Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Keiler23
Neuling
Neuling
Beiträge: 9
Registriert: 28. November 2016 15:43
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon Keiler23 » 7. Januar 2017 12:03

Hei,

Nun ist es soweit!
Ende November habe ich mich nach einem Angeltrip mit'm Schwiegervater hier angemeldet und schon berichtet, dass mich ein gewisses Nord-Fieber gepackt hat.

Nun waren meine Holde und ich diese Woche im Västerbottens län, um ein Haus zu besichtigen. Was soll ich sagen, Land und Grund perfekt, das Haus eher weniger. Aaaber, viel wichtiger: Nun ist meine liebste vollkommen überzeugt und mit dabei die Auswanderung anzugehen.
Dazu, die Lichtverhältnisse sind im Winter nicht so schlimm wie von ihr befürchtet ( Laut Telefon 09:30h Sonnenaufgang, gutes Licht ab ca 08:30, Sonnenuntergang ca 14:00h, dunkel ab ca. 15:00h ).
Temperatur war schon etwas kritischer, an einem Morgen so um die -27°Cel, aber dafür hab ich Ihr gleich die perfekten Winterstiefel besorgt. Hier passt der Werbeslogan: Frau mit warmen Füßen glücklich und kann sich mit einer Auswanderung anfreunden - unbezahlbar -> Mastercard :mrgreen:

Zu unseren Grundvorrausetzungen:
- Wir gehen zusammen mit unseren dann nur noch zwei Hunden :roll:
- Wir möchten irgendwo in die Region Jämtland län, Västernorrland län und Västerbotten län
- Wir möchten ein ruhiges Leben führen, heißt: Keine Nachbar näher als 1km. Jedoch sollte eine nächstgrößere Stadt ( Gemeinde ) mit einem Coop oder ICA o. ä. und einer Tankstelle in 20-30km Entfernung vorzufinden sein.
- Wir möchten uns größtenteils selbstversorgen, und auch noch Pferde halten.
- Der Hof sollte schon aus Gründen etwaiger Nachbarn, der Hunde, der Pferde und der Beweidung eine Größe von min. 50ha aufweisen.
- Wir wollen nicht in einem Angestellten-Verhältnis dort leben/arbeiten.
- Es muss ein "schönes" Haus sein, am liebsten ein Rundstammhaus, ein Blockhaus wäre noch akzeptabel :?


Jetzt wo ich meine eigenen Punkte nochmal durchlese, puhh, hohe Ziele :D

Was denkt man sich jetzt als angehender Aussiedler? Klar, machst du einfach in Tourismus, lockst da ein paar deutsche Touris hin und bietest Reitausflüge an.
Erstmal utopisch, ich weiß. Schlagt bitte nicht sofort auf mich ein, aber eine Stellungnahme ist gewünscht.

Wo hab ich gerade noch meine Probleme habe:
Ich kenne die großen Seiten für Immobilen ( dem Forum sei Dank! :danke: ), hemnet.se funktioniert für unsere Vorstellungen deutlich besser als blocket.se, nichts desto weniger findet man solche Angebote recht selten. Irgendwie sind die meisten Grundstücke nur 250m breit, dafür aber 2500m lang... :|
Der Verkäufer hat uns das schön erklärt, wegen der Aufteilung des Erbes, und der nicht immer greifenden Landreform... Oder so ähnlich :D
Areal.se und lrf-konsult bieten da auch einige Inspirationen...
Würde es Sinn ergeben, zu versuchen einen der größeren Makler mit einer solchen Objektsuche zu beauftragen, oder landen ohnehin alle Immobilien bei den einschlägigen Portalen?
Gibt es noch andere Portale zur Immobilienfindung als o.g.?

Das nächste Problem ist dann das Haus, oder eben nicht vorhandene Haus auf dem Grundstück.
Momentan beschäftige ich mich sehr mit den Themen bygloff und Detajlplan, um für entsprechende Grundstücke herauszufinden, ob man dort überhaupt Neubauen darf.

Wie siehts mit Strom aus? Oftmals wird in diesen Gegenden ja mit Überlandleitungen gearbeitet. Kann man die "mehr oder weniger" problemlos zu so einem Grundstück legen lassen?
Anm.: Wir lernen zwar gerade schwedisch, allerdings ist es mit dem lesen solcher insb. Behördlicher Informationen noch nicht so gut bestellt...

Und nun die Frage - wer soll das ganze bezahlen, wer hat soviel Pinke Pinke, wer hat soviel Geld?
Aus Vermietung und Verpachtung habe ich ein paar Einkünfte zu verzeichnen. Soweit ich das Doppelbesteuerungsabkommen richtig verstanden habe, bleibt bei solchem unbeweglichen Vermögen ( auch wenn Schweden mein Lebensmittelpunkt wird ) Deutschland der eigentliche Steuerort. Richtig?
Wie würde die ganze Geschichte aussehen, würde ich nach entsprechender Frist die schwedische Staatsbürgerschaft wollen und hoffentlich bekommen?


Gerne suche ich den Kontakt zu in diesen Regionen lebenden und deutschsprachigen Foristi. Unser Schwedisch ist für solche Verhandlungen noch nicht geeignet, Englisch ist in Ordnung, wird aber ab einem gewissen Punkt, insb. Bei Vertragswerken auch müßig.

Unser nächster Besuchstrip in diese Regionen wird Mitte bis Ende Mai sein, so dass wir hoffentlich auch ein paar Impressionen ohne Schnee sammeln können, welcher diese ganze Thematik doch schon sehr ins romantische rückt.

Soviel zu meinen Gedanken!
Danke fürs zuhören, bzw. mitlesen und Eure Kommentare. Ich werde Euch stets auf dem neusten Stand halten, bis ich endlich meinen Traum erfüllt habe und dort oben lebe! :danke: :danke:

EuraGerhard
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 932
Registriert: 28. Juli 2010 11:51
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon EuraGerhard » 9. Januar 2017 11:11

Hallo,

die wichtigste Frage fehlt meiner Meinung nach: Reichen die Einkünfte aus Deutschland und ggfs. die nach Hauskauf etc. übrigbleibenden finanziellen Reserven aus, damit ihr euch zumindest fürs erste Jahr finanziell über Wasser halten könnt? Und zwar auch dann, wenn die Einkünfte durch die reitenden deutschen Touristen vorerst ausbleiben? Falls ihr nämlich keine ausreichenden Einkünfte bzw. Eigenmittel nachweisen könnt, gibt es keine Personnummer. Ohne Personnummer könnt ihr zwar eine Immobilie kaufen und evtl. auch noch einen Kredit erhalten (bei ausreichender Bonität). Aber darüber hinaus seid ihr in Schweden gewissermaßen gar nicht existent.

Ansonsten: Solltet ihr euer Traumhaus finden und sollte es tatsächlich noch nicht an das Stromnetz angeschlossen sein, dann müsst ihr euch beim örtlichen Netzbetreiber bzw. der Kommune erkundigen, was möglich ist, was zu tun ist und was das kostet. (Und werdet wahrscheinlich zuerst nach der Personnummer gefragt ...)

MfG
Gerhard

Keiler23
Neuling
Neuling
Beiträge: 9
Registriert: 28. November 2016 15:43
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon Keiler23 » 11. Januar 2017 14:05

Hallo Gerhard,

Ja, da hast Du recht. Die Personennummer, bzw. die Anmeldung steht natürlich an erster Stelle. Ist aber gleichbedingt mit dem Haus/Grundstück selber.
Ich bin sogar soweit zu sagen, wenn wir was passendes haben, geh ich schon einmal vor, um zumindest dann schon Boden unter den Füßen zu haben.

Da die Einkünfte aus Deutschland kommen, bin ich geneigt, das Haus/Grundstück in Schweden mit einer deutschen Bank zu finanzieren. Ein Objekt, welches beliehen werden kann ist vorhanden.
Damit würde ich zumindest schon einmal dem Wechselkurs Risiko bei der Finanzierung/Tilgung des Kredites aus dem Weg gehen.

Ob genügend übrig bleibt? Das ist natürlich eine wesentliche Frage...
Bei unserem ersten Ortstermin war ich nicht schockiert über etwaige Preise in Schweden. Größtenteils kam mir alles sehr vergleichbar vor.
- Der Liter Super 95 kommt mit 1,43€
- in den zwei vorhandenen Pizzabuden kam eine normale Pizza zwischen 7-8€, allerdings in Wagenrad-Größe. Geschmacklich hervorragend, wie man sie bei uns in der Stadt schon suchen muss. Der Preis beim deutschen Pizza-Bäcker allerdings dann ähnlich.
- Lebensmittelpreise schienen mir durchwachsen. Von es kostet weniger, bis es kostet mehr. Allerdings konnten wir nicht soviel einkaufen, um die Qualität mit entsprechenden deutschen Produkten/Marken zu vergleichen. Letzten Endes haben mir insbesonders die Preise bei Fleisch ( eines der wenigen was ich zubereiten kann :D ) überhaupt nichts gesagt, da wir hier in Deutschland ausschließlich selbst erlegtes, oder von Freunden erlegtes Wild zubereiten/verzehren.
Bei dem wenigen was ich ( ausschließlich dann für mich ) zukaufe, bin ich hohe Preise für gute Qualität gewöhnt.

Ein in Deutschland zugelassenes Auto steht zur Verfügung, was ich erstmal mitnehmen würde, um mir zumindest die Anschaffung eines schwedischen KFZ's zu ersparen ( mittelfristig wirds dann doch getauscht werden ).

Und nun unke ich mal, dass nach Abzug aller Tilgungs/Finanzierungskosten 2.500€ im Monat reichen.
Oder habe ich wesentliches vergessen?

Nebenbei: der neueste Stand in Sachen Steuerfragen und Doppelbesteuerungsabkommen heißt: Differenzbesteuerung
Da vermutlich der schwedische Staat einen höheren Abschlag ( laut Rechner ekonomifakta.se ) einbehalten möchte, als ich momentan in Deutschland habe, geht die Differenz nach Schweden...
Und ein Einkommensteuer Spitzensatz von 60,4% ist schon eine Ansage :rock:
http://www.ekonomifakta.se/

Viele Grüße

Petergillarsverige
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1272
Registriert: 4. Oktober 2011 16:15
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon Petergillarsverige » 11. Januar 2017 16:49

Ich glaub ein ideales Grundstück mit Wunschhaus mit Rundstamm zu finden ist etwas viel verlangt. Ich hab da Kontakt zu einem Hersteller von solchen Häusern in Rotzeder. Wenn du eine Million (Euro nicht Kronen) hinblättern kannst, schreib mir ne PN.
Dann brauchst du nur noch das Grundstück.
Schweden ist nicht nur ein schönes Land - das ist ein Virus!

EuraGerhard
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 932
Registriert: 28. Juli 2010 11:51
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon EuraGerhard » 12. Januar 2017 10:03

Hallo!

Keiler23 hat geschrieben:Die Personennummer, bzw. die Anmeldung steht natürlich an erster Stelle. Ist aber gleichbedingt mit dem Haus/Grundstück selber.

Falls Du nicht die Voraussetzungen für eine Personnummer erfüllst, kannst Du zwar trotzdem eine Immobilie kaufen. Skatteverket wird Dir dann eine sog. Samordningsnummer zuteilen und diese zum Eintreiben der anfallenden Grundsteuer nutzen, aber das war es auch schon. Um hier in Schweden wirklich längerfristig leben zu können, brauchst Du eine richtige Personnummer.

Um diese Personnummer zu erhalten, ist es aber wichtig, dass Du nicht nur über ausreichende finanzielle Mittel verfügst, sondern auch, dass Du dies Skatteverket gegenüber nachweisen kannst. Darüber hinaus musst Du, falls Du keine steuerpflichtigen Einkünfte in Schweden hast, auch noch eine für mindestens ein Jahr gültige Krankenversicherung nachweisen.

Keiler23 hat geschrieben:Ein in Deutschland zugelassenes Auto steht zur Verfügung, was ich erstmal mitnehmen würde, um mir zumindest die Anschaffung eines schwedischen KFZ's zu ersparen ( mittelfristig wirds dann doch getauscht werden ).

Vorsicht: Sobald Du umziehst, bzw. den überwiegenden Standort des Autos nach Schweden verlagerst, bist Du verpflichtet, es unverzüglich nach Schweden umzumelden! So lange das Auto nicht allzu alt ist und keine Probleme hat, durch die Bilprovning, das schwedische Gegenstück zum TÜV, zu kommen, ist das zwar kein echtes Problem. Es kostet aber Zeit und Geld und man benötigt - natürlich! - eine Personnummer dafür.

MfG
Gerhard

EuraGerhard
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 932
Registriert: 28. Juli 2010 11:51
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon EuraGerhard » 12. Januar 2017 10:26

... und zum Thema Rundstammhaus:

Falls Du hier tatsächlich ein echtes, bestehendes Rundstammhaus angeboten bekommst, dann ist in erster Linie mal die Frage, wie weit der Schimmel schon darin vorgedrungen ist. Denn ältere Häuser, gerade auf dem Land, sind hier nicht selten über Jahre ziemlich vernachlässigt worden.

Und falls Du an einen Neubau denkst, so habe ich ernsthafte Zweifel, ob echte Rundstamm- bzw. Blockhäuser den schwedischen Wärmedämmvorschriften wirklich entsprechen können. Diese sind wesentlich strenger als in Deutschland. Was man hier heutzutage sieht, ist überwiegend Rundstamm- bzw. Blockhaus-Dekor mit Mineralwollefüllung.

MfG
Gerhard

Petergillarsverige
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1272
Registriert: 4. Oktober 2011 16:15
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon Petergillarsverige » 12. Januar 2017 13:30

Also ein ideales Grundstück mt einem Rundstammhaus welches den Verordnungen entspricht, dürften 6 richtige im Lotto sein.
Schweden ist nicht nur ein schönes Land - das ist ein Virus!

Benutzeravatar
Auswanderer
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 603
Registriert: 16. Oktober 2006 21:59

Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon Auswanderer » 13. Januar 2017 11:43

Keiler23 hat geschrieben:- in den zwei vorhandenen Pizzabuden kam eine normale Pizza zwischen 7-8€, allerdings in Wagenrad-Größe. Geschmacklich hervorragend, wie man sie bei uns in der Stadt schon suchen muss. Der Preis beim deutschen Pizza-Bäcker allerdings dann ähnlich.


Ich habe nie bessere Pizza gegessen als in Schweden. Sie ist auch überall gut und günstig. Meistens von Leuten aus dem Nahen Osten gemacht, aber schon italienische Pizza, nicht Lahmacun oder so. Ja, ähnlich teuer, aber wesentlich besser und eine größere Portion.

Auch gut: Schinken wird in Streifen geschnitten, bevor die Pizza belegt wird.

Meistens gibt es "pizzasallad" umsonst dazu.
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.

---Stig Johansson

EuraGerhard
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 932
Registriert: 28. Juli 2010 11:51
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon EuraGerhard » 13. Januar 2017 15:58

Auswanderer hat geschrieben:Ich habe nie bessere Pizza gegessen als in Schweden.

Doch, ich schon. War allerdings in Italien.

MfG
Gerhard

Keiler23
Neuling
Neuling
Beiträge: 9
Registriert: 28. November 2016 15:43
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon Keiler23 » 14. Januar 2017 17:11

Irgendwie herrschen hier in Deutschland andere Bazillen... Ich glaub in Schweden können die bei den dortigen Temperaturen einfach nicht überleben :?
Lag jetzt erstmal für 3 Tage flach; was so ein ordentlicher Männerschnupfen alles bewirken kann.

@ Petergillarsverige
Danke für das Angebot, aber 1000k sind dann nun doch nicht mehr meine Liga... Aus Interesse frage ich mich schon wie die Häuser von deinem Kontakt aussehen? Gibts da eine Verlinkung zu? So rein spaßeshalber zum träumen.

@ Gerhard
Wie funktioniert dieser Nachweis dem saktteverket gegenüber, einfach mit einem Kontoauszug winken, oder eher die jährliche Steuererklärung vorlegen? Und dann beglaubigt übersetzt ins schwedische - so wie es wahrscheinlich hier wäre, oder reicht dazu eine mündliche Erklärung?


Es gibt tatsächlich Länder, in denen noch abstrusere Bauvorschriften herrschen als hier?? Zugegebenermaßen hat' ich mir das dann leichter vorgestellt, als erstmal das schwedische Gesetz oder Richtlinie zur Wärmedämmung zu studieren :mrgreen:
Habt Ihr da ad hoc einige Lesetipps fürs Selbststudium parat?

Und Ihr habt Recht, ein passendes Grundstück mit entsprechendem Haus zu finden scheint ein wahrer Glücksgriff.
Je mehr wir uns da "reinfuchsen" und um so mehr Zeit verstreicht - zumal wir eine Absage von unserem letzten Besuch über den Kauf des Grundstücks bekamen - sind unsere Überlegungen noch in eine andere Richtung gediehen:
Einfach um ressourcenschonend zu wirtschaften, rücken immer mehr, deutlich kleinere Objekte in den Fokus. Ich zähl mal alles bis 2,5 ha mit "schnuckligem" Haus ( ohne Renovierungsnotwendikeit und sofortiger Gefälligkeit seitens der Dame ) dazu, in einem Preisrahmen von 100k-150k.
Ich bezeichne ein solches Objekt jetzt mal lapidar als "Sprungbrett".

1. Es dient übergangsweise für 1-2 Jahre als Fühler für unser wohlbefinden ( Meine Frau hat da doch eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit als ich :mrgreen: wie gesagt, Sie muss sich zwingend dort wohlfühlen, sonst sollt' ich uns einen Hof in MeckPomm oder Bayern suchen.... )
1. Erstmal dort oben angekommen, läuft die Sache mit der Sprache erfahrungsgemäß deutlich schneller als mit jedem noch so guten Lehrer hier - einfach aus der Notwendigkeit heraus geboren.
3. Man lernt intensiver das interagieren auf schwedisch; quasi die schwedische Seele kennen
4. Eine Grundstückssuche ist aus dem Norden Schwedens, auch bei diesem sehr weitläufigem Land, immer noch einfacher, als alle 2 oder 3 Monate zwei Flüge plus Hotel plus Wagen zu buchen.
5. Es ist mit geringerem wirtschaftlichem Aufwand verbunden, ergo geringere Risiken
6. Bei einem finalem Grundstück oder einer Rückkehr nach Deutschland, gibts die Möglichkeit die erste Immobilie
a. zu veräußern ( gleich ob mit Gewinn oder Verlust, allein aus Sichtweise Punkt 5 ist das Verlustrisiko geringer
b. es als weiteres Einkommensobjekt zu betrachten


Nun habe ich schon mehrfach gelesen, dass es eher der "schwedischen" Art entspricht, Grundstücke und Häuser langfristfinanziert zu erwerben, zu renovieren, es dann weiter zu veräußeren um in eine ähnliche/größere Immobilie zu investieren.
Könnte natürlich auch eine sinnvolle Einkommensmögilchkeit/Beschäftigung darstellen.

Liebe Grüße aus einem Schneematsch-reichem Ruhrgebiet


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste