Lebensunterhalt realistisch?

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

draussen
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 37
Registriert: 5. April 2012 13:15
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Lebensunterhalt realistisch?

Beitragvon draussen » 5. April 2012 21:39

Hallo,
danke schonmal für die Antworten.

@Heike: das mit dem Dagisplatz habe ich auch schon (irgendwo) gelesen. Wenn einer zuhause bleibt hat man wohl nur anspruch auf 14 Tage. Im ersten Jahr wird meine Frau sicherlich noch zuhause bleiben, bis das neue Kind ein Jahr wird. Vorher (können) und wollen wir es ja nicht abgeben :-D. Kannst Du mir sagen, was die Dagis ungefähr kostet? Das hängt bestimmt von der Gegend ab (wie in Deutschland) aber muss man da eher mit 100SEK oder 2000SEK rechnen? Dagis macht glaube ich Sinn damit unser älteres Kind unter Leute kommt.
Danke auch für den Link. Bostadsbitrag bekommt nur wer maximal 249000SEK/Jahr före Skatt (brutto?!) verdient.
Das Ihr zu 5. mit 10000SEK klar kommt macht zumindest Mut, je nachdem wie sparsam Ihr seid.
Wir sind bestimmt auch bereit ein paar sachen selbst in die Hand zu nehmen. Im Nahrungsmittelbereich liebäugel ich ohnehin schon länger mit der Anschaffung von Hasen und Hühnern. Salatanbau kriegen wir auch hin (hatte mal ein eigenes 3mx3m Kartoffelfeld). Auch wie Birgit angemerkt hat, mit Holz zu heizen liegt auch in meinem Interessenbereich.

@Ingrid: hab beim Lesen keine Fehler festgestellt :-D . Evtl. kannst Du auch was zur Dagis sagen. Das mit dem Elterngeld (muss ich bei der forsakringskassan noch checken) hört sich ja gut an. Das wären ja dann rund 5400SEK im Monat als Mindestbetrag. Damit sollten dann alle Kosten zu decken sein.
Die 11.000 SEK hatte ich mal recherchiert für ein Haus mit 150m² in Göteborg Partille von 1983. Der Preis war 1650000 SEK (glaube ich). Ich kann nicht mehr genau sagen ob das bei blocket.se oder woanders war. Jedenfalls konnte man da direkt auch den monatlichen Abtrag bei unterschiedlichn Banken erfahren. Der Lag so bei 11000. Hier hatte ich allerdings auch schon überlegt ob es nicht vlt. sogar günstiger ist, über eine deutsche Bank zu finanzieren (falls die das machen). Falls es bei dem Bewerbungsgespäch nicht zum desaster kommt, wollte ich mal bei einem Maklerbüro vorstellig werden.

@Birgit: Das Haus als Kapitalanlage zu sehen ist gerade in Zeiten der Eurokrise kein schlechter Gedanke (bläht sich nicht gerade in Schweden eine Immobilienblase auf). Falls das mit der Arbeit und dem Hauskauf was wird, kann man das Haus ja auch behalten (wenn man nicht ohnehin da wohnen bleibt) und vlt. vermieten.
In Göteborg selbst was zu mieten ist eher Glückssache soweit ich das überblicke. Auf eigene Faust kann man sich nur in elend lange Wartelisten eintragen. Hier kann (wie Du schon angemerkt hattest) der Arbeitgeber helfen. Manche haben wohl bevorzugten Zugriff.
Bei unserem letzten Göteborgaufenthalt hatten wir z.B. eine Wohnung in ruhiger aber verkehrsgünstiger Lage gestellt bekommen.
Vor dem Hintergrund der "teilweisen" Selbstversorgung und der Tatsache, dass wir aus dem Dorf kommen, bevorzuge ich eher was außerhalb Göteborgs. Sicherlich muss man dann die Fahrkosten und die Fahrzeit mal genauer betrachten. Irgendwo im Forum wurde dazu auch die Winterproblematik zu bedenken gegeben.

So ich check jetzt noch mal die Seiten forsakringskassan mit meinem gebrochenen Schwedisch... ;-D

MfG

Georg

Benutzeravatar
meckpommbi
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1168
Registriert: 12. September 2008 11:26
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden
Kontaktdaten:

Re: Lebensunterhalt realistisch?

Beitragvon meckpommbi » 6. April 2012 09:09

laut regierung ist die blase eine erfindung nach meinem ermessen ist sie schon da aber ich denke der euro wackelt schneller als die blase hier platzt
die chance wenn es den schweden bleiben soll ist in goetheborg sicher mit am hoechsten arbeit zu behalten neben stockholm und malmö
in hemnet siehst du auch wie lange die immobilien da schon drinn sind eine gutes argument um eventuell den preis zu druecken
schau doch mal in richtung Borås oder Alingsås da fand ich es ganz huebsch und man hat gute strassen nach gö
gruss birgit

Benutzeravatar
janaquinn
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2203
Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Lebensunterhalt realistisch?

Beitragvon janaquinn » 6. April 2012 11:02

Hej Hej,
sorry, aber ich habe wirklich überlegt, ob ich dazu schreiben soll oder eher nicht. Ich halte deine Rechnungen für vollkommen unrealistisch, denn auch wenn ihr ausserhalb von Götheborg lebt, so seit ihr trotzdem im Speckgürtel und günstig wird es nicht werden.
In deiner Rechnung sind Dinge enthalten, die nicht einmal beantragt geschweige denn bewilligt sind: Bostadsbidrag, wir hatten ihn ebenfalls beantragt und nicht erhalten, obwohl auch wir nur ein Gehalt hatten und 2 kleine Kinder..abgelehnt! Elterngeld ect. steht euch zu, auch Kindergeld, liegt bei 2250,-sek usw.
Desweiteren fehlen in deiner Rechnung die kompletten Fixkosten:die Rate bzw. Haus können nicht so berechnet werden, weil meist Kaltmiete bzw. der Zinsmarkt sehr schwankt, Fahrkosten, Unterhalt für Auto(s), Telefon & Internet, Mobiltelefone, Strom, Müllabfuhr, Versicherungen für Haus & Auto, die Dagis ist für Kinder ab 3 Jahre kostenfrei, wenn ein Elternteil zuhause ist und dann zeitbegrenzt auf 15h/Woche, die anderen Plätze sind Kindern vorbehalten, wo beide Elternteile arbeiten gehen.
Rechne nicht mit Geldern, die ihr nicht habt, sondern nur mit dem Gehalt, welches am Ende des Monats auf deinem/eurem Konto ist.
Die Hauspreise sind keine Fixpreise, sondern in Schweden werden die Häuser bekanntlich versteigert, also man kann die Preise als Richtwert ansehen, bei Interesse und Besichtigung ins Budgivning gehen, wenn man eine Kreditzusage einer Bank hat, wird schwierig solange man keine Steuererklärung in Schweden gemacht hat und man sollte mind. 25% Eigenanteil in der Tasche haben, sonst hat man keine Chance und kein Makler wird euch für´s Budgivning zulassen, es sei denn, ihr habt die komplette Kaufsumme auf dem Konto und könnt dies nachweisen.
Im 1. Arbeitsjahr hat man in Schweden keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub, also heisst es entweder durcharbeiten oder auf Minusstunden gehen bzw. unbezahlten Urlaub...mit 2 kleinen Kindern und nur einem Gehalt wird es mehr als eng, es sei denn man hat wirklich genug Startkapital.
Rechne mit ca. 22.000 Sek welche am Ende des Monats auf deinem Konto landen und davon muss alles beglichen werden. Die Lebensmittelpreise sind in den letzten Monaten gestiegen und alles kann man nicht als Selbstversorger beschaffen.
Ausserdem sollten aussergewöhnliche Ausgaben berechnet sein: Repaturen am Haus oder Auto, Arztkosten und für Medikamente.
Nein, ich halte diese Rechnung für vollkommen unrealistisch.
Hier sind die Kosten für den Dagis: http://www.goteborg.se/wps/portal/!ut/p ... xRzFRMjQ!/

sollten irgendwann beide Kinder in den Dagis gehen und deine Frau auch arbeiten, wird es ca. 1260 Sek/Monat kosten für beide zusammen.

Es tut mir wirklich leid,dass ich deine Rechnungen etwas zerstört habe, aber nach 5 Jahren in diesem Land, weiss ich, dass man von 22.000 sek nicht wirklich leben kann.

LG JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Benutzeravatar
HeikeBlekinge
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2069
Registriert: 4. Januar 2008 20:20
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Lebensunterhalt realistisch?

Beitragvon HeikeBlekinge » 6. April 2012 11:53

Jana geschrieben:
Es tut mir wirklich leid,dass ich deine Rechnungen etwas zerstört habe, aber nach 5 Jahren in diesem Land, weiss ich, dass man von 22.000 sek nicht wirklich leben kann.


Ich lebe nun seit fuenfeinhalb Jahren in diesem Land ;-) ... und weiss das wir mit 10000 leben können.
Jana, es kommt ganz sicher auf die Lage an, und mit dem Geld wuerde man in Stockholm mit Sicherheit nicht gut leben können!
Wir bezahlen gut 2000 sek monatlich fuers (vor 7 Jahren gekaufte) Haus, dazu kommen Heiz- und Stromkosten, Telefon, Muell, Versicherung etc..
Es ist ein enormer Unterschied ob man ein gekauftes Haus hat (wofuer der Eigenanteil wirklich mind. 20% betragen sollte!) oder in einem bostadsrätt lebt, welches gerade in grösseren Städten das vierfache kosten kann!
Unser Haus war vor 7 Jahren nur 1/3 - 1/4tel des heutigen Preises wert. Durch viel Eigeneinsatz und Renovierung/Modernisierung haben uns die Banken problemlos Kredite gewährt. Heute haben wir ein tolles Haus auf dem Lande das wir uns gut leisten können. Der Nachteil: naja... nach vier Jahren Umbau hat man die Nase irgendwann ganz schön voll :lol: . Aber dieses Eigenkapital ist viel wert!
"draussen" sagt ja nun auch deutlich das er ausserhalb Göteborgs leben möchte, und auch wenn dort immer noch die Wohnpreise höher sind wie beispielsweise hier bei uns, sollte man mit 22000 netto hinkommen können! Können sehr wohl, denn mit Luxusguetern kann man sich in solch einem Fall sicher nicht behängen.

Lebensqualität ist das, was jeder Einzelne fuer sich selber sieht.

@draussen:
Ja, in Schweden sind das immer bruttobeträge.
Beim bostadsbidrag kommt es auf sehr viele Faktoren an! Da zählt in erster Linie klar das Einkommen, dann aber auch ausreichende (!) bostadsyta und Mietkosten, Schulden, Vermögen... Man kann pauschal nicht sagen das es der eine bekommt, aber der andere nicht.

Kinderbetreuung ist in Schweden auf alle Fälle guenstiger als in Deutschland! Ja vor allen Dingen geregelter!

Denk dran, das du auch bereit sein musst Hasen und Huehnern mal den Garaus machen zu können, damit sie in der Pfanne landen können. Möchte man sich selbst versorgen, reichen hier nicht 4 oder 5 Huehner oder Häschen. Da muss mehr her und damit auch passender, ausreichender Platz!
Wir haben im Laufe der Jahre unseren Tierbestand ausgebaut, sind jetzt bei Schafen und mittlerweile stets gut gefuellten Truhen.
Das bedeutet auch viel Bereitschaft beim Kochen, denn damit es sich rechnet muss wirklich ALLES verarbeitet werden (können).
Fuer viele ist so etwas oder auch das Landleben ein Traum. Fuer mich selbst ist es immer ein lebenslanges Ziel gewesen, das ich auf Teufel komm raus erreichen wollte. Dazu gehört viel Umstellung und Anpassung. Rueckschläge sind programmiert. 100% geht nie.
Und! Beide muessen wollen. Und Ausdauer haben ;-)

lg
Heike
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

Benutzeravatar
janaquinn
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2203
Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Lebensunterhalt realistisch?

Beitragvon janaquinn » 6. April 2012 12:21

Heike, ich glaube dir auf´s Wort das ihr von diesem Geld leben könnt, gerade weil ihr viel selber anbaut ect. Aber ihr habt, wie du selber geschrieben hast, hart dafür gearbeitet und Rückschläge in Kauf nehmen müssen.
Ich kann nun nur für Stockholm sprechen, aber die Preise hier in Järna liegen teilweise nur sehr gering unter Stockholmer Preisen und die sind gesalzen. Wir zahlen defintiv mehr als 2000,-sek an Rate, aber uns Haus war auch nicht günstig, aber für Järna immer noch normalpreisig.

Ich bin mir wirklich absolut nicht sicher, ob sie damit hinkommen werden, vorallem weil einiges schon durch Fixkosten aufgefressen wird und man sollte einfach auch Rücklagen haben, damit man magere Monate schaffen kann.
Kinder in diesem Alter kosten auch Geld und haben Wünsche. Luxusartikel haben wir uns sicherlich mittlerweile erlaubt, zuletzt ein "neues" Auto, 10 Jahre alter VW Passat, aber den haben wir bar gezahlt und nicht finanziert, allerdings hatten wir davor über 2 Jahre überhaupt kein Auto, was durchaus schwer sein kann und auch teuer ist, weil wir nur in Järna einkaufen konnten oder mit dem Taxi heimgefahren sind nach dem einkaufen. ( diesen Spass haben wir uns 2x geleistet).
Ausserdem kommt ja auch Fahrkosten dazu, wenn "draussen" ausserhalb von Götheborg lebt, aber in der Stadt arbeitet. In Stockholm kostet die Monatskarte aktuell 790,-Sek, keine Ahnung, was sie in Götheborg kostet. Fährt er mit dem Auto dann muss man die Spritkosten einberechnen.

Es wäre vielleicht gut, wenn sich jemand dazu äussert, der in der Gegend Götheborg lebt und mehr Erfahrung damit hat.
Ich denke nur, dass es nicht leicht wäre und durchaus auch zur Belastung werden könnte, wenn man nicht weiss, ob alles gezahlt werden kann und auch der Kühlschrank komplett gefüllt ist.

LG nach Blekinge
JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

EuraGerhard
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 943
Registriert: 28. Juli 2010 11:51
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Lebensunterhalt realistisch?

Beitragvon EuraGerhard » 6. April 2012 14:18

Hallo!

janaquinn hat geschrieben:... und kein Makler wird euch für´s Budgivning zulassen, es sei denn, ihr habt die komplette Kaufsumme auf dem Konto und könnt dies nachweisen.

Also das kann so nicht stimmen. Ich habe 2010 an mehreren Budgivning-Verfahren teilgenommen (und schließlich auch ein Grundstück "ersteigert"), und es hat kein Hahn danach gekräht, ob ich das Geld nun auf dem Konto hatte, oder eine Kreditzusage etc.

MfG
Gerhard

Benutzeravatar
HeikeBlekinge
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2069
Registriert: 4. Januar 2008 20:20
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Lebensunterhalt realistisch?

Beitragvon HeikeBlekinge » 6. April 2012 14:28

Puh, ich bin auch echt froh nicht in oder so nah an einer Grossstadt leben zu muessen. Die Kosten in solch einer Wohnlage können einen ja regelrecht auffressen. Das wäre mir echt zu stressig.
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

draussen
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 37
Registriert: 5. April 2012 13:15
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Lebensunterhalt realistisch?

Beitragvon draussen » 6. April 2012 15:05

Hallo,

erstmal danke für die zwischenzeitlich eingegangenen Nachrichten.

@Jana: danke für den Beitrag. Unser ansinnen ist es ja wie gesagt nicht, auf biegen und brechen nach Schweden zu gehen. Im Vordergrund steht die Arbeit. Stimmt der Rest nicht -müssten wir z.B. Erspartes für die monatlichen Fixkosten einsetzen - macht das keinen Sinn. Daher die Anfrage hier im Forum, wenn man das erst drei Monate nachdem man in Schweden ist feststellt ist das schlecht. Allerdings lagen meine Zahlen die ich bis jetzt auch durch die anderen Teilnehmer in diesem Thread gesammelt habe genau da was Du geschrieben hast. Wohngeld entfällt, Kindergeld rund 2000 SEK. Du und Heike haben eine Hausrate von 2000 SEK angegeben. Was ist damit genau gemeint? Das wäre ja weniger als die von mir angedachten 11000 SEK - kann ich mir daher nicht als "Abtrag" vorstellen. Letztlich kommst Du ja zu dem Schluss, dass man mit 22000 SEK netto nicht hinkommt - hier sind übrigens noch keine zu beantragenden Beiträge enthalten.

Bezüglich der Selbstversorgung ist das ja nicht so geplant, dass wir autark wie Familie Robinson leben wollen. Wir könnten die Grundlast an Eiern abdecken und 5-7 mal im Jahr einen Hasen essen (@Heike: das mit dem Garaus machen kriege ich hin - ich bin auf einem Hof im Wald aufgewachsen :-D). Wesentlicheres Sparpotenzial sehe ich bei der Verwendung von Holz zum heizen, was man evtl. auch selbst machen kann.

Das mit dem Hauskauf sehe ich als Alternative zum kleineren Mietmarkt. Klar hier müsste das Eigenkapital eingebracht werden - das könnte aber auch wirklich als Wertanlage angesehen werden (falls man irgendwann weiterzieht ansonsten bleibt es in unserem Besitz).

Sind die 11000 im Monat nur fürs Haus denn realistisch? Wie oben schon angemerkt kommen wir hier mit ca 1400 euronen netto ohne Unterkunft klar. Inklusive aller Versicherungen und Sparaufwände.

MfG

Georg

Benutzeravatar
janaquinn
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2203
Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Lebensunterhalt realistisch?

Beitragvon janaquinn » 6. April 2012 15:38

Hej Georg,
ich meinte mit Hausrate, die monatliche Belastung, die an die Bank gezahlt werden müssen. Wir bezahlen bedeutend mehr als 2000,-Sek, da unser Haus auch mehr gekostet hat, als das von Heike in Blekinge. Wir leben nunmal im Speckgürtel Stockholms und müssen auch die Kosten dafür tragen, verdienen allerdings auch über Landesschnitt.

Ich kenne die Mietpreise in Götheborg und Umgebung nicht, aber hier ist es schwer etwas bezahlbares zu finden, wir haben eigentlich selten unter 10.000 Sek gezahlt, weil der Wohnungsmarkt in Stockholm so überlastet ist, können private Vermieter die Mietpreise recht hoch ansetzen, vermietet bekommen sie ihre Häuser/Wohnungen zu 90% immer..traurig aber wahr.
Und auch in Göteborg scheinen die Mietpreise nicht gerade angenehm zu sein, wenn ich so auf Blocket.se schaue. Also man kann/sollte so ab ca. 7500,-Sek aufwärts rechnen, was die Kaltmiete betrifft. Monatskarte kostet wohl um die 540,-Sek, wenn ich richtig geschaut habe. Lebensmittel für 4 Personen, inkl. Windeln ect.....grob angepeilt 3000-4000.-Sek/monatlich, kann im Sommer weniger werden, weil die frischen Sachen dann auch günstiger sind, aber rechne generell nicht mit weniger Kosten für Lebensmittel, wie in Deutschland.
Strom ist im Sommer billiger, im Winter ziehen die Preise kräftig an, jedes Jahr auf´s neue und nie wirklich willkommen.
Ja, es wird schwer mit 22000,-Sek zu überleben bzw. kommt es darauf an, wie sehr ihr euch einschränken könnt/wollt, zumindest die ersten Monate bis deine Frau auch arbeiten kann.

Grüsse JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Benutzeravatar
meckpommbi
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1168
Registriert: 12. September 2008 11:26
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden
Kontaktdaten:

Re: Lebensunterhalt realistisch?

Beitragvon meckpommbi » 6. April 2012 15:53

ich kann zum finanzieren eines hauses nicht mitreden wir haben komplett gezahlt aber soweit mir bekannt ist bezahlen die meisten hier keinen abtrag sondern nur zinsen
üppig ist die summe insgesammt sicher nicht aber ich komme zur zeit auch 2 erwachsene und 3 katzen mit 10000 aus da darf aber auch nicht jeden monat eine dicke autoreperatur oder andere grossausgaben hinzukommen
also strom wasser autoversicherung hausversicherung muell wuerde ich mal monatlich mit 2500 als mittelwert angeben mein holz hat dises jahr wir hatten ja einen warmen winter 3500 gekostet vorieges brauchte ich das doppelte 7000 dazu kommen dann noch sprit fuer die kettensäge und strom fuer den holzspalter und du brauchst einen guten bauern um die ecke der dir das guenstig liefert :)
der grossraum stockholm ist mit sicherheit weit teurer als das vürmlandische niemansland und auch das umland von gö duerfte auch etwas teurer sein je weiter du wegwohnst um so guenstiger
gruss birgit


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste