Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

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EuraGerhard
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Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon EuraGerhard » 23. Februar 2017 09:26

Hallo Swanhild!

Swanhild hat geschrieben:Gerade wenn es um die Kosten geht, scheint mir dein Vorschlag ein enormer Aufwand zu sein, von den verschwendeten Kosten mal abgesehen. Ich habe mehr als 10 Umzüge hinter mir, dank meiner Mutter. Das alleine war enorm stressig und sehr, sehr teuer.

Nun, ich habe 6 internationale Umzüge hinter mir, davon einen in ein (damals noch) Nicht-EU-Land. (5 Umzüge innerhalb Deutschlands kommen noch hinzu.) Fast alle davon in erster Linie aus beruflichen Gründen. Und es ist natürlich richtig, dass jeder Umzug viel Stress und Kosten mit sich bringt. Ich muss auch klar sagen, dass es mir mit den Umzügen reicht. Aus dem Haus, welches wir uns in Schweden gebaut haben, möchte ich auch nicht mehr ausziehen. Wenn es einmal soweit ist, dann möchte ich da hinausgetragen werden, in einer Holzkiste! :wink:

Es macht bei internationalen Umzügen allerdings einen sehr großen Unterschied, ob man innerhalb der EU umzieht, oder über die EU-Außengrenzen hinweg. Eine neue Sprache muss man meist in beiden Fällen lernen, und bei Umzügen innerhalb der EU entfesseln die lokalen Behörden gerne mal einen Papierkrieg (wobei Schweden in dieser Hinsicht eher harmlos ist). Das ist aber alles harmlos im Vergleich zu dem Aufwand, der fällig wird, wenn man erst Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen beantragen muss. (Letzeres kenne ich übrigens sowohl aus der Perspektive des Arbeitnehmers als auch des Arbeitgebers, der einen Kandidaten aus einem Nicht-EU-Land per "Green-Card"-Regelung einstellen will.) Da landet man dann mitunter auch mal in einem Teufelskreis, wenn z.B. die Aufenthaltsbehörde einen Wohnsitz nachgewiesen haben will, der Vermieter des Wohnsitzes einen unterschriebenen Arbeitsvertrag sehen will, der zukünftige Arbeitgeber aber erst die Arbeitsgenehmigung benötigt, und die für die Arbeitsgenehmigung zuständige Behörde die Aufenthaltserlaubnis vorgelegt haben will ...

Aus meiner Sicht ist also ein innereuropäischer Umzug nicht wesentlich umständlicher als ein Umzug innerhalb Deutschlands. Und selbst der "Kulturschock" ist nicht so wesentlich größer, als wenn man z.B. von Niedersachsen nach Bayern oder von Bayern nach NRW zieht. (Da ist dann jeweils auch Sprache lernen angesagt. :D )

Natürlich ist Schweden nicht "Bullerbü", es gibt so manches, was hier schief läuft. Nur, solche Sachen gibt es in anderen Ländern auch. Insbesondere das Aufkommen eines dumpfen Nationalismus nicht nur in Schweden, sondern auch in vielen EU-Ländern bereitet mir große Sorge. Ich kann nur hoffen, dass wir niemals durch solche Entwicklungen gezwungen sein werden, in ein anderes Land umzuziehen (bisher waren alle internationalen Umzüge freiwillig). Ich habe allerdings aufgrund dieser Entwicklungen bereits meine Haltung zur doppelten Staatsbürgerschaft geändert: Wenn ich in einigen Jahren die schwedische Staatsbürgerschaft beantragen werde, so werde ich die deutsche nicht ablegen.

MfG
Gerhard

unbekannt

Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon unbekannt » 23. Februar 2017 13:15

Danke für Euro Antworten.

Warum sich darüber Gedanken machen langfristig aus Schweden auszuwandern? Ich frage mich, wie in den nächsten 10 bis 20 Jahren die Renten in Schweden finanziert werden sollen. Einerseits werden in den nächsten 10 Jahren viele stark vertretene Jahrgänge das Rentenalter erreichen. Gleichzeitig schrumpft derjenige Anteil der Bevölkerung, welcher im Erwerbsleben steht. Die Massenzuwanderung meist niedrig oder überhaupt nicht qualifizierter Einwanderer einschließlich des Familiennachzuges belastet durch den hohen Anteil der Dauerarbeitslosigkeit oder den subventionierten Arbeitsplätzen noch zusätzlich die Sozialsysteme. Bei der derzeitigen Entwicklung muss das System irgendwann kollabieren. Wahrscheinlich führt dies zu einer Abwertung der Ersparnisse und einer Inflation. Hinzu kommt die Abwanderung dringend benötigter hochqualifizierter junger Menschen in die Länder mit gesteuerter Einwanderungspolitik (Australien, Kanada, Neuseeland). Und schließlich muss der Staat die spärlichen Steuereinnahmen irgendwie umverteilen. All das führt zu einer Rentenkürzung. Als Rentner kann dann ein Land mit günstigen Lebenserhaltungskosten interessant werden, wenn die Krankenversicherung finanzierbar ist.

Siehe auch “Human Development Research Paper 2010/40 A Hypothetical Cohort Model of Human Development” von Jana Asher und Beth Osborne Daponte über die wirschaftliche Entwicklung nach Ländern aufgeteilt. Demnach ist Schweden auf den Weg sich zu einem Entwicklungsland zu reduzieren. Schweden hätte laut dieser Untersuchung im Jahr 2030 einen Lebensstandard wie Zypern oder Portugal im Jahr 2010.

http://ww.rrojasdatabank.info/HDRP_2010_40.pdf (siehe Tabelle 10, sonst schwer verdauliche Statistik-Kost)

Verständliche Erklärung: http://www.snouts-in-the-trough.com/archives/14728

Wenn das eine Fake-Untersuchung sein sollte, dann ist sie wirklich perfekt gemacht. Ich habe im Internet keinen Hinweis finden können. Die beiden Autorinnen gibt es tatsächlich. Sie hätten sich bei einem Namensmissbrauch schon längst beschwert. Ehrlich gesagt bin ich selbst immer noch sehr skeptisch und muss das weiter untersuchen.

Bemerkenswert ist noch der Fall "Peter Springerare", der für die Symptomatik Schwedens bezeichnend ist. Siehe Deutschlandfunk „Polizist provoziert mit Facebook-Posts“ vom 14.02.17 (http://www.deutschlandfunk.de/kriminell ... _id=378927 ).

Der schwedische Kriminalkommissar Peter Springare behauptete vor etwa drei Wochen in einem Facebook-Beitrag, dass bei den Tatverdächtigen für Straftaten der Schwerstkriminalität der Ausländeranteil kräftig überrepräsentiert ist. Dies brachte ihm erst eine Untersuchung der Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung ein. Der Vorwurf wurde inzwischen fallen gelassen. Innerhalb von 3 Wochen entwickelte sich für Peter Springares Unterstützung die Facebook-Gruppe „Stå upp för Peter Springare“ mit über 200.000 Mitgliedern zu einer der größten schwedischen Facebookgruppen. Sie stellt ein Ventil für die unterdrückten Meinungen, Sorgen und Ängste der schwedischen Gesellschaft dar. Diesen Dienstag trat Peter Springare in der Fernsehsendung veckans brott auf. Der bekannte Kriminologieprofessor Leif GW Persson bestätige Springares Aussagen vor knapp 1,5 Millionen Zuschauern, also fast 15 der Bevölkerung Schwedens, was einem Wendepunkt in der Flüchtlingsdebatte gleichkommt.

Wer vorher offen die ungesteuerte Einwanderungspolitik kritisierte, musste sich den Vorwurf gefallen lassen Rassist zu sein. Ärger am Arbeitsplatz will sich zudem kaum einer leisten. Islamkritik während der Freizeit z.B. kann zu einer Kündigung im öffentlichen Dienst führen. Mit der Meinungsfreiheit ist es in Schweden nicht besonders weit her. Die sozialdemokratische Finanzministerin Magdalena Andersson will nun Fake News im Internet verhindern (siehe Aftonbladet, Så ska S stoppa „fake news“ på nätet http://www.aftonbladet.se/nyheter/samha ... s-pa-natet ). Das Interview auf dieser Seite propagiert im Grunde eine staatlich verordnete Einheitsmeinung als Grundlage für das schwedische Modell. Das erinnert nicht nur mich an das Wahrheitsministerium im Roman 1984.

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Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon EuraGerhard » 23. Februar 2017 15:36

Hallo Volker,

die Arbeit von Asher und Osborne Daponte ist sicherlich seriös. Wobei man natürlich mit Prognosen jeglicher Art, noch dazu wenn sie sich über Jahrzehnte in die Zukunft erstrecken, immer äußerst vorsichtig sein muss.

Kritik wird überdies auch am Human Development Index (HDI) selbst geübt, und diese ist zum Teil durchaus berechtigt. Ob der Index also wirklich ein adäquates Modell für den tatsächlichen Lebensstandard in einem bestimmten Land darstellt, ist zweifelhaft.

Was allerdings dieser David Craig (der in Wirklichkeit Neil Glass heißt) in die Arbeit von Asher und Osborne Daponte hineininterpretiert, ist hanebüchener Unsinn!

Erstens "vergisst" er zu sagen, dass es sich beim Human Development Index um einen normierten Index handelt, der sich immer nur zwischen 0 und 1 bewegen kann. Das bedeutet aber, dass der Index für ein bestimmtes Land selbst dann, wenn sich der tatsächliche Lebensstandard in diesem Land gar nicht verändert oder sogar langsam steigt, sinken kann, wenn er in vielen anderen, ursprünglich viel schwächer entwickelten Ländern stark ansteigt.

Zweitens ist der HDI eben kein reiner Wohlstandsindex ("prosperity"), sondern es gehen neben dem Durchschnittseinkommen auch andere Kriterien wie Lebenserwartung und Bildung ein. (Wobei letzere ausschließlich über die Länge der Ausbildung erfasst wird, nicht über deren Qualität. Und bei der Lebenserwartung z.B. die Säuglingssterblichkeit überhaupt nicht berücksichtigt wird.)

Und drittens ist die Behauptung Craigs, dass der (scheinbare) Rückgang Schwedens auf die Zuwanderung aus islamischen Ländern zurückzuführen sei, frei erfunden und durch die Arbeit von Asher und Osborne Daponte in keinster Weise zu rechtfertigen.

MfG
Gerhard

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Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon unbekannt » 26. Februar 2017 20:55

Hallo Gerhard,

danke für deine Ausführungen. Diesen David Craig habe ich nur wegen der Grafik gewählt. Sein Text hab ich nur überflogen. Erst jetzt habe ich mir https://de.wikipedia.org/wiki/Index_der ... ntwicklung über den HDI durchgelesen. Hätte ich das doch gleich gemacht. Für meine Fragestellung ist der HDI untauglich. Scherzhaft gesagt liefert dieser Index keinerlei Aussage über die richtige Wahl seines Alterssitzes. Zum einen lässt sich in einigen armen Ländern sehr gut mit einem finanziellen Polster leben. Zum anderen macht der Index keine Aussage über die kulturellen Vorlieben der Länder. Abgesehen davon will ich ein Fischrestaurant direkt an der Meeresbrandung mit Sonnenuntergang haben. Darüber kann der HDI keine Aussage machen. All das kann man in Zahlen nicht fassen. Zum Glück lässt sich die Welt nicht so einfach beschreiben.

Diese Studie ist von 2010. Also vor dem arabischen Frühling und seinen Folgeentwicklungen. Nach dieser Studie hätte Schweden 2030 einen Index von 0,906 und Libyen einen von 0,907. Libyen ist aber inzwischen ein "failed state" mit Stammeskriegen. Von einer staatlichen Ordnung nach westlichen Maßstäben kann keine Rede sein. Thailand hätte mit 0,881 im Jahr 2030 eine schlechtere Bewertung, kann aber bei entsprechender finanzieller Ausstattung viel angenehmer sein, wenn die innere Ordnung stabil ist. Ich kenne einige, die sich in Thailand wohl fühlen.

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Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon Isbjörn » 25. April 2017 20:14

Moin!

Ich will mal keinen neuen Thread aufmachen, dieser scheint mir der aktuellste zu sein.

Nach einer erneuten Dienstreise nach SK kam mir der Gedanke, mich in Göteborg bei einer großen Firma zu bewerben. Ich habe zwar einen sicheren Job in D, ordentlich bezahlt, aber die Stimmung (nicht nur bei der Arbeit) ist mehr als schlecht.

Nun mache ich eine Pro/Kontra Liste, work-life-balance sollte schon hohe Priorität haben.

Was mich bei der Recherche jedoch abschreckt, sind die hohen Immobilienpreise, schlechte Aussicht auf rasche Mietwohnung bei überschaubaren Gehältern. Ich wäre Alleinverdiener mit Frau und Kleinkind.

Die anfängliche Euphorie nimmt proportional zum googeln ab...

Kann mich jemand aufheitern?

P.S.: habe schon in diversen Ländern gearbeitet und mit mit knapp Ü50 auch nicht mehr naiv

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Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon vinbergssnäcka » 25. April 2017 20:31

Hallo Isbjörn,

Was ist denn dein Ziel? Was möchtest du denn erreichen? Einfach mal auswandern weil die Stimming nicht gut ist...das ist sie hier vielleicht auch nicht....ihr solltet, als Familie, euch ziemlich klar sein, was das bedeutet...
Alleinverdiener...das gibt es in Schweden eigentlich nicht.....jeder ist für sich und seine Zukunft selber verantwortlich.....arbeitet deine Frau nicht, dann wird das spätestens bei der Rente zum Problem oder aber, wenn dir etwas passieren sollte...oder wenn ihr Euch trennt.....
Wenn Du aber gerne mehr Zeit mit deinen Kindern verbringen möchtest, dann ist das hier ideal....beide Partner sind genauso gefragt, aber die Kinder gehen hier normalerweise ins Dagis, beide Partner gehen arbeiten und kümmern sich gemeinsam ums Kind....pappaledig ist ganz normal...

Falls es sich bei deinem Wunscharbeitgeber um Volvo handeln sollte.....also der Unterschied für Arbeitnehmer zw deutschen Firmen und schwedischen ist gross.....positiv wie auch eventuell negativ....kommt drauf an was man erwartet. Bei der Automobilindustrie scheint das noch zugespitzt.....
Vielleicht kannst du mal reinschnuppern um zu testen ob es das ist....oder ob es dir nicht liegt...

Bei den Immobilienpreisen....sind die wirklich höher als in Deutschland? Hab keine Ahnung vielleicht hat sich das so geändert....Mietwohnung in einer Stadt, die Idee sollte man wohl erst garnicht haben....viel Erfolg.....


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liebe Grüsse

Heike

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Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon Isbjörn » 25. April 2017 20:54

Hej Heike!

Danke für die Antwort und gut getippt mit dem Arbeitgeber...
Ich habe den Großteil meines Lebens an der See verbracht, bin ein Friese der in Süddeutschland gelandet ist.
Der Norden ist meine Heimat. Nun gibt es in D dort nicht viel an Arbeit. Deshalb mein Gedanke an SK, zumal in Göteborg tatsächlich Ingenieure gesucht werden.
Meine Frau ist keine Deutsche und hat keine hochqualifizierte Ausbildung (ist aber nicht doof). Jedoch Arbeit für sie zu finden...?
Schade, hatte mich gerade so in die Stadt verliebt.

Zu den Immobilien: sind in D zwar auch teurer geworden, aber man kann relativ leicht eine Mietwohnung bekommen. Relativ (anscheinend) im Vergleich zu dem, was ich jetzt über SK gelesen habe.

Mal so eben 4 Megakroner aus der Tasche ziehen um eine Wohnung zu kaufen, habe ich leider gerade nicht flüssig.

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Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon Petergillarsverige » 25. April 2017 21:23

Friese in Süddeutschland, mein Beileid. Ich bin zwar kein Friese, aber aus "Nord"deutschland, Ruhrgebiet, das ist hier der hohe Norden.
Ich kann deinen Frust nachempfinden. Also heitere ich dich etwas auf:
Eine schwäbische Familie macht in der Schweiz Urlaub. Geht wandern, verirrt sich, kommt in ein Eisfeld und die fallen in eine Gletscherspalte. Als die am Abend nicht in der Herberge sind, startet eine Suchaktion mit dem Schweizer Roten Kreuz. Nach drei Tagen findet einer der Männer die Familie in der Gletscherspalte und ruft hinunter: "Wir sind vom Schweizer Roten Kreuz". Kommt von unten die Stimme des Mannes: "Wir geben nix!"
Schweden ist nicht nur ein schönes Land - das ist ein Virus!

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Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon EuraGerhard » 26. April 2017 08:17

Hallo Isbjörn,

in eurer Alleinverdiener-Ehe schöpft ihr in Deutschland den maximal möglichen steuerlichen Vorteil des Ehegatten-Splittings aus. In Schweden gibt es kein Ehegatten-Splitting, eure gemeinsame Steuerlast würde also ansteigen. Andererseits ist es mit der Steuerlast in Schweden auch nicht so wüst, wie es gerade in Deutschland oft kolportiert wird. Man muss zumindest einrechnen, dass man hier in Schweden nicht noch extra für die Krankenversicherung bezahlen muss.

Bei der Wohnungssuche, zumindest was eine vorübergehende Unterkunft um hier Fuß zu fassen betrifft, kann eventuell der zukünftige Arbeitgeber helfen. Gerade falls Du ein gefragtes Berufsbild mitbringst, wird der Arbeitgeber sicher gerne dazu bereit sein. Fragen kostet jedenfalls nichts!

MfG
Gerhard

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Re: Meine Auswanderung - meine Gedanken dazu

Beitragvon Isbjörn » 26. April 2017 12:42

Hej Gerhard!

Danke für den Hinweis mit der KV, dazu würde aber doch noch eine Dental-KV für uns drei kommen? Was muss man denn da noch zurechnen, für eine halbwegs vernünftige?

Wenn ich mir dann noch Kfz-Kosten, das Platzen der Immoblase (falls ich mich entschlösse nach Umzug zeitnah ein Heim zu kaufen) komme ich langsam zu dem Schluss:
wer in SK ein kleines Vernögen machen will, muss ein verda... Großes mitbringen...


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