Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

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HeikeBlekinge
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon HeikeBlekinge » 29. Mai 2009 13:06

Achgott Du Armer! Ich kann dir nachfuehlen wie schmerzhaft das ist!
Mein Ältester hat das uebrigens scheinbar von mir geerbt und leidet zur Zeit auch höllisch. Bis ca. Mitte 20 litt ich selbst irgendwie ständig unter eingewachsenen Zehnägeln. Heute ist das völlig verschwunden - keine Ahnung warum - aber vielleicht hast Du ja auch irgendwann das Glueck ;-)

LG
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hansbaer

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon hansbaer » 29. Mai 2009 13:14

Danke für die Sympathiebekundung. So schlimm ist es nicht, und es tut auch kaum weh. Es stört mich vor allem, weil ich befürchte, es könnte die sportliche Betätigung einschränken. Ich wusste, dass irgendwann eine solche Operation fällig werden würde. Es ist nur ärgerlich, dass es genau die Stelle ist, an der ich vor 10 Jahren schonmal operiert worden bin. Damals hatte ich mich lange Zeit um eine Operation gedrückt und durfte dann während dieser feststellen, dass sich in der entzündeten Stelle eine Schwarte gebildet hatte, in der die Betäubung nicht wirkte. Das war ein Spaß. Daher lasse ich es lieber gleich machen, aber bei den Wartezeiten hier ist "gleich" sehr relativ - würde man es in ein oder zwei Wochen machen, wäre die Sache bis zum Juli erledigt. So laufe ich Gefahr, dass es während der Wartezeit nur schlimmer wird und mir die Geschichte den ganzen Herbst versaut.

lilly01

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon lilly01 » 3. Juni 2009 13:05

Hallo,
bisschen spät mit der Antwort hoffe kann Dir trotzdem helfen. Habe ziemliche Probleme mit den Nebenhöhlen gehabt. Super Hilfe dagegen: Kleine Nasenspülkanne, lauwarmen Wasser und einem Teelöffel Salz und dann die Nase spülen. Brauch jetzt keine Schmerzmittel mehr nehmen. Tschüß lilly

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Snögubbe
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Snögubbe » 3. Juni 2009 21:36

Hej lilly01 !

Danke für den guten Tip !
Das nächste mal werd ich´s testen :-) .

Im vergangenen Winter half garnichts, solange ich in Lappland war.
Im März fuhr ich dann nach Freibureg i. Br. - dort war es 24 grd warm und es dauerte knapp 10 Tage, dann war ich die Nebenhöhlenentzündung los.
Der Arzt dort hatte mir Cortison-Nasenspray verschrieben, aber ich glaube, es war hauptsächlich das angenehme Klima, das half.

4 Wochen hielt ich es im sonnigen Süden aus, dann trieb mich das Heimweh wieder zurück in die wunderbare lappländische Stille :-)) .

Gruss,
Wolfgang

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HeikeBlekinge
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon HeikeBlekinge » 3. Juni 2009 23:15

Lieber Wolfgang!
Dann ist eines klar: Du benötigst fuer den nächsten Winter eine handgefilzte "Strumpfmaske". Damit deine NNH nicht immer wieder unterkuehlen ;-)

... teil mal bei Gelegenheit deinen Kopfumfang mit :-)
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AlteinSchweden

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon AlteinSchweden » 4. Juni 2009 17:58

Hej,

alte Menschen in Schweden MÜSSEN kostenlose Helfer oder den Hemtjänst beauftragen, weil es keine Altenheimplätze gibt (bzw. nur im Vor-Exitus-Zustand) und man auch für die wenigen normalen Seniorenwohnungen je nach Kommune bis zu 35 Jahre in der Schlange stehen muß. Macht Euch keine Illusionen!

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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon gundi » 11. Juli 2009 09:22

Hallo ihr gesundheitsgeplagten Forumschreiber,
ich kann mit euch fuehlen, obwohl oder vielleicht weil ich leg. sjukstköterska hier in Schweden bin.
Leider ist hier das System so, dass wenn du Hilfe brauchst du zuerst bei der Vårdcentral anrufen sollst, dann rufen die mit Gottes Hilfe zurueck bevor du verstirbst und dann, ja dann komm eine Sjuksköterska und stellt via Telefon eine Diagnose und das ist leider das Dilemma.
Ich selbst kämpfe täglich mit der Ignoranz dieser Instanz und das seit einigen Jahren.
Ich kiann jedem nur anraten, ins Auto sitzen und direkt in die Akutmottagning des nächsten Krankenhauses fahren.
Dort duerfen sie dich auf keinen Fall abweisen. So mache ich es inzwischen mit meinen Patienten in der Kommune.
Was den Besuch eines Arztes in Deutschland betrifft, nehmt eure Euroverischerungskarte von der Försäkringskassa mit geht zum Arzt und dort braucht ihr nur eure Gebuehr wie alle anderen bezahlen.
So mach ich es auf jeden Fall und es funktioniert.
In diesem Sinne ein gesundes Wochenende :P
Gundi

Andy_Småland

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Andy_Småland » 21. Juli 2009 23:23

Hallo an alle,

ich schließe mich den Fragen meiner beiden Vorgängern an:

Wie habt ihr das gemacht, eure Beschwerden in D behandeln zu lassen? Wer hat das bezahlt?

Wir sind im März nach Schweden ausgewandert und dementsprechend auch nicht mehr in D gemeldet bzw. aus dem deutschen Gesundheitssystem abgemeldet.

Für den Fall der Fälle ( bei wirklich ersthaften Erkrankungen) wäre es super zu wissen, wie man auf das deutsche Gesundheitssystem zurückgreifen kann. Bisher hatten wir relativ gute Erfahrungen mit dem schwed. System, muss aber dazusagen, dass es sich glücklicherweise nur um "kleinere" Erkrankungen gehandelt hat.

Viele Grüße an alle
Andy aus dem schönen Småland

Yvi
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Yvi » 22. Juli 2009 09:15

Wir hatten vor unserem Urlaub einen Patienten aus Schweden da. Der hat natürlich auch keine Versicherungskarte so wie man sie in D kennt. Aber dadurch das es ja mit zur EU gehört ist das alles kein Problem.
Es gibt 2 Formulare die man dann direkt beim Arzt ausfüllen kann.
Da schreibt man dann das Herkunftsland drauf, wo man zu der Zeit in D wohnt, wie lange man in D verweilen möchte im Urlaub und ganz wichtig die Ausweisnr. (Perso oder Reisepass). Der hatte auch eine Karte mit dabei so wie wir sie aus D kennen als Versicherungskarte. Dann kann man sich in D sogar noch die Krankenkasse aussuchen und die macht das dann mit der Kasse in Schweden.
Man muß aber sich vorher vielleicht so einen Auslandskrankenschein abholen. So hat er mir das erklärt. Aber es gab bis jetzt noch nie Probleme bei uns wenn welche aus Schweden bei uns in der Praxis gewesen sind.
Einfach mal in S nachfragen wie es mit dieser Auslandskrankenkarte aussieht.
Jag behöver koppla av

light

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon light » 22. Juli 2009 11:09

Also die Auslandskrankenkarte kann man auf fk.se bestellen ... wird in Deutschland anstandslos akzeptiert.

Ansonsten in Schweden wirlich zur akutmottagning fahren ... ich freue mich immer auf deutsche Patienten... :D


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