Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Benutzeravatar
HeikeBlekinge
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2069
Registriert: 4. Januar 2008 20:20
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon HeikeBlekinge » 13. November 2009 21:17

Ich denke du wirst als Mensch vollauf akzeptiert, red dir da nichts ein.
Lerne einfach damit umzugehen: Das du mit deinen Äusserungen "aneckst" und red halt nicht allzuviel ueber persönliche Probleme - gerade fuer letzteres ist das www der denkbar ungeeignetste Ort, glaub mir!
Und versuch alles ein wenig positiver zu sehen. Das schadet nie!

LG
Heike
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

Benutzeravatar
Älven
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 175
Registriert: 2. November 2009 19:36
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Älven » 13. November 2009 21:28

Hejsan,
also nach all dem negativen gerede möchte ich mal was positives berichten. mein lebensgefährte ist auch kronisk sjuk, schweres nierenleiden. Alle 3 monate bekommt er eine einladung zum krankenhaus fuer immer wieder unterschiedliche untersuchungen. dies alles funktioniert voll automatisch. der doc im krankenhaus meinte es sei sehr wichtig den krankheitsverlauf zu beobachten. ich selber habe schilddruesenprobleme und muss hormone nehmen, auch hier bekomme ich zweimal im jahr eine einladung vom vårdcentralen zur blutprobe ohne das ich mich darum kuemmern muss. okej, der zahnarzt ist so eine sache. ich habe viele meinungen eingeholt bevor ich mich fuer einen super guten privaten zahnarzt entschieden habe. auch dort bekomme ich nun einmal im jahr einen termin nach hause geschickt. das einzigste trostpflaster ist bei den kosten, dass man nach bezahlten 3000 kr in einem kalenderjahr nur noch fuer alles die hälfte bezahlen muss. :D
es ist doch noch nicht alles so ganz negativ :wink:
liebe greusse
Älven
:smt006

Frage an Schwedenoma

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Frage an Schwedenoma » 13. November 2009 22:24

Hej Schwedenoma,

wie heißt denn Deine Krankheit? Vielleicht kann man Dir besser helfen, wenn man das weiß, oder vielleicht hat dann jemand Tips? Meine Tochter hatte z.B. jahrelang entsetzliche Schmerzen in ganzen Körper und war total down, weder deutsche noch schwedische Ärzte konnten das diagnostieren oder ihr helfen - letztendlich war es unerkannte Zöliakie, die meiner Tochter das Leben zur Hölle machte. Ich kam irgendwann selbst drauf - seitdem sind alle Schmerzen und Symptome (durch konsequentes Vermeiden von Gluten) wie weggeblasen. Und derartiger Krankheiten dürfte es viele geben, die meisten werden leider nicht diagnostiziert. Das nur als Beispiel.

schwedenoma

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon schwedenoma » 13. November 2009 23:24

Hallo,
eigentlich möchte ich nicht mehr über mich persöhnlich etwas berichten.
Aber ich will es Dir noch einmal erklähren.
1995 hat man nach einer Bandscheiben-OP 1988 festgestellt, das ich Narbengewebe
im Wirbelkanal habe und somit das Narbengewebe auf die Nerven drückt.
Nach dem ich alle Instanzen durch hatte und man mir gesagt hatte, wir können Dir nicht
mehr helfen, bzw. mir Alternativen angeboten hatte: Einbau einer Morphiumpumpe, Einbau eines
Stimulationsgerätes, habe ich mich für das Stimulationsgerätes entschieden. Dieses Gerät hat
mir 5 Jahre meine Schmerzen unterdrückt. Um es zu erklähren: in die Wirbelsäule wird zwischen
die Wirbel eine Elektrode eingebaut, die über Strom die Schmerzen plockiert. Dann sind meine Schmerzen
von den Beinen in die Hüftgelenke gewandert und das Gerät konnte dadurch die Schmerzen nicht mehr
plockieren. Von dieser Zeit habe ich nur noch mit Schmerzmitteln gelebt. Irgentwann in diesen Jahr
konnte ich überhaupt nicht mehr gehen. Eine Behandlung hier in Schweden hatte keinen Erfolg bzw.
man hat sich mit mir garnicht in dieser Richtung abgegeben.
Aus diesen Grund schickte ich an alle Uni-Kliniken in Deutschland eine Mail, wer kann mir helfen?
Als einzige Antwortete mir die Charite in Berlin. Sie wollte mir helfen und ich fuhr auch nach Berlin.
14 Tage Aufenthalt und 8 Spritzen in die Wirbel mit Kordision halfen mir zwar noch nicht in Berlin,
aber nach Hause in Schweden zeigten doch die Spritzen nach Tagen dann doch ihre Wirkung. Heute
lebe ich im Moment ohne Schmerzmittel und hoffe nur, es hält noch lange an.
In Schweden angekommen, habe ich auch gleich die Empfehlungen dem Krankenhaus in Jönköping
und meiner vardcentral in Tranas mitgeteilt. Auch habe ich auf Empfehlung der Charite, einen Termin
bei einen Ortopheten beantragt. Was mußte ich aber feststellen, ich bin bei meiner Hausärztin gelandet.
Die Erklährung: Ortopheten in Schweden operieren nur. Auch teilte mir meine Hausärztin mit: In
Tranas hat man nur einen Privatarzt, der Infiltrationen, wie meine Spritzen in Berlin, vornehmen kann.
Also im Krankenhaus dadurch keine Behandlung. :smt006
Irgent wie fühle ich mich manchmal von den Ärzten verarscht.
Auch die Aussage von meinen Hausarzt 1997 war für mich schockierend: Ich habe keine Ahnung von
Deiner Krankheit, aber ich kann Dir Medikamente verschreiben?
Ich habe weder Frust noch beschwere ich mich. Ich freue mich jeden Tag, wo ich ohne Schmerzen
Leben kann. Und das sollten Alle wissen.
Das meine kurzen Ausführungen.
Schwedenoma

Benutzeravatar
HeikeBlekinge
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2069
Registriert: 4. Januar 2008 20:20
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon HeikeBlekinge » 13. November 2009 23:53

Seit also nahezu 20 Jahren schlägst du dich damit herum und suchst nach Lösungen?

> http://www.med1.de/Forum/Neurologie/462057/

Hast du wirklich keinen lebendigen Menschen mit dem du dich damit austauschen kannst? Keinen Freund? Partner?
Ich wiederhole und meine es gut: Das www ist dafuer nicht der beste Ort!

LG
Heike
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

schwedenoma

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon schwedenoma » 14. November 2009 00:30

Deinen Hinweiß auf das Forum finde ich gut, aber da war ich schon. Und eine Antwort
auf meine Fragen waren negativ.
Aber was soll es. Noch lebe ich und im Juni hatte ich schon die Befürchtung,
auf Grund meines Zustandes, das nur noch der Rollstuhl für mich in
Frage kommt. Ein Ausenstehender kann meine Krankheit nicht nachvollziehen.
Selbst mein Sohn schüttelt den Kopf und fragt mich, warum Du und spinnst Du manchmal?
Ich habe hier vor dem Besuch der Charite gesessen und meine schwedischen Nachbarn
waren in meiner Situation so Hilfsbereit, was man sich nicht Vorstellen kann.
Aber ich muß sagen, ich habe mich in all den Jahren daran gewöhnt, mit meiner
Krankheit zu leben und ich denke immer daran, das es noch andere Menschen
gibt, die noch viel schlechter als ich dran sind. Auch habe ich den Ärzten viele Dinge nicht
geglaubt und das war auch für mich wichtig? Meine Schmerzmittel machen abhängig und sie sind
das letzte vor Morphium. Hätte ich den Ärzten geglaubt, wäre ich heute vielleicht davon abhängig.
Ich freue mich wirklich, jeden Tag neu zu erleben. Und gerade hier in Schweden,
wo ich meinen Traum erfüllen konnte, habe ich meine Erfüllung gefunden.
Viele Dinge könnte ich noch berichten, was sich alles in den fast 20 Jahren zugetragen hat, aber eins
weiß ich, ich bin all die Jahre durch das deutsche Gesundheitssystem allein gelassen worden. Und beim
schwedischen Gesundheitssystem läuft es jetzt langsam an, aber nur, weil ich in der Charite in Berlin
war und konkrete Maßnahmen für eine Weiterbehandlung erhalten habe?
Das als Schluß.
Schwedenoma

Benutzeravatar
HeikeBlekinge
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2069
Registriert: 4. Januar 2008 20:20
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon HeikeBlekinge » 14. November 2009 00:31

ich habe mich in all den Jahren daran gewöhnt, mit meiner
Krankheit zu leben und ich denke immer daran, das es noch andere Menschen
gibt, die noch viel schlechter als ich dran sind.


In diesem Sinne wuensche ich dir eine Gute Nacht!

Tommy3

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Tommy3 » 14. November 2009 00:34

ja,

und ich habe mich auch ewig lange mit halbschlechten Ärztediagnosen rumgeschlagen. Nach 15 Jahren richtige Diagnose bei Nichtärzten gefunden. Rat: In Schweden werdet ihr mit Ärzten nicht glücklich. Wenn ihr überhaupt mal zu Ärzten kommt!!!

Sumac
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 523
Registriert: 25. August 2009 06:42
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Sumac » 14. November 2009 06:24

schwedenoma hat geschrieben:eigentlich möchte ich nicht mehr über mich persöhnlich etwas berichten.
Aber ich will es Dir noch einmal erklähren.
Das meine kurzen Ausführungen.
Schwedenoma


sorry, aber das widerspricht sich wiedermal... hättest du einfach z.B. gesagt es handelt sich um morbus crohn oder um sonst eine andere chronische krankheit, hättet du dir den gesamten psalm, der persönlich war, sparen können.

Sumac
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 523
Registriert: 25. August 2009 06:42
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Sumac » 14. November 2009 06:39

schwedenoma hat geschrieben:Und eine Antwort auf meine Fragen waren negativ.
Aber was soll es. Noch lebe ich und im Juni hatte ich schon die Befürchtung,
auf Grund meines Zustandes, das nur noch der Rollstuhl für mich in
Frage kommt. Ein Ausenstehender kann meine Krankheit nicht nachvollziehen.

aber eins weiß ich, ich bin all die Jahre durch das deutsche Gesundheitssystem allein gelassen worden. Und beim schwedischen Gesundheitssystem läuft es jetzt langsam an, aber nur, weil ich in der Charite in Berlin war und konkrete Maßnahmen für eine Weiterbehandlung erhalten habe?


ich finde es fürchterlich... dein gejammere und deine ausführungen...

ich kenne viele chronisch kranke, die auch mit schmerzen leben müssen, aber die jammern nicht mal halb soviel wie du....
und dann immer diese stiche aufs gesundheitsystem in DE... das ist unterste schublade und dann noch der bescheuerte satz, in SE läuft es jetzt nur an, weil DU...
sag mal weißt du noch, was du schreibst?

normlerweise werde ich in Foren nie persönlich, aber bei schwedenoma geht es einfach durch mit mir...

Nachtrag:

du schwedenoma schreibst in dem anderen forum:

Im Moment ist es bei mir so, das ich kaum noch laufen kann und keine Lebensqualität mehr habe. Was soll ich noch machen?
Zitatende

besorg dir einen rollstuhl, wenn die schmerzen so unerträglich sind, dadurch erhöht sich die lebensqualität wieder, aber ob auch deine??


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste