Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Vergleich

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Vergleich » 2. Januar 2010 15:38

IGEL-Leistungen?
Was ist denn das?
Magenschmerzen wegen einem queren Furz ist natürlich eine Sache, aber Bauchschmerzen können sehr wohl die Symptome von vielen lebensbedrohenden Zuständen sein. Die möchte man natürlich ausschliessen lassen, oder?

>>>Aber grundsätzlich vertrete ich schon die Meinung, dass man sich auch den Geflogenheiten in diesem Land anpassen sollte. Die Schweden vertreten eben eine andere Menthalität (so wenig wie möglich, aber dennoch ausreichend). <<<<

Das ist mit das dümmste, was ich im Zusammenhang mit dieser Diskussion gehört habe. Würde das auch gelten, wenn man zufällig in Nigeria mit dessen Gesundheitssystem wohnen würde?
Die Schweden vertreten hier keine Mentalität, sondern hier herrscht eine Mangelwirtschaft, bei der die laufend gekürzten Mittel für immer weniger Krankenfürsorge reicht. Und daher wird schonungslos abgewimmelt, manchmal mit tödlichen Folgen.

Sumac
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 523
Registriert: 25. August 2009 06:42
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Sumac » 2. Januar 2010 15:59

Vergleich hat geschrieben:IGEL-Leistungen?
Was ist denn das?

>>>Aber grundsätzlich vertrete ich schon die Meinung, dass man sich auch den Geflogenheiten in diesem Land anpassen sollte. Die Schweden vertreten eben eine andere Menthalität (so wenig wie möglich, aber dennoch ausreichend). <<<<

Das ist mit das dümmste, was ich im Zusammenhang mit dieser Diskussion gehört habe. Würde das auch gelten, wenn man zufällig in Nigeria mit dessen Gesundheitssystem wohnen würde?



http://www.igel-verzeichnis.de/

was soll diese pauschale aussage, das ist das dümmste.... usw.?
das war einfach unüberlegt, deine aussage.

ich war vor jahrzehnten mal im krankenhaus, in Papua New Guinea... was meinst du, wie es da zugeht...
meinst du, nur weil ich aus DE komme, haben die ne ausnahme für mich gemacht?
also man sollte sich schon an die geltende form halten und das beste daraus machen, ob man es ändern kann, wäre eine zweite frage.

susan_EiS

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon susan_EiS » 2. Januar 2010 16:44

Vergleich hat geschrieben:Das ist mit das dümmste, was ich im Zusammenhang mit dieser Diskussion gehört habe. Würde das auch gelten, wenn man zufällig in Nigeria mit dessen Gesundheitssystem wohnen würde?
Die Schweden vertreten hier keine Mentalität, sondern hier herrscht eine Mangelwirtschaft, bei der die laufend gekürzten Mittel für immer weniger Krankenfürsorge reicht. Und daher wird schonungslos abgewimmelt, manchmal mit tödlichen Folgen.



Wie kann ich denn "zufällig" in Nigeria wohnen? In der Regel bestimme ich meinen Wohnort selbst. Schon bevor ich nach S zog, wusste ich, dass hier nicht alles gruen ist. Es war also keine Ueberraschung fuer mich. Fuer andere scheint es aber immer noch eine Art Ueberraschungsei zu sein.

Wo zieht man eigentlich die Grenze? Wann sollte ich nach D fliegen? Wer bezahlt es? Nicht jeder kann sich einen KURZFRISTIGEN Flug fuer ca. 250 Euro leisten.

Vergleich

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Vergleich » 2. Januar 2010 20:20

Klar,
wer kann sich das leisten? Wir, die hier ordentlich Steuern zahlen, sollten eigentlich ein Recht auf eine vernünftige und ausreichende Krankenversorgung haben. Das ist aber leider nicht der Fall. Und dann müssen wir uns nicht an die existierenden Verhältnisse anpassen, sondern dafür arbeiten, dass es besser wird. Wie jeder andere Mitbürger auch. Das hat nichts mit Extrawurst zu tun, sondern mit gesellschaftspolitischen Engagement.
Und wenn es mir wirklich an die Nieren geht, dann versuche ich alles, um meine Gesundheit zu bewahren. Wenn nötig und sinnvoll, fahre ich dafür auch nach Patagonien. Ich gehe nicht oft und nur ungerne zum Arzt, dank der schwedischen Abwimmeltaktik, aber manchmal ist es wirklich ernst. Und das ist kleine Überraschung, sondern war mir seit meinem ersten Arztbesuch in S klar.

susan_EiS

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon susan_EiS » 2. Januar 2010 20:39

Gesellschaftspolitischen Engagement ist es doch aber nicht, wenn ich nur anpreiße bei einem Krankheitsfall direkt ins Ausland zu gehen.

Vergleich

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Vergleich » 2. Januar 2010 22:55

susan,

glaub nicht, dass ich nur nach D zur Untersuchung gefahren bin. Gleichzeitig spreche ich alle relevanten Politiker hier in S an, wie die sich die medizinische Versorgung gedacht hatten. Du weisst sicherlich, dass es auf Landstingsniveau Instanzen gibt, wo man Klagen und Beschwerden loswerden kann.

Gesellschaftliches Engagement ist, Misstände anzuprangern und Lösungsvorschläge aufzuzeigen. Komisch, dass du das nicht weisst.

Und bei gesundheitsbedrohlichen Sachen fahre ich dahin, wo es bessere Pflege gibt, ist doch so selbstverständlich wie sonstwas, oder? Würdest du das nicht machen?

susan_EiS

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon susan_EiS » 2. Januar 2010 23:03

Vergleich hat geschrieben:Gesellschaftliches Engagement ist, Misstände anzuprangern und Lösungsvorschläge aufzuzeigen. Komisch, dass du das nicht weisst.



Woher glaubst Du zu wissen, dass ich das nicht weiß?

Sumac
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 523
Registriert: 25. August 2009 06:42
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Sumac » 3. Januar 2010 07:48

Vergleich hat geschrieben:.........in Nigeria mit dessen Gesundheitssystem wohnen würde?.........

Gesellschaftliches Engagement ist, Misstände anzuprangern und Lösungsvorschläge aufzuzeigen.
Und bei gesundheitsbedrohlichen Sachen fahre ich dahin, wo es bessere Pflege gibt, ist doch so selbstverständlich wie sonstwas, oder? Würdest du das nicht machen?



ich bleibe mal bei deinen aussagen:

woran erkennt man (auch frau), das es sich um ein missstand handelt?
der auswanderer aus Nigeria, für den könnte das schwedische gesundheitssystem der himmel auf erden sein,
für den deutschen ist es der missstand schlechthin.
wer ist jetzt die gesellschaft?
nur der deutsche, weil er missstände erkennt oder auch die anderen?

du als deutscher hast dir die tür offen gelassen, das du dahin gehen kannst, wo die versorgungsleistung besser ist... findest du das fair gegenüber den menschen, die diese möglichkeit nicht haben?
aber wer spricht denn von fairem verhalten.. erst komm ich und dann die anderen. :D

meinst du, das nur die deutschen das rad erfunden haben (und jetzt zurück zur steinzeit gehen, unter scharz/gelb)?

ich überlege mir gerade, wie es sein würde, wenn eine minderheit in DE etwas anprangern würde, wie da die deutsche seele kochen würde... so in richtung, was wollen die denn.. ist doch alles bestens hier im lande.

wir sind gäste in einem land, das nicht erst seit der einwanderung von deutschen existiert, sondern schon eine ganze weile länger.
klar das nicht alles so ist wie in DE, denn wäre es so, dann müßte man ja nicht auswandern,
aber der deutsche liebt es ja, die missstände anzuprangern, die in anderen ländern herrschen, aber die im eigenen land sieht er nicht oder er "flüchtet" in ein anderes land.

Vergleich

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Vergleich » 3. Januar 2010 19:16

>>>du als deutscher hast dir die tür offen gelassen, das du dahin gehen kannst, wo die versorgungsleistung besser ist... <<<
Jeder EU-Mitbürger hat die Möglichkeit, bei einem akuten Krankkheitsfall in D sich dort behandeln zu lassen. Egal, ob Deutscher oder nicht. Wo ist also das Privileg?

>>>wir sind gäste in einem land, das nicht erst seit der einwanderung von deutschen existiert, sondern schon eine ganze weile länger. <<<

Falsch. Grundfalsch. Wir, die wir hier arbeiten und wohnen und Steuern zahlen, haben dieselben Rechte und Pflichten wie die Einheimischen. Und dazu gehört eben auch die moralische Pflicht, die Gesellschaft ständig zu verbessern. Und du kannst Gift darauf nehmen, mein lieber sumac, dass ich das auch in D versuchen würde, wenn ich da wohnte.

Nigeria

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Nigeria » 3. Januar 2010 19:20

Hej,
der auswanderer aus Nigeria, für den könnte das schwedische gesundheitssystem der himmel auf erden sein,

Ja, könnte. Muss aber nicht sein. Und sollte einem nigerianischen Einwanderer in Schweden etwas nicht gefallen, so hat er/sie die gleichen Rechte wie jeder andere in Schweden, nämlich seine Meinung zu vertreten und Kritik zu ueben. Diese Rechte sind nicht von irgendeiner Nationalität abhängig, noch stehen sie dem einen mehr zu als dem anderen. Klar oder?


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste