Mobbing schwedischer Alltag

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Aelve
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Re: Mobbing schwedischer Alltag

Beitragvon Aelve » 5. März 2009 18:19

glada hat geschrieben:Ich habe nun nicht die Zeit, um tiefer darauf einzugehen aber würde einfach mal die Behauptung aufstellen, dass Mobbing zwei Gründe hat. Erstens: Ich will mir einen Vorteil verschaffen und jemanden aus dem Weg schaffen, oder zweitens: Ich habe selbst ein minderes Selbstwertgefühl und -bewusstsein um versuchen das anzuheben, in dem ich andere mobbe. Das hat nichts mit gesellschaftlicher Stellung oder Berufsausbildung zu tun.



Hallo,

ich habe jetzt mal nachgeschlagen, was Axel Esser und Martin Wolmerath in ihrem Buch
Mobbing Der Ratgeber für Betroffene und ihre Interessenvertretung
als Ursachen für Mobbing aufführt:

Wer Konflikte nicht konstruktiv, offen und fair zu lösen vermag, wird eher zu Mobbing neigen als eine Person die dies (noch) kann und Konflikte als eine Chance zum Besseren begreift. Wer einem anderen Erfolg, Wohlstand, Anerkennung, Freude etc. neidet, wird ebenfalls eher zu Mobbing neigen, als eine Person, die auch anderen Erfolge, Wohlstand, Anerkennung etc. gönnt. Wer sich als Vorgesetzter seiner Position nicht sicher ist, wird mögliche Konkurrenten eher mobben als ein Vorgesetzter, bei dem dies nicht der Fall ist.

Das deckt sich mit der Aussage von Glada, dass Mobber ein minderes Selbstwertgefühl haben, dass sich jemand einen Vorteil verschaffen will. Aber es deckt sich auch damit, dass Mobbing auch von Leuten begangen wir, die wenig Erfolg oder Wohlstand haben, es kann somit auch mit an einer fehlenden guten Ausbildung liegen, wenn Mobbing betrieben wird, so wie S-Nina es aufgeführt hat.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
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Re: Mobbing schwedischer Alltag

Beitragvon HeikeBlekinge » 5. März 2009 18:41

Da läuft doch noch viel eher das ab, was sie von zu Hause aus mitbekommen haben und dabei spielt meines Erachtens schon die gesellschaftliche Stellung des Elternhauses eine gewisse Rolle. Natürlich nicht nur - sowohl als auch, würde ich sagen.


... die gesellschaftliche Stellung?
Hm - nicht eher die Erziehung in Form von Vorbildfunktion und Nachahmung? Hast du dich da etwas ungeschickt ausgedrueckt, Nina?

Vom Hänseln bis zum Mobbing ist es nicht weit. Da spielt das Alter keine Rolle. Und auch aus Machtposition heraus wird gerne gequält, oder weil es ein schlechtes Selbstwertgefuehl stärkt. Wie schon gesagt wurde.
UND! Gemobbt wird doch meist im Verband, in der Gruppe. Das ist wie die beruehmte Hetz auf dem Marktplatz. Hinterher weiss der eine oder andere gar nicht mehr warum er mitgemacht hat. Oder einer mobbt und die anderen machen mit indem sie NICHTS tun/sagen. Ich finde jedenfalls das ist ein ganz klares Gruppenverhalten (Gesellschaftsverhalten?). Und ein ziemlich schreckliches.

Vielleicht braucht mancher Mensch das heutzutage, weil da einfach noch zuviel (zu unterdrueckende) Instinkte vorhanden sind, die anderwertig nicht abgebaut werden können? ;-)

Oje - dann sind die Schweden da recht prädestiniert fuer, gelle?
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

nysn

Re: Mobbing schwedischer Alltag

Beitragvon nysn » 5. März 2009 18:59

Hm - nicht eher die Erziehung in Form von Vorbildfunktion und Nachahmung? Hast du dich da etwas ungeschickt ausgedrueckt, Nina?


Danke Heike - du sagst es und bringst es wunderbar auf den Punkt!

Meine Ausdrucksweise war schon recht ungeschickt (mal wieder - wie auch die "Alkoholiker" - da wollte ich mich auch noch extra fein ausdrücken und eigentlich schreiben die "Akoholisierten" :)

Übrigens danke auch für deinen lieben Kommentar auf dem anderen Thread.

S-nina

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Re: Mobbing schwedischer Alltag

Beitragvon HeikeBlekinge » 5. März 2009 19:04

den > :goodman: ?

Nix fuer ungut. War ernst gemeint! Ich konnte dich voll verstehen und sah dich schon Haare raufend auf einem Bein herumhuepfen :lol: :lol: :lol:
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