Lebenshaltungskosten in Schweden

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sunray
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Re: Lebenshaltungskosten in Schweden

Beitragvon sunray » 9. April 2013 11:44

Danke

für die Antworten.

Da sind gute Denkanstösse dabei und wenn wir den Schritt mal wirklich machen würden würden wir uns natürlich sehr gut überlegen wie, was und wo.

Weil einfach auf jemanden warten tun sie an den wenigsten Orten. :)

LG

Malmö2012
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Re: Lebenshaltungskosten in Schweden

Beitragvon Malmö2012 » 13. April 2013 15:49

Das schwedische Verbraucheramt hat da Berechnungen. Hier ist ein Beispiel (muss natürlich nach Familenzusammensetzung angepasst werden):

Kosten pro Monat für Kleidung, Freizeit, Hygiene, Speilzeug, Zahnpflege etc.pro:
Kind 4-6 Jahre 1.140,-
Frau 1.910,-
Mann 1.760,-

Kosten pro Monat für Essen pro:
Kind 6-9 Jahre 1.130,-
Frau 1.750,-
Mann 2.240,-

Ausserdem für gemeinsame Kosten des Haushalts in einer mittelgrossen Stadt: 2.130,-

Das wäre insgesamt für 2 Erwachsene u. 2 Kinder ca 14.500,- ausschliesslich Wohnkosten.

Wie viel man dafür brutto einnehmen muss, liegt am Wohnort und ob das Einkommen von nur einer oder zwei Personen (günstiger) erziehlt wird, aber mit 18.000,- bis 19.000,- muss man schon rechnen.

Die Voraussetzungen für ein Camping sind ja hier schon erwähnt worden. Mit einem Bauernhof kann man nur sagen: die schwedischen Bauern kämpfen um ihre Existenz. Es ist kein einfaches Leben. So wie zu Opas Zeiten an die Leute in der Umgebung zu verkaufen, das machen die wenigsten und oft nur nebenbei. Lantwirtschaften sind grosse, rational betriebene Wirtschaften die ihre Produkte an Grossisten und Industrien verkaufen.

sunray
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Re: Lebenshaltungskosten in Schweden

Beitragvon sunray » 13. April 2013 17:16

Malmö2012 hat geschrieben:Das schwedische Verbraucheramt hat da Berechnungen. Hier ist ein Beispiel (muss natürlich nach Familenzusammensetzung angepasst werden):

Kosten pro Monat für Kleidung, Freizeit, Hygiene, Speilzeug, Zahnpflege etc.pro:
Kind 4-6 Jahre 1.140,-
Frau 1.910,-
Mann 1.760,-

Kosten pro Monat für Essen pro:
Kind 6-9 Jahre 1.130,-
Frau 1.750,-
Mann 2.240,-

Ausserdem für gemeinsame Kosten des Haushalts in einer mittelgrossen Stadt: 2.130,-

Das wäre insgesamt für 2 Erwachsene u. 2 Kinder ca 14.500,- ausschliesslich Wohnkosten.

Wie viel man dafür brutto einnehmen muss, liegt am Wohnort und ob das Einkommen von nur einer oder zwei Personen (günstiger) erziehlt wird, aber mit 18.000,- bis 19.000,- muss man schon rechnen.

Die Voraussetzungen für ein Camping sind ja hier schon erwähnt worden. Mit einem Bauernhof kann man nur sagen: die schwedischen Bauern kämpfen um ihre Existenz. Es ist kein einfaches Leben. So wie zu Opas Zeiten an die Leute in der Umgebung zu verkaufen, das machen die wenigsten und oft nur nebenbei. Lantwirtschaften sind grosse, rational betriebene Wirtschaften die ihre Produkte an Grossisten und Industrien verkaufen.


Dank dir das gibt schonmal ein gutes Bild.

Der Bauernhof wäre mehr als Grundlage für ein Ferienanwesen gedacht. :)
Der Anbau der Sachen wäre auch nur als Eigenbedarf und für die Gäste gedacht im kleinen Rahmen.
Vielleicht noch ein paar Hühner und Schafe oder so.
Erlebnisferien auf einem Hof mit ein paar Zimmer ein paar Stellplätzen ein paar Stugas u.s.w.
LG
Andreas

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Re: Lebenshaltungskosten in Schweden

Beitragvon irni » 13. April 2013 17:35

...und lasst euch nicht von den günstigen Haus/Grundpreisen täuschen. Je besser die Lage, desto teurer. Wollt ihr auf dem Land leben müsst ihr auch mindestens ein Auto, lieber zwei einrechnen.
Ich kann nur raten, ordentlich planen, rechnen, kontrollieren, anschauen und nichts überstürzen.
Und noch eine Sache, die mir jedes Jahr wieder zu schaffen macht und das schon auf der Höhe Stockholm, der lange, finstere Winter. Das ist wirklich sehr individuell, aber man soll es nicht ganz ausser acht lassen.

Speedy
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Re: Lebenshaltungskosten in Schweden

Beitragvon Speedy » 13. April 2013 18:09

irni hat geschrieben:...und lasst euch nicht von den günstigen Haus/Grundpreisen täuschen. Je besser die Lage, desto teurer. Wollt ihr auf dem Land leben müsst ihr auch mindestens ein Auto, lieber zwei einrechnen.
Ich kann nur raten, ordentlich planen, rechnen, kontrollieren, anschauen und nichts überstürzen.
Und noch eine Sache, die mir jedes Jahr wieder zu schaffen macht und das schon auf der Höhe Stockholm, der lange, finstere Winter. Das ist wirklich sehr individuell, aber man soll es nicht ganz ausser acht lassen.


Hej, das kann ich nur bestätigen. Man muss wirklich gut nachdenken und rechnen, Speedy

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Re: Lebenshaltungskosten in Schweden

Beitragvon Malmö2012 » 13. April 2013 18:16

Der Bauernhof wäre mehr als Grundlage für ein Ferienanwesen gedacht. :)
Der Anbau der Sachen wäre auch nur als Eigenbedarf und für die Gäste gedacht im kleinen Rahmen.
Vielleicht noch ein paar Hühner und Schafe oder so.
Erlebnisferien auf einem Hof mit ein paar Zimmer ein paar Stellplätzen ein paar Stugas u.s.w.


Ja, sowas gibt es, aber ich habe bisher noch keinen getroffen der davon lebt. Die mit denen ich in Kontakt gekommen bin, tun das nebenbei. Neben einer Lantwirtschaft oder einer anderen Arbeit die man damit kombinieren kann. Von ein paar Zimmer vermieten kann man nicht leben.

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Re: Lebenshaltungskosten in Schweden

Beitragvon sunray » 13. April 2013 18:51

Super die Inputs und Anstösse :schwedentor2:

Das mit den dunklen Wintern haben wir uns auch schon überlegt, wir würden vorher aufjedenfall auch mal ein paar Wochen Dez./Jan. Testurlaub dafür machen, denn ich denke das ist sehr schwer sich das vorzustellen.

Um euch alle zu beruhigen wir noch nicht 1Mal in Schweden und werden auch nicht heute oder Morgen auswandern.Wenn wäre das wahrscheinlich eine längere Prozedur zur eigenen Existenz.

Wir leben ein gutes Leben hier in der Schweiz und verdienen auch nicht schlecht, und würden das auch nicht blind, überstürzt aufgeben.

Ich hätte zudem Anfangs sehr wahrscheinlich die Möglichkeit innerhalb der Firma nach Schweden zu wechseln sollte es dann mal soweit sein.Sprache natürlich vorausgesetzt.

Der Traum vom Auswandern und der eigenen Existenz begleitet uns einfach schon seit Jahren.
Darum haben wir auch überall offene Augen.

In der Schweiz sind die Möglichkeiten sich etwas eigenes zu Erschaffen halt einfach sehr, sehr teuer
gerade Liegenschaften und Grundstückspreise sind extrem hoch.

Uns ist durchaus klar, dass von nicht auch nichts kommt und das man auch nicht mit 1-2 Zimmer und Stellplätzen sich da jetzt die grosse Existenz aufbauen kann.

Das war auch mit ein Grund für die Anfage der Lebenshaltungskosten um sich mal ein Bild zu machen wie gross das ganze etwa sein müsste um da mit der Zeit evt. auf eigenen Füssen zu stehen.
Wie bereits erwähnt ist mir klar, dass in der kälternen Jahreszeit damit nur sehr wenig zu verdienen wäre.

Aber ich denke, dass ich in dieser Zeit als gelernter Mechaniker mit Erfahrung im Zimmermännischen und auf dem Bau durchaus die Möglichkeit hätte damit noch etwas aufzubauen.

Wir werden im Sommer aufjedenfall unsere 3 Wochen mal sehr geniessen und evt. sieht danach alles ganz anders aus. ;)

LG

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Re: Lebenshaltungskosten in Schweden

Beitragvon Imrhien » 14. April 2013 18:18

Hej,
was den Winter angeht, würde ich ja empfehlen, kommt im November und dann noch mal im Februar oder auch noch März.
Man glaubt es einfach nicht, dass der Winter hier länger ist. Gute vier Wochen sind wir hinterher mit dem Wetter. Wenn die Freunde in Deutschland von den Blumen erzählen, die blühen, hab ich noch weiss vor der Türe. Oder eigentlich eher schmutzig grau-brau. Denn schön ist der Winter tatsächlich nur im Dezember und Januar noch. Da ist es so weihnachtlich und schön. Da lässt man sich gern über die Kälte und Dunkelheit hinwegtrösten. Das ist so wie im Bilderbuch oder alten Filmen. Richtig romantisch. Nur wenn es dann wie jetzt immer noch eklig ist, dann mag man nicht mehr.
Ich weiss, in Deutschland ist dieses Jahr auch nicht schön. Und wir hatten teils sogar schon mehr Sonne. Trotzdem hab ich noch ordentlich Schnee im Garten und wo keiner mehr ist, da liegt ne riesen Schlammpfütze. Von Frühling kann ich noch nicht viel sehen. Auch etwa Höhe Stockholm, nur weiter drinnen im Land. Ein wenig jedenfalls :)

Ich kann Euren Traum verstehen. Mein Tipp wäre doch erst mal auf andere Art, also mit einem Job, nach Schweden zu kommen. Von hier aus kann man viel leichter überblicken was es gibt und was es bringt.
Aus Deutschland heraus einen Campingplatz zu kaufen, oder aufzubauen, ist dohc sehr schwer. Aus der Schweiz auch :)
Man kann leichter übers Ohr gehauen werden, weil weit weg und wegen der Sprache.
Aber wenn Ihr erst mal hier seid, dann ist es leichter sowas zu sehen und sich Risiken genauer anzuschauen.
Es ist jedenfalls sicherer erst mal mit einem Job zu kommen und hier zu versuchen sich selbstänig zu machen, als direkt selbständig zu kommen und dann zu scheitern. Es geht recht schnell hier eine Firma anzumelden. Wenn Du eine Arbeit hast, kann Deine Frau ihre Näherei anmelden. Und Du noch ein Gewerbe für Schreinerei. Wenn es läuft, super. Wenn nicht, dann hört man wieder auf. Die Risiken sind relativ überschaubar und gering. Vor allem wenn man eigentlich eine Arbeit hat und daher sein Gehalt bekommt. Ich kenne viele, die auf die Art die Selbständigkeit beginnen in Schweden. Nebenher mit sicherem Einkommen. Erst nach einiger Zeit und mit Sicherheit kündigen sie dann die Arbeit. Je nach Arbeitgeber kann man auch stundenweise aussteigen. Also erst mal 100%, dann 50% und dann weniger. Macht ein Bekannter hier. Aber der ist auch schon länger da...

Viel Spass beim Planen und Träumen.

Imrhien

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Re: Lebenshaltungskosten in Schweden

Beitragvon Klarälvangler » 14. April 2013 18:48

Da mußich mal ein wenig wiedersprechen. Wir sind vor 6 Jahren nach S gekommen , ohne Arbeitsstelle, wußten aber das wir uns von Anfang an selbstständig machen wollten. Das erste Jahr war schwierig, zumal ohne große Sprachkentnisse. Da haben wir viel Lehrgeld bezahlen müssen. Das zweite Jahr lief schon besser und ab dem dritten Jahr sind wir vollauf zufrieden, da wir uns auf dem Markt etabliert haben. Es kann also auch gleich mit einer Selbsständigkeit funktionieren. Natürlich stimmt es das mit einer Arbeitsstelle im Rücken der Druck nicht so hoch ist, auf der anderen Seite besteht aber auch die Gefahr, die Seldsständigkeit nur halbherzig anzugehen, da ja der Beruf im Vordergrund steht. Und wer halbe Sachen macht ist in der Regel zum Scheitern verurteilt.
Was den Campingplatz anbelangt sehe ich das hier auch als schwierig an, wegen der kurzen Saison.
Es sei denn die Lage und Ausstattung ist so gut, das auch Wintercamping atraktiv ist, also ein gut ausgebautes Skigebiet.
Viel Glück und alles Gute wünscht
Andreas

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Re: Lebenshaltungskosten in Schweden

Beitragvon EuraGerhard » 15. April 2013 08:38

sunray hat geschrieben:Ich hätte zudem Anfangs sehr wahrscheinlich die Möglichkeit innerhalb der Firma nach Schweden zu wechseln sollte es dann mal soweit sein.Sprache natürlich vorausgesetzt.

Das dürfte dann mit ziemlicher Sicherheit die beste Methode sein. Auf diese Weise hättest Du zunächst als "Sprungbrett" einen Arbeitsplatz in Schweden, könntest damit an eine Personnummer (sehr wichtig!) kommen und auch an ein Bankkonto. Und später dann, wenn ihr euch eingelebt habt, evtl. der Sprung in die Selbständigkeit.

MfG
Gerhard


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