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Schweden
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 Betreff des Beitrags: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 3. Juni 2008 16:15 
-bot-
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Mehr als 100 000 Patienten im Jahr entstehen Gesundheitsschäden durch ärztliche Behandlung. Wie eine landesweite Untersuchung des Zentralamtes für Gesundheits- und Sozialwesen ergeben hat, führen Mängel im Gesundheitswesen dazu, dass Patienten im Durchschnitt sechs zusätzliche Tage im Krankenhaus bleiben müssen. Ursachen seien oftmals falsche Dosierung von Medikamenten, mangelhafte Kommunikation oder schlechte Hygiene. Die Durchsicht von 2 000 Patientenakten hatte gezeigt, dass nahezu jeder zehnte Patient bleibende Schäden oder körperliche Einschränkungen davon trage. In drei Prozent aller Fälle führten die Mängel im Gesundheitswesen sogar zum Tod des Patienten.




(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 3. Juni 2008 20:01 
Schwedenfreund
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Tja und in D, wird es wohl nicht besser sein, das Gegenteil.

SCHANDE !

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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 3. Juni 2008 21:35 
nordmann-5444 hat geschrieben:
Tja und in D, wird es wohl nicht besser sein, das Gegenteil.

SCHANDE !


Schon interessant, wie du den Bezug zu Deutschland in diesem Artikel herstellst. Ich kann kein Wort über das deutsche Gesundheitswesen in dem Artikel finden.

Aber Hauptsache, man kann fröhlich an seinem Deutschland-Hass festhalten und sich der Illusion hingeben, in Schweden sei alles besser. Was ist in diesem Zusammenhang eine Schande?


Oliver


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 3. Juni 2008 21:51 
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Ich bin vor zwei Jahren falsch Behandelt worden auf Grund einer falschen Diagnose,
und meine Mutter ebenfalls, sie ist dann leider auch verstorben.
Öffne doch bitte mal deine Augen, dies hat überhaupt nichts mit D-Hass zu tun es sind Tatsachen. Sicher, wir sind alle nur Menschen und Ärzte können sich auch Irren, zählt dies als Ausrede oder als Entschuldigung. In meinen Job nicht, beim zweiten mal flieg ich und es hängt kein Menschenleben daran.

Sorry falls ich dir zu nahe getreten bin.

Gruß André

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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 3. Juni 2008 21:58 
Schwedenfreund
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glada hat geschrieben:


Schon interessant, wie du den Bezug zu Deutschland in diesem Artikel herstellst. Ich kann kein Wort über das deutsche Gesundheitswesen in dem Artikel finden.

Aber Hauptsache, man kann fröhlich an seinem Deutschland-Hass festhalten und sich der Illusion hingeben, in Schweden sei alles besser. Was ist in diesem Zusammenhang eine Schande?


Oliver



Oliver, jetzt gehst Du etwas zu hart und vorallem vorschnell mit ihm ins Gericht.

Ich habe bestimmt nicht alle Statements von Nordmann gelesen, aber ich habe ihn eigentlich nur als fröhlichen Schwedenurlauber und nicht als Deutschlandhasser gesehen.
Und egal in welchem System, sind natürlich Fehler am Menschen immer eine Schande, da gebe ich Nordmann 100% Recht und dass wirst Du auch nicht bestreiten wollen.

Meine Bitte, stülpe nicht zu schnell irgendwelche Schubladen über manche Fories, nur weil die Topologie nicht ganz so ausgefeilt ist.

LG
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 3. Juni 2008 22:07 
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glada hat geschrieben:
Schon interessant, wie du den Bezug zu Deutschland in diesem Artikel herstellst. Ich kann kein Wort über das deutsche Gesundheitswesen in dem Artikel finden.
Aber Hauptsache, man kann fröhlich an seinem Deutschland-Hass festhalten und sich der Illusion hingeben, in Schweden sei alles besser. Was ist in diesem Zusammenhang eine Schande?
Oliver


In dem Artikel steht kein Vergleich zu Deutschland, völlig richtig, glada.
Aber man darf es doch trotzdem tun, oder?
Und da sieht es in Deutschland eben auch nicht mehr so toll aus, wie manche glauben. Das hat nichts mit Hass zu tun, denn ich gedenke nicht auszuwandern, kann mich aber der Meinung von 5444 nur anschließen.
Ich glaube auch nicht, dass es in Deutschland besser, sondern eher noch schlechter wird, das ist schon eine Schande. Das darf man auch so ausdrücken. Das ist auch gar nicht so neu, denn schon seit vielen Jahren krankt die Gesundheitspolitik an sich selbst.
In Schweden war man radikaler, hier traut man sich es so zu formulieren wie es ist.
Mein Vater ist schon vor 10 Jahren an der Maschinerie Krankenhaus gestorben. Unmenschlich, herzlos, wer gut zahlt hat eine Chance.
Das es in Schweden nicht besser, in vielen Bereichen eher noch schlimmer ist wurde hier vielmals geschrieben. Warum sollte man noch davon ausgehen in Schweden wäre alles besser?
Was wolltest du mit deinem Beitrag sagen?

Ich verstehe deinen Einwand nicht.

_________________
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 3. Juni 2008 22:16 
Fehler werden überall gemacht, in manchen Branchen mit geringen Folgen, manchmal leider aber auch mit fatalen. Und natürlich ist es tragisch, wenn Menschen dabei zu Schaden oder gar ums Leben kommen.

Ich gebe dir Recht, Heike, der Beitrag von Nordmann war der letzte Tropfen, der meinen Beitrag hervorbrachte. Denn immer wieder liest man hier von dem desolaten Deutschland und dem glücklichen Schweden. Ich glaube, der einzige große Unterschied zwischen Deutschland und anderen Länder ist - oder vielleicht sollte ich besser sagen - zwischen Deutschen und anderen Nationalitäten, dass andere ihr Heimatland nicht verleugnen oder denunzieren, weil - politische - Fehler gemacht wurden und werden. Schweden hat schwere Zeiten hinter sich und man trifft immer wieder Menschen, die die Folgen noch heute tragen müssen. Sicher ist auch der eine oder andere verbittert darüber, aber die große Mehrheit weiß damit umzugehen.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass mit dem Gequake aufgehört wird - das man hier immer wieder zu lesen bekommt - und man sich auch an den schönen Dingen erfreuen kann.

Oliver


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 3. Juni 2008 23:07 
Schwedenfreund
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Registriert: 4. Mai 2008 22:43
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glada hat geschrieben:
Ich glaube, der einzige große Unterschied zwischen Deutschland und anderen Länder ist - oder vielleicht sollte ich besser sagen - zwischen Deutschen und anderen Nationalitäten, dass andere ihr Heimatland nicht verleugnen oder denunzieren, weil - politische - Fehler gemacht wurden und werden. Schweden hat schwere Zeiten hinter sich und man trifft immer wieder Menschen, die die Folgen noch heute tragen müssen. Sicher ist auch der eine oder andere verbittert darüber, aber die große Mehrheit weiß damit umzugehen.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass mit dem Gequake aufgehört wird - das man hier immer wieder zu lesen bekommt - und man sich auch an den schönen Dingen erfreuen kann.

Oliver


Ist es so, wird hier gequakt?
Bei einigen 1x Schreibern unterschreibe ich diese Aussage sofort, doch der Grundtenor des Forums empfinde ich zur Zeit nicht so.
Dabei betrachte ich es in dieser Hinsicht selbst sehr kritisch, da ich kein Schwedenfan, sondern "nur" berufmäßig umgezogen bin.
Wir haben uns hier kein rotes Bullerbühaus gekauft sondern unsere Umgebung geschaffen, die unseren (deutschverwurzelten?) Ansprüchen genügt und versuchen uns dem schwedischen Leben soweit als möglich und nötig anzupassen.
Ich habe und könnte also kein Interesse darin finden schwedische Lobeshymnen zu lesen, da ich sie nicht nachvollziehen kann und äußerst uninteressant finden würde. Bis auf wenige besagte Außnahmen, finde ich diese begrenzte Sichtweisen nicht in den einzelnen Kommentaren.

Ob die Schweden so sind wie Du sie beschreibst, kann ich mangels Erfahrung nicht einschätzen.
Was ich in dieser sehr kurzen Schwedenzeit bisher jedoch bemerke ist, dass sie bezüglich Kritiklosigkeit und fehlender eigener Meinungsbildung, zum Glück doch sehr unterschätzt werden.
Ob es allerdings diese Ergebenheit zum Staat existiert, entzieht sich bisher meiner Kenntnis und ich bin sehr gespannt, das herauszufinden.

Vielleicht wäre es ein Ansatz, das Image der Menschen des eigenen Landes, nämlich das des ewig Nörgelnden Deutschen und das Bild, in unserem Fall des seinem Land verwurzelten Schwedens, nicht immer vor Augen zu haben und Kommentare Anderer mit diesem Bild abzugleichen.

Ich habe in Deutschland einige "ausgewanderte" Schweden in meinem beruflichen Umfeld erleben dürfen und wenn ich mich an sie erinnere, fällt mir sehr wohl das ein oder andere Gespräch ein, indem der Schwede sehr kritisch und manchmal klagend über sein Land berichtete.
Der Ruf eines Landes und dessen Menschen ist das eine und beruht auf Historie oder auch medienwirksamen bzw. auch unwirksamen Begebenheiten, die gelebte Realität ist meistens eine ganz andere.

LG
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 4. Juni 2008 01:52 
Wisst ihr was ich an diesem Forum gut finde? Dass man hier auch mal die, ja negativ wäre falsch, die vielleicht gleichen Probleme Schwedens ansprechen kann ,vor denen die meisten aus Deutschland ausgewandert sind.
Im Grunde sprecht ihr doch alle die gleiche Sprache und habt die gleiche Meinung. Ein Arzt ist auch nur ein Mensch . Menschen machen Fehler . Bei dem einen ist es die Uhr die nach der Reparatur nicht mehr tickt , beim anderen ist es die Oma, die der Arzt nicht mehr helfen konnte. Da ich selbst oft , sehr oft ,im Krankenhaus bin ,habe ich meiner Frau verboten
nach irgendwelchen Ärztefehlern rechtlich und medizinisch zu suchen . Sie haben mir doch nun x mal das Leben "gerettet" .Warum soll ihnen nicht auch ein Fehler unterlaufen. Ich muss sagen , dass 5444 ,Glada, Fanny und blue II, jeder aus seiner Sicht Recht hat.
Und ein Schlaraffenland ist Schweden wahrlich nicht, sie nehmen alles nur gelassener hin. Lasst die Träumer träumen , sie haben ihren Grund , aber wir werden uns doch nicht entzweien,an Dingen die wir niemals etwas ändern können . Die Disskusion darüber ist wichtig , sehr wichtig, aber Glada hat doch Recht , lasst uns an Dingen erfreuen die schöner sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 00:02 
Zitat:
Und ein Schlaraffenland ist Schweden wahrlich nicht, sie nehmen alles nur gelassener hin.


Da ich mich ja nun schon oft als "Nicht-ausgeprochener-Schweden-Fan" geoutet habe, hier nun auch meinen "Senf" dazu.

Zu den Zahlen wg. Behandlungsfehlern kam gestern im deutschen Fernsehen in Frontal - ZDF ein Bericht: Demnach sind es in D rund 40.000 Behandlungsfehler im Jahr - in Schweden wären das dann somit mehr als doppelt so viele (100.000) - prozentual auf die Bevölkerungszahl gerechnet (D 80 Mio. / S 9 Mio.) würde ich dann mal sagen, dass ich mich in Deutschland in diesem Fall dann doch noch besser aufgehoben fühlen würde. :D

Hier der Link: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/ ... 58,00.html

Was die "Gelassenheit" der Schweden anbelangt, dann bin ich mir nach über 10 Jahren hier im Land nicht mehr sicher, ob hier tatsächlich vieles entspannter gesehen wird oder ob es nicht doch in erster Linie damit zu tun hat, dass man hier unangenehmen Dingen am liebsten aus dem Weg geht, Konflikte lieber so lange diskutiert oder ignoriert, bis sie sich quasi scheinbar in Luft auflösen.

Aus eigener Erfahrung - mein Sohn hatte im Kleinkindalter Asthma und diverse Allergien - habe ich schon viele Stunden im Krankenhaus verbracht und nicht nur einmal über schwedische Ärzte/Krankenhäuser "geflu...t". Wenn wir heute für ihn einen Termin beim Kinderarzt brauchen - buchen wir den immer schon 1 Jahr im Voraus. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht "cool" genug - keine Ahnung. :D

Sicherlich hat man nach langer Zeit im Ausland nicht mehr den vollen Überblick über sein "Heimatland" - allgemein würde ich schon sagen wollen, dass es in Deutschland doch vieles gibt, auf das man auch stolz sein kann und das wirklich gut - wenn nicht sogar sehr gut ist. Im Nachhinein - so ganz für mich persönlich - bin ich eigentlich froh, dass ich in einem doch so vielschichtigen Land aufwachsen durfte, unter Menschen, die auf den ersten Blick manchmal etwas "granteln" oder "kantig" wirken können, dafür aber auch mit feinsinnigem Humor und mit viel Herzlichkeit ausgestattet sind!

Und das merkt man doch auch hier in diesem Forum - Majorität nett!!

S-nina


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 00:31 
S-nina hat geschrieben:
dass man hier unangenehmen Dingen am liebsten aus dem Weg geht, Konflikte lieber so lange diskutiert oder ignoriert, bis sie sich quasi scheinbar in Luft auflösen.


S-nina



Treffender hat noch keiner die schwedische Mentalität erklärt!

In allen Dingen Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 08:49 
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Beiträge: 1380
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Doch, ich verstehe gladas Reaktion. Ob es mit normann nun den Richtigen getroffen hat, ist eine andere Sache. Aber oft genung haben wir doch erlebt, dass auf jede negative Berichterstattung über Schweden sofort die Reaktion "ja, aber in Deutschland ist es noch viiiiel schlimmer" kam.
Trotz aller Gesundheitsreformen und Kassenquerelen darf man sich in Deutschland medizinisch gut aufgehoben fühlen, besser als in Schweden jedenfalls.

Das glaubt wieder keiner? Doch, nur ein Beispiel aus der Presse dieser Woche. Norrbotten hat zwei Krankenhäuser, in Gällivare und in Sunderbyn. Das in Kiruna zähle ich nicht mehr mit, dort gibt es nichtmal mehr eine Entbindungsabteilung.
In Gällivare habe in dieser Woche nun alle (!) Anästhesisten aus Protest gegen den autoritären Stil der neuen Abteilungsleiterin gekündigt. In Sunderbyn ist die Psychiatrie fast zeitgleich ärztefrei geworden, weil die Gehaltsforderungen abgelehnt wurden.
Und glaubt jemand, schwedische Ärzte wären unfehlbar? Zumal speziell im Norden die Chance, einen schwedsichen Arzt zu treffen, nicht sooo hoch ist. Ohne polnische und deutsche Ärzte würde das Gesundheitssystem hier sofort kollabieren. Mit etwas Glück trifft man genau den Arzt, über den man in Deutschland fürchterlich geschimpft hat in Norrbotten wieder, weil er inzwischen ausgewandert ist...

Bleibt gesund!

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 09:18 
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Beiträge: 908
Wohnort: früher Schweden, jetzt Mittelfranken
Nach nunmehr 7 Monaten in Deutschland fühle ich mich, gesundheitlich, wie im Schlaraffenland.
Wer wirklich das schwedische System mit einer Krankheit kennengelernt hat, weiß wovon ich spreche.

Wer hier über unser Gesundheitssystem jammert, ich bin auch ein Teil davon, sollte einmal an einem Freitag Nachmittag in eine schwedische Ambulanz gehen. Vårdcentral und dergleichen sind eh geschlossen..... da kann man nur viel Glück wünschen.
Ich kenne Menschen, die gezwungen waren von Örebro ( immerhin ein Krankenhaus der Zentralversorgung mit über 1000 Betten!) mir akuten Zahnschmerzen bis nach Uppsala zu fahren, weil in Örebro kein Zahnarzt im Dienst war! Und das ist nur EIN Beispiel.
Wenn so etwas in Deutschland passiert, kann man das in der meistgelesenen Tageszeitung lesen. In Schweden ist so etwas "normal".

Auch ich wünsche Euch, wie Skogstroll, bleibt gesund!


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 09:51 
Eure Beiträge kann ich nur zustimmen ,zum Glück nur aus Erzählungen der Bekannten in Vittangi.
Aber lasst mal, hier kommen wir auch noch dahin, denn es wurde total über den Verhältnissen gelebt.
Denn muss es sein , dass wenn mal der Pup bei Witwe Bolte quer sitzt ,innerhalb von 15 Min. (vorgeschriebene Zeit ) der Notarztwagen , der Rettungarzt mit eigenem Fahrer und Wagen vor der Tür steht? Abgesehen von dem Hubschrauber der auch noch kreist . Natürlich mit Pilot , Rettungarzt und Rettungsanitäter?
Sieben hochqualifizierten Kräfte für die Blähungen im Magen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 10:18 
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Hej,
ich glaube das beide Systeme hier ihre Macken haben. Ich kann nur von Deutschland reden, da ich das Schwedische nicht kenne. Aber was hier abläuft ist manchmal sehr absurt. Wir haben das Glück das wir hier ein kleines aber feines Krankenhaus in der Nähe haben. Es ist sogar noch eins noch näher,aber da würde ich nicht gehen. Lieber 10 min länger fahren. Es kommt immer darauf wo man ist und was man für gesundlheitiliche Probleme hat. Endweder hat man Glück und zufällig den richtigen Arzt da oder man hat Pech. Und dann ist es egal wo man ist. In Deutschland, Schweden oder sonst wo.

Gruß Claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 10:22 
glada hat geschrieben:

Ich würde mir wirklich wünschen, dass mit dem Gequake aufgehört wird - das man hier immer wieder zu lesen bekommt - und man sich auch an den schönen Dingen erfreuen kann.



Wenn damit alle gemeint sind, will meinen, auch die, die ständig nur schlechtes an Schweden finden, stimme ich dir gern zu.

Ich kann es echt nicht mehr hören. D ist alles schlecht, nein S ist alles schlecht. Wo ist es am schlechtesten? Hier schlecht, da schlecht. Oh, man.

Ich fühle mich wohl in Schweden. Und bevor wieder irgendwer kommt, nein, ich habe keine blau/gelbe Brille auf und ja, ich mag auch Deutschland immer noch sehr. Ich sehe beide Länder kritisch, aber ich ziehe mir auch viele positive Dinge raus. Wie soll man denn sonst leben? Man kann jeder Situation was Gutes abgewinnen.
Ich bin dankbar und glücklich, daß ich in Deutschland geboren wurde und in Schweden leben darf. Man kan so viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln und lernt viele interessante Menschen kennen. Wie auch hier im Forum.

Zu den reichsten Menschen der Welt gehört man im übrigen, wenn man einen Schrank oder ein Bett oder einen Tisch hat. Und dazu können wir uns alle zählen.

So und jetzt gehe ich meine Deutschlandfahne waschen, denn bald ist EM, worauf ich mich schon seit Wochen freue.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 10:26 
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Beiträge: 168
Wohnort: DH
Ich habe noch nie einen kreisenden Hubschrauber über Blähungen gesehen bzw. davon gehört. Im Bedarfsfall wird der Rettungshubschrauber immer vom Notarzt / Rettungskräften vor Ort angefordert.

_________________
Einmal Lappland - immer Lappland


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 11:05 
Schwedenfreund
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Beiträge: 735
Wohnort: Bernsbach, Erzgebirge
Sorry das ich eine sinnlose Diskussion losgetreten habe, ich wollte weder D noch S vergleichen noch in den Dreck ziehen es war eine Emotionale Reaktion meinerseits.

Aber wenn wir schon beim vergleichen sind, als ich "durch meinen Unfall" Freitagnachmittag zum Arzt wollte war schon ab 12 Uhr geschlossen, Donnerstag nur für Privatpatienten, Mittwoch nur nach Terminabsprache. Also blieb mir nur das Krankenhaus wieder, und bei anderen Ärzten ist es ebenso. Und zu Quartalsende haben die "jedesmal" Urlaub, Weiterbildung, etc.
Und bei meinen Unfall mit zwei relativ leicht verletzten war der Rettungshelikopter schon angefordert und 7 min später wieder abbestellt, da war er schon in der Luft.

Egal wo man lebt, es ist und wird nicht einfach, in S legt man große Strecken zurück in D steht man öfter vor verschlossener Tür und wo anders gibt es auch Probleme.

Kann mich nur anschließen, bleibt alle schön Gesund.


LG André

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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 11:24 
Schwedenfreund
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Beiträge: 358
Wohnort: Regensburg
Tja, ich denke eigentlich haben wir es in S und D gut,

wenn ich an die Tschechische Republik denke, wo ich beim Besuch meines Opas sogar das Tolettenpapier mitbringen musste.

Die Not-Sauerstoff-Flasche war leer, öfter. Mit der lapidalen Bemerkungen, des bringt eh nix mehr...

Also nicht mal Sauerstoff bekam man als ältere Patient :smt013

Er schaffte es zwar kurz raus, starb aber dann recht bald, mit 75 und sonst top gesund, das erste Mal im krankenhaus :twisted: :twisted:

Also in dem Vergleich ist D und S spitze, wenn auch nicht perfekt.

_________________
-------------------

Schöne Grüße

Die Helden


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 5. Juni 2008 11:47 
Lapplandinfiziert hat geschrieben:
Ich habe noch nie einen kreisenden Hubschrauber über Blähungen gesehen bzw. davon gehört. Im Bedarfsfall wird der Rettungshubschrauber immer vom Notarzt / Rettungskräften vor Ort angefordert.

Nach dem was ich mehrmals erlebt habe ,war der Hubschrauber zuerst da und zwei, drei Minuten später der Rettungswagen ,im Schlepptau den Notarzt! Gut und schön , auch wenn es nicht es funktionierte wie es sein sollte.
Trotzdem ist dies auf die Dauer nicht mehr bezahlbar. Dieses System frisst sich früher oder später selber auf.
Ob in Deutschland oder Schweden. Es ist ein allgemeines Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 8. Juni 2008 15:55 
Aktualität der Ereignisse , ich hätte es gerne für das Forum fotografiert , aber es hat doch etwas paparatizähnliches auf sich.
In diesem Moment stehen ,der Feuerwehrnotarztwagen des Landkreises ,der Notarztwagen des Landkreises und der Rettungswagen des Landkreises , beim Nachbarn vor der Tür.Summasumarum , die sieben Leute treten sich dort gegenseitig tot und wer soll die Kosten dafür tragen. irgendwie muss dies ja beglichen werden.
Der Hubschrauber hat hier leider keine Landemöglichkeiten.
Die Schwedische Landbevölkerung ,so denke ich wäre schon mit einem Fahrzeug und zwei Leuten zu frieden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 8. Juni 2008 23:47 
Schwedenfreund
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Registriert: 4. Mai 2008 22:43
Beiträge: 767
Wohnort: Insel Orust
nobse hat geschrieben:
Die Schwedische Landbevölkerung ,so denke ich wäre schon mit einem Fahrzeug und zwei Leuten zu frieden.


nun Nobse, da habe ich in Schweden jedenfalls was dazu gelernt

Wir haben hier "auf dem Land" Schwedens ZWEI Adressen.
Einmal eine Adresse, die uns wie jedem Bürger erlaubt Post zu empfangen,
und die 2. Adresse wurde uns zeitgleich bekanntgegeben und das sind die Hubschrauberkoordinaten für den Notfall :shock: :lol:

ob das überall ist, weiß ich nicht. Scheint aber nichts mit unserer Insellage zutun zu haben, da die Bewohner des benachbarten Festlandes auch 2 Adressen haben.

Lg
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Mängel im Gesundheitswesen schaden 100 000 Patienten
BeitragVerfasst: 9. Juni 2008 05:51 
Der Hubschrauber macht ja auch einen richtigen Sinn in Schweden ,bei den Entfernungen . schön wenn es so ist.


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