Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

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Imrhien
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Imrhien » 25. Mai 2009 11:52

Hej då Haro hat geschrieben:Hej Haro!

Willkommen in der Liste der ignorierten Mitglieder!
Ein Spiegel wäre nicht schlecht.....

Hej då!


Warum schreibt man sowas nicht mit einem Namen? Traut man sich womöglich nicht sich zu outen?

Samweis
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Samweis » 25. Mai 2009 12:10

Hallo Wiebke,

Imrhien hat geschrieben:Warum schreibt man sowas nicht mit einem Namen? Traut man sich womöglich nicht sich zu outen?
... zumal man niemanden ignorieren kann, wenn man nicht Mitglied und angemeldet ist.

Anonyme Postings von beiden Seiten, persönliche Angriffe, Ersatz des Arguments durch leere Polemik... Man könnte meinen, es geht hier um etwas.
Habe ich irgendetwas nicht mitbekommen? Gibt's hier irgendwann einen Preis für "die beste Meinung"?

Viele Grüße

Samweis

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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon janaquinn » 25. Mai 2009 12:14

Hier werden keine Preise verliehen...weder für den "besten persönlichen Angriff" noch für den "besten Gegenkonter"...wir sind alle friedlich, akzeptieren, bitte bitte, die Meinung der anderen und wenn es jemanden "to much" wird, geniesst diesen wunderschönen Frühsommer-tag....

Gastschreiber sind natürlich wie immer herzlich willkommen, insbesondere wenn sie etwas zum Thread beitragen können und nicht nur, eh schon angestaute Emotionen, anheizen...

LG JANA :danke:
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Imrhien » 25. Mai 2009 12:18

jap habs verstanden... war zwar nicht anonym, werd mich jetzt aber auch wieder wichtigeren Sachen widmen. Danke Jana.

Liebe Grüsse
Wiebke

hansbaer

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon hansbaer » 25. Mai 2009 12:40

@Haro: Würdige Diskutanten sind offenbar nur die, die alles abnicken, was du schreibst. Einfach abbrechen ist offenkundig die einfachste Methode, sich Gegenargumenten nicht stellen zu müssen. Manchmal denke ich mir, wir haben es mit einem Generationenproblem zu tun, dass eine angeregte Debatte jedesmal so enden muss. Als Märtyrer fühlt man sich wohl einfach besser.

Indem du allen Statistiken generell unterstellt, sie sind gefälscht, umgehst du, dass du dich mit ihnen auseinandersetzen musst. Eine Statistik, die dir gerade nicht passt, kann natürlich nur frisiert sein.

Die Statistik, die dir passt, ist dir dafür umso lieber. In der Tat steht Schweden in zahlreichen Statistiken besser da als Deutschland - und diese Statistiken sind nicht gefälscht. Die Lebenserwartung ist beispielsweise höher, was aber auch kein Wunder ist, denn in der DDR war die Lebenserwartung beträchtlich niedriger als in der alten BRD, und das wirkt bis heute nach. 1990 lagen BRD und Schweden bei den Frauen gleichauf, bei den Männern lebten die Deutschen etwas kürzer (man kann sich ja denken, woran das liegt). Das Bild bei der Kindersterblichkeit ist im Wesentlichen das gleiche. Du kannst herzlich gerne Beispiele bringen, bei denen eine Diskrepanz nicht so leicht zu erklären ist.

Was du nicht verstanden hast, ist, dass ich deine Erfahrungen nicht in Zweifel ziehe. Auf deinen ersten Beitrag hier hat dir keiner widersprochen. Es sind deine Erfahrungen hier, und es ist ja schön, dass die positiv sind. Ich spreche sie dir nicht ab.

In der Folge hast du dann aber begonnen, ein großes Fass aufzumachen: die Pharmaindustrie zockt die Deutschen ab und verlangt von ihnen exorbitant erhöhte Preise, dann die Stadt-Land-Theorie. Letzteres ist nachweislich falsch - sowas einzugestehen scheint dir aber nicht möglich zu sein.

Wer große Schlüsse ziehen will, muss damit rechnen, dass diese in Zweifel gezogen werden. Wenn die Anbringung von Fakten aus seriösen Quellen kein passendes Mittel hierzu ist, was dann?

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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Aelve » 25. Mai 2009 19:28

Hallo,

gerade wieder aus dem wunderschönen und erholsamen Schweden zurück, sehe ich, dass es hier jetzt ganz schön heiß hergeht.

Ich kann es auch nicht nachvollziehen, wie sofort immer über positive Berichte drüber hergefallen wird. Wenn es sich um Erfahrungsberichte handelt, wir Ihr ja alle selber einräumt, dann laßt doch auch positive Erfahrungsberichte gelten. Ich habe extra ein Ehepaar in Schweden wohnend, beide sind an die 80 Jahre alt, gefragt, wie sie mit ihrer ärztlichen Versorgung in Skane zufrieden sind und habe positive Antworten bekommen. Dann kenne ich eine Krankenschwester, die vor ca. 1 1/2 Jahren nach Schweden ausgewandert ist und im Krankenhaus Borås arbeitet. Sie meinte auf Nachfrage, dass es zwar etwas länger dort dauert, bis man einen Termin im Krankenhaus bekommt, dafür ist aber die Nachversorgung dort erheblicher besser als in Deutschland. Man kann also nicht generell sagen, dass das Gesundheitssystem in Schweden gegenüber anderen Ländern grottenschlecht ist. Auch in Deutschland gibt es eine Menge Patienten, die Horrorgeschichten erzählen könnten und Patienten, die mit der ärztlichen Versorgung sehr zufrieden sind.
Oft liegt es auch am Arzt, es kann auch teilweise am Patienten selber liegen, es kann auch am System liegen, wenn einer zufrieden ist und der andere eben unzufrieden.

Ich selber könnte von Deutschland ganze Bände erzählen, was schief lief bei einem Krankheitsfall, kann aber genauso gut viele gut verlaufende Krankheiten, die schnell geheilt wurden, aufzählen.
Auch ich bin der Meinung, dass man nicht in allen Fällen statistische Werte benötigt, um etwas hier aufzuführen, oft genügt auch der gesunde Menschenverstand, um etwas hier berichten zu können. Denn wir Ihr selber sagt, die Statistik mag auf die eine Person zutreffend sein, aber für die andere Person eben nicht.

Dann kann ich noch berichten, dass das ältere Ehepaar erzählt hat, dass für häusliche Arbeiten, die sie nicht mehr ausführen, wie z.B. Fensterputzen mit Trittleiter, exta unentgeltlich eine Person kommt, die diese Arbeiten übernimmt. Ich finde das eine ganz tolle soziale Errungenschaft, dass man als ältere Person sich darauf verlassen kann, schwere Arbeiten ausführen zu lassen, um so lange wie möglich dann zu Hause leben zu können. Auch das ist gesundheitsfördernd, wenn ich als ältere Person diese gefährlichen Arbeiten nicht ausführen muß und weiß, dass ich so lange wie möglich im heimischen Umfeld leben kann.

Grüße Aelve
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nysn

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon nysn » 25. Mai 2009 20:23

Dann kann ich noch berichten, dass das ältere Ehepaar erzählt hat, dass für häusliche Arbeiten, die sie nicht mehr ausführen, wie z.B. Fensterputzen mit Trittleiter, exta unentgeltlich eine Person kommt, die diese Arbeiten übernimmt. Ich finde das eine ganz tolle soziale Errungenschaft, dass man als ältere Person sich darauf verlassen kann, schwere Arbeiten ausführen zu lassen, um so lange wie möglich dann zu Hause leben zu können.

Hier kann ich dich wieder in die "schwedische Realität" zurückholen: Die Ausführung von häuslichen Arbeiten - hemtjänst - gilt längst nicht für alle gleich. Das ist immer wieder ein großes Thema, ob der hemtjänst z. B. Fensterputzen übernehmen soll, wann und wie oft.

Unentgeltlich ist es schon zweimal nicht - denn auch der hemtjänst kostet GELD!

Hier kannst du dich informieren, was es z. B. in Halland 2009 kostet:

http://www.halmstad.se/prod/halmstad/he ... 20WEBB.pdf

guteBesserung

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon guteBesserung » 25. Mai 2009 20:31

Das klingt doch super fuer unsere baldigen Pensionäre. Nur die Hüftprothesen und den grauen Star und das Hörgerät vor dem Umzug lieber noch vorher in Deutschland einbauen/operieren lassen. Gegen den Zucker gibt´s die Medikamente auch in Schweden. Alle die in jüngeren Jahren nach Schweden kommen müssen sich eben selber fit halten. Was will man mehr. :wink:

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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Samweis » 25. Mai 2009 20:41

Hallo Aelve,

Aelve hat geschrieben:wie sofort immer über positive Berichte drüber hergefallen wird. Wenn es sich um Erfahrungsberichte handelt,
Wo wäre das eine oder das andere der Fall gewesen?
Aelve hat geschrieben:Ich finde das eine ganz tolle soziale Errungenschaft, dass man als ältere Person sich darauf verlassen kann, schwere Arbeiten ausführen zu lassen,
Hm?? Kannst Du in D nicht auch jemanden bezahlen, damit er Hausarbeiten für Dich verrichtet?
Ich bin ja mit dem deutschen Steuersystem nicht mehr so vertraut, aber kann man das nicht sogar absetzen?

Viele Grüße

Samweis

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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Aelve » 25. Mai 2009 20:49

Hallo S-Nina, hallo Samweis,

das ältere Ehepaar, das mir davon berichtet hat, dass man für schwere Arbeiten, die man als älterer Bürger nicht mehr ausführen kann, jemanden kostenlos bestellen kann, der diese Arbeiten ausführt, hat ausdrücklich erklärt, es wäre der Service kostenfrei. Ich habe nämlich extra nachgefragt, ob es in der Tat nichts kostet, da es mir auch fast unwahrscheinlich erschien, dass man als älterer Bürger diese Dienste nicht bezahlen muß und mir wurde versichert, dass derjenige kostenlos diese Dinge ausführt. Natürlich nicht alle Hausarbeiten, sondern nur solche Arbeiten, die jemand aufgrund seines Alters nicht mehr selber ausführen kann bzw. Arbeiten wie Fensterputzen, da sie für ältere Personen unzumutbar sind.
Es geht hier nicht darum, dass ich mir jemanden zum Reinigen meines Haushalts hole, denn das ist sehr kompliziert, da man diese Personen steuerlich anmelden muß und Lohnsteuer Pauschale dafür abführen muß. Da haben ältere Personen sicherlich Probleme, diese Formalitäten zu erfüllen und nehmen dann entweder schwarz bezahlt jemanden oder gehen dann ins Heim. In Schweden wird insgesamt älteren Bürgern mehr ermöglicht, lange zuhause wohnen zu bleiben, wenn sie pflegebedürtig sind kommt Pflegepersonal ins Haus.

Grüße Aelve
Zuletzt geändert von Aelve am 25. Mai 2009 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
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