Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

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Rwitha
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Re: Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

Beitragvon Rwitha » 13. Februar 2009 17:17

Hej,

es ist nicht erwiesen, dass eine Kastration immer einen Erfolg bringt, gerade auch wenn der Hund schon älter ist. Naja und ausprobieren ist ja auch so eine Sache - für den Hund ist es endgültig.

Letztlich mußt Du, liebe Heike, für Dich entscheiden, welche Maßnahmen Du ergreifen willst. Die Seite von G. Bloch ist wirklich empfehlenswert, inwieweit er Beratungen am Telefon durchführt - keine Ahnung. Ich habe mir letztes Jahr seinen Vortrag auf der Happy Dog-Tour in Hamburg angehört. War sehr interessant.

Ich denke, dass es auch ein Problem mit der Herkunft ist. Unsere Tochter hat sich im August für eine Hündin aus Spanien entschieden und dass was Du schreibst, können wir auch bestätigen. Allerdings werden unsere Hunde in der Wohnung gehalten und wir sind entsprechend viel mit Ihnen unterwegs, aber "durchbrennen" ist eine Lieblingsbeschäftigung unser Südländerin (vielleicht, weil sie auch nicht so eine große Verlustangst hat - mußte sich ja sonst auch durchschlagen).

Drücke die Daumen, dass das was Du machst dann funktioniert :smt006
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IMG_1101.JPG
Das sind unser beiden "Fellsäcke" auf dem Hyltenäskullen am 02.01.2009.
Darüber, wer die Welt erschaffen hat, läßt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird. (George Adamson)

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zwockelchen
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Re: Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

Beitragvon zwockelchen » 13. Februar 2009 17:43

Hej Heike,
zuerst einmal möchte dir sagen nimm dir den Berricht von blue zu Herzen, es stimmt was sie da schreibt. Ich war lange genug mit meinen 3 Hundis in der Hundeschule und da erfährt man sehr vieles. Unser Hundetrainer ist ein totaler robuster Mensch er hat selbst sehr viele Hunde unter anderem Schlittenhunde. Er erzieht auch schwere fälle und vieles mehr. Er würde das gleiche sagen wie blue. Ich kann dir nur sagen finger weck von den Elekt. Halsbänder, wenn man die benutzen muß aus welchen Gründen auch immer dann, nur unter Profisioneller Aufsichtsonst kann das schwer in die Hose gehen. Das mit dem Kastrieren ist so ne sache, das bringt meiner Meinung nur was, wenn sie noch recht jung sind und noch vieles nicht gemacht haben. Unser war ca 2 Jahre wo wir das gemacht hatten aber deswegen ist er nicht ruhiger geworden die dinge die er vorher gemacht hat, macht er jetzt auch noch. Ich muß dazu noch sagen wir haben ihn nur Kastrieren lassen, das wir keine Hundebabys bekommen, da wir noch ein Mädchen haben. Wenn du willst gib ich dir mal die e-mail addy von unserem Hundetrainer, da kannst du dir tips holen.
lg zwockelchen
Es ist überall schön, wo man sich wohl fühlt.

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Re: Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

Beitragvon Gummibärchenvernichter » 13. Februar 2009 17:49

Hallo Berta,

ich glaube dem Jäger wäre es egal, ob ein Hund Rehe hetzt oder sie in Hütehundmanier zusammentreibt ... :wink:

LG
Anke
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Berta
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Re: Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

Beitragvon Berta » 13. Februar 2009 22:13

@Anke: Dass das dem Jäger egal ist, ist mir bewusst :? . Deswegen schrieb ich auch, dass ich mir Sorgen machte, dass er erschossen würde.

Heute würde unser Hund auch ohne Kastration keine Gänge alleine mehr machen - bei dem muss man froh sein, wenn er die drei Stufen aus der Wohnung schafft, ohne dabei hinzufallen.

Berta.

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Re: Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

Beitragvon Nyckelpiga » 14. Februar 2009 21:26

Liebe Heike,

ich kann dir leider keinen Tipp geben, dir nur sagen, das mich das mit deinem Hund auch stark bewegt.

Ich drücke dir feste dir Daumen, das irgendetwas von dem was hier gesagt wurde dir helfen kann.Und du deine Maus nicht weggeben mußt.

Und als ich deinen Bericht las, dachte ich an meine Hündin, die bald das erste Mal Schweden sieht... sie ist aus Ungarn und hat, soweit wie ich weiß,dort im Tierheim gelebt. Ob sie auch ein Straßenhund war, ließ sich nicht mehr eruieren.
Ich habe sie jetzt 4 Monate, und es ist mein Alptraum das sie,abhaut weil ein Reh oder Elch am Waldesrand steht....
Und im angrenzenden Wald sind immer Jäger unterwegs...
Sie hat hier schon Bekanntschaft mit einem Reh gemacht...und tschüß gesagt, und kam nach 20 min. wieder.... :oops:

Liebe Grüße Anja :smt006
Mit einem Lächeln im Gesicht geht alles gleich viel leichter ... !

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slabagen
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Re: Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

Beitragvon slabagen » 15. Februar 2009 19:29

moin heike,

also aus meiner langjährigen erfahrung mit hunden kann ich dir nur dringendst raten eine hundeschule aufzusuchen und mit dem hund so arbeiten,dass die rudelstruktur verändert wird.desweitern solltest du den hund natürlich im sinne des tierschutzes kastrieren lassen.es gibt schon genug hunde und kastration ist aktiver tierschutz.sämtliche tierschutz und hundepflegestellen für die ich arbeite befürworten das ebenfalls.

vergiss die sache mit einem el-halsband,das ist quälerei.ich arbeite in solchen fällen auch mit einer guten tierpsychologin zusammen und auf deren rat hin therapiere ich die hunde die ich pflege und sozialisiere mit gutem erfolg mit bachblüten.

habe gerade derzeit einen misshandelten ängstlichen podencorüden aus mallorca,der schon nach einer woche erste erfolgszeichen zeigte,aber es ist noch ein langer weg.ich befürchte ihr werdet von anfang an den hund nicht entsprechend erzogen haben (kein vorwurf),aber jetzt solltet ihr handeln und mit dem hund arbeiten.wenn du selber nicht genügend erfahrung hast,sprich doch dementsprechende leute in einer hundeschule an.das geht alles nur mental und funzt auch.

dass der hund erkennt wann deine mentale leine nicht vorhanden ist,zeigt doch sehr gut wie schlau und sensibel er ist, dann dreh den spiess doch um und arbeite mit der mentalen leine mit ihm.
herzlich slabagen
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Re: Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

Beitragvon stavre » 17. Februar 2009 17:43

moin heike

ich habe mir noch nicht die mühe gemacht,das alles durchzulesen.

wir haben unsere hunde,wenn sie dann draußen sind,unbeaufsichtigt,IMMER an einer leine.
unsere jagdhündin hat schon 2x das 3 mm stahlseil durchbissen.ich glaube aber,daß sie es jetzt kapiert hat.unser alter hund(13) stromert auch gerne durch die gegend,und verläuft sich dann................lach nicht................deswegen muß es auch an eine lange leine,wenn wir ihn mal raus lassen.
die hunde gewöhnen sich schon daran.und ihr auch.................

gruß aus dem saukalten jämtland

elke

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Re: Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

Beitragvon HeikeBlekinge » 18. Februar 2009 16:23

Jo Stavre. Unser ist ja auch immer an der Leine draussen - wenn er halt nicht so pfiffig war mal wieder durch die Tuerritze auszubuexen ;-)
Na, in ein paar Tagen (Wochen eher, was?) wissen wir mehr ob die kleine OP Wirkung zeigt.

Hunde die sich verlaufen? lol- :D
Bisher tut das "nur" unsere Katze. Wenn die beim Spaziergang mitkommt, muessen wir immer gut aufpassen dass sie nirgendwo hängen bleibt. Sieht sie uns nicht mehr, bleibt sie da wo sie ist einfach sitzen - wenns sein muss tagelang...
www.lilla-koksgarden.se


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Re: Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

Beitragvon slabagen » 18. Februar 2009 17:11

moin heike,
ist die katze vielleicht taub,denn gerade für eine katze ist so ein verhalten völlig untypisch.auch hier rate ich zu bachblüten.
lg slabagen
Pflegst du vertrauten Umgang mit einem guten Menschen, so wirst du unmerklich selber gut.

Hundälskare

Re: Muss ich wirklich unseren Hund weggeben?

Beitragvon Hundälskare » 19. Februar 2009 13:56

Hallo Heike!

Ich kann Dich gut verstehen! Wir haben auch so einen kleinen strubbeligen Streuner aus Spanien, der sich nach nunmehr 3 Jahren in Schweden immer noch schwer tut mit dem ständigen Angeleintsein.

Also, das Wichtigste von rechtlicher Seite ist wohl, dass der Hund beim Jordbruksverket registriert sein muss. Anderenfalls kann er von der Polizei in "Gewahrsam" genommen werden, wenn er eine Gefahr darstellt (was ja ein dehnbarer Begriff ist. Für so manchen Schweden stellt ein Hund ja schon dann eine Gefahr dar, wenn er sie nur anguckt.) Die Registrierung kostete damals ca. 70 Kronen. Hier ein Link:
http://www.sjv.se/amnesomraden/djurvete ... 49762.html

Du schreibst, dass es nicht möglich ist, einen Zaun um das ganze Grundstück zu bauen. Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, nur einen Teil - quasi als Auslauffläche für den Hund- einzuzäunen?
Dann fiel mir noch ein: es gibt doch solche "Sicherheitsgatter" für Kinder, die man in die Türöffnung einsetzt, so eine Art halbhohes Gitter. Wäre das evtl. etwas, sozusagen als psychologische Schleuse für Eure Kinder - damit sie daran denken, den Hund nicht mit rausflutschen zu lassen, wenn sie rein und raus gehen. (Kenne das von unserem, der wird echt zum Aal wenn er raus will!)

Die Idee mit dem Brief ist doch ebenfalls super. Da die Schweden ja keine unangemeldeten Besuche mögen ist das doch eine prima Möglichkeit. Und bald wird es ja auch wieder wärmer, dann trifft man doch viele Nachbarn bei der Gartenarbeit. Kurz stehenbleiben bei der Hunderunde und die Sache ansprechen. Nach dem Motto: "Hej, ich bin Heike, das ist mein Hund und wenn der mal wieder ohne mich unterwegs ist, ich wohne da und da! Passe auf ihn auf so gut es geht, aber manchmal entwischt er einfach...nichts für ungut!" Direkte Gespräche helfen auch hier oft am besten.

Ich hatte direkt nach meinem Umzug hierher eine ganz schreckliche Begegnung mit einem anderen Hundebesitzer. Mein Hund war nicht angeleint, lief zu seinem hin um ihn zu begrüßen - woraufhin der Besitzer nach meinem Hund trat! Ich habe ihn angesprochen und der ist (ganz unschwedisch) total ausgeflippt! Hat mich angeschrien und sogar geschubst. Ich war völlig von der Rolle und auch noch nicht so sicher im Schwedischen dass ich mich anständig hätte verteidigen können. Schließlich ist er dann abgedampft als ich wegen der Schubserei die Polizei rufen wollte.
Seitdem habe ich ständig Schiss, wenn der Hund mal nicht an der Leine ist, dass er zu einem Artgenossen hinlaufen könnte...

Die Schweden sind beim Thema Hunde echt ganz komisch, fürchterlich unlocker.
Trotzdem: Kopf hoch! Hund weggeben kommt ja wohl gar nicht in Frage. Und umziehen deswegen kann auch keine Lösung sein. Det löser sig :-)

Gruß aus Örebro
Stefanie


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