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Schweden
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Schweden und Norwegen - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

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 Betreff des Beitrags: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2008 15:54 
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Hier geht’s um die eher kurze Wanderung vom Dreiländereck zur Pältsa-Hütte (nördlichste STF-Hütte) und zurück. Ausgangspunkt war das Dorf Kilpisjärvi auf der finnischen Seite.

Wandertag 1:

Es war die letzte Urlaubswoche und ich war zunächst von der Herberge „Peera“ (ca. 25 km südlich von Kilpisjärvi) aus zu einer Hütte und am nächsten Tag zurück zur Straße gelaufen. Von dort fuhr ich nachmittags mit dem Bus zum Wanderzentrum von Kilpisjärvi, am Fuß des 1029 m hohen Saana gelegen. Das 100-Seelen-Dorf kannte ich bereits aus diversen früheren Urlauben. Es liegt auf ca. 430 m Höhe und gilt als einziges Bergdorf Finnlands.


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Dateikommentar: Hütte am Ailakkajärvi
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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2008 15:57 
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Von hier wollte ich noch am selben Tag mit dem Boot auf die andere Seite des Sees in die Nähe des Dreiländerecks fahren, den Fußweg ab Kilpisjärvi war ich bereits im Sommer 2003 gelaufen. Ich hielt mich noch etwas im Wanderzentrum auf, bevor ich mich langsam zum Bootssteg auf der anderen Straßenseite begab.
In dem Schiff traf ich eine alleinreisende Finnin von ca. Ende 50, die zum ersten Mal ohne ihren Mann in der Wildnis unterwegs war, sowie eine Norwegerfamilie, die alle etwas andere Routen als ich in Angriff nehmen wollten. Abfahrt war plangemäß um 18 Uhr und eine halbe Stunde später stiegen wir an der Koltaluokta (Goldbucht, schwedische Seite des Sees) aus dem Boot.
Ich marschierte gleich los auf dem breiten Weg zum Dreiländereck, um dann in der mir auch bereits bekannten Kuohkimajärvi-Hütte zu nächtigen. Die etwa 3 km lange Promenade vom Anlegesteg aus war ich bisher noch nicht gelaufen, konnte aber trotz nicht ganz idealer Sicht schon von weitem erraten, wo sich ungefähr der Grenzstein hinter den Bäumen versteckte. In diese Richtung kam plötzlich ein Hubschrauber geflogen, der dann hinter dem Wald verschwand. Ich fragte mich, was dort wohl gerade veranstaltet wurde.
Als ich kurz vor der Grenze ankam, sah ich ein Stück vor mir einen Mann in Uniform, der mit anderen Wanderern sprach. Als ich näher kam, erkannte ich, dass es sich um einen norwegischen Polizisten handelte. Er sprach mich dann auch an, zunächst auf Norwegisch, dann auf Englisch. Sie suchten einen alleinwandernden Dänen, der heute am Dreiländereck erwartet wurde, und er wollte wissen, ob ich evtl. einen Mann am Bootssteg gesehen hätte. Ich konnte ihm leider nicht helfen und fragte ihn dann, was der Däne denn getan habe. Natürlich vermutete ich, dass es sich um einen „Verbrecher“ handelte, da an der Grenze nach ihm gesucht wurde. Es stellte sich jedoch heraus, dass der dänische Wanderer bereits eine Woche zuvor laut seiner geplanten Reiseroute in Kilpisjärvi hätte ankommen müssen und nun vermisst wurde. Über die Hüttenbücher hatten sie nun herausfinden können, dass er am Vortag in der Daertahütte übernachtet hatte und in Richtung Dreiländereck weiter wandern wollte.
Ich ging dann gar nicht mehr zum Grenzstein, sondern steuerte direkt auf die Hütte zu, wo sich zunächst viele Leute aufhielten, die jedoch bald weiterzogen, so dass ich dort allein war und auch nachts die ganze Hütte für mich alleine hatte. Die Finnin aus dem Boot hatte ihr Zelt etwas entfernt am anderen Ufer des kleinen Sees aufgebaut. Ich lief später zu ihr und wir unterhielten uns noch etwas über die jeweiligen weiteren Pläne.
Leider war für den übernächsten Tag Gewitter oder zumindest starker Regen angesagt, so dass ich doch lieber nicht mehr nach Norwegen rüber laufen wollte, sondern nur zur schwedischen Pältsahütte und zurück. So blieb mir noch ein Reservetag für Notfälle.

(Fortsetzung folgt)


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Dateikommentar: Blick über den Kuohkimajärvi
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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2008 18:20 
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Hej Sápmi,

könntest Du wieder einen Karten-Link setzten, damit Deine Tour besser nachvollziehbar ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2008 18:38 
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amarok hat geschrieben:

könntest Du wieder einen Karten-Link setzten, damit Deine Tour besser nachvollziehbar ist.


Naja, Tour... Es geht hier eigentlich nur um eine kurze Wanderung vom Dreiländereck zur Pältsastugan und zurück.
Hier hab ich auf einer sehr schönen privanten finnischen Wanderseite einen detaillierten Kartenausschnitt dazu gefunden:
http://www.pekkavaris.net/vaellus/palts ... paiva.html

Das Ganze befindet sich in der nördlichsten Ecke Schwedens. :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2008 18:41 
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Wandertag 2:

Am Mittwoch morgen stand ich früh auf, es war recht frisch bei 6°C. Bereits um halb 9 marschierte ich los, den Anfang des Weges kannte ich bereits vom letzten Mal, 2 Jahre zuvor war ich hier etwas herumgestapft. Zunächst ist der Weg sehr steil, doch diesmal war das Wetter günstiger, es war etwas windig, so dass das Steigen nicht so schwer fiel. Zudem gab es kaum Mücken. Die meiste Zeit läuft man über Kahlfjäll, allerdings sind ein paar Ab- und Gegenanstiege zu bewältigen und in den Mulden musste ich hin und wieder sumpfige Stellen mit erhöhtem Mückenaufkommen durchqueren. Doch in den höheren Lagen wurde es schnell besser, zumal auch fast ständig ein Wind wehte. Unterwegs traf ich nur selten andere Wanderer, nur 2 Gruppen, die mir entgegenkamen. Gegen Mittag wurde es zunehmend sonnig und heiß und ich legte mehrere Pausen ein, die letzte Rast machte ich, als ich bereits die Hütten weiter unten im Tal sehen konnte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2008 18:43 
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Dorthin führte jedoch noch ein langer und steiler Abstieg. Bereits um ca. 20 vor 2 erreichte ich die Hütte. Ein junges finnisches Paar brach gerade in Richtung Kilpisjärvi auf. So war ich zunächst allein in der sehr schönen Hütte, der nördlichsten STF-Fjällstuga. Ich stellte meine Sachen ab und lief zur Hütte des Hüttenwarts, der jedoch nicht da war und einen Zettel an die Tür gehängt hatte, der besagte, dass er auf den Pältsagipfel gewandert sei und bis 19 Uhr zurück sein wollte – um 22 Uhr solle man dann aber die Polizei über das Nottelefon anrufen, falls er noch nicht da sei. Daraufhin suchte ich natürlich gleich schon mal das Nottelefon – für alle Fälle -, das sich in einem offenen Raum seiner Hütte befand.


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Dateikommentar: Stugvärd-Hütte
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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2008 18:50 
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So ging ich zurück zur STF-Hütte und verweilte etwas in dem großen Aufenthaltsraum. Im Vorraum hatte ich bereits ein einsames Paar Wanderschuhe erspäht, nun hörte ich auch ein Husten aus einem der Zimmer, wo also noch jemand zu schlafen schien. In dem Aufenthaltsraum kochte ich mir irgendwann etwas zu essen, blätterte ein bisschen in diversen Prospekten und STF-Heften und machte ein paar Notizen. Natürlich verbrachte ich auch viel Zeit draußen, saß viel auf der Vortreppe und legte mich sogar für eine Weile auf den Holzbrettern in die Sonne, die ununterbrochen heiß vom Himmel herab brannte. Das Wetter war also nach wie vor in Ordnung, einige Wolken kamen am Himmel vorbei, doch nur wenige dunkle. Ich machte viele Bilder von der unglaublich idyllischen Umgebung und hielt immer wieder Ausschau nach eventuell ankommenden Wanderern. Zunächst kamen jedoch nur 2 Rentiere hinter der Hütte hervorgeschlichen, als ich gerade auf der Treppe saß.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2008 18:55 
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Später sah ich vom Fenster aus 3 Frauen aus Richtung Gappo des Weges wandern. Sie kamen auch in die Hütte und wollten am nächsten Tag wieder zurück nach Norwegen laufen, wo ihr Auto in Rognli stand. Eine von ihnen stammte von der Troll-Insel Senja in der Nähe von Tromsø.
Gegen 19 Uhr kam dann tatsächlich der Hüttenwart aus Richtung des Pältsa angestapft, ganz in Grün, mit einem alten Tagesrucksack und einem übergroßen Wanderstock aus Holz, das Messer natürlich am Gürtel hängen. Er lief zu dem kleinen Häuschen und ich begab mich kurz darauf auch dorthin. Er kam gerade heraus und ich sprach ihn an, um die Bezahlung per Kreditkarte zu regeln. Er wollte wissen, ob ich über Nacht in der Hütte bleiben wolle, ob ich allein sei, und ich sagte ihm, dass noch 3 weitere Frauen zum Übernachten da seien. Er wollte nun jedoch zunächst im nahegelegenen Fluss baden, fragte mich aber noch, ob denn der Däne noch schliefe. Ich bejahte schon, als mir bewusst wurde, was er da gerade gesagt hatte. Der Däne? Doch nicht etwa DER Däne? Natürlich war er es. Man hatte ihn am Vortag noch in der Rostahütte gefunden.

(Fortsetzung folgt)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 7. Oktober 2008 14:42 
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Als der Hüttenwart einige Zeit später frisch gebadet zurück kam, konnte ich die Übernachtung bezahlen. Ich hatte dann sogar ein 4-Bett-Zimmer für mich allein. Die 3 Norwegerinnen schliefen in dem anderen 4-Bett-Zimmer und der Däne lag noch in dem großen Schlafraum.
Als ich noch eine Weile mit den Norwegerinnen im Aufenthaltsraum gesessen hatte, kam der dänische Wanderer irgendwann angeschlichen und wunderte sich natürlich, als ich gleich wusste, wer er ist („you are the lost dane“). Er erzählte nach und nach die ganze Geschichte. Er war insgesamt 3 Wochen auf dem Nordkalottleden unterwegs, war wohl in Abisko gestartet, doch war er nach ein paar Tagen etwas unglücklich gestürzt, wobei er sich das Knie verletzte. Es war zwar nicht gebrochen, tat jedoch höllisch weh und hielt ihn mächtig auf. An einem Tag brauchte er für 17 km 16 Stunden. Seine Wanderroute hatte er seiner Familie aufgeschrieben und sie hatten wohl vereinbart, dass man ihn nach einer bestimmten Zeit ohne Lebenszeichen suchen lassen sollte. Nun hatte er über weite Strecken und tagelang keinen Handyempfang gehabt und gehofft, noch rechtzeitig zur Pältsahütte mit dem Nottelefon zu gelangen, wo er allerdings einen Tag zu spät ankam.
So unterhielten wir uns noch eine ganze Weile über die Freuden und Risiken des Alleinwanderns, was insgesamt recht interessant war. Da er am nächsten Morgen denselben Weg wie ich zum Dreiländereck laufen wollte, schlug er vor, dass wir zusammen losziehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 7. Oktober 2008 14:46 
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Wir hatten uns auf 7 Uhr als Abmarschzeit geeinigt, also stand ich kurz nach 6 Uhr auf. Der Däne nahm das wohl nicht so genau und als ich schon startklar vor der Tür stand, musste er sich vor dem erstem Aufstieg unbedingt noch eine Zigarette gönnen. Wir kamen dennoch um 7:25 Uhr los.
Das Wetter sah bereits etwas zwielichtig aus, es hatte sich schon etwas zugezogen, trotzdem war es noch recht warm. Die erste Hürde war der erste und auch gleichzeitig längste Aufstieg der ganzen Strecke, die wir recht schnell zurücklegten. Da es noch früh am Morgen war, begegnete uns eine ganz Zeit lang keine Menschenseele, dafür tummelten sich noch diverse Rentierherden auf dem Wanderweg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 7. Oktober 2008 14:51 
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Hin und wieder machten wir eine kleine Rast, natürlich war es für beide etwas seltsam, den Gehrhythmus mit einer anderen Person abstimmen zu müssen. Natürlich unterhielten wir uns auch die ganze Zeit über die Gott und die Welt, irgendwann kannte ich fast den ganzen Lebenslauf des Dänen, von den 3 Kindern über die beiden Scheidungen und den Job bis hin zur Espressomschine.
Als wir bereits über die Hälfte des Weges zurückgelegt hatten, fing es etwas zu nieseln an, hielt sich jedoch noch in Grenzen. Bald kamen uns auch die ersten Wanderer entgegen. Natürlich wollte der Däne noch zum Dreiländer-Grenzstein gehen und Fotos machen. Ich selbst hatte beschlossen, an diesem Abend noch ein letztes Mal in der Kuohkimajärvihütte zu übernachten, bevor es wieder zurück in die Zivilisation und auch bald wieder in den Süden ging. Er ging noch mit zur Hütte, wo wir kurz nach halb 1 ankamen, und fuhr dann mit dem nächsten Boot um halb 5 zurück nach Kilpisjärvi.
Als wir in der Hütte ankamen, war sie zunächst leer, doch nach und nach kamen jede Menge Wanderer, die vom mittlerweile stärker gewordenen Regen alle nasse Regenkleider hatten, die natürlich über dem Ofen getrocknet werden musste. Bald hatte sich die kleine Hütte in eine Art Sauna verwandelt. Draußen regnete es nach wie vor und es kamen immer mehr Leute an, so dass es bald extrem unangenehm wurde. Ich spielte mit dem Gedanken, doch noch mein Zelt draußen aufzustellen, doch dazu war einfach der Regen zu stark. Trotzdem standen irgendwann jede Menge Zelte um die Hütte verstreut rum. Nachmittags zeigte das Außenthermometer noch 14°C, gegen Abend immer noch 12°C.
Da in der Hütte mit 6 Schlafplätzen letztendlich 12 Menschen übernachteten, wurde Tisch und Bänke verrückt, eine Person schlief auf der Bank, mindestens 4 auf dem Boden, auch im Vorraum. Natürlich hielt es trotzdem niemand für nötig, nachts zu lüften. Ich legte mich extra umgekehrt direkt mit dem Kopf neben eines der Fenster, das ich soweit öffnete, dass ich meinen verpackten Schlafsack quer dazwischenlegen konnte. Es war schließlich so warm, dass mir mein Flanell-Inlet zum Zudecken genügte.

(Fortsetzung folgt)


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Dateikommentar: Hütte am Kuohkimajärvi (Bild von 2003)
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Dateikommentar: Dreiländereck (Bild von 2003)
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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 7. Oktober 2008 16:43 
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Die Episode mir dem Dänen ist ja "nett". Weißt Du, ob die Suchaktion für ihn Konsequenzen hatte?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 7. Oktober 2008 17:05 
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amarok hat geschrieben:
Die Episode mir dem Dänen ist ja "nett".


Ja, schon interessant, was man unterwegs so erlebt.

amarok hat geschrieben:
Weißt Du, ob die Suchaktion für ihn Konsequenzen hatte?


Wie's am Ende ausgegangen ist, weiß ich auch nicht. Er hatte jedenfalls eine entsprechende Versicherung abgeschlossen. Immerhin waren sogar 2 Helikopter wegen ihm im Einsatz, wie er mir erzählte. Allerdings war er etwas unsicher, ob die Versicherung die Kosten übernehmen würde, da er den Hubschrauber am "Fundort" wieder weggeschickt hatte und trotz angeschlagenem Knie den weg zu Ende laufen wollte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 7. Oktober 2008 17:41 
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Sápmi hat geschrieben:
Er hatte jedenfalls eine entsprechende Versicherung abgeschlossen. Immerhin waren sogar 2 Helikopter wegen ihm im Einsatz, wie er mir erzählte. Allerdings war er etwas unsicher, ob die Versicherung die Kosten übernehmen würde, da er den Hubschrauber am "Fundort" wieder weggeschickt hatte und trotz angeschlagenem Knie den weg zu Ende laufen wollte.

Was wird wohl solche eine Versicherung kosten? Jedenfalls habe ich in einer stillen Minute auch schon einmal über eine solche Situation nachgedacht, wenn einer von uns auf Paddel- oder Wandertour wegen einer schwerwiegenderen Sache ausgeflogen werden müsste. Auf der Tour denken wir zwar an so etwas nicht, aber ... .

P.S. Ich habe schnell drei mal auf Holz geklopft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 7. Oktober 2008 17:49 
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amarok hat geschrieben:
Was wird wohl solche eine Versicherung kosten? Jedenfalls habe ich in einer stillen Minute auch schon einmal über eine solche Situation nachgedacht,


Ich hab diesen Sommer auch mal wieder daran gedacht, als ich bei einer Wanderung in Finnland so eine Aktion mit abgefeiert hab. Eine junge Finnin hatte sich irgendwie die Schulter verrenkt oder verzerrt oder so, jedenfalls konnte sie nicht mehr weiter wandern und wurde dann vom Heli geholt.
Die Versicherung dürfte gar nicht so teuer sein. Ich kenne jemanden, der kürzlich einen Unfall im Fjäll hatte, und seine Versicherung hat den Helitransport bezahlt. Muss ihn bei Gelegenheit nochmal fragen, was die Versicherung kostet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 8. Oktober 2008 07:19 
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Hallo, die Versicherung kostet soviel wie die Bergrettung n der Schweiz. Vor 5 Jahren hat sie noch 100 Euro gekostetfür 4 Wochen. Zahle ich gerne, denn wir haben sie noch nie gebraucht. Nur wenn, dann wird man wohl arm dabei. Wir sind immer zu zweit unterwegs.

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mit freundlichen Grüßen


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 8. Oktober 2008 15:37 
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(huch, hatte die Überschrift zu Wandertag 3 vergessen... :oops: )

Nach der recht schlaflosen Nacht stand ich schon vor 7 Uhr auf, um schnell noch vor dem großen Andrang etwas Teewasser kochen zu können. Danach packte ich eifrig meine Sachen und stellte schon mal alles raus. Die anderen standen nach und nach auch auf und obwohl ich noch sehr viel Zeit hatte, hielt ich mich nicht mehr lange auf.
So marschierte ich bereits um 7:45 Uhr los und lief in gemäßigtem Regen, daher mit Poncho, den breiten Weg zurück zur Koltaluokta, wo ich in der winzigen Hütte weiter zu warten gedachte. Doch als ich nach halb 9 in mittlerweile etwas stärkerem Regen dort ankam und die Tür öffnen wollte, war diese verschlossen. Sie wurde kurz darauf von innen geöffnet, wo 2 Finnen übernachtet hatte. Für eine dritte Person war eigentlich nicht wirklich Platz, doch aufgrund des Regens blieb ihnen nichts anderes übrig, als mich mit meinem Gepäck hereinzulassen. Zum Trocknen wurde der Ofen gefeuert und ich ließ meinen Rucksack darin stehen, während ich ab und zu nach draußen ging. Es dauerte ja noch fast 2 Stunden, bis das Boot ankommen und nach weiteren 2 Stunden erst Richtung Kilpisjärvi schippern sollte. Natürlich ging ich nach 10 Uhr ständig nachsehen, ob man das Schiff schon von weitem sehen kann.
In der Zwischenzeit waren auch die meisten anderen Leute von der Kuohkimajärvihütte hierher gelaufen und hatten sich als erstes in dem großen Sámizelt eingenistet und selbst für die relativ kurze Wartezeit ein Feuer darin entfacht. Als das Schiff endlich am Steg anlegte, stürmte ich gleich hinein, um meinen Rucksack dort zu deponieren. Ich beschloss dann, die restliche Zeit weitgehend im Boot zu warten. Dort plauderte ich etwas mit dem Bootsmann und fragte ihn schließlich, ob er Sámi sei und Samisch spreche, was er bejahte. So konnte ich noch ein paar Takte Samisch mit ihm sprechen, wenn ich ihn auch nur schwer verstehen konnte, da sich die Akzente ja örtlich unterscheiden. Immerhin hatte ich zum ersten Mal in einen Samischsprecher in Kilpisjärvi aufgespürt, wo ja nur 100 Menschen leben, und in der gesamten Gemeinde sollen nur 8% Samisch sprechen.
Kurz darauf kam sogar noch ein zweiter Sámi mit ins Spiel, der sich mit seinem Hund in das Schiffchen gesetzt hatte. Er hieß Issat und sein Hund Bijja oder so. Wir unterhielten uns dann auch ein bisschen, in oder vor dem Boot, wo wir die Wartezeit absaßen. (ein Jahr später traf ich Issat zufällig wieder im Wanderzentrum in Kilpisjärvi und es stellte sich im Gespräch heraus, dass sowohl er als auch der Bootsmann Kalle eigentlich im schwedischen Karesuando leben, d. h. mit den oben erwähnten 8% hatten sie gar nichts zu tun ;) ).
Die anderen Wanderer kamen langsam aber sicher auch aus dem Sámizelt gekrochen und gegen Ende trafen natürlich wieder die Tagesgäste ein, die vom Dreiländereck zurückgetippelt kamen. Trotz des schlechten Wetters waren doch eine Menge Leute zu diesem Zweck herübergefahren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 8. Oktober 2008 15:39 
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Um halb 1 fuhren wir dann endlich los, das Schiffchen war natürlich gestrichen voll. Als ich um 13 Uhr aus dem Boot stieg und hoch zur Straße lief, kam der Däne, entgegen, der ja noch einen Tag in Kilpisjärvi geblieben war und heute erst um 18 Uhr mit dem Bus nach Tromsø weiter fahren wollte. Ich erzählte ihm kurz, wie mies die letzte Nacht verlaufen war, und wir trafen uns später nochmal im Restaurant.
Am darauffolgenden Tag musste auch ich in den Bus nach Tromsø steigen, von wo es mit dem Flieger wieder nach Frankfurt ging. :cry:

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 28. Oktober 2008 21:45 
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Sápmi hat geschrieben:
Die Versicherung dürfte gar nicht so teuer sein. Ich kenne jemanden, der kürzlich einen Unfall im Fjäll hatte, und seine Versicherung hat den Helitransport bezahlt. Muss ihn bei Gelegenheit nochmal fragen, was die Versicherung kostet.


Hab gerade mit dem Bekannten telefoniert und ihn gefragt. Das ist so'ne Auslandsversicherung beim Deutschen Ring und kostet wohl (er wusste es grad nicht auswendig) so um 30 Euro im Jahr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 28. Oktober 2008 22:53 
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Sápmi hat geschrieben:
Hab gerade mit dem Bekannten telefoniert und ihn gefragt. Das ist so'ne Auslandsversicherung beim Deutschen Ring und kostet wohl (er wusste es grad nicht auswendig) so um 30 Euro im Jahr.


Danke für die Info und den preislichen Orientierungswert.
"Auslandsversicherung", heißt das so profan? Naja, kommt dann darauf an was alles versichert oder wieder nicht versichert ist und welche Ausschlüsse ... bla, bla. Eine genaue Prüfung halte ich da auf alle Fälle für notwendig. Sicher ist es jedoch eine Überlegung wert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzwanderbericht Finnland/Schweden 2005
BeitragVerfasst: 28. Oktober 2008 22:55 
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amarok hat geschrieben:
"Auslandsversicherung", heißt das so profan?


Was das genau für 'ne Versicherung ist, weiß ich auch nicht. Vielleicht so'ne Art erweiterte Auslandskrankenversicherung, da müsste man sich halt mal konkret schlau machen vor der nächsten Reise. Würde aber sagen, dass es sich beim dem Preis schon lohnt.

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