Löfven soll Regierung bilden

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Löfven soll Regierung bilden

Beitragvon svenska-nyheter » 18. September 2014 14:14

Der Vorsitzenden der schwedischen Sozialdemokraten, Stefan Löfven, soll die Möglichkeiten einer Regierungsbildung sondieren. Dies hat der Präsident des Reichstages, Peter Westerberg, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Löfven am Donnerstag in Stockholm erklärt.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

vibackup
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Re: Löfven soll Regierung bilden

Beitragvon vibackup » 18. September 2014 20:11

svenska-nyheter hat geschrieben:Der Vorsitzenden der schwedischen Sozialdemokraten, Stefan Löfven, soll die Möglichkeiten einer Regierungsbildung sondieren. Dies hat der Präsident des Reichstages, Peter Westerberg, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Löfven am Donnerstag in Stockholm erklärt.

Na, dann mal viel Erfolg.
Die Sozialdemokraten haben jetzt noch zwei Möglichkeiten, was ich sehen kann:
  • Sich tatsächlich an einer Regierungsbildung versuchen; das kann nur gelingen, wenn sie eine oder mehrere Allianzparteien mit ins Boot kriegen. Ob Löfvens Affront gegen die V in diesem Zusammenhang so schlau war, kann man diskutieren, aber erhöht natürlich die Chancen einer Einigung mit den Blauen. Allerdings verliert so die S vermutlich historisch, und darf sich bei der nächsten Wahl dann mit 20 % begnügen.
  • Sie lassen das Projekt scheitern und schicken die schwedischen Wähler zum Nachsitzen^W^W^WNeuwählen; mit Recht, kann man meinen. Das kann aber dazu führen, dass die SD noch mehr Stimmen gewinnen, was diese auch wissen, weshalb sie genau das wollen.

Leider gleicht die Situation hier allzusehr der der Weimarer Republik, weil die Leute einfach die geschichtlichen Lehren nicht lernen: es macht einfach keinen Sinn, in Krisenzeiten (oder Zeiten, die man als solche erlebt) extreme Parteien zu wählen, um Politiker abzustrafen. Das geht von einem "die und wir"-Denken aus. So funktioniert aber Demokratie nicht. Demokratie setzt voraus, dass man sich engagiert, spätestens, wenn einem Sachen nicht gefallen. Wenn man stattdessen Radikale irgendeiner Coleur wählt, dann kann es passieren, dass diese den Auftrag annehmen, und die Demokratie ermorden.
Wäre nicht das erste Mal.

Am Samstag kommt eine kluge Wahlanalyse einer schlauen jungen Frau in der DN, die sich zu lesen lohnt (auch wenn ich nicht in allen Punkten mit ihr einig bin).

//M


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