Nach der Ausbildung auswandern und arbeiten

Beitragvon bjoerkebo » 7. September 2007 09:58

Die kommunalen Kindergärten schauen schon etwas genauer auf die Qualifikation,etv. ist es einfacher in einer Elterninitiative zu schauen,da diese etwas freier sind und nicht von der Kommune abhängig.

Finde die Idee mit dem Au-pir Jahr aber auch sehr gut.Da gibt es ja Stellen satt.Und man ist noch nicht so festgelegt,ob es auch wirklich die Erwartungen erfüllt.

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Re: Nach der Ausbildung auswandern und arbeiten

Beitragvon Imrhien » 7. September 2007 13:39

Und als weitere Idee, es gibt ja auch mindestens einen Deutschen Kindergarten. Klar, auch da muss man schwedisch reden und verstehen aber es könnte die Chancen verbessern. In Stockholm gibt es diesen Kindergarten und eine Schule gehört auch dazu. Ebenso kann man versuchen sich mit kleineren Arbeiten über das Göthe-Institut in Stockholm über Wasser zu halten. Vielleicht ergänzend zu Au Pair oder so. Es gibt auch deutsche Kirchengemeinden. Ich weiss nicht ob die Kindergärten haben, aber einen Versuch wäre es wert. Schwedisch lernen ist da immer ein muss, aber das ist es eh :)

Viel Erfolg

Wiebke

vielen danke

Re: Nach der Ausbildung auswandern und arbeiten

Beitragvon vielen danke » 8. September 2007 07:43

wow mit so vielen antworten hätte ich nicht gerechnet :D
Vielen dank dafür!:)
Das sind viele guteTips und ich werde mich weiterhin gut informieren um mich dann bald zu entscheiden was wohl die beste möglichkeit für mich ist!
Es wäre einfach unbeschreiblich wenn das wirklich klappen würde :)
Wie sind denn in Schweden die Wohnungspreise?Würde schon lieber in eine größere Stadt wie Stockholm als aufs Dorf, denn Dorf habe ich hier genug ;)
Liebe Grüße und vielen vielen Dank
Für weitere Ideen und Anregungen bin ich natürlich auch weiterhin dankbar!
Michele

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Re: Nach der Ausbildung auswandern und arbeiten

Beitragvon Imrhien » 8. September 2007 12:33

Hallo Michele,

als Faustregel kann man in Schweden leider sagen:
"je mehr Stadt, desto teurer"

Hinzu kommt, dass es mehr Häuser zu kaufen gibt als WOhnungen zu mieten. Aber das ist natürlich in den größeren Städten schon anders. Wenn Du Richtung Stockholm möchtest, denn da sind auch recht viele der Möglichkeiten die Du hier vorgeschlagen bekommen hast, dann kannst Du sicher Tipps von Storstadtjej und Jana bekommen. Die leben beide da. Ausserdem gibt es noch ein paar die da leben und sicher gute Ideen haben. Aber schau erst mal nach der Sprache und den Stellen. Einen Platz zum Leben findest Du dann schon. Auch wenns vielleicht noch kribbelig wird zum Ende hin, das kennen auch einige schon :)

Viel Erfolg

Wiebke


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