Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

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hansbaer

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon hansbaer » 11. März 2009 21:18

Soweit ich weiß, soll nur kein Krankentourismus entstehen, d.h. man muss bestätigen, dass man nicht extra wegen der Krankheit ins Ausland gereist ist. Ansonsten ist man einem Patienten der deutschen KV gleichgestellt.

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Imrhien
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Imrhien » 11. März 2009 21:41

Was heisst das im konkreten Fall wenn ich Vorsorgeuntersuchungen machen lassen will oder wenn ich einfach mit "kleinigkeiten" zum Arzt gehe?
Nicht, dass man hingeht und am Ende alles selber zahlen muss. Die Frage ist auch was genau gezalht wird? Wird tatsächlich alles so übernommen wie ich es aus Deutschland kenne? Das kann ich mir ja fast nicht vorstellen. Die Systeme unterscheiden sich doch etwas, oder?
Und wie ist das dann mit dem Zahnarzt? Der wird doch in Schweden nicht übernommen, in Deutschland ja. Also wird der doch vermutlcih nicht von der FK gezahlt, wenn ich auch in Deutschland gehe? Das wäre ja eine Lücke im System und die wird vermutlich schnell geschlossen. Ich kann mir das also eher nicht vorstellen.
Gibts praktische Beispiele? Ich würd halt manche Untersuchungen einfach gern in Deutschland machen lassen. Nicht mal weil ich die Ärzte hier schlecht fände. Bei den betreffendenen Sachen kann ich es nicht mal beurteilen. Es ist einfach angenehmer zu einem Arzt zu gehen den ich schon kenne. Ausserdem ist es was manche DInge angeht leichter weil ich besser einschätzen kann was die meinen. Vermutlich wird sich das mit der Zeit auch ändern...

Grüße
Wiebke

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Snögubbe
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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Snögubbe » 12. März 2009 10:42

Hej Imrhien !

Deine Frage kann ich leider nicht beantworten.
Obwohl in Schweden automatisch krankenversichert, hatte ich von Anfang an meine deutsche Krankenversicherung beibehalten.
Und so nutze ich hier in S die schwedische, wenn ich in D bin, aber die deutsche Krankenversicherung.
Ist zwar teurer, doppelt versichert zu sein, gibt mir aber mehr Sicherheit und die war es mir wert.
Und so kann ich mich problemlos bei ernsteren Erkrankungen in D behandeln lassen - ohne erst lange überlegen zu müssen, ob ich mir das leisten kann.
In D gehe ich dann zu meinem langjährigen Hausarzt, der mich kennt und zu dem ich Vertrauen habe, und das empfinde ich gegenüber den hier ständig wechselnden Ärzten als grossen Vorteil.

Gruss,
Wolfgang

hansbaer

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon hansbaer » 12. März 2009 10:45

Snögubbe hat geschrieben:Hej Imrhien !

Deine Frage kann ich leider nicht beantworten.
Obwohl in Schweden automatisch krankenversichert, hatte ich von Anfang an meine deutsche Krankenversicherung beibehalten.
Und so nutze ich hier in S die schwedische, wenn ich in D bin, aber die deutsche Krankenversicherung.
Ist zwar teurer, doppelt versichert zu sein, gibt mir aber mehr Sicherheit und die war es mir wert.
Und so kann ich mich problemlos bei ernsteren Erkrankungen in D behandeln lassen - ohne erst lange überlegen zu müssen, ob ich mir das leisten kann.
In D gehe ich dann zu meinem langjährigen Hausarzt, der mich kennt und zu dem ich Vertrauen habe, und das empfinde ich gegenüber den hier ständig wechselnden Ärzten als grossen Vorteil.

Gruss,
Wolfgang


Interessante Lösung - nur leider nicht ganz legal, nehme ich an, denn dafür muss man in Deutschland gemeldet sein, oder?

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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Snögubbe » 12. März 2009 11:01

@hansbaer
Ich hatte das natürlich vorher mit meiner Krankenkasse abgesprochen - dort wurde mir gesagt, dass es zwar unüblich sei, doppelt versichert zu sein - aber wenn mir soviel daran liege, keine Einwände bestünden. Und als illegal sollte man das nun wirklich nicht bezeichnen, immerhin zahle ich weiterhin meine Beiträge.

hansbaer

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon hansbaer » 12. März 2009 11:08

Snögubbe hat geschrieben:@hansbaer
Ich hatte das natürlich vorher mit meiner Krankenkasse abgesprochen - dort wurde mir gesagt, dass es zwar unüblich sei, doppelt versichert zu sein - aber wenn mir soviel daran liege, keine Einwände bestünden. Und als illegal sollte man das nun wirklich nicht bezeichnen, immerhin zahle ich weiterhin meine Beiträge.


Ich nahm es deswegen an, weil man dafür doch in Deutschland gemeldet sein muss, oder? Und in Deutschland gemeldet zu sein, wenn man da gar nicht wohnt, ist nicht legal - aber oft egal :-)

Ehrlich gesagt finde ich es auch ökonomisch etwas unsinnig. Selbst die studentische Krankenversicherung in Deutschland kostet ja schon 50 € im Monat. 600 € oder mehr pro Jahr für einen Schutz abzugeben, der eigentlich schon durch die Försäkringskassan besteht, finde ich ein bisschen teuer.

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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon tjejen » 12. März 2009 11:21

Imrhien hat geschrieben:Und wie ist das dann mit dem Zahnarzt? Der wird doch in Schweden nicht übernommen, in Deutschland ja. Also wird der doch vermutlcih nicht von der FK gezahlt, wenn ich auch in Deutschland gehe? Das wäre ja eine Lücke im System und die wird vermutlich schnell geschlossen. Ich kann mir das also eher nicht vorstellen.

Eine Freundin von mir hat das gemacht. Sie ist in Irland für 5 Euro (Superpreis oder?) versichert gewesen und wenn sie dann nach D wollte, hat sie beim Zahnarzt angerufen und sich einen "Notfalltermin" geben lassen. Beim Arzt sollte sie dann aussuchen, welche Kasse die Kosten diesmal übernehmen soll und los gings. Geht also auf Kosten des deutschen Systems...
Gnäll suger, handling duger.

hansbaer

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon hansbaer » 12. März 2009 11:26

Von der Methode habe ich aber auch schon öfters gehört. Einfach irgendwas draufschreiben lassen von "akut" und der Fisch ist geputzt.

tjejen hat geschrieben:Geht also auf Kosten des deutschen Systems...


Ne, die deutsche Kasse holt sich das dann wieder von der irischen zurück.

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Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon Imrhien » 12. März 2009 14:02

hansbaer hat geschrieben:
Ne, die deutsche Kasse holt sich das dann wieder von der irischen zurück.


Und genau da wüsste ich gerne wie das geht. Also im Fall Schweden ist es ja so, dass der Zahnarzt nicht übernommen wird. Wenn ich also in Deutschland zum Arzt gehe und die da irgendeine KAsse raussuchen die das zahlt, ist das ja nett. Wenn die dann aber zur FK gehen, was ja logisch und sinnvoll wäre und die FK dann sagt, dass sie das aber doch gar nicht übernehmen... wer kommt dann mit der grossen Rechnung zu mir? Die FK, die Kasse aus Deutschland, der Zahnarzt? Es muss doch für sowas ne Regelung geben, sonst könnte ja niemand im Urlaub wirklich im Notfall zum Arzt gehen.

Grüsse
WIebke

hansbaer

Re: Meine Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem

Beitragvon hansbaer » 12. März 2009 14:11

Vermutlich die Försäkringskassan, denn die muss beurteilen, wie sie das einstuft. Wenn man sich in D gleich ein paar Brücken machen lässt, dann ist das als Notfallbehandlung ja auch nicht mehr glaubwürdig, aber dass das in Schweden nicht bezahlt wird, kann die deutsche Kasse ja nicht wissen.

Eigentlich ist es egal, von wem die Rechnung letztendlich kommt: zahlen muss man sie sowieso.

Interessant finde ich da folgende Frage: wenn man sich auf private Rechnung zum Zahnarzt in Deutschland begibt, ist das billiger als in Schweden?

Irgendwie bin ich froh um meine robusten Zähne.


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