Menschenhandel wachsendes Problem

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Re: Menschenhandel wachsendes Problem

Beitragvon Auswanderer » 25. April 2013 08:41

vinbergssnäcka hat geschrieben:Du vergleichst also das Verbot der Prostitution in Schweden mit der Witwenverbrennung in Indien, der Prügelstrafe in den USA und der Burgha in Afghanistan?


Ganz, ganz, ganz einfache Frage: Wenn jemand freiwillig der Prostitution nachgeht, warum soll der Staat dieser Person die Freiheit dazu nehmen? Letzten Endes wird dies getan, weil der Staat gewisse Moralvorstellungen über Freiheit stellt, so wie früher bei Homosexuellen, bei Leuten die ohne Trauschein zusammen wohnen, bei Atheisten usw.

Eine Stammtischbehauptung, wie Alice Schwarzer's "Alle Prostituierten sind Zwangsprostituierten" müssen belegt werden, sonst soll man sie nicht glauben. Wenn Frau Schwarzer solche Behauptungen einer Frau gegenüber, die neben ihr in der Talkshow sitzt, ist dies besonders unglaubwürdig. Eine solche Frau könnte dann vor Millionen Zuschauern erzählen, dass sie unter Druck steht und befreit werden will. Dass sie dies nicht tut, spricht Bände.

Witwenverbrennung und Burqa sind 2 Beispiele, wo man Frauen ein Recht wegnimmt, daher der Vergleich. Prügelstrafe? Die meisten Eltern, die ihre Kinder schlagen, glauben wirklich, dass sie ihnen helfen. Das Prostitutionsverbot in Schweden ist ähnlich: man glaubt, man tut etwas gutes, aber letzten Endes bewirkt man das Gegenteil dessen, was man angeblich will.

Tipp: Sich bei Leuten erkündigen, die sich wirklich auskennen, z.B. Frauen in Schweden, die Prostituierten sind und/oder mit Prostituierten arbeiten.

Der Staat soll sich nicht einmischen, wenn es um Sexualität geht, so lange es bei allen Beteiligten freiwillig ist. Mit der Begründung "Das ist nicht natürlich, das ist nicht moralisch" hat man früher Homosexualität verboten.
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.

---Stig Johansson

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Re: Menschenhandel wachsendes Problem

Beitragvon GF.Skaraborg » 25. April 2013 09:16

Auswanderer hat geschrieben:Ganz, ganz, ganz einfache Frage: Wenn jemand freiwillig der Prostitution nachgeht, warum soll der Staat dieser Person die Freiheit dazu nehmen? Letzten Endes wird dies getan, weil der Staat gewisse Moralvorstellungen über Freiheit stellt, so wie früher bei Homosexuellen, bei Leuten die ohne Trauschein zusammen wohnen, bei Atheisten usw.

Witwenverbrennung und Burqa sind 2 Beispiele, wo man Frauen ein Recht wegnimmt, daher der Vergleich. Prügelstrafe? Die meisten Eltern, die ihre Kinder schlagen, glauben wirklich, dass sie ihnen helfen. Das Prostitutionsverbot in Schweden ist ähnlich: man glaubt, man tut etwas gutes, aber letzten Endes bewirkt man das Gegenteil dessen, was man angeblich will.

Tipp: Sich bei Leuten erkündigen, die sich wirklich auskennen, z.B. Frauen in Schweden, die Prostituierten sind und/oder mit Prostituierten arbeiten.

Der Staat soll sich nicht einmischen, wenn es um Sexualität geht, so lange es bei allen Beteiligten freiwillig ist. Mit der Begründung "Das ist nicht natürlich, das ist nicht moralisch" hat man früher Homosexualität verboten.


Man sieht deutlich, dass du von der Materie entweder keine Ahnung hast oder es dir so hindrehst, wie du es gerne sehen möchtest. Ich begruende meine Behauptung so:

Prostitution ist in Schweden NICHT verboten! Zeige uns die Existenz dieses Gesetzes.
Muss ich mich bei dir erkundigen um Aufklärung zu bekommen wie die Prostitution in Schweden vor sich geht? Dann hast du ja in deiner kurzen Schwedenzeit wirklich viel erreicht. :smt038
Das Gesetz, den KAUF von sexuellen Diensten unter Strafe zu stellen hat herzlich wenig mit Moralvorstellungen des Staates zu tun. Man versucht auf diesem Wege eben die Probleme die Prostitution mit sich bringt einzudämmen.
Wenn du der Meinung bist, dass sich der Staat einmischt, wenn es um die Sexualität seiner Mitbuerger geht, dann kann ich nur mit dem Kopf schuetteln. In Schweden ist bereits 1944 Homosexualität legalisiert worden. Der Staat verbietet freiwilligen Sex ja auch nicht. Er verbietet aber, sich Sex zu kaufen! Ist das so schwierig zu verstehen?

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Re: Menschenhandel wachsendes Problem

Beitragvon Auswanderer » 25. April 2013 10:03

GF.Skaraborg hat geschrieben:Prostitution ist in Schweden NICHT verboten!

Das Gesetz, den KAUF von sexuellen Diensten unter Strafe zu stellen hat herzlich wenig mit Moralvorstellungen des Staates zu tun. Man versucht auf diesem Wege eben die Probleme die Prostitution mit sich bringt einzudämmen.

Er verbietet aber, sich Sex zu kaufen! Ist das so schwierig zu verstehen?


Sie ist schon für den einen Beteiligten verboten. Ja, ich verstehe die Begründung, halte sie aber für falsch.

Warum ist der Kauf verboten? Weil der Staat meint, der Kauf ist unmoralisch. Das mag sein, wenn es sich um Zwangsprostitution handelt, aber dann sollte man die, die Zwang ausüben, festnehmen. Aber warum ist der Kauf verboten, wenn es sich um freiwillige Prostitution handelt?

Schwierig zu verstehen ist, warum der Kauf verboten ist, wenn er für alle Beteiligten frewillig ist.

Sollte man den schädlichen Einfluss harter Drogen bekämpfen, in dem der Kauf verboten ist, das Dealen aber straffrei bleibt?
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Re: Menschenhandel wachsendes Problem

Beitragvon GF.Skaraborg » 25. April 2013 10:25

Wer will beurteilen, ob es sich um freiwillige Prostitution handelt?
Nochmals zum mitschreiben:
Der Staat hat das Gesetz nicht erlassen, weil er der Meinung ist, Sexkauf ist unmoralisch!
Ob du das Gesetz fuer falsch oder nicht hälst, ist doch vollkommen unintressant. Es hat Wirkung gezeigt und damit erfuellt es seinen Zweck.
Jetzt auch noch die Gesetzgebung fuer Drogen mit in die Diskussion zu bringen ist doch vollkommen irrelevant.
Im Netz findest du genug Diskussionen um ueber das fuer und wieder beim zustandekommen der "Sexköpslag" sich etwas schlauer zu machen. Wir sind hier in Schweden, seien wir froh, dass wir dieses Gesetz bekommen haben, um endlich die "Torsken" in ihrer menschenverachtenden Tätigkeit zu einzudämmen.


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