Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

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norrsken
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Re: Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

Beitragvon norrsken » 27. November 2015 01:51

Hej Peter,

danke für deine netten Kindergeschichten! Ich habe auch Kinder und nicht nur eins. Könnte ebenso viele Geschichten erzählen darüber, wie diese mir Energie gegeben - aber auch geraubt haben.. Da ich nicht sehr nachtragend bin, bleibt das Schöne länger in Erinnerung - i alla fall!

Wenn man allerdings so gut wie nie die Möglichkeit hat, seine Akkus mal abseits von Haushalt und Kindern wieder aufzuladen, man stattdessen einen Mann hat, der einem noch den letzten Rest Energie raubt - dann kann ich mir durchaus vorstellen, daß junge Frauen aus dem Bekanntenkreis, die das Szenario bis hin zur Scheidung und ihren Folgen für die Kinder mitbekommen - eben lieber andere Wege gehn..

"Wer ist mein Vater?" Diese Frage bleibt jedoch im Raum stehn! Wenn man wenigstens die Möglichkeit hätte, diesen dann zu benennen - ohne jegliche finanzielle Verpflichtungen.. Ingen aning!

Ich sollte besser aufhören hier mitzuschreiben, denn ich schwanke ständig mit meiner Meinung. Vor allem, wenn ich die Beiträge von vibackup lese, dem es wohl ähnlich geht - wenn auch aus völlig anderen Gründen.

Hej vibackup (Oder darf man auch das M. ausschreiben?),

deine Texte sind jedesmal sehr komplex - fast schon philosophisch.. Muß sie mindestens 2-3 mal lesen, bevor ich durchblicke. Dann kann ich aber das Meiste nachvollziehn.

vibackup hat geschrieben:Was schwierig wird, ist ein Modell für die Gestaltung und Erhaltung einer Beziehung zu finden, aber das zu lernen kann auch unter anderen Umständen schwierig sein, wie hier richtig argumentiert wurde.


Sag Bescheid, wenn dieses Modell gefunden wurde! Na für mich ist es dann eigentlich zu spät, aber meine Kinder könnten noch davon profitieren!

Liebe Grüße euch allen,
Kati

norrsken
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Re: Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

Beitragvon norrsken » 27. November 2015 01:51

Hej Peter,

danke für deine netten Kindergeschichten! Ich habe auch Kinder und nicht nur eins. Könnte ebenso viele Geschichten erzählen darüber, wie diese mir Energie gegeben - aber auch geraubt haben.. Da ich nicht sehr nachtragend bin, bleibt das Schöne länger in Erinnerung - i alla fall!

Wenn man allerdings so gut wie nie die Möglichkeit hat, seine Akkus mal abseits von Haushalt und Kindern wieder aufzuladen, man stattdessen einen Mann hat, der einem noch den letzten Rest Energie raubt - dann kann ich mir durchaus vorstellen, daß junge Frauen aus dem Bekanntenkreis, die das Szenario bis hin zur Scheidung und ihren Folgen für die Kinder mitbekommen - eben lieber andere Wege gehn..

"Wer ist mein Vater?" Diese Frage bleibt jedoch im Raum stehn! Wenn man wenigstens die Möglichkeit hätte, diesen dann zu benennen - ohne jegliche finanzielle Verpflichtungen.. Ingen aning!

Ich sollte besser aufhören hier mitzuschreiben, denn ich schwanke ständig mit meiner Meinung. Vor allem, wenn ich die Beiträge von vibackup lese, dem es wohl ähnlich geht - wenn auch aus völlig anderen Gründen.

Hej vibackup (Oder darf man auch das M. ausschreiben?),

deine Texte sind jedesmal sehr komplex - fast schon philosophisch.. Muß sie mindestens 2-3 mal lesen, bevor ich durchblicke. Dann kann ich aber das Meiste nachvollziehn.

vibackup hat geschrieben:Was schwierig wird, ist ein Modell für die Gestaltung und Erhaltung einer Beziehung zu finden, aber das zu lernen kann auch unter anderen Umständen schwierig sein, wie hier richtig argumentiert wurde.


Sag Bescheid, wenn dieses Modell gefunden wurde! Na für mich ist es dann eigentlich zu spät, aber meine Kinder könnten noch davon profitieren!

Liebe Grüße euch allen,
Kati

EuraGerhard
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Re: Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

Beitragvon EuraGerhard » 27. November 2015 09:20

Hallo,

ich muss ehrlich sagen, dass mein Meinungsbildungsprozess zu dieser Frage noch nicht abgeschlossen ist. Ich schwanke noch.

Einerseits bin ich auch der Meinung, dass Kinder mit Bezugspersonen beiderlei Geschlechts aufwachsen sollten. Idealerweise sind das die beiden Eltern. Wobei das natürlich oft genug so nicht klappt, aus den unterschiedlichsten Gründen.

Andererseits bin ich der Meinung, dass die Freiheit des Einzelnen im Grundsatz ihre Grenzen nur in der Freiheit anderer finden sollte. Es kann also normalerweise nicht angehen, dass die Erlaubnis irgend einer Sache oder Tätigkeit gerechtfertigt werden muss. Im Gegenteil, wer etwas verbieten will, muss dieses Verbot ethisch begründen und rechtfertigen können!

Welche ethische Rechtfertigung gibt es also dafür, einer alleinstehenden Frau, die auf natürlichem Wege aus welchem Grunde auch immer nicht schwanger werden kann, eine künstliche Befruchtung zu verbieten, während man sie gleichzeitig einem Paar erlaubt?

Schließlich kann sich ja eine alleinstehende Frau, die auf natürlichem Wege schwanger werden kann, einen eventuellen Kinderwunsch auch ohne festen Partner jederzeit erfüllen. Mit welcher ethischen Rechtfertigung unterscheidet also der Gesetzgeber zwischen alleinstehenden Frauen, die auf natürliche Weise schwanger werden können, und solchen, die es nicht können?

MfG
Gerhard

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Re: Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

Beitragvon Petergillarsverige » 27. November 2015 10:29

norrsken hat geschrieben:Hej Peter,

Wenn man [] einen Mann hat, der einem noch den letzten Rest Energie raubt - dann kann ich mir durchaus vorstellen, daß junge Frauen aus dem Bekanntenkreis, die das Szenario bis hin zur Scheidung und ihren Folgen für die Kinder mitbekommen - eben lieber andere Wege gehn..

Kati


Evolutiv gesehen hat sich die Ehe als verbindliche Gemeinschaft zwischen Mann und Frau heraus gebildet. Sie wird eigentlich überall als Ideal gesehen. Das Wissen um "Vater, Mutter und Kind(er)" ist systemimmanent, steckt in den Kindern von frühester Zeit an drin. Was Millionen Jahre geklappt hat, soll das jetzt auf einmal falsch sein? Ein Blick in die Geschichte zeigt z.B., dass es für Rom nicht günstig war die "überkommenden Werte" zu ändern.
Lieber eigene Wege gehen... Zunächst einmal: Bevor man ein Auto kauft, macht man sich Gedanken darüber, ob das Auto zu einem passt. Der Lambo ist kein Auto für mich, viel zu langsam in Bezug auf Personenkilometer. Versuch mal 6 Personen 100 km weit zu bringen. Da ist mein Zafira deutlich schneller. Lässt man sich von der Optik des Autos täuschen und kauft es - als Familienauto taugt es nicht. Da ist der Telsa Model S einfach besser als der Lambo. So: Ist die Frau mit langen blonden Haaren, die stolz auf ihr Aussehen ist, als Mutter richtig? Kann der Mann den ich haben möchte, der richtige sein als Vater meiner Kinder? - Sehr wichtige Fragen, die man sich vorher stellen sollte. Neben einigen anderen.
Leider ist es doch wohl so, dass Ehepartner oft nicht sinnvoll gewählt werden. Was haben wir unseren Kindern als Werte in dem Bereich mitgegeben? Nur, wenn eine Ehe schief geht, ist dann gleich das Modell Ehe falsch? Keiner verbietet grundsätzlich alle Autos, weil es Unfälle gibt. Zu Fuß gehen ist keine echte Alternative, zumindest auf dem Land. Welche Alternative haben wir denn zur Ehe, die verbindlich ist und funktioniert? Kennt ihr eine Kommune, die promiskuitiv über Jahre hinweg bestanden hat? In der Kinder aufwuchsen, die später in der Gesellschaft klar kamen?
In der Nachbarschaft meiner Eltern wohnte ein junges Paar mit Kind. Eines Tages lag der Vater tot im Garten, irgend eine medizinische Ursache. Das Haus war über die Versicherung bezahlt und die unverheiratete Schwester der Mutte zog mit ein. Über Jahre wurde das Kind von 2 Frauen erzogen. Als Plan B ist das auch gut gegangen.
Aber Plan B von vornherein durch künstliche Befruchtung anzustreben, ist unverantwortlich.
Schweden ist nicht nur ein schönes Land - das ist ein Virus!

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Re: Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

Beitragvon HeikeBlekinge » 27. November 2015 10:50

Familie vor 100 Jahren:
http://www.durchblick-filme.de/stella/04_Familie.htm

Ich frage mich was daran ideal war. Es entspricht ja wohl eher einem Wunschdenken das stets beide Geschlechter fuer die Kinder da wären und gemeinsam erzogen wird.
Ja, ob es den Kindern geschadet hat das im Grunde genommen kein männlicher Part vorhanden war der miterzogen hat?
Auf jeden Fall sind die Verhältnisse heute kindgerechter, sagen wir mal in den 60er Jahren fing sich das Bild der Familie zu verändern an und so zu entwickeln wie wir es heutzutage ueberwiegend als perfekt zu betrachten gewohnt sind.
Ich wage zu behaupten das ungefähr vor dieser Zeit der Vater, also der männliche Part nach dem hier einige verlangen und der so angeblich wichtig sein soll fuer die Kinder, nur in aussergewöhnlichen Momenten an der Kindeserziehung und -prägung beteiligt war.
Warum? Das könnt ihr im Link oben lesen.

Liest man so alte Buecher wie von Moa Martinsson beispielsweise wird der nahezu chronisch fehlende männliche Part in der Erziehung noch deutlicher. Ja, der Mann/Vater hatte allein die Versorgungsrolle und oftmals kam der der nicht im geringsten nach. Vor 100 Jahren und erst recht davor erzogen und versorgten oftmals auch nur die Frauen die Kinder. Und aufgrund der schlechten Gegebenheiten fuer den absolut ueberwiegenden Teil der Bevölkerung leider nur sehr, sehr mehr schlecht als recht.

Wo ist also heute ein angebliches Problem anzusetzen, wenn eine Frau in wesentlich gesicherteren Zeiten (finanziell, ethnisch, sozial gesehen) abermals allein Kinder grosszieht?

Ich glaube, seltsamerweise - oder doch erklärlicherweise ;-) ? - bezweifeln hier nur Männer das es problematisch sein könnte?!

LG
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Re: Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

Beitragvon HeikeBlekinge » 27. November 2015 10:58

Aber Plan B von vornherein durch künstliche Befruchtung anzustreben, ist unverantwortlich


Wie hier der ueberwiegende Teil weiss, entspringt diese Aussage wohl eher (d)einer als christlich radikal einzustufenden Glaubenseinstellung.
Somit, zumindst in meinem Augen, keinem logischen Menschenverstand.
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Re: Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

Beitragvon EuraGerhard » 27. November 2015 13:55

Petergillarsverige hat geschrieben:Evolutiv gesehen hat sich die Ehe als verbindliche Gemeinschaft zwischen Mann und Frau heraus gebildet. Sie wird eigentlich überall als Ideal gesehen.

Das muss ich dann doch etwas relativieren: Das romantisch verklärte Idealbild der Kleinfamilie mit Vater, Mutter und Kind(ern) ist erst ungefähr in den 1950er Jahren entstanden. Vorher war eher die Großfamilie vorherrschend, wobei da in aller Regel nicht nur nahe Verwandte unter einem Dach wohnten, sondern auch Haus- und Hofpersonal. Und die Beziehungen der "Herrschaften" zum Personal waren keineswegs immer nur rein professionell. Der schon aus dem Mittelalter stammende Ausdruck "Kind und Kegel" lässt da tief blicken. :wink:

Auch was das Zusammenleben von Mann und Frau betrifft, so ist das Ideal der lebenslangen, monogame Ehe global betrachtet eher eine Ausnahmeerscheinung. Verschiedene Formen der Polygamie sind in anderen Kulturkreisen zum Teil bis heute völlig normal und gesellschaftlich akzeptiert. Zum Beispiel die Polygynie (Ein Mann darf mehrere Frauen heiraten) in weiten Teilen Afrikas sowie in einigen islamisch geprägten Gesellschaften. Aber auch die Polyandrie (Eine Frau mit mehreren Männern) gibt es bis heute ganz offiziell, z.B. in Nordindien oder Tibet.

Polyandrie kann übrigens in kleinen, isolierten Inselgesellschaften sowohl aufgrund beschränkter Ressourcen als auch aus rein genetischen Gründen eine Überlebensnotwendigkeit sein.

Und Heike hat völlig recht: Dass sich, von lobenswerten Ausnahmen abgesehen, der Vater in nennenswertem Umfang an der Kindererziehung beteiligt, hat eine noch deutlich kürzere Tradition. Ob der Vater nun tagein, tagaus gearbeitet hat, oder in den Krieg gezogen ist, oder gestorben war, eines war er nahezu immer: Abwesend! In "vornehmeren" Kreisen hat sich ja bis ins 20. Jh hinein des öfteren noch nicht einmal die Mutter darum gekümmert, auch dafür gab es Personal ("Gouvernante"). Ausnahmen mag es bei in Familiengruppen lebenden Urvölkern geben, bei denen ist es dann aber mit der Monogamie in aller Regel nicht weit her.

Deswegen möchte ich Ehe und (Klein)Familie an sich jetzt keineswegs für prinzipiell gescheitert erklären. Wie könnte ich auch, schließlich habe ich mich auch von einem ersten Fehlschlag nicht davon abhalten lassen, ein zweites Mal zu heiraten. (Und das zweite Mal bislang nicht bereut.) Allerdings gibt es eben auch andere Beziehungsmodelle, und meiner Meinung nach darf ein säkularer Staat nicht bestimmte Beziehungsmodelle bevorzugen oder benachteiligen.

MfG
Gerhard

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Re: Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

Beitragvon Petergillarsverige » 27. November 2015 16:02

Solche Aussagen kommen immer wieder. Echte Familien hätte es nicht gegeben, neumodische Erfindung. etc. Es gibt in der ganzen Bibel, die immerhin ein paar tausend Jahre Geschichte widerspiegelt, konkrete Beispiele von Familien. Konkrete Anweisungen wie der Vater die Kinder zu unterrichten hat. Ein Bischof darf im Neuen Testament nur werden, wer (nur) eine Frau hat und die Kinder ordentlich erzogen hat. Von vielen Ehen ist die Rede, auch von polygamen, diese aber haben nie ohne Krach funktioniert. Ihr braucht der Botschaft der Bibel nicht zu glauben, dass sie aber solche Dinge richtig darstellt, sollte man wohl annehmen dürfen.
Der Staat darf sehr wohl die Familie, wie im Grundgesetz verankert, bevorzugen. Denn die Familie bietet die beste Voraussetzung für gesunde Kinder. Meine Erfahrung zeigt das auch sehr deutlich. Kinder aus kinderreichen und vollständigen Familien sind durchaus diejenigen die bessere Schulabschlüsse haben und sind beruflich erfolgreicher.
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Re: Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

Beitragvon Petergillarsverige » 27. November 2015 16:18

HeikeBlekinge hat geschrieben:Aber Plan B von vornherein durch künstliche Befruchtung anzustreben, ist unverantwortlich

Wie hier der ueberwiegende Teil weiss, entspringt diese Aussage wohl eher (d)einer als christlich radikal einzustufenden Glaubenseinstellung.
Somit, zumindst in meinem Augen, keinem logischen Menschenverstand.


Also sind meine Aussagen immer falsch, da ich auf einem christlichen Fundament stehe, Dinge von der Radix (Wurzel) her verstehe? Was für eine Behauptung!

Nehmen wir folgendes Beispiel, ein Gespräch zwischen Mutter und kleiner Tochter:

Tochter:
Mama, Klara hat gestern ganz doll mit ihrem Papa gekuschelt, der hat die voll toll umarmt, in die Luft geworfen und wieder aufgefangen. Ich will auch einen Papa haben! Warum hab ich keinen Papa?
Mutter:
Kind, ich wollte keinen Mann haben, mich wollte auch kein Mann heiraten. Aber ich wollte ein Kind haben. Dann bin ich einfach zu einem Arzt gegangen, und der hat was gemacht und ich hab dich geboren.
Tochter:
Und wer ist mein Papa?
Mutter:
Keine Ahnung, mein Kind. Irgend ein Mann den ich nicht kenne.
Tochter:
Ich will aber wissen wer mein Papa ist.
Mutter:
Das kann man heute nicht mehr herausfinden. Wir haben alles so gemacht, dass niemand herausfinden kann wer dein Papa ist!

Das kann man weiter denken und spinnen. Wenn das Mädchen größer ist, wird sie wissen was Sex ist. Wird kapieren wie das abgegangen ist mit einer künstlichen Befruchtung. Der Wunsch nach einem Vater wird evtl. übermächtig werden. Sie wird viel weinen, weil sie eine Sehnsucht nach ihrem Vater entwickelt.
Bitte: Wer von euch ist bereit diesen Fragen des Kindes jahrelang zuzuhören und nicht beantworten zu können? Der Mensch möchte wissen wo er herkommt.
Das ist nicht weit herheholt, dass ist erlebtes Schicksal inzwischen vieler Kinder.

Wenn es nachvollziehbar ist, wer der Vater ist: 18 Jahre nach der Samenspende taucht ein junger Mensch auf und sagt: "Hallo Papa, ich bin dein Kind!"

Ist jetzt noch jemand bereit der künstlichen Befruchtung allein lebender Frauen zuzustimmen?
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Re: Künstliche Befruchtung auch für allein lebende Frauen

Beitragvon HeikeBlekinge » 27. November 2015 17:22

Ist jetzt noch jemand bereit der künstlichen Befruchtung allein lebender Frauen zuzustimmen?


Ja.
Und da kannst du weiter predigen wie du willst.

Sowieso fällt irgendwann die Schweigepflicht was Samenspender angeht.
Spätestens dann, wenn endlich diese blöde Sorgerechtssache abgeschafft ist wodurch nämlich Männer "haftbar" gemacht werden können.
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