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 Betreff des Beitrags: Re: Lebensunterhalt realistisch?
BeitragVerfasst: 12. Juni 2012 18:14 
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Hej,
möcht' mich gerne an das Thema anhängen. Wir ziehen mit September in die Gegend um Jönköping (südlich davon) und wir sind gerade auf der Suche nach einem Mietshaus (hab eh schon dazu einen Thread verfasst). Jetzt hab ich sogar schon ein schönes Haus gefunden nur ist leider die Miete ein Wahnsinn (zumindest für österreichische bzw. Wiener Verhältnisse)... Er möchte 15.000,- im Monat, das Ganze ist auf ein Jahr befristet (was uns nicht stört, weil wir eh eine Kaufimmobilie suchern werden).- Ich hab schon ziemlich geschluckt, als er mir die Summe genannt hat.- Ich frag mich jetzt ob der Herr (er ist aus der Stockholmer Gegend) vielleicht Maßstäbe seiner Heimatstadt angelegt hat?

Er hat gemeint, wir können noch über den Preis verhandeln, aber unsere Schmerzgrenze war eigentlich bei 10.000,- Monatsmiete... Oder sind die Mieten im Bereich um Jönköping wirklich so hoch?
LG, karlskrona
edit: Habe eben ein Haus gefunden, das beinahe die Hälfte kostet und auch sehr günstig für uns liegt!!! Yipiiiiiieh bin so happy!!! :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Lebensunterhalt realistisch?
BeitragVerfasst: 12. Juni 2012 21:03 
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Beiträge: 37
5000 SEK?!?!?!?! Im Monat oder in der Woche?

Wir haben eine Zusage für ein neu gebautes Haus im Großraum Göteborg (aber im Wald) für 12000SEK ohne Strom.
Da lagen aber fast alle Häuser im Bereich Göteborg. Wie das um Jönköping aussieht weiß ich nicht. Wenn es in Göteborg deutlich billiger war, war auch irgend ein Haken dran. Oft hab ich mich im ersten Moment gefreut :D und im zweiten realisiert dass das die Wochenmiete ist :shock:.
Unser Haus haben wir übrigens quasi über den Arbeitgeber vermittelt bekommen.

Aber Glückwunsch wenn Ihr so günstig unterkommt.

MfG

Georg


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 Betreff des Beitrags: Re: Lebensunterhalt realistisch?
BeitragVerfasst: 13. Juni 2012 11:49 
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Beiträge: 106
draussen hat geschrieben:
5000 SEK?!?!?!?! Im Monat oder in der Woche?

Nicht 5.000,- sondern 15.000,- soll das gute Stück im Monat kosten.- Also wenn Du auf das Haus anspielst, von dem ich zuerst geschrieben habe. Das zweite Haus (das wir wahrscheinlich ohnehin nicht bekommen werden :( ) liegt zwar deutlich unter den 15.000,- aber schon noch über 5.000,-
LG, karlskrona


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 Betreff des Beitrags: Re: Lebensunterhalt realistisch?
BeitragVerfasst: 1. Juli 2012 19:56 
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Registriert: 1. Juli 2012 19:16
Beiträge: 26
Ist es überhaupt sicher das es ein recht auf Kindergeld gibt? Soweit ich informiert bin mussen Einwanderer selbstversorgend sein und haben kein Recht auf Sozialleistungen?
Habe grade bei "försäkringskassan" nachgelesen und dabei herausgefunden das man ein Jahrlang in Schweden arbeiten und leben muss um Kindergeld zu bekommen. Wär ja komisch sonst das man einfach irgendwohin ziehen kann und gleich Kindergeld einheimsen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lebensunterhalt realistisch?
BeitragVerfasst: 1. Juli 2012 21:18 
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Registriert: 5. April 2012 13:15
Beiträge: 37
Hallo,

ich kann aus den Informationen der forsäkringskassan nicht entnehmen, dass es da Einschränkungen gibt.
(http://www.forsakringskassan.se/wps/wcm/connect/3573e1a0-c838-4e7c-bf65-c634544bc55d/barnbidrag_flerbarnstillagg_eng.pdf?MOD=AJPERES&CACHEID=3573e1a0-c838-4e7c-bf65-c634544bc55d&useDefaultText=0&useDefaultDesc=0)
Laut diesem Infoblatt hat jedes in Schweden lebende Kind Anspruch.
Man muss ggf. einen Job oder Geldmittel nachweisen können um beim migrationsverket Aufentaltsrecht zu beantragen (wenn man länger als drei Monate bleiben will).

MfG

Georg


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 Betreff des Beitrags: Re: Lebensunterhalt realistisch?
BeitragVerfasst: 30. Juli 2012 11:35 
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Registriert: 11. Januar 2009 21:32
Beiträge: 98
Wohnort: Norr om stan
draussen hat geschrieben:
Laut diesem Infoblatt hat jedes in Schweden lebende Kind Anspruch.
Man muss ggf. einen Job oder Geldmittel nachweisen können um beim migrationsverket Aufentaltsrecht zu beantragen (wenn man länger als drei Monate bleiben will).

MfG

Georg


Hej Georg,

vielleicht mal von Anfang an. Als erstes brauchst Du eine personnummer. Für diese ist ein Okay vom Migrationsverket nötig (Aufenthaltsgenehmigung). Um diese zu bekommen, benötigst Du einen Arbeitsvertrag resp. musst Du nachweisen können, wovon Du und die mit Dir folgenden Familienmitglider leben. Darauf basiert die Aufenthaltsgenehmigung. Kannst Du Dich und Deine Familie in SE nicht mehr ernähren, erlischt auch die Aufenthaltsgenehmigung.
Bei den angegebenen 30 000:- SEK Monatsgehalt steht Dir auch kein Bostadsbidrag zu. Wir hatten beim Start hier in SE ähnliche Voraussetzungen im Großraum Stockholm und sind, bei sparsamer Lebensweise, ganz gut damit hingekommen. Sprünge lassen sich nicht machen und Reserven kannst Du damit auch nicht aufbauen. Die sollten auf jeden Fall vorhanden sein! Das Kindergeld steht jedem in Schweden mit personnummer registriertem Kind zu. Allerdings rechne damit, das es bis zu einem Jahr dauern kann, ehe die F-kassa alle notwendigen Daten zusammen hat und das Kindergeld auszahlt.
Wenn Du die Tage für die Föräldrarledighet beantragst, musst Du Dir in D. bestätigen lassen, wieviel Elternzeit Ihr dort bereits genommen habt. Die F-kassa errechnet dann die noch zustehenden Tage. Ich würde Euch raten, diese aufzusparen und nicht zu "verschleudern", so lange Deine Frau nicht berufstätig ist.
Man kann die Tage bis zum Abschluss des 8 Lebensjahres nehmen und wenn das Kind in die Schule kommt, sind die Sommerferien länger als 5 Wochen. Da kann man die Tage der Föräldrarledighet gut gebrauchen.
Einen Dagisplatz bekommt Ihr mit Sicherheit, da es eine 4-Monatsgarantie gibt, innerhalb dieser die jeweilige Kommune einen Dagisplatz anbieten muss (das 1. Lebensjahr verbringen schwedische Kinder in aller Regel zu Hause). Nur ist i.d.R. die Zeit begrenzt, solange nicht beide Elternteile einer Tätigkeit nachgehen (da rechnet man auch ein Studium mit ein, z.B. SFI-Kurse mit mind. 50%, genaue Regeln findest Du im Netz auf der hemsida Deiner Kommune unter Barnomsorg). Die meisten Kommunen haben eine 15-Stunden-Woche für solche Kinder festgelegt, die wahlfrei aufgeteilt werden kann (entweder alle 5 Tage jeweils 3 Stunden oder 3 Tage á 5 Stunden in der Dagis nach dem 1.Lebensjahr). Manche Kommunen sind allerdings großzügiger und bieten 30 Stunden pro Woche an. Die kosten liegen bei ca. 1 000:- SEK pro Kind und Monat wenn nicht die volle Zeit in Anspruch genommen wird. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du die volle Zeit beantragen, z.B. wenn das Kind zum Erlernen der schwedischen Sprache längere Zeit in der Betreuung bleiben soll. Dies würde ja bei 2 Nicht-schwedischen Muttersprachlern zutreffen.
Mieten ist ein kompliziertes Thema in Schweden und man muss schon wahnsinnig viel Glück haben, eine Mietunterkunft zu bekommen. Rechne nicht damit sondern überlege dir, wie Du eine Wohnung oder ein Haus finanziert bekommst. Die bank gibt Dir im ersten Jahr nur sehr selten einen Kredit, da Du hier nicht bekannt bist und demzufolgen auch keine Kreditwürdigkeit besitzt. Deutsche Banken finanzieren i.d.R. keine Auslandsimmobilien, wenn der Kreditnehmer im Ausland wohnt und keine deutschen Einkünfte nachweisen kann.
Dies ist eine sehr komplexe Materie.
Kann dein Arbeitgeber zumindest für das erste Jahr helfen, ist dies viel Wert!
Ich hoffe, dass Du jetzt ein klein wenig schlauer bist.

_________________
Ein Optimist ist in der Regel ein Zeitgenosse der ungenügend informiert ist. (John B. Priestley)


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 Betreff des Beitrags: Re: Lebensunterhalt realistisch?
BeitragVerfasst: 31. Juli 2012 19:53 
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Registriert: 5. April 2012 13:15
Beiträge: 37
@sverige_aelg:

Danke für den Beitrag. Ist ne gute Zusammenfassung des Threads. :)

MfG

Georg


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 Betreff des Beitrags: Re: Lebensunterhalt realistisch?
BeitragVerfasst: 11. August 2012 07:54 
Hallo an alle,

danke schonmal für all eure Ratschläge. Ich wurde vor kurzem von meinem Arbeitgeber nach Stockholm geschickt, mein Bruttogehalt ist 45.000 SEK. Wenn der ekonomifakta-Rechner richtig rechnet, bleiben mir 31.500 SEK davon netto übrig.

In Deutschland sagt man ja, dass die Miete nicht mehr als 1/3 vom Nettogehalt ausmachen sollte. Trifft das in Schweden auch zu? Ich schaue mir nämlich demnächst eine Wohnung für 10.000 SEK Warmmiete an.

Wie schätzt ihr dieses Verhältnis ein (31.500 zu 10.000)? Danke sehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lebensunterhalt realistisch?
BeitragVerfasst: 16. August 2012 17:21 
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Registriert: 11. Januar 2009 21:32
Beiträge: 98
Wohnort: Norr om stan
Hej Hewgo,

dann erst mal Gratulation zu diesem guten Einkommen. Damit liegst Du weit über dem Schnitt.
Mit 10-11 000:- SEK Monatsmiete sollte das Überleben eigentlich kein Problem sein. In Stockholm ist es allerdings nicht wirklich einfach, eine Mietwohnung zu finden (zumindest als erstrangiger Mieter). Und in 2. Hand kann die Miete durchaus deutlich höher liegen. Aber einen Tipp kann ich Dir geben: Eröffne ein Sparkonto bei Akelius, dann wirst Du bei denen bevorzugt, wenn Du eine Wohnung mieten möchtest.
http://www.akeliusspar.se/index.asp
Lycka till iaf.

Hälsningar

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