Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

susan_EiS

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon susan_EiS » 3. Januar 2010 19:30

Ihr werdet in diesem Punkt keine Einigung finden.

Sumac
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 523
Registriert: 25. August 2009 06:42
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Sumac » 3. Januar 2010 19:37

Vergleich hat geschrieben:Falsch. Grundfalsch. Wir, die wir hier arbeiten und wohnen und Steuern zahlen, haben dieselben Rechte und Pflichten wie die Einheimischen.


nur wohnen und steuern zahlen reicht manchmal nicht aus... WAHLRECHT?????

deine pauschale aussage:
dieselben rechte und pflichten wie einheimische, wobei ich das wort staatsangehöriger bevorzuge...

nysn

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon nysn » 14. Januar 2010 14:48

Hier gibt es eine Stelle in Schweden, die schwedischen Patienten, die nicht länger in schwedischen Warteschlangen stehen möchten, dabei hilft, in Deutschland behandelt zu werden -
im schwedischen Text steht z. B. auch, dass es in Deutschland praktisch keine Warteschlangen gibt:
Får Du inte vård inom rimlig tid?
Om Du är en av de 350 000 personer som står i vårdkö eller skickas runt till olika läkare utan att det händer något då är denna webbplats något för Dig.
Du behöver inte stå i vårdkö!
Är Du folkbokförd i Sverige har Du numera rätt att fritt välja sjukvård inom EU och få den betald av Försäkringskassan om motsvarande vård ges i Sverige.
Vi är specialiserade på att hjälpa till med att utnyttja denna möjlighet.
Främst förmedlar vi vård till Tyskland där det praktiskt taget inte finns några köer.
Vi erbjuder hjälp med allt som behövs för att planera, genomföra och följa upp vården.

Ausführliche Info gibt es unter:
http://www.fecit.se/index.html

Benutzeravatar
HeikeBlekinge
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2069
Registriert: 4. Januar 2008 20:20
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon HeikeBlekinge » 14. Januar 2010 16:32

äähm... les ich das richtig, dass die fuer die Vermittlung tex einer Hueft-OP eine Gebuehr in Höhe von 19 000 kronen verlangen??

Benutzeravatar
Faxälva
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 429
Registriert: 10. Februar 2008 15:42

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Faxälva » 14. Januar 2010 17:34

...ich hab´s auch so gelesen..... also werd ich diesen Dienst kaum in Anspruch nehmen können...

:smt006
Hälsningar från Faxälva

Tyck inte illa om att bli gammal, var glad att du fått chansen.

Tommy3

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Tommy3 » 14. Januar 2010 17:36

hej,

19000 für die Vermittlung einer rechtzeitigen OP ist wohl nicht zuviel, wenn man an den Aufwand denkt, und welche Schmerzen mit einer kaputten Hüfte während zwei Jahren sonst erduldet werden müssen. Wem das zuviel ist, kann das ganze ja auch selber arrangieren, man muss nur Anträge stellen, kämpfen, Kontakte finden usw.

Wer meint, damit hätten nur die Reichen die Möglichkeit zu angemessener Wartezeit, hat Recht, und sollte sich im Rahmen seiner demokratischen Möglichkeiten bemühen, der hiesigen Mangelwirtschaft ein Ende zu bereiten. Aber dann gibt es wieder diese Vögel, die meinen, wir Deutschen sind hier Gast im Lande und sollten uns an die Gegebenheiten anpassen. Schlaft weiter!

susan_EiS

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon susan_EiS » 14. Januar 2010 17:39

Ich verstehe es eher so, dass man die Gesamtkosten von ca. 19000 SEK verauslagen muß und dann von der F-Kassan erstattet (teilweise)bekommen sollte. Wenn es aber tatsächlich so ist, wie Du geschrieben hast, ist es für eine Hüft-OP natürlich viel Geld. Aber wenn man Krebs hat, bezahlt man höchstwahrscheinlich gerne dieses Geld.

Wir leben nunmal leider in eine 2-Klassen-Gesellschaft. Moralisch ist das sicher nicht richtig, aber verhindern kann man es nicht.

nysn

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon nysn » 14. Januar 2010 18:01

Ich verstehe es eher so, dass man die Gesamtkosten von ca. 19000 SEK verauslagen muß und dann von der F-Kassan erstattet (teilweise)bekommen sollte.


das wäre aber schon etwas billig für eine Hüft-OP - ca. 1.900 Euro dürften dafür kaum ausreichen.

Für 19.000 SEK erhält man ein komplettes Beratungs-/Vermittlungs-Paket, das u. a. bereits im Vorfeld ermittelt, ob die schwedische Försäkringskassa die OP und Behandlungskosten in D übernimmt, Finanzierungsmöglichkeiten und Rückversicherungsmöglichkeiten aufzeigt, bei der Auswahl einer Klinik in Deutschland behilflich ist, Übersetzung der Krankenjournale usw.

Sicher bedeutet dies eine 2-Klassen-Gesellschaft. Moralisch bedenklich halte ich diese Beratung/Vermittlung allerdings nicht - wenn man auf eine dringende Operation monatelang warten muss, dann ist es doch gut, wenn man auf ein anderes System ausweichen kann. Moralisch bedenklich empfinde ich eher die schwedische Mangelwirtschaft, die Menschen oft würdelos unnötig lange warten lässt, manchmal sogar so lange, bis dann jede Behandlung zu spät kommt.

Geldhilft

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Geldhilft » 14. Januar 2010 22:52

Komischerweise wurden die ewigen schwedischen Warteschlangen im schwedischen Gesundheitssystem erst dann kürzer, als die Regierung im Sept. 2008 eine Milliarde Kronen an diejenigen Landstings auslobte, die die vårdgaranti einhalten würden (innerhalb von 7 Tagen zum Arzt, dann innerhalb von 90 Tagen zum Erstgespräch beim Spezialisten, dann innerhalb weiterer 90 Tage zur Erstbehandlung beim Spezialisten). Plötzlich ging, was ewig nicht möglich war. Die Misere im schwedischen Gesundheitssystem war/ist absolut hausgemacht, gewollt und vor allem von den Ärzteverbänden entscheidend beeinflußt, die alles tun, um die Anzahl der Ausbildungsplätze für Ärzte gering zu halten (gezeigt bei "Uppdrag Granskning).

Die Möglichkeit zur (vorab durch die Försäkringskassan genehmigten) Behandlung/OP im Ausland gibt es schon länger. Nur: Kaum jemand nutzt sie, da die Schweden (zu Recht) meinen, daß sie schon genug Steuern für medizinische Behandlung bezahlen und nicht noch was drauflegen wollen. Lieber warten sie ewig auf Behandlung. Jedenfalls wenn es nicht lebensbedrohlich ist. Resignation und Fatalismus in puncto Gesundheitssystem sind in Schweden sehr ausgeprägt.

Geldhilft

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Geldhilft » 14. Januar 2010 23:13

Vergaß den Link bezüglich der von der schwedischen Regierung ausgelobten Milliarde Kronen zum Abbau der Warteschlangen im schwedischen Gesundheitssystem:

http://www.vantetider.se/foerbaettrings ... v-pengarna


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste