Mentalität und Arbeiten - wie ist es in Schweden?

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Mentalität und Arbeiten - wie ist es in Schweden?

Beitragvon Psychologiestudentin » 20. September 2010 13:21

Hej!

Ich habe mal eine etwas seltsame Frage, aber nicht ohne Grund..

Also ich bin gebürtige Hessin und habe dort auch immer ohne Probleme gearbeitet. Will heißen: ich bin mit den Kollegen gut ausgekommen, hatte nie Probleme mit den Chefs, Kommunikation gab nie Grund zum falsch verstehen (also wenn ich was gesagt habe, wußte jeder, wie es zu verstehen ist), ich galt überall als fleißig, gewissenhaft und war eine geschätzte Kollegin. Hatte wirklich nie Probleme und wenn es Meinungsverschiedenheiten gab, wurden sie ausdiskutiert und gut war. Ich habe schon in der Jugend viele Ausbildungsplatzangebote bekommen etc.

Nun lebe ich in Oberfranken (Bayern) und das seit 11 Jahren und was soll ich sagen: ich komme seit 11 Jahren hier nicht klar an der Arbeit. Ständig gibt es ärger, obwohl ich nicht anders als in Hessen arbeite und bin. Im Gegenteil: ich bin ruhiger geworden (das Alter machts).

Nun meine Frage: wie erging es Euch in Deutschland? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und wie geht es Euch in Schweden im Arbeitsleben nun? Ich will ja nach dem Studium nach Schweden (im Moment ist mein Hauptberuf auch im Gesundheitswesen) und ich habe nun Angst dort wieder so Probleme zu haben und ständig den Job wechseln zu müssen. Hier wechsel ich ständig, weils nie klappt. In Hessen hatte ich immer lange Jahre ein und denselben Job und mußte auch nie gehen. Bin immer freiwillig gewechselt.

Was erwartet mich evtl. in Schweden für eine Mentalität? Gehts euch da am Arbeitsplatz nun besser wie hier?
LG Psychologiestudentin
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Imrhien
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Re: Mentalität und Arbeiten - wie ist es in Schweden?

Beitragvon Imrhien » 20. September 2010 17:54

Oj oh, das ist keine einfache Frage. Erst mal, es tut mir leid für Dich, wie es Dir in Bayern geht. Ich glaube, man muss für das Leben da geschaffen sein... Je nach dem wo man dort lebt, gilt man auch nach 20 Jahren noch als zugezogen. Ich kenne andere, denen es genauso erging. Nach einigen Monaten in einem anderen Bereich in Deutschland hatten sie mehr Freunde (nicht nur Bekannte) als nach 10 Jahren Bayern. Und das obwohl es sich um einen Brauer und Jäger handelt. Das sollte doch eigentlich nicht ganz verkehrt sein, in Bayern mein ich.
Es könnte Dir also in einer anderen Gegend in Deutschland wieder besser gehen, wie in Hessen eben.
Das Problem: In Schweden kannst Du ganz genau die gleichen Erfahrungen machen. Sowohl die aus Hessen als auch die aus Bayern. Schweden ist soooo riesig und so verschieden. Du wirst sehr viele Infos über die einzelnen Gegenden sammeln müssen und vergleichen. Denn ein Hessen gibt es hier bestimmt. Aber eben auch Bayern. Und das ist ja sehr subjektiv. So wie man in Deutschland Menschen findet, die Bayern lieben und die Menschen da für freundlich und aufgeschlossen halten, so ist das auch in Schweden sehr unterschiedlich.

Manche sagen, dass die Menschen im Norden weniger aufgeschlossen wären, weil sie so weit auseinander wohnen und eher Einzelgänger sind. Andere sagen aber auch, dass sie gerade deshalb offener und freundlicher sind, weil sie mehr aufeinander angewiesen sind.... Du siehst, es gibt keine pauschale Antwort.

Aus dem Västmanland kann ich meine Erfahrungen schildern. Es dauert lange bis man Freunde findet, deutlich länger als in Hessen (da hab ich auch schon gelebt). Aber es ist nicht unmöglich. Kollegen sind sehr freundlich und offene Anfeindungen kenne ich nicht, habe ich auch noch nicht ernsthaft bei anderen erlebt. Klar, nicht jeder mag einen, aber das ist ja wohl normal :) Die Arbeit wird geschätzt, wenn man sie gut macht, das zählt und nicht die Herkunft. Durch grosse Firmen kennt man viele Ausländer. Es mag sein, dass der eine oder andere Schwede dadurch genervt ist und auch Unterschiede macht, aber im Grossen und Ganzen habe ich das Gefühl, dass man eher aufgeschlossen ist, weil man täglich Übung damit hat. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Aber mein Grundgefühl ist positiv und ich fühle mich nicht ausgeschlossen oder sonst was nur weil ich zugezogen bin. Es ist allerdings deutlich einfacher andere zugezogene Menschen, auch Schweden zu treffen und als Freunde zu bekommen als die, die hier schon immer leben. Dadurch, dass es aber so viele Zugezogene gibt, ist es doch relativ leicht und fällt nicht ins Gewicht. Ähnliches wurde auch schon von diversen deutschen Unistädten gesagt. Die EInheimischen bleiben oft untereinander. Gibt es genug andere, kann man sich aber ja dort wen aussuchen :)
Das Västmanland ist jedenfalls kein schlechter Ort für den Neuanfang in Schweden, für mich jedenfalls.

Grüße
Wiebke

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Re: Mentalität und Arbeiten - wie ist es in Schweden?

Beitragvon Lussekatt » 20. September 2010 18:50

Ach mensch, hört sich ja nicht so dolle an, Deine Situation in Bayern. Mir ging es vor Jahren ähnlich, als ich von Norddeutschland nach Nordrhein-Westfalen umzog. Ich bin eher so der nordeutsche, zurückhaltende Typ und hatte mit der Offenheit und Direktheit der Westfalen so meine Schwierigkeiten. So geht es wohl vielen Menschen, die innerhalb Deutschlands in verschiedene Gegenden ziehen.

Ich finde es immer wieder überraschend, wie groß doch die regionalen Mentalitätsunterschiede in Deutschland sind.

Und genauso ist es in Schweden, wie Wiebke schon geschrieben hat. Die regionalen Unterschiede sind groß. Die Leute in Skåne gelten als offener, kontinentaler, die Norrlänningar als wortkarg und verschlossen. Aber eigentlich ist es mir persönlich immer lieber, den einzelnen Menschen zu sehen statt pauschale Urteile zu fällen.

Ich habe für mich eine Theorie entwickelt, die mir persönlich sehr geholfen hat, mich in die schwedische Gesellschaft und Arbeitswelt besser einzupassen:

Wir Deutschen (jetzt mal provokant pauschal gesagt) werden aufgrund unserer Geschichte zur Individualität erzogen. Wir lernen von klein auf, uns abzugrenzen, auch mal "nein" zu sagen und wir werden in vielen Bereichen (Eltern, Schule) dazu ermuntert, anders zu sein als andere. Wir lernen früh, unsere Meinung zu vertreten und für unsere Ziele und Ideale zu kämpfen. Wir lernen, nicht blind mit der Masse zu laufen.

Hier in Schweden sieht es aber ganz anders aus. Hier sind spielen Abgrenzung und Individualität eine sehr untergeordnete Rolle. In der schwedischen Gesellschaft ist Anpassung sehr wichtig. Es wird als unhöflich empfunden, wenn man seine -anderslautende Meinung- nachdrücklich vertritt. Man gilt leicht als Besserwisser, wenn man versucht bei der Arbeit durch besondere Leistung hervorzustechen. Außerdem diskutiert man nicht, sondern schluckt runter und lächelt. Und das gilt für die meisten Situationen.

Dies ist meine, ganz persönliche Theorie. Und nach einigen Fettnäpfchen halte ich mich weitgehend daran: ich lächle und nicke. (Auch wenn ich vielleicht vor Wut gerade platzen möchte). Und seitdem komme ich am Arbeitsplatz viel besser klar.

Ich hoffe, dass Dir das bei Deinen Überlegungen ein bisschen hilft :-)

Lieben Gruß aus Örebro
//Lussekatt

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Re: Mentalität und Arbeiten - wie ist es in Schweden?

Beitragvon Imrhien » 20. September 2010 19:32

Hej,
wenn man überhaupt pauschale Aussagen machen kann, ist Deine richtig gut. Ich würde das so unterschreiben, mal im Grundsatz, wie immer von Ausnahmen abgesehen. ABer genau so erlebe ich das auch. Der Schwede (ganz allgemein und pauschal) ist eher ein Herdentier. Das heisst nicht, dass er besonders gesellig wäre, sondern, dass er sich immer daran orientiert was die Masse so macht und denkt. Wohingegen der Deutsche (ebenfalls verallgemeinert) zwar gerne in geselliger Runde ist, sich dort aber durchaus kontrovers verhält. Man streitet auch mal gerne um des Streitens willens und nicht weil man wirklich anderer Meinung wäre. Hier habe ich noch nicht erlebt, dass jemand, um eine Diskussion etwas anzuregen und von verschiedenen Seiten aus zu betrachten, eine Meinung vertreten hat, die der eigenen total widersprochen hat. Aus Deutschland kenne ich das teils schon.

Grüße
Wiebke

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Re: Mentalität und Arbeiten - wie ist es in Schweden?

Beitragvon der-streeck » 21. September 2010 07:34

Ich bin seit 3 Jahren in Schweden und hatte mehrere Projekte in Stockholm. Ich habe mit verschiedenen Teams kürzer und länger zusammengearbeitet.

Das Klima ist immer dasselbe und zwar nett. Es wird einfach nur gesmalltalkt. Der Reihe rum werden beim Frühstück Anekdoten aus dem Leben erzählt. Dass man gestern von der Polizei kontrolliert wurde oder man sein Boot jetzt blau streichen will. Bla, bla, bla. Man redet nicht oder nur ganz oberflächlich über Privates oder Gefüle. Es wird eine gewisse Distanz gewart, jeder kümmert sich um seine Angelegenheiten. Auch bezogen auf seine Aufgaben. Jeder macht einfach seins und kuckt nicht was der Kollege tut und ob er es gut oder schlecht macht. Es wird kaum gelästert, höchstens wenn jemand was total bescheuertes macht.

So läuft es hier auf den Baustellen. Man bleibt anonym und ist furchbar nett zueinander.

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Re: Mentalität und Arbeiten - wie ist es in Schweden?

Beitragvon Skogstroll » 21. September 2010 10:36

Nun will ich keine Vorurteile schüren, aber ich habe mal in Österreich gearbeitet und hatte dort auch so meine liebe Not mit dem Arbeitsklima. Alles furchtbar nette Leute, aber man musste sich ständig nach hinten umschauen, ob da nicht der liebe, nette Kollege das Messer gezogen hat. Bildlich, versteht sich.

Wie das nun in Schweden ist, kann man nicht generell sagen. Aber oft verbergen sich unter der netten und glatten Oberfläche Abgründe. Wenn z.B. meine Kollegin mir gegenüber über einen anderen Kollegen herzieht, tja, was erzählt sie dann den anderen über mich? Und was soll man davon halten, wenn jemand einem wirklich nicht sehr beliebten Ex-Chef bei dessen Besuch gleich in die Arme fällt?
Wie dem auch sei, auf den Lack an der Oberfläche sollte man sich nicht verlassen.

Eine Sache, die mich zum Wahnsinn treibt, sind die Meetings. Mycket snack och lite verkstad. Es ändert sich zwar nix, neue Erkenntnisse haben wir auch nicht gewonnen, aber es ist schön, dass wir mal drüber geredet haben. Und das stundenlang. Und auch nicht zum ersten Mal. Aber zumindest ein Beschluss ist gefasst worden: Nächste Woche wieder! Und dann laden wir auch einen "konsult" dazu ein. Der hat zwar auch keine Ahnung, tut aber halbwegs überzeugend so, als hätte er welche. Man kann wahnsinnig dabei werden, besonders, wenn sich die Arbeit dabei auf dem Schreibtisch häuft.

Ob man mit der jeweiligen Arbeitssituation klarkommt, hängt einfach von der eigenen Persönlichkeit und von der jeweiligen Firma ab. Es gibt genausowenig "die Schweden" wie es "die Deutschen" gibt. Generelle Aussagen lassen sich einfach da nicht treffen, und ein Stockholmer ist anders als ein Norrbottning. Nur mit Titeln sollte man nicht so sehr um sich werfen, ebesowenig den Chef raushängen lassen. Das kommt vermutlich in 9 von 10 Fällen schlecht an.

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Re: Mentalität und Arbeiten - wie ist es in Schweden?

Beitragvon Psychologiestudentin » 21. September 2010 10:54

Danke für Eure Antworten. Ja es ist richtig: hier bist du immer der zugezogene. Freunde wenige, dafür aber sehr gute.
An der Arbeit scheitert es an der Art der Kommunikation. Sage ich hier zu einem Franken "Zieh mal deinen Fuß an", dann zieht er das ganze Bein an. Der Hesse zieht wirklich nur den Fuß an... nur um mal ein Beispiel zu nennen. Durch meine Hochdeutsche Aussprache (bin Nordhessin) werde ich immer als Arrogant gesehen. Was man tut zählt hier nicht, nur was man nicht tut. Das war an allen Arbeitsplätzen so.
Bei uns sind zum Beispiel Aufgaben ganz klar verteilt. Ich mache also die, die mir zugeteilt sind. Erwartet wird aber, daß man die der anderen auch mitmacht, aber ohne darauf aufmerksam zu machen. Mein Rätsel: warum verteil ich dann erst Aufgaben? Ja und wehe ich mache die der Anderen nicht mit... Während die Einheimischen aber meine nicht mitmachen??? Das versteh ich dann immer nicht so wirklich.

Ich hasse Franken wirklich und bin nur meinem Mann zuliebe noch hier. Wir wollten zurück nach Kassel, aber das hat sich leider zerschlagen wegen Jobs und wohnen. Ja und weil wir eigentlich lieber in Schweden leben wollen und nicht doppelt und dreifach umziehen wollen...
LG Psychologiestudentin
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Re: Mentalität und Arbeiten - wie ist es in Schweden?

Beitragvon Sams83 » 21. September 2010 10:54

Hejsan,

ja, Ihr beschreibt es – pauschalisierend – recht passend. Natürlich findet man Ausnahmen, aber eben auch oft oben beschriebenes Verhalten, wobei ich generell sehr gut zurecht gekommen bin, es ist aber eindeutig ein anderer Umgang miteinander.

Noch eine Bemerkung, die sehr gut zu streecks letzten Äußerungen passt:

In der Fika Smalltalk zu halten ist etwas ganz anderes als über Arbeit Smalltalk zu halten. Hier in Deutschland schaue ich schon mal bei Kollegen, die ich gut kenne, vorbei und frage: „Und, was machst Du so gerade?“ Smalltalk-mäßig, also mich interessiert es schon, aber ich will auf keinen Fall kontrollieren, was wer wie viel arbeitet.

Als ich dasselbe in Stockholm gemacht habe (am Anfang wollte ich auch relativ viel über die dort verwendeten Methoden lernen und habe deshalb recht viel gefragt), fragte der Kollege daraufhin recht direkt (auch ziemlich ungewöhnlich) zurück: „Na, hat der Chef Dich geschickt?“ Er hat es als Witz mit einem Lächeln im Gesicht gesagt, aber in dem Moment war mir klar, dass man so Smalltalk über Arbeit eben einfach nicht gewohnt ist … So im Sinne von: Wenn überhaupt, dann hat nur der Chef ein Anrecht darauf, zu erfahren, was ich hier gerade mache :)

Habe mich dann direkt mal entschuldigt und erklärt, dass ich wirklich nur quatschen kommen wollte, und er hat dann wohl auch gemerkt, dass ich eben nicht als "Spitzel vom Chef" unterwegs war und unser Verhältnis war nach kurzer Zeit bestens…auch mit neu eingeführtem Arbeits-Smalltalk :)


Wenn es darum geht, Persönliches zu erzählen, habe ich in D und Schweden übrigens kaum Unterschiede feststellen können. Wirklich private Dinge erzähle ich auch hier in D eigentlich nur im 4- oder 6-Augen-Gespräch...


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