Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

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Haro
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Haro » 24. Mai 2009 19:51

Aelve hat geschrieben:Hallo,

da wir gerade in Schweden weilen, habe ich kürzlich eine 80 jährige Dame gefragt, wie es bei ihr mit der ärztlichen Versorgung in Schweden - nahe Malmö - aussieht. Ob sie lange Wartezeiten in Kauf nehmen muß, da sie mit 80 Jahren auch so einige Krankheiten hat. Sie sagte sofort, dass sie immer gleich Arzttermine bekommt, wenn sie in ihrer Vardcentrale anruft. Sie hat immer den gleichen Arzt, sie konnte wählen, welchen Arzt sie haben möchte und wenn sie Beschwerden hat, ruft sie dort an und bekommt umgehend einen Termin.

Dann habe ich heute mit unserem deutschen Vorbesitzer unseres Hauses in Älvsered gesprochen, der gerade an einer Augenentzündung leidet. Ich war erstaunt, dass er mir berichtete, dass er ein Taxi bezahlt bekommt.
In Deutschland muß man sehr viel zubezahlen, wenn man nicht selber Autofahren kann und ein Taxi nehmen muß.
Früher bekam man Fahrtkosten von den Krankenkassen erstattet, wenn man einen Arzt in einem anderen Ort besuchen mußte, wenn es vor Ort keine Praxis gab, das ist alles vorbei.

Grüße Aelve

Hejsan Aleve,

genau so geht es bei uns auch, wenn wir was haben ein Anruf in der Vårdcentale und innerhalb von zwei, drei Tagen haben wir einen Termin und haben auch immer den selben Arzt, (übrigens, Zufällig ein ganz netter Deutscher) Im Krankenhaus haben wir auch nie länger als eine Woche auf einen Termin warten müssen. Medikamente kann ich in der Vårdcentrale sogar per e-Mail bestellen, wenn es sein muss.

Das mit den Fahrtkosten habe ich übrigens auch so ähnlich erfahren, mein Nachbar war mit dem Krankenwagen und akutem Blinddarm nach Kalmar ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo er sofort Operiert wurde. Nach drei Tagen kam er mit dem Taxi nach Hause und sagte mir er habe für die Rückfahrt ca. 110 km 80:-kr ca. 8 € bezahlt den Rest bezahlt die Försäkringskassa.

Ist ja irgendwo auch logisch das die negativen Erfahrungen immer sofort (auch von den Medien insbesondere DN) breitgetreten und aufgebauscht werden und die positiven eben nicht weil das jeder so erwartet und weil man damit keine Schlagzeilen machen kann.
:(

Viele Grüße aus Småland :flagge:
Harald
Man muss dem Leben nur gelassen folgen und ihm ein Höchstmaß an Freude entnehmen.

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nysn

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon nysn » 24. Mai 2009 20:06

Haro: Außerdem habe ich ja auch nur geschrieben das "fast alle" der Medikamente die "ich benötige" 10 X so teuer sind wie in Deutschland.

Das hatte mich jetzt aber auch ziemlich erstaunt und habe mal nachgesehen, was ich neulich für die Asthma-Medizin meines Sohnes in Schweden bezahlt habe:

1 Verpackung Bricanyl Turbohaler kostete am 27.03.09 in der Apotheke 151,50 SEK

Den Preis, den ich dafür in Deutschland gefunden habe:
http://www.apomio.de/preisvergleich/bri ... zneim.html
für Bricanyl 21,63 Euro

Also so groß (10 x mehr) wie von dir genannt ist der preisliche Unterschied nun wirklich nicht.

Der wesentliche Unterschied hier zu Schweden ist: In Deutschland hätte ich für das Medikament gar nichts bezahlen müssen (da Rezept - und Kinder-/Jugendliche bis 18 J. von der Zuzahlung ganz befreit sind).

Ansonsten wünsche ich allen in Schweden: BLEIBT GESUND - es lohnt sich!

S-nina

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Aelve
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Aelve » 24. Mai 2009 20:31

Hallo,

und ich wünsche allen Teilnehmern hier im Forum - egal ob sie in Schweden wohnen in Deutschland oder auch ganz woanders stets beste Gesundheit. Denn erst wenn man richtig krank ist, dann weiß man, wie gut man es vorher hatte. Und nicht umsonst sagt man, die beste Krankheit taugt nichts.

Also alles Gute für Euch alle und für Euer gesundheitliches Wohlergehen wünscht Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Samweis » 24. Mai 2009 20:40

Hallo Haro,

Haro hat geschrieben:Es sind auf jeden Fall nicht solche Gewinnspannen nötig wie in Deutschland die nur auf Kosten der Allgemeinheit erzielt werden und wo die Pharmaindustrie nach Herzenslust in die Kassen greift.
"Solche Gewinnspannen" sind für mich nicht nachvollziehbar. Mir ist nicht ganz klar, woher Du diese Information nimmst - zumal die Gewinnspannen in Deutschland im europäischen Vergleich recht niedrig sind.
Siehe dazu hier:
http://www.vfa.de/download/SAVE/de/wirt ... gleich.pdf?
http://www.vfa.de/download/SAVE/de/wirt ... europa.pdf?

Haro hat geschrieben: Kannst Du auch gerne hier: http://h-y-kehne.de.tl/Preisvergleiche.htm mit Bildern einsehen. Die Bilder auf unserer Homepage sind von Originalverpackungen aus Schweden und Deutschland.

Ich habe die Angaben auf Deiner Homepage gecheckt - und kann sie wiederum nicht nachvollziehen. Den von Dir genannten Faktor 10 finde ich lediglich in einem einzigen Fall. In genau dem Falle sind aber Äpfel mit Birnen verglichen. Versuche ich heute, in beiden Märkten billige Nachahmer-Präparate zu vergleichen, finde ich in D einen Preis von 33,33 € für 100 Stück und in S einen Preis von 283,50 SEK für 98 Stück.
Soviel zum Thema Statistik und wer sie macht :wink:
Haro hat geschrieben:sollte das, dass gegen Lippenherpes sein dafür habe ich das letzte mal in Deutschland noch für eine kleine 2 g Tube 13,65 € bezahlt, aber ist mal egal.
7,83 € für genau diese Tube. Schweden hat natürlich den Vorteil, dass es nur eine Apoteket gibt. Du kannst Dir also nicht eine teurere Apotheke aussuchen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass in Schweden Arzneimittel Moms-frei sind. Trotzdem aber sind Arzneimittel in Schweden durchschnittlich nur 1 % billiger als in D. Gleichzeitig erhalten in S die Arzneimittelhersteller 81% des Verkaufspreises, in D dagegen nur 57%! Die ach so unverschämten Margen der Arzneimittelhersteller scheinen also in D wesentlich kleiner zu sein als in S.
Haro hat geschrieben:Außerdem habe ich ja auch nur geschrieben das "fast alle" der Medikamente die "ich benötige" 10 X so teuer sind wie in Deutschland.
(Das ist nur eine Tatsache und Feststellung von mir.)
Ich würde sagen, es ist eine Feststellung, keine Tatsache. Und selbst die Feststellung kann ich anhand Deiner eigenen Daten nicht nachvollziehen.
Haro hat geschrieben:Sicher kann es wie überall auch hier Ausnahmen geben.
Richtig. Es gibt überall Ausnahmen. Die Frage ist nur: Was ist die Ausnahme?
Dafür gibt es Statistik.
Haro hat geschrieben: Ich habe nämlich nur geschreiben das wir mit den Wartezeiten noch nichts zu tun hatten da wir in einer ländlichen Gegend in Schweden wohnen und das ich mir das vorstellen kann das es in Ballungsgebieten zu Wartezeiten kommen kann.
Ich bin nicht sicher, ob man in Südschweden ländlicher wohnen kann als hier. Aber das Beispiel, das ich vor ein paar Seiten hier gebracht hatte, betraf meinen Nachbarn. 9 Monate Wartezeit. Wohnort: Glesbygd.
Haro hat geschrieben:Dann habe ich noch geschreiben das im Gesamten betrachtet die Zahlen vielleicht stimmen mögen aber man die von hansbaer genannten Statistiken und Zahlen so nicht allgemein auf Schweden anwenden kann.
Siehst Du - und das ist mir eben schleierhaft. Wieso kann ich Zahlen, die "im Gesamten betrachtet" stimmen, dann nicht auf Schweden anwenden - also auf das Land, in dem sie erhoben wurden?

Haro hat geschrieben:PS. Wobei das mit den Statistiken so eine Sache ist, man sollte schon mal dahinter schauen wer sie in Auftrag gegeben oder erstellt hat oder wem sie Nutzen bringen.
Sollte man. Kann man auch. Die Zahlen, die hansbaer genannt hat sind offenbar von der OECD.
Haro hat geschrieben:Wenn Person eins 2 Millionen Euro hat und Person zwei nichts, haben Statistisch gesehen beide Personen je 1 Million Euro was aber Person zwei auch nichts nützt. :lol:

Das verstehe ich. Und wenn 25% der Patienten mehr als 3 Monate auf einen Facharzt-Termin warten müssen, dann haben sie herzlich wenig davon, dass Haro in Småland einen tollen deutschen Arzt hat, mit dem er sich (auf deutsch) gut versteht. :wink:


Viele Grüße

Samweis

Märchenhaft

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Märchenhaft » 24. Mai 2009 22:10

Hej,

gar wundersam, was Haro und Aelve so für Erfahrungen machen oder erzählt bekommen... Für uns alle anderen, die z.T. schon jahrzehntelang in Schweden leben - ganz einzigartige, ungewöhnliche Erfahrungen: nämlich EINEN TERMIN ZU KRIEGEN, SOFORT DRANZUKOMMEN, IM NULLKOMMANIX OPERIERT ZU WERDEN UND DANN AUCH NOCH SUPREBILLIGE MEDIKAMENTE ZU KRIEGEN. - Der Wahnsinn - sage ich nach 15 Jahren Land- und Stadtleben in Schweden...davon träume ich nur...

Aelve und Haro sind offenbar direkt im medizinischen Himmel gelandet - was mich für sie freut. Aber vermutlich nicht auf der schwedischen Erde....

Tommy3

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Tommy3 » 24. Mai 2009 22:33

Hej,

wenn ihr in D zum Arzt geht, zahlt die schwedische Försäkringskassan das, wenn es ein Notfall ist. Sonst nicht.
Der Luxus, den man in D mit dem Gesundheitssystem gewohnt ist (wegen jeder Erkältung zum Arzt, am besten gleich Facharzt, und dann auch noch mehrere Ärzte konsultieren), zahlt die schwedische F-kassa nicht. Aber kann man ja selber zahlen, wenn man in D ist und das wichtig findet.

hansbaer

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon hansbaer » 24. Mai 2009 23:05

Haro hat geschrieben:ich kann mir schon vorstellen das es einen Unterschied ausmacht das die Kassen beider Länder einen Teil der Kosten übernehmen. Aber, wenn man den Unterschied der Mehrwertsteuer noch mit einrechnet was die Deutschen Preise ja noch höher erscheinen lässt, macht das aber mit Sicherheit nicht so viel aus das viele Medikamente in Deutschland 10 X so teuer sind wie in Schweden oder auch anderen Ländern. Zudem gibt es ja auch frei verkäufliche Medikamente die in beiden Ländern frei von der Zuzahlung der Kassen sind, wo die Preisunterschiede ähnlich ist und von daher kann man die Preise schon in etwa vergleichen.


Frei verkäuflich sind Dinge wie Aspirin etc. - einen Faktor 10 wird es bei solchen Medikamenten nicht geben, wahrscheinlich nicht mal einen Faktor 2.

Ohne zu wissen, wie der Preis zustandekommt, kann man nur spekulieren.
Ist der Preis, auf den du dich beziehst, der, den du selber bezahlst, oder der Apothekenpreis?
Ich konnte leider nichts dazu finden, wie die Zuzahlung in Schweden läuft. In Deutschland zahlt man 10 Prozent des Apothekenpreises, jedoch maximal 10 € für ein Medikament. Konkret: 90% übernimmt die Kasse. In Bezug auf das würde ein Faktor 10 heißen, dass der Preisunterschied exorbitant ist.

Haro hat geschrieben:Wir wohnen in einer ländlichen Gegend in Schweden und haben bis jetzt mit Wartezeiten im Gesundheitssystem hier nichts zu tun, das es in Schweden in den großen Städten oder Ballungsgebieten durch die hohe Zahl der Einwohner zu Wartezeiten kommt kann ich mir gut vorstellen, dann solltest Du oder die, die deine Daten erstellen das aber auch bei Vergleichen berücksichtigen das ca. 70-80 % der Schweden in einigen, wenigen großen Städten leben und der Rest in ländlichen Gebieten. Also, kann man deine Ansichten und Zahlen so nicht allgemein auf Schweden übertragen. Im Gesamten betrachtet mögen die Zahlen vielleicht stimmen aber von daher betrachtet hinken die von Dir genannten Vergleiche meiner Meinung nach schon eine wenig. Wenn man das auch in den Foren richtig beobachtet sind es zum größten Teil Leute aus großen Städten die sich über diese Wartezeiten beschweren.


Dann würde ich mal mit Tommy und Skogstroll reden - die sind wohl von dem Verdacht frei, von Städterproblemen zu klagen.
Die Stadt-Land-Theorie mag gut klingen, stimmt so aber leider nicht, denn die verschiedenen ländlichen Regionen schneiden sehr unterschiedlich ab. Zudem ist Stadt nicht gleich Stadt und Land nicht gleich Land, insbesondere in Schweden. In Jokkmokk zu wohnen ist was ganz anderes als in einem Dorf in Blekinge. Die drei Großstadtregionen machen schon 40% der Bevölkerung aus, aber selbst da gibt es große Löcher. Wenn man wie ich mitten in den Schären wohnt, sollte man nicht meinen, dass man Teil des größten Ballungsraums von ganz Schweden ist. In meiner Kommune gibt es auch Wohngebiete, von denen aus die nächste Notaufnahme über 40 km entfernt ist.

Stockholm hat trotz der hohen Bevölkerung den höchsten Anteil von Ärzten in der Bevölkerung. Ich selbst bin, wie irgendwann mal erwähnt, mit dem Zugang zu den Allgemeinärzten recht zufrieden, da ich teilweise noch am gleichen Tag einen Termin bekam, während es in den ländlichen Regionen Nordschwedens offenbar schon hier hakt. In Stockholm hängt es dann vor allem an den Wartezeiten für die weitergehenden Behandlungen.

Hier ein Auszug aus dem aktuellen Socialstyrelsen-Bericht:
Kalmar, Gotland och Jönköping är de landsting
där lägst andel patienter har behövt vänta längre
än 90 dagar på besök eller behandling under år
2007–2008. Även Västmanland har lyckats bra på
besökssidan, men ligger närmare genomsnittet för
riket när det gäller behandling. För Uppsala gäller
det omvända. Där väntar förhållandevis få patienter
längre än 90 dagar på behandling, men på besökssidan
är problemen avsevärt större. Jämtland,
Gävleborg och Västerbotten hör till de landsting
där stora andelar patienter har väntat längre än 90
dagar under en längre tid.
[...]
Av landstingens rapporter till Socialstyrelsen
framgår att samtliga landsting anser sig ha problem
med väntetider i något avseende. Bland faktorer
som kan leda till kortare väntetider nämns bättre
logistik och produktionsplanering, bättre hantering
av väntelistor, tydligare prioriteringar från ledningen,
bättre bemanningsplanering (schemaläggning)
och rätt urval av patienter. För att väntetiderna ska
kunna förkortas krävs dessutom god vilja och en
positiv attityd. God tillgång till personal och inga
vakanser är vidare ett måste för att olika enheter
ska kunna bedriva sina verksamheter med kontinuitet.
I vissa fall menar landstingen också att det
krävs ökade resurser.


Du wohnst also in einem der Gebiete, die am besten abschneiden. Das hat aber mit Stadt und Land wenig zu tun, wie auch dieser Beitrag, den ich in Erinnerung rufen möchte, belegt: http://www.schwedentor.de/forum/beitrag79351.html
Stockholm liegt da also noch über dem Landesschnitt, während das ländliche Gävleborg vollkommen durchfällt.

Die große Preisfrage ist, wieso Kalmar relativ gut im Rennen liegt, während Uppsala große Probleme hat und Västmanland trotz ähnlicher Bevölkerungsdichte auch nicht so gut abschneidet. Das ist auch interessant, weil Kalmar wohl zur Region Sydöstra gehört, die sowohl mit Ärzten und Krankenschwestern relativ schwach besetzt ist.

Was die Dame von 80 Jahren angeht, von der Aelve geschrieben hat: als eine Freundin nach 6 Monaten (I'll repeat: 6 Monate) Wartezeit endlich ihren Termin für eine Magenspiegelung bekommen hat, sagte man ihr dort, dass alte Menschen bevorzugt würden und sich dadurch diese Situation ergebe. Es ist erfreulich, dass diese nicht so lange warten müssen, aber die große Mehrheit der Einwohner dieses Landes sind nun mal nicht im hohen Alter.

Man kann nur nochmal festhalten, und das gibt auch das Socialstyrelsen unumwunden zu: über das gesamte Land betrachtet sind die Wartezeiten lang, selbst an den doch bescheidenen Zielen der Vårdgaranti gemessen. Dass bestimmte Regionen und bestimmte Altersgruppen etwas besser dran sind, ist schön, bringt aber dem ganzen Rest ziemlich wenig.

Verstehe ich den Titel falsch

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Verstehe ich den Titel falsch » 25. Mai 2009 07:39

Bin ich zu dumm um den Titel zu verstehen? Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem bezieht sich auf die Erfahrungen die jeder selbst gemacht hat. Warum dürfen diese Erfahrungen den nur so sein, das sie bestimmten Leuten in den Kram passen. Was ist daran so schlimm wenn jemand mit dem System zufrieden ist. Der tenor das in Schweden alles schlecht ist kommt hier im Forum immer mehr zum tragen. Eigentlich wollte ich mich ja anmelden, da ich schon eine ganze Zeit hier lese. Aber inzwischen hab ich auf die negativeinstellung mehrer User hier einfach keine Lust mehr und sag als Gast einfach mal Tschüs. Und ich frage mich warum bleibt ihr in schweden wenn ihr mit sovielen Sachen nur negative Erfahrungen habt.

hansbaer

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon hansbaer » 25. Mai 2009 08:03

Haro hat geschrieben:PS. Wobei das mit den Statistiken so eine Sache ist, man sollte schon mal dahinter schauen wer sie in Auftrag gegeben oder erstellt hat oder wem sie Nutzen bringen.
Wenn Person eins 2 Millionen Euro hat und Person zwei nichts, haben Statistisch gesehen beide Personen je 1 Million Euro was aber Person zwei auch nichts nützt. :lol: So viel zum Thema Statistiken.


Sorry, aber so oft, wie du dieses idiotische Beispiel schon gebracht hast, muss ich da mal was anmerken:
Für dich sind Statistiker anscheinend grenzdebile Idioten, die nichts weiter können als Durchschnitte auszurechnen. Schonmal was von Standardabweichung, Median, Stichprobe und Perzentilen gehört?

Es gibt nämlich Fälle, in denen ein Durchschnitt eine Aussage hat, und welche, in denen das nicht der Fall ist. Das Maß ist das Standardabweichung. Diese muss deutlich kleiner sein als der berechnete Schnitt.
Dein "Beispiel" hätte einen Durchschnitt von 1.000.000 Euro, aber auch eine Standardabweichung von 1.000.000 Euro. Folglich ist die Aussage des Durchschnitts in diesem Fall vollkommen wertlos.

hansbaer

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon hansbaer » 25. Mai 2009 08:16

Verstehe ich den Titel falsch hat geschrieben:Bin ich zu dumm um den Titel zu verstehen? Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem bezieht sich auf die Erfahrungen die jeder selbst gemacht hat. Warum dürfen diese Erfahrungen den nur so sein, das sie bestimmten Leuten in den Kram passen. Was ist daran so schlimm wenn jemand mit dem System zufrieden ist. Der tenor das in Schweden alles schlecht ist kommt hier im Forum immer mehr zum tragen. Eigentlich wollte ich mich ja anmelden, da ich schon eine ganze Zeit hier lese. Aber inzwischen hab ich auf die negativeinstellung mehrer User hier einfach keine Lust mehr und sag als Gast einfach mal Tschüs. Und ich frage mich warum bleibt ihr in schweden wenn ihr mit sovielen Sachen nur negative Erfahrungen habt.


Wenn hier jeder nur seine Erfahrungen hinschreibt und man nicht drüber diskutieren soll, dann braucht man eigentlich auch kein Forum. Es ist ja gut, dass manche auch positive Erfahrungen mit diesem System gesammelt haben - das spreche ich ja keinem ab, aber Fakt ist nun mal, dass 80 Prozent hier solche Erfahrungen kaum gemacht haben. Damit sind sie in guter Gesellschaft hier in Schweden, und das sollte man den Leuten auch sagen, die hier mitlesen.


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